Fichas
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Fichas del conjunto (26)
- 1Was ist ein Khatakali? (1)Eine Form des indischen Theaters (Tanztheater, meist männliche Darsteller), Augenmerk auf Gestik (Hände) & Mimik, expressive Spiel durch aufwändige Masken & bunte Kleidung ergänzt
- 2Nennen Sie mindestens zwei Namen aus der Anfangszeit der Theaterwissenschaften als Universitätsdiszipiln. (1)Max Herrman, Carl Niessen, Artur Kutscher
- 3Nennen Sie Elemente des Theatergefüges nach Rudolf Münz. (1)Theaterkunst
(Streetart, Performance, Tanz)
Kunsttheater
(klass Theater mit Vorhang usw, Studiumsidee (einer trägt vor, anderen hören zu), aufgeschriebene Stücke)
Theater der sozialen Lebensrealität
(Inszenierung im Alltag zB Hochzeit, Geburtstag, Politik)
Nicht-Theater
("Theater-Feidnlichkeit" wenn man kein Theater machen will macht man es) Jean-Jaques Rousseau - inszenierte Feier) - 4Was meint ein „enger Theaterbegriff“ im Gegensatz zu einem „weiten Theaterbegriff“ und ist die Zuschreibung problematisch? (2)Unter einem engen Theaterbegriff versteht man die (alte) klassische Theaterdefinition, in der nur das klassische Kunsttheater als Theater gilt. Beim weiten theaterbegriff sind auch andere Formen des Theaters miteinbegriffen, zum Beispiel Lebenstheater, Performance etc.
Problematisch sind beide Begriffe in so fern, dass sie von einer Statik ausgehen, bei der sich nur Fokus verändert, der in Blick genommen wird. Aber was in einem Moment unter Theater verstanden wird ändert sich konstant, sei es auf Grund von geographischen, historischen oder auch sozialen Veränderungen = also eine variable kulturelle Übereinkunft. Daher kann man sagen, dass es sowas wie einen allgemein gültigen Theaterbegriff gar nicht gibt. - 5Was ist Dramaturgie, und wie unterscheidet sie sich von Regie? Nennen Sie ein Anwendungsbeispiel. (2)Unter Dramaturgie versteht man einzig und allein das Strukturieren von Wahrnehmung, also zum Beispiel durch Texte, Plotting, Besetzung, Raumeinrichtung usw. Dramaturgie findet nicht nur in Theater und Film statt, sondern auch in Malerei und anderen Bildenden Kunstformen.
Regie beinhaltet außerdem auch noch die praktische Umsetzung eben dieser Strukturierung, ihr Fokus liegt also auf dem Handwerklichen.
Beispiel: „Le nozzo di Figaro“ (Staatstheater Oldenburg 2015), bei dem im Dramaturgieprozess eine Orgie geplant war, welche „Grenzen aufbrechen“ sollte. Bei der Regie kam es aber zu dem Problem, die zehn minütige Orgienszene spannend und nicht lächerlich darzustellen. Obwohl das Konzept der Dramaturgie einleuchtend war, kam es in der Regie zu Problemen bei der praktischen Umsetzung. - 6Was meint Eugenio Barba mit den Begriffen „Nordpolschauspieler“ und „Südpolschauspieler“? (2)Um nicht als „rassistisch“ zu gelten, wollte Barba umgehen die begriffe „westlich“ und „orientalisch“ zu verwenden und hat deswegen die Begriffe „Nordpol-„ und „Südpolschauspieler“ kreiert. Der Nordschauspieler wird im Vergleich weniger frei und mehr an Genrevorstellungen gebunden, an deren Regeln er sich halten muss. Der Südpolschauspieler wirkt im Kontrast frei und ungebunden; er muss sich kaum an Regeln und Genres orientieren. Außerdem dürfen (bzw. sollen sogar) Südpolschauspieler ihre eigene Persönlichkeit und Erfahrungen mit einfließen lassen; anders als der Nordpolschauspieler der dies unter allen Umständen vermeiden soll. Kurz zusammengefasst kann man also sagen, dass der Nordpolschauspieler sich an ein vorgegebenes System anpassen muss (z.b. Oper) und beim Südpolschauspieler Individualität im Vordergrund steht (zum Beispiel veristischer Stil).
- 7Welche zwei Parameter sind für Andreas Kottes Definition von szenischen Vorgängen ausschlaggebend? Nennen Sie ein Beispiel für szenische Vorgänge nach Kotte. (2 Punkte)Ein szenischer Vorgang ist laut Kotte definiert durch die Hervorhebung (zum Beispiel über visuell) und eine Konsequenzverminderung.
