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9.) Auffälligkeiten im Erleben, Verhalten & Lernen I

Lisza Neumeier Individuums- und entwicklungspsychologische Grundlagen von Bildung und Lernen Inglés 5,0Valoración media 5,0 de 5 (1 valoración) 58 fichas

9.) Auffälligkeiten im Erleben, Verhalten & Lernen I

Fichas del conjunto (58)

  1. 1Lernstörungen• Minderleistung beim absichtsvollen Lernen. Das gewünschte Können, Wissen und Verhalten (z.B. Lesen, Rechnen, Schreiben, Mitarbeit) wird nicht in ausreichender Qualität, nicht mit ausreichender Sicherheit sowie nicht in der dafür vorgesehenen Zeit erworben.
    • Erwartete Leistungsergebnisse werden trotz angemessener Lernangebote nicht erreicht
  2. 2Arten von Lernstörungen TabelleArten von Lernstörungen Tabelle
  3. 3Entwicklungsaufgaben? Fehleranpassung?Entwicklungsaufgaben? Fehleranpassung?
  4. 4Lernstörungen: Ein verhaltensanalytisches Bedingungsmodell 3 Faktoren, die einander beeinflussen und Lernstörungen bildenLernstörungen: Ein verhaltensanalytisches Bedingungsmodell 3 Faktoren, die einander beeinflussen und Lernstörungen bilden
  5. 5Defizite in den Lernvoraussetzungen und/oder im Vorwissen Gute vs. schlechte Lerner unterscheiden sichGute vs. schlechte Lerner unterscheiden sich
    • in ihren Lernvoraussetzungen (z.B. angemessene Sprachkompetenz oder phonologische Bewusstheit)
    • In ihrem inhaltsspezifischen Vorwissen (z.B. Kenntnis über Buchstaben oder Rechenoperationen; Vokabel)
    • Durch ungünstige Lernvoraussetzungen können Probleme recht schnell kumulieren.
    • Lernfortschritte bleiben hinter den anderen zurück
  6. 6Mangel an geeigneten Lernaktivitäten Gute vs. schlechte Lerner unterscheiden sichGute vs. schlechte Lerner unterscheiden sich
    • in ihrem Vorgehen bei der Bearbeitung eines Lerngegenstandes
    • In den Strategien der Informationsaufnahme und – verarbeitung (z.B. auf Vorerfahrungen zurückgreifen, Memoriertechniken anwenden)
    • Lernplanung, Zeiteinteilung, Anwendung von Metakognitionen (Selbstinstruktion, Lernschritte überwachen)
    • Motivationsregulation: Kontrolle von Handlungsimpulsen, lernförderliche Emotionen
    • Lernschwache Kinder greifen Informationen zufällig auf, Vernetzung und Tiefenverarbeitung findet nicht statt unsystematisch und ineffektiv
    • Durch negative Erfahrung entsteht eine Misserfolgsorientierung
  7. 7Ungünstige Rahmenbedingungen Förderliche Bedingungen können von Eltern leistungsschwacher Kinder seltener realisiert werden:Lernerfolg hängt eng mit der sozialen Herkunft der Schüler im Zusammenhang.
    Förderliche Bedingungen können von Eltern leistungsschwacher Kinder seltener realisiert werden:
    • Bereitstellung von Neugier und Interesse weckenden Lernmaterialien • Vorgabe angemessener und anspruchsvoller Ziele
    • Anregung und Gewährung von Selbstständigkeit
    • Wertschätzung schulischer Leistungen
    • Elterliche Unterstützung
  8. 8Definition: Umschriebene Entwicklungsstörung schulischer FertigkeitenDefinition: Umschriebene Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten
  9. 9Klassifikation (nach ICD-10) Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (F81)Klassifikation (nach ICD-10) Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (F81)
  10. 10Definiton F 81.0 Lese- und RechtschreibstörungDefiniton F 81.0 Lese- und Rechtschreibstörung
  11. 11Symptome der Lesestörung nach ICD-10Auslassen, Ersetzen, Verdrehen oder Hinzufügen von Worten oder Wortteilen;
    • Verlangsamte Lesegeschwindigkeit;
    • Startschwierigkeiten beim Vorlesen, langes Zögern oder Verlieren der Zeile im Text, stockendes Lesen von Wort zu Wort, aber auch von Buchstabe zu Buchstabe; ungenaues, nicht - sinnhaftes Betonen beim Lesen;
    • Vertauschen von Wörtern im Satz oder von Buchstaben in den Wörtern.
    • Eine Unfähigkeit, Gelesenes wiederzugeben, aus Gelesenem Schlüsse zu ziehen oder Zusammenhänge zu sehen.
  12. 12Symptome der Rechtschreibstörung nach ICD-10 Was sind Reversionen? Was sind Reihenfolgefehler? Dehnungfehler? Wahrnehmungsfehler?• Verdrehen von Buchstaben im Wort (Reversionen): z.B. b/d, p/q, u/n;
