Fichas
02-Grundlagen Teil 1: Einführung Medien (Was sind Medien?)

Fichas del conjunto (22)
- 1Was ist ein Medium? (Allgemeine Definition)- Lateinischen Wortbedeutung: Mitte oder Vermittelendes oder schlicht
etwas, das in der Mitte steht.
-Der Medienbegriff wird in unterschiedlichen Disziplinen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Er ist ein
multidiskursives Konzept. - 2Was sind wesentliche Punkte Luhmanns Systemtheorie?- Wie konstruieren Massenmedien die Realität?
- Luhmann stellt die Massenmedien als ausdifferenziertes, sich selbsterhaltendes
System dar, dass deren Funktionsmechanismen gleichzeitig Spiegel einer sich
selbstreferenzierenden Gesellschaft darstellen.
- Die dem zu Grunde liegende These lautet, dass das Reale nicht immer direkt
zugänglich ist. Es existiert eine räumliche/zeitliche Differenz, für die man eine
„Vermittlung“ braucht.
- Zitat: „Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen,
wissen wir durch die Medien.“ - 3Luhmann extrahiert:Medien der sinnlichen Wahrnehmung
fungieren als notwendige Vermittler zwischen
Individuum und Gesellschaft. Daher sprechen
wir auch von einem „medialen Apriori“. - 4Kritik an Luhmann- Die Theorie wird als zu diffus und
unspezifisch wahrgenommen.
- Sie lässt die materielle-technische
Komponente der Medien außen vor. - 5Erkläre McLuhan's "Extensions of man"- Die Idee der Körperausweitungen ist nicht neu. Schon Freud
bezeichnete 1930 den Menschen als einen Prothesengott.
-Für McLuhan sind Medien alle Arten von neurophysiologischen
Erweiterungen des Menschen („extensions of man“) – also
auch Kleidung, Werkzeuge, Elektrizität.
- Mit jeder neuen Extension geht zugleich eine Amputation einher,
weil neue Möglichkeiten alte Fertigkeiten verkümmern lassen. - 6Was genau sagt McLuhan über Medien?„Alle Medien sind Erweiterungen der menschlichen Möglichkeiten, geistig oder körperlich.
Das Rad: eine Erweiterung des Fußes. Das Buch: eine Erweiterung des Auges. Kleider eine
Erweiterung der Haut. Elektronische Schaltkreise eine Erweiterung des Nervensystems. Jede
solche Erweiterung eines Sinnesorgans verändert auch das Denken“ (McLuhan 1964: 51). - 7McLuhan extrahiert:- Für McLuhan sind Medien Metaphern unserer Wahrnehmung. Sie
prägen durch ihre technische und symbolische Form unser
Bewusstsein
- Der Inhalt (was) der Kommunikation spielt hierbei keine Rolle,
zentral ist vor allem die Form (wie).
- Die Form wird durch das Medium geprägt. McLuhan argumentiert
technikdeterministisch; für ihn bestimmt allein die technische
Form der Übertragung, was genau das Medium ausmacht - 8Kritik an McLuhan:Eine wissenschaftliche Systematik wird aus seinen Überlegungen
nicht deutlich. Dennoch sind seine Überlegungen zentral für die
Betrachtung digitaler Medien - 9Was ist der technologische Ansatz der Medienforschung?

- 10Was ist der Anthropologische Ansatz der Medienforschung?

- 11Was ist ein Medium? Vom Medium zur medialen Praxis- Grundsätzlich vermitteln Medien soziale
Austauschprozesse und machen sie dadurch
wahrnehmbar.
- Zentral für eine praxisnahe und
handlungsorientierte Beschäftigung mit dem
Medien-Begriff sind somit nicht (nur und
ausschließlich) die einzelnen Medien, sondern
eher die mediale Konfigurationen.
- Dadurch ändert sich die Perspektive – und
der Blick auf die Medien: Weg vom Medium
selbst, hin zur Frage der Möglichkeiten.
! - Die Frage lautet also nicht nur „Was sind Medien?“, sondern viel mehr: „Welche Möglichkeiten werden durch Medien
bzw. die Mediale Konfiguration eröffnet – und wie werden diese Möglichkeiten genutzt? - 12Was sind Medienformen?

