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Einführung in die Schulpädagogik

Anna- Marie Tu Alemán 4,7Valoración media 4,7 de 5 (3 valoraciones) 200 fichas

Einführung in die Schulpädagogik

Fichas del conjunto (200)

  1. 1Reformkontexte der SchulenReformkontexte der Schulen
  2. 2Aufgabenfelder der SchuleIntegration und
    Legitimation
    Qualifikation
    Selektion
    und
    Allokation
  3. 3Dimensionen von HeterogenitätDimensionen von Heterogenität
  4. 4Heterogenität im SchulsystemDifferenzierung zwischen Schulformen:
    • In Deutschland historisch, orientiert an vorhandenen Ständen.
    • Heute: Verteilung der Kinder nach 4 oder 6 Jahren Grundschule auf
    Basis der schulischen Leistungen.
    • Die Grundschullehrkräfte empfehlen eine Schulform, die nicht in allen
    Bundesländern verbindlich ist.
    • Besuchte Schulen der Sek. 1 im Schuljahr 2014/15:
    – 34% Gymnasium, 23% Realschule, 12% Hauptschule
    – 16% integrierte Gesamtschule
    – 11% Schularten mit mehreren Bildungsgängen
    – 4% sonstige Schulformen
  5. 5Institutions- und Kompositionseffekt:Institutionseffekt: Spezifische Merkmale der Schulformen, z.B.
    Unterschiede in Lehrplänen, Materialien, Ausbildung der Lehrkräfte,
    Unterrichtskultur
    • Kompositionseffekt: Erzeugung schulformspezifischer
    Lernumgebungen durch die Zusammensetzung von Schulklassen,
    soziale Segregation vor allem wegen des Zusammenhangs von
    Schulleistungen und sozioökonomischen Status
     Kinder mit ähnlichen Voraussetzungen entwickeln sich
    unterschiedlich, je nachdem, welche Schulform sie nach der
    Grundschule besuchen.
  6. 6Differenzierung innerhalb der Schulen:• Äußere Differenzierung:
    – SuS werden verfrüht oder verspätet eingeschult
    – Klassen werden übersprungen oder wiederholt
    – Zuweisung von SuS zu spezifischen Kursen oder Gruppen
     Innerschulische Differenzierung durch Kurssysteme führt weniger zu
    Segregation anhand sozioökonomischer Merkmale als eine
    Differenzierung zwischen Schulen.
     Dennoch kann auch dies negative Folgen für das akademische
    Selbstkonzept leistungsschwächerer SuS haben.
  7. 7Einschätzung der Maßnahmen zur äußeren Differenzierung:• Ziele von gegliederten Schulsystemen: Homogene Lerngruppen
    bilden, die effektiver zu unterrichten seien.
    • Aber: Die aktuelle Forschung zeigt, dass im internationalen Vergleich
    SuS aus Ländern mit Einheitsschulsystemen im Durchschnitt höhere
    Kompetenzen aufweisen.
    • Im internationalen Vergleich werden SuS in Deutschland besonders
    früh auf verschiedene Schulformen sortiert.
    • Der Zusammenhang von sozioökonomischem Hintergrund und
    erreichten Kompetenzen ist hier besonders hoch.
  8. 8Aktuelle Trends im deutschen Schulsystem:• Maßnahmen zur sprachlichen Bildung und Sprachförderung
    • Einführung der Bildungsstandards und Vergleichsarbeiten
    • Erhöhung der Durchlässigkeit im gegliederten System
    • Erhöhung der Heterogenität durch Jahrgangsmischung in
    Grundschulklassen und Blick auf individuelle Förderung
    • Anrecht für SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf, eine
    allgemeinbildende Schule zu besuchen
     Allgemeiner Trend, äußere Differenzierung abzubauen
  9. 9EntwicklungsfelderEntwicklungsfelder
  10. 10Kriterien effektiver SchulenKriterien effektiver Schulen
  11. 11Gegenstandsbereiche der SchulpädagogikEin systematisches schulpädagogisches Nachdenken beginnt mit der
    Aufklärung. Doch schon die „Didactica Magna“ (1657) des J.A.
    Comenius (1592-1670) enthielt das damalige schulpädagogische
    Wissen (Apel/Sacher 2007, S. 8).
    • Für die Schulpädagogik kennzeichnend ist ein Zusammenhang von
    Schulkritik, Schulreform und Schulentwicklung.
    • Im Vergleich zu anderen Bereichspädagogiken begründete sich die
    Schulpädagogik erst in den 1960er Jahren im Zuge der
    Akademisierung der Lehrerbildung zu einem eigenständigen
    Arbeitsbereich innerhalb der Erziehungswissenschaft.
  12. 12Positionen zur SchulpädagogikKritische Schulpädagogik (Benner 1977)
    • „Sollte der Zweifel an der pädagogischen Legitimation der Institution
    Schule nämlich gerechtfertigt sein, so dürfte eine Pädagogik der
    Schule nicht mehr länger lediglich eine Pädagogik für innerschulisches
    Handeln sein, sondern müsste die Schule als Institution einer
    pädagogischen Kritik und möglichen Veränderung unterwerfen“
    (Benner 1995, S. 54).
  13. 13Theorie des Unterrichts im Rahmen einer Theorie der SchuleTheorie des Unterrichts im Rahmen einer Theorie der Schule
    Schulpädagogik als „Spezialdisziplin der Erziehungswissenschaft,
    deren Forschungsinteresse auf das Unterrichten und Erziehen in der
    Institution Schule zentriert ist“ (Einsiedler 1995, S. 212).
    • Schulpädagogik „entwickelt die Theorie des Unterrichts i
    „Schon im Begriff sollte diese Disziplin die Bindung didaktischen
    Handelns an die institutionelle Voraussetzung Schule, an deren
    Zwänge, Funktionen und Folgen deutlich machen“ (Apel/Sacher
    2007, S. 15).
    • Unterricht wird im Kontext institutioneller Voraussetzungen,
    gesellschaftlicher Bedingungen und empirischer Wirkungen gesehen
    (Einsiedler 1995).
  14. 14Theorienverbund (Apel/Grunder 1995)„Der Begriff `Schulpädagogik` steht für pädagogische Theorien, die
    sich auf Schule, Lehrplan, Unterricht und das professionelle Handeln
    in der Institution Schule beziehen. Die Theorie der Schule, die Theorie
    des Lehrplans und die Theorie des Unterrichts erfassen zusammen mit
    einer Theorie des pädagogischen Handelns unter institutionellen
    Bedingungen den Gegenstand der Schulpädagogik“ (Apel/Sacher
    2007, S. 18).
  15. 15Gegenstandsbereiche der Schulpädagogik• Die Schulpädagogik kann als empirisch, historisch und systematisch
    reflektierende Disziplin gefasst werden (vgl. Kiper 2002, S. 22).
    Gegenstandsbereiche der Schulpädagogik
  16. 16Was ist schule?Subsystem der gesellschaft
  17. 17was bedeutet globalisierung in schule?industrialisierung, mobilität, migrationsgesellschaft, verschidene sprachräume und identitäten
  18. 18diversität in der schuleun behindertenrechtskomission , keine scheinpartizipation
  19. 19armut und risikoräume in der schule:einkommensarmut, bildungsarmut, kompetenzarmut, zertifikationsarmut
  20. 20Teilhabe/ Gerechtigkeit in der SchuleTeilhabe an Bildungsaufstieg
  21. 21monitoring?Seit 1997 konstanzer beschluss der KMK- lehrer sind rechenschaftspflichtig
  22. 22schulentwicklungzentrale aufabe der schule
  23. 23Gute SchulenGute Schulen
  24. 24Schulen in herausfordernden LagenSchulen in herausfordernden Lagen
  25. 25Schulen in herausfordernden Lagen 2Schulen in herausfordernden Lagen 2
  26. 26Schulen in herausfordernden Lagen 3Schulen in herausfordernden Lagen 3
  27. 27Schlüsselfaktoren für nicht wirksame Schulen nach Muijs et al. (2004), Teddlie & Reynolds (2006) und Huber & Muijs (2012):• Unzureichende Schulleitungskompetenzen (in Bezug auf ziel- und
    unterrichtsbezogene Führung),
    • niedriger Kooperationsstand im Kollegium,
    • Defizite im Klassenmanagement,
    • schwache Lernkultur im Unterricht (Defizite in Bezug auf kognitive
    Anregung, Analyse der Lernentwicklung, Lernunterstützung etc.),
    • niedrige Leistungserwartungen, geringes Bemühen um Wissensbasis
    und Lernerfolg der Schülerinnen und Schülern,
    Fluktuation im Kollegium und erfolglose Akquise kompetenten
    Personals,
    • Fluktuation in der Schülerschaft,
    • Defizite in den Kompetenzen der Schülerschaft,
    • nicht förderliche Bedingungen im Elternhaus
  28. 28Kreislauf nach ChapmanKreislauf nach Chapman
  29. 29Ineffektive Schulen nach SpringfieldIneffektive Schulen nach Springfield
  30. 30Ineffektive Schulen nach Altrichter et al. (2008):Ineffektive Schulen nach Altrichter et al. (2008):
  31. 31Ineffektive Schulen nach Murphy & MeyersIneffektive Schulen nach Murphy & Meyers
  32. 32Schule als zu gestaltende InstitutionSchule als zu gestaltende Institution
  33. 33Der Begriff „Schulentwicklung““ ist seit den 1970er Jahren
    gebräuchlich: „Schulentwicklung wird vielfach als die dauerhafte und
    systematische Weiterentwicklung der Einzelschule definiert. Schulen
    werden diesem Verständnis entsprechend als Problemlösungsschule
    bezeichnet, oder es wird die Fähigkeit der Schulakteure betont,
    dynamisch mit Komplexität und systemimmanenten Widersprüchen
    umzugehen. Als gemeinsamer Nenner kann ein komplexes
    Entwicklungsverständnis von Schule als dauerhaft lernender
    Organisation ausgemacht werden“.
  34. 34Begriffe der SchulqualitätDie Einzelschule gilt als Motor der Entwicklung (Studien zur
    Schulqualität belegen größere Unterschiede zwischen Schulen
    desselben Schultyps als Systemunterschiede zwischen den
    Schulformen);
    • die Schuleffizienzforschung hat seit 2000 dazu beigetragen, dass sich
    die Schulentwicklung im Zuge von Output-Orientierung und
    Standardisierung zwischen der Gesamtsteuerung des Systems und der
    Einzelschule bewegt;
    • schulstrukturelle Reformen sind derzeit vielfältig und werden auf ihre
    Evidenz hin überprüft.
