Fichas
Klausur UWE
Fichas del conjunto (59)
- 1Sozialwissenschaftbasierend auf Einheit aus Analyse & Erklärung menschlichen Verhaltens, Ökonomik ist die theoretisch stärkste SW
- 2H.O.zentrale Kunstfigur der Ökonomik, geht zurück auf Vilfredo Pareto, geistige Väter: Adam Smith & J.S.Mill
Merkmale:
folgt eigenen Interessen, orientiert sich an gegebenen Präferenzen, maximiert stabiles Präferenzsystem, reagiert auf Veränderungen in Restriktionen, hat vollständige Informationen, entscheidet rational - 3Verhaltensänderungbei Änderung der Restriktionen und Konstanz der Präferenzen
- 4Kritik am H.O.ökonomischer Imperialismus
methodologischer Imperialismus
Menschenbild
Bounded-Rationality-Kritiker:
Präferenzen nicht bekannt/stabil
Verhalten auf Anreiz ist irrational
Maximierung gibt es in Realität nicht - 5Weiterentwicklung des H.O. durchSpieltheorie
Behavioral Economics
Psychological Economics
Neue IO
Experimentelle Wirtschaftsforschung - 6Bedeutung der Moral für den H.O.3 Ebenen:
1) H.O im Modell: Wie lässt sich Moral im Modell rekonstruieren?
2) H.O. in Empirie: Inwieweit entscheidet man sich nach dem H.O. moralisch?
3) H.O. als Menschenbild: Inwieweit stellt der H.O. ein normatives Menschenverständnis dar? - 7Wissenschaftliche Arbeitsdefinition des H.O.Form der Komplexitätsreduktion
- 8Adam-Smith-Problemunterschiedliche Aussagen über H.O.: Loslösen von Individualbetrachtung, Eigenliebe, etc
4 Thesen zur Lösung:
Umschwung-These, Aspekt-These, Sein-Sollen-These, Natürliche-Harmonie-These - 9Moraldie Gesamtheit der akzeptierten und stabilisierten Verhaltensnormen einer Gesellschaft die in einer Gruppe/Organisation gelten
- 10Moralisches Verhaltenorientiert sich an den tatsächlich herrschenden Normen einer Gruppe
- 11Ethikbezeichnet als Reflexionstheorie der Moral die Lehre vom menschlichen Verhalten
- 12Ethik beantwortet 4 zentrale Fragen der Menschheit (nach Kant)1) Was kann ich wissen? Metaphysik
2) Was soll ich tun? Ethik
3) Was darf ich hoffen? Religion
4) Was ist der Mensch? Anthropologie - 13Ethosbezieht sich neben Moral & Ethik auf bestimmte Professionen und Berufsgruppen:
Bündel von moralischen Normen und Erwartungen
innerliche Verpflichtung zur Befolgung der Normen - 143 Formen von EthikDeskriptive Ethik: Emp. Theorie menschlichen Verhaltens
Normative Ethik: Präskriptive Theorie menschlichen Verhaltens
Metaethik: Analyse von Rechtfertigungs- und Begründungsmethoden - 15Münchhausen-TrilemmaLetztbegründung von Normen nicht möglich wegen:
infinitem Regress, logischem Zirkel, Dogmatisierung, willkürlichem Abbruch - 162 Arten von Fehlschlüssen in EthikNormativistischer Fehlschluss: Sollen aufs Sein
Naturalistischer Fehlschluss: Sein aufs Sollen - 17Kantkategorischer Imperativ: unbedingte Pflicht (anerkenne diene MA)
hypothetischer Imperativ: bedingte Pflicht (willst du den Gewinn steigern, musst du die Kosten senken) - 18Systematischer Ort der MoralIndividuum (Individualethik, Verantwortung der Person)
Rahmenordnung (Institutionenethik, Gestaltung der Institution) - 19Dialogische Ethik von Habermas & Apelentstanden aus monologischer Ethik (Moral Point of view: das Selbst)
dialogische Ethik: Normen durch Konsensbildung, dialogische Verständigungsprozesse - 20idealer Diskurs/realer DiskursDer ideale Diskurs ( Teilnahme aller, keine Beschränkungen, keine Überredung, transparente Information, Ebene der Legitimation: Moralisches Sollen) ist als regulative Idee für die Real-Ebene (Zugangsbeschränkt, zeitlich & finanziell beschränkt, unvollständige Informationen, Überredung und Macht, Ebene der Implementierung: Moralisches Dürfen) zu verstehen.
