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Flashcards

Einführung in die Theorien

Sophia Kielinowski Alemão 91 flashcards

Flashcards do conjunto (91)

  1. 1Was ist eine Theorie?Theorie 1. Grades: Alltagstheorie
    - unausgesprochene Vorstellungen von der beruflichen Wirklichkeit (Ich weiß gar nicht, warum ich so handle)
    - sind naive Theorien, dienen der Rechtfertigung des eigenen beruflichen Handelns
    Theorie 2. Grades: Sozial- und Erziehungslehre
    - Erziehungslehren bestimmter Gruppen (Waldorfpädagogik)
    - Ausgesprochenes Handlungs- und Erfahrungswissen
    - stellt ein geschlossenes Gedankengebäude dar, aus de Handlungen abgeleitet werden.
    Theorie 3. Grades: Wissenschaftliche Theoriekonzepte
    - Beschreibung, Erklärung sozialer Probleme, Erziehung und Bildung, Ausarbeitung von Konzepten für die berufliche Praxis auf wissenschaftlicher Basis
    - Vielzahl unterschiedlicher Ansätze für diese Konzepte (LWO, systemisch-konstruktivistisch)
    - Diese Theorien sind: verlgeichbar, erforscht, analysiert, publiziert
  2. 28 Theoriedimensionen nach Thiersch und Füssenhäuser (ersten vier)1. Die SA als Wissenschaft:
    -Wissenschaftstheoretische Position
    - Verhältnis zu den Bezugswissenschaften
    2. Das Theorie-Praxis Verhältnis:
    - Verhältnis Wissenschaft und Profession und umgekehrt
    Wirkung wissenschaftlich fundierter Methoden im beruflichen Alltag
    3. Klärung des Gegenstandsbereichs der SA.
    --> Zuständigkeitsbereich der SA
    - Auf was richtet sich der Blick der SA?
    - Was ist der zentrale Fokus im beruflichen Handeln?
    4. Die gesellschaftlichen und sozialen Voraussetzungen der SA:
    - Was sind ide gesellschaftlichen Funktionen von SA? Gesellschaftlicher Auftrag?
  3. 3die anderen vier5. Die Adressaten und ihre sozialen Probleme
    - Was ist überhaupt "normal" und was "abweichend"?
    - Erscheinungsformen sozialer Probleme
    - Welche Lebenslagen und Lebensweisen gibt es?
    6. Die Institution der SA
    - Welche Institutionen hat sich vor welchem Hintergrund wie, warum entwickelt, ausgebaut und gestaltet?
    7. Theorien beziehen sich auf das berufliche Handeln
    - lassen sich bestimmte Verhaltensmuster konkretisieren?
    - Unterschied von professionellen und ehrenamtlichen Handeln?
    8. Reflexion der Werte und Normen, ethische Fragen
    - Welche Werte und Normen liegen theoretischen und praktischen Annahmen zu Grunde?
  4. 4Der Begriff "Handlungskonzept" bezieht sich--> Auf wissenschaftlich fundierte Theorien für das professionelle Handeln von Sozialarbeitern
    --> Es wird danach gefragt: Welche Handlungsleitenden theoretischen Grundlagen bestehen auf deren Basis die unterschiedlichen Methoden i.d. SA heraus entwickelt und zugeordnet werden?
    Bsp: LWO, systemisch-orientierte Schulen, personenzentrierte Ansätze
  5. 5Soziale Arbeit als Profession Ackermann: ForschungsdesignTeilnehmer: 11 hauptamtliche Beschäftigte, 12 Studenten aus höheren Semestern, 12 Praktikanten
    Methode: Leitfadenstrukturiertes narratives Interview
    Transkription: Vom Tonband zu Textseiten -> anschließend Auswertung
    Thematischer Vergleich: Suche nach vergleichbaren Antworten
    Konzeptualisierung: Rückbezug auf Wissensstände und Theoriebildung
    zentrale Fragestellung: "Lässt sich ein eigenständiges berufliches Proffesionsverständnis bei Sozialpäd. nachweisen?"
  6. 6Berufsidentitäten (Ackermann)-> Profis: - offen, - stehen für etwas neues, - sind bereits zur Selbstreflexion
    -> Selbstverwirklicher: - Orientierung an persönlicher Entfaltungsmöglichkeiten, - begrenzt offen für neues, - SA als Mittel zum Zweck
    -> Pragmatische Idealisten: - Wunsch Gesellschaft zu verändern, - Gleichgewicht von Utopie und Realität
    -> Alte Hasen: - Orientierung an handwerklichem Wissen, - nur wenig offen für Neues, - viel Vorerfahrung
  7. 7Ackermann Studie, zentrale Befunde- Es gibt kaum ein eigenständiges berufliches Selbstverständnis oder adäquate Fachlichkeit
    - Studium ist nicht zentrale Instanz beruflicher Sozialisation
    - Mangel an Interventionswissen
    - Lösungs- und Handlungsstrategien reichen über Alltagsdeutung nicht hinaus
    - Bei Hauptberuflichen: kollegialer und fachlicher Austausch sowie täglicher Umgang mit sozialen Problemen wird zentrale Instanz für Professionalität und Fachlichkeit
  8. 8Strukturmerkmale psychostherapeutischen und sozialpädagogischen Handelns1) Ziel der Intervention (Hilfe zur gelingenden Lebensbewältigung)
    2) Charakter der Probleme
    3. Situativer Kontext der Intervention
    4) Charakter der Intervention
    5) Klientel
  9. 92) Charakter der Problemez.B. Soziale Arbeit: 3fache alleinerziehende Mutter muss Oma pflegen und braucht Hilfe
    - generalistisch (Hilfe ist allgemein, bezieht sich auf alles)
    - Sachfunktional und personenintentional (sieht auch das körperliche Leid, finanzielle Probleme, Kontakt zu Behörden)
    - Komplexität von Alltagsproblemen (Gesamter Alltag, Besonderheiten)
    Bsp. Psychotherapie (Frau mit Neruose)
    - spezialistisch (zentraler Fokus: psychische Leidenszustände)
    - Personenintentional (psychische Entwicklung des Klienten, kognitiv-emotional)
    - Reduktion auf Schlüsselprobleme (sieht Klienten nicht im sozialen Umfeld)
  10. 103) Situativer Kontext der InterventionBsp: Soziale Arbeit (Streetwork)
    -Alltagsnah
    nicht an spezifische Settings gebunden (Intervention agiert im Alltag, wo das Problem entstanden ist. Optional, SA schaffen neuen Alltag
    Bsp: Psychotherapie: (Therapieraum)
    - Alltagsfern (kennt Alltag nur aus Schilderung der Klienten)
    - an spezifische Settings gebunden
  11. 114) Charakter der InterventionBsp. SA: Sozialpädagogische Familienhilfe
    - Einlassen auf Alltag (Strukturen der sozialen Netzwerke, alltägliche Bearbeitungsmuster, wie geht Familie mit Problemen um?
