Flashcards
Verkehrsplanung 5 (VL6 - VL9)
Flashcards do conjunto (108)
- 1Neuer Skript!!! VL6 Moblitätsmanagement 2 (Betriebe & Unternehmen)Lösung auf der Rückseite
- 2Nenne die 4 Handlungsfelder des Mobilitätsmanagement (MM)!
- 3Nenne die beiden Handlungsebenen eines MM! Auf welcher Ebene ist das MM in Unternehmen anzuordnen?- Städtisches/Regionales Umfeld
- Standortbezogenes Umfeld --> betriebliches MM (BMM) - 4Erläutere die beiden Ebenen.Städtisch: Angebot von Dienstl. für alle Bewohner, bestimmte Zielgruppe (Jugendl.) oder Wegzweck
Standortbezogen: Hauptsächlich Information und Beratung; Zielgruppen sind Unternehmen und Benutzer; Verwaltungen --> Vorbildrolle - 5Warum ist das BMM wichtig? (Thema Mobilität)- 33% der MIV-km sind Pendler- Geschäftsfahrten
- 33% der Fahrten unter 5km
- MIV-Pendler belasten Strassennetz in HVZ überproportional
- Publikumsintensive Unternehmen = hohe Kundenströme --> Kapazitätsengpässe - 6Warum ist das BMM wichtig? (Thema Raumentwicklung)- Lange Pendlerwege --> Zersiedelung
- PP-Bedarf wegen Autonutzung belegt nutzbare Fläche
- Thema Verkehrserschliessung bei publikumsint. Nutzung - 7Was sind Ziele des BMM?- Verkehrsabläufe optimieren (NaHaMob)
- Kapazitätsengpässe mindern
- möglichst wenig Pendlerverkehr auf Strassennetz
- Abstimmung Siedlung und Verkehr in Bezug auf Betriebe
- über Betriebe Arbeitnehmer besser ansprechen als über öff Instutionen - 8Was sind Motive für Unternehmen?- Image
- Umweltverträglichkeit (Beitrag zu NaHaEntw)
- Vorgaben (Baubewill.)
- Einsparung PP-Fläche
- Umstrukturierung (Verlegung Firmensitz) - 9Wie wirkt sich ein BMM aus?- CO2-Reduktionpotenzial 250kg/MA
- Verlagerungseffekt Modal Split (bis 20% zu Umweltverbund)
- zufriedene und gesunde MA
- reduzierte Mob.kosten für Betrieb
- effizientere Nutzung PP und Firmenfz
- besseres Image - 10Nenne je 3 Massnahmen bezüglich ÖV und Radverkehr.ÖV: Schnupperticket, Jobticket, Anpassung Arbeitszeit an Fahrplan, Persönlicher Fahrplan für Arbeitsweg
Rad: Abstellanlagen, Umkleidemöglichkeit, Testtage, Bike to Work, Gratis Fahrrad-check - 11Nenne je 2 Massnahmen bezüglich PP-Management, Information, Motivation.PP-Man: Bewirtschaftung, Fahrgemeinschaften, CarSharing, Zuteilung der PP
Info: Welcome Package für Neue, Anreisevergleich (Zeit), ÖV-Tafel
Motivation: Gesundheitsprogr., Betriebsausflug mit Umweltverb., interne Auszeichnung - 12Erläutere das Beispiel Spital Baden kurz.Beschäftigten PP gratis --> Engpass; direkter Anschluss A1; ÖV 8-min Takt; 30% mehr ÖV-Pendler erreicht in 2 Jahren; 250t weniger CO2/Jahr; MIV-Nutzer zahlen ÖV-Nutzer über Parkgebühren
- 13Beispiel Baden: Massnahmen (3 Massnahmenebenen!!!)bauliche (Abstellplätze, Umkleide, Mobility-StaO, Gratis-PP für Nachtdienst etc.)