- 21Diskursethik1) Formale Normen: Prozess, prinzipielle Anerkennung der Anderen
2) Materiale Normen: Inhalt, konkrete Norm für die Anerkennung - 22führende philosophische Theorie in UnternehmensethikDiskursethik von Habermas und Apel
- 23Zwei unterschiedliche Wege führen Rationalität und Moral zusammen• Ökonomie -> Ethik: Ist es rational moralisch zu handeln?
• Ethik -> Ökonomie: Ist es moralisch rational zu handeln? - 24Philosoph - Ökonom 5 VerhältniskonstellationenPhilosoph: Orientierung an der moralischen Legitimation, Codierung: gut - böse, Formalziel: inhaltlich
Ökonom: Orientierung unter Knappheit an Maximum-Minimum-Prinzip, Codierung: Zahlung, Nicht-Zahlung, Sachziel: Gewinn
Unabhängigkeit, Überschneidung, Identität, Unterordnung, Überordnung - 25HandlungsebenenMikroebene /Individuum als Person: Führungsethik
Mesoebene/Unternehmen, Institution: U.- Managementethik
Makroebene/Gesellschaft: Wirtschaftsethik
Superebene/Weltgemeinschaft: Internationale U.Ethik - 26Mikro/Makroebene vs. Mesoebenegemeinsam: Primärziel = Überleben, Sekundärziel = Qualität des Überlebens
Mikro/Makro: keine Umwandlung in ein Mittel möglich --> Ziel/Zweck an sich, Meso: Legitimation durch Stakeholder --> Mittel zum Zweck - 27Werte & Normen in U-KulturWerte: vermitteln zwischen individueller & soziostruktureller Ebene, kaum veränderbar --> individuell bestimmt
Normen: leiten sich aus Werten ab, gebieten bestimmtes Verhalten/Orientierung --> sozial bestimmt - 284 Funktionen einer Unternehmenskultur nach Berkel/HerzogKoordinationsfunktion - gemeinsame Werte & Normen
Identifikationsfunktion - Wir-Gefühl
Integrationsfunktion- Kultur als Konsens für alle
Motivationsfunktion - Kultur als Sinnvermittler - 293 Ebenen der Unternehmenskultur nach ScheinArtefakte (sichtbar, veränderbar, häufig nicht entzifferbar)
Werte (mittlere Stufe des Bewusstseins, intersubjektiv spürbar, evt zu ändern)
Grundannahmen (selbstverständlich, unsichtbar und unbewusst, unveränderbar) - 30Modell der Akkulturation/Grundlage für unternehmerische Entscheidungen (Nahavandie/Malekzadeh)Integration (Zusammenführung 2er Subkulturen)
Assimilation (Eingliederung einer in andere)
Dekulturation (Schaffung einer neuen)
Separation (Eigenständigkeit beider) - 31Unternehmensethik als Querschnittsfunktion zu verschiedenen bwl. FunktionenMarketing, Controlling, Organisation, HR, M & A, Corporate GOvernance
- 32Themen, mit denen sich Philosophen & Ökonomen beschäftigen1. Vertrauen & Transparenz: Transparenz der CG, Offenlegung Interessenskonflikte, Kommunikation mit SH
2. Freiheit & Verantwortung: Selbstverwirklichung von Mitarbeitern, Stärkung Eigenverantwortung, Verantwortung ggü. SH & SH
3. Gerechtigkeit & Fairness: Löhne, Überrenditen, Anreizsysteme, Mitbestimmung
4. Anerkennung & Würde: Entlassungen, Ehrenamt, Verträge, Anreizsystem, Löhne - 33Korrektiver Ansatz von Steinmannbasierend auf Frankfurter Schule (Habermas & Apel): Freiheit und (statt oder) Einheit, Frieden als höchstes Ziel politischer Praxis, Entwicklung konsensfähiger Strategie
6 Merkmale: Normen, Sachziel, freiwillige Selbstverpflichtung, Dialogische Verständigung, Vernunftethik, situative Beschränkung des Gewinnprinzips
Merkmale des rationalen Diskurses (Kambartel): Unvoreingenommenheit, Zwanglosigkeit, Nicht-Persuasivität + (Steinmann) Sachverständigkeit
