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Biwi05 Fragenkatalog

Robin Pietsch Alemán 5,0Valoración media 5,0 de 5 (2 valoraciones) 200 fichas 1.949 visitas

Biwi05 Fragenkatalog

Fichas del conjunto (200)

  1. 1Was soll, was kann Schule leisten?A: Explizite, konkret einsehbare Aufgaben: Lehren, Erziehen, Beurteilen, Beraten, Innovieren
    B: Implizite, durch Analyse erfassbare Funktionen des Bildungssystems für die Gesellschaft, soz. Distinktion
  2. 2Welche Funktionen von Schule nach Fend werden in der Karikatur angesprochen?Allokationsfunktion,
    Qualifikationsfunktion
    Welche Funktionen von Schule nach Fend werden in der Karikatur angesprochen?
  3. 3Konflikt zwischen welchen Bildungssystemen nach Fend?- Bildungssystem und Ökonomisches System
  4. 4Was ist das Rüttelsieb der Gesellschaft?Allokationsfunktion
  5. 5Welche Funktion von Schule gehört nicht zu denen von Fend?kustodiale Funktion
  6. 6Wählen Sie alle Funktionen von Fend- Enkulturation
    - Qualifikation
    - Allokation
    -Integration
  7. 7Gesellschaft aus Strukturfunktionalistischer Sicht nach FendGesellschaft aus Strukturfunktionalistischer Sicht nach Fend
  8. 8Reproduktion von Normen zur IdentitäsbildungIntegrationsfunktion
  9. 9Welche Sozialisationsinstanzen werden nach DURKHEIM, HURRELMANN beschrieben?Familie = PRIMÄRE Sozialisationsinstanz
    individ. Qualifikationsfunktion:
    Wissensvermittlung als Grundlage
    individueller Daseinssicherung
    Schule = SEKUNDÄRE Sozialisationsinstanz
    gesellschaftl. Qualifikationsfunktion:
    Bereitstellung vom Wirtschaftssystem
    benötigter Qualifikationen
  10. 10Sortiere folgende Personen. Beginne mit dem Ältesten: Sokrates, Pindar, Heraklit, Platon- Heraklit (540 – 480 v. Chr.)
    - Pindar (522 – 445 v. Chr.)
    - Sokrates (470 – 399 v. Chr.)
    - Platon (428 – 348 v. Chr.)
  11. 11Sortiere folgende Personen. Beginne mit dem Ältesten: Cicero, Isokrates, Protagoras, Quitilian-Protagoras (485 – 420 v. Chr.)
    - Isokrates (436 – 338 v. Chr.)
    - Cicero (106 – 43 v. Chr.)
    Quintillan (35 – 100 n. Chr.)
  12. 12Nenne die Philosophen des Septem Artes Liberales!- Protagoras
    - Isokrates
    - Cicero
    - Quitilian
  13. 13Heraklit(ca. 540-480)
    „Viel Wissen lehrt nicht, Verstand zu haben“
    -> Relevantes Wissen ist der Logos (allumfassend wichtige Wahrheit), der für alle gültig und THEORETISCH über philosophisch geschultes kritisches Denken allgemein zugänglich ist.
    -> Intellektuelle vs. Ungebildete
  14. 14Pindar(522 – 445 v. Chr.)
    „Weise ist, wer vieles sieht und erkennt aus seiner Natur. Im Gegensatz zu jenen, die alles erlernt haben – jedoch nichts erkennen.“
    -> Genetischer Determinismus,
    denn jenseits des nur erlernten Wissens gibt es ein anderes, wertvolleres, “eigentliches” Wissen von Natur (phyá), das nur die Besten (aristoi) unmittelbar durch göttliche Eingebung erhalten haben
    -> Geburtsadel vs. gemeines Volk
  15. 15PROTAGORAS(485-420)
    Bildung benötigt Befähigung (zur Teilhabe am gesellschaftl. Leben) und v.a. Tüchtigkeit (d.h. Erwerb rhetorischer, juristischer und politischer Kompetenz)
    -> Aufbau eines enzyklopädischen Kanons (septem artes liberales)
  16. 16ISOKRATES(436-338)
    Verbindung sophist. Unterricht (natürl. Anlagen (Natur) + eigene Tüchtigkeit (Übung) + Erziehung) mit sokrat. Bildungsanspruch
    -> Redner: Inhaltl. Verstehen + richtige Sprachl. Darstellung
  17. 17CICERO(106-43vChr)
    Anknüpfen an Isokrates unteilbare Unterweisung (doctrina), die sowohl zur Gelehrsamkeit als auch zur Beredsamkeit führt
    -> vollkommene Redner (Lehrer) und gebildeter Mensch (Schüler) in einem
  18. 18QUINTILIAN(35-100 n.Chr)
    Überhöhung Ciceros Ansatz
    NUR ein moralisch „guter“ Mensch kann ein guter Redner werden
  19. 19Ordne Philosophen der griechischen Antike nach ihrem Alter.HERAKLIT (540 – 480 v. Chr.)
    PINDAR (522 – 445 v. Chr.)
    PROTAGORAS (485 – 420 v. Chr.)
    SOKRATES (470 – 399 v. Chr.)
    ISOKRATES (436 – 338 v. Chr.)
    PLATON (428 – 348 v. Chr.)
    CICERO (106 – 43 v. Chr.)
    QUINTILIAN (35 – 100 n. Chr.)
