Flashcards
Methodenlehre Teil 1 bis VL 11
Flashcards do conjunto (96)
- 1Was ist Gegenstand der Psychologie=Das Erleben und Verhalten von Lebewesen
- 2Was sind mögliche Methoden?Beobachtung,Experiment und "quantitative Methode" / Statistik
- 3Was ist die UV?werden vom Experimentator aktiv verändert / zB Alter, geschlecht
- 4Durch was ist Wissenschaft gekennzeichnet?Durch einen Gegenstand und eine Methode
- 5Welche Arten der Begründung von Wissen gibt es welche sind adäquat und welche nicht?(1) Berufung auf Autoritäten - :"Freud sagt.." --> Inadäquate Begründung
(2) Zitieren von Beispielen --> Freud "Der Fall Anna von O. .." , "Meine klinischen Erfahrungen zeigen..."
positiv: Bezug zur Empirie aber auf unkontrollierte Weise
negativ: Stichprobe ist undefiniert, retrospektiv, unklar wieviele Gegenbeispiele --> inadäquat
(3) Testen von Hypothesen nach den Regeln einer empirischen Wissenschaft - Seit 1879 (erstes psych. Labor durch Wilhelm Wundt) - 6Was sagte Wilhelm Dilthey (1894) über die zergliedernde Psychologie?"Die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir"
Nat.wissenschaft: erklären,nomothetisch
Geisteswissenschaften: Verstehen,idiographisch - 7Definition WissenschaftstheorieDie Wissenschaft von der Wissenschaft ("science of science", "philosophy of science" )
- Metawissenschaft, Gegenstand sind Prinzipien,Ziele, Wege und Ergebnisse der einzelnen Real oder Substanzwissenschaften - 8Welche WIssenschaftstheorien gibt es? (2)(1) postulieren,wie die ideale Wissenschaft funktioniert --> Wissenschaftstheorie als Wissenschaftslogik (Wiener Kreis, Karl Popper)
(2) tatsächliche Wissenschaften untersuchen, wissenschaftshistorisch, soziologisch analysieren, wie dort vorgegangen wird (deskriptiv) --> Wissenschaftstheorie als Wissenschaftsgeschichte (Thomas Kuhn) - 9Was sagt David Hume zur Wissenschaft?David Hume : " Es gibt nur 2 Arten von Wissenschaften"
Formalwissenschaft: LOGIK, MATHEMATIK
Empirische Wissenschaft: NATURWISSENSCHAFT - 10Was sagt der Logische Positivismus aus und wer sind seine Vertreter?Wiener Kreis ( M. Schlick, L Carnap, B Russell, L Wittgenstein, K. Gödel)
--> Versuchen mit Mitteln der Logik und Erkenntnistheorie zu spezifizieren, wie man sinnvolle empirische Wissenschaft erkennt
Kernaussagen: 1. Reduktion der Philosophie auf Wissenschaftstheorie
2. Aufspaltung der Wissenschaft in 2 Klassen (analytische - logik,mathe), synthetische (alle empirischen)
3.Logizismus (mathe auf Logik reduzieren)
4. Physikalismus (alle empirischen Disziplinen auf phsyik reduzieren - 11Was ist das Sinnkriterium für wissenschaftliche Aussagen nach dem Wiener Kreis?Verifizierbarkeit:
nur solche Aussagen sind sinnvoll, die verifizierbar, dh. auf Gegebenes zurückführbar sind
- Aussagen die nicht verifizierbar = sinnlos
- In Form von Protokollsätzen festhalten - 12Was sagt das Induktionsprinzip aus?Hypothesen und Gesetze müssen auf Protokollaussagen rückführbar sein , Theorien auf bestätigte Hypothese
Protokollaussage -> Hypothese/Gesetz-> Theorie
"Diese Kuh ist schwarz, Kuh x ist schwarz , Kuh z ist auch schwarz --> Alle Kühe sind schwarz - 13Was ist das Problem Induktionsprinzip=Allgemeine Theorien sind nicht aus singulären Sätzen ableitbar
- 14Was ist eine Lösung für das Induktionsprinzip?Falsifizierbarkeit von Karl Popper
Begründung von Wissen geschieht mithilfe des Deduktionsprinips
"Alle Menschen sind sterblich, Sokrates ist ein Mensch --> Sokrates ist sterblich" - 15Was sagt Poppers "Kritischer Rationalismus?"Ableitung von Hypothesen
Falsifikaton
- Vom Allgemeinen zum Besonderen
Theorie --> Hypothese --> Basissatz - 16Logischer Positivismus vs Kritischer Rationalismus Unterschiede=Log. Positivismus (Wiener Kreis) : - Verifizierbarkeit , Induktionsprinzip , Protokollaussagen
Kritischer Rationalismus (Karl Popper) : Falsifizierbarkeit, Deduktion, Basissätze - 17Was macht eine gute Theorie aus???(1) Widerspruchsfreiheit
(2) Präzision
(3) Einfachheit
(4) Objektivierbarkeit- Begriffe müssen operationalisierbar sein
(5) Empirischer Gehalt : Theorie mit größerem emp. Gehalt besser
(6) Falsifizierbarkeit (Kritisierbarkeit) - 18Was ist Thomas Kuhns Hauptthese?Normale Wissenschaft vollzieht sich in einem Paradigma [methodisches Vorgehen,potenzielle Anwendung etc.]
