Fichas
ErzWiss Humboldt und Klafki
Fichas del conjunto (27)
- 11.)Zum Verhältnis von Bildung und Erziehung --> HumboldtZwei wesentliche Punkte sind:
Der Bildungsbegriff setzt nicht beim Erzieher an, sondern beim Zu-Erziehenden
Im Vordergrund: Was tut der Zu-Erziehende selber ? - 2a.) Die systematische Perspektive b.) Die historische Perspektivea.) An die Stelle der erzieherischen Einwirkung tritt beim Bildungsbegriff der Vorgang des Sich-Bildens bzw. der Selbst-Bildung
b.) Um 1800 als Reaktion auf den Erziehungsbegriff der Aufklärung --> Kant wollte einen Beitrag zur Verbesserung der menschlichen Verhältnisse / andere Pädagogen --> Kinder vorbereiten auf die Welt, wie sie nunmal ist
Bildungsdenken des Neuhumanismus grenzt sich von der Erziehung zur Brauchbarkeit ab - 3Erziehung zur Brauchbarkeit1. Die Vorbereitung des Heranwachsenden auf das Leben in der Welt, wie sie ist
2. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Anforderungen, die das Arbeitsleben an die künftigen Gesellschaftsmitglieder stellt - 4Allgemein zum BildungsbegriffBildung ist mit Bild verwandt: Nur Bezug auf die äußere Erscheinung und Gestalt des Menschen
Im 18. Jahrhundert nicht mehr nur auf die äußere Gestalt bezogen, sondern auf die Entwicklung der gesamte Person - 52. Der Bildungsbegriff Humboldts a.) Bestimmung des Ziels von BildungAusgangspunkt: Die Frage nach dem Zweck/ nach der Bestimmung des Menschen
Ziel menschlicher Entwicklung nicht im Blick auf Anforderungen (keine religiöse oder politische oder gesellschaftliche)
Bezugspunkt: Das innere des Menschen - 6"Die höchste und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"Bildung wird als höchste und proportionierlichste Entfaltung der menschlichen Kräfte zu einem ganzen Verstanden:
1.Bildung als Kräftebildung
2.Bildung als höchste Entfaltung der Kräfte
3.Bildung als proport. Entfaltung der Kräfte
4.Bildung als Entfaltung der Kräfte zu einem Ganzen - 7Vier Bestimmungen von Bildung --> genauere Erläuterung 1. Bildung von KräftenWas macht den Mensch zu einem Mensch?Nicht seine Absichten (die nur auf etwas Einzelndes gerichtet sein können) sondern die Kräfte seiner Natur, die es zu stärken und zu erhöhen, sowie sein Wesen, dem es dauerhaft Wert zu verschaffen gilt
- 82.Höchste Entfaltung der KräfteBesagt, dass die menschlichen Anlagen so weit wie möglich entwickelt werden sollen
- 93.Proportionierlichste Entfaltung der KräfteIm Prozess der Bildung sollen die verschiedenen Kräfte gleichmäßig zueinander Entwickelt werden
--> ausgewogen: nicht nur der Verstand sondern auch die Fantasie ausbilden - 104.Kräfte als Ganzes zusammenfassenDie einzelnen Kräfte bzw. Anlagen sollen nicht isoliert sondern oder in Konkurrenz zueinander entwickelt werden
--> zu einem harmonischen Ganzen - 11Forderungen an den Menscha.) Als Individuum würdiger Repräsentant der eigenen Gattung werden
b.) Auf die Verschiedenheit der Köpfe bzw. die Eigentümlichkeit der sich bildenden Individuen Rücksicht nehmen - 12b.) Wechselwirkung von "Ich" und "Welt" Begriff der Bildung thematisiert das pädagogisch relevante Geschehen als das Verhältnis eines Subjekts zu allem, was außerhalb seiner selbst liegtSie soll allgemein, rege und frei sein
Allgemein: vielseitig, abwechslungsreiche Umgebung, durch die möglichst alle Kräfte angesprochen werden
Rege: Dem Ich und der Welt wird eine aktive Rollte zugesprochen --> kein rezeptives Geschehen --> aktive Aneignung der Welt
frei: freiste Wechselwirkung; freier Zugang aller Menschen zu möglichst vielen Aspekten der Welt - 13c.) Sprache als Gegenstand von Medium und BildungIm Blick auf die bildende Wechselwirkung des Menschen mit der Welt --> Sprache als Vermittler zwischen Ich und Welt/ Ich und Du
*neue Sprache = neuer Standpunkt in Weltansicht
