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4. Affektive Störungen I & II

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4. Affektive Störungen I & II

Fichas del conjunto (58)

  1. 1Symptomatik depressive Episode Hauptsymptome- Verlust von Freude oder Interesse
    - gedrückte, depressive Stimmung
    - Antriebsmangel
  2. 2Symptomatik depressive Episode Zusatzsymptome- Schlafstörungen
    - Suizidgedanken/Suizidhandlungen
    - Verminderter Appetit
    - Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
    - Psychomotorische Agitiertheit (Unruhe) oder Hemmung
    - Hoffnungslosigkeit/ negative bzw. keine Zukunftsperspektiven
    - Gefühl von Schuld und Wertlosigkeit
    - Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  3. 3Einteilung depressiver Episoden nach ICD-10 und ICD-11- Symptome länger als 2 WochenEinteilung depressiver Episoden nach ICD-10 und ICD-11
  4. 4Phänomenologie von leichten Episoden- Erwartungen können noch erfüllt werden
    - arbeitsfähig
    - von aussen nicht zu sehen
    - zeigt sich v.a. wenn man alleine ist
    - erschöpft, ohne viel gemacht zu haben
    - andauernder Versuch sich zu erholen
  5. 5Phänomenologie von mittelgradig Episoden- es können nicht mehr alle Erwartungen erfüllt werden
    - Fehlzeiten bei der Arbeit, es schleichen sich Fehler ein
    - von aussen erkennbar (z.B. Person kann sich kaum mehr aufraffen, zieht sich zurück, liegt auf dem Sofa rum etc.)
    - Erholung gelingt nicht mehr
  6. 6Phänomenologie von schweren Episoden- alle Lebensbereiche stark beeinträchtigt
    - alles wird vernachlässigt
    - alltägliche Verrichtungen wie Duschen oder Essen werden schwierig
    - Betroffene verbringen Stunden im Bett und müssen sich auch für die Toilette aufraffen
  7. 7Typische Verläufe der DepressionTypische Verläufe der Depression
  8. 8Verläufe unipolarer depressiver StörungDysthymie = Niedergeschlagenheit, die recht lange hält, aber nicht so schlimm wie DepressionVerläufe unipolarer depressiver Störung
  9. 9DSM-5 Major DepressionAuftreten von mindestens 5 der folgenden Symptome während derselben 2-Wochen-Periode mit einer Änderung des zuvor bestehenden Funktionsniveaus.
    - Mindestens eines der Symptome ist: depressive Verstimmung oder Verlust an Interesse oder Freude (Kardinalsymptome)
    - deutlicher Gewichtsverlust ohne Diät oder Gewichtszunahme
    - Insomnie oder Hypersomnie an fast allen Tagen
    - psychomotorische Unruhe oder Verlangsamung
    - Müdigkeit oder Energieverlust
    - Gefühl von Wertlosigkeit oder übermässige bzw. unangemessene Schuldgefühle
    - Denk oder Konzentrationsstörungen
    - wiederkehrende Gedanken an den Tod
    - klinisch bedeutsames subjektives Leiden oder Beeinträchtigung in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen
    - Ausschluss von Substanzeinfluss oder eines medizinischen Krankheitsfaktors als Ursache
    - keine bessere Erklärung der Symptomatik durch eine Schizophrenie bzw. schizoaffektive, schizophreniforme oder wahnhafte Störung bzw. durch eine andere Störung des Schizophrenispektrums
    - Ausschluss einer manischen oder hypomanen Episode in der Vorgeschichte
  10. 10Organische und Substanz-bedingte Depression = wichtige Differentialdiagnose- Depression als Folge anderer Erkrankungen
    => Schilddrüsenerkrankungen
    => Niereninsuffizienz
    => Infektionen
    => Hirnerkrankungen
    => Substanzmissbrauch
    => Medikamentöse Nebenwirkungen
    - Konsequenzen
    => Bei Depressionen immer körperliche Ursachen ausschliessen
    => Immer Therapie der Grunderkrankung
  11. 11Erkennen einer Depression häufig erschwert da...Patienten häufiger über physische Beschwerden berichten
    => Aktives Nachfragen nach Depressionssymptomen erforderlich! Insbesondere wenn aktuell belastenden Lebensereignissen, mangelnder soziale Unterstützung oder Depression in Vorgeschichte oder Familie.