  20. 20Was gehört zu den Kompetenzen nach Protagoras für individuelle Tüchtigkeit?- Erwerb rhetorischer, juristischer und politischer Kompetenz
  21. 21SOKRATES(470-399)
    „Bildung“ durch kritische Philosophie
    -> besser meint auch MORALISCH besser
    Erziehungsgedanke
  22. 22PLATON(428-348): Fortsetzung Sokrates‘
    konzentriert sich auf Problem der Erziehung und Theorie der Bildung (=innerer Prozess, der auf individueller Einsicht beruht – Vgl. Höhlengleichnis)
  23. 23Ein Klosterschüler im Mittelalter durchläuft nach seiner Aufnahme in die Schule einen Kurs, der sich am Konzept des Septem Artes Liberales orientiert. Den Grundkurs hat er bereits erfolgreich absolviert. Welches der nachfolgend genannten Fächer muss er im Aufbaukurs absolvieren?- Astronomie
  24. 24Das Konzept der „septem artes liberales“ hat eine weitreichende Tradition Welcher Autor gehört zur Traditionslinie der septem artes?- Cicero
  25. 25Was gehört zum Inhalt des Septem artes liberales?-Rhetorik
    -Grammatik
    -Dialektik
    -Arithmetik (Numerik)
    -Astronomie
    -Harmoneia (Musik)
    -Geometrie
  26. 26Septem artes liberales Woran orientiert sich der Prozess der Wissensaneignung?-am Inhalt
  27. 27Was versprechen die Sophisten von ihrem Unterricht?Erfolg in der Karriere
    "vom ersten Tag machen wir euch besser"
  28. 28Scholastik= abwertender Begriff für die Gesamtheit der mittelalterlichen Theologie und Philosophie als erstarrte Gelehrsamkeit und „falsches“(totes) Wissen; Realienstreit
  29. 29PETRARCA(1304-1374)
    - Frühhumanismus
    Humanistisches Bildungsideal:
    -sprachlich-kritische Bildung (klass. Latein, Griechisch, Hebräisch) entspricht „richtigem“ Wissen und führt schließlich zur „humanitas“
  30. 30LUTHER(1483-1546)
    - Reformation
    Kirche untersteht weltl. Obrigkeit (Schule)
    -setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch lesen können sollte Unterricht & Bildung für alle
  31. 31MELANCHTHON(1497-1560)
    - Reformation
    wird Schul-,Unterrichts-, Universitätsreformer
    -> humanistisches
    Studienprogramm:
    septem artes liberales + Poesie + Geschichte + Griechisch + Mathematik
  32. 32Welches gemeinsame Ziel verfolgen Petracra, Luther und Melanchthon?Bildung ist Selbstzweck und dient der Vervollkommnung des freien und für sich selbst verantwortlichen Menschen (neues Menschenbild),
  33. 33Unterschied: Humanismus -ReformationHumanismus: Neugestaltung der Schule
    Reformation: allgemeine Bildung und geordneter Unterricht für alle
  34. 34Welches Ziel verfolgt die Nützlichkeitspädagogik?Bevorzugung von Naturwissenschaft, Praktischem, Muttersprache, Französisch (weniger Latein!)
  35. 35Christian Wolff(1679-1754): Vorlesungen in deutscher Sprache starke Betonung der „Nützlichkeit“
  36. 36Johann Bernhard BASEDOW(1724-1790): Vertreter der Philanthropie (allgemein menschenfreundliches Denken und Verhalten) – Suche nach Nützlichkeit und Brauchbarkeit des einzelnen für die Gesellschaft,
    sowie Glückseligkeit und Patriotismus
  37. 37Basedow welche Philosophie bzw. was war der Begriff, den er prägte?-Glückseligkeit
  38. 38Was gehört zum Erziehungsstil nach Basedow?-Patriotismus
  39. 39Welches Ziel verfolgte der Neuhumanismus?- Weimarer Klassik
    Bildung als zweckfreie Bildung, Bildung als Wertbegriff
  40. 40Johann Joachim WINCKELMANN1717-1768): Kritik an Nützlichkeitswahn, sondern Rückorientierung auf Antike
  41. 41Christoph Martin WIELAND(1733 - 1813): umfassende Bildung (auch durch das Leben) wichtig; verfasst ersten Bildungsroman
  42. 42Johann Gottfried HERDER(1744-1803): einziger Daseinszweck des Menschen ist die Bildung der Humanität
  43. 43Johann Wolfgang von GOETHE(1749 - 1832)
    Bildung erhebt Mensch zu dem, was er sein soll (Ziel: harmonische Bildung der Persönlichkeit + Vollendung der Humanität durch Vollentfaltung)
  44. 44Friedrich SCHILLER(1759-1805)
    Bildung verstärkt den menschlichen Anspruch eine Gottheit zu sein
  45. 45Wilhelm von HUMBOLDT(1767 - 1835)
    „Der wahre Zweck des Menschen [...] ist die höchste und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen.“ (Voraussetzung: FREIHEIT)
    -> Ziel: Persönlichkeitsbildung durch Individualität)
  46. 46Das Humboldtsches Gymnasium war wodurch geprägt?Erstarrung zur altsprachlichen Wissevermittlungsindustrie
    o Ideal der Persönlichkeitsbildung schulisch schwer erreichbar
    o Wiederaufleben des Dominanz des Lateinischen
    o „Lob des Paukens“: Bildung verbunden mit Berechtigungen im gesellschaftlichen System (Distinktion zwischen Gebildeten und Ungebildeten)
  47. 47Idee von klassischer Bildung… Wer war der Repräsentant?- Humboldt
  48. 48Saul B. ROBINSOHN (1916-1972):Bildung = Vorgang
    - indem zukünftige Lebenssituationen analysiert
    - benötigte Qualifikationen festgelegt
    - und anschließend Curriculum-Elemente entwickelt werden
    -> Schlüsselqualifikation
  49. 49Friedrich Ebert-Stiftung 2012einheitlicher Bildungskanon in pluralen Gesellschaften nicht mehr mgl, ABER: nötig!
  50. 50MINT-Bildung:unverzichtbarer Bestandteil des Bildungskanons (für verantwortungsbewussten Umgang mit neuen Technolog.)
