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3. Grundkonzepte und Theorien der sozialen Kognition II

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3. Grundkonzepte und Theorien der sozialen Kognition II

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  1. 1Speichern und wieder aufrufen- Wenn der neue Stimulus konsistent mit dem Vorwissen ist, welches wir schon haben, so wird höchstens eine neue Verbindung angelegt, aber nicht die ganze Information neu abgespeichert. Das Wiederaufrufen ist auch relativ einfach.
    => Konsistente Informationen können gut abgerufen werden.
    => Aber: Intrusion error
    - Wenn der neue Stimulus inkosistent ist, so erhält er mehr Aufmerksamkeit und es werden mehr Ressourcen zugeordnet und damit kann er gut enkodiert und abgespeichert werden.
    => Inkonsistente Informationen können also bei genügend Ressourcen auch gut abgerufen werden.
  2. 2Wie sind Informationen im Gedächtnis gespeichert und organisiert?Effiziente Informationsverarbeitung bedingt ein gut organisiertes Gedächtnissystem
    => die elementare Organisationseinheit im Gedächtnis ist eine Kategorie
    => Abstrakte Repräsentationen von ganzen Klassen von Objekten, welche die gleichen definierenden Eigenschaften teilen.
  3. 3Kategorien- Kategorien können natürliche Klassen sein oder künstliche Produkte
    - Kategorien können abstrakt sein oder sehr konkret.
    - Kategorien machen die Welt vorhersehbar.
    - Kann ein Objekt einer Kategorie zugeordnet werden, so weiss ein Individuum gleich sehr viel mehr über das Objetkt, als das Objekt selber ihm gibt (Kann aber auch zu Verzerrungen führen).
  4. 4Arten von Wissensstrukturen und ihre RepräsentationenArten von Wissensstrukturen und ihre Repräsentationen
  5. 5Strukturen im Gedächtnis Welche Kategorieebene ist am informativsten?- Links: Oberbegriff
    - Mitte: Lernen Kinder am schnellsten
    Rechts: Detailkategorie
    Strukturen im Gedächtnis Welche Kategorieebene ist am informativsten?
  6. 6Wie sind diese Strukturen im Gedächtnis repräsentiert?- Abstrakte Eigenschaften
    - Einzelne Beispiele
    Gedächtnisrepräsentationen stützen sich auf die Durchschnittswerte der Kategorie oder sie basieren auf Extremwerten
    - Prototyp
    - Wildes Tier (Bär)
    - Blume (Rose)
    - Farbe (rot)
    - Bei vielen sind die Prototypen sehr ähnlich
    Extremwerte einer Kategorie
    - Idealtyp (Vogel => Pinguin)
  7. 7Wahrnehmung In- und Outgroup - ein Kategorienphänomen?- Das Wissen über Outgroups beschränkt sich weitgehend auf abstrakte Prototypen, während die kognitiven Repräsentationen einer Ingroup neben dem prototypischen Wissen auch viele konkrete Beispiele umfassen.
    - Menschen entwickeln in der Regel weniger differenzierte und vereinfachte Eindrücke von Outgroups (die ihnen homogener erscheinen) im Vergleich zu den reichhaltigeren und differenzierteren Eindrücken von ihrer eigenen Ingroup.
  8. 8Kognitive KonsistenzSoziale Wahrnehmung ist zur Konsistenz hin verzerrt, d.h. konsistente Strukturen werden effizienter gelernt. Inkonsistene Strukturen werden oftmals falsch reproduziert.
  9. 9Wie werden Informationen wiederaufgerufen.- Sprache verstehen
    - Entscheidungen treffen
    - Technisches Problem lösen
    Die Information muss im Langzeitgedächtnis gefunden und ins Arbeitsgedächtnis geladen werden.
    = Retrieval
    Wie werden Informationen wiederaufgerufen.
  10. 10Wovon hängen Geschwindigkeit und Effektivität dieses Retrieval-Prozesses ab?- Klarheit und Konsistenz der Organisation im Gedächtnis
    - Verfügbarkeit von Hinweisreizen in Kontext, sog. retrieval cues
  11. 11Retrieval cues sind oftmals in einer expliziten Frage oder in den Instruktionen einer Aufgabe vorhanden (konvergente vs. divergente Gedächtnisaufgaben) Beispielkonvergente Gedächtnisaufgabe
    - Wo habe ich mein Auto heute morgen parkiert?