2 Ebenen der Diskursethik (Idealdiskurs, Realdiskurs)
Kritik: Idealisierung des Diskurses, Einschränkung Gewinnprinzip erst im moralischen Konfliktfall, Widerspruch Unvoreingenommenheit & Betroffenheit, Ethische Domestizierung
--> Unterordnung der Ökonomie, Eingrenzung der ökonomischen Sachlogik, Ethik als außerökonoisches Korrektiv - 34Integrativer Ansatz von Peter UlrichPhilosophischer Ausgangspunkt: kritische Theorie, befasst sich mit Gesellschaftsanalyse --> Politik als Gesellschaftsveränderung (Traditionelle Theorie: Status-Quo-Aufnahme von Gesellschaft -->Politik als Sozialtechnologie)
Paradigmenwechsel von "von außen moralisierend" zu "von innen legitimierende Wirtschaftsethik"
will 2-Welten Konzeption überwinden:
(1): Ökonomische Sachgesetzlichkeit, rein ökonomische Rationalität
(2): Nicht-ökonomische Menschengerechtigkeit, außerökonomische Rationalität
Deontologischer Minimalethos:
Ausgang: teleologische Ethik (Nutzenorientiert), Missachtung Menschenrechte etc = Deontologische Lücke --> deontologischer ME: wechselseitige Anerkennung, Gesprächspartner als mündige Subjekte, Vermittlung ökonomischer Rationalität mit deontologischer Ethik, Kommunikation als anthropologische KOnstante --> d ME basiert auf Idee zwischenmenschlicher Kommunikation, vor allem relevant bei Kommunikation mit Stakeholdern (Diskurs der betroffenen, Einbindung) - 35Integrativer Ansatz Peter Ulrich - Kritik Ökonomismus, Systematisierung Ethik-Maßnahmenkritisiert 2 Formen Ökonomismus:
1)Sachzwanggedanke: Gewinnnteresse/Erfolgszwang, keine Rücksicht auf andere
2) Metaphysik des Marktes: Marktprinzip (Ökonom. Rationalität: normative Logik des Vorteilstausches) & Moralprinzip (Ethische Vernunft: normative Logik der Zwischenmenschlichkeit) sind
unterschiedliche Handlungslogiken
Systematisierung Ethik-Maßnahmen:
Rechenschaftsorientiert, Gedankenaustauschorientiert, Dokumentenorientiert, Zuständigkeitsorientiert, Ausbildungsorientiert
4 Deutungsmöglichkeiten der unternehmerischen Gewinnorientierung:
(Motiv): subjektives Gewinnstreben
(sittliche Pflicht:) kapitalistischer Unternehmerethos
(Sachzwang:) objektive Gewinnerfordernis
(ordnungspolitische Spielregel:) Gewinnprinzip - 36Funktionaler Ansatz von Homann (Ökonomik über Ethik)Wandel von abendländischer Kleingruppenethik zu Ethik in anonymer Gesellschaft
(1): funktionierende informelle Kontrolle &Sanktion / intrinsische Motivation zur Befolgung von Normen = traditionelle Bedingungen
(2): keine Kontrollmöglichkeit in Großgruppen, Wohl-Stand und Wohl-Wollen korrespondieren nicht = moderne Bedingungen
Frage: Welche Normen lassen sich durch moderne Wirtschaft geltend machen?
systematischer Ort der Moral in Marktwirtschaft: Rahmenordnung --> definiert Spielregeln, haben begründenden Charakter & bilden Anreize --> Moral & Effizienz auf unterschiedlichen paradigmatischen Ebenen, Spielzüge innerhalb Rahmenordnung begründeten Charakter & moralfrei
Konzentration auf Normenimplementierung statt -begründung - 37Funktionaler Ansatz von Homann (Ökonomik über Ethik) - Defizite der Rahmenordnung, VierQuadrantenschema, Ordnungspolitische MaßnahmenDefizite der Rahmenordnung: vollständige RO: U. agieren moralfrei, unvollst. RO: ordnungspolitische Defizite auf Handlungsebene --> Gefahr der Moralarbitrage!
