Darbietung körperlicher Symptome mit Forderungen nach medizinischen Untersuchungen trotz Versicherung der Ärzte, dass Symptome NICHT körperlich begründet sind
auch wenn Beginn der Symptome enge Beziehung zu Lebensereignissen oder Konflikten aufweisen, Patient möchte psychische Ursache verleugnen
oft aufmerksamkeitssuchendes (histrionisches) Verhalten
jedes Organ und jede körperliche Funktion kann betroffen sein
Folgen oft gravierend, da Symptomatik oft Anlass zu Untersuchungen und Operationen gibt
Untersuchung durch Psychiater oft nach jahrelangen Anläufen und oft auch gar nicht
Begriff psychosomatische Störungen oft weit gefasst und umfasst somatoformen Störungen und Konversionsstörungen
bei somatoformen Störungen und Konversionsstörungen nur sehr dünne Trennung
bei psychosomatischen Störungen ein wirklicher Organbefund vorliegend
die wichtigsten:
hypochondrische Störung=hypochondrische Neurose=Hypochondrie F 45.2
beharrliche Beschäftigung an einer oder mehreren körperlichen Krankheiten zu leiden-die Krankheit kann benannt werden
häufig Depression und Angst als zusätzliche Diagnose
erscheint selten erstmals nach 50.Lebensjahr
gravierende Folgen im sozialen Bereich und beruflichen Leben
häufiger Arztwechsel
psychische Ursache wird ausgegrenzt, Hinweis auf Psychiater als Kränkung
psychotherapeutische Maßnahmen wenig erfolgreich
oft zeigt sich EXISTENZANGST-
aus psychodynamischer Sicht eine Verschiebung der Angst sowie der aggressiven Tendenzen in den Körper
Symptome/Krankheit werden zur Projektionsfläche der negativen Anteile und erfahren eine Pseudoobjektivierung
oft Wechsel zwischen Hypochondrie und Verfolgungswahn
Unterform:Dysmorphophobie=körperdysmorphe Störung
übermäßige Beschäftigung mit nicht vorhandenen Mängel in der körperlichen Erscheinung
in erster Linie klagen von Schönheitsfehlern im Gesicht-Aussehen von Brüsten weniger
körperliche Anomalien vorhanden, aber Sorge unbegründet
geschlechtsspezifische Verhältnis ausgeglichen
THERAPIE
wenn überhaupt-supportive Psychotherapie
niederpotente Psychopharmaka
Vorsicht Gabe von Benzodiazepinen:missbräuchliche Anwendung oft bei somatoformen Störungspatienten
Somatisierungsstörung=multiple psychosomatische Störung, Briquet-Syndrom=multiples Beschwerdesyndrom F 45.0
multiple-häufig wechselnde körperliche Symptome-meist über Jahre bestanden vor Überweisung zum Psychiater
komplizierte Anamnese-mit negativen Untersuchungen und erfolglosen Operationen
Symptome können sich auf jedes Körperteil beziehen
syndromatische Erscheinungsform umfasst:
Hautbrennen/Jucken
Magen-/Darmbeschwerden
Übelkeit/Erbrechen/Diarrhoe
Brust und Oberbauchschmerzen
Krenz und Rückenschmerzen
Reizbarkeit/Innere Unruhe/Müdigkeit
Konzentrationsmangel/depressive Verstimmungen
Leistungsabfall
Kreislaufbeschwerden/Schweissausbrüche/Schwindel
Herzschmerzen
familiäre, berufliche und soziale Beziehungen beeinträchtigt durch Symptomatik
wie bei hypochondrischen Störung Weigerung den Rat mehrerer Ärzte anzunehmen, dass keine körpeliche Ursache zu finden ist
fast ausschließlich Frauen, Zeitkriterium mehr als 2 Jahre
bei Somatisierungsstörung:Hauptaugenmerk auf den Symptomen selbst und ihren Auswirkungen
bei hypochondrischen Störung:Aufmerksamkeit auf Vorhandensein eines fortschreitenden Krankheitsprozesses und seine Behinderungsfolgen
neigen dazu Unetrsuchungen zu verlangen, welche die Art der Krankheit bestimmen oder bestätigen sollen
Behandlung zur Beseitigung der Symptome verlangt
Therapie
Lebensweise zu korrigieren:Überbelastungen verhindern
im persönlichen und sozialen Bereich Beeinträchtigungen reduzieren
Methoden der Psychotherapie und Entspannungsverfahren
kurze psychopharmakologische Unterstützung
anhaltende Schmerzstörung=psychogener Schmerz=somatoforme Schmerzstörung F 45.4
ANDAUERNDER, quälender Schmerz, der durch physiologische Prozesse oder körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden kann
Schmerz in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychoszialen Problemen
Folge und Diagnosekriterien:beträchtliche persönliche oder medizinische Betreuung/Zuwendung UND bestehen der Beschwerden von mindestens 6 Monaten
zur Abgrenzung zur Somatisierungsstörung:auch vielerlei Schmerzen, aber nicht so anhaltend und so vorrangig
ausgedehnte Patientenkarriere, seelische Faktoren werden gemieden
häufig Missbrauch von Alkohol, Schmerzmitteln,Tranquilizern
somatoforme Symptome allgemein entsprechend dem Konversionsmechanismus:symbolisch einen unbewussten Konflikt oder als Äquivalent eines psychischen Konflikts aufzufassen
Therapie wie bei Somatisierungsstörung
Diagnostik und Differentialdiagnose:
schwer abzugrenzen zu körperlichen Erkrankungen
körperliche Untersuchung an erster Stelle
wichtig abzugrenzen zu DEPRESSIVEN Syndromen
schwer abzugrenzen zu Konversionsstörungen, Hinweise zu somatoformen Störungen meist in fehlendem zeitlichen Zusammenhang zum traumatisierenden Erlebnis und stärker ausgeprägte Stabiblität und Persistenz der Symptomatik als bei K.störungen
Hinweise für somatoforme Störung:
affektiv inadäquate Beschwerdeschilderung-beteiligungslos oder wortreich und pedantisch