Fichas
2.2 Computersysteme I, Schaltfunktionen
Fichas del conjunto (73)
- 1Was ist eine Schaltfunktion?Eine Schaltfunktion ist eine eindeutige Zuordnungsvorschrift, die jeder Wertekombination von Schaltvariablen einen Wert zuordnet. Für binäre Schaltvariablen:
\( F : {0,1}^n → {0,1}^m \) , Y =F(X) - 2Was ist ein Schaltnetz gem. DIN-Norm?Ein Schaltwerk, dessen Wert am Ausgang zu irgend einem Zeitpunkt nur vom Wert am Eingang zu diesem Zeitpunkt abhängt.
- 3Was sind sogenannte Laufzeiteffekte bzw. Hazards?Effekte, die durch unterschiedliche Signallaufzeiten auftreten
- 4Was ist eine Schaltvariable?Eine Schaltvariable ist ein Symbol für die Elemente {0,1} der Schaltalgebra
( DIN–Formulierung: eine Variable, die nur endlich viele Werte annehmen) - 5Wieviele Wertkombinationen gibt es als Eingangswerte für eine binäre Schaltfunktion bei n Schaltvariablen?\( 2^n \) Wertkombinationen
bzw. Eingangszustände - 6Wann wird eine Schaltfunktion gem. DIN-Norm Verknüpfung genannt?Wenn sie nur aus :
\( \wedge, \vee, \neg \)
besteht - 7Welche drei gleichwertigen Darstellungsformen gibt es für Verknüpfungen (Schaltfunktionen in NNF)?Wertetabelle, Schaltzeichen(graphisch),
Angabe der Funktion - 8Wieviele Unterschiedliche Verknüpfungen (z.B.: AND, OR) lassen sich aus zwei binären Schaltvariablen bilden?für n = 2:
\( 2^{2^n} \) = 16 - 9Wann spricht man von einer unvollständigen Funktionstabelle?Bei einer Funktionstabelle, bei der nicht alle Ausgangswerte befüllt sind
- 10Was ist eine Funktionstabelle?eine Zusammenstellung aller möglichen Wertekombinationen der Eingangsvariablen und der zugehörigen Werte der Ausgangsvariablen
- 11Wie ist die Darstellung einer Schaltfunktion durch eine Funktionsgleichung aufgebaut?y = f(a, b, c ...)
Dabei werden a,b,c mit den drei logischen Grundoperatoren:
\( \wedge, \vee, \neg \) verknüpft - 12Wann kann und wird wegen der besseren Lesbarkeit das logische UND in einer Funktionsgleichung weggelassen?Bei der direkten UND–Verknupfung einzelner Variablen
- 13Formuliere das logische "UND" mit eigenen Worten.Die Verknüpfung,
bei der die Ausgangsvariable y dann 1 ist,
wenn alle Eingangsvariablen \( x_0, x_1, · · · x_n\)
gleich 1 sind. - 14Formuliere das logische "OR" mit eigenen Worten.Die Verknüpfung, die dann wahr ist,
wenn mindestens eine Eingangsvariable gleich 1 ist. - 15Formuliere das logische "XOR" mit eigenen Worten.Die Verknüpfung, die nur dann wahr ist,
wenn eine der Eingangsvariablen wahr ist, aber nicht beide. - 16Was ist die sog. "Antivalenz"?Das XOR, also das exklusive ODER:
entweder das Eine oder das Andere - 17Was ist die "Disjunktive Normalform" (DNF)?Eine Funktionsgleichung, die aus Disjunktion von Mintermen besteht.
(Disjunktion von Konjunktionen) - 18Was ist ein "Minterm"?eine Konjunktion, die jede Eingangsvariable negiert oder nicht negiert enthält
( Monom aus der Aussagenlogik) - 19Was ist die sog. "Konjunktive Normalform"?Eine Konjunktion von Maxtermen (Disjunktionen).