Vier-Quadranten-Schema: hohe moral.Akzeptabel+Rentabel: Positiver Kombatibilitätsfall (WBW)
unakzeptabel/rentabel: Moralischer Konfliktfall (Ordnungspolit. /WBW-Strategie)
unrentabel/akzeptiert: ökonomischer Konfliktfall (WBWStrategie)
unrentabel/unakzeptabel: Negativer Kombatibilitätfall (Exit!)
Ordnungspolitische Maßnahmen: Eigene Veränderung (Verstärkte F+E, Änderung U-Kultur, Moralische Innovationen, Individuelle Selbstbindung) Fremde Verhaltensänderung (Tit-for-Tat, Änderung RO, Kollektive Selbstbindung, Branchen- & Ethik-Kodizes)
Kritik: fehlende Reflexion der RO, H.O. als Heuristik, Fehlender Begründungsdiskurs, Normen als Input der Theorie - 38Governanceethischer Ansatz von WielandGlobalisierung hat Auswirkungen auf Unternehmensverständnis: zunehmend U. als moralischer Akteur aufgrund Steuerdefizite der Nationalstaaten
Governancestrukturen = (in)formale Ordnungen zur Steuerung verschiedener Logiken eines Systems
Organisation: offenes koord. polylinguales System, das verschiedene Sprachsysteme organisational koordiniert
Wirtschaft: informiertes, geschlossenes System
Ethik hat ökonomischen Aspekt ohne Ökonomie: reduziert Transaktionskosten
Kooperationsökonomik: besteht aus Konkurrenz & Kooperation: Moralische Kommunikation --> Konkurrenz --> Moralische Anreize --> Kooperation - 39Governanceethischer Ansatz von Wieland (2), Governancestrukturen, Ethikmanagementsysteme, KritikAnalyse von Governancestrukturen durch Governanceethik: Analyse Moral. Ressourcen/Regeln/Werte, Untersuchung globaler/lokaler, (in)formaler Strukturen, E+Implementierung ethischer Systeme, Vergleich differenzierter Governancestrukturen
EMS: Instrument erfolgreichen Wertemanagements mit wichtigen Funktionen: Selbstbeschreibung und -Bindung, Signaling an Kooperationspartner, Stabilisierung von Erwartungen, Institutionalisierung von Reputation, Reputationspfad für Kooperationspartner, Senkung Transaktionskosten
4-stufiger Aufbau: Kodifizierung, Kommunikation, Organisation Implementierung
Kritik: fehlende Berücksichtigung von indivdualethischen Aspekten, Fehlen philosophischer Begründung & theoretischer Fundierung, Messbarkeit & Zertifizierung von Ethik - 40Internationale Theorien der W.-&U-Ethik Tugendethischer Ansatz von Salomondistanziert sich von H.O./methodolog. Individualismus: reales Individuum im U. als Gemeinschaft (prosoziale Präferenzen hier vernünftiges Konzept), Einbindung des U. in Gesellschaft
greift auf Aristoteles zurück: wirtschaften/Haushalten vs. Chrematistik/Profitstreben (Ökonomik)
oberstes Ziel: Eudaimonia/Glück durch Tugendhaftigkeit (Zweck des U.:Tugendausbildung)
Mesote-Prinzip: richtige Mitte zwischen Extremausprägungen von Tugenden (Intoleranz - Toleranz - Ignoranz)
Tugendethik basiert auf 6 zentralen Tugenden: Holism, Community, Excellence, Role identity/Position, Integrity/Nobility, Judgement
Kritik: schwache Ökonom. Anschlussfähigkeit, Gefahr der Beliebigkeit, Vernachlässigung Meso/Makroebene - 41Internationale Theorien der W.-&U-Ethik Vertragstheoretischer Ansatz von Donaldson/Dunfee4 Schwachstellen der aktuellen W/U-Ethik:
Defizite normativer/strategischer Theorien, Unvereinbarkeit von beiden, Mangelnde Berücksichtigung kontextspezifischer Komplexität, Versagen der deontologischen Ethik, Stakeholderkonzept & Utilitarismus