organisatorische (Ökobonus auf Basis von 3 Erreichbarkeitszonen, Gebührenregl. PP, Business CarSharing, jährl. Veloreptag)
Information (Velowegkarte, Bike to work, Velogesundheitswoche) - 14Erläutere das Beispiel TU Graz:1/2 der PKW-Fahrten in Fuss- Velodistanz; neu keine Parkgenehmigung innerhalb 1.5km; Anspruch nur wenn min. halbtags tätig, 250 t CO2/Jahr eingespart
- 15Beispiel Graz: Massnahmen- Fahrradserviceboxen 300 neue Abstellplätze
- halber Preis ÖV-Abos
- "wer radelt gewinnt"
- kostenlose Fahrradchecks
- 270 Dienstfahrräder im TU-Design - 16Erläutere das Beispiel Stadtverwaltung Thun.- Zentrumslage und Verwaltung an mehreren StaO; MM in Strategie 2009 verankert; viele Player, Energiestadt als Anreiz und Verpflichtung
- Mobilitätsportal im Intranet, Betroffene zu Beteiligten machen, wichtig ist Kommunikation nach aussen - 17Wie ist ein MM in einem Betrieb organisiert?Operative Einheit --> Mobilitätsbüro am StaO (Helpdesk oder Beratungsbüro)
- verantwortlich dafür ist der Mobilitätskoordinator - 18Welches Planungsinstrument kommt beim BMM häufig zum Zug und wie läuft es ab?
- 19Welches sind die 4 Umsetzungsstufen eines BMM?- Sondierungsstufe (Ziele, Machbarkeitsstudie)
- Gestaltungsstufe (evt. Anpassung Ziele, Organisation, Finanzierung)
- Betriebsstufe (Aktionsplan, Umsetzung Mobilitätsservices)
- Bewertungsstufe (Strategie evaluiert und angepasst) - 20Neuer Skript!!! VL6 Mobililitätsmanagement 3 (Autofreies Wohnen)
- 21Was wird unter einer autofreien Siedlung verstanden und was ist das Ziel?- Wohnungsangebot für autolose HH
- Anpassung Wohnumfeld an Lebensrealität
Ziel: hochwertige und attraktive Umgebung mit hoher Zufriedenheit der Bewohner - 22Was unterscheidet die Begriffe autoarm und autofrei?Autofrei: gar keine Autos, HH kein Auto
(ausser Feuerwehr, Umzüge etc.)
Autoarm: HH nicht autofrei --> Autos verbannt (unterirdisch oder ausserhalb) - 23Was ist die Grundidee einer autofreien Siedlung?Den Menschen, die unter den Auswirkungen des Autoverkehrs leiden, ohne ein Auto zu besitzen, eine bedürfnisgerechte Wohnform bereitzustellen.
- 24Nenne Vorteile für Bewohner, Allgemeinheit und Bauherren.Bw: kein Verkehrslärm; höhere Aussenraumqualitäten, bessere Ausnutzung, keine Parkkosten
Allg: Geringer Versiegelungsgrad; Kosten und flächensparen bei Erschliessung; Ersparnis externe Kosten Auto
BH: niedrigere Baukosten - 25Von welchen Faktoren ist der Autobesitz abhängig?- Haushaltsgrösse ( 1P Haushalt 42% kein Auto; 2P 13%; nimmt stetig ab)
- Urbanität (ZH = ca. 50% ohne; Agglo 15%) - 26Nenne Kriterien für die Standortwahl autofreier Siedlungen.- Grösse (optimal >150 Wohneinheiten)
- Lage
- Versorgungs- und Infrastruktureinricht.
- Erschliessungsqualität ÖV
- Vorhandene Umweltbelastungen
- Quartierimage
- politische Unterstützung - 27Welches sind die Voraussetzungen zur Erreichbarkeit und Mobilität?- effizienter ÖV
- gute LV-Erschliessung
- gemeinsch. Autonutzung (Sharing)
- grosses/breites Infrastrukturangebot (Schulen, Sport etc.)
- Versorgung in direkter Umgeb.
- Angebot Mobdienstl.
