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VL: Störung durch psychotrope Subtanzen

Mitra Shadloo G2 Modulprüfung Alemán 62 fichas

VL: Störung durch psychotrope Subtanzen

Fichas del conjunto (62)

  1. 1TerminologieDer ICD-Schlüssel ist eine medizinische Klassifikation zur Systematisierung von Diagnosen. F10 - F19 steht für "Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen". F10.0 - F10.9 stehen für Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol
  2. 2Alkoholabhängigkeit kann viele Gesichter haben…Trinkverhalten (Alkoholvergiftung, morgens Trinken, Umsteigen auf harte Alkoholika), Körperliche Schäden (Krampfanfälle, Entzugserscheinungen), Soziale Schäden (Partnerschaftskonflikte, Scheidung), Psychische Schäden (Aggressive Entgleisungen, verring. Selbstwertgefühl)
  3. 3EpidemiologieCa. 10% der Bevölkerung trinken 50% des Alkohols.
    Die Mehrheit wird in Allgemeinkrankenhäusern (30–35%) und in den Praxen niedergelassener Ärzte (70–80%) behandelt.
  4. 4Stufen der Abhängigkeit und deren BehandlungStufen der Abhängigkeit und deren Behandlung
  5. 5Wie ist der Verlauf der Abhängigkeit?Der Verlauf der Abhängigkeit sowie körperliche Alkoholfolgen entwickeln sich offensichtlich geschlechtsspezifisch unterschiedlich schnell (Teleskop-Effekt), wobei Frauen eine erhöhte Vulnerabilität aufweisen.
  6. 6Was sind akute und chronische Folgen der Abhängigkeit?Akut: Intoxikation, Alkoholentzugssyndrom, Delir, Krampfanfall
    Chronisch: äthyltoxische Leberzirrhose, Polyneuropathie, Hirnatrophie etc.
  7. 7Was sind die volkwirtschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums?26,7 Mio Euro (davon direkte Kosten 10 Mio. und indirekte 16,66 Mio. Euro)
  8. 8Was sind diagnostische Kriterien für eine akute Alkoholintoxikation? F10.0Was sind diagnostische Kriterien für eine akute Alkoholintoxikation? F10.0
  9. 9Was ist schädlicher Gebrauch?F10.1: Ein Konsummuster, das zu einer Gesundheitsschädigung führt. Diese kann eine körperliche Störung oder eine psychische Störung, z. B. eine depressive Episode nach massivem Alkoholkonsum sein.
  10. 10Was ist ein Abhängigkeitssyndrom?F10.2: Der Konsum des Alkohols hat für die betroffene Person Vorrang gegenüber anderen Verhaltensweisen, die von ihr früher höher bewertet wurden. Entscheidendes Charakteristikum: starker, gelegentlich übermächtiger Wunsch, Alkohol zu konsumieren.
  11. 11Was sind diagnostische Kriterien für ein Abhängigkeitssyndrom?3 von 6 Kriterien müssen in den letzten 12 Monaten gleichzeitig vorhanden gewesen sein! 1. Starkes Verlangen 2. Kontrollverlust 3. Entzugssymptome 4. Toleranzentwicklung 5. Einengung (Vernachlässigung anderer Interessen) 6. Fortgesetzter Konsum trotz Nachweis schädlicher Folgen
  12. 12Was sind Ursachen für eine Abhängigkeit? Nenne drei PunkteA) Genetik: Es gibt mehrere Genorte, die beteiligt sind, einzelne Chromosomen noch nicht identifiziert
    B) Biochemie: Beeinflussung verschiedener Neurotransmittersysteme
    C) Kulturelle Faktoren
  13. 13Nenne einen weiteren Faktoren:D) Soziologisch: Langzeitarbeitslosigkeit, Entwurzelung, Vertreibung, Migration & bestimmte Berufsgruppen (Ärzte, Apotheker)
  14. 14Welche psychologischen Ansätze gibt es?A) Lernpsychologie: Konditionierung = Inadäquate, letztlich selbstschädigende Bewältigungsstrategie ("Coping")
    B) Tiefenpsychologie: Missglückter Versuch der Bewältigung eines Konflikts zwischen den Instanzen Über-Ich (Ansprüche Gesellschaft) & Ich (Überforderung)
  15. 15Was sind die häufigsten Komorbiditätaten von Alkoholabhängigkeit?• Depressive Störungen: bis 80% • Tabakabhängigkeit: 70-90% • Angststörungen: bis 70% • Antisoziale Persönlichkeitsstörungen: bis 50% • Borderline-Persönlichkeitsstörungen: bis 25% • Schizophrene Psychosen: bis 10 %
  16. 16Wie muss die Behandlung erfolgen?Sie muss stadienspezifisch und individuell geplant werden:
    • Früherkennung und Frühintervention
    • Qualifizierte Entzugsbehandlung