    - Flexible Form der Interaktion und Problemverarbeitung (individuelle Anpassung der Hilfe)
    Bsp: Psychotherapie (progressive Muskelentspannung, Gesprächstherapie
    - Verfremdung vom Alltag im konstruierten Setting (kennen Alltag des Klienten nicht)
    - Reduktion durch Spezifik des therapeutischen Ansatzes
  12. 125) KlientelBsp. Soziale Arbeit (Jugendzentrum)
    - Potenziell jeder Mensch mit (Alltags) Problemen und (sozialen) Versorgungsinteressen
    Bsp. PT (P. mit Depressionen)
    - Personen mit "psychischen Problemen"
    -Selektion durch Charakter der Intervention (Unterschiedliche Therapie bei unterschiedlichen Problemen)
    - Mittelschichtorientiert (bestimmter Bildungsgrad notwendig, da viel durch reden geschieht)
  13. 13Strukturmerkmale psychotherapeutischen und sozialpädagogischen Handelns PRO (für die Unterscheidung)-dient der Abgrenzung und damit der Orientierung
    - Geht um die Herausbildung von eigenen Konturen der SA sowie der spezifischen professionellen Handlungslogiken in der SA
    -Stärken und Schwächen werden bewusst gemacht
    - Sozialpäd. Methoden sind nicht durch therapeutische Methoden ersetzbar
  14. 14CONTRA (gegen die Unterscheidung)- beide Verfahren sind nicht miteinander vergleichbar
    - es kann als Therapiekritik verstanden werden
    eine strikte Trennung ist schwer möglich, da sich die SA trotzdem an therapeutischen Methoden bereichern kann
    - es gibt kein "besser" oder "schlechter", jede Handlungsform hat seine individuelle Stärken
  15. 15System-Prozess-Theorie Impressionen zum Thema Menschenrechte in der Sozialen Arbeit- ungleiche Bildungschancen für Kinder und Jugendliche (Hautfarbe und Nationalität spielen eine große Rolle)
    - sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (Jedes 4. Mädchen und jeder 8-10 Junge ist betroffen)
    - Pflegeheim in Deutschland (4000 Beschwerden in Altenpflege von verschiedenen Seiten)
  16. 16Kritik am systemisch-konstrukivistischen Ansätzen Kritik am radikalen Konstruktivismus- Wir können über die Welt nichts wissen, außer welche unsere je eigenen Handlungen für uns nützlich sind
    - Wirklichkeit kann nicht entdeckt werden -> muss sie erfinden (Wirklichkeit wird konstruiert)
    - Luhmannsche Vorstellung und Watzlawicks Kommunikationstheorie wurden in letzer Zeit durch empirische und theoretisch-logische Argumentation in Frage gestellt
  17. 17Logische Argumentation zur Kritik1) Der radikale Konstruktivismus widerspricht sich selbst
    2) Machtblindheit der systemisch konstruktivistischen Theorie
    3) Unkenntnis einer alternativen Systemtheorie
    4) Gefundene Wirklichkeit (Der Konstruktivismus besagt, dass wir nichts über die Welt wissen und die Wirklichkeit nicht entdecken, sondern erfinden)
  18. 181) Der radikale K. widerspricht sich selbst- Beim r. K. werden unterschiedliche empirische Ergebnisse herangezogen
    - Man kann also nicht behaupten, dass empirische Forschung unmöglich ist und gleichzeitig empirische Belege heranziehen (Widerspruch)
  19. 192) Machtblindheit der s.k.Th.- Themen wie Macht, Abhängigkeit, Ungerechtigkeit und Verantwortung werden in der systemisch-k.Th. ausgeblendet
    - alles ist miteinander vernetzt, niemand bestitz eine Machtrolle --> Machtabhängigkeiten werden ausgegrenzt
    - Sexueller Missbrauch wird ausgeblendet
    -Eintreten fürPflicht, Normen und Werte fällt aus
  20. 203) Unkenntnis einer alternativen Systemtheorie- Dominanz des sy. Konstruktivismus
    - Kritik an der Übertragung von Luhmann
    - Es gibt nicht nur Luhmann sondern auch anderen die kaum Beachtung finden
  21. 21Systemtheorie als Kritik am Atomismus und Holismus (als Alternative) Atomismus-> Alles Wirkliche besteht aus isolierten, unverbundenen Einheit
    -> "Menschen ohne Gesellschaft"
    -> Übertragen auf die S.A -> individuenzentrierte Ansätze z.B. personenzentrierer Ansatz
  22. 22Holismus-> Kennt im Unterschied zum A. nur Ganzheit
    - Mensch in Gesellschaft (Systemtheorie)
    - alles was existiert dient einem übergeordnetem größerem Ganzen und ist darauf ausgerichtet
    -Der Einzelne ist nichts Wert, alles ist dem Wohl der Gesellschaft ausgerichtet
  23. 23Systembegriff nach Staub-Bernasconi /Obrecht- Es gibt eine Welt, unabhängig von unserer Wahrnehmung, diese war schon da, bevor sie irgendjemand wahrnehmen oder erforschen konnte
    - Konkrete Systeme: bestehen aus Anzahl von Komponenten, die untereinander Beziehungen halten (=interne Struktur) -> Diese binden Systeme untereinander mehr als gegenüber anderen Dingen, so das sie sich gegenüber der Umwelt abgrenzen.