  12. 12Patient Health Questionnaire-9 (PHQ-9)Screeningverfahren mit nur 9 Items
    => keine Diagnose sondern nur Verdacht
    Bekanntes und häufig eingesetztes Selbsteinschätzungs-Instrument
  13. 13Depression im Alter- Ca. 25% aller über 75-Jährigen leiden mindestens unter leichten depressiven Episoden
    - Diagnostik: gleich wie bei jüngeren Personen (gibt keine Altersdepression)
    - Häufig bei chronischen körperlichen Erkrankungen und psychosozialen Belastungen wie Verarmung, Isolation, Aufgabe der vertrauten Wohnumgebung, Verlust von Angehörigen
    - Diffentialdiagnostik u.a. von hirnorganischen Erkrankungen wichtig, aber auch schwierig
    => Prävalenz der Depression bei der Alzheimerdemenz beträgt bis zu 50%
    => Depression auch Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz
  14. 14Diagnostische Unterscheidung Demenz und Depression Gemeinsame Symptome- Antriebsstörung
    - sozialer Rückzug
    - Ermüdbarkeit
    - subjektive Überforderung
    - Schlafstörungen
    - Appetit- und Gewichtsverlust
    - Reizbarkeit
    - Angst und Unsicherheit
    - kognitive Störungen
  15. 15Diagnostische Unterscheidung Demenz und Depression UnterschiedeDiagnostische Unterscheidung Demenz und Depression Unterschiede
  16. 16Epidemiologie der Depression- Eine von fünf Personen (20%) erkranken im Verlauf ihres Lebens an einer Depression
    - Volkskrankheit: Depressionen werden bis 2030 die grösste Krankheitslast in den Industrienationen verursachen - noch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    - Frauen : Männer = 2 : 1
    - Rezidivrate > 50% (je mehr Episoden desto häufiger weitere Episoden)
  17. 17Hohe Komorbidität- 51,1% der Angststörungen sind komorbid
    - 38,1% der Substanzstörungen
    - 57,1% der affektiven Störungen
    - 47,0% der somatoformen Störungen
  18. 18Ersterkrankungsalter Depression- Depressionen sehr selten vor dem 12. LebensjahrErsterkrankungsalter Depression
  19. 19Depression und Suizidalität- Depressive Störungen stellen die häufigste psychische Ursache für Suizide dar!
    - Das Suizidrisiko ist bei depressiv Erkrankten etwa 30-Mal höher als in der Allgemeinbevölkerung
    => Suizidalität muss höchsten Stellenwert im Umgang mit depressiven Menschen haben
    => Nur eine direkte Thematisierung ermöglicht eine valide Abschätzung gegenwärtiger Suizidalität!
  20. 20Mythos! Wenn man jemanden auf Suizidgedanken oder –pläne hin anspricht, bringt man ihn erst auf die Idee, sich umzubringen Erfragen von Suizidgedanken oder -plänen- Haben Sie in letzter Zeit daran denken müssen, nicht mehr leben zu wollen?
    - Konnten Sie diese Gedanken beiseiteschieben?
    - Haben Sie konkrete Ideen, wie Sie es tun würden?
    - Haben Sie Vorbereitungen getroffen?
    - Gibt es etwas, was Sie davon abhält?
    - Haben Sie jemals einen Suizidversuch unternommen?
    - Hat sich in Ihrer Familie oder Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis schon jemand das Leben genommen?