Ein Beispiel dafür wäre die Todesszene eines Charakters. Zuvor (also als Lebender) ist der Schauspieler durch Raum und Inszenierung hervorgehoben (Bühne, lautes Sprechen, unnatürliches Verhalten), wenn der Charakter aber stirbt, stirbt der Schauspieler nicht auch wirklich was eine Konsequenzverminderung ist. - 8Was ist das Jongmay-Jyre? Würden sie es Theater bezeichnen? Begründen Sie kurz ihre Entscheidung. (2)Ein koreanisches Ritual. Kann entweder dafür argumentieren, dass es Theater ist, weil es bewusst als höfische Unterhaltung aufgeführt wird und somit in Kottes Theaterdefinition passt; oder man kann sagen, dass es weil es immer noch primär eine religiöse Funktion hat, nicht als Theater gilt.
- 9Wie unterscheiden sich die Bezeichnungen Theatheranthropologie und Theater Anthropologie? Was bedeuten sie? (2)Theateranthropologie, ein ethnologischer Begriff geprägt von Eugenio Barba, ist älter und „enger“ als Theater/Anthropologie und steht für die Frage/Suche nach den universellen Prinzipien von Schauspielern. Oft mit Blick auf außereuropäische („westliche“) Kulturen.
Bei Theater/Anthropologie, dem neueren, offeneren und weitern Begriff, geht es um die Frage nach den Verbindungen von Menschen und Theater. Der begriff beschäftigt sich vorwiegend mit den Traditionen innerhalb einer Kultur.
(so ganz hab ich die beiden Begriffe leider nicht ganz überrissen, also kanns gut sein, dass da was nicht stimmt) - 10Welche zwei Formen des Denkens unterscheidet Claude Lévi-Strauss in „Das wilde Denken“ und wo würden Sie in diesem System „Theater“ einordnen? Begründen Sie ihre Entscheidung. (5)Lévi-Strauß unterscheidet zw mythischem & naturwissenschaftlich/philosophisch bzw abstraktem Denken
Sinnliche Wahrnehmungen und deren Sammeln und Neuzusammensetzen (mythisches Denken) und Abstraktion (wissenschaftliches Denken) einander gegenübergestellt Beim mythischen Denken = Person „Bastler“, learning by doing, beim wissenschaftlichem Denken ein Denker "Ingenieur" = think first, do/act later.
Theater zwischen beiden Denkformen
Bei einer Aufführung wird je nach angewandten Stils (Regiestil, Schauspielstil usw) vermehrt auf mystisches bzw wiss. Denken zurückgegriffen,
Primär bei Inszenierung Theaterstückes mythische Denken Rolle, weil beim Proben erst ausprobieren muss was gut funktioniert & was nicht->„bastelt" Aufführung - auch wissensch Denken vorher angew->Schreiben, Dramaturgie
Publikum vorwieg wissensch (außer partizipativ Th)-zuschauen über gesehenes nachdenken manchmal Erdachte zukünft anwenden (think 1st, do later)
Schauspiel - Gefühl -> mystisch
Inszenierung - Analytisch -> wissensch. - 11Erklären Sie die Gattungen Musiktheater, Sprechtheater und Tanztheater. Benennen Sie Beispiele und gehen Sie insbesondere auf mögliche Probleme dieser Einteilung ein. Entwerfen Sie gegebenenfalls eine alternative Klassifikation. (5)Musiktheater=Theater m Musik (meist Gesang) als hauptsächlichem Anteil
Musicals, Opern, Operetten hierbei Hauptvertreter (zB Phantom der Oper, Rent...)
Sprechtheater=Theater zentral vom gesprochenen Text (meist basierend auf dramatischen Texten) ausgeht
Hauptvertreter:Schauspiel bzw klassische Theater (zB: Shakespeares Macbeth/Hamlet, Goethes Faust...)