    - Systeme sind über schwächere Beziehungen mit ihrer Umwelt verbunden (=externe Struktur)
    - alles was exisitert ist entweder ein System oder Teil eines Systems (Wir sind alle in bestimmte Systeme eingebunden)
    - Alle Dinge und Systeme sind in ihrer Entstehung, in ihrem Aufbau und Verhalten gesetzhaft und empirisch erforschbar
    - Widerspruch zum radikalen Konstruktivismus, denn er besagt, dass wir nichts über die Welt wissen und Wirklichkeit nicht entdecken, sondern erfinden
    - Sein heißt werden, alles was es gibt wandelt sich - > es verändert sich ständig (Prozessdenken: man kann nicht einmal etwas erkennen und dann bleibt es so)
  24. 24Systembegriff nach B. /O. -> Unterschiede zum systemisch-k.Verständnis- Schon erste Annahme das Welt, auch unabhängig, davon ob jemand daran denkt oder nicht, existiert - beißt sich mit Annahmen des Konstruktivismus
    - Konstruktivismus geht nämlich davon aus, dass der Mensch seine eigene Wirklichkeit erstellt, weil wir nicht in der Lage sind, die Welt objektiv zu erfassen
    - Nächst Annahme: es gibt mehrere verschiedene Systeme -> sytem-konstru. Ansatz geht jedoch von biologischen Ansätzen aus
    - Außerdem geht Bernasconie davon aus, dass soziale Probleme durch Nicht-Erfüllung von Bedürfnissen der Menschen in Systemen entstehen
    -> Im Kontruktivismus geht man davon aus, dass Probleme unterschiedlich gedeutet werden, aufgrund der subjektiven Wahrnehmung
  25. 25"Menschen in der Gesellschaft" Menschliche BedürfnisseNach:
    -Regeln, Normen, Einzigartigkeit, Sinn, Freiheit und Autonomie, sozialer Zugehörigkeit, Sozialer Anerkennung, emotionaler Zuwendung
  26. 26Soziale Probleme als Gegenstand S.A-> Bedürfniserfüllung im Rahmen der vorgegebenen Struktur
    - Menschen versuchen Bedürfnisse innerhalb gegebener Struktur zu realisieren / umzusetzen
    - Menschen sind von Geburt an Mitglieder in Sozialen Systemen und lernen im Laufe ihres Lebens immer mehr Funktionen in diesen Systemen zu übernehmen
    Optimal: Bedürfnisse in Sozialen Systemen zu befrieden:
    -> Können viele in ihrer gegebenen Struktur nicht
    -> Versuch individuelle und kollektive Bestrebungen, Bedürfnisse zu realisieren (z.B. über Anpassung, Isolation, soz. Rückzug)
  27. 274 grundlegende Arten sozialer Probleme 1) Ausstattungsprobleme-> Unterschiedliche Teilhabe an medizinischen, psychischen, sozialen und kulturellen Ressourcen einer Gesellschaft (Bsp. Dunkelhäutiger wird nach Vorstellungsgespräch nicht zurück gerufen)
    -> Ausstattung, Gesundheit, Geschlecht, Alter, Hautfarbe
    -> Sozioökonomische Ausstattung:
    -In welchen Verhältnissen lebe ich, Person in Zusammenhang mit seiner Umwelt betrachtet, Bildung, Beruf, Einkommen
    -> Bei mangelnder Bedürfnisbefriedigung kann es zu Problemen kommen
  28. 282) Austauschprobleme-> Angewiesenheit auf den Austausch mit anderen Menschen und der Umwelt zur Existenzsicherung
    Austausch kann:
    symmetrisch (bspw. Arbeitsleistung gegen Geld; Problem: reicht nicht um Familie zu ernähren)
    asymmetrisch sein
  29. 293) Machprobleme-> Zugang zu verschiedenen Ressourcen und Teilsystemen der Gesellschaft ist nicht nur von menschlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten, sondern auch von der Verfügung über Machtquellen abhängig
    Bsp. Fam. aus sozialer Unterschicht kann Kind Medizinstudium nicht ermöglichen - Akademiker Famlie schon
    -> Machtquellen: physische, körperliche Stärke, Bildungskapital, ökonomisches Kapital
    -> Ungleiche Machtverteilung zwischen Frauen und Männern - Kindern und Erwachsenen - Pflegern und Pflegebedürftigen, ungleiche Bildungschancen
  30. 304) Kritierenprobleme- Kriterien sind vergesellschaftete Werte mit einem mehr oder weniger ausgebauten sozialen Kontrollapperat, um die Umsetzungen zu ermöglichen und zu überwachen
    Bsp. Mann und Frau per Gesetz gleich, trotzdem beim Lohn ungleich behandelt
  31. 31Tripel Mandat von Staub-Bernasconi1) Hilfe für Adressat
    2) Auftrag der gesellschaftlichen Instanz
    3) Elemente des dritten Mandats:
    -> wiss. Basis:
    -inter- und transdisziplinäre, wissenschaftliche Beschreibungs- und Erklärungsbasis im Hinblick auf soz. Probleme
    - sowie wissenschaftlich begründete Arbeitsweisen und Methoden
    -> ethische Basis (Berufskodex)
    - auf welche sich die Professionellen in ihrer Entscheidung unabhängig vom gerade herrschenden Zeitgeist, vom Druck des Trägers, so wie der Adressaten berufen können und welche die zentralen Fragen der Profession als solche regelt
    - >Menschenrechte (im Berufskodex erhalten)
    -als Legitimationsbeweis
  32. 32DoppelmandatHilfe für die Adressaten und dem Auftrag der gesell. Instanzen (repräsentiert durch Akteure und Träger des Sozialwesens)
    -> SA soll eine Verwaltungsaufgabe ausführen
    -> ein Aushandlungsgeschehen zwischen den Leistungsangeboten des Trägers und den Organisationen, bzw. bürokratiegerechte formulierte Probleme des Adressaten ausüben
    -> SA ist Beruf mit viel Handlungsspielraum, großer Verantwortung, aber wenig Entscheidungskompetenz
    -> Ernstzunehmende Profession nur durch Tripelmandat
  33. 33TripelmandatWissenschaftliche Beschreibungs- und Erklärungsbasis
    Auf dem Gegenstand der SA, die sozialen Probleme -> Wissenschaftsbegründete Arbeitsanweisungen oder Methoden ausüben
    Ethische Basis: auf die man sich berufen kann und die zentrale Frage der Profession als solche regelt
    Menschenrechtliche Legimitationsbasis: Sind als legale Gesetze niedergeschrieben, wenn nötig sollen diese eigenbestimmte Aufgaben ermöglichen (Menschenrechte als Legitimationsbasis