- 20Was ist ein sog. Maxterm?eine Disjunktion, die jede Eingangsvariable negiert oder nicht negiert enthält
(Klausel in der Aussagenlogik) - 21Wann spricht man bei einer Schaltfunktion von einer Konjunktiven Form(KF)?- minimierte Schaltfunktion bestehend aus
Konjunktionen von Disjunktionstermen
( die NICHT ALLE Eingangsvariablen enthalten) - 22Wieviele Minterme und Maxterme hat eine Schaltfunktion bei n Schaltvariablen?\( 2^n \) Minterme
und
\( 2^n \) Maxterme - 23Warum wird der "Minterm" Minterm genannt?Weil dieser nur bei einer Kombination der Schaltvariablen den Wert 1 hat.
- 24Wie ermittelt man die Minterme aus einer Funktionstabelle?Die Zeilen ermitteln, wo die Ausgangsvariable 1 ist, der Minterm für jede dieser Kombinationen ergibt sich, indem man die UND Verknüpfung aus allen Schaltvariablen hinschreibt und die Schaltvariablen negiert, die bei dieser Kombination den Wert 0 haben.
- 25Warum heisst der "Maxterm" Maxterm?Weil bei diesem alle Kombinationen der Schaltvariablen 1 sind, bis auf eine.
- 26Wie ermittelt man die Maxterme aus einer Funktionstabelle?In den Zeilen, wo die Ausgangsvariable 0 ist die Schaltvariablen mit logischem OR verknüpfen und diejenigen negieren, welche 1 sind.
- 27Aus welchen Termen besteht die disjunktive Normalform? Minterme oder Maxterme?aus Mintermen
- 28Aus welchen Termen besteht die konjunktive Normalform? Min- oder Maxterme?Maxterme
- 29Welche Abkürzungen werden für Min- und Maxterme i.d.R. benutzt?\( m_i \) für den i-ten Minterm
und
\( M_i\) für den i-ten Maxterm - 30Was ist ein KV-Diagramm und wofür steht KV?KV steht für Karnaugh-Veitch und das ist die graphische Darstellung einer Wertetabelle oder Schaltfunktion.
Das Diagramm ist in Matrixform angeordnet.
Jeder Kombination der Eingangsvariablen wird ein Feld der Matrix zugeordnet. - 31Wie wird die Anordnung der Felder in einem KV-Diagramm vorgenommen?so, dass sich beim Übergang von einem Feld zum Nächsten
nur der Wert einer Variablen ändert. - 32Welche Felder gelten alle zusätzlich als "benachbart" in einem KV-Diagramm?Anfangs– und Endfeld einer Zeile oder einer Spalte gelten zusätzlich als benachbart
- 33Wo werden in einem KV-Diagramm die möglichen Wertkombinationen aus den Schaltvariablen hingeschrieben?an den Matrixrand vor die Spalten und Zeilen
- 34Wo werden in einem KV-Diagramm die Funktionswerte hingeschrieben?In die einzelnen Zellen der Matrix.
- 35Wie erstellt man aus einer in DNF vorliegenden Funktionsgleichung ein KV-Diagramm?Indem man zu den jeweiligen Mintermen der Funktionsgleichung in die dazu gehörenden Feldern der Matrix eine "1" einträgt. Der Rest wird mit Nullen aufgefüllt.
- 36Wie erstellt man aus einer in KNF vorliegenden Funktionsgleichung ein KV-Diagramm?Indem man zu den Maxtermen in den dazugehörenden Feldern der Matrix eine "0" einträgt und den Rest mit Einsen auffüllt
- 37Inwiefern sind KV-Diagramme nützlich?Diese eignen sich sehr gut, um die Funktionsgleichung einer Schaltung schematisch zu minimieren
(wenn die Anzahl der Schaltvariablen nicht zu groß ist) - 38Was ist gemeint, wenn eine Schaltfunktion "minimiert" bzw. "optimiert" werden soll?Schaltfunktionen enthalten oft redundante Terme. Daher können sie dann weiter vereinfacht werden.
