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Stadtgeographie und Raumordnung

Leon Albrecht Alemán 47 fichas

Fichas del conjunto (47)

  1. 1Was wird unter Stadtgeographie verstanden?Teildisziplin der Anthropogeographie bzw. Humangeographie
    Ziele: Raumbezogene Erforschung städtischer Strukturen, Funktionen,
    Prozesse und Herausforderungen
    (auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen)
  2. 2Welche Disziplinen sind mit der Geographie verknüpft?Bevölkerungs- und Sozialgeographie
    Wirtschaftsgeographie
    Verkehrsgeographie
    Angewandte Geographie
    Regionalgeographie und historische Geographie
  3. 3Mit welchen Wissenschaftsdisziplinen interagiert die Stadtgeographie?•Stadt- und Raumplanung
    • Städtebau
    • Urbanistik
    • Architektur
    • Stadtsoziologie
    • Stadtökonomie
    • Politik- und Verwaltungswissenschaften
    -> Interdisziplinarität
  4. 4Warum wird die Stadtgeographie immer integrativer?1. Komplexität städtischer Räume
    2. Verstärkter Anwendungsbezug
    3. Entwicklung moderner Informationsgesellschaften
  5. 5Was wird unter dem Begriff „Stadt“ verstanden?DIE Stadt als Begriff nicht eindeutig definiert:
    • Umgangssprachlich
    • Historisch-juristisch
    • Statistisch-administrativ
    • Soziologisch
    • Geographisch
  6. 6Was wird unter dem umgangssprachlichen Stadtbegriff verstanden?• „Wir fahren/gehen in die Stadt“
    • „Er/sie ist bei der Stadt beschäftigt“
    • „Die Stadt Wien verfolgt eine Smart City Rahmenstrategie“
  7. 7Was wird unter dem Statistisch-administrativen Stadtbegriff verstanden?• Einwohnerzahl
    • + Bevölkerungsdichte (EW/km²)
    (für Länder jeweils unterschiedliche Abgrenzungen)
  8. 8Was wird unter dem Historisch-juristischen Stadtbegriff verstanden?• Stadtrecht ab dem Mittelalter (Europa)
    Verleihung des Stadttitels gab Privilegien
    heute in der Verwaltung untergeordnete Rolle
    Zwergstädte: Kleine Gemeinden mit Stadtrecht (rechtlicher Sonderstatus)
  9. 9Was wird unter dem Soziologischen Stadtbegriff verstanden?• Mensch in der Stadt im Fokus
    • Sozialer Lebensraum  bestehend aus Sozialräumen
    • Begriff der „Urbanität“
    • Stadtkultur bzw. städtische Lebensweise
    • Zweifel an der Abgrenzungsmöglichkeit von Stadt und Land
  10. 10Was wird unter dem Geographischen Stadtbegriff verstanden?• Quantitative und qualitative Kriterien
    • Typisierung nach Merkmalen, unterschiedlich kombiniert
    Viele Parameter werden beachtet
  11. 11Wie kann man eine Stadt typisieren?1. Stadtgrößentypen
    2. Lagetypen
    3. Regionale Stadttypen
    4. Funktionale Stadttypen
    5. Historische Stadttypen
    6. Kulturraumspezifische Stadttypen
  12. 12Wie kann man die Stadt nach der Stadtgröße typisieren?Nach der Einwohnerzahl (DE)
    z.B. Kleinstädte bis 20.000 EW
    Mittelstädte 20.000-100.000 EW
    Großstädte ab 100.000 EW
    Metropolregion >1 Mill. Bev. Dichte >2000 EW/km^2
    Megacity >10 Mill.
    Raumbezug wichtig
  13. 13Wie kann man die Stadt nach der Lage typisieren?z.B.
    Flusstallage
    Seenlage
    Meerlage (Küstenlage, Buchtenlage…)
    Hochflächenlage, Kessellage
    Passstädte
    Städte in politischer Grenzlage
    Städte in Verkehrsmittelpunktlage
    oft im Kontext der Entstehung+Funktion
  14. 14Wie kann man die Stadt nach der Region typisieren?Charakterisierung nach regionalspezifischer Besonderheit
    wie Bauliche Besonderheiten, wie z.B.
