Fichas
12. Moralpsychologie

Fichas del conjunto (24)
- 1Was ist Moralpsychologie Zentrale Themen- Die Untersuchung der moralischen Entwicklung von Kindheit bis zum Erwachsenenalter
- Die Rolle von Emotionen in moralischen Entscheidungen
- kognitive Prozesse bei moralischem Denken
- kulturelle und soziale Einflüsse auf moralisches Verhalten
- Die Untersuchung von moralischen Dilemmata und ethischen Konflikten
=> Unter welchen Bedingungen sind wir moralisch verantwortlich für unsere Handlungen? - 2Komponenten einer moralischen Handlung- Moral Sensitivity: Es muss eine moralische Situation vorliegen und muss mir auffallen bzw. ich muss es wahrnehmen können
- Moral Judgment: Urteil bilden können
- Moral Motivation: Motivation etwas zu verändern bzw. zu handeln
- Moral Character: Persönlichkeit haben, die Motivation in Taten umzumünzen - 3Was ist ein moralisches Urteil?- Moralisches Urteil bezieht sich auf die Bewertung die eine Person über eine Handlung, ein Motiv, eine Situation oder eine Person in Bezug auf Standards des Guten und Richtigen trifft.
- Menschen drücken ein moralisches Urteil aus, wenn sie zum Beispiel sagen, dass eine Handlung richtig oder falsch ist, dass eine Person gut oder schlecht ist oder dass eine Situation gerecht oder ungerecht ist. - 4Wie kommt es zu einem moralischen Urteil?Die bewusste mentale Aktivität, welche eine Transformation gegebener Informationen über Personen beinhaltet, mit dem Ziel ein moralisches Urteil zu erlangen.
- Moralisches Schlussfolgern ist ein bewusster Prozess, er ist intentional, aufwändig und kontrollierbar. - 5Rationalistisches Modell- Moralische Urteile und Entscheide kommen aufgrund von rationalen, bewussten und kontrollierten Denkprozessen zustande.
- Moralisches Urteilen wird durch moralisches Schlussfolgern verursacht.
- Emotionen und Intuitionen haben keinen direkten Einfluss auf ein moralisches Urteil.
- 6Moralische Intuitionplötzliches Auftauchen eines moralischen Urteils im Bewusstsein, inkl. einer affektiven Valenz (gut - schlecht; mögen - nicht-mögen) ohne bewusstes gewahr werden der ablaufenden Prozesse.
- 7Intuition- Menschen können oft nicht erklären, weshalb etwas moralisch oder unmoralisch ist.
- Moral Dumbfounding: Wenn Intuition keine Gründe findet
=> Menschen zeigen starke moralische Reaktionen, finden aber kein rationales Argument, um ihre Reaktion zu erklären.
- Oftmals auch nachträgliche Rechtfertigungen
- Emotionen tragen entscheidend zu moralischen Urteilen bei. - 8Intuition - Kernaussage von Haidt- Moralisches Urteilen ist hauptsächlich das Resultat schneller, automatischer Intuitionen
- Bewusste Überlegungen spielen eine geringe kausale Rolle, sie sind hauptsächlich für die Konstruktion von post-hoc Rechtfertigungen verantworlich.
- Soziale und kulturelle Einflüsse sind nicht zu vernachlössigen - 9Sozial-Intuistionistisches Modell-Intuitionistisches Modell: Moralische Urteile sind hauptsächlich das Resultat schneller, automatischer Evaluation.
- Soziales Modell: Die Wichtigkeit von sozialen und kulturellen Einflüssen wird betont. Das private Schlussfolgern wird heruntergespielt.
- 10Sozial-Intuitionistisches Modell1. The Intuitive judgement Link: Moralische Urteile als Resultat schneller, automatischer Evaluationen.
2. The post-hoc reasoning link: Suche nach Argumenten, die ein bereits gefälltes Urteil unterstützen.
3. The reasoned persuasion link: Argumente können über ihre affektive Komponente andere Personen beeinflussen.
4. Moralisches Urteil hat direkten Einfluss auf andere; z.T. nur äussere Konformität, z.T. Zustimmung/Akzeptanz
5. The resoned judgment link: Anfängliches intuitives Urteil wird infolge logischer Überlegungen geändert.
6. The private reflection link: Reflektionen über eine Situation aktiviert spontan eine neue Intuition, die dem ersten intuitiven Urteil widerspricht => Rollenübernahme
- 11Bewusstes moralisches Schlussfolgern => moralisches Urteil? 4 Gründe wieso nicht- Es sind immer zwei kognitive Prozesse im Gang - bewusstes Schlussfolgern und Intuitionen/Emotionen.
- Schlussfolgern ist oft motiviert.
- Der Schlussfolgerungsprozess konstruiert post-hoc Rechtfertigungen. Illusion eines objektiven Schlussfolgerns.
- Moralisches Handeln korreliert stärker mit moralischen Emotionen als mit moralischem Schlussfolgern - 12Ist das sozial-intuitionistische Modell antirationalistisch?- Unterschied liegt bei der Gewichtung der Bedeutung von Schlussfolgern bzw. Emotionen und Intuitionen beim moralischen Urteilen.
- Sozial-intuitionistisches Modell: Integration von Schlussfolgern, Emotion, Intuition und sozialem Einfluss. - 13Intuitionen haben Vorrang- Moralische Urteile werden mehrheitlich durch moralische Intuitionen / Emotionen verursacht.
- Intuitive primacy (but not dictatorship) - 14Trolley-DilemmaWeichen stellen?
Jemand von der Brücke stossen?