  51. 51Grundkonflikt: griechische AufklärungKarriere vs. Ethik
  52. 52Grundkonflikt: Frühhumanismusscholastische Gelehrsamkeit vs. sprachlich-literarischer Bildung
  53. 53Grundkonflikt: NeuhumanismusErziehung zu gesellschaftlicher Nützlichkeit vs. Bildung zur Menschlichkeit
  54. 54Grundkonflikt: Hochmittelalternicht dazugehörig
  55. 55Worauf zielt Erziehung in erster Linie?Einsicht
  56. 56Nenne einen Vertreter und die Ideologie des Anlagendeterminismus.Erziehung als störender Eingriff in die naturgemäße Entwicklung, z.B. ROUSSEAU
  57. 57Heute Sicht auf Erziehung?Mensch als (relativ) autonomes Handlungsteuerungszentrum
    -> kann mit Umwelt in Kontakt treten und interagieren
  58. 58August Hermann FRANCKE(1663-1727):
    -> Erziehung gegen Pauperismus und soziale Verwahrlosung
    -> schwarze Pädagogik“: durch Erziehung den Willen des Kindes brechen und manipulieren durch:
    -äußere Aufsicht
    -Zucht und Übung
    -Erweckung der Herzen
  59. 59Johann Friedrich HERBART(1776 – 1841)
    „erziehender Unterricht“
  60. 60sokratischplatonische Sicht auf Erziehung?Erziehung zu moralischer Autonomie
    Gewissensbildung durch Mäeutik, indirekt angeleitet, aber keine direkte Werteübernahme
  61. 61Johann Amos COMENIUS(1592 – 1670):
    ALLE sollen ALLES wissen, um Welt in ihre Grundordnung zurückzuführen
    Mensch ist das Werkzeug Gottes für die Instandsetzung der Welt
  62. 62Jean Jaques ROUSSEAU(1712-1778):
    Fortschritt als moralischer Fortschritt
    Erziehungsmächte:
    - Natur („natürliche“ Entwicklung),
    - Dinge (durch Sacherfahrung),
    - Menschen (im soz. Lernen)
  63. 63Vier Schriften Rousseau:- Wissenschaft& Technik verderben den Menschen
    - Eigentum= wahrer Grund für pol. Ungleichheit
    - Vom Gesellschaftsvertrag“1762
    - ursprüngliche Güte des Menschen schützt
  64. 64Immanuel KANT1724-1804):
    Erziehung richtet sich auf wollenden und könnenden Menschen, wobei die INNERE Sittlichkeit steht
    -> Ziel: moralische Autonomie, da wir selbst nach einer Lösung suchen, die wir durch unsere Vernunft vertreten können
  65. 65Reihenfolge des Wirkens nach Jahren: Francke, Herbert, Comenius-Comenius (1592 – 1670)
    -Francke (1663 – 1727)
    - (Rousseau 1712 - 1778))
    - (Kant (1724-1804))
    -Herbart (1776 – 1841)
  66. 66Erziehender Unterricht: Wissensvermittlung und Erziehung Allen alles lehren, damit die Welt heil werde Erziehung + moralisches Ich Gott zu Ehre und den Mitmenschen zum Nutze Erziehung zur Moralität trotz korrumpierender Zivilisation-Herbart
    -Comenius
    -Kant
    -Francke
    -Rousseau
  67. 67Was gehört zu der Erziehungsaufgabe laut Francke?Brechung der „natürlichen bösen Willens“
  68. 68Ziel der Erziehung im 19. Jahrhundert?Erzeugung einer nationalistischen loyalen Untertanenmentalität (Land, Erziehung, Heim!) durch:
    - Volksschule: Bildungsbegrenzung
    - Gymnasium: zunehmende Dominanz des Lateinischen, Trennung von Lebenswelt und „Bildung“ (Schülerselbstmorde)
  69. 69Vertreter und Ziel der ReformpädagogikMONTESSORI, STEINER, PETERSEN
    zielt auf Reform des Unterrichts, der Schule, des Lebens ab
    - weniger Wissens-, mehr Verantwortungsvermittlung
  70. 70Erziehung im 20. Jahrhundert?„Triumph des Willens“ gegenüber der intellektuellen Bildung
  71. 71Was muss ein Schüler machen/haben/sein um an einer Fürstenschule aufgenommen zu werden?-alle Schichten
    -nur evangelische männliche Landeskinder
    -individuelle Aufnahmeprüfung
  72. 72Melanchthon war als enger Mitarbeiter von Luther einer der wichtigsten Schulreformer der Reformationszeit. In seiner Nürnberger Schulrede legte er die Ziele humanistischer Bildung dar. Welches Ziel nannte er?-fachliche Befähigung von Führungskräften
  73. 73Entwicklung protestantischer Gelehrtenschulen-Melanchthon:
    1525 - Eisleben 1526 - Nürnberg 1528 - kursächsische Schulordnung
    Bugenhagen:
    1528 - Braunschweig
    1529 - Hamburg
    1531 - Lübeck
    1542 - Schleswig
    Sturm:
    1539 - Straßburg
    1538 - Hornbach
    1562 - Launigen
    Brenz:
    1560 - Würtemberg
  74. 74Kurfürst Moritz von Sachsen- Verankerung eines staatlich finanzierten Schulwesens
    - Entstehung neuer Schultyp „Fürstenschule“
  75. 75Luther in der GelehrtenbildungEinrichtung neuer christl. Schulen
    Bildung und Unterricht für alle
    Forderung nach Literalisierung - Bibelübersetzung
  76. 76Melanchthon als Organisator des hochklassigen SchulwesensSchola private und Lateinschule gegründet
    Nürnberger Schulrede 1526 (Fachkräfte..)
  77. 77Inhalte des Kurssächsischen Schulplans (1528)3 Bestimmungen für Lateinschulen:
    Aufteilung in drei Klassen
    Unterricht in lateinischer Sprache
    Einhaltung durch Visitatoren
  78. 78Johann Friedrich Herbert(1776 - 1841)
    "erziehender Unterricht"
    - Innere Freiheit durch: Einsicht und Wille
    - Fundament durch Regierung, Zucht und Unterricht
    Klarheit, Assoziation, System, Methode
  79. 79Wodurch entstand ein relativ einheitliches Niveau der Schulabsolventen?Territoriale Schulordnung = Bildungsinhalte staatlich festgelegt (Kurfürstentum Sachsen - Visitationen und Handbücher zur einheitl. Belehrung von Pfarrern (kirchl.) und Lehrern (weltl.)