  35. 35ReformbewegungenIn den siebziger Jahren gab es Reformbewegungen, die als
    Schulreform „von unten“ bezeichnet werden. Die Diskussion um eine
    „gute Schule“ wurde eröffnet. Im Mittelpunkt standen die
    Überwindung des belehrenden Unterrichts, die Reform der
    Leistungsbeurteilung, die Veränderung des Schüler-LehrerVerhältnisses
    zugunsten von Dialog und Mitsprache und die
    Profilierung der Schule als Ort demokratischer Erfahrung sowie Lernund
    Lebensraum.
    • Zu dieser Zeit dominierten administrative Regelungen, Schulen hatten
    geringe Gestaltungsräume.
    • Unter dem Stichwort „Schulautonomie“ zu Beginn der neunziger Jahre
    veränderten sich die Spielräume zwischen Staat und Schule.
  36. 36SchulentwicklungSchulentwicklung
  37. 37Schulentwicklung 2Schulentwicklung 2
  38. 38Ebenen der SchulentwicklungDie Modernisierung von Schule vollzieht sich auf verschiedenen Ebenen:
    • Gesamtsystem Schule
    • Die Makro-Ebene entspricht der durch Bund und Länder
    bestimmten Gestaltungsebene.
    Makro-Ebene
    Meso-Ebene • Einzelschule
    • Akteure der Einzelschule
    • Die Meso- und Mikro-Ebene beziehen sich auf die
    Gestaltungsräume von Schule durch Lehrerinnen und
    Lehrer.
  39. 39Auf der Makro-EbeneAuf der Makro-Ebene
  40. 40Nach Fend (2001) sind auf der Makro-Ebene folgende VariablenNach Fend (2001) sind auf der Makro-Ebene folgende Variablen
  41. 41Meso-EbeneDie Meso-Ebene kennzeichnet die Entscheidungsmöglichkeiten der
    Einzelschule (Personal, Organisation, Unterricht). Dazu gehören:
    Auswahl der Lehrer- und Schülerschaft, Profilbildung in
    Schulprogrammen, Erwirtschaftung eigener Einkünfte, Kooperationen.
    • Als Qualitätskriterien auf dieser Ebene gelten nach Fend 2001:
    Pädagogischer Ethos des Kollegiums, Arbeitsethos,
    Qualitätsbewusstsein und Gestaltungswille, Außen- und Innenpolitik
    der Schule, Leistungsniveau, Gestaltung des Schullebens,
    erzieherische Wirkungen in der Schülerschaft. Auf der Ebene der
    Klassen kommen hinzu: Motivation, Leistungsbereitschaft,
    Leistungsniveau, Qualität sozialer Beziehungen u.a..
  42. 42Mikro-EbeneAuf der Mikro-Ebene werden Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler
    sowie deren Eltern in den Blick genommen. Dabei ist für die
    Lehrkräfte bedeutsam, dass diese ihren Professionalisierungsprozess
    steuern und ebenfalls evaluieren können. Nach Fend (2001) spielen
    hierbei individuelle Kompetenzen, moralische Werthaltungen, das
    Welt- und Menschenbild sowie die professionelle Einstellung eine
    Rolle.
  43. 43Systemzusammenhang von pädagogischer SchulentwicklungSystemzusammenhang von pädagogischer Schulentwicklung
  44. 44Konzeptionelle Ansätze• Schulentwicklung zielt auf Maßnahmen zur Veränderung einer
    Einzelschule hin zu einer „guten Schule“.
    • Zum einen müssen Schulen im internationalen Vergleich
    Kompetenzerwartungen gerecht werden, dazu gehört die Erhöhung des
    Leistungs- und Abschlussniveaus der Schülerschaft sowie die
    Ermöglichung von mehr Chancengerechtigkeit.
    • Zum anderen geht es darum, die Verbesserung von Schul- und
    Unterrichtsqualität zu initiieren, Lernhaltungen und Lernzuversicht
    aufzubauen sowie das professionelle Handeln der Lehrkräfte zu
    stärken.
    Reformen stützen sich dabei auf Prozesse der institutionellen und
    pädagogischen Schulentwicklung.
    Konzepte der institutionellen Schulentwicklung:
    • Unterstützung der Schule in Blick auf Erwartungen, Ziele,
    Implementation, Durchführung, Evaluation. Der Fokus ist auf
    Maßnahmen zur Veränderung von Organisations- und
    Kommunikationsstrukturen gerichtet.
    Konzepte der pädagogischen Schulentwicklung:
    • Unterstützung der Entwicklung neuer Selbstständigkeit und
    Individualisierung fördernder Lehr-Lernformen, Ermöglichung von
    Partizipation, kontinuierlicher Entwicklungsarbeit
  45. 45Lernende Schule“ nach Schratz/SteinerLöffler (1998)Förderliche Wirkung
    von Schulentwicklung
    auf die
    Unterrichtsqualität
    Veränderung von
    Schul-Raum und
    Schul-Zeit
    Arbeit an dem
    Übergang vom
    Problem- zum
    Lösungsraum
    Bewusster Umgang mit
    Schnittstellen
    Qualität von
    Kooperation und
    Kommunikationsprozessen
    Einsatz von Strategien
    mit der größten
    Hebelwirkung
  46. 46Die Entwicklung von SchulprogrammenDie Entwicklung von Schulprogrammen ist Ausdruck der Autonomie der
    Einzelschule: „Ein Schulprogramm kann als Entwurf einer
    ‚pädagogischen Landkarte‘ (Bastian 1998, S. 99) verstanden werden, in
    der eine Schule ihre Leitideen formuliert und dabei sowohl die derzeitige
    Situation, die Zielvorstellungen, die Wege zum Ziel und mögliche
    Hindernisse oder Unwegsamkeiten bei der Realisierung der
    Zielvorstellungen beschreibt“ (Blömeke 2007, S. 272).
  47. 47Qualitätsstandards für Schulprogramme- klare gemeinsame Zielvorstellung;
    - wirksame Maßnahmen zur Umsetzung;
    - Transparenz nach innen und außen;
    - stimmiges internes Steuerungssystem der Entwicklungsprozesse;
    - wirksame Qualitätssicherung;
    - Verfügbarkeit und Einbindung von Ressourcen.
  48. 48Vielfalt als Grundlage demokratischer Kultur„Diese Vielfalt und Vielstimmigkeit ist aber nicht nur eine unvermeidliche
    oder gar lästige Folge der gesellschaftlichen Wirklichkeit, sondern eine
    wesentliche Qualität und Voraussetzung einer Kultur, die auf Demokratie
    und Mündigkeit setzt. Perspektivenvielfalt und -wechsel sind grundlegend
    für Lernen und Verstehen; sie sind auch elementar für die ständige
    Verbesserung und Erneuerung unserer Institutionen und ganz besonders
    der Schule“ (Fauser/Prenzel/Schratz 2010, S. 9)
  49. 49Lektüreterminab jetzt fragen aus dem Text
    Handbuch Gute Schule
    Sechs Qualitätsbereiche
    für eine zukunftsweisende Praxis
  50. 50Helerogenität-Containerbegriff? unlar definiert
    -Helerogenilälssensibles
    Handeln in Schule und Unterricht setzt daher erstens voraus, diese Dynamiken auf den verschiedenen Ebenen schulischen Handeins zu durchschauen
    Heterogenität (auch: Inhomogenität) bezeichnet die Uneinheitlichkeit der Elemente einer Menge hinsichtlich eines oder mehrerer Merkmale. In der pädagogischen Diskussion wird der Begriff der Heterogenität im Hinblick auf die Schüler in einer Lerngruppe verwendet
  51. 51Drei Etappen des neuen Heterogenitätsdiskurses1. Etappe: Der Heterogenitätsdiskurs wurzelt u . a. in
    der Auseinandersetzung mit dem von Jacques Derrida
    in den 1980er-Jahren gebildeten Neologismus der .. differa
    nce" und de r damit verbundenen Frage de r Konstruktion
    und der Dekonstrukti on von Zuschre ibungen
    und Identität
  52. 522. Etappe2. Etappe: Aus de r Pe rspektive des deutschen Schulsystems
    wird de r Begriff J-lelerogeniläl um die Jahrtausendwende
    im Rahme n de r Interpre tation der Ergebnisse internationaler
    Schull eistungsstudien (TIMSS, PISA, IGLU)
    aufgegriffen. Thema tisch ge ht es dabei v. a. um
    die großen Diffe renzen in de n Schülerleistungen
    einer Schuliorm bei gleichzeitig großen Überlappungen
    zwischen den Schularten
    • die hohe Zahl von sehr schwachen Schüle rinnen und Schüle rn sowie
    den engen Zusamme nha ng von sozialer He rkunft
    und Bildungserfolg.
  53. 533 Etappe3. Etappe: Spätestens mit de r rechtli chen Inkraftsetzung
    des .. Inklusionsgebots" im März 2009 (Bundesre -
    gierung 2008) e rhä lt der He terogenitätseilskurs - nun
    ve rbunden mit dem Be g riff der Inklusion - einen weite
    re n Schub. Das müde r 2006 beschlossenen UN-Behinde
    rtenrechtskonve ntion (UN-BRK) verbundene lnklusionsgebot
    stellt nicht nur eine Bekräftigung und
    Konkre tisierung de r Menschenrechte in der Charta de r
    Vereinten Na tionen von 1948 dar, sondern es beinhaltet
    im Ke rn die Aufforderung an alle unte rzeichne ten
    Staa ten, sich übe r den Stand de r Realisierung der Menschenrechte
    Rechenschaft abzulegen.
  54. 54InklusionInte rna tional steht de r Begrilf Inklusion für das mensche
    nrechtsbeg ründe te Programm e ine r umfassenden,
    all e gesellschaftlichen Bereiche einschließenden Oe -Segregation
    ausgegrenzter, an gesellschaftliche r Teilha bebenachteiligter Inruviduen und Gruppen . lm Blick auf
    die schulische Bildung (re-)aktualisiert das die Frage,
    wie lnklusions- und Exklusionsdynamiken in der Institution
    Schule (re-)produziert und bearbeitet werden . Mit
    de r schrittweisen Auflösung von Förderschulen für bestimmte
    Förderschwerpunkte, dem Elternwahlrecht, der
    Zusammenl egung von Haupt- und Realschulen bzw. der
    Beschulung von Kindern und Jugendli hen, die mit und
    ohne Eltern nach Deutschland geflüchtet sind, ist davon
    auszugehen, dass sich die Heterogenität der Lernvoraussetzungen um weitere Facetten erweite rt
  55. 55Heterogenität und die Ebenen schulischen HandeinsBoh l, Batze
    l und Richey (2012) unterschieden sechs Bereiche. Diese
    sind:
    1. .. Einstellungen, Haltunge n, Übe rzeugungen bei
    Lehrkräften zum Umgang mit He terogenität (z. B.