oder wissenschaftliche Revolution - 19Thomas Kuhn ParadigmaGegenstand
Methode
Werkzeug
Ergebnisse
Anwendung - 20Kuhns Wissenschaftliche Revolution:Normale Wissenschaftsaktivität kann in eine Krise führen
- Anomalien werden entdeckt , Krise des Paradigmas , wird solange nicht aufgegeben bis ein neues zur Verfügung steht - 21Wissenschaftliche Revolution--> Verdrängung der alten Theorie durch eine neue
Mechanismen der Ersetzung:-
- junge WIssenschaftler begründen neues Paradigma
- Wissenschaftler konvertieren
- Generationswechsel - 22Wissenschaftsfortschritt nach KuhnPräparadigmatische Phase --> Normale Wissenschaft -> Krise -> Theorieanwärter-Wissenschaftliche Revolution -> neue normale Wissenschaft
- 23Kritik an Kuhn ?-Begriff Paradigma mehrdeutig (21 Varianten)
-Vorwurf "Irrationalismus"
deshalb versch. Weiterentwicklungen
"Methodischer Anarchismus" Paul Feyerabend - 24Welche Arten von Hypothesen gibt es?(1) Universelle HypotheseUn: Allgemeine Form "Für alle Fälle gilt" -("Alle Menschen unterliegen der Müller-Lyer- Täuschung")
(2) Existentielle Hypothesen: Es gibt mind. einen..." Es gibt Absolouthörer, es gibt Anorexien bei Männern"
(3) Hypothesen über Anteile: zB 92% der Rechtshänder sind sprachdominant - 25Wie prüft man universelle Hypothesen?- Zwei Möglichkeiten : Verifikation,Falsifizikation
Untersuchte Fälle: Ges. Pop u. Stichprobe
(a) Gesamte Population untersucht: " Alle Opfer des Teheran Geiseldramas sind psychisch beeinträchtigt --> Alle untersuchbar also verifizierbar oder falisifizierbar
b) Kinder unter 5 Jahren haben... -> Population zu groß , deswegen nur Falsifizierbar ( 1 Gegenbeispiel genügt) - 26Wie prüft man Existentielle Hypothesen?A) Gesamte Population- > unter Teheran Opfern gibt es mind. einen mit PTSD -> Hypothesen verifizierbar oder falsifizierbar
B) Nur eine Stichprobe untersucht -> Es gibt mind einen Menschen, der die Zahl pi ...." -> existierende Fall kann immer außerhalb der Stichprobe liegen -> Hypo nur verifizierbar , nicht falsifizierbar - 27Wie prüft man Hypothesen über Anteile?A) Gesamte Pop. 40% der Bäume im Herrngarten sind geschädigt -> verifizierbar und falsifizierbar
b) nur eine Stichprobe -> 90% der Stud. sind rechtshänder -> kein sicheres Wissen nur Wahrscheinlichkeitsaussagen
-> Falsifizierbarkeit ist herstellbar durch stat. Irrtumswahrscheinlichkeit - 28Welche Forschungsstrategien gibt es in der Psychologie?- Qualitative Forschung -> Fallstudien (case studies), ethnographische Methoden
- Nichtexperimentelle quantitative Forschung: Beobachtungsmethode ,Fragebogen, Quer u. Längsschnittstudien , Korrelative Forschung
- Experimentelle Forschungsmethoden - 29Qualitative Forschungnicht-numerische Daten
interpretativ
pluri methodisch
Fallstudien ( Fall von Anna O)
Feldforschung
heuristische Funktion - keine strenge Erkenntnisgewinnung aber Quelle von Hypos für weitere Forschung - 30Probleme Qualitative Mehtode-mangelnde Intersubjektivierbarkeit
-oft retrospektiv
- selektiv, Argumentation aufgrund von Beispielen
- möglicherweise durch sprache gender eigene ethnische Zugehörigkeit verzerrt - 31Ablauf bei Beobachtungsmethoden?1. was wird beobachtet zB a) Größere Verhaltenseinheiten b) molekulares Verhalten zB. Mutter-Kind Verhalten ,Entscheidungsverhalten in Gremien, -nicht alles zugleich protokollierbar -> Beobachtungssysteme