  34. 34Wichtiges zum TripelmandatMan braucht das dritte Mandat um Macht zu verhindern (Machtthemen auf professionelle Weise diagnostizieren und bearbeiten können)
    Soziale Arbeit findet im syst. Paradigma ihre Professionalität, also Subjektorientierung (1. Mandat) und Sozioorientierung (2. Mandat) reichen nicht aus
  35. 35Menschenrechtsprofession nach BernasconiSA ist der einzige Beruf der:
    - Verpflichtung zur Solidarität als Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse für alle
    - besonders für die soz. Unterschicht und Ausgegrenzten
    - Gegenstand der SA sind die sozialen Probleme
    Weiterentwicklung der Menschenrechte und Pflichten im Hinblick auf eine Konsensfähige internationale Kultur und Ethik
  36. 36Nutzen der System- Prozesstheorie Staub-Bern.Systemische Betrachtungsweise / Ausrichtung (weit verbreitet):
    -Betonung der Menschenrechte
    -Empirische Orientierung
    -Professionsbezogener Ansatz (Nachdenken über die Menschenrechtsprofession)
    - Betonung von Macht und Ungerechtigkeit
    - Erweiterung durch Blick auf die Gesellschaft
    - Versteht sich als Methatheoretischer Ansatz
    Soziale Arbeit als eine Menschenrechtsprofession
  37. 37Vorbehalte und Grenzen der System- Prozesstheorie Staub-Bern- geringer Bekanntheitsgrad
    Erklärung sozialer Probleme allein durch unerfüllte Bedürfnisse
    SA ist nicht die einzige Menschenrechtsprofession
    Menschenrechte begründen sich auf westlichem Weltbild
    keine ausgewiesenen berufl. Handlungsmethoden
    nicht Mensch, sondern Kommunikation und Beziehung steht im Mittelpunkt
  38. 38Systemisch konstruktivistische Ansätze Definition der Allgemeinen Systemtheorie (Ludwig von Bertalanffy)Die allg. Systemtheorie ist eine Disziplin, die sich mit den allgemeinen Eigenschaften und Gesetzen von Systemen beschäftigt.
    System = Menge von in Wechselbeziehungen stehenden Elementen
    Die S.theorie beschäftigt sich mit jenen Prinzipien, die für Systeme überhaupt gelten, unabhängig von der Natur des Systems, dessen Bestandteile und den Beziehungen oder "Kräften", die zwischen ihnen bestehen.
    Systemkomponenten brauchen nicht einmal materieller Natur zu sein, z.B. in der Systemanalyse einer geschäftlichen Unternehmung sind die Komponenten von der verschiedensten Art, wie Gebäude, Maschinen, Angestellte, Geldwerte der Kundenstamm usw.
  39. 39Systemisch konstrukivistische Konzepte Erste Schritte der Systemtheorie; Zilpha Drew Smith"Die meisten von euch behandeln arme oder kranke Einzelpersonen, ohne die Familienbeziehung zu sehen. Wir behandeln die Familie als Ganzes, meist mit dem Ziel, sie zu erhalten, manchmal aber auch, um bei der Auflösung zu helfen."
  40. 40Klassische systemische Ansätze FamilientherapieVirginia Satir "Mutter der Familientherapie"
    entdeckt während einer Therapie, dass die Familie ein besonders System darstellt, welches den Therapieerfolg imens beeinträchtigte
    -> Band Familie schrittweise mit in die Therapie ein
    -> Um ein Gleichgewicht zwischen den einzelnen Familienmitgliedern her zu stellen
    -> Familienaufstellung
    -> Familienskulpturarbeit
  41. 41Erlebensorientierter Ansatz Virginia Satir-Ausrichtung an der Familie (Potential ausschöpfen, Fam. wird immer integriert, Einzelner wird als übergeordneter des Ganzen gesehen)
    - Humanistisch orientiert (Bei den Mitgliedern wirken Selbstheilungskräfte )
    -Methodeneinsatz
    (Gespräche, Rollenspiel, Genogramm)
    - Systembegriff: Selbstwert und Kommunikation:
    -> Selbstwert einer Person ist für eine stimmige Kommunikation unerlässlich
    -> Vertrauensvolle therapeutische Beziehung ist wesentlicher Bestandteil des Veränderungsprozesses
  42. 42Hauptthesen nach Gregory BatesonÜbertragung der allgemeinen Systemtheorie auf den psychotherapeutischen Bereich
    1. Elemente eines soz. Systems sind die im System handelnde Personen (System sind die Personen)
    2. Jede Person in einem soz. System deutet die Wirklichkeit (alles was stattfindet kann uns Infos geben)
    3. Das Verhältnis soz. Systeme ist von soz. Regeln bestimmt (was dürfen Menschen in einem soz. System und was nicht)
    4. Aus subjektiven Deutungen und Regeln ergeben sich in soz. Systemen zirkuläre Interaktionsstrukturen (Vieles hat mit Deutung der Sit. zu tun)
    5. Soz. Systeme sind d. Systemgrenzen von der Umwelt abgegrenzt (erst dann werden sie zum eigenständigen System)
  43. 43Strukturelle Famlientherapie Salvador Munuchin1. Therapeut als Steuerann
    - Th. hat Fäden in der Hand und ist Fachmann
    - Einfühlvermögen zeigen, Partner und Leiter, Th. ändert Klient
    2. Begriff: "Strukturelle Familientherapie"
    - Wie funktioniert ein Familiensystem? Wie arbeitet die Familie? Welche Familienstruktur besteht?
    3. Subsysteme
    - Differenzierungen innerhalb eines Systems (Geschlecht, Alter, Eltern-Kind)
    - Sind Grenzen in der Familie klar od. Diffus
    4. Grenzen
    -Grenzen zwischen Subsystemen müssen klar abgesteckt sein
    5. Empirische Fundierung
    -handeln muss empirisch überprüft werden
  44. 44Mailänder Modell nach Selvini Palazoli 5 Hauptthesen- Therapeutenrolle (muss sich aus dem Spiel raushalten, wer mitspielt hat verloren) - Zentrale Funktion, Th. verändert die Familie
    - Familie als regelgeleitetes System
    - Regeln und klare Grenzen in der Familie sind wichtig, Familie als Infosystem
    - Systemverständnis
    - Einzelne Person nicht mehr wichtig
    Neu: Kommunikation in der Familie steht im Vordergrund
    -Ziel der Therapie
    - nicht auf Genesung der einzelnen Person -> Arbeit mit ganzer Familie
    - Wichtige Prinzipien:
    -Zirkuläre Fragen (Bsp. Wenn deine Mutter ...was würde dein Vater tun?)