    He teroge nüät a ls Bereiche rung ansehen);
    2. didaktisches Material (z. B. diffe renzierende Aufgaben,
    AktivierungspotenziaJ).
    3. kompe tenzbezogene Voraussetzungen be i Le hrkräfte
    n (z . B. die gnostis he Kompe tenz, didaktische
    Kompe tenz);
    4. Vorausse tzunge n bei Schülerinnen und Sch üle rn
    (z. B. Vorwissen; Fähigkeit, selbstständig und konzentriert
    zu arbe iten; Fähigkeit, zu koope rie ren; Fä-
    higkeit, die eigenen Leistungsmöglichke iten einschätzen
    zu können);
    5. Entwicklung und auf He te rogenität ausgerichtete
    Programmatik de r Einzelschule (z. B. Konzeption
    zum Umgang mit He teroge nität übe r Schuljahre
    hinweg, außerschulische Koope rationspartne r, Konzeption
    zur Öffnung von Unte rricht);
    6. Rahmenbedingungen und Ressourcen (Biidungsplan,
    Standards, Klassengröße, Räume, Zeit- und Persona lressourcen,
    Expe rtise)" (BohJ e t al. 2012, S.54 f.) .
  56. 56Makroebene: Heterogenität aus schul- und organisationstheoretischer PerspektiveAufgabe
    verbunden sind, Massenlernprozesse zu org anisieren
    und zum anderen a uf die funktionalen Bezie hunge n
    zwischen Schule und Gesellschaft. Schultheoretisch be -
    tra chte t. ge ra ten dabei außerpädagogische Interessen
    und Funktionen in den Fokus, die mit pädagogische n
    Ansprüchen im Wide rspruch stehen können . Vor diesem
    Hinte rgrund müssen Fragen des Umgangs mit He te rogenität
    imme r auch die Organisationale und institutione ll e
    Verfasstheil de r Schule beachten
  57. 57Mikroebene: Bedingungen für den professionellen Umgang mit HeterogenitätProfessionell s Lehrerhandeln, das e inen erfolgreichen
    Umgang mil Heterogenität ermöglicht, beruht -
    der oben da rgeste llten Liste folgend - erstens auf entsprechenden
    Einstellungen, Haltungen und Überzeugungen,
    zweitens a uf diagnostischen und drittens auf
    didaktischen Kompetenzen.
  58. 58Qualitätsbereich Vielfallzwei Bedingungen genügen muss, die nicht leicht zu
    vereinbaren sind: Die Beachtung von VieHall fordert einerseits
    auf das Leistungsvermögen der Kinder individuell abgestimmte
    Lernangebote. Andererseits muss sichergestellt sein, dass alJe
    Kinder sich als gleichwertig erleben, auch wenn sie bezogen auf ihre
    Lernleistungen schwächer oder besser als andere sind.
  59. 59Mesoebene: Die Einzelschule als Handlungs- und Gestaltungsebene im Umgang mit HeterogenitätHeterogenität auf der Ebene der Einzelschule zusammengestellt:
    ei n gemeinsames Leitbild oder Schule
    an einer Anerkennung von Differenz bzw. a n inklusiver Pädagogik orientiert,
    d ie Etabli erung und syst ma tische Entwicklung eines
    differenzie renden, individualisierende n Unte rrichts,
    Maßnahmen zur Integration/Inklusion ,
    Ange bote zu m Fördern un d Fordern im Unterricht
    und im Schulleben, nicht zuletz t im Rahmen des
    Ganztags,
    • eine veränderte Zeittaktung und Rhythmisierung des
    Schullages, de r Schulwoche und des Schuljahres,
    die systema tische Arbe it an der Verbesserung de r bishe
    rigen Strukture n und Prozesse,
    • intensive Lehrerkoopera ti on,
  60. 60DIE PERSPEKTIVE DES DEUTSCHEN SCHULPREISES AUF DEN UMGANG MIT VIELFALT1. Der Deutsche Schulpreis fragt erstens nach der handlungsleitenden
    .,Philosophie", d. h. nach dem Verständnis von Diversität und
    den konkreten, auf den Umgang mit Vielfalt bezogenen, strukturellen
    und unterrichtlichen Maßnahmen der Schule.
    2. Er fragt zweitens nach den praktischen Konsequenzen, d. h. den
    Formen der Differenzierung und pädagogischen Gruppierung der
    in vielerlei Hinsicht uneinheitlichen Schülerinnen und Schüler und
    3. drittens nach den Anforderungen an die Professionalität und das
    professionelle Selbstverständnis hinsichtlich des Umgangs mit Vielfalt
    an der Schule.
  61. 61Umsetzung einer hetrogenitätsscnsiblen Lernkultur an eine r Schule verbunden ist mit hohen Anforderungenan den Umgang mit Komplexität,
    die Konsensfähigkeit und -bereitschaft,
    • die Koordination vielfältiger Aktiv täten,
    • konzeptionelle Entwicklungsarbeit,
    d ie Implemen la tion vo n Handlungsmuste rn und die
    Beobachtung und Einschätzung ihre r Wirkungen
  62. 62Der Deutsche Schulpreis Die QualitätsbereicheLeistung
    Umgang mit Vielfalt
    Unterrichtsqualität
    Verantwortung
    Schulklima, Schulleben und
    außerschulische Partner
    Schule als lernende
    Institution
  63. 63Partner des deutschen Schulpreises?Robert Bosch Stiftung
    ARD
    Stern
    Heidhoff stiftung
  64. 64Der Deutsche Schulpreis sucht …Schulen, die gemessen an ihrer Ausgangslage besondere
    Schülerleistungen in den Kernfächern (Mathematik, Sprachen,
    Naturwissenschaften), im künstlerischen Bereich (z.B. Theater,
    Kunst, Musik oder Tanz), im Sport oder in anderen wichtigen
    Bereichen (z.B. Projektarbeit, Wettbewerbe) erzielen
  65. 65Leistung Darunter fallen zum BeispielLeistung Darunter fallen zum Beispiel
  66. 66Umgang mit Vielfalt Darunter fallen zum Beispiel:Umgang mit Vielfalt Darunter fallen zum Beispiel:
  67. 67Unterrichtsqualität Darunter fallen zum Beispiel:Unterrichtsqualität Darunter fallen zum Beispiel:
  68. 68Verantwortung Darunter fallen zum Beispiel:Verantwortung Darunter fallen zum Beispiel:
  69. 69Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner Darunter fallen zum Beispiel:Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner Darunter fallen zum Beispiel:
  70. 70Schule als lernende Institution Darunter fallen zum Beispiel:Schule als lernende Institution Darunter fallen zum Beispiel:
  71. 71Die Deutsche SchulakademieDie Deutsche Schulakademie
    „Dem Lernen Flügel verleihen!“
    Eine Schulakademie aus der Praxis für die Praxis!
    Die Deutsche Schulakademie ist eine bundesweit aktive und unabhängige Institution für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung, die als gemeinnützige Organisation von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung getragen wird. Ziel der Deutschen Schulakademie ist es, Modelle und Konzepte ausgezeichneter Schulpraxis systematisch zu sichten, weiterzuentwickeln und über praxisnahe Fortbildungs­angebote in die Breite der Schullandschaft zu tragen.
  72. 72GanztagsschulenGanztagsschulen
  73. 73Ganztagsschulen zitat interpretieren„Es wird Schulen geben, die einer solchen Organisation quasi politischer Verantwortung
    im Leben der school community ihre Zustimmung erteilen und dennoch den
    Kernbereich des Unterrichts vor einer Mitbestimmung durch die Schüler schützen
    wollen, die ihnen nicht verantwortbar erscheint. Diese Strategie enthält freilich das
    Risiko, den Bereich der gemeinsam verantworteten Praxis im Schulleben zu entwerten
    und den der Kooperation entzogenen Bereich als das ‚Kerngeschäft der Schule‘ ins
    Zentrum zu rücken. Handelnde Teilhabe an der Disposition und Gestaltung des
    Unterrichts ist in einer hierarchisch und zentral regulierten Schule eine komplizierte
    Angelegenheit und stößt schnell an die Grenzen einer schulischen Organisation, die
    Fach, Person, Gruppe und Zeit in den rigiden Panzer eines alles beherrschenden
    Stundenplans einsperrt. Zur Sprengung dieses Panzers ist die Ganztagsschule das
    wichtigste Angebot entgegenkommender Verhältnisse….“
  74. 74ganztagsschule defintion• Mit der Ganztagsschule verbindet sich der Anspruch, die Qualität und
    Verstehenstiefe des Lernens sowie die sozialen und Persönlichkeit
    prägenden Aspekte der Erziehung zu verbessern.
    • Sozial- und bildungspolitische Begründungen und Zielsetzungen der
    Ganztagsschule sind die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit,
    die individuelle Förderung, mehr Partizipation der SuS,
    Demokratiebildung und die Schaffung von mehr Bildungsgerechtigkeit.
    • Bis zum Jahre 2002 gab es wenige Ganztagsschulen und es mangelte
    an empirischen Erkenntnissen. Das BMBF beauftragte 2004 in
    Abstimmung mit den Ländern ein Forschungskonsortium mit der
    bundesweiten Begleitforschung.
    seit erster pisa studie wichtig
    lebensreale schulpolitik relevant
    bildungsgerechtigkeit
    wirtschaftlicher beirat in schulen wichtig
    40.000 schulen aber nur 8000 geld dafür
  75. 75Ganztagsschule – Geschichte, Begriff, Konzeption• 2003 Investitionsprogramm IZBB der Bundesregierung: 4 Milliarden
    Euro, 8200 Schulen)
    • Begleitprogramm der DKJS
    • Studie der empirischen Bildungsforschung: StEG
    • Bundesweiter Ausbau der Ganztagsschulen seit den PISA-Ergebnissen
    zu Beginn des 21. Jahrhunderts zur Effektivierung des deutschen
    Bildungssystems
    Schon im 19. Jahrhundert umfassten die Zeiten, in denen Unterricht
    abgehalten wurde, in Orientierung an der Arbeitswelt, den Vor- und
    Nachmittag, unterbrochen von einer außerhalb der schulischen
    Organisation stehenden Mittagspause. Diese Organisationsform hielt
    sich im Volksschulbereich noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein.