Vertragstheorie; Integrative Social Theory = Integration normative & Empirische Verträge, Vertrag als wechselseitige Verpflichtung, Ziel: Annäherung Norm & Realität, ANNAHME: bounded Moral rationality
Unterscheidung: Makrosoziale Verträge (normativer & hypothetischer Vertrag als Gedankenexperiment, Frage: welche Prinzipien in makrosozialen Verträgen? von
Mikrosozialen Verträgen (empirischer & tatsächlicher Vertrag, rationale Akteure lokaler Gemeinschaften, Unternehmen, Organisationen
Prinzipien makrosozialer Verträge: Moral free space, Authentic norm, Hypernorms, Priority Rules
Kritik am Ansatz: Fehlende Berücksichtigung impliziter Verträge & Moralpsychologie, Unklarheit über Ursprung der Hypernormen, Komplexitätsgrad der Theorie - 42Instrumente des Ethik-Managements: Ethik- und Verhalten-Kodizes Kodex Normatives Managementschriftlich fixiert, explizite Sollvorschriften/freiwillige Selbstverpflichtungen für Institutionen/Individuen
basierend auf Werten/Normen oft ohne klare Zuordung - 43Instrumente des Ethik-Managements: Ethik- und Verhalten-Kodizes CoE, CoC (in Unternehmen, vor allem DAX-Unternehmen)CoE: BAsisannahmen & NOrmen/Werte, Indirekte Beeinflussung von Verhalten, unkonkret: should, Prinzip, Adressat: Stakeholder, schwache Verbindlichkeit
CoC: Konkretes Verhalten & Normen/Werte, Direkte Beeinflussung von Verhalten, konkret: must, Regel, Adressaten: Mitarbeiter, starke Verbindlichkeit - 44Instrumente des Ethik-Managements: Ethik- und Verhalten-Kodizes Differenzierung nach Präferenzen & Restriktionen bestimmt die Typoloigie ethischer KodizesGeltendmachung:
Restriktionenbedingte Implementierung: Rbl
Präferenzbezogene Implementierung: Pbl
Art der Nomierung:
Regelbindung: R-Code, Prinzipienbindung: P-Code
--> R-Code Rbl / R-Code Pbl
oder P-Code Rbl P-Code Pbl - 45Instrumente des Ethik-Managements: Ethik- und Verhalten-Kodizes unterschiedliche Implementierungsformen des WertemanagementsKodifizierung von präferenzkompatiblen Normen (Partizipation)
Rekrutierung kodexkompatibler Präferenzen (Personalselektion)
Einwirkung auf Präferenzen der Kodexadressaten (Persuation)
Änderung des Aktionsraums der Kodexadressaten (Sanktionen)
(von Präferenzbezogener zu Restriktionenbezogener Implementierung) - 46Instrumente des Ethik-Managements: Ethik- und Verhalten-Kodizes Funktionen des Wertemanagements im Unternehmen Wertgruppierungen nach Themen Verpflichtung der Org/Individuums Herausforderungen der UnternehmensethikInnenfunktion: Orientierungs-, Promotor- & Motivationsfunktion, Anreiz- &Sanktionsfunktion, Lehr & Lernfunktion
Außenfunktion: Repräsentations-, Reputations- und Imagefunktion
Mischfunktion: Kommunikations-, Diskurs- & Legitimationsfunktion
Themen: Stakeholder, Typologie, Issues
Individualethisch: Eid des Hippokrates, Manager-Eid
Institutionenethisch: Deutscher Corporate-Governance-Kodex, Responsible Care, UN Globale Compact
hochkomplex, Reputationsverlust bei Missachtung, mangelnde Akzeptanz, Vorwurf Greenwashing, fehlende Sanktionen - 47Ethik-Kommissionen & Compliance im Unternehmen4 Funktionen: Treuhänderfunktion, Expertenfunktion, Promotorfunktion, Sanktionsfunktion
unternehmensintern (Erweiterung des Aufsichtsrates/Outside Board of Directors) oder -extern (Unabhängig)
personelle Zusammensetzung: Stakeholderrepräsentanz? extern/intern? Gruppengröße? wechselnde Zusammensetzung? unabhängig?
