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Kapitel 17- Die Furcht vor dem Alleinsein oder „Die Hölle, das sind die anderen“

david.duerr Alemán 25 fichas

Kapitel 17- Die Furcht vor dem Alleinsein oder „Die Hölle, das sind die anderen“

Fichas del conjunto (25)

  1. 1Wieso ist uns die Meinung unserer Mitmenschen so wichtig?Evolutionspsychologische Perspektive
    Menschen, die mit anderen kooperieren, erreichen mehr
    Sicherung des eigenen Überlebens
    Produktion von Nachkommen
    Fähigkeit zum Alleinsein wird aber auch benötigt
  2. 2Wieso ist uns die Meinung unserer Mitmenschen so wichtig?Evolutionspsychologische Perspektive
    Menschen, die kein Bedürfnis nach Gesellschaft haben, kommen weder als Freund und Kooperationspartner, noch als Sexualpartner in Frage
    Der Wunsch nach Gemeinschaft und die Gefühle, die uns dazu motivieren, ihn zu realisieren, sind adaptiv
  3. 3Wie viele Freunde braucht ein Mensch?Die meisten Menschen haben zwischen vier und sechs wichtige Bezugspersonen in ihrem Leben
    Menschen mit weniger engen Kontakten neigen zu Gefühlen von Einsamkeit und Depression
    Ein größeres Netzwerk führt zu Gefühlen von sozialem Stress
    Aber: Menschen unterscheiden sich in ihrem Bedürfnis nach Intimität und Nähe
    Männer befriedigen ihr Bedürfnis nach sozialer Nähe auch über vergleichsweise anonyme Kontakte
  4. 4OstrazismusOstrazismus: Missachtung und Ausschluss aus einer Gruppe
    (Frisbee versuch)
    Folgen von Ostrazismus
    Geringeres Selbstwertgefühl, trauriger, verunsicherterer
    Höhere Bereitschaft, sozialen Normen zu folgen und sich in der Gruppe prosozial zu verhalten
  5. 5KonformitätUm aus einer Gruppe nicht ausgeschlossen zu werden, orientieren wir uns in unserem Verhalten meistens am Verhalten anderer Gruppenmitglieder
  6. 6Konformität als HeuristikVorteil: Ersparnis der Kosten aufwändiger Informationsverarbeitung
    Beispiel: Autofahren in England
    Nachteil: Kann wie jede Heuristik systematisch in die Irre führen
    Werbung mit angeblichen „zufriedene Kunden“
    „Infomercials“
    Mode
    Beispiel: HushPuppies
  7. 7Schattenseiten der Konformität:„BystanderEffekt“In außergewöhnlichen Situationen werden wir oft verunsichert und beobachten zunächst, wie andere Menschen reagieren
    Uns ist jedoch selten bewusst, dass unser Verhalten wiederum von anderen beobachtet wird
    Die Folge: Eine Kaskade der Unentschlossenheit
    Die Wahrscheinlichkeit, mit der eine Person einem Anderen in Not hilft, ist umso niedriger, je mehr potentielle Helfer es in der Situation gibt
    Beispiel: Dominik Brunner
  8. 8Schattenseiten der Konformität:„Werther-Effekt“Die Selbstmordrate steigt vor allem in solchen Gebieten, in denen zuvor über einen Selbstmord berichtet wurde
    Es bestehen hohe Übereinstimmungen zwischen dem Alter und dem Geschlecht eines Vorbilds und dem Alter und dem Geschlecht seiner Nachahmer
    Beispiel: Robert Enke; Komasaufen
  9. 9ReziprozitätKooperatives Verhalten wird oftmals durch Reziprozitätsregeln geprägt
    Auf den Gefallen einer Person haben wir damit zu reagieren, dass wir ihr zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls einen Gefallen tun
  10. 10Unter welchen Bedingungen gelten Reziprozitätsregeln?Kultuniversale Gültigkeit
    Auch bei Menschen, die einem unsympathisch sind (jemand bringt einem eine cola mit -> wir kaufen lose)
    Auch bei Schimpansen
  11. 11Manipulation durch ReziprozitätsregelnDie Reziprozitätsnorm kann auch instrumentalisiert werden, um andere zu bestimmten Gegenleistungen zu verpflichten
    Gratisproben in Supermärkten
    Geschenke für Politiker und andere Amtsträger
    Wissenschaftliche Gutachten für private Unternehmen
    Beispiel: Das Märchen vom Froschkönig
    Strategischer Einsatz der Reziprozitätsregel
    „Foot in the Door Technique“ (großer gefallen wird abgelehnt, kliener wird gewährt)
  12. 12Soziale DilemmataOft müssen Menschen wählen zwischen dem, was für sie persönlich am Besten ist oder dem, womit sie einer bestimmten Gruppe von Menschen dienen