    - Solidarität (neutrale Haltung dem Klienten gegenüber - nicht lenken wollen)
  45. 45Sichtweise des radikalen Konstruktivismus"Wir konstruieren unsere eigene Wirklichkeit"
    -Herkömmliches Verständnis
    - Wir konstruieren uns unsere eigene Wirklichkeit
    - Beobachter und das was er beobachtet sind untrennbar miteinander verbunden
    -Wir sind nicht in der Lage unsere Umwelt objektiv zu erfassen
    -Wir unterliegen dem Mythos der neuen Realität
    - Alles ist durch uns selbst und unsere Persönlichkeit stark gefiltert
    -Systeme existieren niemals wirklich, wir erschaffen sie durch unsere Wahrnehmung
  46. 46Systemische Sichtweise-> andere Art die Welt zu sehen und zu kategorisieren
    - Ursachen-Wirkungsdenken als Erklärungsmodell wird abgelöst durch das Systemmodell
    - Einzelne Person kann nicht ohne die Umgebung gesehen, verstanden und erklärt werden
  47. 47Kybernetik 1. Ordnung= Steuerungslehre technischer Systeme
    = wissenschaftliches Programm zur Beschreibung der Regelung und Steuerung komplexer Systeme
    -Regelung und Steuerung komplexer Systeme
    -Klassische Modelle der Familientherapie
    - Theorien über beobachtbare Systeme
    -Man beurteilt ein System nach bestimmten Richtlinien und Vorstellungen z.B. nach dem, was in einer Familie verbessert werden könnte
    - Therapeut hat zentrale Steuerungsfunktion
    Wie ist ein System geschaffen? Wie organisiert sich das System?
    System wird überblickt hinsichtlich
    -Personen
    -Organisationen
    -Kommunikationen
    -Funktionen
  48. 48Kybernetik 2. OrdnungErkenntnismöglichkeit der SA
    -Theorien der Beobachter die ein System beobachten
    - Man kann ein System nicht beurteilen, da das System nach eigenen, für das System sinnvollen Regeln funktioniert
    - Neue Ansätze: Kybernetisches Prinzip auf Kybernetik selbst zu beziehen
    - Wie ist menschliche Erkenntnis aufgebaut - wie funktioniert sie?
    Zweifel: Das es unabhängig vom Beobachter / Berater objektive Systeme gibt
    - Vorher: Therapeut als Steuermann
    -Jetzt: Ist Therapeut überhaupt in der Lage, kann er alles überblicken - NEIN, nur Bruchstückhaft möglich
    -> abgeleitet aus radikalem Konstruktivismus
  49. 49Zum Einfluss der Systemtheorie nach Luhmann- Blick richtet sich darauf wie das System funktioniert
    - Handlungen von Personen und System können nicht gänzlich erfasst werden
    - können lediglich Bruchteile und Ausschnitte der Wirklichkeit erfassen
    -Konzept geht davon aus: Systeme haben im Hinblick auf die Reproduktion ihrer Elemente ihre eigene Verarbeitungslogik
    Person und System verarbeiten Informationen aus der Umwelt nach ihren eigenen Zweck- Struktur- Prozess- und Kommunikation
    - Reduktion von Komplexität durch Sinn, Stabilität und Selbsterhalt
    3 wichtige Begriffe:
    -Zwekce (materielle Versorgung, Schutz, Geborgenheit)
    -Struktur (Innere Ordnung, Regeln, Kommunikationsabläufe)
    - Prozess (Immer in Bewegung, kein Stillstand)
  50. 50AutopoiesisDas Konzept der A. basiert auf dem Grundgedanken, dass sich Systeme selbst erhalten, steuern, reproduzieren.
    A. Systeme werden folgendermaßen charakterisiert:
    - strukturell determiniert, d.h. aktuelle Struktur bestimmt in welchen Grenzen sich ein Lebewesen verändern kann ohne zu sterben; haben keinen anderen Zweck als sich selbst zu reproduzieren, alle anderen Behauptungen über ihren Sinn werden durch Beobachter an sie herangetragen.
    - sind aperationell geschlossen d.h können nur mit Eigenzuständen operieren und nicht mit systemfremden Komponenten; Veränderungen können nur möglich sein, wenn sie zur Struktur passen
    - bestitzen Autnonomie, d.h. lebende Systeme erhalten, erzeugen, regulieren sich selbst - sind nicht von außen determinierbar
    --> Soziale Systeme erneuern sich selbst
  51. 51(Einfluss der Systemtheorie nach Luhmann) Selbstreferentialität= Selbstbezüglichkeit
    - Der Austausch zwischen System und Umwelt wird durch die Organisationsweise des Systems festgelegt
    -Ausgangspunkt autopoietischer Systeme, dass sie sich selbst herstellen, erhalten und ihre Komponenten aus denen sie bestehen selbst reproduzieren.
  52. 52(Einflu...) Autopoiesis vergleichen mit Aktualisierungstendenz2 verschiedene Konzepte (systemisch-personenzentriert)
    -Aktualisierungstendenz geht darum, dass das innere Potential eines Individuums unterstützt wird
    - Autopoiesis geht um Systeme und Klienten innerhalb eines Systems, es spielt eine Rolle was zwischen den Klienten stattfindet -> immer Gesamtsystem im Mittelpunkt
    Bei beiden auch Sozialarbeiter beachten und auführen
  53. 53Beraterrolle beim system-konstruktivistischem Ansatz- Rolle des Beraters fällt bescheidener aus
    - Niemand kennt Situation so gut wie Klient
    -Berater kann nur Ingangsetzung ermöglichen
    -Rolle des Beraters: System anzustoßen, anzuregen und in Eigenschwingungen zu versetzen
    -soll hilfreichen Prozess in Gang bringen, Dialoge ermöglichen in denen unterschiedlichen Wirklichkeitskonstrukte ermöglicht werden
    - ist neugierig auf die Eigenlogik seiner Klientensysteme und versucht deren Nützlichkeit für die Lebenspraxis seines Klienten wert zu schätzen.