Verschiedenheit der Sprache --> bildende Auseinandersetzung des Menschen mit der Welt bzw. mit anderen Menschen --> Perspektivenerweiterung - 14Zum Bildungsbegriff der Gegenwart* Ab 1960 --> Kritik am Bildungsbegriff
*Befürwortet wurde: empirisch orientierte Sozialwissenschaft --> Forderung: Verzicht auf den Begriff "Bildung" --> Umwandlung: "Sozialisation" oder "Qualifikation" - 15Bildungsbegriff der kritischen Theorie Horkheimer*lehnt seinen Bildungsbegriff an Humboldt an (umfassende Entfaltung menschlicher Kräfte)
*Der Begriff von Bildung (Ich und Umwelt) ist in eine Krise geraten --> Wandel des Verhältnisses von Mensch/Gesellschaft und Natur im 19. und 20. Jahrhundert - 16Idealistischer BildungsbegriffBildung als:
*Verinnerlichung *Vergeistigung
*Ästhetisierung *Individualisierung
--> auf die Gesellschaft und dessen Mitgestaltung wird keine Rücksicht genommen - 17Was fordert Horkheimer?*Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen --> um der Individualisierung entgegen zu wirken
Erforderlich: Heraustreten des Menschen aus sich selbst - 18Was ist Bildung laut Horkheimer?Man muss sich einer Sache hingeben/auf etwas Fremdes einlassen
-->zugleich sich in seinem aktiven tun selbst erhält/ selbst gewinnt - 19Nicht nur entscheidend: Die Sorge um die Veredlung der eigenen Person, durch allseitige Entfaltung aller menschlichen AnlagenEntscheidend:
Umfasst die Sorge ums Gemeinwesen, das Engagement für die Verbesserung und Vermenschlichung der gesell. Verhältnisse - 20Wolfgang Klafki (geb. 1927)*Vertreter der Kritischen Erziehungswissenschaft
*Schwerpunkt: Bildung als Allgemeinbildung
*Ausgangspunkt: Bildungsbegriff überholt?
--> Begriff der Bildung als Grundbegriff der ErzWiss ist unverzichtbar - 21a.) Systematische Perspektive b.) Historische Perspektivea. Bildung --> zentrale Kategorie für die Diskussion über Begründung, Zielbestimmung, Kritik pädagogischen Handelns
b. Kritische Anknüpfung: Im 19. Jhdt. zu einem Privileg der oberen Klassen geworden (1800 für alle --> 1900 obere Klassen)
Kritik: Einseitig --> Nur auf Männer beschränkt - 22Bildungsbegriff Klafkis >>Bildung ist der Zusammenhang dreier Grundfähigkeiten <<1.Selbstbestimmung: Mündigkeit, Aufklärung (angeknüpft an Kant)
2.Mitbestimmung: Mitarbeit an der Verbesserung der gesellschaftlichen Ganzen
3.Solidarität: Verantwortung für diejenigen, die ihre Selbst- und Mitbestimmungsmöglichkeiten nicht wahrnehmen können (z.B. kleine Kinder) - 23Bildung als Allgemeinbildung >>Bildung für alle<<Alle Menschen unabhängig von ihrer jeweiligen gesellschaftlichen Position, dieselben Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten
- 24Kritik am klassischen Bildungsbegriff: *Bildungsbegriff sei nicht mehr zeitgemäß Bildungsbegriff sei nicht geeignet *Empirische Forschung anzuleitenKlafkis Antwort: • Bildungsbegriff muss im Blick auf die aktuelle gesellschaftliche Situation neu bestimmt werden
- 25Zu: Bildung als Allgemeinbildung 3-fache Bestimmung: * Bildung für alle * Bildung im Medium des Allgemeinen *Bildung in allen Grunddimensionen menschlicher FähigkeitenGenauere Erläuterung
- 26Bildung für alleAllen Menschen unabhängig von ihrer jeweiligen gesellschaftlichen Position sollen dieselben Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten eingeräumt werden
-->Forderung: Abbau selektiver Faktoren im Bildungswesen
-->Idee der Gesamtschule - 27Bildung im Medium des AllgemeinenAuswahl der Bildungsgegenstände durch eine Festlegung von oben --> Kanonproblem = heute noch schwieriger aufgrund der Multikulturalität einen Kanon der Bildungsstände zu finden.
Vorschlag: epochaltypische Schlüsselprobleme = Katalog von Schlüsselproblemen
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- Creado por
- yeliz mantar
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