Sozialstrukturanalyse

Description

Mind Map on Sozialstrukturanalyse, created by Rowena Weddehage on 17/02/2016.
Rowena Weddehage
Mind Map by Rowena Weddehage, updated more than 1 year ago
Rowena Weddehage
Created by Rowena Weddehage almost 10 years ago
4
0

Resource summary

Sozialstrukturanalyse
  1. Ungleichheitsforschung

    Annotations:

    • Die Sozialforschung kann sich nur empirisch sinnvoll mit der Ungleichheitsforschung auseinandersetzen, die sich mit der Verteilung von Ressourcen und Restriktionen beschäftigt.
    1. Ungleichheit

      Annotations:

      • Der Ungleichheitsbegriff ist normativ und kann in einer empirischen Wissenschaft präzise definiert und empirisch operationalisiert werden. Es können klare Bedingungen für das empirische Vorliegen von Gleichheit bzw. Ungleichheit angegeben werden, diese müssen aber nicht einheitlich sein. Der Sozialforscher kann bei gleicher Definition unter Verwendung bestimmter empirischer Indikatoren feststellen, ob Ungleichheit vorliegt oder nicht.
      1. Ungerechtigkeit

        Annotations:

        • Der Ungerechtigkeitsbegriff ist ebenfalls normativ, jedoch kann man nicht Kriterien oder Bedingungen festlegen, ob etwas gerecht oder ungerecht ist. Aus verschiedenen Blickwinkeln könnte dieselbe Situation einmal als gerecht und einmal als ungerecht empfunden werden. Diese Problematik wird in der Moral- und Sozialphilosophie untersucht.
      2. Humankapitaltheorie

        Annotations:

        • -Geht davon aus, dass alle Arbeitnehmer (AN) sich in ihrer Produktivität unterscheiden -Die Entlohnung entspricht der Produktivität des AN. -Die Produktivität kann von unterschiedlichen Determinanten beeinflusst werden. -Je höher das Humankapital, desto höher die Produktivität und je höher das Einkommen
        1. Regressionsmodell

          Annotations:

          • (Y)=(logarithmiertes) Einkommen (EDU)=Funktion der Ausbildung (EXP)=Auf Berufserfahrung basierendes Wissen Ln(Y)=b0+b1EDU+b2EXP+b3EXP²
          • -Bewährtes Modell -Selbst unter Kontrolle einer Vielzahl von anderen Variablen sind es typischerweise die im Modell von Mincer berücksichtigten Variablen, die den größten Teil der Einkommensunterschiede zwischen Personen erklären können.
          1. Humankapital

            Annotations:

            • Das erworbene Wissen und die Fähigkeiten.
          2. wichtige Begriffe
            1. Soziale Schließung

              Annotations:

              • Dieser Begriff knüpft an Webers Definition der geschlossenen und offenen sozialen Beziehung an. Eine geschlossene soziale Beziehung hat als Merkmal, dass sie den Beteiligten bestimmte Chancen oder Ressourcen monopolisieren, um sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu sichern.
              • soziale Schließung ist die Ursache von Diskriminierung
              1. Diskriminierung

                Annotations:

                • Diskriminierung meint eine Ungleichbehandlung, die nicht nach dem Prinzip der Leistungsgerechtigkeit beruht, sondern aufgrund askriptiver Merkmale. Wenn Personen bei gleicher Leistung nicht gleich behandelt werden, dann kann von Diskriminierung gesprochen werden.
                • -Askriptive Merkmale (Hautfarbe, Geschlecht etc.) werden in der Soziologie von -erworbenen Merkmalen (Bildungsabschlüsse etc.) unterschieden.
                1. Stereotypenbedrohung

                  Annotations:

                  • Wenn über bestimmte Gruppen ein negatives Stereotypenbild hinsichtlich der Leistungsfähigkeit existiert (statistische Diskriminierung), dann kann das unter bestimmten Bedingungen dazu führen, dass diese Gruppen sich entsprechend dem negativen Stereotypenbild verhalten.
                  1. Stereotypen

                    Annotations:

                    • Man versteht darunter generalisierte Überzeugungen und Vorstellungen hinsichtlich der Merkmale und Attribute bestimmter Gruppen. Es werden dabei keine Informationen über die jeweilige individuelle Person berücksichtigt, sondern eine generalisierte Aussage über die jeweilige Gruppe.
                  2. Vorurteil

                    Annotations:

                    • Mit Vorurteilen werden spezifische Bewertungen oder affektive Haltungen zu den Stereotypen bezeichnet.
                    1. statistische Diskriminierung
                    2. Ausbeutung

                      Annotations:

