Fichas
A & O Arbeitssicherheit

Fichas del conjunto (19)
- 1Definition Arbeits und GesundheitsschutzSicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
Arbeitssicherheit:
weitgehend gefahrenfreier Zustand bei der Berufs- bzw. Arbeitsausübung (Nerdinger et al. 2008, S. 487)
Arbeitsschutz:
Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit
--> nicht nur Vermeidung von Gefahren, sondern auch menschengerechte Gestaltung (Gesundheit und Wohlbefinden) - 2Rechtliche Grundlagen: ArbeitssicherheitArbeitsschutzgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz, Sozialgesetzbuch (SGB VII) – Gesetzliche Unfallversicherung, Gefahrstoffverordnung
1) Verantwortung des Arbeitgebers für Gesundheit und Sicherheit
2) Vermeidung von Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen
3) Arbeit- und Gesundheitsschutz als kontinuierlicher Prozess
4) Regelmäßige Beurteilung der Arbeitsbedingungen/Gefährdungsanalyse
5) Unterweisung der Beschäftigten über Gesundheitsfragen - 3Unfall- und SicherheitspsychologieUnfallpsychologie:
Negativereignisse
Unfallverhütung
Sicherheits-psychologie:
Unfall als Prozess (Vor-Unfallphase – Kollisionsphase – Nach-Unfallphase)
Prävention- auch Beinaheunfälle und sicherheitswidriges Verhalten wird mit einbezogen - 4Phasen der Forschung: Arbeitssicherheitvor 1930 Technische Phase
--> Technik als Problemquelle
vor 1980 Phase des menschlichen Fehlers
--> Personen als Problemquelle
vor 1995 Soziotechnische Phase
-->Interaktion zwischen sozialen und technischen Systemen als Problem ( soziale und organisationale Beziehungen und Arbeitsbedingungen)
nach 1995 Phase Interaktionaler Beziehungen
-->Dysfunktionale Beziehungen zwischen Organisationen als Problem (z.B Zulieferer) - 5FehlerFehlhandlungen: ungeeignete Ausführungsweisen, mit denen das angestrebte Ziel nicht erreicht werden kann (Hacker 1998)
Aktive Fehler: werden von Operateuren an der Mensch-Maschine-Schnittstelle begangen und haben unfallauslösende Funktion
Latente Fehler: Fehler im System, oft zeitlich und räumlich weit entfernt
-->
Systematisierung von Fehlern wichtig für die Planung von Interventionen - 6ArbeitunfallgeschehenKontinuierlicher Rückgang von Arbeitsunfällen
--> aber 2007 über 1 Mio Fälle!!!
Unfallpyramide: Schwere von Unfällen durch Arbeitsausfallzeiten
> 50 000 beinah Unfälle
5000 Unfälle ohe Ausfall
1200 Mit Ausfall ohne Meldung
1200 mit Meldung
1 tödlich - 7Fehlertaxonomie

- 8Sicherheits- und Personenbezogene FaktorenGibt es „Unfäller“?
Meta-Analysen: Zusammenhang geringe Verträglichkeit und geringe Gewissenhaftigkeit - Beteiligung an Unfällen (Clarke & Robertson, 2005).
Häufigkeit von Unfällen ist bei bestimmten Personengruppen vergleichsweise höher ausgeprägt. Z.B.: Jüngere neigen eher zu Unfällen als Ältere (Unerfahrenheit? höhere Risikoneigung? (Miner, 1992). - 9Personenbezogene ErklärungsmodelleWeinstein (1989): Konzept des unrealistischen Optimismus – Personen schätzen ihre eigene Gefährdung geringer ein als die von Vergleichspersonen
Nichteinhalten v. Sicherheitsvorschriften
--> mehr positiv bewertete Handlungsfolgen als Einhalten d. Vorschriften (Wert-Erwartungstheorie)
Wilde (1982): Personen haben ein individuelles Risikoniveau (Risikobereitschaft), das zusammen mit dem wahrgenommenen Risiko das Sicherheitsverhalten beeinflusst
Interventionen, die zu einer bewusst wahrgenommenen Verringerung des Risikos führen, sind wirkungslos
--> Anpassung des Verhaltens in Richtung Erhöhung des Risikos - 10Sozial-kognitives Modell--> Bedrohung muss verdeutlicht werden
--> Vermittlung v. Wissen über eigene Handlungsfähigkeit
--> Schaffung v. situativen Ressourcen & Barrieren Reduzieren z.B. sozialer Rückhalt
- 11DEPOSE- SystemUnfall als multikausales Ereignis
Design - Gestaltung v. Signalen
--> Keine Anzeige d. Bugklappe auf der Kommandobrücke
Equipment- Qualität d. Arbeitsplatzes
--> mangelnde Notfallausrüstung
Procedures- Prozess d. Arbeit
--> keine Überwachung, dass die Bugklappe richtig schließt
Operators- handelnde Menschen
--> Personalmangel
Supplies- Grundmaterial
--> Laderampe zu niedrig
Enviroment- äußere Umgebungsbedingungen
--> Zeitdruck - 12Führung und SicherheitUnterschiedliche Bedeutung der Führungsebenen im Kontext von Gesundheit und Sicherheit:
Obere und mittlere Ebene der Führung zentral z.B. für die Übermittlung sicherheitsbezogener Ziele und Initiativen („management commitment to safety“)
Vorgesetzten und Teamleiter auf der operativen Ebene sind Promotoren sicherheits- und gesundheitsbezogenem Handelns im Alltag.