    - Welche Sprache wird in Australien gesprochen?
    divergente Gedächtnisaufgabe
    - Ein Geburtstagsgeschenk für einen Freund finden
  12. 12Prospektives GedächtnisViele Alltagsprobleme sind prospektiver Natur:
    - Sich erinnern, was man tun wollte
    wenn-dann-Regeln (Wenn = Cue)
    "Implementation intentions"
  13. 13Zusammenspiel von alter und neuer InformationBeide Informationen sind für unser Gedächtnis sehr wichtig; das Zusammenspiel ist meist nicht symmetrisch.
    - Der Top-Down Einfluss von älteren Informationen dominiert meist den Bottom-Up Einfluss von neuen Informationen
    - Altes Wissen ist resistent für Veränderungen und ziemlich flexibel im Assimilieren von neuen Informationen
    - Effizientes Lernen bedeutet, in der Lage zu sein, neue Informationen im Kontext älterer Strukturen zu kodieren und einzubetten und ihnen einen Sinn zu geben.
  14. 14Urteile, Entscheidungen treffen Wie kommen wir zu einem Urteil, einer Entscheidung?Idealerweise beziehen Individuen alle relevanten Informationen mit ein, um ein Urteil zu bilden, denken über alle Implikationen nach und gewichten die Informationen nach ihrer Wichtigkeit.
    => Das dies passiert, ist aber eher unwahrscheinlich!
    - Verarbeitungskapazität
    - Zeit
    - Informationslücken
  15. 15"Using what is on your mind" Bsp: Wie zufrieden sind sie mit Ihrem Leben?- Wir denken über verschiedene Aspekte unseres Lebens nach und bilden ein Urteil. - mit grosser Wahrscheinlichkeit können wir keine vollständige Bewertung vornehmen.
    - Vergangene Ereignisse haben also stärker einen Einfluss auf unsere Bewertung je einfach sie aufgerufen werden können. Je aktueller die Ereignisse waren, so wahrscheinlich ist es, dass einen Einfluss haben.
  16. 16Assimilations-Effekt Strack et al. und Bless & SchwarzAssimilation: positive Beziehung zwischen den Implikationen der zugänglichen Informationen und dem resultieren Urteil.Assimilations-Effekt Strack et al. und Bless & Schwarz
  17. 17"Whether and how use what is on your mind" (Kontrastieren)- Zugänglich heisst nicht immer, dass es sich um relevante Informationen handelt und dass die Information repräsentativ für das aktuelle Target ist.
    - Zugängliche Informationen beeinträchtigen manchmal die Urteilsgenauigkeit
    Kontrast = negative Beziehung zwischen den Implikationen der zugänglichen Informationen und dem resultierenden Urteil
    Bsp: Man sieht im Supermarkt ganz viele tolle Äpfel, und diese im Garten sind plötzlich ganz hässlich.
    "Whether and how use what is on your mind" (Kontrastieren)
  18. 18Inklusion / Exklusion Modell der sozialen Urteilsbildung- Generelles Modell, dass sich dieser Problematik annimmt
    - Evaluative Urteile eines Targets basieren auf Eigenschaft des Targets selber und der Repräsentation eines Standards.
    - Beide Repräsentationen werden unmittelbar in der Urteilssituation generiert.
  19. 19Welche Faktoren bestimmen, ob es zu Assimilation oder Kontrast kommt? (3 Filter)Filter 1: Wahrgenommene Relevanz
    Filter 2: Wahrgenommene Repräsentativität
    Filter 3: Wahrgenommene Konversationsnormen
    Information von der Repräsentation des Urteilobjekts wird exkludiert:
    a) Wenn Individuen glauben, dass diese Information aufgrund eines irrelevanten Einflusses aktiviert wurde.
    b) wenn die neue Information nicht repräsentativ für das Urteilsobjekt erscheint
    c) sowie wenn die Nutzung der Information Konversationsnormen widerspricht
  20. 20Wann kommt es zu Assimilation und Kontrasteffekten?- Wird eine Information in die Repräsentation des Urteilsobjekts eingeschlossen (z.B. die Eigenschaft der Marke in die Repräsentation des Produkts), so kommt es zu Assimilation.