    • Langzeitentwöhnungsbehandlung
  17. 17Welche weiteren Möglichkeiten gibt es?• Psychotherapeutische Strategien
    • Pharmakologische Rückfallprophylaxe
  18. 18Benzodiazepinabhängigkeit Wie ist die Epidemiologie?• Medikamentenabhängigkeit: geschätzt 1,1–1,9 Millionen
    • Abhängige Benzodiazepinabhängigkeit: geschätzt 1,2 Millionen
    • Abhängige v.a. zwischen 18 und 59 Jahren
  19. 19Wie ist das Geschlechterverhältnis? Wann fangen die meisten an?Schädlicher Gebrauch: Männer 3,2 %, Frauen 5,5 %
    Steigerung der Prävalenz mit zunehmendem Alter, insbes. ab dem 50. Lebensjahr
  20. 20Was sind wichtige Komorbiditäten?Angsterkrankungen, Schlafstörungen, Depressionen, Schmerzerkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, andere Suchterkrankungen
  21. 21Wofür werden Benzodiazepine verabreicht?Gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten, welche als Hypnotika (Schlafmittel) und Anxiolytika zur Behandlung von Entzugssyndromen sowie als Antiepileptika und gelegentlich als Muskelrelaxanzien verwendet werden.
  22. 22Ab wann ist man für eine Abhängigkeit prädisponiert? Welche Risikofaktoren gibt es?Ab einer Einnahme länger als 3 - 4 Monate. Psychiatrischen Vorerkrankungen, speziell Angsterkrankungen oder eine primäre Sucht, sind Risikofaktoren für Abhängigkeitsentwicklungen
  23. 23Wie wirken Benzodiazepine?Im Gehirn über den inhibitorisch wirkenden Transmitter Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Der GABAa-Rezeptor hat mehrere UE. An diesem Rezeptor gibt es bestimmte Benzodiazepin-Rezeptoren.
  24. 24Wie wirken Benzodiazepin-Rezeptoren?Sie wirken modulierend auf die Dopamin-Ausschüttung im Ncl. accumbens und im ventralen Tegmentum ein, was als allgemeine Endstrecke der meisten Suchtmittel angesehen wird.
  25. 25Welche Arten von Benzodiazepinen gibt es?Kurz und langwirksame bzw. solche mit und ohne pharmakologisch aktiven Metaboliten.
  26. 26Was sind Symptome einer Benzodiazepin-Überdosierung?• Ausgeprägte Sedation • Müdigkeit • motorische Schwächung • Verlangsamung • Dysarthrie (Sprechstörung) • Ataxie (unkontrollierte, überflüssige Bewegungen)• konsekutiv Sturzneigung etc.
  27. 27Was sind Entzugssymptome? Nenne zwei Gruppen von Symptomen und Beispiele dazu:A) psychopathologische: Ängstlichkeit, Schlafstörungen, Unruhe, Delirien, depressive Syndrome, Verwirrtheit
    B) Vegetative: Zittern, Schwitzen, Überlkeit, Dypnoe, Tachykardie, Hypertonie
  28. 28Was für eine Symptomgruppe gibt es noch?C) Neurologische & internistische Komplikationen: Erhöhte Krampfneigung, Störung der Motorik, kognitive Beeinträchtigungen, Störungen der Merkfähigkeit, Wahrnehmungsstörungen, Muskelzittern
  29. 29Wie sollte man am besten einen Entzug machen?Bei längerer Benzodiazepin-Einnahme ist die stufenweise Reduktion von Benzodiazepinen sehr wichtig und abruptes Absetzen zu vermeiden (über Wochen bis Monate ausschleichen, nicht jedoch länger als 6 Monate). Man gibt Oxazepam.
  30. 30Welche Maßnahmen werden ergriffen?Häufig wird ein Umsetzen auf eine Äquivalenzdosis eines lang wirksamen Benzodiazepins durchgeführt. Die Substitution von Benzodiazepinen durch Diazepam wird empfohlen. Eine psychotherapeutische Unterstützung der Entgiftung/Entwöhnung ist unerlässlich
  31. 31Was sind 3 wichtige Behandlungsschritte?1. Psychoedukation
    2. Techniken zur Motivationsförderung
    3. Psychotherapie
  32. 32Cannabisabhängigkeit Wie ist das Erkrankungsalter und was sind wichtige Komorbiditäten?Erkrankungsalter: Ab dem 11. LJ, besonders häufig bei Jugendlichen & jungen Erwachsenen am häufigsten zwische 15. -16. LJ. Wichtige Komorbiditäten: Andere Abhängigkeiten, Risiko für affektive Erkrankungen. 6-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko Schizophrenie
  33. 33Opiatabhängigkeit Wie ist das Erkrankungsalter?? Was sind wichtige Komorbiditäten?Erkrankungsalter: ab dem 12. LJ, besonders häufig zwischen 15. und 25. Lebensjahr.
