Fichas
40.7 Wilhelm von Humboldt
Fichas del conjunto (36)
- 1Diskussion durch den Neuhumanismus..zur Wende zum 19. Jahrhundert;
Diskussion um die Bestimmung des Menschen;
thematisch wird das Verhältnis des Menschen zur Welt in Ausdruck individueller Selbstbestimmung;
zentrale Frage: Darf der Mensch als Mittel zum Zweck gebraucht werden? - 2Frage im Mittelpunkt von Humboldt's Denken:Wie ist der Mensch als endlich leibliches Wesen in seiner Totalität möglich?
- 3Anthropologische Bildungslehre Humboldt'sBlick auf die Bildung des Einzelnen;
Frage nach Möglichkeiten und Voraussetzungen dieser Bildung, die als "wahrer Zweck" beschrieben wird;
tragende Säulen sind Freiheit und Gleichheit - 4Bildung nach HumboldtGedanke des Individuums als Selbstzweck, dem das Verhältnis zur Welt zur Aufgabe wird;
Programm einer Allgemeinen Menschenbildung;
es geht um die Konkretisierung der Idee von Bildung im Menschen - 5Zu Wilhelm von Humboldt......1767- 1835;
geboren als Adliger in Potsdam;
zentraler Vertreter des Neuhumanismus;
Organisation des Bildungssystems;
Neugründung Uni Berlin;
beschäftigte sich gegen Ende seines Lebens mit dem Studium der Sprachen - 6Die Grundlagen von Humboldts Bildungstheorie stammen aus......dem Jahre 1792
- 7Warum soll der Mensch sich entwickeln?Jeder soll sich um seiner Selbst willen entwickeln
- 8Grundlagen menschlicher BildungsprozesseFreiheit und Selbstbestimmung;
Der Staat hat die Aufgabe, diesen Grundsatz nicht zu verletzen, vielmehr die Bedingungen der Verwirklichung zu schaffen;
Wechselwirkung zwischen Ich und Welt - 9Allgemeine Bildung......ist nicht auf eine besondere Tätigkeit oder ein spezifisches Ziel hin ausgerichtet;
Sie ist keine Spezial- oder Ausbildung;
...ist Ziel des eigenen vollendeten Lebens;
...ist der wahre Zweck des Menschen - 10Was ist der "wahre Zweck"?der Mensch soll seine Bestimmung in sich selbst suchen;
Ziel ist die Herausbildung der Individualität;
Totalität, Nicht Machtstreben, Reichtum und Prestige sind Ausgangspunkt für Bildungsprozesse, sondern die ausgewogene Kräftebildung - 11Was versteht Humboldt unter "Kräften"?Kraft ist zunächst ein bestimmendes Element alles Lebendigen, sie ist Energie und verweist auf einen Bildungstrieb;
Vermögen zu erkennen, zu handeln, zu urteilen - 12Welche "Kräfte" meint Humboldt?Kräfte des Intellekts, der Einbildung, der sinnlichen Wahrnehmung und des Empfindens;
Jede Kraft strebt nach ihrer Entfaltung und Ausprägung - 13Das widerstreitende Spiel der Kräfte.......soll eine Höherbildung ermöglichen;
der Mensch tendiert jedoch dazu, nicht alle Kräfte zu bilden, vielmehr tendiert er zur Einseitigkeit - 14Humboldt plädiert für......eine vielseitige Bildung, die nur erreicht werden kann, wenn der Mensch sich nicht einseitig ausrichtet. Dann können sich alle Kräfte entfalten.
- 15Bildung ist......kein vorgefertigtes Ideal;
...eine fortwährende Tätigkeit (energeia), die die auf Aktualisierung drängenden Möglichkeiten des Menschen (dynamis) zu verwirklichen trachtet;
...ist ein Erfahrungsprozess in der freien Wechselwirkung;
Man kann nicht von außen zu Bildung veranlasst werden. - 16Menschliche Kräfte benötigen, um sich ausprägen zu können......die Welt außer sich.
- 17Notwendige Bedingung für die Kräfteentfaltung:Widerständigkeit der Welt, an der sich die Bildung des Menschen zum Menschen vollzieht.
- 18Wechselwirkung zwischen Ich und WeltDie Welt als "Nicht-Mensch" ist das dem Menschen Fremde und entgegengesetzte. Nur in der Ausrichtung auf Welt und dem Sichfremdwerden sind Bildungsprozesse möglich.