  21. 21Die Interpersonelle Theorie suizidalen Verhaltens nach Joiner 3 Dimensionen- Fehlendes Zugehörigkeitsgefühl
    - Wahrnehmung eine Belastung für andere zu sein
    - erworbene Suizidfähigkeit
    => Erhöhte Schmerztoleranz
    => Furchtlosigkeit vor dem Tod
    => Habituationserfahrungen
  22. 22Wichtigste Risikofaktoren / Hinweise auf Suizidalität- Früherer Suizidversuch
    - Konkreter Suizidplan / Vorbereitung suizidaler Handlungen
    - Zuganz zu tödlichen Mitteln
    - Soziale Isolation (auch kürzlicher Verlust von Beziehungen)
    - Eindruck eine Last zu sein
    - Hoffnungslosigkeit
    - Suizidversuche im eigenen Umfeld/ in der Familie
    => Sichere Voraussage von Suizid nicht möglich
  23. 23Sterblichkeit durch vorsätzliche Selbstbeschädigung nach Altersgruppen und Geschlecht= in absoluten Zahlen im hohen Alter am häufigsten
    = im relativen Zahlen bei 15-25 Jahren am häufigsten
    = Männer viel häufiger als Frauen
  24. 24Attempted Suicide Short Intervention Program ASSIP Wichtigste Elemente- Programm für Personen, welche bereits einen Suizidversuch hinter sich haben.
    - Narratives Interivew, um Hintergründe und Abläufe der suizidalen Krise aufzudecken und eine Beziehung aufzubauen.
    - Video-Exposition (wird auf Video aufgezeichnet und dem Pat gezeigt.)
    - Klärung der Muster, die zur suizidalen Krise führen / Notfallplan
    - Regelmässige Briefe über zwei Jahre
    Laut Studie ziemlich effektiv (nur 8% Suizidversuche in 24 Monaten, Kontrollgruppe 27%)
  25. 25Serotonin-Hypothese- 80% der Bevölkerung glauben, dass die Ursache der Depression ein chemisches Ungleichgewicht in Neurotransmittern ist
    - Obwohl widerlegt, bleibt die Serotonin-Hypothese einflussreich
  26. 26Serotonin-Hypothese SSRI- 1970er Jahre: Aufkomen von Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
    - Hemmen Wiederaufnahme von Serotonin an den Synapsen und sorgen so für eine höhere Konzentration im Gehirn
    - Aus der beobachteten Wirkung lag es nahe, Depression als Serotoninmangel zu verstehen
    - Inzwischen wird auch die Überlegenheit von SSRIs gegenüber Placebos bei leichten und mittelgradigen Depressionen bezweifelt
    - Geschichte der Psychopharmaka bei Depression führt immer wieder von einer Euphorie zum Kater
  27. 27Anmerkung zur Doku SSRI- Annerkennung der Depression als Krankheit v.a. auch dank biologischer Sicht
    - Depression als Gehirnstörung entstigmatisiert
    - Antidepressiva wirken nicht einfach nicht, sondern sie wirken, aber bei leichten und mittelgradigen Depressionen mind. so gut wie Placebo
  28. 28Vorteil Antidepressiva vs. Placebo in Abhängigkeit der Depressionsschwere GrafikVorteil Antidepressiva vs. Placebo in Abhängigkeit der Depressionsschwere Grafik
  29. 29S3-Leitlinien zur Behandlung der unipolaren DepressionS3-Leitlinien zur Behandlung der unipolaren Depression
  30. 30Einfluss des Erkärlungsmodells für Depressionen a) Biochemisches Ungleichgewicht b) Biopsychosoziale UrsachenErgebnisse: bei biochemischer Erklärung (a)...
    => geringe Selbststigmatisierung
    - geringere Erwartung, dass Psychotherapie nützt
    Einfluss des Erkärlungsmodells für Depressionen a) Biochemisches Ungleichgewicht b) Biopsychosoziale Ursachen
  31. 31Strategien zur Reduktion von Stigmatisierung öffentliches und selbst StigmaÖffentliches Stigma:
    - Aufklärung / Wissen vermitteln über psychische Störungen / negative Medienberichte kontern
    - Kontakt herstellen / Begegnungen ermöglichen / Kennenlernen von Menschen mit psychischen Problemen
    Selbststigma
    - Empowerment: Selbsthilfe und Partizipation stärken, z.B. in Selbsthilfegruppen/-organisationen/ Peer Support
    - In Interventionen Selbststigmatisierung hinterfragen
  32. 32Multifaktorielle, bio-psycho-soziale Erklärungsmodelle allgemeinMultifaktorielle Erklärungen haben den Nachteil, dass sie komplexer sind als einfachere Modelle, aber abgesehen von ihrer grösseren Richtigkeit, haben sie den Vorteil, dass sie ein therapeutisches Ansetzen an mehreren Stellen erlauben.