  54. 54Konsequenzen für die SA des systemtheoretischen Konzepts- darf niemals mit den selben Methoden bei allen Interventionen arbeiten. Sozpäd muss sich dem System anpassen und Interventionen darauf abstimmen
    - kann bei Einzel- sowie Gruppenarbeit angewandt werden -> stellt sehr anschauliches Modell dar
    -Bei der Arbeit mit dem Klienten, wird die Familie mit einbezogen
    -Potentiale innerhalb der Familie ausgeschöpft werden (Aktivierungstendez, Selbstheilungskräfte)
    Zwei Richtungen:
    -LUHMANN
    -STAUB -BERNASCONI
  55. 55Ausgewählte Methoden der systemischen Beratung Genogramm- emotionale Bindungen zwischen Familienmitgliedern und anderen aus dem soz. Umfeld können herausgearbeitet werden
    - bestehende Familienatmosphäre wird aufgezeigt
    -> bestehende Allianzen
    ->bestehende Rivalitäten
    -> Eigenschaften der einzelnen Person
    --> Am Wichtigsten: Geschichte, die zum Genogramm erzählt wird -> bildet den Hintergrund für ein neues Verständnis der Gegenwart
  56. 56Ausgewählte Methoden... Systemische FragenArt der Informationssammlung:
    Fragt nach Mustern, nicht nach Dingen
    - Viele unterschiedliche Fragetechniken
    -Wunderfrage (Was wäre nach einem Wunder anders?
    - Zirkuläres Fragen (Ziel: unverbindliches Nachdenken ohne sich verantwortlich zu fühlen, schaffen neuer Betrachtungsweisen)
    - Wenn-Fragen zeigt Möglichkeiten für zukünfitiges Handeln auf
  57. 57Zirkuläres Fragen- Grundlegende Überlegung: in soz. System kann alles gezeigte Verhalten immer auch als komm. Angebot verstanden werden
    -Vielfalt unterschiedlicher Fragetechniken (einzelne werden nicht geragt), sondern Fragen über mehrere Ecken, Frage immer nach dem, was zwischen Personen steht - es entsteht neue Info im System (z.B. einbeziehen anderer "Was denkst du A, was dein Weinen für B bedeutet?", oder das einbeziehen Dritter "Was denkst du, was es bei deiner Mutter auslöst, deinen Vater weinen zu sehen?"
    - Art der Infosammlung frag nach Mustern, nicht nach Dingen.
    - "Wunderfrage" (Wenn das Problem durch ein Wunder über Nacht weg wäre, woran würde man erkennen, dass es geschehen ist?") Ziel: Unverbindliches Nachdenken, ohne sich...
  58. 58Familienskulptur- Visualisierung von Familien --> Playmobilfiguren
    - Aufstellungsmerkmale:
    Grundelemente für Skultpurarbeit: Therapeut kann dabei entsprechende Fragen unterstützen: räumlicher Abstand: emotionale Nähe? Wer steht nah, oder fern?
    Oben/Unten: Hierarchische Struktur/Beziehung?
    Mimik/Gestik: Wer fasst wen an? Wer sieht wohin? die Deutung und Wirklichkeitskonstruktion steht im Mittelpunkt
    Vorsicht!: nicht zu schnell zu viel in der Skulptur unterbringen, nicht zu früh zu einer Lösung "hintreiben"
    Schnelles Verstehen (daher unabhängig von Altersstufe, Schichtzugehörigkeit und damit verbundenen Sprachproblemen einsetzbar)
  59. 59Wichtige Handlungen und Prinzipien im systemisch konstruktivistischen Ansatz 1. Möglichkeitsraum vergößernArt und Weise, wie über Probleme in der Familie gesprochen wird, verändern
    Handle stets so, dass du die Anzahl der Möglichkeiten vergrößerst
  60. 602) Konstruktivistische Bescheidenheit- Bewusstsein des Beraters, dass seine Sichtweise für den Klienten nicht im Vordergrund steht -> Sichtweise des Klienten ist nützlich und passend
    - nicht die Wahrheit sondern die Wirklichkeit steht im Vordergrund
    -keine objektive Wahrheit
    - Berater ist sich bewusst, dass Klient selbst entscheidet, was für ihn passt und was nicht
  61. 613) Hypothesenbildung- Therapeut bietet der Familie auf der Basis seiner Hypothesen neue Skripte an -> Familie reagiert durch Angleichung ihres Skripts
    - Geht nicht darum Hypothesen zu beweisen
    Hypothesen haben den Sinn der Anregung
  62. 624) Zirkularität-> Durch Wenn-Fragen und zukunftsorientierte Fragen
    - Familienmitglieder werden Muster aufgezeigt
    - sollen sie zum Überdenken ihres Glaubenssystem anregen
    - Möglichkeiten für zukünftiges Handeln aufzeigen können
  63. 635) Neutralität- Neutrale Haltung dem Klienten gegenüber - nicht lenken (wollen)
    - allen Beteiligten muss gleiche Neutralität gegenüber gebracht werden
  64. 646) Ressourcenorientiert- Blick auf Stärken und Möglichkeiten des Klienten
    - Jedes System verfügt über die nötigen Ressourcen, Berater muss unterstützen, damit sie diese nutzen
  65. 65Vorteile: system. konstruktivistische Ansätze- Systemisches Denken (weg von Fokus auf Einzelne)
    - Große Verbreitung des Handlungskonzepts in der gesamten SA
    -Klare theoretisch-methodische Ausrichtung
    -Hervorhebung sozialer Konstruktionen
    - Kritisches Hinterfragen empirischen Arbeitens
    -Hinterfragen der "Interventionsmacht" des Berufstandes
    -Erweitertes Methodenspektrum "Übernahme in andere Handlungskonzepte"
  66. 66Nachteile /Grenzen- Empiriefeindlichkeit
    - Theorieanstäze werden trzd. durch empirische Ergebnisse gestützt
    - Fehlende Thematisierung des Werte und Normbereichs
    - Problematische Berufsrolle
    - Vermischung unterschiedlicher systemischer Ansätze
    -Fanatismus -> andere Argumente lässt man nicht gelten -> Eine Gefahr für alle Handlungsanstäze
    Es gibt nicht "den" Ansatz
  67. 67Lebensweltorientierung Kritik- kein festgelegter Ansatz
    --> praktische Umsetzungsmöglichkeiten fehlen
    -Methodisches Handeln wurde ausgeblendet
    --> keine konkrete Hilfe
    - alles aus verschiedenen Bereichen
    --> "zusammengebastelt" -> Patchworktheorie
  68. 68LWO als theoretisches Rahmenkonzept (3 Aspekte)-> Zur unschärfe des Begriffs Lebensweltorientierung