--> Verhaltensebene --> Verletzung - 13Führung und KulturOrganisationale Sicherheitskultur = Mediator zwischen Führung und Sicherheit
Sicherheits- und Gesundheitskultur „grundlegenden Annahmen und Werten, die sich im Umgang mit Fragen der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz als bedeutsam erwiesen haben und von der Mehrheit der Organisationsmitglieder geteilt und als nicht zu hinterfragende Selbstverständlichkeiten angesehen werden“ - 14Merkmale organisationaler Sicherheitskultur1)Berichtskultur
--> Fehlhandlungen können ohne Sorge geäußert werden
2) Gerechte Vertrauenskultur
--> transparente und eindeutige Regelungen welches Verhalten sanktioniert wird
3) Flexible Kultur
--> flexibler Umgang mit Gefahrensituationen
4) Lernkultur
--> Fähigkeit und Bereitschaft aus früheren Erfahrungen zu lernen
Führt zu:
höherer Eigenverantwortung der Arbeitenden bei Sicherheitsfragen - 15SystemsicherheitSystemsicherheit:
ist die Eigenschaft komplexer Systeme (z.B. KKW), die es dem System gestattet, ohne größere Zusammenbrüche unter vorgegebenen Bedingungen und mit einem Minimum unbeabsichtigten Kontrollverlusts oder Schadens für die Organisation und die Umwelt zu funktionieren“
Systemperspektive:
Einige Programme der Gesundheitsförderung (z.B. „Gesunde Stadt“) basieren auf einer Einbeziehung mehrerer, in Bezug zueinander stehender Systeme - 16AnalyseverfahrenFragebogen zur Sicherheitsdiagnose
1) Aufbau und Praxis des Arbeitsschutzes
2) Organisation der Arbeit
3) Gefahren und ihre Absicherung
4) Gefährdungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz
5) Wahrnehmen und Erkennen von Gefahren
6) Information und Kooperation am Arbeitsplatz
7) Handeln und Entscheiden
8) Umgebungseinflüsse und besondere Arbeitsbedingungen
Error Orientation Questionnaire
--> Umgang mit Fehlern in Organisationen - 17Bedingungsbezogene Sicherheitisinterventionen1. Ausführungs- und Umgebungsbedingungen
2. Gestaltung von Signalen
3. Rahmenbedingungen (z.B. Arbeitszeit)
4. finanzielle Anreize/Prämiensysteme (–)
5. Arbeitsaufgabe (Arbeitsinhalte)
6. Struktur der Organisation
7. Sicherheit als Bestandteil der Unternehmenskultur
8. Überbetriebliche Bedingungen - 18Personenbezogene Sicherheitsinterventionen1.Information, Aufklärung (Plakate: –)
2.Instruktion und Unterweisung
3. Training und Qualifizierung (z.B. Sicherheitstraining)
4. Sicherheitszirkel
5. negative Verstärkung (–)
7. Modellverhalten der Vorgesetzten / Führungskräfteschulung
Wichtig: Einbindung in die Gesamtphilosophie - 19Training im ZwischenfallmanagementFunktionen von „Full Scale“-Simulationen:
Training des Managements seltener Ereignisse
1. Sensibilisierung für kritische Einstellungen und Verhaltensweisen (z.B. einen Zwischenfall unbedingt allein bewältigen zu wollen)
2. Erwerb und Veränderung v. Problemlöseverhalten (z.B. auf Anzeichen für Notfälle frühzeitig zu reagieren und in solchen Situationen Führungsaufgaben zu übernehmen)
3. Training von situationsrelevanten Stressbewältigungsstrategien (z.B. durch das Delegieren von Aufgaben)
4. Training notfallrelevanter Kommunikations- und Teamverhaltensweisen (z.B. Anweisungen präzise und direkt zu geben oder das geplante Vorgehen zur Notfallbewältigung laut mitzuteilen)
Información
- Descripción
- Fichas sobre A & O Arbeitssicherheit, creado por Lina Sprengel el 23/08/2016.
- Creado por
- Lina Sprengel
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