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Fichas

40.3 Jean-Jacques Rousseau

Yvonne Heitland Bildungswissenschaften Modul 1A Studium Alemán 43 fichas

Fichas del conjunto (43)

  1. 1Rousseau lebte......von 1712-1778
  2. 2Man spricht von Rousseau als......Entdecker des Kindes
  3. 3Rousseau's Kinder......(5) erzog er nicht selbst; er gab sie in ein Findelhaus
  4. 4Sein Roman..."Émile oder Über die Erziehung" 1762 hatte große Bedeutung
  5. 5NaturrechtRousseau geht davon aus, dass jeder Mensch ein Naturrecht besitzt, welches ewig unverlierbar ist;
    Freiheit und Gleichheit aller Menschen
  6. 6NaturzustandIm Naturzustand lebt der Mensch in einer natürlichen Ordnung, in der sein Gefühl das Maß ist, das Rechte zu tun;
    Im Naturzustand ist der Mensch von Selbstliebe geprägt
  7. 7Die Natur ist......Projektionsfläche menschlicher Sehnsüchte und Wünsche;
    ...Spiegel göttlicher Vernunft
  8. 8SelbstliebeDer Mensch ist autark, er genügt sich selbst;
    ist eingepasst in die natürliche Ordnung
  9. 9Wodurch geht der Naturzustand laut Rousseau verloren?Durch die Entwicklung der Gesellschaft;
    durch die Kultur und die Zivilisation;
    Selbstliebe wird zur Eigenliebe / Selbstsucht;
    durch die Einrichtung von privatem und rechtlich legitimiertem Eigentum, welches die naturrechtliche Gleichheit aufhebt
  10. 10EigenliebeResultat eines unglücklichen, unzufriedenen Zustand;
    Der Mensch verliert seine Unabhängigkeit und beginnt sich von der Einschätzung anderer abhängig zu machen
  11. 11Rousseaus Konzeption des Gesellschaftvertrags"Der Mensch ist frei geboren und überall liegt er in Ketten. Einer hält sich für den Herrn der anderen und bleibt doch mehr Sklave als sie."
  12. 12Was verliert der Mensch durch den aktuellen Gesellschaftsvertragseine natürliche Freiheit und sein Recht auf alles, was ihn gelüstet und was er erreichen kann
  13. 13Die Idee vom Naturzustand steht auch im Zusammenhang mit der Frage nach der Theodizee: Theodizee?Die Theodizee fragt unter den Bedingungen der göttlichen Geschaffenheit von Welt nach der Ursache des Bösen. Wie kommt das Böse in die Welt, wenn Gott nur gut ist und die Welt ausschließlich sein Werk?
  14. 14Rousseaus Antwort auf die Theodizee im Emile"Alles, was aus den Händen des Schöpfers kommt, ist gut; alles entartet unter den Händen des Menschen. Er zwingt einem Boden die Erzeugnisse eines anderen zu züchten, [...]"
  15. 15Basis der ErziehungstheorieDer Mensch ist von Natur aus gut;
    richtige Erziehung verhindert das Böse.
    Böse wird der Mensch aufgrund von fehlerhaften Entwicklungsprozessen;
    der Mensch entartet durch die eigenen Hände und kann diese Folgen auch selbst aufheben
  16. 16Negative Erziehung bei RousseauNegative Erziehung ist für ihn die beste bzw. die einzig gute;
    indirekt tätige Erziehung, hat zur Aufgabe die Autarkie des Zöglings zu stärken;
    Erziehung dient der Wiederherstellung der natürlichen Ordnung;
    schützt vor den Einflüssen der Zivilisation und Kultur;
    soll vor der Entfremdung schützen
  17. 17Positive Erziehung bei RousseauPositive Erziehung ist diejenige, welche den Geist vor seiner Zeit bildet und dem Kind die Kenntnis der Pflicht des Menschen einprägen will
  18. 18Der Mensch ist entzweit......zwischen Natur und Gesellschaft;
    ...zwischen innerer Stimme und äußerem Anspruch
  19. 19Aufgabe der Erziehung nach Rousseau...ist es, den von der Natur vorgezeichneten Weg zu beschreiten, das menschliche Selbstsein, die natürliche Übereinstimmung mit sich selbst zu ermöglichen.
  20. 20Wo soll der Mensch nach Rousseau aufwachsen?in einer Provinz auf dem Land, fernab von gesellschaftlichen, zivilisatorischen Einflüssen;
    in einer natürlichen Umgebung
  21. 21ErziehungszielZustand der Autarkie (Stärke des Menschen unabhängig von äußeren Bedingungen zu sein), des Glücks und der Freiheit
  22. 22Unglück entsteht......wenn der Mensch mehr Bedürfnisse und Wünsche hat, als er durch seine Fähigkeiten und die Situationen realisieren kann.
  23. 23Spiel ist ein Lernen für spätere Aufgabenz.B. im Schnee spielende Kinder;
    die Kinder spielen frierend im Schnee, obwohl sie auch drinnen aufwärmen könnten. Würde man sie zwingen rein zu gehen, spüren sie den Zwang stärker als vorher die Kälte
  24. 24Rousseau "erfindet" das Kind"Das Kind in der Konzeption von Rousseau ist nicht länger ein kleiner, defizienter Erwachsener. [...]" Es benötigt eine entwicklungsgerechte Erziehung.