    -> bezieht sich auf alle Arbeitsfelder und Träger
    -> LWO als Megatrend in der Sozialen Arbeit
  69. 69Merkmale der LWO Sozialen ArbeitLebenswelt des Adressaten ist Ausgangspunkt
    - Lebensverhältnisse und gesell. Entwicklung werden berücksicht
    - Ressourcenorientiertes Arbeiten - muss aufhören nur nach den Defiziten zu schauen
    - Ausrichtung am Alltag des Klienten
    - Ansatz hat präventiven Ansatz, d.h. Probleme werden nicht erst angegangen, wenn sie bereits bestehen, sondern im Vorfeld gar nicht erst zugelassen
    -Weitere wichtige Bausteine:
    -> Integration
    -> Dezentralisierung
    -> Partizipation
    -> Vernetzung
    -> Einmischung
    -> Reflexion
  70. 70Was ist LWO? Konzept-> Ausgangspunkt in der Lebenswelt der Adressaten -> Klient wird da abgeholt wo er steht
    -> bezieht sich auf Ganzheitlichkeit der Wahrnehmung sozialer Probelme -> S.A muss sich auf Komplexität einlassen
    -> ist eine Orientierung für die Profession -> Respekt für den Klienten, anwaltschaftliche Funktion, Werthaltung
    -> bietet eine Ausrichtung für die Institutionen der S.A -> macht sich nicht nur Gedanken für den Klienten
  71. 71Wurzeln und Bezugsdiskurs Pluralisierung von Lebensverhältnissen= Unterschiedlichkeit von Lebensstrukturen - Strukturen in Stadt und Land, Ausländer, Übersiedler und gebürtige Deutsche Jungen und Mädchen
    = Unterschiedlichkeit der Lebensbedingungen
    -> Lebensverhältnis der Klienten unterscheidet sich immer mehr
  72. 72Wurzeln und Bezugsdiskurs Individualisierung von Lebensformen= traditionelle Lebensformen werden in ihrem Verständnis brüchig, es ergeben sich neue, offenere Möglichkeiten der Lebensführung für Gruppen und Einzelne
    - z.B. Wechsel zwischen intensiven Arbeitsengagements und privat-familiärer Aufgabe; Wohnverhältnisse
    - gibt keine allgemeingültige Vorstellung mehr darüber, wie jemand sein Leben zu führen hat
    - Menschen müssen ihren eigenen Weg finden -> Freiheit und Herausforderung zu gleich
  73. 73Dimensionen der Lebensweltorientierung in der SA1) Erfahrene Zeit (Vergangenheit wird berücksichtigt -> Fokus auf die Gegenwart)
    2) Erfahrener Raum (S.A versucht angemessene Lebenswelt zu schaffen)
    3) Der sozialen Beziehung (Individuum wird nicht für sich gesehen - i.d. Lebenswelt eingebettet z.B. Familie)
    4) Alltäglichen Bewältigungsaufgaben (Verhalten des Klienten wird immer als Bewältigungsversuch verstanden; Klient gegenüber muss Respekt aufgebracht werden)
    5) Hilfe zur Selbsthilfe (Klient stärken, Blick aufs positive, ermutigen es selbst zu tun, Klient soll nach Hilfe den Alltag selbst bewältigen können)
    6) Gesellschaftliche Bedingungen (Lebenswelt ist gesellschaftlich beeinflusst)
  74. 74Strukturmaxime der LWO-Prävention
    -Alltagsorientierung
    -Integration
    -Partizipation
    - Regionalisierung / Dezentralisierung
  75. 75Prävention- bietet Hilfen an, bevor sich Probleme verhärten
    - frühzeitige, begleitende, unterstützende und ambulante Maßnahme um konkrete, aktuelle und jugendhilfespezifische Probleme zu verhindern
    - Aufbau einer unterstützenden Infrastruktur
    -3 Perspektiven die beachtet werden müssen:
    1. Arbeit mit dem Klienten
    2. Infrastruktur
    3. Sozialpolitik
  76. 76AlltagsorientierungLWO SA richtet sich am Alltag des Klienten aus
    - Klienten werden ganzheitlich und situationsbezogen gesehen -> gesamte Netz von wechselwirksamen Kräften
    - knüpft an die individuellen und subjektiven Muster des Erlebens, Deutens und Handeln des Klienten an
    -Pragmatische Orientierung, d.h. am Alltäglichen
  77. 77Integration-> Lebenswelt ohne Ausgrenzung und Unterdrückung
    -> Bericht betont wie überwiegend die Probleme der Ausländer
    -> Normalangebote der JH sollen Behinderten geöffnet werden
    -> Forderung nach einheitlichen transparenten K-Jugendrecht
    -> Fokus auf Gleichgewicht und Anerkennung der Verschiedenheit
    -> Angebote müssen auf Bedarf der Adressaten passen
  78. 78Partizipation-> Jugendliche sind immer noch von Bevormundung geprägt
    -> Sicherung aller Rechte und Mitbestimmung bei der Planung, Gestaltung und Durchführung von Angeboten
    -> Kooperation mit Jugendlichen, Familie und Betroffenen, auch mit Initiativen und ehrenamtlichen Helfern
  79. 79Regionalisierung / Dezentralisierung-> Eher kleine vernetzte dezentrale /regionale Einrichtungen anstelle von Großzentren, um direkte Hilfe vor Ort zu ermöglichen
    -> Erreichbarkeit dieser Einrichtungen für Klienten verbessern
  80. 80Handlungsmaxime in der LWO 3 Punkte 1) Planung und Vernetzung-> LWO SA muss die vielfältigen Angebote und Arbeitsfelder vernetzen und koordinieren
    -> um ein Nebeneinander und Gegeneinander zu verhindern
  81. 812) Einmischung-> K. und Jugendhilfe wurden und werden im Laufe ihrer geschichtlichen Entwicklung und vom Gesetzgeber Aufgabenfelder und Zuständigkeiten zugeteilt
    -> Sie muss diese aktiv und beständig erweitern und sich in anderen Zuständigkeitsbereichen einmischen, weil sie ihrem Selbstverständnis und ihrer Aufgabe entsprechen
    -> Einmischung im doppelten Sinn
    - Resignativ = Möglichkeiten angesichts gegebener Ressortzuständigkeiten sind eingeschränkt
    - offensive Notwendigkeit = kräftiges Überschreiten der eigenen Grenzen
  82. 823. Reflexive Jugendhilfe-> LWO soziale Jugendhilfe erfordert Offenheit und Selbstkritik
    -> Alles berufliche Tun und Unterlassen muss begleitet und von einem methodisch abgesicherten kritischen Nachdenken über die Motive, Ziele und Deutungsmuster, so wie über die Wirkung und Nebenwirkung des beruflichen Handelns überwacht werden.