  80. 80Wer leitet eine Gegenreformation zum protestantischen Schulwesen?IGNATUS VON LOYOLA (1491 – 1556): jesuitisches Schulwesen (katholisch)
  81. 81Wer gründete erste Schulen für besondere Leistungen?Adam RIES (1492 – 1552): Rechenschulen in Erfurt und Riesa
  82. 82Die Modernisierung des Bildungswesens erhält in Preußen im ausgehenden 18. Jahrhundert entscheidende Impulse. Der Staat versucht als sekundärer Akteur die vollständige Kontrolle über das Bildungssystem zu gewinnen. Auf welche/n Bereich/e bezieht sich die Entwicklung der staatlichen Ordnungsinstrumente?- Kirche als Schulträger abgelöst, staatliche Genehmigung nötig
    - Erhöhung des allg. Standards
    3 Normen:
    - Schulorganisation
    - Personal
    - Inhalt
  83. 83Wo wurden Volksschullehrer Anfang des 19. Jahrhunderts ausgebildet?Lehrerseminare
  84. 84Die Modernisierung des Bildungswesens betraf auch die Lehrerbildung. Welchen Schulabschluss brauchte man bis etwa 1920 für den Zugang zum Lehrerseminar?-Volksschulabschluss
  85. 85Heutige LehrerbildungGymnasialisierung des Bildungssystems
    -> Lehrpläne aller Schulformen sollen an Ansprüche des Abiturs
    angeglichen werden
  86. 86Karl der Große hat im Frühmittelalter welchen Inhalt des Lehrplans an Domschulen verordnet / Was wird an Domschulen eingeführt?lesen und schreiben
  87. 87Rollenverständnis Schüler im 14. Jahrhundert?-Schüler als Aufnehmer
  88. 88Die Erfindung der Didaktik als Vermittlungswissenschaft zielt auf die Panorthosia Was bedeutet der Begriff?- Planmäßige Berichtigung der Welt
  89. 89Die Erfindung der Didaktik durch Rene DescartesDidaktische Grundlage: „komplexe Sachverhalte zerlegen und auf Einfaches zurückführen“
  90. 90Pestalozzi: "Wie Gertrud ihre Kinder lehrt"Jeder Mensch hat drei innere Kräfte (Kopf, Hand, Herz), die von sich aus nach Entfaltung streben und durch menschliche Kunst gelenkt werden können
  91. 91Maria MONTESSORI (1870-1952)o „Hilf mir, es selbst zu tun!“
    o Kein Tadel, keine Strafe v.a. selbstständiges, individuelles Lernen („Hand“ im Vordergrund)
  92. 92Im Dalton-Plan kommt durch Helen Parkhust eine neueArt der Pädagogik zu Tage. Wie wird sie genannt und umgesetzt?o Aneignungspädagogik
    o Stillarbeit, die Schüler selbstständig lösen und anschließend dem Lehrer geben (Abschaffung Frontalunterricht!)
  93. 93Worin findet der Bildungsföderalismus seinen Ursprung?- deutscher Zentralstaat traditionell schwach
    - zum Zeitpunkt der Entstehung der modernen Bildungssysteme im 19. Jhd. gab es nur deutsche Teilsaaten (kein deutscher „Zentral-“ Staat)
  94. 94Verlauf - Bildungsföderalismus?- eigene Bildungssysteme in den Ländern
    - einheitliches Reichs-Bildungssystem der Nazis galt nach `45 als „abschreckendes Beispiel“ der NS-Herrschaft
    - Anknüpfung an Entwicklungslinien vor `33
    - Wiedereinführung des (Bildungs-) Förderalismus in den Westzonen
    - Einführung eines zentral organisierten und ideologisch gesteuerten Bildungswesens in der SBZ / DDR
  95. 95Ziel der Föderalismusreform?Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung
  96. 96Textauszug mit Kurzbeschreibung über KMK (Gründungsjahr, Aufgabenbereiche,…) rausfinden, welche Aussagen falsch sind:- Sie entscheiden bis heute nicht einstimmig
  97. 97Arbeitsweise der KMK- Können nur Empfehlungen geben
    - ab 2/3 = Mehrheit
    - in wichtigen Fragen schließen Länder untereinander Staatsverträge ab
  98. 98Wichtige Staatsverträge- Düsseldorfer Abkommen (1955)
    - Hamburger Abkommen (1964)
    - Vertrag über die Vergabe der Studienplätze
  99. 99Worin lässt sich das dt. Schulsystem unterteilen?- nach Schulstufen
    - nach Schulformen
    - Trennung allgemeine und berufliche Bildung
    - Mehrgliedrigkeit SEK1
  100. 100Definitionen von Ziegler für Tagen, Hochbegabter, Experte- Talent: möglicherweise einmal Leistungsexzellenz
    -Hochbegabter: wahrscheinliche
    Leistungsexzellenz
    -Experte: bereits sichere Leistungsexzellenz
  101. 101Alfred Binet entwarf die erste Idee der Intelligenzmessung. Welche vier entscheidenden Faktoren spielen eine Rolle?- Frühes Einstiegsalter
    - spielerischer Zugang, systematisches Lernen
    - „deliberate Practice“: 10.000 Stunden (ein auf Verbesserung angelegtes, zielgerichtetes Üben 8ca. 10 Jahre))
    - angepasste, begünstigte Lernumgebungen
  102. 102Nach Galileo Galilei gibt es 3 wichtige Variablen für Leistungsexzellenz.- Motivation
    - Selbstvertrauen
    - günstiges Lernumfeld
  103. 103Nach Joseph Renzulli besteht Hochbegabung aus 3 Faktoren, die er im Three Ring Modell darstellt.- herausragenden Leistungen (intellektuelle Fähigkeiten)
    - Kreativität
    - Motivation
  104. 104Franz Mönks erweitert das Three-Rings-Modell um einige gesellschaftliche Faktoren. Um welche handelt es sich?- Familie
    - Freunde
    - Schule
  105. 105Die Buchstaben des WICS-Modells sind Kürzel für welche Faktoren der Leistungsexzellenz?Wisdom, Inelligenz, Creativity, synthesized
  106. 106Was haben alle Modelle der Leistungsexzellenz gemein?- möglichst genaue Beschreibung von Begabung als Potential- Stimulations- Zyklus
    - -Zusammenhängen aller Faktoren ausschlaggebend
  107. 107Begabung: Lehrer lässt Begabtenschule eigene Arbeitsgruppen anleiten. Welche Form wird dargestellt? / Kind, sehr klug, soll Lerngruppe leiten-Enrichment