    Man sprach von einer „Schule mit geteilter Unterrichtszeit“ (Ludwig
    2003, S. 16).
    • Die ganztägige Schule wandelte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts
    zunächst im höheren Schulwesen, dann auch im Volksschulwesen zu
    einer Halbtagsschule.
  76. 76wie viele ganztagsschulen im laufe der zeit?wie viele ganztagsschulen im laufe der zeit?
  77. 77Geschichte, Begriff, Konzeption 2Die Forderung der Reformpädagogen in der ersten Hälfte des 20.
    Jahrhunderts nach einer Ganztagsschule zielten auf eine Überwindung
    der Tradition der Unterrichtsschule. Wichtige Reformthemen waren:
    Individualität und Selbstständigkeit; Lehren und Lernen; Sozialkultur
    und Erziehung; Demokratie und Zukunft.
    • Auf dem Weg zur modernen Ganztagsschule standen Ideen und
    Modelle der angelsächsischen Länder Pate. In den USA sind es die
    Arbeiten von John Dewey „Schule als embryonic society“, die eine
    anregende Rolle spielen.
    • Ebenso bedeutsam sind die deutschen Landerziehungsheime, der
    Schulentwurf Ernst Kapffs sowie die Wald- und
    Freiluftschulbewegung.
    Nach dem zweiten Weltkrieg erfolgt die Wiederaufnahme des
    modernen Ganztagsschulgedankens.
    • 1955 gründen Reformpädagogen einen bis heute aktiven
    Ganztagsschulverband, die „Gemeinnützige Gesellschaft
    Tagesheimschule“ (GGT).
    • In der Zeit der bundesdeutschen Bildungsreform sind es die
    Empfehlungen des Deutschen Bildungsrates (1970), die der
    Ganztagsschule Schubkraft verleihen.
    • gesamtschule kombineren alles
  78. 78Definition des Ganztagsschulverbandes (2003):Ganztagsschulen werden in zwei Formen eingeteilt, und zwar in die
    gebundene und die offene Ganztagsschule: „Schülerinnen und Schüler der
    gebundenen Ganztagsschule sind verpflichtet, sowohl vormittags als auch
    nachmittags am Unterricht und den Angeboten der Schule teilzunehmen.
    Demgegenüber bietet die offene Ganztagsschule vormittags verbindlichen
    Unterricht an, während die Nachmittagsangebote auf freiwilliger Basis
    stattfinden“ (Radisch 2009, S. 16f.). Die beiden Formen der
    Ganztagsschule lassen sich also durch das Merkmal der verpflichtenden
    Teilnahme unterscheiden
  79. 79Merkmale von Schulen im Primar- & Sekundarbereich I (formale Einstufung KMK)Merkmale von Schulen im Primar- & Sekundarbereich I (formale Einstufung KMK)
  80. 80offene vs gebundene Formoffene vs gebundene Form
  81. 81offene vs gebundene Form 2offene vs gebundene Form 2
  82. 82offene vs gebundene Form 3offene vs gebundene Form 3
  83. 83Handlungsfelder der GanztagsschuleHandlungsfelder der Ganztagsschule
  84. 84Handlungsfelder der Ganztagsschule 2Handlungsfelder der Ganztagsschule 2
  85. 85Offene LernzeitenOffene Lernzeiten
  86. 86Kooperative LernzeitenKooperative Lernzeiten
  87. 87Individualisierte LernzeitenIndividualisierte Lernzeiten
  88. 88Lernzeiten?Lernzeiten?
  89. 89Teilprojekt: Individuell fördern im Ganztag – Vielfältige Zugänge zum Lernen schaffen mODULETeilprojekt: Individuell fördern im Ganztag – Vielfältige Zugänge zum Lernen schaffen mODULE
  90. 90individuell fördern im ganztagindividuell fördern im ganztag
  91. 91Steuerung und Weiterentwicklung des GanztagsSteuerung und Weiterentwicklung des Ganztags
  92. 92Professionen und ihre Kooperation im GanztagProfessionen und ihre Kooperation im Ganztag
  93. 93Ganztag und räumliche GestaltungGanztag und räumliche Gestaltung
  94. 94Vier analytische Größen zur Systematisierung der Ganztagsschule (Kaminski 2011):Vier analytische Größen zur Systematisierung der Ganztagsschule (Kaminski 2011):
  95. 95Bildungspolitische und schulpädagogische Begründungslinien• Ganztagsschule als bildungswirksame Einrichtung zur Lernförderung
    und Kompetenzbildung
    • Schulleistungsstudien im internationalen Vergleich
    • Verschiedenheit des Lebens und Lernens als Herausforderung für die
    Schule in der Demokratie
    • Förderung individueller und gesellschaftlicher Gestaltungskompetenz
    • Lerntheoretischer Perspektivenwechsel
    • Lernförderung und soziale Pädagogik
  96. 96Teilprojekt: Individuell fördern im Ganztag – Vielfältige Zugänge zum Lernen schaffen• Projektleitung: Prof. Dr. Silvia-Iris Beutel unter Mitarbeit von M.Ed. Inga
    Wehe
    • Zehn Gymnasien in der Projektlaufzeit: 2015-2018
    • Mit den Schulen werden Zielsetzungen, Maßnahmen, Ressourcen und
    Angebote zur Professionalisierung für die Aufgaben der individuellen
    Förderung festgehalten.
    • Zudem: Regelmäßige Beratung bei der Konzept- und Materialentwicklung
    sowie Einpassung in schulische Kontexte;
    • Pädagogische Tage in Kooperation mit den Gymnasien des Deutschen
    Schulpreises, Hospitationen;
    • Einbindung der Projektschulen in Lernforen des DSP;
    • Dokumentation, Evaluation, Publikation und Dissemination; Begleitforschung
  97. 97GanztagsschuleGanztagsschule
  98. 98Ganztagsschulen in Bildungslandschaften• Wechselseitige Kooperation: Bildung als Standortfaktor und die
    Bildungslandschaft als Lernraum (vgl. Coelen/Rother 2014)
    Ganztagsschulen in Bildungslandschaften
  99. 99Lehrerinnen und Lehrer an GanztagsschulenVeränderungen im Vergleich zur Halbtagsschule (Speck 2012):
    • Schule als Raum für Vor- und Nachbereitung von Unterricht sowie für
    Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen und SuS;
    • neue Aufgaben wie die Vernetzung von Unterricht und außerunterrichtlichen
    Angeboten, Rhythmisierung des Schulalltags,
    Flexibilisierung des eigenen methodischen und didaktischen
    Vorgehens;
    • verstärkte individuelle Förderung im ganzen Tag;
    • intensivere betreuende, erzieherische und soziale Funktionen;
    • Mitwirkung am Ganztagskonzept und an der Schulentwicklung
  100. 100Rhythmisierungsmodell: Ebenen, Bereiche, Merkmale (Kamski 2014, S. 23)Rhythmisierungsmodell: Ebenen, Bereiche, Merkmale (Kamski 2014, S. 23)
  101. 101Forschung und Entwicklung an GanztagsschulenPotenziale der GTS sind heute deutlicher zu identifizieren
    • Fachliches Lernen und soziales Lernen werden durch die Qualität des
    Ganztags gefördert
    • Positive Erträge sind ebenfalls festzustellen in Blick auf
    Bildungsteilhabe bzw. Lernnutzen (Radisch/Stecher/Lieme & Kühnbach 2007),
    Motivation, Sozialverhalten (Fischer/Kuhn & Züchner 2011), Schulnoten (StEGKonsortium
    2010), Familien- und Unterrichtsklima (Züchner 2011; Radisch 2009),
    Hausaufgaben und Erziehungsfragen (Rother 2011), Sozialkompetenz
    (Fischer/Kuhn & Züchner 2011), Klassenwiederholungen (StEG 2011); es gibt eine
    hohe Relevanz von Unterrichtsqualität, Partizipation und
    Kompetenzerleben
  102. 102Forschung und Entwicklung an GanztagsschulenBedeutung von StEG für Forschung und Entwicklung
    - 2004-2015 unter Beteiligung aller 16 Länder
    • Förderprogramm „Ganztägige Bildung, Erziehung und Betreuung“ des
    BMBF (2008-2011)
    • Programm „Ideen für mehr! Ganztägig lernen“ der DKJS (2004-2014)
    • Projekt „Ganz In – Mit Ganztag mehr Zukunft“ der Stiftung Mercator
    (2009-2018)
    - Ausbau von 29 Gymnasien in NRW zu gebundenen Ganztagsschulen
    - Systematische Ausweitung der Lernangebote
    - Unterrichtsentwicklung
    - Übergeordnete Ziele: Verbesserung der Qualität schulischer Abschlüsse;
    mehr Chancen auf ein Abitur
  103. 103Individualisierung und DifferenzIndividualisierung und Differenz
  104. 104Professionalisierung der Lehrenden• „Zusammen mit personalen, organisatorischen und konzeptionellen
    Ressourcen schulischer Kultur spielt die Haltung der Lehrkräfte eine
    wichtige und wesentliche Rolle“ (Beutel/Kretschmer 2016, S. 191).
    • „Haltungen des Gestaltens“: Selbstorganisation, hohe Identifikation
    mit der eigenen Schule, Veränderungskraft, Mut und
    Lösungsperspektive, Partizipation, Kreativität, Engagement und
    Professionalität, Wohlbefinden und gegenseitiger Respekt.
  105. 105Spannungsfeld:• Individualisierung als ausschließliche Ausrichtung auf den Einzelnen
    steht im Kontrast zu den sozialen Zielen von Schule, die durch
    gemeinsames Lernen in einer Gruppe erreicht werden können.
    • Individualisierung muss deshalb auch „Phasen des kollektiven oder
    kooperativen Lernens einschließen“ (Schubert 2010, S. 272).
  106. 106Professionalisierung der Lehrenden• Paradox: Individualisierung zielt auf die Erreichung eines Standards
    z.B. zentrale Prüfungen und Zentralabitur.