Tätigkeitsbereiche: normative Fragen der Führung, Entwicklung der Unternehmenspolitik, Behandlung bei Kodexverletzungen, Zweifelsfälle/Konflikte intern, Beobachtung ethischer Aktivitäten es Unternehmens, Korruptionspräventionsmaßnahmen/ Ethik-Training
--> Verlangen nach stärkerer Professionalität/Qualifizierung der Compliance-Verantwortlichen
Whistleblowing: anonyme ANzeige moralischer Unregelmäßigkeiten, Folgen: Zerstörung des Vertrauens im U, Sensibilitätsänderung für Fehlverhalten, eventuell extern: Schaden für Öffentlichkeit, Verhaltensänderung durch Veröffentlichung, Betrug des Geschädigten - 48Ethik-TrainingsFormen: Gespräche, Seminare, Vorträge, Workshops
Lehr/Lernbarkeit in Organisationen: Verbesserung ethischer Sensibilität, Klärung moralischer Grauzonen, Kenntnisse von Wertemanagement/Begründung, Perspektivenwechsel, Reflexionsfähigkeit
6 Stufen moralischer Urteilsfähigkeit (Kohlberg) auf 3 Niveaus:
Präkonventionelles Niveau, Orientierung am Eigeninteresse (1. Lust/Unlust, 2. Gegenseitigkeit/Nützlichkeit)
Konventionelles Niveau: Aufgabe der Selbstbezogenheit (3. soziale Wertschätzung, 4. Legalität)
Postkonventionelles Niveau: Reflexion über Gesellschaft (5. Vertragsmoral & Utilitarismus, 6. universelle ethische Prinzipien)
implizite Erkenntnis niedriger Moralstufen auf den höheren, Entwicklung einer siebten Stufe: religiöses Bewusstsein, Dominanz der Urteilsfähigkeit auf 4. Stufe, schwach ausgeprägte Urteilsfähigkeit auf postkonventionellem Niveau - 49Manager-EidHippokratischer Eid in Medizin
Forderung nach Eid für Nachwuchs-Manager: Dauerhaft finanziellen Reichtum schaffen, Rechte & Würde der Angestellten respektieren, natürl. Rohstoffe auf nachhaltige Art nutzen, ehrliche & transparente Transaktionen
gibt freiwillige Verpflichtung für Führungskräfte basierend auf 12 Wertorientierungen: Freiheit, Soziale Verantwortung, Fairness, Dialog, Vorbild, Anerkennung ...
Inhalt Manager-Eid: Treuhänder der Gesellschaft, Respekt, Gewissenhaftigkeit, Respekt, Stärkung des Urteilsvermögens, Berücksichtigung von Stakeholderinterssen, Status des U. als juristische Person, COmpliance & Orientierung an Werten - 50Grundlagen des StakeholdermanagementsAusgangspunkt: Kritik am Shareholder-Value (an Börse gehandelter Wert eines Unternehmens):
ökonomische Annahmen, einseitige Aktionärsorientierung, wertorientierte Entlohnung, Auswirkung auf Beschäftigung
lauft Freedman: Stake (Interesse, Wette) ähnlich zu Claim (Anspruch, Forderung)
5 Stakeholdergruppen: Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Umfeld
Normativer SH-Ansatz: SH berücksichtigen, weil sie im Dialog ihren Anspruch legitimiert haben (Kommunikatives Handeln)
Strategischer SH-Ansatz: berücksichtigen, weil es dem Eigeninteresse der Organisation dient (strategisches Handeln), Konzentration auf kritische SH (gut organisiert & hohe Durchsetzungskraft)
Reaktion auf kritische SH durch:
Vertrauensaufbau, Gegenangriff, Reduktion der Abhängigkeit, Einbindung der Stakeholder, Manipulationsresistenz - 51Grundlagen Stakeholdermanagement - Untergliederung der SHmächtig/kooperativ: mixed Blessing SH, unmächtig/kooperativ: supportive SH, mächtig/unkooperativ: non-supportive SH, unmächtig/unkooperativ: marginal SH
Salience-Model: Unterteilung in Legitimacy, Power und Urgency
Stakeholder-Analyse in 4 Phasen: Scanning, Monitoring, Forecasting, Assessment
bei Legitimation einzelner SH wichtig: Nähe zum U, Ressourcenbeitrag, Macht, Dauer der Beziehung, Schutzbedürftigkeit
Kritik: SH-Management als Business Case, Aufgabe der monistischen Zielfunktion, Trade-off-Beziehung, SH-Gewichtung beliebig - 52Unternehmensethik als dezentrale GovernanceUE als normative Theorie: Kantianische Position, Tugendethische Position