  108. 108Was beschreibt das SINUS-Programm?- Bessere Vermittlung in 10 Grundkompetenzen, um einer starken Leistung schon in der Grunschule entgegen zu wirken
  109. 109Einer der leistungsstärksten Schüler seines Jahrgangs ist im Fach Mathematik häufig früher fertig, langweilt sich und stört mitunter andere Kinder. Die Lehrerin reagiert darauf mit Akzeleration. Was bedeutet das für den Schüler?Maßnahmen, die es SuS ermöglicht, den vorgesehenen Lehrplan oder Teile davon früher zu beginnen, zu beenden oder schneller zu passieren
  110. 110Was wird durch das allgemeine Landrecht (1764) in Preußen bestimmt? (Modernisierungsprozess des Bildungswesens)-allgemeine Unterrichtspflicht ab dem 6. Lebensjahr
  111. 111Ordne die preußischen Aufsichtsbehörden für die Schulen chronologisch:1. Errichtung Oberschulkollegiums (1787)
    2. Errichtung einer Sektion für Unterricht und Kultus (1808)
    3. Verselbstständigung der Sektion für Unterricht und Kultus zum Kultusministerium
    4. Einführung Staatsexamen für Gymnasiallehrer
    5. Einrichtung der Verwaltungsstruktur
  112. 112Was ist nicht typisch für japanischen Matheunterricht?relativ kurze Bearbeitungszeit
  113. 113Welchem Bildungsraum sind International Schools mit dem Abschluss International Baccalanrate (IB) nach dem theoretischen Konzept der Bildungsräume von Adick/Hornberg zuzuordnen?-dem transnationalen Bildungsraum
  114. 114Welche Kriterien sollen für den Vergleich von Bildungssystemen berücksichtigt werden? /Was gehört zum Bildungssystemvergleich?-geografische Kriterien
    -funktionale Kriterien
    -Trägerschaft
  115. 115Aus welchem Grund gib es in einem Land verschiedene Bildungssysteme (intranationale BS) laut Bray/Jiang)?- unterschiedliche Strukturen
    - unterschiedliche Sprachräume
  116. 116Lehrerinnen besuchen eine Schule in Finnland und berichten in einer Zeitung in Deutschland darüber. Welche Funktion des Vergleichs ist das?-ideographische Funktion
  117. 117Kanada als Einwanderungsland-Kanada = klassisches Einwanderungsland
    -Zusammenhalt verschiedenster Ethnien,
    Kulturen
    -Zugehörigkeit durch Übernahme gemeinsamer Grundwerte
  118. 118Deutschland als Einwanderungsland?Deutschland = (bisher) kein typisches
    Einwanderungsland
    Zusammenhalt über gemeinsame Sprache
    und Kultur
    Zugehörigkeit vor allem an Abstammung
    gebunden
  119. 119Welche der Länder sind typische Einwanderungsländer?- Kanada
    - Neuseeland
    - Australien
  120. 120Was beschreibt die „alten“ Steuerungsmodelle (Merki/Altrichter)?Kennzeichen: unilateralter Prozess
    -Verwaltungseinheiten: Akteure, Reformprozess einseitig initiierte Prozesse
    -Schüler, Lehrer, Eltern als passiv reagierende Akteure
  121. 121Karikatur: Klassenraum + Lehrerin, Inspektor von Ofsted steht in der Tür, Lehrerin spricht zur Klasse über Gast. Welche Ebene des Governance wird dargestellt?-Intermediäre Ebene
  122. 122Bild :Klasse im normalen Unterrichtsverlauf. Welche Ebene des Gouvernance wird dargestellt?-Mikroebene
  123. 123Bild: Durcheinander in einem Klassenraum. Welche Ebene des Gouvernance wird dargestellt?-Mikroebene
  124. 124Nenne die Dimensionen der neuen Allgemeinbildung nach Klafki-Bildung für alle
    -Bildung im Medium des Allgemeinen
    -Bildung in allen Grunddimensionen menschlicher Interessen und Fähigkeiten
  125. 125Wie heißt nach Klafki die Verbindung aus materieller und formaler Bildung?-kategoriale Bildung
  126. 126Was ist materielle Bildung? (Klafki)das Bildende liegt im Stoff Gebildet ist, wer bestimmte Inhalte kennt
  127. 127Was ist formale Bildung? (Klafki)das Bildende liegt in der Methode Gebildet ist, wer bestimmte Methoden beherrscht, um Lebenssituationen erfolgreich zu bewältigen
  128. 128Welche Unterrichtsprinzipien verfolgt Klafki? (Frage kann auch sein, was NICHT dazu gehört)-Exemplarisches Lehren und Lernen
    -methodenorientiertes Lernen
    -handlungsorientiertes Lernen
    -Verbindung von sachbezogenem und sozialem Lernen
  129. 129In einer Biologiestunde zur Physiologie des menschlichen Sehorgans sezieren Schüler ein Tierauge. Dabei wird ein von Klafki gefordertes Unterrichtsprinzip realisiert.-exemplarisches Lernen
  130. 130Grundsatz des hegelschen Bildungsverständnisses?-sachzentriert
    -Individuumzentriert
    -Thematisierung des geistigen Aneignungsprozesses
  131. 131Humboldsches Bildungsverständnis:-anthropologisch, humanistisch
  132. 132Zitat von Gesine Schwan über Bildung. Ordnen Sie dieses Zitat einem Bildungstheoretiker zu!-Humboldt
  133. 133Erläutere das Bildungsverständnis nach Humboldt- Freiheit als Bedingung
    -Kraft als Ausgangspunkt für Individualitäts-Idee
    -Verknüpfung/Auseinandersetzung von Welt und Ich
    - Persönlichkeitsbildung durch Individualität -> Menschwerdung durch Bildung
    - Bildung als aktiver Prozess
  134. 134Was ist ein positiver Aspekt des Lateinlernens?Bewältigung muttersprachlicher Aufgaben
  135. 135Welche Aussage von Tuulia Ortner wurde wiederlegt?Latein-Lernen bewirkt einen positiven, lateralen Transfer auf logisches Denken