- Taxiverfügbarkeit - 28Erkläre den Lagekonflikt der bei autofreiem Wohnen entsteht.- ÖV-Erschliessung ist dort gut wo Hauptverkehrsachsen --> Lärm, Störungen; deshalb "autofreie Oase" mit grosser Randbebauung
- Mischen von Wohnen und Arbeiten wäre ideal --> unerwünschte Störungen und Verkehr - 29Welche Problematiken tauchen bei autofreien Siedlungen auf?Inwiefern darf Mindestzahl PP unterschritten werden?
Kann HH zu Autofreiheit verpflichtet werden? CH = ja - 30Erläutere die PP-Problematik?D:
- teilweise keine Mindestanzahl mehr
- Unterzeichnung "Autofrei Erklärung"
CH (PBG):
- Betrachtung örtl. Verhältnisse, ÖV, Ausnützung und Nutzweise Grst.
- Ziel: auf privatem Grund parkiert
- in meisten PPV Pflichtzahl geregelt
1PP/Whg (teilweise Abzüge für ÖV) - 31Wie stehen die Chancen in der CH?besonders gut, weil
- gut ausgebauter ÖV
- hoher Mieteranteil
- Wohnungsbau häufig von Baugenossensch. betrieben
- gute Ansätze in Mobdienstl.
- CarSharing weit entwickelt und etabliert - 32Nenne autofreie Siedlungen in der CH.- Burgunder Bern-Bümpliz
- Kalkbreite ZH
- Leutschenbach ZH MAW
- Hagmannareal Winti - 33Neuer Skript!!! VL7 Nachfrage im Verkehrsmarkt

- 34Definiere Nachfrage und Angebot allgemein.Nachfrage: Menge an Gütern, die Käufer auf Märkten erwerben wollen. Je höher der Preis, desto kleiner die nachgefragte Menge.
Angebot: Menge an Gütern, die Verkäufer absetzen wollen. Je höher der Preis, desto grösser die angebotene Menge. - 35Nenne den Bestimmungsgrund den Angebot und Nachfrage gemeinsam haben und erläutere kurz.Marktpreis: Sorgt dafür, dass sich angebotene und nachgefragte Menge nach gewisser Zeit angleichen.
- 36Aus welchen Teilen besteht eine Transportleistung (Angebot)?- dispositiver Teil (planerisch-organisatorische Gestaltung des Vorgangs)
- Realteil (eigentliche Beförderungsleistung) - 37Welche Eigenschaft haben sie mit anderen Dienstleistungsarten gemeinsam?Nichtspeicherbarkeit = müssen im Zeitraum ihrer Produktion Abnehmer finden --> sonst verloren
- 38Nenne die 4 Verkehrsträger und ein Bsp. je Träger.- Strassenverkehr (Auto, Bus, ...)
- Schienenverkehr (Tram, Bahn)
- Luftverkehr (Flugi)
- Wassverkehr (Schiff) - 39Nenne min. 5 Anforderungen der Nutzenden an Verkehrsträger.- Fahrzeit + Geschw.
- Fahkosten
- Sicherheit
- Genuss
- Zweck
- Gütermitnahme
- Verfügbarkeit
- Netzbildung/Umsteigen - 40Nenne Messgrössen für die A & N im ÖV, MIV und LVNachfrage bei allen 3: N = Personenfahrten, -kilometer
LV = A: Anzahl Velos (-PP), Km Wege
ÖV = A: Sitzplätze, Kurse/h, Fz.km., Netzlänge
MIV = A: Fz.km., Länge Strassennetz, Sitzplatzkm - 41Welche 3 Konkretisierungsstufen lassen sich beim Transportwunsch unterscheiden?- Bedürfnis (abhängig vom Budget (Budgetrestriktionen), Bsp. Wunsch, Urlaub im Ausland)
- Bedarf
- Nachfrage - 42Im Personenverkehr werden diese Wünsche (Bedürfnisse) durch 3 Angaben charakterisiert. Zähle auf!- Zweck --> Fahrtzweck
- Zielort --> Wunschlinien
- Zeitliches Auftreten --> Ganglinien - 43Mache ein Beispiel mit den 3 Konkretisierungsstufen.Bedürfnis: heute Nachmittag shoppen
Bedarf: ich nehme das Tram um einkaufen zu gehen. (Bedarf Beförderungsleistung)
Nachfrage: Kauf ÖV-Ticket - 44Erläutere den Zusammenhang von Reisezeit und dem Geldbudget.- Die Zeit hat einen Schattenpreis: Leute zahlen mehr für Reisezeiteinsparung
- wird in Opportunitätskosten ausgedrückt --> entgangenem Nutzen - 45Was sind Zeitwerte und weshalb sind sie so unterschiedlich?Geldwert, der ausgegeben würde bei Reisezeitverkürzung um eine Stunde.