    Bayrische und alpenländische Städte
    (z.B. Kitzbühel)
    Fränkische Städte
    (Fachwerk)
  15. 15Wie kann man die Stadt nach der Funktion typisieren?Charakterisierung nach besonderen Funktionen
    Politische Funktionen (Hauptstädte)
    Kulturelle Funktionen (Tempelstädte)
    Wirtschafts- und Verkehrsfunktionen
    (Handelsstädte (Hansestädte))
  16. 16Wie kann man die Stadt nach der Historie typisieren?Charakterisierung nach Entstehungsphasen (Kulturräume), epochenspezifisch
    Römisch, Mittelalterlich, Frühneuzeitlich
    Bedeutung für die Stadterhaltung und den Denkmalschutz
    Identitäts- und Imagebildung (z.B. ehemalige Hansestädte  DIE HANSE)
  17. 17Wie kann man die Stadt nach dem Kulturraum typisieren?Europäisch
    Russisch
    Chinesisch
    Orientalisch
    Lateinamerikanisch
    Oftmals basierend auf Modellvorstellungen
  18. 18Was ist die Demographische Verstädterung?steigender Anteile der in Städten lebenden Bevölkerung
    Wir leben im urbanes Zeitalter
    (Urban Age)
  19. 19Was ist die Verstädterung als Städteverdichtung?Zunahme der Städtezahl in einem bestimmten Raum
  20. 20Was ist die Physiognomische Verstädterung?(baulich, Dörfer werden verstädtert)
    Städtewachstum & Umstrukturierung, z.B. Urban Sprawl, Suburbanisierung
  21. 21Was ist die Counterurbanization?(„Gegenurbanisierung“)
    „Schrumpfung“
    Bevölkerungs- (und Arbeitsplatzverluste)
  22. 22Was ist der Verstädterungsgrad?Anteil der Stadtbevölkerung an der
    Gesamtbevölkerung eines Gebietes, Landes oder Staates
  23. 23Was ist die Verstädterungsrate?Zuwachsrate der städtischen Bevölkerung bzw. des
    Verstädterungsgrads
  24. 24Was sind morphogenetische Stadtgliederungen (Formelemente?)Grundrissgestaltung
    Aufrissgestaltung
    Historische Raumstruktur
    Grundtypen neueren Wohnungsbaus
    -> Relevanz für die Planung, z.B. Altstadterneuerung, Stadterhaltung
    (Denkmalschutz)
  25. 25Was sind Beispiele für Grundrissgestaltungen als Morphogenetische Stadtgliederung?historisches Straßennetz,
    Parzellenstruktur
  26. 26Was sind Beispiele für Aufrissgestaltung als Morphogenetische Stadtgliederung?historische Haus- oder Bautypen, z.B. nach
    Dachgrundformen, Geschosszahlen, Gebäudehöhen
  27. 27Was sind Beispiele für die Historische Raumstruktur als Morphogenetische Stadtgliederung?z.B. Straßen, Plätze, räumlich wirksame
    Vegetation
  28. 28Was sind Beispiele für die Grundtypen neueren Wohnungsbaus als Morphogenetische Stadtgliederung?Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Geschosswohnungsbau
  29. 29Was sind Flächen- und Gebäudenutzung (Raumfunktionen)?1. Art der baulichen Nutzung
    z.B. Wohnbaufläche, Gemischte Baufläche, Gewerbliche Baufläche, Sonderbauflächen
    2. Maß der baulichen Nutzung
    z.B. Offene/geschlossene Bauweise, Baulinien, Baugrenzen
    Grundflächenzahl
    Geschossflächenzahl
    -> Über Bebauungspläne wird Art und Weise der möglichen Bebauung definiert
    (auch Freihaltung von Flächen)
  30. 30Was gehört zur Sozial-räumliche Stadtgliederung?Differenzierung der Bevölkerung im Raum,
    z.B. Fragen der Segregation = disproportionale Verteilung
    Sozialraumanalysen durch Indikatorenauswahl: z.B. Arbeitslosendichte
  31. 31Was wird unter Stadtgeographie verstanden?Raumbezogene Erforschung städtischer Strukturen, Funktionen, Prozesse und
    Herausforderungen/(Probleme)
    - Komplexität -> Vernetzt und integrativ
    - Analysen auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen
  32. 32Was wird unter dem Begriff „Stadt“ verstanden?DIE Stadt als Begriff nicht eindeutig definiert -> unterschiedliche Stadtbegriffe
    - Geographischer Stadtbegriff
  33. 33Welche Stadttypen werden unterschieden?Stadtgrößenklassen
    - Verstädterung
    - Weitere Stadttypen – Kombination von Kriterien (Lage, Regional, Funktionen, Historie,
