Fichas
Allgemeine 2 - Teil 9 (Arten der Verhaltenssteuerung)

Fichas del conjunto (15)
- 1Allgemeiner Zusammenhang von Verstärkerqualität von Verhalten-positive Verstärker („Belohnung“)
->z.B. Leckerli für Männchen machen
-Negative Verstärkung
->Leinelösen für Kampfvermeidung
->Beendigung des negativen Zustands (negativer Zustand=angeleint)
->aversiver Stimulus wird durch Verhalten beendet (z.B.weglaufen)
-Bestrafung Typ 1 (Zufügen aversiven Zustands)
->Unterwerfung/Schläge für Jagen
-Bestrafung Typ 2 (Beendigung von positivem Zustand)
-> Anleinung für Jagen
->In den Flur Sperren für betteln
->Bei Kindern: z.B.: Spielzeug wegnehmen
->positiver Zustand wird in negativen Zustand verwandelt - 2Flucht und VermeidenFlucht = ein aversiver Reiz wird durch Verhalten beendet
Vermeiden = Kontakt mit einem negativen Reiz wird durch ein Verhalten verhindert - 3Allgemeiner Zusammenhang von Verstärkerqualität von Verhalten -ABB

- 4Ausbleiben einer Konsequenz als Verstärkung: Vermeidungslernen• Experiement Solomon & Wynne (1953)
• Hunde in Zweikammerkäfig mit Boden aus Metall -> Immer wenn in einer Kammer das Licht ausgeht, folgt ein Elektoschock
• Ergebnis: Hund springt in die andere Kammer ->Fluchtverhalten
->wird meist sehr schnell erlernt, Hunde sprangen oft nach einmaligem Schock, dabei wurden die Latenzen immer kürzer
• Vermeidungsparadox: Warum halten Tiere ein Verhalten aufrecht, das nur 1x verstärkt wurde? Wie kann das Nicht-Eintreten einer Konsequenz verstärkend wirken?
• Vermeidungslernen ist sehr effizient und zunehmend schneller - 5VermeidungsparadoxVermeidungsparadox = Erfolgreiche Vermeidung verhindert den negativen Verstärker (d.h., das Ende des negativen Reizes) kann aber das Nichtauftreten eines Ereignisses als negativer Verstärker die Häufigkeit des Vermeidungsverhaltens erhöhen?
- 62 Faktorentheorie- Mowrer, 1947
- Gängigste Theorie zum Erklären von Vermeidung, scheint sehr plausibel
- Aber: Vermeidungsverhalten ist sehr löschungsresistent und eigentlich hat man ja ab der ursprünglichen Konditionierungssituation lauter Löschungsdurchgänge
-Angstreduktion hält Verhalten aufrecht
->Erklärung des Vermeidungsparadox
2 Phasen:
-Phase 1: KK ->negativer Reiz (US) bewirkt Furcht (UR), die nach einigen Lerndurchgängen auf den Hinweisreiz (CS) übertragen wird
-Phase 2: Vermeidungsreaktion: reduziert die Furcht, wobei die Furchtreduktion als negative Verstärkung für die Vermeidungsreaktion wirkt
->Vermeidung ist nichts anderes ist als eine Flucht vor dem durch den Hinweisreiz ausgelösten Furchtzustand
->Vermeidung wird also als Flucht umgedeutet - 72 Faktorentheorie -ABB