    • Synthese: Bildungsstandards und Kompetenzerwartungen als
    standardisierte Ziele, die über individuell angepasste Lernwege
    erreicht werden können.
  107. 107Professionalisierung der Lehrenden• Biografische Wertschätzung kann nicht in Beliebigkeit in der
    Organisation von Lehren und Lernen münden. Sie erfordert eine
    konsequente Überwindung von einer Didaktik gleichschrittigen
    Erfüllens curricularer Vorgaben und einer Dominanz summativer
    Leistungsbilanzen.
    • Es geht um die pädagogische Verantwortung für jeden Lernenden, um
    dessen Stärkung in Blick auf Willensbildung und
    Selbstwirksamkeitserleben.
    • Angebote und Erwartungen an die Schülerschaft hinsichtlich
    Mitwirkung und Verantwortung im Unterricht und Schulleben sind
    Schubkräfte für die Qualität der Einzelschule, die ihre Bindungskräfte
    zur Schüler- und Elternschaft pflegt.
  108. 108Offener Unterricht• Offener Unterricht ist kein Garant für wirksames Lernen.
    • Die bloße Verlagerung der Aktivitäten von der Lehrperson auf die SuS
    „setzt nur auf die Wirksamkeit der gewählten Methode“ (Schratz 2016,
    S. 69).
    • Die Reduktion der Lehrerrolle als Lernbegleitung, Lerncoach etc.
    übersieht die Bedeutung der pädagogischen Beziehung.
    • „Lernen braucht Lehren“ (Meyer-Drawe 2013, S. 89).
  109. 109Offener Unterricht• Offener Unterricht zielt auf eine Kritik bestehender Praxis (z.B.
    Organisationsmerkmale, fehlende Rhythmisierungen, frontale LehrLernarrangements)
    und fragt nach Lernstoffrelevanz,
    Bildungsanlässen, Lernorten, Lernpaten und Helfersystemen.
    • Offener Unterricht lässt sich reformgeschichtlich kennzeichnen als
    eine Bewegung, die der Grundschulpädagogik entspringt.
    • Offener Unterricht zielt darauf, Schülerinnen und Schüler zu
    aktivieren.
    • Offener Unterricht ist kein didaktisches Programm, sondern Ergebnis
    professionellen Lehrerhandelns (Beutel/Beutel 2007).
  110. 110offener unterrrichtDer Diskussionsstand zum Offenen Unterricht lässt sich mit folgenden
    Aspekten beschreiben:
    • Offener Unterricht kennzeichnet vielfältige unterrichtliche
    Handlungsformen, darunter die klassischen Grundformen:
    FA/WP/PA, differenzierenden und individualisierenden Unterricht.
    • Im Offenen Unterricht geht es um veränderte Formen pädagogischer
    Praxis, die ausgehend vom Unterricht auch zu einem gewandelten
    Verständnis von Schule insgesamt, deren Öffnung und
    Partizipationsangeboten führen sollen
    Offener Unterricht ist eine mögliche Antwort auf sich wandelnde
    Familien-, Freizeit- und Lernstrukturen. Damit verbindet sich die
    Chance, das Lernen stärker am Kriterium der Selbstverantwortlichkeit
    auszurichten.
    • Schülerinnen und Schüler beeinflussen im Unterricht selbst Zeitdauer,
    Abfolge und Wahl von Lerninhalten, Lernformen und Lernmaterialien.
  111. 111Lernen und Leistung in VielfaltLernen wird nicht vorrangig mit Anstrengung und Zertifizierung
    verbunden, sondern mit Neugier und Erkundungswillen.
    Ø Lernräume geben Orientierung, aber nicht Denkstrukturen vor.
    Ø Es gibt eine Rhythmik des Lernarrangements: Gemeinsame
    Themenerschließung und individuelle Lernvorhaben.
    Ø Wechselseitigen Wissenskonstruktionen wird Respekt gezollt.
    Ø Lernwege sind transparent.- auch kompetenzbeurteilung, entschediungen, regeln tansparent!!
    Ø Die Lerndokumentation wird mit in die Verantwortung der Kinder und
    Jugendlichen übergeben.
    Ø Partner der Bildungsregion sind eine präsente Öffentlichkeit
    ergebnisbezogenen Lernens.
  112. 112Demokratie- und LernkompetenzDemokratie- und Lernkompetenz
  113. 113Leistungsportfolio der SchuleLeistungsportfolio der Schule
  114. 114Individualisierung als Qualitätsmerkmal guter SchulenIndividualisierung als Qualitätsmerkmal guter Schulen
  115. 115Begriffsverständnis Individualisierung und DifferenzSoziologisches Verständnis: Freiheit, Loslösung eines Menschen aus
    sozialen Bindungen, Pluralisierung von Lebensstilen.
    • Pädagogisches Verständnis: Anerkennung von Individualität
    (Menschenbild), didaktisches Verständnis von Individualisierung,
    Verständnis von Individualisierung als Schulentwicklungsaufgabe.
  116. 116Individualisierung päd. verhältniszielt auf „Selbstbestimmung des Menschen als
    Individuum im Sinne der Einzigartigkeit im Vergleich zu Anderen und
    Anderem und schließlich im Unterschied zur Gesellschaft“ (MeyerDrawe
    2004, S. 455) als entscheidendes Merkmal von Schule und
    Pädagogik in der Moderne
  117. 117Didaktisches Verständnis der individualisierungIndividualisierung meint die didaktische Orientierung am einzelnen
    Kind/Jugendlichen.
    • Individualisierung des Unterrichts und der Lernprozesse der
    Schüler/innen meint „…die exakt adressatenbezogene Aufbereitung
    eines Lernvorgangs für den einzelnen Schüler, d.h. die totale
    Differenzierung des Lernangebots auf den einzelnen Schüler hin“
    (Köck 2002, S. 319).
    Individualisierung nimmt die zuvor erfassten Lernvoraussetzungen
    und/oder Interessen einzelner Schülerinnen und Schüler als
    Ausgangspunkt und stellt daraufhin passende individuelle
    Lernangebote zur Verfügung“ (Bohl et al. 2012, S. 44).
    • „Der Begriff der Differenzierung zielt im Gegensatz zur
    Individualisierung nicht zwangsläufig auf das Individuum in seinen
    jeweiligen Voraussetzungen und Interessen, sondern bezieht sich auf
    eine merkmalsbezogene Gruppierung in der Lerngruppe bzw. Klasse,
    z.B. nach Leistung oder nach Interesse“ (ebd., S. 47).
  118. 118Verständnis als Schulentwicklungsaufgabe•
    „ Die Individualität von Schülerbiografien ist […] Ausgangspunkt von
    Schulentwicklung“ (Beutel/Beutel 2014, S. 5).
    • Individualisierung zielt auf individuelle Bildungsverläufe (Riekmann
    2015).
    • Individualisierung ist eine Gestaltungs- und Entwicklungsaufgabe
    für die Schulgemeinschaft.
    • Individualisierung bedarf eines schulischen Gesamtkonzeptes, das
    vielfältige Angebote, Maßnahmen und Instrumente integriert.
    • Individualisierung orientiert sich an den spezifischen
    Herausforderungen der Einzelschule
  119. 119Aktuelle Herausforderungen für Schule und Unterricht• Schulgesetzgebung
    • Inklusion
    • Heterogenität und Chancengleichheit
    • Individualisierung und Bildungsübergänge
    • Lerntheorie
    • Individualisierung als Qualitätsmerkmal guten Unterrichts
    • Individualisierung als Qualitätsmerkmal guter Schulen
  120. 120SchulgesetzgebungIndividuelle Förderung als Teilkonzept von Individualisierung
    Schulgesetz – NRW
    •
    „ Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche
    Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische
    Bildung, Erziehung und individuelle Förderung“
    (2004/2014 § 1 Abs. 1).
    • Grundsatzposition zur begabungsgerechten Förderung (KMK 2009);
    • Schulrechtsänderungsgesetz (2014): Betonung individueller
    Förderung für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem
    Förderbedarf.
  121. 121„Mainzer Erklärung“ (2016):: Begabtenförderung und individuelle
    Förderung als Kernaufgabe der Schule!
    Ø Individuelle Förderung ist ganzheitlich angelegt:
    • Leistungssteigerung
    • Weiterentwicklung der Persönlichkeit
    • Entfaltung sozialer Kompetenzen (Ruberg/Porsch 2016)
  122. 122InklusionArt. 24 UN-BRK 2006/2009:
    „ Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit
    Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung
    und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen,
    gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives [inklusives]
    Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen…“ (Art. 1).
    • Ein integratives/inklusives Schulsystem erfordert Veränderungen in
    der Gestaltung von Lernarrangements im Sinne eines Unterrichts und
    einer Schule für alle.
  123. 123inklusion 2Inklusion verlangt nach einem Blick auf Lerngruppen mit „ihrem
    großen Spektrum von ‚Unikaten‛, die bestenfalls verwaltungslogisch,
    aber nicht pädagogisch sinnvoll unterteilt werden können“ (Hinz
    2015, S. 81).
    Inklusion als gesellschaftlicher Auftrag
    •
    „ Gekonnter und achtungsvoller Umgang mit Vielfalt wird für unser
    Leben und Lernen immer wichtiger - kulturell, fachlich, politisch und
    wirtschaftlich gleichermaßen. Bei Lehrerinnen und Lehrern gehört
    dies zu den wesentlichen Bestandteilen beruflicher Kompetenz und
    Entwicklung" (Fauser/Thiele 2010, S. 32).
  124. 124Heterogenität und Chancengleichheit• Schulleistungsvergleiche (z.B. PISA) belegen die soziale Selektivität
    des deutschen Schulsystems.
    • Der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozioökonomischen
    Status sowie dem Migrationshintergrund im internationalen Vergleich
    ist sehr hoch à insbesondere bei höheren Bildungsabschlüssen
    (Klemm 2016, S. 19f.).
  125. 125Schularten mit Sekundarbereich/höheren Schulabschlüssen sind zunehmend gefragtHohe Übergangsquoten zum Gymnasium (43% aller
    Grundschüler/innen)
    Ø „ Leitbild des deutschen Schulsystems“ (Tillmann 2012, S. 11)
    Ø Wechsel in den Sek. I und II sind variantenreich, so dass weit mehr
    SuS das Gymnasium verlassen als wechseln.