2. Wie wird es beobachtet?
a) time sampling: - wenige Verhaltensweisen
- kurze Zeitintervalle protokollieren ( jedes 5.Minuten Intervall)
b) event sampling :
-bei seltenen Verhaltensweisen
-Zielverhalten in Analyseeinheit
-Aufzeichnung bei Auftreten d. Zielverhaltens ( trotzreaktion , dauer art u beteiligte)
(3) Schlussfolgerungen:
-Wichtigkeit von training der Beobachter
-Feststellung der Beobachterübereinstimmung (Reliabilität)
-Apparative Hilfsmittel (Video,Audio ,Protokoll,log-files) - 32Was sind mögliche Probleme der Beobachtung?-Reaktivität der Messung (observer influence)
- Vpn verhalten sich anders, wenn Beobachter anwesend
-habituieren
-unwissentlich beobachten? - unobstrusive measures, unbemerkte messungen (lost letter technique)
--> Verzerrung durch Beobachter (observer bias) :
- Beobachtet, was er/sie erwartet oder wünscht
-Blinding (blindversuch)
(Rosenthal effekt) - 33Was ist Milgrams Lost-letter technique?Briefe adressiert
- 34Doppelblind ?- VPn weiß nicht was die Hypothese ist, "cover story", sonst läuft Gefahr dass Vpn demnach handelt
- Beobachter blind- weiß auch nicht was die Hyothese ist, sonst sieht er das was er sehen will vlt (rosenthal effekt) - 35Was sind die Schritte bei der Testkonstruktion?1. Eingrenzung des zu messenden Merkmals
2. Entscheidung über die Form des Fragebogens (offene,gebundene Fragen etc.)
3. Generierung eines Item-Pools
4. Itemanalyse ( Antwortverteillung: Boden und Deckeneffekte,Schiefe / Itemschwierigkeit : Anteil der Stichprobe, die das Item löst /Trennschärfe: Korrelation des Items mit dem Gesamtscore des Tests
5. Revision des Tests (Auswahl der besten items)
6. Reliabilitätsbestimmung
7. Validitätsbestimmung
8. Normierung: - Umwandlung der Rohwerte in standardisierte Werte - 36Hauptgütekriterien und welches ist wichtig?Objektivität (Standardisierung)
Reliabilität
Validität
--> Bauen logisch aufeinander auf, Objektivität ist Voraussetzung für Validität - 37Item-response- Theorie ? /Rasch Modell?- Testtheorie, die Schwächen der KKT überwindet
Annahmen:
- Latente Variablen : Personenparameter, Itemparameter
- Manifeste Variablen : Antwortverhalten X=1 , X=0
- Vergleiche von Personen unabhängig von Aufgaben möglich
- Ergebnis hängt ab von der Differenz zwischen Personenparameter und Itemparameter - 38Was sind itemcharakteristische Funktionen (ICC)?Sieht aus wie eine Schwellen (=psychometrische Funktion)
- logistische Funktion - 39Probleme KKT?"Fehlertheorie"
- keine mathematisch fundierte Funktion
- nicht klar ob Gesamtwert der gelösten Aufgaben oder das Aufgabenmuster Bedeutung haben
- Testwert hängt von der Stichprobe ab - 40Wie überwindet Georg Rasch diese Probleme der KKT?- Es gibt immer latente (versteckte) Variablen, den Personenparameter (Personenfähigkeit) und den Itemparameter (Itemschwierigkeit) und manifeste Variablen (Antwortverhalten)
- Vergleich von Personen unabhängig von den Aufgaben möglich
-Lösungswahrscheinlichkeit hängt von der Differenz zwischen Personenparameter und Itemparameter ab ( Wer ist stärker, Aufgabe oder ich?) - 41Beschreibe die Funktion von Rasch- Funktion hat immer gleiche Form und ist nur in der Schwierigkeit (Personenparameter( entlang x-Achse) verschoben
- Items liegen parallel
- Auf y-Achse wird Lösungswahrscheinlichkeit aufgetragen
--> Man kann ablesen, wie wahrscheinlich es ist, dass eine bestimmte Person ein bestimmtes Item löst - 42Vorteile Rasch Modell?-mathematisch formulierte Funktion
-Stichprobenunabhängig
-Differenzskala-> Man kann Aussagen über DIfferenzen machen
- Itemkennwerte besitzen spezifische Objektivität, dh. Schwierigkeitsunterschiede und Personenunterschiede sind gleich