Tanztheater=Theater auf Stimmen verzichtet & stattdessen mit Körper/Bewegungen erzählt, klass. Bsp Ballett zB Schwanensee
Problem dieser Einteilung = meisten Formen von Theater mehrere „Gattungen“ vermischen -> Grenzen verwischt werden Ballett zB als klass Vertreter Tanztheaters kaum (wenn überhaupt) ohne Musik aufzufinden & umgekehrt Musical Vertreter Musiktheaters meist auch Tanzeinlagen entscheidende Rolle kann also sagen Abgrenzung der Gattung auf ersten Blick vllt sauber, eig unsauber & unmöglich
außerdm. außereurop Theater, Gegenmodell (auch Münz o Kotte) - 12Wie heißen die 3 Schauspielstile nach Baumbach? Erläutern Sie kurz die jeweiligen Prinzipien, ordnen Sie sie historisch ein (wann sind sie entstanden/in welcher Epoche kamen sie vor/gibt es sie auch heute noch?) und geben sie Beispiele. Finden Sie Baumbachs Modell heute noch zufriedenstellend? Was würden Sie gegebenenfalls ändern/erweitern ? (5)1) Comödienstil 2) Rhetorischer Stil (16. Jh, Renaissance, teilw Antike) 3) Veristischer Stil (18. Jh)
1) grotesk, offen stilisiert, ex-zentrisch, Kommunikation mit Publikum, etw Schlimmes lustig oder lächerlich dargestellt; Narren, Theaterkunst → primordiale Heiligkeitsvorstellung, alterlos; z.B commedia dell’arte
2) schön/ästhetisch; offen stilisiert; affirmativ, repräsentierend; Repräsentation vor/im Publikum; Rhetorik, Bildende Kunst: Schauspiel als Darstellen, (Statue sein & etwas aufsagen) → 16 Jhd.; z.B. Bourgeois Gentilhomme
3) Will authentisch wirken & zum vergessen anregen; echt, natürlich; angeblich nicht stilisiert; illusionistisch; keine Interaktion -> „4. Wand“; Einfühlung, Schauspiel als „hinter der Rolle verschwinden“ → 18. Jhd, ersetzt beide anderen Stile; z.B. Method Acting
Heute noch zufriedenstellend?
nein, weil Veristische Stil Überhand genommen & mittlerweile innerhalb dieser Form differenziert werden sollte; außerdem B zu wenig auf außerop Th ein -Zeit Globalisierun wichtig - 13Aufführungsanalyse‘ und ‚Inszenierungsanalyse‘ bezeichnen unterschiedliche Möglichkeiten des analytischen Zugangs zu Theater. – Erklären Sie, warum die Analyse einer ‚Aufführung‘ und einer ‚Inszenierung‘ aus methodischer Sicht nicht dasselbe ist.Unter Inszenierung versteht man die Prozesse, die die Aufführung hervorbringen. Also der komplette Arbeitsprozess hinter der Aufführung, wie zb Castingprozess, Probeprozess, Ton, Licht, Regie, Raum, Maske, Schminke,.. sie ist quasi immer gleich.
Die Aufführung hingegen ist von Mal zu Mal verschieden und kann nicht mehr in der gleichen Form aufgeführt werden. Sie wird von den Akteuren und dem Publikum jedes Mal anders beeinflusst. Es gibt nur eine Inszenierung aber viele verschiedene Aufführungen, deswegen sind sie verschieden zu analysieren. - 14Erörtern Sie, a) ob dieses Bild einen szenischen Vorgang festhält, b) welche kulturgeschichtliche Entwicklungen es problematisch erscheinen lassen, diesen Vorgang als Theater zu bezeichnena) Der Papst ist der deutlich hervorgehoben: Er ist örtlich hervorgehoben, da er wie auf einem Podest oder einer Erhöhung steht und für das Publikum gut erkennbar ist. Er ist gestisch hervorgehoben, da er seinen Arm hochhebt um die Taube wegfliegen zu lassen, als Symbol des Friedens. Er ist durch dingliche Attribute hervorgehoben, da er eine Papstkleidung trägt und nicht wie die anderen Alltagskleidung. Er ist akustisch hervorgehoben, da er höchstwahrscheinlich eine Rede halten wird bzw dies vl schon getan hat. Spielerisch ist dieser Vorgang jedoch nicht, da der Papst seinen Beruf ausübt. Pflicht schließt das Spiel aus und deshalb ist die Präsenz des Papstes kein szenischer Vorgang.
b) Die frühere Theaterfeindlichkeit ging hauptsächlich von der christlichen Religion aus. Sie negierten das Theater und empfanden es als schandhaft (zieht Menschenbild ins Lächerliche). Es ist auch deshalb problematisch, da es für Nichtgläubige durchaus als Theater bezeichnet werden kann. Für Gläubige jedoch auf keinen Fall, sie empfinden es als das Wahrhaftige. - 15Wie definieren Sie einen eng gefassten, normativen Theaterbegriff?Im Laufe des 18. & 19. Jhd. verengte sich der Theaterbegriff sehr. Theater wurde früher abfällig als Spektakel (zb Jahrmarkt) bezeichnet. Die frühere Theaterfeindlichkeit ging von der christlichen Religion aus. Sie negierten das Theater, sagten, dass das Menschenbild ins Lächerliche gezogen wird. Seit der Nationaltheaterbewegung findet Theater nur noch in bestimmten Institutionen statt (zb Burgtheater).