    Ø Höher werdende Wiederholungsquote (AG Bildungsberichterstattung
    2014)
  126. 126Lerntheorie• Betonung des Individuums im Lernprozess basiert nicht nur auf der
    besonderen pädagogischen Wertschätzung des einzelnen Kindes,
    sondern aktuelle lerntheoretische Ansätze deuten Lernen als
    individuellen und selbstverantwortlichen Prozess.
    • Perspektive: Lernen steht im Mittelpunkt
  127. 127Individualisierung als Qualitätsmerkmal guten UnterrichtsRhythmisierung à Adaptives Unterrichten
    • Einheiten für kognitiv-fachliches Lernen
    • Übungsphasen
    • Experimentell-fachliches Lernen
    • Zeit für Freiarbeit
    • Zeit für fächerübergreifendes Arbeiten
    • Projekte
    • Außerschulische Kooperation
  128. 128Lernkultur und DemokratiepädagogikBegründungskontexte
    • Internationale Schulleistungsstudien
    • Heterogenitätsdiskurs und Diversifikation von Kindheiten
    • Veränderungen der Schullandschaft
    • Schul- und Bildungsangebote als Standortqualität
    • Konstruktive Lernarbeit
    • Inklusive Pädagogik
    • Stärkung von Handlungskompetenz, Selbstwirksamkeitserfahrung
    • Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention
    • Toleranzförderlicher Umgang mit dem politischen Einigungsprozess in
    Europa und mit der Globalisierung
    • Bürgergesellschaftliche Teilhabe
  129. 129Lernen und UnterrichtsqualitätLernen und Unterrichtsqualität
  130. 130alte vs neue lernkulturalte vs neue lernkultur
  131. 131fazit neue lernkulturÜberwindung von Frontalunterricht und Pensengleichheit;
    • Unterricht als Ermöglichung, Herausforderung und Unterstützung von
    Lernen;
    • Lernanlässe, Selbstlernzentren, differenzierte Aufgabenkulturen, peerlearning;
    • Nachvollziehbarkeit und Kommunikation von Lernen und Leistung;
    • Schulen entwickeln aus dem Lehrplan eigene Lernpläne und erwirken
    damit eine Themen- wie Kompetenztransparenz sowie eine
    Verständigung der Fachkulturen.
  132. 132Die pädagogische Trias bildet die Grundlage gelingenden Lernens:• Die Erfahrung von Kompetenz: Ich kann etwas tun.
    • Die Erfahrung von Autonomie: Ich bin es, der handelt.
    • Die Erfahrung der sozialen Eingebundenheit: Mein Tun ist für andere
    bedeutungsvoll und wird wahrgenommen sowie wertgeschätzt.
  133. 133lernkultur?Der Lernkulturbegriff ist hinreichend offen, um dem gesamten
    pädagogischen Geschehen in seiner Breite und möglicherweise auch
    gerade in der Differenz unterschiedlicher pädagogischer Praxen auf die
    Spur zu kommen“ (Reh et al., 2015, S.15).
    „Eine ‚neue Lernkultur‘ ist das Schlüsselelement einer ‚lernenden Schule‘,
    in der Schule nicht als starre Organisation, sondern als ein lebendiger
    Organismus verstanden wird, der in seiner Einmaligkeit, geprägt durch die
    Menschen, die dort arbeiten, seine eigene Entwicklung organisiert“
    (Schratz 1996, S. 27).
  134. 134Kognitiv anregende Maßnahmen der LernunterstützungVorhandene
    Vorstellungen
    erschließen
    Kognitive
    Konflikte
    auslösen
    Vorstellungen
    aufbauen
    bzw. weiterentwickeln
    Anwendung
    und
    Konzeption
    ermöglichen
    Austausch
    über
    Vorstellungen
    und
    Konzepte
    anregen
    Herausfordernde
    Aufgaben
    stellen
    Über Lerninhalte
    und
    Lernwege
    nachdenken
  135. 135Neubestimmung pädagogischer BeziehungenEs geht dann um…
    • eine Stärkung pädagogischer Verantwortung
    • eine handlungsstarke und demokratiepädagogisch unterfütterte
    Expertise der Kollegien
    • Schülerpartizipation als Schubkraft für die Qualität der Einzelschule
    • die Pflege der Bindekräfte zur Schüler- und Elternschaft
  136. 136„‚Demokratiepädagogik‘bezeichnet die gemeinsame Aufgabe
    zivilgesellschaftlich ausgerichteter Initiativen, Konzepte, Programme
    und Aktivitäten in Praxis und Wissenschaft, die das Ziel verfolgen, die
    Erziehung zur Demokratie zu fördern. Demokratie und
    Menschenrechte sind als umfassende und grundlegende
    Gestaltungsnorm eng miteinander verbunden und können nur
    miteinander verwirklicht werden. Wie die Menschenrechte, so ist auch
    die Demokratie eine historische Errungenschaft, deren Verständnis,
    Bedeutung und praktische Geltung durch politisches wie
    pädagogisches Handeln immer wieder aktiv erneuert und verwirklicht
    werden muss – als Regierungsform, als Gesellschaftsform und als
    Lebensform“
    Demokratiepädagogik ist eine Querschnittsaufgabe der Pädagogik
    in früher Kindheit, in Jugendbildung und in der Schule. Sie ist nicht
    alleine in einem Fach oder einem Fachbereich aufgehoben.
  137. 137Voraussetzungen und Geschichte: DemokratiepädagogikVoraussetzungen und Geschichte:
    • Schulrechtliche Aspekte
    • Schulgesetze der Länder (Präambeln/Eingangsbestimmungen)
    • Verfasste Schule: SV als Erfahrungs- und Lernfeld für Partizipation (mit
    maßgeblich begrenzter Reichweite); Elternpartizipation
    • Politische Bildung als Fach
    • Debatte um politische Sozialisationsfunktion der Schule (1970er Jahre:
    Hidden Curriculum; Schule als Erziehungsinstanz; Schule und
    bürokratische Rationalität)
    • Reformpädagogische Traditionen: Schule als Staat;
    Verantwortungserziehung
    • Anspruch auf „Prävention gegen Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und
    Gewalt“ sowie bildungsbedeutsame Antwort auf Phänomene der
    Ablehnung und Gleichgültigkeit gegenüber Politik/Politikerverdrossenheit
  138. 138Demokratiepädagogik – Begriff und Reichweite Demokratiepädagogische Ziele:Die Förderung situierten, anwendungsbereiten Wissens über
    Demokratie und Politik;
    • die Bereitschaft, die Demokratie als Wert zu akzeptieren und ihr
    normatives Gefüge zu akzeptieren und weiterzuentwickeln;
    • sich nach Verfahren der Demokratie zu engagieren und nicht auf
    abstrakte Akteure zu warten;
    • eine demokratische Schulentwicklung zu fördern;
    • zivilgesellschaftliche Initiativen und Projekte für Demokratie lernen in
    Schule und Jugendarbeit zu verankern;
    • Praxismodelle demokratisch gehaltvollen Lernens der öffentlichen
    Expertise zuzuführen
  139. 139KMK-Beschluss zu „Demokratiebildung und Geschichtslernen“ der 365. Plenarsitzung vom 5./6. März 2009:• Etablierung von Demokratiepädagogik in Lehrerausbildung und
    -fortbildung
    • Förderung einer Auseinandersetzung mit allen Formen des
    Extremismus, mit Fremdenfeindlichkeit, Fundamentalismus, Gewalt
    und Intoleranz
    • Unterstützung von Schulen bei der Verankerung von
    demokratiepädagogischen Aspekten in schuleigenen Curricula
    • Etablierung von Demokratieerziehung und demokratischer Schulkultur
    als Kriterium von Schulentwicklung
    • Merkmalskatalog „demokratiepädagogischer Schulen“
  140. 140Kriterien einer demokratischen SchuleKriterien einer demokratischen Schule
  141. 141Reflexionsaufgabe: Gute demokratische SchulpraxisReflexionsaufgabe: Gute demokratische Schulpraxis
  142. 142Projektlernen – Anerkennung, Kompetenz und soziale EingebundenheitIn vielen Schulen sind Projekte ein Kernelement des Schulprogramms
    und stehen im Zentrum des Lernverständnisses.
    • Projekte sind ein schulpädagogischer Innovationsschub, sie setzen auf
    Eigentätigkeit der Lernenden, Dokumentation und sichtbare Produkte.
    • Sie sind kein Selbstzweck, kein methodischer Leerlauf, sondern Weg
    zu einem erfolgsorientierten Lernen.
    • Projekte sind „individualitätsstark“ und „individualitätsstärkend“
    (Beutel 2010).
    • Projekte sind Gelegenheitsstrukturen der Schule, Anlass für
    Demokratielernen, sie benötigen qualitätsorientierte
    Anforderungsstandards.
    • Projekte stehen nicht konträr zum Regelunterricht. Sie greifen
    Fachunterricht mehrperspektivisch auf.
    • Projekte können ein zeitstabiles Lernen begünstigen.
    • Gute Projekte sind Substanz eines effektiv organisierten Lehrplans und
    Teil der Schuljahresplanung.
    • Sie erfordern Teamarbeit; hierbei werden Kompetenzen gebündelt,
    Lehrerexpertisen gestärkt (Beutel 2010).
  143. 143Projektlernen – Anerkennung, Kompetenz und soziale EingebundenheitProjekte als Schlüssel zur Beschreibung von Schulqualität …
    • Leistung: Erweiterung des Leistungsspektrums der Schule und
    Wettbewerbskultur;
    • Umgang mit Vielfalt: Innere Differenzierung und Integration,
    Überwindung von Misserfolg und Durchschnittlichkeit;
    • Unterrichtsqualität: Bedeutungsstärkung und Vernetzung schulischen
    Lernens;
    • Verantwortung: Projekte teilen die Verantwortung für Lernerfolge
    zwischen Lehrenden und Lernenden auf;
    • Schulleben: Das Schulklima wird als fachliche Präsenz aller
    schulischen Gruppen begriffen;
    • Schule als lernende Institution: Die innere Organisation und
    inhaltliche Abstimmung eines Gesamtkollegiums wird gestärkt.