- BSP. PISA Studie : Schüler müssen nicht mal gleiche Aufgaben lösen, wichtig ist nur, dass Itemschwierigkeit und Zusammensetzung gleich ist --> Länderübergreifender Vergleich - 43Worum handelt es sich bei der korrelativen Forschung?Um eine nicht experimentelle Untersuchung von Zusammenhängen
- 44Warum ist die korrelative Forschung nicht experimentell?- Erfüllt nicht die Merkmale eines Experiments
- Interessant ist nicht Datengewinnung, sondern Datenanalyse
- Man kann nichts über die Richtung der Kausalität aussagen oder ob es sich um ein dritte-Variable Problem handelt - 45Muss man den Zusammenhang mithilfe des Korrelationskoeffizienten beschreiben (Nein, der Name induziert den Gedanken, dass man den Zusammenhang mithilfe des Korrelationskoeffizienten betrachtet, aber dies ist kein muss - Man kann auch andere stat. Kennwerte (zB Mittelwert) heranziehen
- 46Was sagt die Korrelative Forschung nicht aus?- Richtung der Kausalität
( OB X--> Y oder Y-->X)
- Ob es sich um ein dritte-Variablen Problem handelt - 47Kriterien für die Feststellung von Kausalität nach John Stuart Mill (1874)1. Die Ursache muss der Wirkung voraus gehen
2. Die Ursache muss eine Beziehung zum Effekt haben
3. Es darf keine plausiblen Alternativhypothesen geben - 48Definition Experiment laut Wilhelm Wundt"Das Experiment besteht in einer Beobachtung, die sich mit der willkürlichen Einwirkung des Beobachters auf die Entwicklung und den Verlauf der zu beobachtenden Erscheinung verbindet"
- 49Kriterien für ein Experiment laut Wundt1. Willkürtlichkeit (= Absichtlich, planmäßige Herbeiführung eines Ereignisses unter kontrollierten Bedinungen )
2. Wiederholbarkeit (Reproduzierbarkeit der Ausgangsbedinungen und Ergebnisse
3. Variierbarkeit ( = Einflussgrößen können in verschiedenen Ausmaßen eingesetzt werden) - 50moderne Definition eines ExperimentsExperiment besteht aus der:
1. Manipulation einer unabhängigen Variable (UV)
2. Kontrolle von Störvariablen - 51Wann ist eine Durchführung eines Expetiments nicht möglich?- Wenn die Manipulation einer UV nicht möglich ist (Geschlecht,Alter)
-wenn es ethisch nicht vertretbar ist
--> Dann muss man auf korrelative Forschung zurückgreifen - 52Wie kann man Experimente nach Anzahl der Variablen einteilen?- Nach Anzahl der unabhängigen Variablen: Einfaktorielle/Mehrfaktorielle Experimente
- Nach Anzahl der abhängigen Variablen: univariate/multivariate Experimente - 53Was ist ein within-subject-design?Man vergleicht Person mit sich selber , Gleiche Versuchsperson mit altem und neuen System arbeiten lassen
- 54between-subject-designs?Versuchspersonen werden verschiedenen Versuchsbedinungen zugeteilt, Am Ende verschiedene Gruppen von VPn , Versuchsplan mit unabhängigen Messungen
- An einer Gruppe neues System, An anderer altes System - 55Vorteil within subject designBesitzt eine größere power
Power = die Wk einen Effekt zu finden, falls vorhanden, beim within subject design höher - 56Gefahr between subject designMöglichkeit besteht, dass der Effekt durch individuelle Unterschiede der VP verwässert wird
- 57Wie kann man den selection bias beim between subject design kontrollieren?1. Randomisierung
2. Parallelisieren ( Matching) - 58Randomisierung Vorgehen und Vorteile?Vorgehen: Teile die Vpn zufällig den Versuchsbedinungen zu
Vorteile:
-Leicht durchzuführen und zeitsparend
-kontrolliert selbst unbekannte Störvariablen - 59Nachteile Randomisierung-Gruppen mögen dennoch ungleich sein --> Dieses Risiko verringert sich mit wachsendem N
- 60Matching Vorgehen?- Messe die Störvariable
- Ordne die Teilnehmer nach dieser Variablen
- Paare beieinanderliegende Werte