  136. 136Das Postulat der Gleichheit verlang, dass ein Kernbestand von Werken sowie von geschichtlichen und geografischen Kenntnissen die multiethnische Zusammensetzung der Gesellschaft und der Schülerschaft einbezieht Diese Aussage unterstützt in erster Linie die Einführung…-… eines Bildungskanons
  137. 137Reihenfolgeaufgabe: Ordnen Sie die Teile der Formalstufenlehre-Klarheit
    -Assoziation
    -System
    -Methode
  138. 138Worauf zielt Erziehung in erster Linie (Herbart)?-Einsicht
  139. 139Nennen Sie Ziele erzieherischen Unterrichts nach Herbart:Einsicht, Wille, Innere Freiheit
  140. 140Was gehört zur Formalstufenlehrer von Herbart?-Klarheit
    -Assoziation
  141. 141Drinck (2010) unterscheidet bei der Verwendung des Erziehungsbegriffs zwischen intentionalen und funktionalen Aspekten. Welcher Gesichtspunkt lässt sich dem intentionalen Aspekt zuordnen?-Erzieher ist wesentlicher und aktiver Faktor
  142. 142Was ist nach Drinck ein funktionaler Aspekt?-erziehender Unterricht
  143. 143Wovon ist funktionale Erziehung abhängig? (Drinck)-abhängig von der Situation (Umwelt)
  144. 144Welche Ergebnisse/Klima sind typisch für den demokrativen Erziehungsstil?-sehr gutes Klassenklima
    -höchste qualitative Leistung
  145. 145Vor- und Nachteile des autokratischen Erziehungstilso Gruppenklima = gruppeninterne Aggressivität und Rivalität
    o Leistungen in der Gruppe= höchste quantitative Leistung
  146. 146Vor- und Nachteile des demokratischen/ autoritativ Erziehungsstils?o Gruppenklima = bestes Arbeits- und Gruppenklima, größte Identifikation und Selbsttätigkeit
    o Leistungen in der Gruppe= höchste qualitative Leistung
  147. 147Vor- und Nachteile des Leissez-faire/ permissiven Erziehungstils?o Gruppenklima = Verlassen- und Verloren-Sein
    o Leistungen in der Gruppe= geringste Leistung
  148. 148Autoritärer Erziehungsstil nach HURRELMANNo Strenge, nicht verhandelbare Regeln + Kontrolle der Regeln
    o Nicht erwünschtes Verhalten wird mit Sanktionen bestraft
    o Hohe Erwartungen an das Kind / Interessen des Kindes werden nicht gehört
    o Geringstes Selbstwertgefühl der Kinder, hohe Gewaltbereitschaft
  149. 149Autoritativ-partizipativer Erziehungsstil nach HURRELMANNo Kontrolle Erziehender, jedoch gleichzeitig akzeptierend
    o Klare Regeln müssen eingehalten werden
    o Ohne offene Kommunikation, in der die kindliche Meinung anerkannt wird
  150. 150Persimitiver Erziehungsstil nach HURRELMANNo Hohe Akzeptanz des Kindes
    Geringe Kontrolle des Verhaltens, Unerwünschtes wird selten bestraft
  151. 151- Vernachlässigender Erziehungsstil nach HURRELMANNo Kühl zurückweisend, wenig kontrollierend
    o Wenig Investitionen in das Kind (Zeit, Anstrengung)
  152. 152Überbehüteter Erziehungsstilo Sehr autoritär und übersteigert auf kindliche Bedürfnisse ausgerichtet
    o Kinder: ängstlich, unselbstständig und abhängig
  153. 153Warum ist es bedeutsam, als Lehrerin Aspekte der familialen Erziehung zu kennen?- pädagogische Implikation (=Einbeziehen einer Sache in eine andere)
    - zukünftige Lehrerinnen sollten Aspekte der familiären Erziehung kennen, um (potentielle Effekte) elterlicher Erziehungsfehler, die sich z.B. im Verhalten äußern, korrekt zu attribuieren (nicht zwangsläufig charakterlich bedingt)
  154. 154Sozialisationsorte: Institution und Freiwilligkeit-im Kindergarten
  155. 155Entwicklung der Persönlichkeit gehört zu welchem Bereich der Sozialisation?-tertiäre Sozialisation
  156. 156Was steht der Entschichtung von Subkulturen entgegen?- schichttypische Lebenschancen, Risiken, Orientierung, Verhaltensweisen, Interaktionen, Individualisierung- und Pluralisierungsprozesse
    - Präsenz von Schichten im Alltag
    - Wahrnehmung von sozialen Schichten
  157. 157Was beschreibt die Auflösungsthese? (Geißler 2011)-Auflösung schichttypischer Subkulturen
  158. 158Was ist eine Folge der Bildungsexpansion in der BRD in den 60er Jahren nach Geißler (2011)?-Chancenabstände zwischen den Schichtspezifischen Gruppen vergrößern sich
  159. 159Textaufgabe:Nenne 4 Heterogenitätsdimensionen, die für Schule/ Unterricht relevant sind.- Erfahrungshorizont (sozioökonomische Herkunft, Nationalität, Erziehungsstil der Eltern,…)
    - Fähigkeiten und Begabungen
    - Persönlichkeitsmerkmale (Alter, Lerntyp, ...)
    - Arbeitsverhalten und –techniken
    - Motivation und Einstellung
    - Arbeitstempo, Lern- und Organisationsstrategien
    - Leistungsfähigkeit
  160. 160Beschreibe Entstrukturierungsprozesse und damit einhergehende fortbestehende Ungleichheiten für Unterricht und Schule1. Pluralisierung der Konfliktlinien -> Verlagerung auf themen- und interessenspezifische Interessenskonflikte
    2. Differenzierung und Diversifizierung der Soziallagen -> keine Einteilung in Ober-/ Unterschicht sondern differenziert nach "neuen" Soziallagen (Alter, Geschlecht, Religion, Familie) - zunehmende Heterogenität, fortbestehende Ungleichheiten, Chancen und Möglichkeiten von soziokuturellem Hintergrund und Persoenenmerkmalen abhängig
    3. Vereinheitlichung von Lebensbedingungen -> Zugang zu höherer Bildung für untere soziale Schichten (vgl. Bildungsexpansion)
  161. 161Textaufgabe: Beschreibe 2 Umgangsformen mit Heterogenität im Unterricht an selbstgewählten Dimensionen und wie man diese im Unterricht umsetzt- Motivation, Einstellung: interessenbezogener, abwechslungsreicher U.