    - Wird eine Information hingegen in die Repräsentation des Vergleichstandards (und damit nicht in die Repräsentation des Urteilsobjets) eingeschlossen, so kommt es zu Kontrasteffekten.
    Genau gleiche zugängliche Informationen können zu gegenteiligen Effekten führen.
  21. 21Beispiel Politiker MillerBeispiel Politiker Miller
  22. 22Motivationale Determinanten der Informationsnutzung- Je nach Motivation, nutzen wir Informationen anders.
    - Manchmal suchen wir länger und intensiver nach Informationen und manchmal suchen wir auch nach Informationen, die gerade gut passen.
  23. 23Motivationale Determinanten - Prozessintensität- Der Einfluss von zugänglicher Information auf ein Target verringert sich, je mehr Informationen wir für die Repräsentation des Targets haben.
    - Kontexteffekte sind geringer bei Experten.
  24. 24Wovon hängt es ab, wie viele Informationen wir für die Repräsentation des Targets herbeiziehen?- Expertise in der entsprechenden Domäne
    - Situationale Faktoren
    => Verarbeitungskapazität
    => Verarbeitungsmotivation
    - Individuelle Ausprägung: Need for Cognition (Es gibt Leute, die denken gerne nach. Die denken automatisch länger und tiefer nach.)
  25. 25Ironische Schlussfolgerungen - Need for cognition- Assimilation kommt eher zu Stande bei Menschen mit einer tiefen Ausprägung der Need for Cognition.
    => Ein atypisches Exemplar eines Stereotyps würde nur assimiliert, wenn Need for Cognition tief ist.
    - Bei hoher Ausprägung in Need for Cognition für dieses atypische Exemplar zum Kontrasteffekt, schliessen diese Information für die Targetgruppe aus (Aha, war eine Ausnahme).
    => Der Stereotyp bleibt bestehen.
    Ironische Schlussfolgerungen - Need for cognition
  26. 26Motivationale Determinanten - passende Informationen Gründe für illusorische positive Urteile über sich und die Welt- Informationen mit positiven Implikationen für einen selbst werden eher ins Gedächtnis gerufen, da sie besser enkodiert sind.
    - Wir sind sehr flexibel im Finden von atypischen Informationen, obwohl die Informationen betreffend Target offensichtlich überhaupt nicht atypisch sind. So können wir die Information exkludieren und unsere Überzeugung behalten.
  27. 27Motivationale Determinanten - passende Informationen Wir haben die Tendenz Informationen zu suchen die konsistent sind mit unseren bestehenden Überzeugungen. Was hat dies für Implikationen?Dies führt dazu, dass wir eine ziemlich verzerrte Sicht auf uns und die Welt um uns herum haben.
    - Alle denken,
    - sie sind besser als der Durchschnitt (Better-than-average-effect)
    - sie sind weniger egoistisch und liebenswürdig als die anderen
    - sie haben bessere Chancen glücklich verheiratet zu sein.
  28. 28Automatische Urteile BewusstseinIndividuen..
    - sind sich nicht bewusst, dass sie ein erstes Urteil ausgebildet haben
    - sind sich nicht bewusst, welche Informationen zu ihrem Urteil beigetragen haben
    - weshalb gewisse Informationen zu ihrem Urteil beigetragen haben.
  29. 29Automatische Urteile AbsichtUrteilsprozesse finden statt, egal ob das Individuum dis nicht beabsichtigt.
  30. 30Automatische Urteile KontrolleAutomatische mentale Prozesse sind schwierig zu kontrollieren, automatische Urteile können dennoch überschrieben werden

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El usuario ha eliminado su información de asignaturas Fichas sobre 3. Grundkonzepte und Theorien der sozialen Kognition II, creado por Usuario eliminado el 18/01/2024.
Creado por
Usuario eliminado · ene 2024
Actualizado
18 ene 2024
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9
Historial
  • Creado por Alper Aticioglu · 17 ene 2024
  • Copiado por Alper Aticioglu · 18 ene 2024
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