-Zufällige Zuordnung der Mitglieder jedes (gematchten Paares) auf die beiden Versuchsbedinungen - 61Vorteile Matching?Diese Variable ist kontrolliert
- 62Nachteile-Schließt die Wirkung unbekannter Störvariablen nicht aus
-unökonomisch (Verlangt einen Vortest) - 63Was ist das Risiko beim within subject design=Versuchspersonen durchlaufen mehrere Bedinungen, Risiko von :
- Reihenfolgeeffekten
-"Carry over" Effekte (Eine Bedinung beeinflusst inhaltlich eine andere) - 64Kontrolltechniken within-sbject design- Ausbalancieren (counterbalancing)
-Spiegelbildmethode (ABBA)
-Vollständiges Ausbalancieren
-Lateinisches Quadrat
-Randomisierung - 65Was ist die Spiegelbildmethode /ABBA - Methode ?spiegle die Reihenfolge der Bedinungen : ABBA, BAAB (nicht BABA, ABAB)
- die durchschnittliche Position der Bedinungen sind gleich - 66Vollständiges Ausbalancieren=verwende alle möglichen Reihenfolgen
zB bei 3 Bedinungen:
ABC,ACB,BAC,BCA,CAB,CBA
- werden schnell zu viele für n bedinungen sind es n! Reihenfolgen - 67Lateinisches Quadrat?- Verwende nur soviele Reihenfolgen, wie es Versuchsbedinungen gibt
Latin letters: Experimental conditions
Rows: subjects
columns: presentation order
-Garantiert, dass die unabhängige Variable und die Reihenfolge nicht konfundiert sind
-Erlaubt die Analyse der Reihenfolgeeffekte - 68Randomisierung?Reihenfolge der Bedinungen zufällig wählen
-Funktioniert nur mit großem N - 69Was ist kontrolliert mit einer Randomisierung beim within subject design?Reihenfolgeeffekte (Positionseffekte)
Lineare "carry over- Effekte"
zB jede Aufgabe enthält Hinweise für die nächste
NICHT: Differentielle "carry-over" Effekter
A->B aber nicht B->A - 70Versuchspersoneneffekt?-Erwartungen, die die VP gegenüber dem Experiment hat u. diese Erwartungen dürfen nicht mit der UV konfundieren. Dies erreicht man durch Doppelblind Placebo
- 71Zusammenfassung Kontrolle im Experiment(1) Über die UV- Exp. Manipulation identisch für alle VP
(2) über potentielle Störvariablen --> Eliminieren,konstanthalten, Randomisieren
(3) Über Unterschiede zwischen Vpn --> Randomisieren, Matching, Jede Vp in jeder Bedinung untersuchen (within subject) - 72Störvariablen aus der sozialen Situation des Experiments : Welche Effekte gibt es ?Versuchspersonen- Effekte
Versuchsleiter-Effekte - 73A) Versuchspersonen-EffekteA.1: Erwartungen der Versuchspersonen
- Erwartungen , wie eine experimentelle Bedinung wirkt zB Einnahme eines Beruhigungsmittels, Erwartung dass Reaktionszeit verlangsamt --> tatsächlich weniger Anstrengung
--> Erwartung der Vpn darf nicht mit der UV konfundieren
(2) Erwartung aufgrund von Aufforderungsvariablen (demand characteristics) , Vpn interpretieren alle Aspekte der Versuchssituation
(3) Erwartungen über die soziale Erwünschtheit von Verhalten zB Befragungen über Sexualverhalten oder Antisemitismus
- Motive die das Verhalten der Vpn beeinflussen
(1) Testangst / Bewertungsangst
(2) Bedürfnis nach sozialer Anerkennung (positive self presentation)
zB Experiment mit Schmerz mit attraktiven Frauen, Männer berichten weniger Schmerz zu empfinden , wenn VL attraktiv - 74B Versuchsleiter-EffekteVersuchsleiter -Erwartungs-Effekt (Rosenthal Effekt)
- VL erwarten bestimmten Ausgang ( zB Bestätigung der Sachhypothese ) und kann Vp unbeabsichtigt im Sinne der Erwartung beeinflussen
(Experiment mit ratten) - 75Mögliche Gegenmaßnahmen zu Versuchsleiter Effekte(1) Standardisierung der Versuchsbedinungen
(2) Ausschalten des/der VL, zB ersetzen durch automatisierte Instruktion
(3) Training von VL
(4) Manipulation der Erwartung des VL
(5) Blindversuch /Doppelblindversuch - 76Durchführung einer Untersuchung1. Hypothese spezifizieren
2. Population definieren, Stichprobe ziehen