UE als karitativer Ausblick: Corporate Philantrophy, CSR
UE als Business Case: Cause-Related Marketing, Strategic Philantrophy
gute UE sollte zwischen mindestens 4 Spannungsfeldern vermitteln z. Bsp:
norm Theorie: Ethik, Normativität, Begründung, Individuum
BC: Ökonomik, Ethik, Implementierung, Institution
neue Ausgangslage: Unternehmen als Netzwerk von Verträgen oder bilateralen Verträgen/spezifischen Institutionen:
Berücksichtigung von Promised-Based-Theory (implizite Verträge als Erweiterung der Theorie der Unternehmung durch Versprechen als Grundlage eines Vertrages)
Versprechen: auf 2 Stufen bindend
(1)formalethisch: Bindung an gesprochenes Wort, Form des Versprechens
(2)materialethisch: Adressierung des Koordinationsproblems, Inhalt des Versprechens
Durch das Versprechen wird die Choice moralisch bindend - 53Unternehmensethik als dezentrale GovernanceUW wird als Versprechen zur Absicherung legitimer SK-Ansprüche: Gesellschaft (EthikKodizes), Mitarbeiter (Whistleblowingsysteme als Voice-option), Kunden (Compliance als Kontrollinstrument), Aktionär (Treuhänderische Pflichten des Aufsichtsrates)
Governancestrukturen = formale/informale Ordnungen zur Steuerung verschiedener Codes/Logiken eines Systems
Mit zunehmender Öffentlichkeit: weitere Dezentralisierung ethischer & ökonomischer Governancemechanismen, con corporate Governance zu global Governance - 54CSR - Entwicklungen & TrendsGesellschaftliche Verantwortung ist die Verantwortung einer Organisation für die Auswirkungen ihrer Entscheidungen & Aktivitäten auf die Gesellschaft & Umwelt durch transparentes & ethisches Verhalten, das
zur nachhaltigen Entwicklung, Gesundheit & Gemeinwohl beiträgt, Erwartungen der Anspruchsgruppen berücksichtigt, anwendbares Recht einhält & im Einklang mit internationalen Verhaltensstandards ist, in der gesamten Organisation integriert ist & in ihren Beziehungen gelebt wird
Freedman: Konzept Company Stakeholder Responsibility
<-- --> CSR
CR-Pyramide von Carroll / 4 Dimensionen sozialer Verantwortung
1. Philantrophic Responsibility
2. Ethic Responsibility
3. Legal Responsibility
4. Economic Responsibility - 55Ursprung des Kaufmannsethositalienische Renaissance, Städtebund der Hanse, von Luca Pacioli erwähnt:
Interesse an U & Gesellschaft, Tugendhaftigkeit & Ehrbarkeit, Verlässlichkeit durch das Kaufmannswort, Hervorragender Ruf in Öffentlichkeit
Innere Ehre: Achtungswürdigkeit durch persönliches Gewissen
Äußere Ehre: Achtungswürdigkeit durch die Gesellschaft
Ablösung durch Pareto mit H.O. - 56Gegenwärtiges Verständnis/ zukünftiges Verständnis der ÖkonomieShareholder Value, zukünftig: Shared Value, Mischung sozialer & wirtschaftlicher Wertschöpfung
- 57Materialitätsanalysepriorisiert CSR-Themen nach Relevanz für U & Anspruchsgruppen (Mittelstand, KMU, Familienunternehmen)
MItarbeiterthemen stark priorisiert, Pflichtthemen gut umgesetzt aber Profilierungsthemen nicht
spezifische CR-Vorteile: intrinsische Motivation, organisch wachsende CR-Initiativen, stabile U-Kultur, Vorleben durch Geschäftsführung, Authentizität
spezifische CR-Nachteile: fehlende Systematisierung, defensive Kommunikation, kaum Kennzahlsysteme, keine klare Organisation/Budget/Funktionen - 584 Generationen von Führungskräften1. singuläres, willkürliches & philanthropisches Engagement
2. Integration von CR strategisch in Kerngeschäft des U
3. U vernetzen sich in Fläche/bilden bi- oder trisektorale Kooperationen
4. regionale Vermarktung, Verstetigung multisektoraler CR-Kooperationen - 59—
Información
- Descripción
- 4 Semester Unternehmens- und WIrtschaftsethik Fichas sobre Klausur UWE, creado por Luise König el 17/07/2017.
- Creado por
- Luise König
- Visitas
- 5
- Valoración