    Wichtige Komorbiditäten: Cannabis 47 % und Alkohol 24 %
  34. 34Kokainabhängigkeit Wie ist das Erkrankungsalter? Was sind wichtige Komorbisitäten?Ab dem 11. LJ, besonders häufig zwischen 21. - 25. LJ.
    Wichtige Komorbiditäten: Cannabis 40 %, Alkohol 37 %, bipolare Störungen 20 %, Persönlichkeitsstörungen 47 %
  35. 35Was ist psychische Abhängigkeit?Starkes, unwiderstehliches Verlangen nach einer Substanz (engl. Craving)
  36. 36Was ist körperliche Abhängigkeit?Toleranzentwicklung gegenüber einer Substanz, welche fortgesetz und in steigenden Dosen zugeführt werden muss, um ein Entzungssyndrom zu verhindern.
  37. 37Ausmaß psychischer und körperlicher Abhängigkeit verschiedener Subtanzen:Ausmaß psychischer und körperlicher Abhängigkeit verschiedener Subtanzen:
  38. 38Opiatabhängigkeit Wie ist der Applikationsweg? Was sind Folgen davon?Primär intravenös, aber auch inhalativ, oral oder intranasal. Folgen intravenöser Applikation: Hepatitis C, HIV bzw. AIDS.
    Am häufigsten wird Heroin konsumiert.
  39. 39Wie kann man Opiatabhängigkeit behandeln? Nenne die zwei Teile der Behandlung:1) Abstinenzorienterte Behandlung: Entzugsbehandlung und Entwöhnungsbehandlung +
    2) Substitutionsbehandlung: Kontrolle der Abhängigkeit durch Gabe eines µ-Rezeptor-Agonisten (Opioid-Rezeptor)
  40. 40Was für Folgen hat eine Kokainintoxikation?Euphorie und Antriebssteigerung
    Übersteigerte Einschätzung eigener Kompetenzen
    Gesteigerte Libido und vermindertes Schlafbedürfnis
  41. 41Was sind körperliche Symptome?Sympathische Hyperaktivität wie Tachykardie, Blutdrucksteigerung und Dilatation der Pupillen
  42. 42Was sind psychiatrische Komplikationen?Halluzinationen und Wahnideen
    Psychotische Zustände (können auch nach Abklingen der akuten Intoxikation als kokaininduzierte Psychosen über Wochen persistieren)
  43. 43Was sind neurologische Komplikationen?Koordinationsstörungen, zerebrale Krampfanfälle und zerebrale Ischämie (als Folge der Vasokonstriktion)
  44. 44Was sind Entzugssymptome?Dysphorie, Müdigkeit, Schlafstörungen (z.T. auch Hypersomnie (Schlafsucht)) und Antriebsmangel
    Suizidalität im Rahmen eines depressiven Syndroms
  45. 45Wie wird Kokain appliziert? Was für Arten werden konsumiert? Zwischen welchen Konsuenten muss man unterscheiden?Applikation: i. v., inhalativ oder nasal
    In Dt. i. d. R.: Kokainhydrochlorid, in einigen Ballungszentren auch das rauchbare "Crack"
    Man muss zwischen polytoxikomanen Komsumenten und selteneren "Kokainisten" unterscheiden, die nur Kokain konsumieren.
  46. 46Wie kann man Kokainabhängigkeit behandeln?1) Abstinenzorientierte Behandlung: Kokainentzug
    2) Medikation und Behandlung von Intoxikationspsychosen (Benzodiazepine)
    3) Psycho- und soziotherapeutische Behandlungsverfahren
  47. 47Was für Medikamente werden gegeben?z.B. Antidepressiva, Dopaminagonisten, Disulfiram, GABAerge Agonisten wie Baclofen und Topiramat, Betablocker und Mood-Stabilizer
  48. 48Was sind die Ziele der Psycho- & Soziotherapie?Ziele der Behandlung sind v.a. der Aufbau eines drogenfreien Lebensstils, die Rückfallprophylaxe und die Behandlung komorbider psychiatrischer Störungen
    In Studien wurde der Kokainkonsum durch psychotherapeutische Verfahren reduziert
  49. 49Was für psychiatrische Komplikatioenen hat Cannabis?Ausgeprägte Derealisation und halluzinogene Effekte (häufig bei höheren Dosen).