                      • 3 Bedingungen nach Wright: 1. Der hohe Wohlstand einer Gruppe hängt ursächlich vom geringen Wohlstand einer anderen Gruppe ab. 2. Diese ursächliche Beziehung basiert auf dem Ausschluss der einen Gruppe von der Kontrolle über die zentralen Produktionsmittel in einer Gesellschaft. 3. Diese ursächliche Beziehung schließt wesentlich die Aneignung der Arbeitserträge der einen Gruppe durch die andere Gruppe ein.
                    3. Armutsforschung
                      1. absolute Armut
                        1. relative Armut

                          Annotations:

                          • Relative Armut ist abhängig vom Mindeststandart (sozioökonomisches und kulturelles Entwicklungsniveau) eines Landes. Fällt eine Person unter den Mindeststandart des jeweiligen Landes, ist diese Person relativ zur restlichen Bevölkerung arm. Diese relative Armut kann von Land zu Land unterschiedlich ausfallen. Es kann zwar vorkommen, dass eine Person alles Lebensnotwendige zur Verfügung hat (Nahrung, Wohnung, ausreichende medizinische Versorgung etc.) gilt aber trotzdem in dem Land als arm. Diese Personen können von einem Sozialen Ausschluss betroffen sein.
                          1. Messungsmethoden
                            1. Einkommensarmut

                              Annotations:

                              • Dieses Konzept bemisst Armut an der Ausstattung von Haushalten mit monetären Ressourcen und vergleicht diese mit einem bestimmten gesellschaftlichen Standard. Als Standard wird meist der Median oder Mittelwert der Einkommensverteilung definiert. In Deutschland wurde bisher das arithmetische Mittel (führt zu einer höheren Armutsquote) der Einkommensverteilung verwendet.
                              • -Es ist das am häufigst verwendete Verfahren. Vorteile: -Dieses Konzept weist für jedes Land dasselbe Konstruktionsprinzip auf. -Das Konstruktionsprinzip: Eine Person wird als arm bezeichnet, wenn ihr bedarfsgewichtetes Pro-Kopfeinkommen einen bestimmten Prozentsatz des Durchschnitsseinkommen in einem Land unterschreitet -Das Konzept ist relativ leicht zu operationalisieren und zu messen.
                              • Arithmetisches Mittel -Weniger als 50% des Durchschnittseinkommens = einkommensarm -Weniger als 40% des Durchschnittseinkommens = strenge Armut -Weniger als 60% des Durchschnittseinkommens = Niedrigeinkommensbereich Median (EU) -Weniger als 60% des Durchschnittseinkommens = armutsgefährdet
                              1. Sozialhilfebezug als Indikator
                                1. Lebenslagenarmut
                                  1. Deprivationsarmut
                                  2. Am häufigst bedrohte Gruppen
                                    1. Ausländer
                                      1. vertikale Dimension
                                  3. Ginikoeffizient
                                    1. Lorenzkurve
                                      1. Gleichverteilungsgerade
                                      2. Mobilitätsforschung
                                        1. vertikale Mobilität
                                          1. horizontale Mobilität
                                            1. intergenerationale Mobilität
                                              1. intragenerationale Mobilität
                                              2. Lebensstilforschung

                                                Annotations:

                                                • Lebensstile hängen in nennenswertem Ausmaß von Bildung, Alter und Geschlecht ab.
                                                1. Funktionen von Lebensstil

                                                  Annotations:

                                                  • -Er sichert Routinen im Alltag -Er betont Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe und die Abgrenzung zu einer anderen -Er fördert die soziale und persönliche Identität
                                                2. Neoklassische Arbeitsmarkttheorie

                                                  Annotations:

                                                  • -Def. Markt: Der Ort, an dem Güter, Dienstleistungen und andere Ressourcen verteilt und getauscht werden. -Wichtig: Es wird von einem perfekten Markt ausgegangen. Alle Teilnehmer handeln nach rationalen Kriterien. -6 Prämissen: ->Es stehen unendlich viele Marktteilnehmer in Konkurrenz zueinander, welche die Preise dadurch nicht beeinflussen können ->Preise reagieren unmittelbar auf Veränderungen von Angebot und Nachfrage ->Arbeitnehmer können ohne Beschränkungen den vollen Arbeitsmarkt ausnutzen und besitzen volle Mobilität ->Arbeitnehmer sind in ihren relevanten Eigenschaften gleich, es wird in vollem Umfang Arbeit angeboten und nachgefragt ->Es gibt kene Vorlieben für bestimmte Tauschpartner ->Akteure versuchen ihren Nutzen zu maximieren und sind vollständig informiert
                                                  Show full summary Hide full summary

                                                  Similar