  13. 13Das KollektivgutproblemAlle Gruppenmitglieder können ein Gut konsumieren, unabhängig davon, ob sie durch einen eigenen Beitrag zu seiner Erstellung beigetragen haben oder nicht
    Beispiele: Öffentliche Verkehrsmittel, Radio, saubere Luft
  14. 14Wie können Kollektivgutprobleme gelöst werden?Selektive Belohnung bzw. Bestrafung
    Aber: Erneutes, schwer lösbares Kollektivgutproblem (2.Ordnung)
  15. 15Wie können Kollektivgutprobleme gelöst werden?Altruistisches Bestrafen
    Selbst wenn ein solches Bestrafen mit Kosten für den Bestrafenden verbunden ist, wird egoistisches Verhalten von „Free Ridern“ durch andere Gruppenmitglieder unterbunden
  16. 16Altruistische Bestrafung und KooperationsbereitschaftAltruistische Bestrafung und Kooperationsbereitschaft
  17. 17VertrauenNeoklassische Ökonomie
    Es ist rational, nur dann zu vertrauen, wenn es im Interesse der anderen Person liegt, das Vertrauen nicht zu enttäuschen
    Beispiel: Autoverleih
    Psychologische Perspektive
    Vertrauen ist ein psychologischer Zustand, der auf positiven Erwartungen in Bezug auf die Absichten und das Verhalten des anderen basiert, wobei die Bereitschaft vorhanden ist, eine Verletzung in Kauf zu nehmen
  18. 18Aspekte von VertrauenVertrauen als Kognition
    -„Ich bin mir sicher, dass X mir das geliehene Geld zurückgeben wird“
    Vertrauen als Handlung
    -„Ich leihe X einen bestimmten Betrag Geld“
    -Oft wird zumindest implizit angenommen, dass man das Vorliegen von Vertrauen auf der kognitiven Ebene aus dem gezeigten Verhalten schließen kann
  19. 19Das „Trust Game“Situation
    Zwei Personen, die sich nicht kennen und nicht kennen lernen werden, nehmen an einem Versuch teil
    Sie interagieren miteinander vollkommen anonym und nur über den Versuchsleiter
    Ablauf
    Schritt 1: Person A bekommt 5€
    Alternative 1: Person A behält die 5€für sich Ende
    Alternative 2: Person A gibt die 5€an Person B
    Schritt 2: Person B erhält zusätzlich 15€vom Versuchsleiterund verfügt also insgesamt über 20€
    Alternative 1: Person B behält 10€für sich und gibt 10€an Person A
    Alternative 2: Person B behält 20€für sich, Person A geht leer aus
  20. 20Das „Trust Game“Ergebnisse
    Eine Vielzahl an Studien zeigt, dass eine deutliche Mehrheit von 75% bis 90% aller Personen B in der Tat vertrauenswürdig ist
    Dieses Ausmaß an Vertrauenswürdigkeit wurde jedoch von den meisten Versuchspersonen deutlich unterschätzt
    Die durchschnittliche Schätzung lag in einem Bereich von 50%
  21. 21Das „Trust Game“Interpretation
    Ergebnisse des „Trust Game“ zeigen, dass eine deutliche Trennung zwischen kognitiver und behavioralerEbene herrscht
  22. 22Warum unterschätzen Menschen die Vertrauenswürdigkeit anderer?Error Management Theory
    Mechanismus zum Schutz der eigenen Person, der verhindert, von anderen ausgebeutet zu werden
  23. 23Warum unterschätzen Menschen die Vertrauenswürdigkeit anderer?Evolutionspsychologische Perspektive
    Proximate Erklärung: Einseitiges Feedback über die Vertrauenswürdigkeit unserer Mitmenschen
    Ultimate Erklärung: Fitnessvorteile durch Unterschätzung der Vertrauenswürdigkeit anderer
  24. 24Warum verhalten sich Menschen, als würden sie anderen vertrauen?Die meisten Menschen haben Hemmungen, ihr Misstrauen offen zu kommunizieren
    Auch dann, wenn Menschen davon ausgehen, ihr Geld nicht wieder zu sehen, geben viele Menschen ihr Geld an Person B, obwohl sie unter anderen Umständen zu einem solchen Risikoverhalten niemals bereit wären (lotterie vs trustgame (gleiche %sätze))
  25. 25Fassen wir zusammen …Auf einer kognitiven Ebene vertrauen Menschen anderen Menschen zu wenig
    Auf der Verhaltensebene vertrauen Menschen anderen hingegen zu viel
    Grund: Das Erleben von negativen Emotionen, wenn wir Misstrauen signalisieren

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Fichas sobre Kapitel 17- Die Furcht vor dem Alleinsein oder „Die Hölle, das sind die anderen“, creado por david.duerr el 12/02/2014.
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