- 16In der Theaterwissenschaft wird Aufführung von Inszenierung unterschieden. Formulieren Sie, worin die Differenzen bestehen.Unter Inszenierung versteht man den kompletten Arbeits- und Probeprozess hinter der Aufführung. Wie zb. Castingprozess, Maske, Ton, Licht, Regie, Raum, Bühnenbild,..
Die Aufführung hingegen ist etwas Einmaliges und nicht mehr in der gleichen Form wiederzugeben. Jede Aufführung ist von Mal zu Mal anders. Die Aufführung ist an eine Ort/Gebäude gebunden, sie wird jedes Mal anders von Publikum und den Akteuren beeinflusst. - 17Erläutern Sie unter Zuhilfenahme eines Beispiels den von Gerda Baumbach als komödiantisch bezeichneten Schauspielstil.Bei diesem Stil entsteht keine Verschmelzung der Rolle. Der Akteur/in tritt als ‚Typus‘ oder ‚Maske‘ auf. Die Kunstfigur legt sich nicht auf eine Rolle fest, er kann verschiedene Rollen einnehmen. Bekannter Typus ist der Clown, der sich mit der Zeit festgesetzt hat aber auch veränderbar ist. Hier ist die Fiktionsschranke immer offen! Der Clown spielt Dinge offensichtlich nach und zieht sie ins Lächerliche, macht dies durch das Einnehmen verschiedener Rollen (verwendet Masken um Rollen zu manifestieren). Beispiel dafür ist die Interaktion zwischen Komödiant und Zuschauer bei ‚Children of Paradise‘. Der Akteur nimmt die Rolle des ‚dicken Mann‘, der ‚schönen Frau‘ und des ‚Diebs‘ ein um dem Polizisten zu zeigen, dass die Frau nicht die Diebin ist.
- 18Was sind die Merkmale eines Nordpol-Schauspielenden nach Eugenio Barba? (2Pk)Der Nordpol-Schauspieler arbeitet nach einem wohlerprobten Regelsystem, er ist daher weniger frei, zuerst erfolgt eine Anpassung des Schauspielenden, was zu einer Depersonalisierung führt, er ist für Evolutionen und Innovationen empfänglich und er ist auch Tänzer.
- 19Definieren Sie einen szenischen Vorgang nach Kotte. (3Pk)Ein szenischer Vorgang ist nach Kotte hervorgehoben (örtlich, akustisch, gestisch o. mittels dinglichen Attributen) und konsequenzvermindert (das Handlungsrisiko ist herabgesetzt - im vergleich zum "echten Leben").
- 20Wie lauten die 3 Schauspielstile nach Baumbach? Beschreiben Sie einen. (5Pk)Die 3 Schauspielstile nach Gerda Baumbach heißen Comödie-Stil, Rhetorischer Stil & Veristischer Stil. Unsere heutige Vorstellung von Schauspiel beruht auf dem Veristischen Stil in dem Schauspiel als etwas Ernsthaftes angesehen wird. Das Hauptaugenmerkt beruht darauf das Dargestellte so natürlich wie möglich wirken zu lassen und Gefühle zu vermitteln. Die bekannte Technik des "Method Acting" gründet ebenfalls darauf. Das Prinzip ist "hinter der Rolle zu verschwinden". Nach dem Motto "Ich bin die Rolle" wird die zuspielende Person komplett verinnerlicht, der Schauspieler versetzt sich in die Gefühlslage der Figur und verschmilzt mit der Rolle, es werden zB. Tagebücher im Namen der Figur geschrieben oder Körpergewicht ab- und zugenommen - siehe Hollywood.