    • Umstellungen von Buchstaben im Wort (Reihenfolgefehler): z.B. die/dei;
    • Auslassungen von Buchstaben: z.B. ach/auch
    • Einfügungen falscher Buchstaben: z.B. spatzieren;
    • Dehnungsfehler: ir/ihr, höhrst/hörst
    • Fehler in der Groß- und Kleinschreibung
    • Verwechslung von d/t, g/k, v/f (Wahrnehmungsfehler)
    • Fehleränderung (Fehlerinkonstanz)
  13. 13Symptome der Störung des schriftl. Ausdrucks Prävalenz• dysgrammatischer Satzbau
    • Schwächen der textlichen Strukturierung
    • Rechtschreibfehler und unleserliche Handschrift können auch auftreten
    Prävalenz:
    • 4-8% der Schüler im deutschen Sprachraum mit LRS
    • 10-15% liegen ein bis zwei Jahre beim Erlernen des
    Lesens und Schreibens zurück • Buben: Mädchen 4:1
  14. 14Vorschulische Primäre und sekundäre komorbide Störungen der Lese- RechtschreibstörungVorschulische Primäre und sekundäre komorbide Störungen der Lese- Rechtschreibstörung
  15. 15Wie kann man sich LRS erklären?• Eigentliche Ursachen unbekannt
    • Deutliche genetische Häufung
    • Biologisch begründete Besonderheiten in der Informationsverarbeitung im
    Zentralnervensystem:
    • sprachliche Informationsverarbeitung (phonologische Bewusstheit)
    • visuelle Informationsverarbeitung
    • Übertragung akustisch-sprachlicher Information in visuell-graphische „Verschlüsselung“ alphabetischer Schriftzeichen
  16. 16Verlauf und Prognose• LRS sind sehr stabil
    • Lesefertigkeit wird erworben, Kd. sind jedoch in der Lesegeschwindigkeit und im
    Leseverständnis beeinträchtigt
    • Rechtschreibschwierigkeiten bleiben meist bis ins Erwachsenenalter bestehen
    • Kd. mit LRS sind doppelt so häufig von psych. Auffälligkeiten betroffen
    • Häufiger Klassenwiederholungen, niedrigere Schulabschlüsse, höhere Arbeitslosigkeit
  17. 17Definition F 81.2 RechenstörungDefinition F 81.2 Rechenstörung
  18. 18Symptome der Rechenstörung 1Symptome der Rechenstörung 1
  19. 19Symptome der Rechenstörung 2Symptome der Rechenstörung 2
  20. 20PrävalenzPrävalenz
  21. 21Multikausales Entstehungsmodell Bsp DyskalkulieMultikausales Entstehungsmodell Bsp Dyskalkulie
  22. 22Verlauf und PrognoseVerlauf und Prognose
  23. 23Aufmerksamkeitsstörungen- ADHS: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
    - Hyperkinetische Störung :z.B.EinfacheAktivitäts-und Aufmerksamkeitsstörung (F90.0)
  24. 242 Symptome der Hyperkinetischen Störung nach ICD-10Aufmerksamkeitsstörung
    Hyperaktivität = motorische Unruhe
    Impulsivität
    Zusatzkriterien
  25. 25Aufmerksamkeitsstörung Wie lange wie viele Symptome, damit Prognose?Mindestens sechs Monate lang mindestens sechs der folgenden Symptome von Unaufmerksamkeit in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessenen Ausmaß.
  26. 26Hyperaktivität = motorische Unruhe Wie lange wie viele Symptome, damit Prognose?• Mindestens sechs Monate lang mindestens drei der folgenden Symptome von Überaktivität ...
  27. 27Impulsivität Wie lange wie viele Symptome, damit Prognose?• Mindestens sechs Monate lang mindestens eins der folgenden Symptome von Impulsivität ...
  28. 28Zusatzkriterien• Beginn der Störung vor dem siebten Lebensjahr.
    • Symptomausprägung: Die Kriterien sollen in mehr als einer Situation erfüllt sein
    • Die Symptome (Unaufmerksamkeit, Überaktivität und Impulsivität) verursachen deutliches Leiden oder Beeinträchtigung der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit.
    • Die Störung erfüllt nicht die Kriterien für eine tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84.-), eine
    manische Episode (F30.-), eine depressive Episode (F32.-) oder eine Angststörung (F41.-).
  29. 29Aufmerksamkeitsstörung SymptomeAufmerksamkeitsstörung Symptome
  30. 30HyperaktivitätHyperaktivität
  31. 31ImpulsivitätImpulsivität