Abhängig von...
...Person (Löhnen)
...Fahrtzweck
...Region - 46Was sind generalisierte Fahrtkosten?generalisierte Kosten = monetäre Fahrtkosten + Zeitkosten
- 47Woraus errechnet sich die Elastizität?Prozentuale Mengenänderung / Prozentuale Preisänderung
- 48Nahmobilität kann auf 3 Weisen definiert werden. Nenne sie.- Mobilität über kurze Distanzen/Zeiten
- Mobilität in kleinen Netzen (Quartier, Wohnumfeld, etc.)
- Mobilität ohne Motoren (Fuss, Velo) - 49Wie kann diese Nahmobilität gefördert werden?- Barrierefreie Stadt
- Re-Privatisierung des Autoparkens (Parken nicht auf öff. Grund)
- Komfortnetze für Fuss- und Radverkehr
- Stadt und Strasse als Lebensraum begreifen
- ganzheitliches Konzept - 50Nenne ein Beispiel für externe Kosten im Strassenverkehr.Strassenlärm verursacht Wertminderung einer Liegenschaft. Nicht Verkehrsteilnehmer sondern der Eigentümer trägt den Verlust.
(externe Kosten auf Strasse min. 15x mehr als auf Schiene) - 51Was wird unter "Internalisierung der externen Kosten" verstanden?- soziale und ökologische Zusatzkosten werden beim Verursacher miteinbezogen
- Ziel ist es Ineffizienzen zu vermeiden und Wohlfahrtsoptimum zu erreichen. - 52Welche Massnahmen werden in der CH dazu bereits angewendet?- Emissionsabhängige Landegebühren
- Klimarappen
- LSVA
- Unfallkosten (Verursachergerechte Versicherungsleistungen)
- Ersatzmassnahmen für Naturschutz - 53Was ist Mobility Pricing?- fahrleistungsabhängige, generelle Verkehrsabgabe
- verursachergerechte Einnahmen für den weiteren Ausbau und Unterhalt
- Nebeneffekt: geringere Steigung des Verkehrsaufkommens - 54Wie lassen sich die Tarife bemessen? (Kriterien)- Raumbezogen (gefahrene Km, Durchfahrten)
- Zeitbezogen (Dauer, Tageszeit)
- Fahrzeugbezogen (Abgase, Lärm etc...) - 55Welche Systeme existieren um Gebühren zu bemessen?- Punktsystem (einzelne Abschnitte, Tunnel, Brücken)
- Netzsystem (zusammenhängendes Netz --> Vignette)
- Kordonsystem (Abgrenzung Innenstadt, nur!!! beim Überschreiten der Grenze wird Gebühr fällig)
- Gebietssystem (entweder nach gefahrenen Km in Gebührenring oder Maut zur uneingeschränkten Nutzung im Ring) - 56Welche Möglichkeiten der Gebührenerhebung existieren?- Dedicated Short Range Communication (DSRC) = Sender im Fz kommuniziert mit Infrastruktur, Kosten direkt abgebucht
- Automatic Number Plate Recognition (ANPR) = Nummernschild wird bei Einfahrt gescannt; entrichten der Gebühr bei Einfahrt oder innerhalb eines Zeitraums - 57Neuer Skript!!! VL7 Verkehrsprognosen

- 58Welche Methoden gibt es um Prognosen aufzustellen?- Trendextrapolation
- Analogien
- Elastizitäten
- Komponentenmethode
- Modellprognosen
- Szenarien
- Delphi-Technik - 59Welche Extrapoliermöglichkeiten gibt es?