    - Arbeitstempo, Lernstrategien: individuelle Zeitangebote für schnellere und langsamere SuS, flexibles Zeitmanagement
  162. 162An welcher Gelenkstelle im deutschen Bildungssystem hat der soziale Hintergrund der Familie den größten Einfluss auf den Bildungserfolg der Kinder?-Übergang von der Grundschule in die Sek1
  163. 163Wo liegt laut UN-Behindertenrechtskonvention die Bildungspolitische Konfliktlinie?-Inklusion vs. Integration
  164. 164Ordnen sie die Hindernisse für gleiche Chancen auf Bildung zum Standardverständnis von Bildungsgerechtigkeit zu.- Diskriminierung: inakzeptabel
    - Mangel an finanziellen Möglichkeiten: inakzeptabel
    - primäre Bildung als soziales Hindernis: inakzeptabel
    - Mangel an natürlichen Fähigkeiten akzeptabel
  165. 165Ordnen sie die Hindernisse für gleiche Chancen auf Bildung zu Giesingers Schwellenkonzept von Bildungsgerechtigkeit zu.-Diskriminierung: inakzeptabel
    -Mangel an finanziellen Möglichkeiten: inakzeptabel
    -primäre Bildung als soziales Hindernis: akzeptabel
    -Mangel an natürlichen Fähigkeiten: akzeptabel
  166. 166Hindernis des Mangels an finanziellen Möglichkeiten in Giesingers Schwellenkonzept (Akzeptanz /Inakzeptanz)?-Inakzeptanz
  167. 167Bildungsgerechtigkeit hat Holpflicht . Was bedeutet das?Fähigkeit und Wille vom Schüler aus, sich Bildung anzueignen
  168. 168Erkläre das Schwellenkonzept nach Giesinger und nenne Vor- und Nachteile des Konzepts- Es gibt vier Hindernisse, die dem Erreichen von Chancengleichheit entgegenstehen:
    o Diskriminierung
    o Mangel an finanziellen Möglichkeiten
    o Primäre Bildung
    o Mangel an natürlichen Fähigkeiten
    - Entscheidend für das Gerechtigkeitsempfinden ist, ob diese Hindernisse im gesellschaftlichen Denken als akzeptabel oder inakzeptabel gewertet werden
    - Giesinger kritisiert am Standardverständnis, dass es keine ausschließlich „sozialen“ und keine rein „natürlichen" Hindernisse gibt
    o Auch soz. Umgebung eines Kindes ist als natürlich und schützenswert anzusehen
    o Begabungen sind nicht natürliche Dispositionen, sondern vielmehr soziale und dynamische Konstrukte
    sowohl „natürliche“ als auch „soziale“ Hindernisse müssen als akzeptabel angesehen werden, allerdings nur solange alle Kinder befähigt werden, ein Mindestbildungsniveau zu erreichen (Bildungsgleichheit)
  169. 169Vorteile Giesingers Schwellenkonzept:- Fokus auf Erreichung eines Kompetenzniveaus, das ein Mindestmaß an sozialer Partizipationn aller Menschen ermöglicht
    - Weiterentwicklung von Begabungen und Leistungspotenzialen oberhalb des Mindest-Bildungsniveaus
    - Begrenzung der Förderung schwacher Schüler bei Übertreten des Schwellenniveaus gleichmäßige Verteilung von Ressourcen zugunsten aller
  170. 170Nachteile Gesinges Schwellenkonzept- Von Aktivität des Individuums weiterhin unabdingbare Voraussetzung für die Wahrnehmung von Chancen
    - Keine Garantie zur Erreichung der Schwelle Mindestbildungsniveau bleibt immer Zielperspektive
    - Es bleibt unklar, wo Schwelle des Bildungsniveaus angesetzt werden sollte
  171. 171Was muss laut Giesinger am Standartbildungsgerechtigkeitsverständnis geändert werden?Sowohl natürliche als auch soziale Hindernisse müssen akzeptiert werden; am Ende sollen alle (Chancengleichheit) ein Mindestmaß an Bildung erreichen (Bildungsgleichheit)
  172. 172Was kritisiert Giesinger am Standartverständnis von Bildungsgerechtigkeit?Es gibt keine rein natürlichen und keine rein sozialen Hindernisse sondern Mischformen
  173. 173Welche Hindernisse werden im Standart-Diskus akzeptiert? Welche nicht?natürliche Fähigkeiten = OK für Bildungsungerechtigkeit
    soziale Benachteiligung = nicht OK für Bildungsgerechtigkeit
  174. 174Was ist (Giesinger 2007) entscheidend für die Wahrnehmung von Bildungsgerechtigkeiten?Ob die 4 Hindernisse als akzeptabel (idR wenn man nicht betroffen ist) oder inakzeptabel (idR wenn man betroffen ist) betrachtet werden
  175. 175Welche Hindernisse stehen laut Giesinger (2007) Chancengleichheit entgegen?Diskriminierung
    Mangel an finanziellen Mitteln
    Mangel an natürlichen Fähigkeiten
    primäre Bildung
  176. 176Welche Charakteristika des deutschen Bildungssystems führt Geißler für seine These an: „Meritokratie sei eine Illusion“?- Undurchlässigkeit der deutschen Bildungseinrichtungen
    -Unzulängliche kompensatorische Fähigkeit des deutschen Bildungssystems
    -Verstärkung ungleicher Persönlichkeitsentwicklung in den Familien durch Schulen
  177. 177Warum stammen Geißler zufolge Kinder mit Migrationshintergrund häufig aus Familien mit sozial niedrigem Status?-wegen der früheren deutschen Gastarbeiterpolitik
    - Fehen von zukunftsorientierter Migration- und Integrationspolitik
    - Integrationsversäumnisse
  178. 178Was gehört zu Geißlers Dimensionen von Benachteiligung?- institutionelle Diskriminierung von Kindern mit Migrationshintergrund
    - niedriger sozialer Status
  179. 179Warum sei laut Geißler Meritokratie eine Illusion?leistungsfremde soziale Filter
  180. 180Was gehört zur Bildungsexpansion?-Suche nach Begabungsreserven