  32. 32Problemsituationen bei ADHS Bei längeren Aufmerksamkeitsleistungen und zielgerichteten Tätigkeiten BegleitsymptomatikProblemsituationen bei ADHS Bei längeren Aufmerksamkeitsleistungen und zielgerichteten Tätigkeiten Begleitsymptomatik
  33. 33Gedächtnisstörung - Definition• Einbußen des Lernens, Behaltens und Abrufens gelernter
    Informationen
    Beeinträchtigung in Bezug auf:
    • Gedächtnisprozesse (Einprägen, Behalten und Abrufen)
    • Gedächtnissysteme (kurz - vs. Langfristig)
    • Gedächtnismodalitäten (akustisch, visuell)
    ICD-10-Kodierungssystem der WHO sieht keine eigenständigen Kodierungen vor. Da sich die Funktionsstörungen und deren emotionale Folgen häufig auf die schulischen Fähigkeiten auswirken und in Form von Lernstörungen auffällig werden, ist eine nur begrenzt sinnvolle Möglichkeit die Kodierung als nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten (F81.9).
  34. 34Problembereiche von Kindern mit GedächtnisstörungenProblembereiche von Kindern mit Gedächtnisstörungen
  35. 35Aufgaben der Diagnostik?• Welche spezifischen diagnostischen Aufgaben, die einer Intervention vorgeschaltet sind, ergeben sich?
    • Orientieren Sie sich an den diagnostischen Leitlinien und an dem skizzierten Bedingungsmodell. Welche diagnostische Vorgehensweise ergibt sich daraus, um das Vorliegen einer Lernstörung nach den gängigen Klassifikationssystem (ICD-10) und den Bedingungsfaktoren bestimmen zu können?
  36. 36DiagnostikDiagnostik
  37. 37Die Abklärung von Lernstörungen bedarf einer umfassenden DiagnostikDie Abklärung von Lernstörungen bedarf einer umfassenden Diagnostik
  38. 38Multimodale Behandlung 3 FaktorenMultimodale Behandlung 3 Faktoren
  39. 39Ziele der InterventionenZiele der Interventionen
  40. 40Ziele der Interventionen 2Ziele der Interventionen 2
  41. 41Kindzentrierte Interventionen zielen darauf abKindzentrierte Interventionen zielen darauf ab
  42. 42Bsp - LRS: Förderkomponenten, deren Wirksamkeit belegt wurdeBsp - LRS: Förderkomponenten, deren Wirksamkeit belegt wurde
  43. 43Training kognitiver Basisfunktionen ???Training kognitiver Basisfunktionen ???
  44. 44Training kognitiver Basisfunktionen ???Training kognitiver Basisfunktionen ???
  45. 45LRS-FörderprogrammeLRS-Förderprogramme
  46. 46Behandlung psychischer BegleitstörungenBehandlung psychischer Begleitstörungen
  47. 47Behandlung psychischer Begleitstörungen 2Behandlung psychischer Begleitstörungen 2
  48. 48Interventionsformen bei ADHSInterventionsformen bei ADHS
  49. 49Förderung von GedächtnisprozessenFörderung von Gedächtnisprozessen
  50. 50Eltern- und familienzentrierte InterventionenEltern- und familienzentrierte Interventionen
  51. 51ElternberatungElternberatung
  52. 52Möglichkeiten der Förderung in der Schule (Bsp. LRS)Möglichkeiten der Förderung in der Schule (Bsp. LRS)
  53. 53LeistungsbeurteilungIm Lehrplan wird ausdrücklich betont, dass folgende Bereiche gleichwertige Lernbereiche sind:
    • Inhalt (je nach Thema Beobachtungsfähigkeit Gedankenrichtigkeit, Sachlichkeit, Themenbehandlung, Aufbau, Ordnung und Phantasie zu berücksichtigen sind,
    • Ausdruck
    • Sprachrichtigkeit
    • Schreibrichtigkeit
  54. 54Richtlinien für den Umgang mit Schüler/innen mit Lese- Rechtschreibschwäche –LRSRichtlinien für den Umgang mit Schüler/innen mit Lese- Rechtschreibschwäche –LRS
  55. 55Richtlinien für den Umgang mit Schüler/innen mit Lese- Rechtschreibschwäche –LRSRichtlinien für den Umgang mit Schüler/innen mit Lese- Rechtschreibschwäche –LRS
  56. 56Zusammenfassende Überlegungen zum ErlassZusammenfassende Überlegungen zum Erlass
  57. 57Schulische UnterstützungsmaßnahmenSchulische Unterstützungsmaßnahmen
  58. 58Schulische Unterstützungsmaßnahmen 2Schulische Unterstützungsmaßnahmen 2

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Descripción
Individuums- und entwicklungspsychologische Grundlagen von Bildung und Lernen Fichas sobre 9.) Auffälligkeiten im Erleben, Verhalten & Lernen I, creado por Lisza Neumeier el 01/04/2017.
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Lisza Neumeier
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