- 60Wie heisst das "Hilfsmittel" für die Extrapolation? Was macht es?- Korrelation
- prüft ob ein linearer Zusammenhang zwischen Zufallsgrössen
(Koeffizient zeigt Stärke des Zusammenhangs, Nonsenskorr = keine kausale Abhängigkeit) - 61Erläutere das Analogieverfahren!- Gegenüberstellung von Sachverhalten
- Ähnlichkeit von mindestens zwei Eigenschaften, Effekten etc. muss gegeben sein
- Bsp. zukünftigen CH Motorisierungsgrad von jetzigen der USA ableiten - 62Was geht die Komponentenmethode vonstatten?- gesuchte Grösse in Abhängigkeit mit mehreren Komponenten gebracht (Grösse in Komp. zerlegen)
- Für jede Komponente eine Prognose erstellt
- alle Komponenten (f) mulitplizert damit Gesamtfaktor (ftot)
(eignet sich nicht für Einzelobjekte sondern für Zonen oder Räume) - 63Mache ein Beispiel für die Komponentenmethode.
- 64Modellprognosen: Welche 2 Verkehrsmodelle existieren?- Mikroskopische Modelle (für kleinere Systeme; basiert auf einzelnen FZ/Personen)
- Makroskopische Modelle (betrachtet Gesamtverkehr und nicht einzelne Elemente, erlaubt Aussagen über Verkehrsfluss, -dichte; Anwendung bei grossen Netzen (Bund, etc.)) - 65Wie läuft eine solche Modellprognose ab?1. Einrichten Modell (Abbildung Netz, Nachfrage in Ziel/Quellmatrix, Ziel/Quellaufteilung)
2. Veränderungen definieren (Infra, Angebot, Kosten)
3. Berechnung (Grundlage Verkehrsmatrix) - 66Worin liegt der Unterschied zwischen Trendextrapolation und Prognose?- Trendextrapolation setzt Trend mathematisch fort. Prognose hingegen beachtet mögliche Entwicklungen.
- 67Welche beiden Fälle werden bei Prognosen unterschieden?1. Indikative Vorausschätzung --> was passiert wenn alle Annahmen eintreffen?
2. Zielprojektion --> was muss geschehen, damit ein bestimmtes Ziel erreicht wird? - 68Nenne 5 Randbedingungen für Prognosen.- Vernetzte Darstellung möglicher Entw.
- Konsistenz
- Plausibilität
- Kein Eintreffenszeitpunkt
- Keine Eintreffenswahrscheinlichkeit
- Beschreibbar und Quantifizierbar
- Anzahl Szenarien beschränkt
- Keine Bewertung oder Wünsche voraussetzen - 69Neuer Skript!!! VL8 BGK Hauptstrassen mit ÖV
- 70Nenne die übergeordneten Ziele der Stadtverkehrsplanung?(3V)
- Verkehrsvermeidung
- Verteilen von MIV auf die Umweltspur
- Verträgliche Geschwindigkeiten
+ Gestaltung der Verkehrsräume - 71Welche beiden Punkte umfasst der Integrationsansatz für den ÖV?- Integration als Erschliessungssystem ins Stadtsystem --> Verknüpfung mit Fusswegnetz und Konzentration der Entw. um Haltestellen und Achsen
- Integration der Anlagen in Strassen- und Platzräume - 72Was ist das Problem des ÖV's auf innerstädtischen Hauptstrassen?- MUSS im Strassenraum abgewickelt werden
- Braucht freie Fahrt
- Verbesserungswürdige Erreichbarkeitsbedingungen in Randquartieren
- städtebauliche Integration oft mangelhaft (vor allem Schienen) - 73Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Priorisierung des ÖV's auf der Strecke. Nenne die 3 Möglichkeiten.1. räumliche Eigentrassierung
2. zeitliche Eigentrassierung
3. Busspur - 74Erläutere die Priorisierung mittels Eigentrassee.1. räuml = braucht Raum --> nur begrenzt verfügbar; meist Querschnittsaufgabe um Situation für alle zu verbessern (vor allem Fuss/Velo); Abwägung