    Der natürliche Reifungsprozess kann nicht beschleunigt werden.
  25. 25PerfektibilitätFähigkeit, Fähigkeiten zu entwickeln
  26. 26Es gibt drei Prinzipien, die bei einer an der Natur orientierten Erziehung maßgeblich sind:"Wir werden schwach geboren und bedürfen der KRÄFTE; wir werden hilflos geboren und bedürfen des BEISTANDS; wir werden dumm geboren und bedürfen des VERSTANDES. All das, was uns bei der Geburt noch fehlt und dessen wir uns als Erwachsene bedürfen, wird uns durch Erziehung zuteil."
  27. 27Welche drei Lehrer hat das Kind?den Menschen, die Natur und die Dinge;
    der Schüler, bei dem sich diese drei Lehrer widerstreiten, ist schlecht erzogen und uneins mit sich
  28. 28Natur als Lehrer:Die innere Entwicklung unserer Fähigkeiten und Organe;
    Perfektibilität;
    Ausgangspunkt für die Kräfteformung und Fähigkeitsentwicklung
  29. 29Mensch als Lehrer:Den Gebrauch durch die Entwicklung der Organe;
    vermeidet innere Widersprüchlichkeiten (zw. Natur und Dingen);
    Grundlage der Interaktion und Kommunikation;
  30. 30Dinge als Lehrer:Gewinn an Erfahrung mit Gegenständen;
    Begegnung mit der Welt;
    Dinge sind etwas Entgegenstehendes, verweisen auf "echte Andersheit";
    Experimentieren und Lernen in einer unentfremdeten Umgebung wird ermöglicht
  31. 31Bei Rousseau gibt es zwei große Phasen in der Erziehung...die der Kindheit und die der Jugend.
  32. 32Bedrohungen der Kindheit und JugendKindheit: Bedrohung durch die Zivilisation
    Jugend: Bedrohung von innen, den Leidenschaften und Trieben
  33. 33Kindheit als Alter der Natur (bis 15 Jahre)Erziehung der Sinnlichkeit, als Grundlage für den späteren Vernunftgebrauch;
    als erstes müssen die Sinne gepflegt werden
  34. 343 Phasen in der Kindheit1. Kleinkind- und früher Kindesalter (bis 2 Jahre)
    2. Kindheit (2 bis 12 Jahre)
    3. Kindheit (12 bis 15 Jahre)
  35. 351. Phase: Kleinkind- und frühes Kindesalter (bis 2 Jahre)Das Kind ist schwach und bedarf der Hilfe;
    Wünsche sind größer als Kräfte und Fähigkeiten;
    Aufgabe des Erziehers: Fördern sinnlicher Reize, stillen der natürlichen Bedürfnisse, Schutz;
    es soll nur wenig Hilfen erhalten, da es sich daran gewöhnen soll, dass es weder Menschen noch Dingen befehlen soll
  36. 362. Phase: Kindheit (2-12 Jahre)Stärke und Schwäche, Fähigkeiten und Wünsche befinden sich im Gleichgewicht;
    Neugierde soll geweckt werden;
    es lernt Sinne zu gebrauchen;
    er lernt Umgang mit seinem Körper und dem Intellekt;
    es macht praktische Erfahrungen durch Arbeit
  37. 373. Phase: Kindheit (12-15 Jahre)Überschuss an Stärke und Fähigkeit in Relation zu den Bedürfnisen;
    Unterricht, Erlernen eines Handwerks, Wissenserwerb v.a. in Naturwissenschaften
  38. 38Jugend als Alter der Vernunft"zweite Geburt": "Wir werden sozusagen zweimal geboren: einmal um zu existieren, das andere Mal, um zu leben.";
    Ausbildung vernünftigen Denkens, Handelns, Urteilens;
    Beschäftigung mit geisteswissenschaftlichen Themen
  39. 394+5 Phase in der Jugend4. Jugend (15-20 Jahre)
    5. Junges Erwachsenenalter (20-25 Jahre)
  40. 404. Phase: Jugend (15-20 Jahre)es entsteht Freundschaft zum Erzieher;
    soziale Bindungen und Vorstellungen des sozialen Lebens werden kennengelernt;
    Selbstliebe wird zum Mitgefühl zur allgemeinen Menschenliebe erweitert;
    Unterricht in Theologie, Philosophie, Geschichte;
    Liebe als Antrieb um sich der Welt und dem Wissen hinzugeben, um Vernunft und Mitgefühl auszubilden
  41. 415. Phase: Junges Erwachsenenalter (20-25 Jahre)Bildungsreise;
    Kennenlernen von Menschen und Gesellschaft;
    Verlieben + Ehe;
    Èmile kann sich in der Gesellschaft nicht unterordnen, zieht aufs Land und ist nicht gesellschaftsfähig
  42. 42Anthropologische DualitätEs entsteht eine anthropologische Dualität des Menschen, welche die Sinnlichkeit und die Vernünftigkeit trennt, um ihren Aufbau und ihre Verwobenheit zu verdeutlichen.
  43. 43Antinomien in Rousseaus Werköffentliche / private Erziehung;
    Selbstliebe / Eigenliebe;
    Macht / Freiheit;
    Individuum / Gesellschaft;
    positive / negative Erziehung;
    Anpassung / Autonomie

Información

Descripción
Studium (33040 Erziehung - Bildung - Sozialisation SS16) Bildungswissenschaften Modul 1A Fichas sobre 40.3 Jean-Jacques Rousseau, creado por Yvonne Heitland el 20/01/2017.
Creado por
Yvonne Heitland
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