Fichas
12. Pädagogische Psychologie: Kommunikation im Unterricht - Was ist Kommunikation?
Fichas del conjunto (17)
- 1Kommunikation: (4) Ebenen nach Schulz von Thun1. Sachinhalt
z.B. "wie spät ist es?"
2. Selbstkundgabe
z.B. "ich möchte mit dir reden
3. Beziehung
z.B. "ich bin an dir interessiert und möchte die Beziehung vertiefen"
4. Appell
z.B. "nimm ein Gespräch mit mir auf und interessiere dich für mich!"
Kommunikation =
Informationsaustausch/Verständigung
auf verschiedenen Ebenen - 2Interaktionoft synonym (Kommunikation) gebraucht
hat aber eine weitere Bedeutung - 3Konstruktivistische Richtung, Systemische Therapie wichtige NamenPaul Watzlawick (1921 - 2007)
Helm Stierlin, Fritz Simon, Arnold Retzer
... alle aus Heidelberg - 4Lehrer-Schüler-Kommunikation: "Lehrer"Sprache und Kommunikation
im Zentrum des des Lehrerberufs
leiten Klassen und Gespräche
mit Schülern oder Eltern
führen Informations- und Beratungsgespräche
mit Eltern und Schülern - 5besondere Merkmale der Lehrer-Schüler-Kommunikation1. institutionalisierter Rahmen
der Kommunikation
2. unterschiedliche Rollen und Aufgaben
3. Machtasymetrie
4. asymetische quantitative Relation
5. asymetrische Zeitkontingente
in der Kommunikation
6. asymetrisches Alter, asymetrische verbale und kognitive Kompetenz - 6Lehrer-Schüler-Kommunikation: Ziele1. Lernen
2. Wissenszuwachs
3. kognitiver Zuwachs
4. Verhaltensschulung
5. Persönlichkeitsentwicklung
6. Erziehung
7. Selbstbestimmung und Selbststeuerung - 7Pygmalioneffekt (auch: Rosenthaleffekt bzw. selbsterfüllende Prophezeihung)= Erwartungen des Lehrers an bestimmte Schüler schlagen sich
in deren Verhaltensweisen und Entwicklung nieder
z.B. durch:
1. unterschiedliche Wartezeit
auf eine Schülerantwort
2. unterschiedlich schwierige Fragen
3. unterschiedliche Häufigkeit und Intensität von Lob oder Tadel
4. unterschiedliche Beachtung
von Schülern
5. unterschiedliche attributionale Rückmeldung (z.B. "Begabung")
etc.
ähnlich: labeling approach - 8labeling approach= Übernehmen einer Rolle, die einem von anderen zugeschrieben wird,
im eigenen Verhalten und Sebstbild - 9Spezialisierungen in pädagogischen Berufen1. "Beratungslehrer":
meist Lehrer mit kurzer zusätzlicher psychologischer Ausbildung (in einigen Bundesländern)
2. "Schulpsychologen":
entweder Lehrer mit einem Fach und einer etwas verkürzten psychologischen Ausbildung ODER Lehrer mit zusätzlichem Master-Psychologie-Studium
3. Erziehungsberatung:
vor allem durch Psychologen, daneben
Sozial- und Sonderpädagogen,
Theologen und andere
4. "Pädagogische Psychologen":
vor allem Wissenschaftler mit dem Hauptgebiet Pädagogik/Pädagogische Psychologie - 10Beratung: Anlässe1. regelmäßiger Termin
2. schlechte Schulleistungen
3. Verhaltensprobleme
4. Lernprobleme
5. Erziehungsprobleme
6. Beschwerden der Eltern
... alle Lehrer führen Gespräche mit Beratungscharakter mit Schülern/Eltern;
in der Supervision sind sie seltener tätig - 11Phasen im Beratungsprozess (nach Culley, 1996)1. Anfangsphase:
Aufbau einer tragfähigen zwischenmenschlichen Beziehung
Klärung und Eingrenzung von Problemen
erste Entscheidungen
Arbeitsvertrag
2. Mittelphase (Ziele):
Probleme umbewerten
Arbeitsbeziehung stabilisieren
herausfordern
3. Endphase:
Wandel einleiten
Übertragung in Alltag
Ende - 12Zusammenfassung: Kommunikation im Unterricht:Kommunikation ist ein Prozess zwischen Menschen, der auf verschiedenen Kanälen abläuft
der verbale und nonverbale Aspekt,
Inhalt, Pragmatik und
verschiedene Ebenen sind zu beachten
und in Kohärenz zu gestalten - 13Empfehlungen: Wichtig im Umgang mit Schülern und Eltern1. verständliche Sprache:
➔ sich des Verständnisses der
anderen versichern
2. trotzdem:
(1) hochsprachliches Niveau,
(2) korrektes Deutsch, (3) argumentative Kohärenz
3. Freundlichkeit und Wärme
4. zuhören! nicht Eigenes in
andere projizieren
5. In Beratung: Ausarbeitung konkreter und machbarer Verhaltensvorschläge,
sowie deren Umsetzung sichern
6. Gespräch mit Eltern suchen:
Elternabende, Elternveranstaltungen, Hausbesuche
7. alles Schwierigere:
➔ Delegation an kompetentere Institutionen mit mehr Zeit, Erfahrung und Ausbildung
8. Kommunikation und Beratung lernt man durch Praxis, oder in
einübenden Veranstaltungsformen mit persönlicher Reflexion - 14Beratung: allgemeingute Beratung zeichnet sich durch methodischen Eklektizismus aus
(Eklektizismus = Zusammenführung
unterschiedlicher Ideen)
Beratung hat eine pädagogische oder therapeutische Stoßrichtung
Beratung und Psychotherapie sind schwer voneinander abgrenzbar
Professionelle Beratung dauert
ca. 10 Sitzungen, innerhalb des Lehrerberufs in der Regel
nur ein paar Minuten - 15Phasen im Beratungsprozess: Anfangsphase (nach Culley, 1996)1. Aufbau einer tragfähigen zwischenmenschlichen
Beziehung
2. Klärung und Eingrenzung
von Problemen
3. erste Entscheidungen
4. Arbeitsvertrag - 16Phasen im Beratungsprozess: Mittelphase - Ziele (nach Culley, 1996)1. Probleme umbewerten
2. Arbeitsbeziehung stabilisieren
3. herausfordern - 17Phasen im Beratungsprozess: Endphase (nach Culley, 1996)1. Wandel einleiten
2. Übertragung in Alltag
3. Ende
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- Bachelor Pädagogische Psychologie Fichas sobre 12. Pädagogische Psychologie: Kommunikation im Unterricht - Was ist Kommunikation?, creado por arne.doebler el 04/02/2016.
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- arne.doebler
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