2. zeitl = Mischverkehr; durch Vortrittsregelung, Pförtnerung, LSA's machbar; Mit Simulationsprogrammen nachvollziehbar - 75Erläutere die Priorisierung mittels Busspur.- genug Länge um Stau zu umfahren
- u.U nur während Hauptverkehrszeiten
- Überwachung und Signalisation wichtig
- entweder < 3.25 oder > 4.25m damit Sicherheit für Radfahrer gewährleistet - 76Unter welchen Umständen ist die Mitbenützung einer 3m breiten Busspur für Radfahrer möglich?- Busfolgezeit > 10min
- Haltestellenabstand < 200m
- Gefälle grösser als 4%
- Maximale Länge Busspur 200m
- unter 50 Fahrräder/h - 77Welche Möglichkeiten bestehen, um Busse auch bei geringen Platzverhältnissen zu bevorzugen.- Busschleuse
- grünes Busfenster auf weniger belasteten Abbiegespuren
- einstreifige Spuren im Richtungswechselbetrieb (HVZ)
- Mitbenutzung Tramtrassee (Achtung Haltekantenhöhe!!!) - 78Wie kann der ÖV an Knoten bevorrechtigt werden?- über LSA-Schaltung
- Kreisverkehr mit Tramvorrang (ohne oder mit LSA) - 79Wie kann der ÖV an Haltestellen priorisiert werden?- Zeitinsel (Spur rechts während Haltevorgang gesperrt, damit Nutzer einsteigen können)
- Fahrbahnhaltestelle
- Haltestellenkap (Kap nach aussen --> MIV wird zurückgehalten) - 80Wie kann der Radverkehr an Bushaltestellen geführt werden?
- 81Wie kann Parkierung in den Strassenraum mit ÖV integriert werden?- Parallel zum Tram in Fahrbahnmitte
- Parallel zum Tram am Rand
- im Bereich von U-Turns (Längs in beiden Richtungen)
- Senkrecht in Fahrbahnmitte - 82Wie werden Trassees für Tram vorteilhaft ins Stadtbild integriert? Weshalb?- Mischverkehr mit MIV
- besserer Bezug zu Haltestellen am Rand
- Sicherheitsgewinn, wenn Tram nicht überholt werden kann
- auch bei hohen Verkehrsbelastungen möglich (Bsp. Wabern)
- für Rettungsfahrzeugen befahrbar - 83Wie werden (Tram-)Haltestellen am besten integriert?- für Gäste in Seitenlage oder Kap am bequemsten und sichersten
- nicht empfohlen in Mittellage (möglich in Kombination mit Zeitinsel, Platzbedarf, Probleme beim Einstieg) - 84Aus welchen Gründen kann eine Busbucht erstellt werden?- Betrieblichen Gründen (Endhaltestelle mit Wendezeit, Abwarten von anderen Bussen, lange Abfertigungszeiten)
- unübersichtliche Verhältnisse für Querung (z.B. Kurven)
- wenn Behinderungen des MIV nicht hingenommen werden können (Sicherheit) - 85NEUER SKRIPT!!! VL9 Verkehrstechnik Vertiefung

- 86Aus welchen 2 Teilbereichen setzt sich die Dynamik zusammen? Definiere alle 3.Dynamik = Lehre von den Kräften
(Kinematik = Lehre von den Kräften, die nicht im Gleichgewicht sind)
(Kinetik = Lehre von den Bewegungen) - 87Was wird unter Verkehrsstärke verstanden?Verkehrsbelastung je Zeitintervall (meist h) an einem Querschnitt
- Verkehrsstärke zu Spitzenstunden relevant für Leistungsfähigkeit und Qualität - 88Was wird unter Verkehrsdichte verstanden?Verkehrsbelastung je Streckenabschnitt zu einem bestimmten Zeitpunkt
- 89Was wird unter Leistungsfähigkeit verstanden?- grösstmögliche Verkehrsstärke, von der erwartet wird, dass sie einen Abschnitt bei gegebenen Bedingungen durchfahren kann.