- 19Ziel der Bildungder einzelne Mensch soll seine Möglichkeiten realisieren;
Bildung ist als Aufgabe des individuellen Lebens formuliert, die im Leben selbst ihre Ausgestaltung finden soll. - 20Begriff Welt bei HumboldtDie Welt ist mehr als bloßes Material, nicht nur Mittel zum Zweck, sie hat einen Eigenwert und Humboldt stellt ihre Selbstständigkeit heraus.
- 21Aufgabe des Menschen ist es......so viel Welt wie möglich mit sich zu verknüpfen;
Vielfalt der Bezüge zur Welt entwickeln - 22Humboldt's Bildungstheorie ist verwoben mit......Sprache.
- 23Funktion und Aufgabe der SpracheSprache ist Mittel, durch welches der Mensch sich selbst und die Welt bildet;
durch Sprache ist der Mensch in der Lage Welt denkend zu erfassen und aufzunehmen;
Sprache ist ein Ort der Vermittlung zwischen Menschen untereinander und der Welt - 24Verhältnis vom Mensch zur Sprache:Der Mensch wird schon immer in eine Sprache hineingeboren, sie ist geschichtlich gewachsen und dem Menschen gegeben.
- 25das Erlernen neuer Sprachen......offenbart sich als Gewinnung eines neuen Standpunkts in der bisherigen Weltansicht;
Mehrere Sprachen sind nicht ebensoviele Bezeichnungen einer Sache, es sind verschiedene Ansichten derselben - 26Verstehen gründet immer auf......ein Nicht-Verstehen;
Keiner denkt bei dem Wort gerade an genau das, was der andere denkt. "Alles Verstehen ist daher immer zugleich ein Nicht-Verstehen - 27Ziel von Humboldt's Bildungskonzeption......ist eine allgemeine Menschenbildung, diese orientiert sich nicht an Standesgrenzen oder an der Brauchbarkeit.
Allgemeine Menschenlehre ist eine "Lebenslehre" - 28Allgemeine- / AusbildungBeide Bildungen werden durch verschiedene Grundsätze geleitet;
Durch allgemeine Bildung sollen Kräfte, d.h. der Mensch selbst gestärkt werden;
durch die spezielle Bildung sollen Fertigkeiten zur Anwendung erhalten werden - 29Wann ist berufliche Bildung sinnvoll?...wenn sie sich auf eine allgemeine Bildung gründet.
- 30Aufforderung an Staat und PolitikRahmenbedingungen für die Bildung des Menschen soll gewährleistet werden;
Schulen und Universitäten sollen errichtet werden;
Personal & Organisation;
Lehre einer Allgemeinen Bildung - 31Gestuftes BildungssystemHumboldt entwickelte eine dreistufiges und aufeinander aufbauendes Bildungswesen;
Elementar-, Schul- und universitärer Unterricht - 32Elementarunterrichtvergleichbar mit heutiger Grundschule;
soll die wichtigsten und elementarsten Kenntnisse allgemein vermitteln (Lesen, Schreiben, Rechnen);
geographischer, geschichtlicher und naturhistorischer Unterricht für diejenigen, die danach arbeiten gehen müssen;
soll eine rudimentäre Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen - 33Schulunterrichtvergleichbar mit dem heutigen Gymnasium;
schließt an den Elementarunterricht an;
Wissenschaftspropädeutikum (Ermöglichung der Universität);
Lernen lernen;
zentrale Lernbereiche lehren;
Ziel ist das eigenständige Lernen - 34Zentrale LernbereicheLinguistischer Lernbereich (Sprachen, Philosophie, moralische Erziehung und politische Bildung);
historischer Lernbereich (Geschichte des Menschen und der Natur, Geographie, Naturkunde);
Mathematik;
gymnastischer Lernbereich - 35Universitätsunterricht...schließt an den Schulunterricht und das dort geweckte Interesse an;
gemeinsamer Ort des Forschens;
Bildung durch und zur Wissenschaft;
Nachdenklichkeit ermöglichen, Standpunkte austauschen, sich über Probleme und Fragen verständigen - 36Bedingungen von BildungVon Staat und Politik müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden;
Selbstbestimmung & Freiheit;
Wechselwirkung zwischen Ich und Welt;
Sprache;
Vielfalt (Entfaltung aller Kräfte)
Información
- Descripción
- Studium (33040 Erziehung - Bildung - Sozialisation SS16) Bildungswissenschaften Modul 1A Fichas sobre 40.7 Wilhelm von Humboldt, creado por Yvonne Heitland el 26/01/2017.
- Creado por
- Yvonne Heitland
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