3. Unabhängige Variable operationalisieren = Operation angeben, durch die sie gemessen /umgesetzt wird
4. Abhängige Variable operationalisieren
5. Versuchsplan (experimental design) spezifizieren (within oder between subject design)
6. Untersuchung durchführen
7. Statistische Hypothesentests, Schlussfolgerungen
8. Veröffentlichung der Ergebnisse
- in hochstandardisierter Form - 77Validität von Versuchsplänen / Welche drei Arten werden unterschieden?- Interne Validität
-Externe Validität
- Validität Statistischer Schlussfolgerungen - 78Interne Validität : Within Subject design - Definition- Ein Experiment ist "intern valide" wenn der gemessene Effekt eindeutig auf die UV zurückzuführen ist
--> Versuchsplan ist schlüssig, Störvariablen sind kontrolliert
--> Alternativerklärungen (rival hypotheses) sind auszuschließen - 79Gefahrenquellen für die interne Validität von within subject designs1. Reifung (maturation) - Alle Veränderungen der Versuchspersonen über die Zeit: Ermüdung, Altern, Hunger
2. Effekt der Testung (testing) - Bei Mehrfachmessungen verbessert sich die Leistung in späteren Tests (Vertrautheit mit dem Format, Gedächtnis)
3. Veränderungen in den Messinstrumenten (instrument decay) - Bezieht sich auf physikalische ebenso wie auf menschliche Messinstrumente zB Aufwärmen von analoger Elektronik, Forschungspraktikanten beurteilen psych. Symptome : werden empfindlicher und klassifizieren mehr als symptomatisch oder schreiben zB nach krassem Patienten kleine Sachen nicht mehr auf
4. Regression auf den Mittelwert (regression towards the mean) - Extremwerte tendieren ei nochmaliger Messung wieder zum Mittelwert
5. Geschichtliche Faktoren (history) - Historische Einwirkungen zwischen Vorher und nachhermessungen invalidieren - 80Gefahrenquelle Interne Validität bei Between subject designs6. Auswahlverzerrung (selection bias) - jeder systematische Unterschied zwischen experimental und Kontrollgruppe macht die Schlussfolgerungen ungültig (invalid)
7. Differentieller Ausfall von Vpn (experimental mortality) - zB bei Raucherentwöhnungsgruppe
8. Diffusion
- Diffusion der treatment Effekte von EG in KG , wenn eine Gruppe Zusatzinfo bekommt und die andere nicht (Bsp. mit Mensa weitersagen)
9. Rivalität zwischen Versuchsgruppen (compensatory rivalry) - besonders einschlägig bei pädagogischen "enrichment"Maßnahmen , KG verlangt das gleiche treatment, strengt sich besonders an, treatment Effekte evtl. nicht mehr demonstierbar - 81Solomons 4-Gruppen Plan?Versucht zu zeigen, dass eine Reihe von Risikofaktoren kontrolliert werden können
- sehr aufwendig und man benötigt viele Vpn ( Vortest- Maßnahme- Nachtest....) - 82Was charakterisiert ein quasi Experiment?Zufällige Zuordnung der Vpn zu Uv ist nicht möglich
- 83Worunter fällt die lost letter technique?unobstrusive measure
- 84Text mit Mann der für sein Müller Lyer Experiment einen pretest mit 100 Leuten macht...Regression towards the mean: Messwerte die zuerst sehr hoch ausfallen , tendieren bei weiterer Messung dazu niedriger zu sein
2. Testing: durch Übung in den weiteren Experimenten werden die personen nicht mehr so anfällig auf die optische Täuschung und schneiden im 2. Test besser ab - 85Nenne 2 testgütekriterienReliabilität, Validität
- 86Wie lautet die deutsche Übersetzung für within subject designs und between subject designsB-S-D : Versuchsplan mit unabhängigen Messungen
W-S-D : Versuchsplan mit Messwiederholungen - 87Nenne 2 Aspekte der Externen Validität- ökologische Validität, Stichprobenvalidität
- 88Externe Validiät DefinitionEin Versuchsplan ist extern valide, wenn die gefundenen Effekte über den Rahmen der Untersuchung hinaus generalisierbar sind.