    -> Um Entscheidungen zu begründen und im kritisch reflexivem Kontext zu vertreten.
    Braucht: Reflexivität als Souveränität im Umgang
    -Offenheit zum individuellen situativen Planen und Hadenln
    -Fähigkeit zur Selbstkritik
  83. 83Ebenen der Hilfen1. Ebene: Stabilisierung und Strukturierung der LW (Erziehungsberatung, ambulante Dienste)
    2. Ebene: Unterstützende und kompensierende Hilfeangebote der S.A (Tagesbetreuung, Hort)
    3. Ebene: Inszenierung von alternativen sozialpädagogischen Lebenswelten (Heim, stationäre Altenhilfe, Betreutes Wohnen -> manchmal ist es nicht möglich, Klient in gewohnter Lebenswelt zu lassen)
  84. 84Konsequenzen für die Gestaltung sozialpädagogischer Beratung1. Teilnehmende Diagnose
    2. Hilfe umfasst die Umstrukturierung der Situation
    3. Konfrontation
    4. Gespräche und Training zu konkreten Verhaltensweisen
    5 "alltägliche Kontexte"
  85. 85Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen TheorienGemeinsamkeiten:
    -Berücksichtigung gesell. Rahmenbedingungen (systemische Denkweise)
    - Ausrichtung auf soziale Problemstellungen (systmische Ansätze)
    - Berücksichtigung der Lebenswelt (systemische Ansätze)
    - Fehlende empirische Ausrichtung (psychoanalytisch, personenzentrier, systemisch- konstruktivistisch)
    -Gefahr der Willkür auf der Handlungsebenen (systemisch-konstruktivistisch)
  86. 86Unterschiede-Berücksichtigung gesell. Rahmebedingung (Psychoanalytisch, personenzentrier, verhaltensorientierung)
    - Ausrichtung auf soziale Problemstellungen (Psychoanalytische, personenzentrierte, Verhaltensorientierung)
    -Berücksichtigung der Lebenswelt (Psychoanalytische, personenzentrierte, verhaltensorientierung)
    -Fehlende empirische Ausrichtung (Verhaltensorientierung)
    - Unzureichende Handlungsmethoden
    (psychoanalytische, personenzentrierte, verhaltnesoirentierung, systemisch konstruktivistisch )
  87. 87die sozialpädagogische Beratung nach Thiersch-> Gespräch und Alltagsorientierung steht im Vordergrund = Reaktion auf den "Psychoboom"
    -> Allzuständigkeit der SA (alles was im Alltag zu Problem werden kann, unterschiedliche Ansätze vereinen)
    -> Vielfalt der Beratungsformen und Adressatengruppen (nicht an ein Setting gebunden, untersch. Angebotsformen, weit gefasstest Verst. und Beratung)
    -> Spezifische Handlungssituation (Alltagstechniken für Konflikt- und Krisenbewältigung)
    -> Alltagsorientierung (SA muss Balance zwischen Akzeptanz und Alltagsroutinen sowie Veränderung, Kritik und Alltag finden)
    -> Sozialpäd. Beratung (reflektierte Beziehungen, Veränderung von belastenden Situationen
    -> Parzipation (Sozpäd ist nicht Experte, der alles vorgibt. Transparenz in Arbeitsbezziehung
    --> Prinzip der strukturierten Offenheit (keine einheitliche Methode, sondern z.B. aktives Zuhören, Reflexion, Entspannung und Modelllernen)
  88. 88Strukturierte Offenheit= Nicht Festlegung auf ein gelerntes oder trainiertes therapeutisches Konzept
    -> Es werden verschiedene Methoden und Techniken hinsichtlich der Bewältigung von Problemen verwendet:
    - aufmerksames Zuhören - Übung - Entspannung - Schutz vor Überbelastung - Reflexion von Vergangenem - Modellernen
    -> Wird dort integriert wo eine Notwendigkeit dazu besteht ohne dass sie sich verselbstständigen und Hauptbestimmungsfaktor werden
  89. 89Argumente zum Nutzen und Gewinn der LWO-> Beitrag zur Professionsbildung der Sozialpäd.
    -> Strukturelle Offenheit als Gestaltungsprinzip SA
    -> Radikale Berücksichtigung der Lebenswelt
    -> Berücksichtigung gesell. Rahmenbedingungen
    -> Ausrichtung auf soziale Problemstellungen
    -> Orientierung der Sozialpolitik
    -> Orientierung für Institutionen
  90. 90Vorbehalte und Grenzen der LWO-> Unzureichende Handlungsmethode für die direkte Arbeit mit Klienten
    -> Gefahr der Willkürlichkeit auf der Handlungsebene
    -> Unzureichende empirische Orientierung
    -> Abehobene Formulierungen und Ausführungen
    -> Lebenswelt als leere Worthülse in Praxis
  91. 91—

Informações

Descrição
FlashCards sobre Einführung in die Theorien , criado por Sophia Kielinowski em 17-10-2017.
Criado por
Sophia Kielinowski · out 2017
Atualizado
25 out 2017
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