    Kulturräume)
  34. 34Wie werden Städte gegliedert/charakterisiert?Verständnis und Erklärung von Stadtstrukturen
    (Formelemente, Raumfunktionen)
    - Analysen auf verschiedenen räumlichen Ebenen
    - Planungsrelevanz
    - Aber z.B. auch sozial-räumlich
    - Gefüge innerhalb der Stadt
  35. 35Was beschreibt die Chicago School?Sozialökologie: räumliche Muster gesellschaftlicher Verhältnisse, einschließlich ihres Wandels
    Erklärung 3er Interaktionsformen zwischen Individuen und Gruppen: Wettbewerb, Anpassung, Assimilation
  36. 36Was beschreibt das Stadtmodell von Burgess (1925)?- Funktional & sozial definierte Nutzungszonen
    - konzentrische Kreise um Hauptgeschäftszentrum
    - Sozialgradient der Bevölkerung nimmt von innen nach außen zu
    -> Ringmodell
  37. 37Was kann man am Ringmodell der Stadtentwicklung von Burgess kritisieren?- Erkenntnisse ausschließlich am Beispiel von Chicago
    - Ausschließliche Berücksichtigung des Stadtzentrums
    - Keine Differenzierung mehrerer Zentren und ihrer Wirkung
    - Zonen sind in der Realität nicht homogen und symmetrisch
  38. 38Was beschreibt das Sektorenmodell von Hoyt (1939)?- keine Abstufung der Mietpreise in Form konzentrischer Kreise nachweisbar
    - unterschiedliche städtische Raumnutzungen entwickeln sich um den Stadtkern sektoral strukturiert entlang von Ausfallstraßen oder städtischen Schnellbahnsystemen
  39. 39Was beschreibt das Mehrkernemodell von Harris & Ullmann (1945)?-Mit der Stadtgröße nimmt Spezialisierung zu (Kerne)
    - mehrkernige Gliederung der Stadt (Stadtteile), die sich z.T. durch sektorale
    Entwicklungen in der Kernstadt und durch Suburbanisierung ergibt
  40. 40Wie kann man die klassischen Stadtentwicklungsmodellen – bzw. theorien kritisieren?-Theoriedefizit (Erklärungen?)
    - Bezug auf schnell wachsende US-amerikanische Stadt der Zwischenkriegszeit
  41. 41Welche Modelle der Stadt- und Verkehrsentwicklung gibt es?- Modell der Stadtentwicklung in Abhängigkeit von Veränderungen der
    Verkehrstechnologie
    - Modell typischer Wanderungsvorgänge im Großstadtbereich
    - Modell der Struktur und Entwicklung der lateinamerikanischen Stadt
  42. 42Was beschreibt das Modell der Gartenstadt?- Idee: Errichtung von Gartenstädten (bis 32.000 EW), anstelle des peripheren,
    ungegliederten Städtewachstums
    - Viele Grünanlagen, geringe
    Wohndichte, planmäßig mit
    Radialstraßen
    -> reale Städte weichen vom Idealmodell ab
  43. 43Was beschreibt das Leitbild der vertikalen Stadt?- Hochverdichtete zentrale Zone mit Geschäfts- und Wohnfunktionen
    - Umgeben von Wohngebieten mit Mittelhochbau
    - Industrie am Stadtrand
    Umsetzung in Paris
  44. 44Was beschreibt das Modell der Charta von Athen (Funktionalismus als Leitbild)?- (1941) räumliche Trennung von Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Verkehr
  45. 45Was sind Merkmale des Leitbildes der gegliederten und aufgelockerten Stadt (Nachkriegszeit in Dt.)?Hoher Flächenverbrauch
    - Schwierigkeiten in der Erschließung der verdichteten Wohngebiete mit
    dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
    - Zunahme des Motorisieren Individualverkehrs (MIV)
    -> Leitbild der autogerechten Stadt 1948
  46. 46Was beschreibt das Leitbild Urbanität durch Dichte (1960er Jahre)?- Verdichtung und Verflechtung von Nutzungsarten
    -Flächensanierung in Innenstadtgebieten -> „Ersatzwohnungsbau“
    - Großwohnsiedlungen auf der „Grünen Wiese“
    (neue urbane Lebensqualität?)
    - Pendlerbewegungen
    - Oft autogerechte Erschließung
  47. 47bis vo4

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Stadtgeo lernen
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Leon Albrecht
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