  50. 50Welche Entzugssymptome gibt es? Wann beginnen sie und wie lange önnen sie dauern?Beginnen ca. 12 Stunden nach dem letzten Konsum, können bis zu drei Wochen andauern (Unruhe, dysphorische Verstimmungen, Irritabilität, Suchtverlangen, Schlafstörung, Schwitzen, Appetitminderung)
  51. 51Welche Komplikation ist auch bei vereinzelnten Konsum möglich?Intoxikationspsychose
  52. 52Welche Komplikationen entstehen eher durch chronischem Konsum?Induzierte Psychose (zumeist bei chronischem Konsum) • Chronische Persönlichkeitsveränderung (nach länger dauerndem regelmäßigem Konsum)
    • Kognitive Störungen (meist bei chronischem Konsum)
  53. 53Wie therapiert man Cannabisabhängigkeit? Nenne zwei Möglichkeiten:Medikamentös: Insgesamt liegt den Empfehlungen ein schwaches Evidenzniveau zugrunde. Psychotherapie: Ambulante psychotherapeutische Kurzinterventionen mit motivationsfördernden, kognitivverhaltens-therapeutischen, supportiven Elementen
  54. 54Wie ist der Applikationsweg bei Ampethamin- & Ecstasyabhängigkeit?Oral (insb. Ecstasy), nasal, intravenös
  55. 55Was sind Entzugssymptome von Amphetaminstimulanzien?Ängstlich-depressive Verstimmungen und Erschöpfung, die eine bis zwei Wochen andauern und als Komplikation Suizidalität mit sich bringen können
  56. 56Was sind Symptome nach Abklingen der Akutwirkungen von Ecstasy?Häufig Abgeschlagenheit, ängstlich-depressive Verstimmung, Kopfschmerzen, Appetitminderung und Frösteln (können über wenige Tage andauern)
  57. 57Zu welcher Gruppe gehört Exstasy und wie wirkt es?Ecstasy = Gruppe der Methylendioxy-amphetamine, wirken stimulierend, entspannend-angstlösend & wahrnehmung- sverändernd/halluzinogen, über indirekte serotonerg, dopaminerge Mechanismen Wirkdauer: 3-5 Std. Am bekanntesten: MDMA
  58. 58Wie ist das Suchtpontezial von Ecstasy?Das Suchtpotenzial ist i.d.R. relativ gering (ca. 10–20 % weisen Missbrauch oder Abhängigkeit auf)
  59. 59Worin besteht die Gefahr von längerem Konsum?Störungen des Alltagsgedächtnisses sind die konsistentesten Forschungsbefunde, die mit der Neurotoxizität von MDMA in Zusammenhang gebracht werden.
    Diese kognitiven Defizite könnten einen Risikofaktor für spätere altersassoziierte kognitive Einschränkungen darstellen.
  60. 60Wie und wie lange kann man Amphetamine und Ecstasy nachweisen?In toxikologischen Screeningverfahren im Urin sind sie über ca. 24 bis 72 Stunden nach dem letzten Konsum nachweisbar, sodass diese Verfahren zur differenzialdiagnostischen Klärung bei Verdacht auf Intoxikationspsychose oder atypischen Rauschverlauf beitragen können
  61. 61Wie therapiert man Amphetamin- & Ecstasyabhängigkeit? Nenne medikamentöse Möglichkeiten:Bislang gibt es keine etablierte medikamentöse Behandlung der Amphetaminabhängigkeit, es werden trizyklische Antidepressiva empfohlen. Antidepressiva, v.a. SSRI, bei akuter Ecstasy-Intoxikation kontraindiziert. Zur Beruhigung bei beiden vorübergehend Benzodiazepine.
  62. 62Welche Therapiemöglichkeit gibt es noch?Psychotherapie. Hat Klasse I Evidenzgrad, medikamentöse Therapie nur Klasse III. Kognitiv-behaviorale Therapie & Kontin-genzmanagement wirksam für Ampheta-minkonsum. Mittelgroße Effekte der Konsummerkmale und z.T. auch hinsichtlich der begleitenden psychischen Symptomatik

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Descripción
Modulprüfung (Psychatrie) G2 Fichas sobre VL: Störung durch psychotrope Subtanzen, creado por Mitra Shadloo el 14/06/2016.
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Mitra Shadloo
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