- 39Welche zwei Gesetze der Schaltalgebra sind Grundlage aller Verfahren zur Minimierung von Schaltfunktionen?\(a \vee \neg a = 1\)
und
\(a \wedge \neg a = 0 \) - 40Nenne die drei wichtigsten Verfahren zur Minimierung von Schaltfunktionen.- direkte Umformung der Gleichung
- KV-Diagramm
- Methode von Quine-McCluskey - 41Wie minimiert man eine Schaltfunktion durch Umformung nach den Gesetzen der Schaltalgebra?durch Ausklammern von Variablen, Kürzen, Zusammenfassen, Anwendung der De Morganschen Gesetze
- 42Wie funktioniert die Minimierung von Schaltfunktionen durch KV-Diagramme?Ist in dem KV–Diagramm eine Schaltfunktion in DNF dargestellt, dann werden benachbarte Felder, die mit 1 belegt sind, so zu Blöcken zusammengefaßt, dass möglichst viele Einsen eingeschlossen sind.
- 43Woraus wird bei der Minimierung einer Schaltfunktion durch KV-Diagramm die vereinfachte Schaltfunktion gebildet?aus den Termen der zusammengefaßten Blöcke und der übriggebliebenen Einzelfelder per OR-Verknüpfung
- 44Welche Variablen enthält ein Term pro zusammengefassten Block (bei der Minimierung einer Schaltfunktion mittels KV-Diagramm) ? Und wie sind diese verknüpft?Nur DIE VARIABLEN, die sich innerhalb eines Blockes NICHT ändern.
(Also die, welche NICHT in negierter und nicht negierter Form vorliegen)
- "verundet" - 45Welche Einträge werden zu Blöcken bei der Minimierung mittels KV-Diagramm zusammengefasst? (4P)- zusammenhängende Einträge,
- die eine "1" enthalten
- Blockgröße Vielfaches von 2
- auch über Ecke / Kante - 46Wie wird bei der Minimierung mittels KV-Diagramm aus den aus "1"en zusammengefassten Blöcken dann die Schaltfunktion gebildet?Die Blöcke werden mit einem logischen ODER nacheinander miteinander verknüpft.
- 47Wie wird eine in KNF vorliegende Schaltfunktion durch KV-Diagramm minimiert?dann werden benachbarte Felder, die mit 0 belegt sind, zusammengefaßt, und danach mittels UND verknüpft.
- 48Für wieviele Schaltvariablen eignet sich die Minimierung mittels KV-Diagramm?Für alle ≤ 6,
danach wird es dann unübersichtlich und bräuchte ein Diagramm in 3D - 49Welches Verfahren nutzt man, wenn man eine Schaltfunktion mit vielen Schaltvariablen minimieren muss?Das Quine-McCluskey-Verfahren
- 50In welcher Form muss die Schaltfunktion vorliegen, um das Quine-McCluskey-Verfahren anwenden zu können?In DNF
- 51Wie werden beim Quine-McCluskey-Verfahren die Minterme dargestellt?Durch ihr Binäräquivalent:
\( x_4 \wedge \neg x_3 \wedge x_2 \wedge \neg x_1\) = 1010 - 52Was ist der erste Schritt im Quine-McCluskey-Verfahren? (4P)- MINTERME herausschreiben
- Dezimaläquivalent zu jedem bilden
- nach Dezimaläquivalent soriertien und
- in eine eigene Tabelle übertragen. - 53Fasse kurz in einem Satz den ersten Schritt im Quine-McCluskey-Verfahren zusammen?Die MINTERME aus der Funktionstabelle sortiert nach ihrem Dezimaläquivalent
in eine eigene Tabelle übertragen. - 54Was ist der zweite Schritt im Quine-McCluskey-Verfahren?Bilden von Gruppen anhand der Anzahl von "Einsen" im Binäräquivalent der Minterme.
(Extra Spalte hinzufügen) - 55Was ist der dritte Schritt im Quine-McCluskey-Verfahren?- Zusammenfassung der Minterme von benachbarten Gruppen
(jeder Term mit jedem)
- entstandene Terme nach Gruppen geordnet und in neue Tabelle übertragen - 56Wie müssen im Quine-McCluskey-Vefahren die Querstriche ("-") strukturiert sein, damit zwei Terme überhaupt zusammengefasst werden können?Diese müssen ebenfalls
genau übereinstimmen. - 57Wo wird beim Quine-McCluskey-Verfahren vermerkt, aus welchen Termen ein neuer zusammengefasster Term gebildet wurde?In der neu gebildeten Tabelle in der ersten Spalte
(durch Komma bzw. Semikolon separiert) - 58Wann können Terme/Zeilen im Quine-McCluskey-Verfahren zusammengefasst werden?Wenn sie sich lediglich um eine Stelle unterscheiden.