  33. 33Vulnerabilitäts-Stress-Modell nur kurz überfliegenVulnerabilitäts-Stress-Modell nur kurz überfliegen
  34. 34Bio-psycho-soziales Modell Depressive Episode mit postpartalem Beginn- 50-70% aller Frauen sind um den 3. - 5. Tag post partum vom "Babyblues" betroffen
    - Nicht pathologisch; auf physiologische Hormonumstellung zurückzuführen (z.B. Östrogenabfall)
    - Nach 2-3 Tagen klingt die Symptomatik von selbst ab
    - Ca. 10% aller Frauen entwickeln eine depressive Episode mit postpartalem Beginn
  35. 35Bio-psycho-soziales Modell Depressive Episode mit postpartalem BiologischHormonelle Veränderungen nach Entbindung (Östrogenabfall); biochemische Veränderungen im Körper aufgrund von gestörtem Schlaf; körperlichen Mangelerscheinungen aufgrund von Blutverlust bei Geburt; Blutzuckerschwankungen, weil kein fester Tagesablauf mit regelmässigem Essen.
  36. 36Bio-psycho-soziales Modell Depressive Episode mit postpartalem PsychologischRollen und Beziehungsveränderungen (Identität, Neudefinition von Beziehungen, Abschied von der eigenen Kindheit/Schwangerschaft), Persönlichkeit (Perfektionismus, selbstaufopfernd), eigene Erfahrungen (z.B. Verluste, Traumata).
  37. 37Bio-psycho-soziales Modell Depressive Episode mit postpartalem SozialFehlende Unterstützung, Einsamkeit (z.B. Wegfall von sozialen Kontakten), Paarprobleme (z.B. Partner fühlt sich ausgeschlossen), belastende Begleitumstände (z.B. alleinstehend), Schwerarbeit Kinderbetreuung, gesellschaftliche Erwartungen (grosse Ansprüche, wenig Spielraum; glückliche, schlanke Mutter mit Bilderbuchkarriere)
  38. 38Auch gesellschaftliche, soziale Faktoren führen zu einer Nicht-Befriedigung wichtiger Bedürfnis Studie Holland sozialer ZusammenhangMehrere Längsschnittstudien zeigen, dass Faktoren des sozialen Zusammenhalts in der Nachbarschaft (Sicherheit, Vertrauen, positive soziale Beziehungen, Hilfe für andere und das Fehlen von Kriminalität und Gewalt) bei jungen Erwachsenen mit weniger depressiven Symptomen verbunden sind.
  39. 39Auch gesellschaftliche, soziale Faktoren führen zu einer Nicht-Befriedigung wichtiger Bedürfnis Studie USA EinsamkeitDie wahrgenommene soziale Isolation sagt bei 50 bis 68-jährigen die depressive Symptomatik Jahr für Jahr voraus, nicht aber umgekehrt. Der zeitliche Zusammenhang kann nicht auf demografische Variablen, Stress oder Negativität zurückgeführt werden.