- 21Von welchem Wortfeld leitet sich unser gegenwärtiger Begriff "Theater" ab und womit lässt es sich übersetzen? Beziehen Sie "Theater" von dem Hintergrund dieser Wortbedeutung auf "Aufführung" und "Dramentext". Wie verhält sich "Theater" zu "Theatralität"? (5Pk)Wortfeld - "thea", Übersetzung "Schau"/"sehen", wenn der Kern v. Theater "Schau" ist, dann ist die Aufführung (das Sichtbare) wichtiger als der Dramentext, Theater ist die Ausgangsform v. "Theatralität", Theatralität lässt sich im Sinne der Bedeutung "theaterartig" auch auf Kontexte außerhalb des allgemein verwendeten Begriff Theater anwenden, Kotte zB ist gegen den Begriff, da er einer Wertigkeit gegenüber Theater ausdrückt, daher spricht er von "szenischen Vorgängen"
- 22Was definiert Eugenio Barba als den zentralen Inhalt von Theateranthropologie & was meint er in diesem Zusammenhang mit den Begriffen "daily" und "extra-daily"? (2Pk)Zentraler Inhalt für Barba ist die Untersuchung von "pre-expressive scenic behavior", das laut ihm allen Theaterformen zugrunde liegt - also die Grundprinzipien für Schauspiel. "Daily" ist in dem Zusammenhang für Barba eine Alltagsbewegung oder Alltagspräsenz, die sich durch Energieökonomie auszeichnet - so wenig Energie wie möglich, um etwas zu tun. "Extra Daily" ist eine transformierte Alltagsbewegung, die sehr viel mehr Energie als notwendig aufbringt, und damit eine erhöhte physische Präsenz herstellt (zB in Bezug auf Gleichgewicht)
- 23Nennen Sie mindestens zwei Namen aus der Anfangszeit der Theaterwissenschaft als Universitätsdisziplin. (1Pk)Max Hermann, Carl Niessen und Arthur Kutscher gelten als "Gründerväter" der Theaterwissenschaft.
- 24Welche zwei Parameter sind für Andreas Kottes Definition von szenischen Vorgängen ausschlaggebend? Nennen Sie ein Beispiel für szenische Vorgänge nach Kotte. (2Pk)Um ein szenischer Vorgang zu sein, muss ein Vorgang hervorgehoben (akustisch, gestisch, visuell o. mittels dinglicher Attribute) und konsequenzvermindert sein. Ein Beispiel für einen szenischen Vorgang wäre als Pesistratos verletzt in die Stadt zurückkehrt. Er ist durch seine (selbst zugefügten) Verletzungen visuell, und seinen damit verbundenen Gang gestisch, durch seine Rede akustisch und durch den gewählten Platz am Hauptplatz, wo er von den Zuschauern umringt wird örtlich hervorgehoben. (Für Kottes Definition reicht auch eine Hervorhebung aus) Die Konsequenz, dass er sein Leben/bzw seine Gesundheit aufs Spiel setzt/e um in die Stadt zurückzukehren ist vermindert, da die Gefahr nicht echt war sondern nur vorgetäuscht und die Wahrheit somit verfälscht wurde.
- 25Warum erläutert Kotte szenische Vorgänge am Beispiel des Pesistratos? (3 Pk)Weil bei dem Bsp von Pesistratos alle Hervorhebungen (visuell, akustisch, gestisch, örtlich, mittels dinglichen Attributen) erfüllt sind, daher stellt es ein gutes Beispiel zur Erklärung seiner These dar. Als er zum ersten Mal in sie Stadt zurück kehrt ist er durch seine Verletzung (visuell), durch seinen damit verbundenen Gang (gestisch), durch seine Rede (akustisch) und durch den - ausarbeiten
- 26Wie heißen die 3 Schauspielstile nach Gerda Baumbach? Erläutern Sie kurz die jeweiligen Prinzipien ordnen Sie sie historisch ein (wann sind sie entstanden/in welcher Epoche kamen sie vor/gibt es sie auch heute noch?) und geben sie Beispiele. Finden Sie Baumbachs Modell heute noch zufriedenstellend? Was würden Sie gegebenenfalls ändern/erweitern?Comödienstil: Akteur als Maske vor Publikum, Körper als artistisch beherrschbares Indtrument, Formen des Körpergebrauchs unnatürlich, Betonung auf Körperöffnungen, wirkt übertrieben/grotesk
Rhetorischer Stil: Akteur als Interpret zw referierten Vorgängen/Inhalten und Publikum, Verwandlung temporär mögl. bleibt aber immer als solche sichtbar, Akteur macht als Interpret seine Haltung zum Referierten deutlich und will überzeugen, direkte Kommunikation, mehrfaches Adressieren, Formen des Körpergebrauchs immer auf "Würde und Anstand" bedacht
Veristischer Stil: Akteur als Rollenfigur vor Publikum, Verwandlung nach Maßgabe der Rollenfigur & Handlung, Spielaspekt wird versteckt, Relation zwischen Akteur und Rollenfigur als "Nachahmung d Natur" wie sie sein sollte verstanden & nicht hinterfragt, Vierte Wand, Formen des Körpergebrauchs und Ausdrucks sollen ebenfalls "natürlich" sein
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- Descripción
- Karteikarten auf Fragen - Thewi, erstellt von Lolo Medina auf 06.11.2017.
- Creado por
- Lolo Medina
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