  144. 144Partizipationsfördernde Strukturen und LernarrangementsPartizipationsfördernde Strukturen und Lernarrangements
  145. 145Projekte als Schlüssel zur Beschreibung von Schulqualität …Leistung: Erweiterung des Leistungsspektrums der Schule und
    Wettbewerbskultur;
    • Umgang mit Vielfalt: Innere Differenzierung und Integration,
    Überwindung von Misserfolg und Durchschnittlichkeit;
    • Unterrichtsqualität: Bedeutungsstärkung und Vernetzung schulischen
    Lernens;
    • Verantwortung: Projekte teilen die Verantwortung für Lernerfolge
    zwischen Lehrenden und Lernenden auf;
    • Schulleben: Das Schulklima wird als fachliche Präsenz aller
    schulischen Gruppen begriffen;
    • Schule als lernende Institution: Die innere Organisation und
    inhaltliche Abstimmung eines Gesamtkollegiums wird gestärkt.
  146. 146Reformpädagogik1890 bewegung
    neues umdenken
    innere differenzierung statt individualisierung
    binnendifferzierung
    vergleichbarin kleingruppen
  147. 147Strukturplanung1970 defizit orientierter ansatz
    gesamtschulegegründet
    bildungsreform
  148. 148bildungsforschungkindgmeäß und anschaulich
    wissenschaftsorientiert
    forschendeslernen der kider
  149. 149NRW besonderheitenVersuchsschulen die dauerhaftsind
    keine profil oberstufe
  150. 150wie individualiserung umsetzne?zeit+diagnostik
    lern und arbeitsräume
    materialien
    schüler lockbuch
    differzerung durch hobbys und interessen
    altersgemicschten gruppen
    geschlechter gruppen
    abi im eigenen tackt
    springen!
  151. 151bewegte schulemassage, Tanz, förderung von bewegung, ringen und raufen, förderung konzentration und intelligenz, bildungsoutput besser, förderung emphatie öffnung
  152. 152was ist richtige partizipation statt schein partizipation?- klassen und schulsprecher
    - kinder und schulgericht
    - auswahl der methoden- mitwirken
    - freie partizipation
  153. 153gründe für ganztagsschule nach 2 WKzeit zum aufbau
    viele weisen
    sicherheit und essen
    hilfe nach traumatisierung
  154. 154bildungsreformging einher mit frauenbewegung
    studentenbewegung
    deokratiseung
    arbeiterkinder
    gastarbeiter
  155. 155nachmittagliches angebot an schulenpädagogischen bezug
    üben und vertiefen statt hausaigaben
    schülerfirmen
    kooperstion mit eltern
  156. 156Professionalisierung im Lehrerberuf„Für die Lehrerbildung stellt sich die Herausforderung, das
    Erfahrungswissen, das die angehenden Lehrerinnen und Lehrer in ihre
    Ausbildung mitbringen, so aufzuarbeiten und anschlussfähig zu machen,
    dass es mit dem Berufswissen der Lehrerprofession und dem
    wissenschaftlichen Wissen der Bezugsdisziplinen der Lehrerbildung
    verknüpft werden kann, um dem professionellen Handeln als flexibel
    nutzbare Grundlage zu dienen“.
  157. 157gegenstandsbereich des lehrberufsErfahrungswissen
    Berufswissen
    Wissensbereiche
    Wissenschaftliches
    Wissen der
    Bezugsdisziplinen
  158. 158Zeit- und ZukunftssignaturenVerwissenschaftlichung der Lehrerbildung
    • Professionalisierungskonzepte
    • Curriculum und Standards
    • Balancierung beruflicher Erwartungen
    • Moderation von Theorie und Praxis
    • Globalisierung, Multikulturalität, Wissensgesellschaft
    • Bildungssystem-Lehrerberuf: Wandel und Zukunftsfähigkeit
    • Berufswissen/Expertenrolle
    • Kompetenzdimensionen
    • Forschendes Lernen in Netzwerken
  159. 159KompetenzfelderReflexions- und Diskursfähigkeit
    • Professionsbewusstsein
    • Kollegialität
    • Differenzfähigkeit
    • Personal Mastery
    Selbstreflexives
    Wissen
    Praktisches
    Handlungswissen
    Theoretisches Reflexionswissen
  160. 160Aufgabenfelder, Erwartungen, LeitbilderErziehung
    Beratung
    Unterrichten
    Diagnose, Beurteilung, Evaluation
    Mitwirkung an der Schulentwicklung
  161. 161Aufgabenfelder, Erwartungen, LeitbilderSelbstwahrnehmung
    • Lehrerpersönlichkeit
    • Schülererwartungen
    • Bildungs- und Unterrichtsforschung
    • Lehrerberuf als Profession
    • Politik, Verbände
  162. 162Kompetenzklassen und HandlungsfelderKompetenzklassen und Handlungsfelder
  163. 163Kompetenzklassen und Handlungsfelder 2Kompetenzklassen und Handlungsfelder 2
  164. 164Entwicklungsfelder der Schule• Bildungsteilhabe und Kompetenzsicherung
    • Heterogenität und Bildungsgerechtigkeit
    • Schulstrukturelle Veränderungen
    • Schul- und Bildungsangebote als Standortqualität
    • Konstruktive Lernarbeit
    • Inklusive Pädagogik
    • UN-Kinderrechtskonvention
    • Partizipation
    • Globalisierung
    • Bürgergesellschaftliche Teilhabe
  165. 165Der Weg zur LehrerexpertiseDie Gestaltung der Lehrerbildung ist sowohl wissenschaftlich als auch
    bildungspolitisch strittig. Gesellschaftliche Positionierungen sind
    bspw. daran erkennbar, dass einige Bundesländer nach Schulstufen,
    andere nach Schulformen ausbilden: „Bildungspolitisch ist die erste
    Position eher mit einer Befürwortung von Gesamtschulen, die zweite
    eher mit einer Befürwortung der Dreigliedrigkeit des Schulsystems
    verbunden. Hinter diesen Positionen wiederum verbergen sich
    unterschiedliche Vorstellungen zur Reproduktion der Sozialstruktur in
    der Gesellschaft“ (Blömeke et al. 2007, S. 162).
    • Lehrerbildung zielt darauf, Lehrende dazu zu befähigen, ihre
    beruflichen Aufgabe auf einem hohen Qualitätsniveau zu bewältigen
    und lebenslang ausüben zu können.
    • „Ein Expertenlehrer ist zum einen in der Lage, mit Hilfe seines
    gespeicherten Wissens in jeder unterschiedlichen Situation unter dem
    hohen Handlungsdruck, den diese ausübt, aus der Vielzahl der
    Informationen im Klassenzimmer die relevanten auszuwählen und zu
    verarbeiten. Zum anderen kann dieser Experte schnell Entscheidungen
    zwischen den verschied
  166. 166Wissensbereiche:• Inhaltswissen
    • Curriculares Wissen
    • Philosophie des Schulfaches
    • Pädagogisches Wissen
    • Fachspezifisch-pädagogisches Wissen
  167. 167Bausteine der Reform der LehrerbildungQualität
    Modularisierung
    Standards
    Kompetenzorientierung
  168. 168ForschungsfelderForschungsfelder, Konzepte und Methoden
    • Geschichte des Lehrerberufs
    • Besonderheiten und Rahmenbedingungen
    • Berufsbiographien
    • Lehrerbildung
    • Lehrerkognition, Lehreremotion, Lehrerkompetenzen
    • Lehrerhandeln
    • Belastung und Beanspruchung
  169. 169Belastungen/Ressourcen im Lehrerberuf• Anspruchsvolle Aufgaben und Arbeitszeitmodelle
    • Umgang mit ambivalenten Anforderungen
    • Belastungsarten/Stressoren
    • Risikomuster
    • Burnout, Lehrergesundheit und Entlastungsstrategien
    Ø Untersuchungen zur Lehrergesundheit: Salutogenetischer Ansatz;
    Frage nach gesundheitsförderlichen Ressourcen; Ausrichtung auf
    wirksame Prävention: Selbstwirksamkeitserleben fördert
    Stressbewältigung, Wohlbefinden sowie Berufszufriedenheit
  170. 170Ressourcen mit positiver Wirkung auf die Lehrergesundheit• Führungsqualität und Unterstützung durch die Schulleitung
    • Kollegiale Zusammenarbeit und geteilte pädagogische Vorstellungen
    • Bindekräfte zur Schüler- und Elternschaft
    • Innovationsklima und Partizipation
    • Anerkennung verschiedener Expertisen und Persönlichkeiten
    • Handlungsspielräume und konstruktive Evaluation
    • Stärkung durch externe Experten und Netzwerkmitwirkung
    • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
    Ø Konzeptionelle Verankerung von Gesundheitsförderung als Teil
    von Schulqualität und Schulentwicklung
  171. 171Kooperative Teamentwicklung• Geteilte Normen und Werte
    • Verantwortlichkeit, Verbindlichkeit und Feedback
    • Verständigung und Zielbezogenheit
    • Kommunikationsforen und Zeitraster
    • Strukturen mit Unterstützung der Schulleitung
    • Selbstreflexion und Evaluation, Nachsteuerung und Feinjustierung
    • Öffentlichkeit und Expertentum
  172. 172Kooperative TeamentwicklungKooperation von Lehrkräften und damit die Entprivatisierung von
    Unterricht ist eine zentrale Gelingensbedingung für Inklusion. Qualitativ
    hochwertige Zusammenarbeit stellt ferner die Grundlage für
    anspruchsvolle Schulentwicklung dar und hat positive Auswirkungen auf
    die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler“ (Werning/Löser
    2013, S. 22).
  173. 173KooperationsformenKooperationsformen
  174. 174Formen des Co-TeachingsLehrkraft und
    Beobachter
    Lehrkraft und
    Assistenz
    Stationsunterricht
    Komoderierter
    Unterricht
    Alternativer
    Unterricht
    Parallelunterricht
  175. 175Ausblick„Die verbesserte berufliche Fähigkeit von Lehrern, sehr unterschiedliche
    Kinder zu fördern, kommt den Starken und Schwachen gleichermaßen
    zugute […]. Dass die Eltern hier aktiv einbezogen werden, macht auf eine
    Qualität und Wirkung der Schule aufmerksam […]. Durch die Schule wird
    gleichsam das gesamte soziokulturelle Feld, in dem die Kinder
    aufwachsen, im Interesse der gemeinsamen pädagogischen Verantwortung
    integriert und mobilisiert. Die Schule wirkt als Katalysator für die soziale
    und kulturelle Entwicklung des Gemeinwesens und als Anwältin einer
    Entwicklung, die sich an den Prinzipien der Aufklärung und der
    demokratischen Moderne orientiert […]. Hier liegt eine Kernqualität
    zukunftsweisender Pädagogik im Zeitalter globalisierter Verflechtungen
    und Gefährdungen“.