- 8Einfaktor-Theorie: Vermeidung allein als Verstärker• Brauche ich überhaupt das Licht als CS oder reicht vielleicht auch der Zeitabstand als CS?
• A) Wenn das Individuum nicht reagiert, wird alle 5 Sekunden ein Elektroschock verabreicht
• B) Jede Reaktion verschiebt den nächsten Schock um 30 Sekunden
->Vermeidungslernen ohne Signal, also Ein-Faktor ausreichend
• Aber: Zeitabstand als CS-Signal?
->Variable Intervalle: Vermeidung tritt immer noch auf (VI Pläne sind sehr löschungsresistent, Löschungsprobleme im Griff)
->Tiere lernen extrem intensiv, optimale Verhaltensrate
• Bei VI wären es nicht unbedingt Elektroschocks - 9Kognitive Theorie des Vermeidungslernen• Seligman & Johnston (1973): zwei Erwartungen entscheidend
1) die Erwartung des Elektroschocks nach dem Verhalten p(S/V)=0
2) die Erwartung des Elektroschocks ohne Verhalten p(S/V)=1
• Es wird die Alternative gewählt, die mit möglichst hoher Wahrscheinlichkeit ein möglichst positives Ergebnis erzielt
• E1 ist besser als E2, daher wird Vermeidung ausgeführt
• Tier lernt also, eine Erwartung zu haben: keine Reaktion = Schock, Reaktion = kein Schock
->Tier wählt die Alternative, die am besten ist
->solange das Verhalten (die Vermeidung) aufrecht gehalten wird, passiert nichts
->selbstverstärkender Prozess
- Problem: Erwartung wird erst gelöscht, wenn etwas Diskrepantes passiert - 10Biologische Randbedingungen der Vermeidung- Bolles (1970): lerntheoretische Interpretation von Vermeidung bei Wildtieren sei „ausgesprochener Unsinn“
- Tiere lernen Vermeidung nicht durch erworbene Angst, sondern vermeiden instinktiv
->speziesspezifische Abwehrreaktionen: z.B. Ratten vermeiden durch Weglaufen, nie Hebeldrücken, Tauben wollen wegfliegen und nicht picken - 11Unvermeidbarkeit und gelernte Hilflosigkeit• Experiment Overmier & Seligman (1967)
• Gruppe 1: Keine „Behandlung“
->Schock kann durch Springen in andere Kammer vermieden werden
• Gruppe 2: Vortraining mit unkontrollierbaren Schocks in einem Geschirr ->Tiere versuchten auch wenn sie die Möglichkeit hatten, nicht mehr zu vermeiden
• Unentrinnbarkeit des Schicksals und Zwecklosigkeit des eigenen Tuns macht passiv - 12Gelernte Hilflosigkeit beim Menschen• Experiment Hiroto (1974)
• „Trainingsphase“ Versuchspersonen hörten Lärm (unangenehm)
• Sie bekamen gesagt, sie sollten "irgendetwas" tun, um den Lärmabzustellen
• Vor ihnen war ein Knopf
-> Gruppe 1: Drücken beendet Lärm vs. Gruppe 2: Drücken hat keinen Effekt
• Testphase: VPs bekamen nun Lärm, der durch ein Licht angekündigt wurde und mit Hebeldrücken beendet werden konnte
-> Gruppe 1 vermied fast immer vs. Gruppe 2 vermied nur in 50% der Fälle - 13Generalisierbarkeit von Hilflosigkeit• Experiment Hiroto & Seligman (1975)
• Gruppe A: erhielt lösbare Aufgabe , Gruppe B erhielt unlösbare kognitive Diskriminationsaufgabe
• Testphase: A bekam eine kontrollierbare Lärmaufgabe, B bekam Anagramme
-> Die Probanden der „Unlösbargruppe“ brauchten viel länger, um das Lernkriterium zu erreichen - 14Gelernte Hilflosigkeit als Depressionsmodell- 3 Defizite: kognitiv, emotional, motivational

- 15Warum wird nicht jeder depressiv durch Hilflosigkeit ?- Kognitive Überarbeitung von Abramson Seligman und Teasdale (1978)
- Nicht objektive, sondern wahrgenommende (subjektive) Nichtkontigenz ist der Auslöser
- Selbst bei gleicher Lerngeschichte, ist der Output sehr unterschiedlich
• Nichtkontigenz wird kausal attribuiert auf eigene Unfähigkeit
-global (Generalisierung): „alle Situationen sind so“
-Internal (Selbstwertzerstörung): „Ich bin schuld“
-Stabil (Dauer der Störung): „Es wird immer so sein“
-ggf. auch Unkontrollierbarkeit: „Daran kann man eh nichts ändern“
- Die Stärke der Störung hängt von dem Wert ab, der den Ergebnissen beigemessen wird
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- Usuario eliminado · jun 2021
- Actualizado
- 1 jun 2021
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- Creado por Lena Paisdzior · 23 may 2021
- Copiado por Lena Paisdzior · 1 jun 2021
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