- 89Welche 2 Aspekte gibt es bei der externen Validität1. Stichprobenvalidität: Ist gegeben wenn die Stichprobe eine Zufallsauswahl aus der Grundgesamtheit ist (Randomisieren!) Es gibt hierbei 2 Risikofaktoren. Zum einen, dass bestimmte Stichproben leicht verfügbar sind und man sie deshalb wählt (Studenten an der TU) . Zum anderen tritt bei klinischen Studien oft das RIsiko der klinischen Stichprobe auf, denn Patienten die eine Therapie aufsuchen sind oft systematisch anders, als die Population der Betroffenen ( Raucherentwöhnung - besonders schwere Fälle)
Ökologische Validität : Auch in diesem Bereich gibt es 2 Teilaspekte,nämlich ob das Forschungssetting generalisierbar ist (Laborumgebung auf natürliches Unfeld) u. ob der Untersuchungszeitpunkt generalisierbar ist ( Gedächtnisexperiment nach Fasching) - 90Wie kann man externe Validität erhöhen?- immer eine repräsentative Stichprobe wählen, auch mal Feldexperimente heranziehen und Metaanalysen heranziehen
- 91Welcher Validität wird in der Psychologie mehr Gewichtung zugesprochen?Der internen Validität
- 92Probleme Quersschnittstudie (Entwicklungspsychologie)- Stichprobe könnte sich neben dem Alter auch noch in anderen Aspekten unterscheiden (konfundierung)
- Selection bias durch verschiedene Rekrutierungsmethoden von unterschiedlichen Altersgruppen
-Selektiver Aufall von Vpn
- Schwierigkeiten die Gruppen zu parallelisieren
-Konfundierung Alter und Kohorte
- Intaindividuelle Entwicklung nicht untersuchbar - 93Probleme Längsschnittstudie-Stichprobe unterscheidet sich nicht nur durch Alter
-Selektiver Ausfall
-Testing
-Veränderung der Messinstrumente
-Dauer
-Kosten - 94Wann ist ein Experiment unethisch?Wenn...
1. Die Vpn geschädigt werden (egal ob reversibel oder irreversibel)
- Schmerz, hoher Schallpegel,Misserfolgserlebnisse,Angstinduktion
2. Täuschung
- unethisch zu lügen
- es könnte Folgen für die Vpn ergeben (glaubt er habe Wahrnehmungsschäden)
- Falls Täuschung unumgänglich muss man hinterher immer aufklären
3. Unfreiwillige Teilnahme
-Studenten
-Kinder (Little Albert)
Tiere (Artgerechte Haltun, Unwohlsein und Krankheit)
4. Verletzung der Vertraulichkeit/Datenschutz
- Bei Datenerhebungen /Publikationen
5. Wissenschaftliches Fehlverhalten bei der Publikation
-Datenfälschung
-Plagiat - 95Was ist wenn ein Experiment ethisch nicht eindeutig einwandfrei ist?So ist es der Ethikkommission vorzulegen, diese entscheidet durch Berechnung von Kosten und Nutzen über die Durchführung
- 96—