Fichas
B, Kapitel 2, Arbeits- und Sozialordnung

Fichas del conjunto (25)
- 1Was ist eine Arbeits- und Sozialordnung?Gesamtheit aller Einrichtungen zur Regelung der sozialen Beziehungen zwischen Mitgliedern eine Gemeinschaft soweit diese auf wirtschaftliche Ursachen zurückzuführen sind.
- 2Was besagt das Subsidiaritätsprinzip?Leistungen, die der Einzelne und die jeweils kleineren menschlichen Gemeinschaften wie Familie und Nachbarschaft aus eigener Initiative und mit eigenen Kräften erbringen können, dürfen nicht der Gesellschaft als Aufgabe zugewiesen werden. Es geht also um das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe und zur gegenseitigen Hilfe.
- 3Was besagt das Solidaritätsprinzip?Es ist ausschließlich Aufgabe von Staat und Gesellschaft, Not leidenden Menschen zu helfen und einen Ausgleich zu Gunsten der wirtschaftlich und sozial Schwächeren vorzunehmen.
- 4Was ist unter Koalitionsfreiheit zu verstehen?Art. 9 des Grundgesetzes garantiert die Koalitionsfreiheit. Daraus wird die Tarifautonomie abgeleitet. Diese besagt, dass nicht der Staat, sondern Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände als Tarif Vertragsparteien die Höhe des Arbeitsentgelts und sonstige Arbeitsbedingungen aushandeln. Der Staat greift in diese Verhandlungen nicht ein.
- 5Welche sind die Tarifpartner?Tarifpartner sind die
Gewerkschaften und
Arbeitgeberverbände. - 6Was ist unter Tarifautonomie zu verstehen?Das Recht der Tarifvertragsparteien, ohne staatliche Einflussnahme die Höhe von Löhnen und Gehältern sowie andere Arbeitsbedingungen in Tarifverträgen zu regeln.
- 7Schildern Sie den Ablauf von Tarifverhandlungen.

- 8Welche Unterscheidung gibt es bei Tarifverträgen nach ihrem Inhalt?- Rahmen-/Manteltarifvertrag
- Entgelttarifvertrag - 9Was regelt ein Rahmen-/Manteltarifvertrag?Er regelt allgemeine Arbeitsbedingungen, zum Beispiel Arbeitszeit, Mehrarbeit, Sonn-und Feiertagsarbeit, Urlaubstage, Kündigungsfristen. Er gilt für längere Zeit.
- 10Welche Unterscheidung gibt es bei Tarifverträgen nach den Tarifpartnern?- Branchen-/Flächentarifvertrag
- Firmen-/Haustarifvertrag - 11Für wen gilt ein Branchen-/Flächentarifvertrag?Tarifvertrag, bei dem zwischen den Tarifparteien vereinbart wurde, dass der Tarifvertrag für ganze Branchen (zum Beispiel Einzelhandel) und bestimmte regionale Bereiche (zum Beispiel Südwest) gelten soll.
- 12Für wen gilt ein Firmen-/Haustarifvertrag?Tarifvertrag, bei dem zwischen einem nicht in einem Arbeitgeberverband organisierten Unternehmen und der zuständigen Fachgewerkschaft ein auf die besonderen Belange des Betriebes abgestimmter Tarifvertrag vereinbart wurde. Dadurch können die Besonderheiten des Unternehmens berücksichtigt werden.
- 13Was regelt ein Entgelttarifvertrag?Er weist mithilfe von Entgeltgruppen für unterschiedliche Tätigkeiten die entsprechenden Tariflöhne aus. Auch die Höhe der Ausbildungsvergütungen ist darin geregelt. Er gilt für kürzere Zeit (meist ein bis zwei Jahre).
- 14Was ist ein Betriebsrat und welche Aufgaben hat er?Der Betriebsrat wird alle vier Jahre neu gewählt. Ziel des Betriebsverfassungsgesetzes ist es, die Idee der Partnerschaft durch die Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte der Mitarbeiter im Betrieb zu verwirklichen. Dabei hat der Betriebsrat über die Einhaltung der zu Gunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen zu wachen.
- 15Was sind Betriebsvereinbarungen?In Betriebsvereinbarungen werden für einen bestimmten Betrieb Arbeitsbedingungen zwischen dem Betriebsrat und der Unternehmensleitung geregelt.
- 16Unterscheiden Sie verschiedene Vorschriften und Anwendungsbereiche zu Mitbestimmung von Arbeitnehmern im Aufsichtsrat von Aktiengesellschaften.In Unternehmen, die als Kapitalgesellschaften wie zum Beispiel eine Aktiengesellschaft und eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt werden, besteht bei einer Größenordnung von mehr als 500 Arbeitnehmern, eine zusätzliche Mitbestimmungsmöglichkeit. In solchen Unternehmen können Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt werden. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, die Unternehmensleitung zu kontrollieren.
- 17Nennen Sie die Aufgaben der Agenturen für Arbeit im Rahmen der Arbeitsmarktpolitik.Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Förderung der Berufsausbildung, Förderung der beruflichen Weiterbildung, Zahlung von Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld Insolvenzgeld.
- 18Aus welchen Teilbereichen setzt sich das deutsche Sozialversicherungssystem zusammen?- Gesetzliche Krankenversicherung
- soziale Pflegeversicherung
- gesetzliche Unfallversicherung
- gesetzliche Rentenversicherung
- Arbeitslosenversicherung - 19Wer trägt die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung?Bei der Unfallversicherung erfolgt die Beitragszahlung ausschließlich durch die Arbeitgeber. In den anderen Fällen werden die Beiträge derzeit noch größtenteils je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen und als Prozentsatz vom Bruttoarbeitsverdienst berechnet.
- 20Wie werden die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung berechnet?Als Prozentsatz
vom Bruttoarbeitsverdienst - 21Nennen Sie Sozialleistungen nach dem Fürsorgeprinzip.Es handelt sich um Leistungen, die nur dann gewährt werden, wenn der Empfänger bedürftig ist, also kein eigenes Einkommen oder Vermögen in größerem Umfang hat. Dazu gehören das Bürgergeld und die Sozialhilfe.
- 22Welche Personengruppen haben Anspruch auf solche Leistungen nach dem Fürsorgeprinzip?Das Bürgergeld ist eine Sozialleistung für bedürftige erwerbsfähige Personen. Die Hilfe ist mit einer Unterstützung bei der Arbeitssuche durch die Agenturen für Arbeit verbunden und von der Bereitschaft des Hilfeempfängers zur Arbeitsaufnahme abhängig. Sozialhilfe wird nicht erwerbsfähigen bedürftigen Personen zu Deckung der materiellen Grundbedürfnisse gewährt, als Hilfe zum Lebensunterhalt.
- 23Nennen Sie staatliche Maßnahmen zur Einkommensumverteilung.- Progressive Einkommensteuer
- einkommensabhängige Sozialversicherungsbeiträge
- Sozialleistungen oder Transferzahlungen - 24Welche Transferleistungen kennen Sie?- Altersrente
- Erwerbsminderungsrente
- Deckung der Krankheitskosten
- Krankengeld
- Arbeitslosengeld
- Sozialhilfe
-Kindergeld
- Erziehungsgeld
- Wohngeld
- Ausbildungsförderung
- Förderung der Vermögensbildung - 25Zusammenfassende Übersicht von Kapitel 2