- 59Was wird im Quine-McCluskey-Verfahren bei der Zusammnfassung von Termen an der Stelle eingetragen, wo sich die Terme unterschieden haben?Ein Querstrich: "-"
("dont care") - 60Wann kann ein Term im Quine-McCluskey-Verfahren komplett gestrichen werden?Wenn er genau gleich einer anderen Zeile/Term ist.
- 61Wie lange wird im Quine-McCluskey-Verfahren der dritte Schritt (Zusammenfassung von Termen) wiederholt?solange, bis keine Verschmelzung von Zeilen mehr durchgeführt werden kann.
- 62Wie werden im Quine-McCluskey-Verfahren Terme bezeichnet, die nicht mehr verschmolzen werden konnten?Primimplikanten
- 63Woran erkennt man im Quine-McCluskey-Verfahren aus der letzten Tabelle (die nicht weiter zu verschmolzen werden kann) die Primimplikanten?Entweder sind das die :
- nicht gekennzeichneten Terme
oder
- wenn alle gekennzeichnet sind, dann alle - 64Wie kann aus den Primimplikanten im Quine-McCluskey-Verfahren eine Schaltfunktion abgelesen werden?Durch eine OR-Verknüpfung der Primimplikanten
- 65Was ist der letzte Schritt im Quine-McCluskey-Verfahren?Weitere Vereinfachung der nur noch aus Primimplikanten bestehenden Schaltfunktion durch Primimplikantentafeln bzw. Primtermtabellen
- 66Was ist das Ziel der Vereinfachung durch Primimplikantentafeln im Quine-McCluskey-Verfahren?diejenigen Primimplikanten zu finden, die alle Minterme überdecken. (wesentliche Primimplikanten)
- 67Wie ist eine Primimplikantentafel aufgebaut?Diese ist so aufgebaut, dass über den Spalten der Tafel die Indizes der Minterme stehen und an den Zeilen die Primimplikanten
- 68Was ist der erste Schritt bei der Optimierung der Primimplikanten im Quine-McCluskey-Verfahren mittels Primimplikantentafel?Zunächst die Spalten auswählen in denen nur ein Eintrag vorliegt und den dazugehörenden Kernimplikant (mit einem Kreis) markieren
- 69Was ist der zweite Schritt bei der Optimierung der Primimplikanten beim Quine-McCluskey-Verfahren mittels Primimplikantentafel?Aus den verbleibenden (nicht wesentlichen) Primimplikanten eine minimale Anzahl auswählen, so dass am Ende alle Minterme überdeckt werden. (Restüberdeckung)
- 70Wie wird aus den Kernimplikanten und den Termen der Restüberdeckung am Ende vom Quine-McCluskey-Verfahren die Schaltfunktion gebildet?Durch OR-Verknüpfung (Disjunktion)
- 71Wie lässt sich eine Schaltfunktion durch Vektoren kürzer darstellen?Indem die Eingangs- und Ausgangssignale als Vektor aufgefasst werden.
aus \( y = f(x_1,x_2,..) \) wird:
y = f(X) - 72Was ist eine Vektorfunktion bzw. ein Funktionsbündel und wann können Schaltfunktionen als diese dargestellt werden?Wenn die Ausgangsvariablen von den gleichen Eingangsvariablen abhängen, können Ein- & Ausgänge als Vektoren zusammengefasst werden:
Y = f(X) - 73Wie kann eine Vektorfunktion für eine Schaltung dargestellt werden?Durch eine Wertetabelle mit zusätzlchen Spalten für die unterschiedlichen Ausgangsvariablen. Oder mit einem KV-Diagramm für jede y-Komponente
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- Descripción
- El usuario ha eliminado su información de asignaturas Fichas sobre 2.2 Computersysteme I, Schaltfunktionen, creado por Usuario eliminado el 10/04/2018.
- Creado por
- Usuario eliminado · abr 2018
- Actualizado
- 10 abr 2018
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- Historial
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- Creado por David Bratschke · 4 oct 2017
- Copiado por Daniel Bratschke · 10 abr 2018
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