  176. 176Lernbegleitung und Leistungsbeurteilung• Schulsystem und Einzelschule: Erwartungen an die Effizienz und
    heterogenitätsstarke Lernarbeit;
    • Verantwortung für Bildung durch eine Verbesserung der
    diagnostischen Verstehens- und Anwendungskompetenz der
    Lehrkräfte sichern, weil Leistungen mit dem Anspruch auf Validität
    festgestellt werden müssen (van Ophuysen 2010);
    • Leistungsbeurteilungssysteme sollen Konzepte der Individualisierung
    und Förderung im Profil der Einzelschule stützen, sie sollen
    kinderrechtlich und demokratiepädagogisch verankert sein.
    • Instrumente und Verfahren sollen kompetenzförderlich, partizipativ
    und kommunikativ sein sowie eine Gerechtigkeitserfahrung
    ermöglichen;
    • Leistungsbeurteilung muss in ihren unterschiedlichen Funktionen und
    Wirkungen neu bedacht werden (Individualisierung von
    Lebensläufen und Standardisierung von
    Übergängen/Statuspassagen (Tillmann 2013).
    • Brauchen wir mehr Prüfungsstandards oder mehr
    Demokratiestandards? (Edler 2010)
    • Fundament eines förderlichen Leistungsbeurteilungssystems muss
    eine demokratiepädagogisch fundierte Lernkultur sein (Beutel
    2013)!
  177. 177Funktionaler Wandel (Beutel 2015)Leistungsbeurteilung
    als Aufstieg und
    Ausschluss
    Leistungsbeurteilung
    als Würdigung
    Leistungsbeurteilung
    als Beteiligung
    Leistungsbeurteilung als
    Rekonstruktion des Lehrens
    und Lernens und
    zukunftsfähiger Dialog
  178. 178Welche Funktionen sind in der Praxis besonders ausgeprägt?Welche Funktionen sind in der Praxis besonders ausgeprägt?
  179. 179Inklusion, Förderung, GerechtigkeitInklusion, Förderung, Gerechtigkeit
  180. 180Lernen und Leistung entwickeln und fördern• Formulierung von Leistungsethos mit Leitbildbezug
    • Verständnis von Lernen und Leistung
    • Schulinterne Curricula mit Konzepten zur Leistungsentwicklung, zur
    Förderung und zu Bewertungsgrundsätzen
    • Absprachen zur unterrichtlichen Leistungsentwicklung
    • Formulierung von Standards und passgenaue Fortbildung, Vernetzung
    • Nutzung von (Leistungs-) Daten für die kollegiale Zielfindung und
    Konzeptplanung
  181. 181Lernen und Leistung entwickeln und fördern• Zeitfenster für die kollegiale Verständigung als professionelle
    Lerngemeinschaft mit Eigenverantwortung
    • Evaluations- und Beratungskonzepte: Struktur und Organisation
    (Beutel/Höhmann/von der Gathen 2014)
  182. 182Leitbild der SchuleLeitbild der Schule
  183. 183Grundverständnis von alles»könnerSchulenKompetenzorientierte
    Unterrichtsqualität
    Kompetenzförderliches
    Rückmeldesystem
    Steuerung der
    kompetenzorientierten
    Unterrichts- und
    Schulentwicklung
    durch die Schulleitung
    Kollegiale Kooperation
    für die Entwicklung
    kompetenzorientierten
    Unterrichts
    Kompetenzorientiertes
    Schulcurriculum
    Einbindung von
    Schülerinnen und
    Schülern sowie Eltern
  184. 184Professionalisierung• Pädagogisches Leistungskonzept
    Baustein I
    „Drehscheibe der Beteiligung und des Verantwortungslernens“
    • Individualisierte Beurteilungspraxis
    • „Galerie der Leistungsentwicklung, Dokumentation und
    Transparenz“
    Baustein II
    • Feedbackkultur
    • „Verständigungspfade: Reflexion, Coaching und Öffentlichkeit des
    Lernens“
    Baustein III
    • Lernbegleitung- und Leistungsbeurteilung als Aufgaben der
    Unterrichts- und Schulentwicklung
    • „Schullogbuch, Organigramme und ihre demokratische
    Binnenkultur, Lernzukunft
  185. 185Deutsche Schulakademie – Pädagogische Werkstatt• Ausschreibung und Bewerbung
    • begleitetes Professionalisierungsangebot für jeweils drei
    Vertreter/Vertreterinnen einer Schule
    • modulartiges Programmportfolio
    • theoretische Inputs, Kreativwerkstatt und Phasen zum Konzeptaufbau,
    Tauschbörse, kollegiale Beratung
    • Organisations- und Steuerungswissen für Schulleitungen
    • Erprobungszeit, Dokumentation und Reflexion
    • bundesweite und regionale Netzwerkbildung
  186. 186Verständigender Rückblick, verantwortungsbewusster Ausblick auf die Lernzukunft, WirkungsanalyseLerntagebücher Studienplaner
    Lernlandkarten
    Logbücher
    Portfolios etc.
  187. 187ZeugnisgesprächeSchülerportfolio
    Präsentation
    Rückmeldung und
    Perspektive: Schüler,
    Lehrende und Eltern
    Gegenseitige
    Vereinbarungen
  188. 188Lernen und Leistung entwickeln und fördernLernen und Leistung entwickeln und fördern
  189. 189Lernen und Leistung entwickeln und fördernWissensvermittlung und -aneignung
    Entwicklung von Selbstorganisation
    Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen
    Entwicklung musisch-ästhetischer Kompetenzen
    Entwicklung motorisch-sportlicher Kompetenzen
  190. 190Materialseiten der nominierten SchulenMaterialseiten der nominierten Schulen
  191. 191Die Hierarchie der Partizipationsformen nach Oser/Biedermann 2007, S. 29 ff.Vollkommene
    Partizipation
    Bereichsspezifische
    Partizipation
    Teilpartizipation in
    Handlungsinseln
    Auftragspartizipation
    Freundlichkeitspartizipation
    Zugehörigkeitspartizipation
    Pseudopartizipation
  192. 192Kennzeichen kompetenzorientierter Leistungsrückmeldung:1) Kompetenzorientierter Unterricht in allen Fächern und
    Jahrgangsstufen
    2) Neue Formate der dialogischen Rückmeldung und Ebenen der
    Reflexion (Sache, Lernen, Person, Leistung)
    3) Etablierung von Feedback als effektstärkstem Aspekt der
    Lernbegleitung mit Zukunftskonferenz
    4) Kompetenzbasierte Zeugnisse auf der Basis von Bildungsstandards
    und individueller Kompetenzentwicklung
  193. 193Konsequenz: Hierarchisches Verständnis von Leistungsbeurteilung und Machtmonopol der Lehrenden abbauen und verändern:• Noten dienen auch aus ihrer historischen Genese heraus nicht
    pädagogischen Funktionen
    • sie haben eine geringe Aussagekraft und überbetonen den
    Bewertungsaspekt
    • es mangelt an Objektivität, Reliabilität und Validität
    • mehr Selektion erzeugt zudem nicht bessere Lernleistungen!
    noten über klasse hinaus nicht aussagekräftig
  194. 194Lernbegleitung soll ...eine grundlegende
    Demokratieerfahrung
    ermöglichen;
    die zensurenorientierte
    und rein curriculare
    Rückmeldekultur der
    Schule zurückdrängen;
    Schülerinnen und
    Schüler, und nicht nur
    Eltern, als Adressaten
    wahrnehmen und
    beteiligen;
    die Verantwortungsbereitschaft
    der Kinder
    und Jugendlichen
    wertschätzen und
    systematisch fördern
    Beteiligung als
    Lernförderung verstehen;
    partizipationsstärkend
    auf die Schule insgesamt
    wirken
  195. 195Lernbegleitung benötigt ...Lernbegleitung benötigt ...
  196. 196Funktionen der LernbegleitungFunktionen der Lernbegleitung
  197. 197partizipation? kommunikation? annerkennung?Material, Peers Zeit Lehrkraft selbst asuwählen
    Ketten bilden
    demokratisches sprechen
    jeder gleichberechtigt
    resourcen orientierte pädagogik
    echtes lob
    zertifikate
    annerkennung der verschiedenheit
  198. 198formen des lernenslearning to know wissenszuwachs
    learning to be soziale senisbilisierung
    learning to do handlungskompetenz
    learning to live etik moral
  199. 199formen der demokratieDemokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform
    Demokratie als Lebensform und „soziale Idee“
    als regierungsform
    Der Klassenrat ist Basis für das Demokratielernen in der Schule. Kinder und Jugendliche lernen
    eigenen Anliegen, Konflikte und persönliche Lernmöglichkeiten und -wege vorzutragen und zu
    reflektieren. So gestalten sie bewusst das „WIR“ auf Basis demokratischer Werte und erfahren
    Demokratie als Lebensform.
    Der Klassenrat ist als Selbstbestimmungsorgan Basis für die Mitbestimmung in der Schule. Er
    delegiert und wählt die Klassenvertreter/innen für die repräsentative Schülervertretung. Damit
    wird Demokratie als Regierungsform in der Klasse sowie der Schule eingeübt und gleichzeitig
    Transparenz als Wert der Demokratie erlebt.
    Der Klassenrat als Ausgangspunkt für das Lernen von sozialen, moralischen und
    demokratiepädagogischen Kompetenzen im individualisierten Lernen, der Gestaltung von
    Lerninhalten sowie der Übernahme von Verantwortungsprojektemit Partnern der
    Zivilgesellschaft. Kinder und Jugendliche entwickeln dadurch ein Verständnis für die Demokratie
    als Ges
  200. 200PLGDie Professionelle Lerngemeinschaft arbeitet also themenbezogen. Das erste Treffen der PLG diente der gemeinsamen Themenfindung. Für die Lehrerinnen war es von Anfang an wichtig, ein Thema zu wählen, das so nah wie möglich an ihrer Unterrichtsarbeit ansetzt. Sie haben ein Thema gesucht, das es zulässt, Arbeitsergebnisse von Schülerinnen und Schüler im Unterricht zu beobachten und bei den Treffen gemeinsam authentische Schüleraufgaben und Schülerarbeiten zu diskutieren. Für die Sichtung von Schülerarbeiten wollen sie sich in jeder Sitzung Zeit nehmen

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Tu Fichas sobre Einführung in die Schulpädagogik, creado por Anna- Marie el 30/10/2017.
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Anna- Marie
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