Bildung der Zeitformen

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Description

Bachelor Germanistik Note on Bildung der Zeitformen, created by Gamze Ü on 10/04/2016.

Resource summary

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PräsensDas Präsens ist die am häufigsten verwendete Zeitform im Deutschen. Wir benutzen diese Zeitform hauptsächlich, um über die Gegenwart und Zukunft zu sprechen.BildungWir entfernen die Infinitivendung en und hängen folgende Endungen an:

Besonderheiten bei der Bildung Endet der Wortstamm auf d/t, steht bei Endungen auf st und t ein e vor der Endung. Dies gilt aber nicht bei Vokalwechsel. (Hier fällt bei Wortstammendung t in der 3. Person Singular sogar das Endungs-t weg)Beispiel: warten – du wartest, er wartet, ihr wartetaber: laden – du lädst, er lädt, ihr ladet (Vokalwechsel a zu ä)halten – du hältst, er hält, ihr haltet Endet der Wortstamm auf s/ß/x/z, fällt das Endungs-s (2. P. Sing.) weg.Beispiel: tanzen – du tanzt Endet der Wortstamm auf ie, fällt das Endungs-e weg.Beispiel: knien – ich knie, wir knien, sie knien Bei einigen starken Verben ändert sich der Wortstamm.Beispiel: lesen – ich lese, du liest, er liest, wir lesen, ihr lest, sie lesen Endet der Infinitiv auf eln/ern, fällt das Endungs-e weg; bei eln können wir in der 1. Person Singular außerdem das evom Wortstamm weglassen.Beispiel: lächeln – ich läch(e)le, wir lächeln, sie lächeln wandern – ich wandere, wir wandern, sie wandern

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Perfekt (vollendete Gegenwart)Mit dem Perfekt drücken wir aus, dass eine Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen wurde. Wir verwenden das Perfekt vor allem, wenn das Ergebnis oder die Folge der Handlung im Vordergrund steht.In der Umgangssprache nutzen wir das Perfekt häufig anstelle des Präteritums.BildungWir brauchen die Präsens-Formen von sein/haben und das Partizip II.

haben oder sein Wir nehmen das Hilfsverb haben:bei Verben mit AkkusativobjektBeispiel: Michael hat das Büro aufgeräumt. (etwas aufräumen)bei Verben ohne Akkusativobjekt, die keine Orts-/Zustandsänderung ausdrückenBeispiel: Er hat aufgeräumt. (aufräumen)bei reflexiven VerbenBeispiel: Das Büro hat sich verändert. (sich verändern)Wir nehmen das Hilfsverb sein:bei Verben der Bewegung (ohne Akkusativobjekt): gehen, laufen, fahren, fallen, fliegen, kommen, reisen, stolpern, stürzenBeispiel: Alle Kollegen sind in sein Büro gekommen. bei Verben der Zustandsänderung: aufwachen/erwachen, einschlafen, gefrieren, tauen, sterben, zerfallenBeispiel: Michaels Ordnungsliebe ist erwacht.bei folgenden Verben: bleiben, sein, werden, gelingen, misslingen, geschehenBeispiel: Was ist mit Michael geschehen?

Besonderheiten bei der Bildung Viele starke und gemischte Verben ändern im Partizip II den Stamm. (siehe Liste der starken und gemischten Verben)Beispiel: gehen – gegangen, bringen – gebrachtEndet der Wortstamm auf d/t, hängen wir bei schwachen/gemischten Verben et an.Beispiel: warten – gewartetVerben mit der Endung ieren bilden das Partizip II ohne ge.Beispiel: studieren – studiertNicht trennbare Verben bilden das Partizip II ohne ge. (siehe trennbare und nicht trennbare Verben)Beispiel: verstehen – verstandenBei trennbaren Verben steht ge hinter dem Präfix. (siehe trennbare und nicht trennbare Verben)Beispiel: ankommen – angekommen

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Präteritum (Imperfekt, Vergangenheit)Das Präteritum drückt Fakten und Handlungen in der Vergangenheit aus. Diese Zeitform verwenden wir bei Erzählungen und Berichten, vor allem in der Schriftsprache.BildungWir entfernen die Infinitivendung en und hängen folgende Endungen an:

Besonderheiten bei der Bildung Viele starke/gemischte Verben ändern im Präteritum den Wortstamm. (siehe Liste der starken und gemischten Verben)Beispiel: gehen – ging, bringen – brachteEndet der Wortstamm bei starken Verben auf s/ß/z, lassen wir entweder das Endungs-s weg oder wir fügen zusätzlich ein e ein.Beispiel: lesen – las – du last/du lasestEndet der Wortstamm auf d/t, fügen wir bei Endungen, die mit t/st beginnen, ein e vor der Endung ein.Beispiel: landen – ich landete, du landetest, er landete, wir landeten, …bitten – ich bat, du batest, …, ihr batet Endet der Wortstamm von starken Verben auf ie, entfällt das Endungs-e in der 1./3. Person Plural.Beispiel: schreien – ich schrie, wir/sie schrien (nicht: , )

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Plusquamperfekt (Vorvergangenheit)Mit dem Plusquamperfekt drücken wir Handlungen aus, die zeitlich vor einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit stattgefunden haben.Wir verwenden das Plusquamperfekt immer dann, wenn wir bei einer Erzählung über die Vergangenheit (im Präteritum) auf etwas zurückblicken, das zuvor passierte.BildungWir brauchen die Präteritum-Formen von sein/haben und das Partizip II.(zur Verwendung, siehe sein/haben)

Besonderheiten bei der Bildung Viele starke und gemischte Verben ändern im Partizip II den Stamm. (siehe Liste der starken und gemischten Verben)Beispiel: gehen – gegangen, bringen – gebracht Endet der Wortstamm aufd/t, hängen wir bei schwachen/gemischten Verben et an.Beispiel: warten – gewartet Verben mit der Endung ieren bilden das Partizip II ohne ge.Beispiel: studieren – studiert Nicht trennbare Verben bilden das Partizip II ohne ge. (siehe trennbare und nicht trennbare Verben)Beispiel: verstehen – verstanden Bei trennbaren Verben steht ge hinter dem Präfix. (siehe trennbare und nicht trennbare Verben)Beispiel: ankommen – angekommen

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Futur I (Zukunft)Das Futur I verwenden wir hauptsächlich, um eine Absicht für die Zukunft oder eine Vermutung für die Gegenwart/Zukunft zu äußern.BildungWir brauchen die finite Form von werden und die Grundform des Vollverbs.

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Futur II (vollendete Zukunft)Das Futur II drückt eine Vermutung aus, dass eine Handlung bis zum Zeitpunkt des Sprechens oder zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft abgeschlossen sein wird.BildungWir brauchen die finite Form von werden, das Partizip II des Vollverbs und die Hilfsverben sein/haben.(zur Verwendung, siehe sein/haben)

Besonderheiten bei der Bildung Viele starke und gemischte Verben ändern im Partizip II den Stamm. (siehe Liste der starken und gemischten Verben)Beispiel: gehen – gegangen, bringen – gebracht Endet der Wortstamm auf d/t, hängen wir bei schwachen/gemischten Verben et an.Beispiel: warten – gewartet Verben mit der Endung ieren bilden das Partizip II ohne ge.Beispiel: studieren – studiert Nicht trennbare Verben bilden das Partizip II ohne ge. (siehe trennbare und nicht trennbare Verben)Beispiel: verstehen – verstanden Bei trennbaren Verben steht ge hinter dem Präfix. (siehe trennbare und nicht trennbare Verben)Beispiel: ankommen – angekommen

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