- 13Kriterien Phase A: Primär-/Menschmedien bis ca. 1400 n. Chr.▪ gebunden an Mimik und Gestik in Ritual, Tanz, Vorführung
▪ Anwesenheit der Teilnehmer erforderlich
▪ Einheit von Zeit und Raum - 14Drei Effekte von Phase B: Sekundär- oder Druck-Medien (1400-1900)▪ Wissensexplosion
Exakte Beschreibung der Welt, Entlastung des individuellen
Gedächtnisses, Beschleunigung der Wissenstradierung
▪ Logisches Denken
Ordnung, Exaktheit, Wiederholbarkeit und Überprüfbarkeit
lösen Metaphorik und Willkürlichkeit ab
▪ Entsinnlichung
Lesen ersetzt die eigene Wahrnehmung und den mündlichen
Austausch - 15Weitreichende Folgen von Phase B: Sekundär- oder Druck-Medien (1400-1900)▪ wirtschaftlich: Verwaltung und Wissensbestände
Beschleunigung und Verlässlichkeit im Vertragswesen
▪ politisch: Geburtshelfer der Demokratie
Medien als vierte Macht, Partizipationsimpuls
▪ sozial: Bildung / Individualisierung
Wissenszugang und Bildungschancen für alle Schichten,
sozialer Aufstieg möglich - 16Kennzeichen Phase C: Tertiär-/Elektronische Medien (1900-1990)▪ Aufkommen der Massenmedien
Radio, Kino, Fernsehen
Gefahr von Manipulation und Propaganda
▪ Pictorial Turn – Dominanz der Bild(schirm)medien
Kommerzialisierung und Beschleunigung als Kennzeichen
globaler Medienkultur und Unterhaltung - 17Kennzeichen Phase D: Quartär-/Digitale Medien (1990-heute)▪ Personal Computer und Internet -
Informationsgesellschaft
▪ Auflösung des Sender-Empfänger
Schemas
Paradigma der reziproken
Kommunikation - 18Was sind Medien? Klassifikation nach vier technischen Produktions- und Rezeptionsmitteln:▪ Primäre Medien: Keinerlei technische Hilfsmittel sind räumlich und zeitlich gebunden (Sprache, Mimik, Gestik)
▪ Sekundäre Medien: Technik nur zur Produktion, nicht zur Rezeption erforderlich (Foto, Zeitung, Buch)
▪ Tertiäre Medien: Technik sowohl für Produktion als auch Rezeption erforderlich ( Telefon, Radio, Fernsehen)
▪ Quartäre Medien: Digitale Technik mit Rückkanal und Rollenwechsel zw. Produzent/Rezipient (Computer, Internet) - 19Was sind Medien? Bestimmung nach gesellschaftlichen Funktionen der Medien (Fünf Merkmale)▪ Medien stellen technische Kommunikationskanäle dar, die verschiedene Zeichensysteme – z.B. visuelle,
auditive oder audiovisuelle – mit unterschiedlich ausgeprägter Kapazität transportieren können
▪ Medien müssen sich organisieren, um ihre Medientechnik wirkungsvoll zum Tragen bringen zu können
▪ Medienkommunikation resultiert aus Herstellungs-, Bereitstellungs- und Empfangsprozessen und bildet
damit ein komplexes System der Medien
▪ Medien können sowohl funktional als auch dysfunktional sein. Sie sind in kultureller, wirtschaftlicher,
politischer und sozialer Hinsicht problemlösend und problemschaffend zugleich
▪ Medien sind institutionalisiert
! Medien übernehmen gesellschaftliche Funktionen der Information, der Unterhaltung, der Öffentlichkeitsbildung
oder als Speicher/Kulturerbe. - 20Was sind Leitmedien?Als Leitmedium werden nach Jürgen Wilke diejenigen Einzelmedien bezeichnet,
▪ denen eine Hauptfunktion in der Konstitution gesellschaftlicher Kommunikation und von Öffentlichkeit
zukommt und
▪ die einen besonders starken Einfluss auf die öffentliche Meinung und auf andere Massenmedien
ausüben. - 21Verschiedene Perspektiven auf Medien und Klassifikationen (Bild)

- 22Wie lassen sich Medien beschreiben?▪ Alles, was wir wissen, wissen wir über Medien! Medien dienen als Vermittler
der sinnlichen Wahrnehmung.
▪ Medien sind technische Speicher- und Verbreitungsmittel, um Raum und
Zeit zu überbrücken
▪ Medien sind semiotische Kommunikationsmittel, die mit Zeichen und
Symbolen Bedeutung übermitteln
▪ Medien erlegen dem kommunizierten Inhalt ihre Formen und
Gebrauchsweisen als Kulturtechniken auf.
▪ Medien haben weitreichende individuelle und gesellschaftliche Funktionen
(Systeme der Vernetzung, Öffentlichkeit, kulturelles Gedächtnis…)
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- Creado por Katharina Tögel · 31 dic 2025
- Copiado por Katharina Tögel · 2 ene 2026
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