Wieso stellen die meisten Menschen den Schalter um, schubsen aber die Person nicht von der Brücke? - 15Trolley-Dilemma Asymmetrie- Konflikt zwischen emotionaler Intuition (deontologisches moralisches Urteil) und utilitaristischer Kalkulation.
- Unpersönliche Dilemmas sind mit Aktivität im Arbeitsgedächtnis und in den für kognitive Kontrolle zuständigen Bereichen assoziiert.
- Persönliche Dilemmas aktivieren hauptsächlich Gehirnareale, welche in Verbindung mit Emotionen stehen.
- 16Dual-process model of moral judgment 4 Annahmen:1. Es gibt zwei Arten von Informationsverarbeitung, nämlich kontrollierte kognitive und intuitive emotionale Prozesse.
2. Intuitive emotionale Prozesse führen zu deontologischen Urteilen, kontrollierte kognitive Prozesse zu utilitaristischen Urteilen.
3. Welcher Prozess ausgelöst wird, hängt vom emotionalen Gehalt eines Dilemmas ab.
4. Wenn schädigende Handlungen als weit weg wahrgenommen werden, so verlieren sie bei den meisten Menschen an emotionalem Gehalt. - 17Baby-DilemmaEs ist Kriegszeit. Du versteckst dich mit deinen NachbarInnen in einem Keller vor feindlichen Soldat. Plötzlich fängt dein Baby zu weinen an und du hältst seinen Mund zu, um den Lärm zu unterdrücken. Entfernst du deine Hand vom Mund des Babys, werden die Soldat euch finden und töten. Entscheidest du dich dafür, das Schreien deines Babys weiterhin zu unterdrücken, wird es ersticken und sterben. Ist es moralisch vertretbar, dein Baby zu Tode zu ersticken, um dich und die anderen DorfbewohnerInnen zu retten?
- 18Beyond Dual-Process Approach Dominiert ein Prozess?- Einfachheit verbirgt die differenzierten Möglichkeiten einer Interaktion.
=> Wohl weitaus komplexere Beziehung zwischen Emotion/Intuition und Vernunft als das Dual-Process Modell annimmt.
- Rolle von Emotionsregulierung: Vernunft leitet Emotionen eher, als dass sie gegen sie ankämpft. - 19Vernunft ist nie wirklich inaktiv?- Wenn vor einem moralischen Urteil eine kognitiv herausfordernde Aufgabe bearbeitet wurde, so wird ein intuitives Urteil nochmal überdacht
- Wenn genügend Zeit vorhanden ist, so kann durch Argumente ein falsche, aber harmlose Tat, als nicht unmoralisch betrachtet werden.
- Durch Instruktionen rational zu denken, verlieren irrelevante Faktoren an Gewicht. Absichten und Outcome werden relevant. - 20Komplexe Wechselbeziehung- Weg von der Frage, ob moralisches Schlussfolgern ein moralisches Urteil beeinflusst.
- Hin zu der Frage, wann und wie moralisches Schlussfolgern ein moralisches Urteil beeinflusst.
- Moralische Schlussfolgerungen können auch zu Intuitionen werden
- 21Verschiedenen Klassen Moralischer Urteile Evaluations- Bewertungen von gut und schlecht, positiv und negativ
- können zu praktisch allem vorgenommen werden
- sehr schnelles Einsetzen - innerhalb von 300-600 ms bis 1000 ms
- Eher affektiv
- Es können nicht alle moralisch relevanten Informationen berücksichtig werden
- Eine schnelle Bewertung negativer Ereignisse kann daher eine zusätzliche Informationsverarbeitung auslösen, die ein ausführlicheres moralisches Urteil ermöglicht
- 22Verschiedenen Klassen Moralischer Urteile Norm Judgments- ob etwas zulässig, erforderlich, verboten usw.
- Die Hauptkategorien sind Berechtigungen (akzeptabel, zulässig), Gebote (angemessen, sollte) und Verbote (verboten).
- Trolley-Dilemmas und ähnliche moralischer Dilemmas.
- Normurteile beziehen sich auf die Standards, an denen Bewertungen gemessen werden, und bilden somit den Kontext für alle Urteile, die als moralisch bezeichnet werden sollen.
- 23Verschiedenen Klassen Moralischer Urteile Wrongness judgments- That’s just wrong!; Ich weiß es nicht, ich kann es nicht erklären, ich weiß nur, dass es falsch ist
- Urteile über moralisches Unrecht kennzeichnen insbesondere vorsätzliche Verstösse
- Wenn die Absicht der Handlung leicht erkennbar ist und die Verbindung zu einer moralischen Norm klar ist, können Unrechtsurteile schnell und automatisch entstehen
- Moralische Unrechtsurteile vereinen Bewertungen und Normurteile von absichtlichen Handlungen
- 24Verschiedenen Klassen Moralischer Urteile Blame judgments- «Wrongness judgments» vereinen Bewertungen und Normurteile über absichtliche Handlungen
- Schuldurteile bauen auf allen drei Prozessen auf
- Gründe / Rechtfertigungen
- Keine Intentionalität
Schuldzuweisungen: Kommt zusätzlich noch die Perspektivenübernahme hinzu. War die Person die Schuld bewusst, konnte sie überhaupt die Situation korrekt bewerten.
Información
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- El usuario ha eliminado su información de asignaturas Fichas sobre 12. Moralpsychologie, creado por Usuario eliminado el 20/01/2024.
- Creado por
- Usuario eliminado · ene 2024
- Actualizado
- 20 ene 2024
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- Historial
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- Creado por Alper Aticioglu · 20 ene 2024
- Copiado por Alper Aticioglu · 20 ene 2024
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