    -Anstieg der Anzahl von SuS und LuL
    - Gymnasium = Aufstiegschule auch für bildungsferne Schichten
    - Ausbau v. Unis und Hochschulen
  181. 181Was sind Folgen der Bildungsexpansion?- Such nach Begabungsreserven
    - Anstieg der Schüler
  182. 182Warum gibt es ein Fortbestehen der schichttypischen Ungleichheiten?- durch zunehmende Tendenz der Individualisierung
    -mit steigendem kulturellen Kapital steigt Bildungserfolg
  183. 183Grafik stellt Chancenprofil Sachsen (2014) dar. Wodurch kommt die Bewertung in Sachsen im Bereich Zertifikationsvergabe (Z) zustande?-hoher Teil an Schulabgängern ohne Abschluss
  184. 184Woraus setzt sich im Chancenspiegel die a) Integrationskraft, b) Durchlässigkeit, c) Zertifikationsvergabe und d) Kompetenzförderung zusammen?a) Förderquote, Inklusionsanteil, Exkulsionsquote, Ganztagsangebote
    b) Übergang auf Gymnasium, Wiederholerquote, Schulartenwechsel in Klasse 7-9, Neuzugänge in Duales System
    c) Quoten allg. und beruft. Hochschulreife, und Abgängerquoten
    d) Mittelwerte, Standardabweichungen, Zusammenhang soziale. Herkunft und Kompetenz
  185. 185Welche Benachteiligungsmerkmale zeigen sich im Bild eines katholischen Arbeitermädchen vom Lande?Konfession, sozioökonomische Herkunft, Geschlecht, Wohnort
  186. 186Nennen sie Kategorien der Bildungsbenachteiligung in Deutschland, die nach Geißler heute noch zentral sind-ethnische Herkunft
    -sozioökonomische Herkunft
    -Geschlecht
    -Wohnort
    „Türkischer Junge aus dem Ghetto“
  187. 187Pisa bezeichnet „Kinder mit Migrationshintergrund, Migrantenkinder, Migrantenschüler-unabhängig von Drittangehörigen oder späterer Staatsbürgerschaft
  188. 188Was zählt (laut PISA) als Migrationshintergrund?-Eltern im Ausland geboren
    -Kind + Eltern im Ausland geboren
    - ein Elternteil im Ausland geboren
  189. 189Kritik an Curricularer Validität von PISA. Warum?-Tests messen nicht, was im Lehrplan gelehrt wird
  190. 190Was sind Ursachen für Disparitäten bei Bildungserfolg (nach Dronkers)?-Ability (Intelligenz und Persönlichkeit)
    -Social backround and other social neighbourhoods (sozio-ökonomischer Status)
    -Segregation between schools and neighbourhoods (Lage der Schule und Unterrichtsqualität)
    -Teaching conditions in schools (Unterrichtsbedingungen)
    -Public and hidden educational level and labour market (Selektions- bzw. Allokationsfunktion von Schule)
    -Relationship between highest educational level and labour market (Bildungsniveau und Chancen auf dem Arbeitsmarkt)
    -Relationship between education and other social sectors (Bildungsniveau und soziale Fakten)
  191. 191Welche Länder gehören nicht zur Migration nach PISA?-Kanada
  192. 192Was bedeutet SE und M-SE – Standardfehler
    -M – Mittelwert
  193. 193Beispiele + Einordnung in PISA anhand von: - erste Generation -zweite Generation -ein Elternteil im Ausland -ohne MigrationshintergrundBeide Eltern und das Kind sind im Ausland geboren
    Die Eltern sind im Ausland geboren, das Kind in Deutschland
    Ein Elternteil ist im Ausland geboren
    alle in Dtl. Geboren
  194. 194Es gibt verschiedene Formen des Umgangs mit Heterogenität im Bildungssystem. Ordnen Sie folgende Schlagworte jeweils eine der fünf Formen zu: Inklusion Integration Segregation Exklusion ExtinktionDiversität als Norm
    2-Gruppen-Theorie
    Mehrgliedrigkeit im Schulsystem
    Selektion auf Grund von Normabweichungen
    Auslese, gezielte Tötung oder Sterilisation
  195. 195Beispiel: Eva, 5. Klasse, Realschule, hatte bisher nur Einsen in Mathe. Jedoch seit dem neuen Lernabschnitt ist es ihr zu schwer. Es ist leider keine Einzelbetreung durch einen Lehrer möglich. auf welches Problem im deutschen Schulsystem verweist der hier dargestellte Fall?-auf eine unzureichende Förderkultur
  196. 196Welches Ziel verfolgt Kunze mit der individuellen Förderung?-Minimierung der Heterogenität in Lerngruppen
  197. 197Wie nennt Hinz die Reduktion von Inklusion auf die Zusammenlegung vorher einzeln existierender Institutionen?-De-Segregation
  198. 198De-Segregation ?= Reduktion von Inklusion auf Zusammenlegung vorher einzeln existierender Institutionen
  199. 199Sachsen hat 2012 verschiedene Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen. Welche der folgenden gehört nicht dazu?-Stärkung von Förderschulen im ländlichen Raum
  200. 200Erklären Sie anhand einer Karikatur Inklusion und Integration + was wird in der Karikatur abgebildet?Bild zeigt eine Abgrenzung von Förderbedürftigen Kindern und nicht Förderbedürftigen Kindern. Dabei handelt es sich um die Zwei-Gruppen Theorie (Integration). Dies ist die 2. Stufe der Qualitätsstufen der Behindertenpolitik und –pädagogik. Die Integration ist nach der Segregation ein wichtiger Schritt in Richtung „ultimative Inklusion“.

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Fichas sobre Biwi05 Fragenkatalog, creado por Robin Pietsch el 13/10/2017.
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Robin Pietsch
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