  40. 40Auch gesellschaftliche, soziale Faktoren führen zu einer Nicht-Befriedigung wichtiger BedürfnisEntfremdung von intrinsischen Werten/Bedürfnissen, u.a. sozialen Werten aufgrund von verstärktem Materialismus
  41. 41Vermeidungsschemata bei DepressionVermeidungsschemata bei Depression
  42. 42Verstärkerverlust- Wegfall von Mitteln zur Bedürfnisbefriedigung durch Veränderungen in der Umwelt, Verlust von Fähigkeiten (z.B. Alter, Krankheit)Verstärkerverlust
  43. 43Verstärker-Verlust-Theorie nach Lewinsohn Unterschiedlihce Ursachen für niedrige Gesamtrate potenzieller Verstärker1. Geringe Anzahl und niedrige Qualität potenziell verstärkender Ereignisse und Aktivitäten
    (z.B. aufgrund schlechter sozioökonomischer Bedingungen oder altersspezifischer Prozesse wie z.B. Isolation im höheren Alter)
    2. Mangelnde Erreichbarkeit bzw. Verfügbarkeit von Verstärkern
    (beeinflusst durch verschiedene situative und temporäre Merkmale, z.B. bei Scheidung, Arbeitsplatzverlust, Umzug)
    3. Defizitäres Verhaltensrepertoire, das mit einer niedrigen Verstärkungsrate zusammenhängt
    (z.B. mangelnde soziale Kompetenz)
  44. 44Das kognitive Modell der Depression ach BeckDas kognitive Modell der Depression ach Beck
  45. 45Belastende Kindheitserfahrungen und chronische Depression- Adverse Childhood Experiences (ACE) = Emotionaler, körperlicher und sexueller Missbrauch, Vernachlässigung, Gewalt zwischen den Eltern, kriminelles Verhalten und/oder Substanzmissbrauch der Eltern
    - 50-60% der Patienten mit einer depressiven Störungen berichten über ACE
    - Frühkindliche Traumata bei chronischen Depressionen besonders häufig
  46. 46Zwei Grundannahmen über die Psychopathologie chronisch Depressiver 1. Grundannahme1. Grundannahme:
    - Aufgrund früher traumatisierender Beziehungserfahrungen erwarten chronisch Depressive von Menschen nichts Gutes (sie sind misstrauisch, ziehen sich zurück)
    - Sie bauen eine «interpersonelle Mauer» zwischen sich und der Umwelt auf und entkoppeln ihre Wahrnehmung von der Umwelt
    - Infolgedessen fehlt ihnen zunehmend das Bewusstsein dafür, dass ihr Verhalten Konsequenzen auf das Verhalten der Umwelt hat und dass ihr dysfunktionales Verhalten letztlich dazu führt, dass sie sich immer wieder als hilflos, erfolglos und abgewiesen erleben
  47. 47Zwei Grundannahmen über die Psychopathologie chronisch Depressiver 2. Grundannahme2. Grundannahme:
    - Bezugnehmend auf Piagets Entwicklungstheorie nimmt McCullough an, dass der kognitiv-emotionale Zustand chronisch Depressiver präoperatorisch und somit vergleichbar mit Kindern zwischen vier und sieben Jahren ist:
    => Ich-zentrierte Sicht von sich und anderen (Egozentrismus)
    => Mangel an authentischer interpersoneller Empathie (Soziales Empathie-Defizit)
    => Monologisierende verbale Kommunikation
    => Denkprozesse werden kaum durch die Denkweise und Logik von Gesprächspartnern beeinflusst
    => Als Ursache sieht McCullough entweder das Nichterreichen weiterer Entwicklungsschritte durch die frühe Traumatisierung und/oder die anhaltende Belastung durch die Depressivität
  48. 48Bipolare Affektive Störungen DSM-5- Bipolar-I: Mind. eine Episode Manie (depressive Episode nicht zwingend notwendig)
    - Bipolar-II: Keine der Episoden Manie ("nur" hypomanische Episode)
    - Zyklothymia: mind. 2 Jahre Stimmungsinstabilität (Hypomanie - leichte Depression)
    Bipolare Affektive Störungen DSM-5
  49. 49Biopolare Störungen in ICD 11- Episodisch auftretende affektive Störung, die durch das Auftreten einer oder mehrerer Episoden definiert ist
    - Obwohl die Diagnose bereits bei einer einzigen manischen Episode gestellt werden kann, wechseln sich im Verlauf der Störung typischerweise manische Episoden mit depressiven Episoden ab
    Neu: Separierung in Bipolar-I-Störung und Bipolar-II Störung
  50. 50HypomanieA. Abnormes Ausmass gehobener/gereizter Stimmung (mind. 4 aufeinanderfolgende Tage)
    B. Mind 3 der folgenden Merkmale:
    - Gesteigerte Aktivität oder motorische Ruhelosigkeit
    - Gesteigerte Gesprächigkeit
    - Konzentrationsschwierigkeit oder Ablenkbarkeit
    - Vermindertes Schlafbedürfnis
    - Gesteigerte Libido
    - Leichtsinniges/verantwortungsloses Verhalten
    - Gesteigerte Geselligkeit oder übermässige Vertaulichkeit
  51. 51ICD-11: Manische EpisodeExtremer Stimmungszustand, der mindestens eine Woche dauert, sofern er nicht durch eine therapeutische Intervention verkürzt wird, und durch Euphorie, Reizbarkeit oder expansives Verhalten gekennzeichnet ist, sowie durch erhöhte Aktivität oder subjektive Erfahrung erhöhter Energie, begleitet von anderen charakteristischen Symptomen wie
    - Gesteigerte Aktivität oder motorische Ruhelosigkeit
    - Gesteigerte Gesprächigkeit
    - Ideenflucht oder Gedankenrasen
    - Verlust normaler sozialer Hemmung
    - Vermindertes Schlafbedürfnis
    - Überhöhte Selbsteinschätzung oder Grössenwahn
    - Ablenkbarkeit oder andauernder Aktivitätenwechsel
    - Tollkühnes oder rücksichtsloses Verhalten, gesteigerte Libido oder sexuelle Taktlosigkeit
  52. 52Bipolare Affektive Störungen - FaktenBipolare Affektive Störungen - Fakten
  53. 53Bipolare Störung - Ätiologie I Bio-psycho-soziales Modell nach Meyer und HautzingerBipolare Störung - Ätiologie I Bio-psycho-soziales Modell nach Meyer und Hautzinger
  54. 54Bipolare Störung - Ätiologie II Fokus auf Teufelskreis Verhalten => Gefühl => GedankenBipolare Störung - Ätiologie II Fokus auf Teufelskreis Verhalten => Gefühl => Gedanken
  55. 55Pharmako-Therapie 1. Phase Stimmungsstabilisatoren- Lithium und Epileptika
    - Bringen Manie schneller zum Abklingen und Senken das Risiko erneuter Episoden um ca. 20% (Effekt auf manische Phasen besser als auf depressive Phasen)
    - Reduzieren das Suizidrisiko
    - Leider viele Nebenwirkungen (u.a. Gewichtszunahme, Übelkeit, Tremor)
    Pharmako-Therapie 1. Phase Stimmungsstabilisatoren
  56. 56Pharmako-Therapie 2. Phase Neuroleptika- Wirken auch stimmungstabilisierend
    - Werden auch bei Frühwarnzeichen akut eingesetzt (z.B. wenn Betroffene keinen Schlaf mehr brauchen)
    Pharmako-Therapie 2. Phase Neuroleptika
  57. 57Koginitve Verhaltenstherapie der bipolaren Störung Ziele- Frühwarnzeichen der Auslöser der Krankheitsphasen kennenlernen
    - Achtsamkeit im Umgang mit den Medikamenten erhöhen
    - Aufbau eines regelmässigen Lebensrhythmus
    - Schlafverhalten verbessern
    - Stressbewältigung
    - Problemlösefähigkeiten trainieren
    - Zwischenmenschliche Beziehungen im persönlichen sozialen Netzwerk verbessern
  58. 58Frühwarnsymptome und NotfallplanFrühwarnsymptome und Notfallplan

Información

Descripción
El usuario ha eliminado su información de asignaturas Fichas sobre 4. Affektive Störungen I & II, creado por Usuario eliminado el 23/01/2024.
Creado por
Usuario eliminado · ene 2024
Actualizado
15 feb 2024
Visitas
6
Historial
  • Creado por Alper Aticioglu · 23 ene 2024
  • Copiado por Alper Aticioglu · 23 ene 2024
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