- 90Was wird unter Verkehrsqualität verstanden?- Grad der gegenseitigen Behinderung der Verkehrsteilnehmer
- 6 Stufen (A-F); F muss vermieden werden - 91Was wird unter Belastbarkeit verstanden? Welche 3 Arten gibt es?- umweltbedingte B. = grösste Verkehrsstärke, bei der Grenzwerte aus Sicht USG eingehalten sind
- sicherheitsbedingte B. = aus Sicherheitsgründen
- unterhaltsbedingte B. = aus des Gesichtspunkt des Erhalts und Unterhalts verträglich - 92Definiere FahrdynamikLehre von allen Kräften, die mit der Fahrt eines Fz in Zusammenhang stehen.
Massgebend sind Sicherheit, Komfort, untergeordnete Leistungsfähigkeit - 93Von welchen Indikatoren ist eine Bewegung (Kraft) abhängig?Kraft F = Masse m * Beschleunigung a
- 94Ein Kleinwagen (m = 750 kg Leergewicht)beschleunigt in 25 s aus dem Stand auf 100 km/h, wenn man ihn voll ausfährt. Die Masse der Fahrerin betrage 50 kg. Nun steigen vier weitere Personen mit einer Gesamtmasse von 200 kg ein. Wie gross ist die Beschl.?27.7 m/s / 25s = 1.11 m/s2 Beschleunigung am Anfang mit 800 kg --> Kraft von 888.888 Newton
Wie viel ist Beschl. nun bei 1000 kg? Kraft bleibt logischerweise die gleiche.
888.888/1000 = 0.88 m/s2
Ohne Gewähr. Bitte mit Vorlesung 9 Folie 10 abgleichen und mir mitteilen! - 95Aus welchen beiden Komponenten setzt sich die Bremsverzögerung (negative Beschleunigung) zusammen?Verzögerung a = Kraftschlussbeiwert * Erdbeschleunigung
oder
Verzögerung a = Gleitbeiwert * Erdbeschleunigung - 96Was bedeutet ein hoher Kraftschlussbeiwert? Was ein hoher Gleitbeiwert? Was ein hohe Bremsverzögerung?Hohe Bremsverzögerung = sehr wirksam
Hohe Beiwerte = höhere Bremsverzögerung --> sehr gut
(ohne Gewähr, wenn jemand denkt es stimmt nicht bitte melden!) - 97Aus welchen Widerständen setzt sich ein Fahrwiderstand zusammen?- Grundwiderstand (innere Reibung (vernachlässigbar) und Rollwiderstand!!!)
- Luftwiderstand!!!
- Steigungswiderstand!!!
- Sonstige Bewegungswiderstände - 98Nenne die wichtigsten Abhängigkeiten der wichtigsten Widerstände!1. Rollw. = Gewicht Fz, Zuladung, Geschw. Reifendruck
2. Luftw. = Form Fz, Luftdichte, Fahrgeschw.
3. Steigungsw. = Winkel, Gewicht Fz, Zuladung - 99Nenne je 3 Verkehrskenngrössen die an einem Strassenquerschnitt und an einem Strassenabschnitt erfasst werden können.
- 100Von welchen beiden Faktoren ist die Verkehrsstärke abhängig? Welche Faktoren sind relevant für das Fundamentaldiagramm?Stärke q = Verkehrsdichte k * mittlere Geschw. des Pulks v
Wichtig! alle 3 Faktoren gehören zum Fundamentaldiagramm!!! - 101Zeichne das komplette Fundamentaldiagramm!
- 102Welche relevanten Aussagen lassen sich anhand des Diagramms machen?- je höher die Geschw., desto kleiner die Dichte
- bei gleicher Verkehrsstärke können 2 unterschiedliche Qualitäten auftreten
- bei hohen Verkehrsstärken erfolgt der Übergang vom stabilen in den labilen Bereich --> Rückgang der V.stärke. - 103Wie wird der auftretende Verkehr charakterisiert? 3 Arten- freier (hohe Gesch, geringe Stärke und Dichte
- teilgebunden (max Stärke, optimale Geschw und Dichte
- gebunden (hohe Dichte, geringe Stärke und Geschw.) - 104Mit welchen Werten werden die Kapazität und Stabilität grundsätzlich berechnet? Hat sich dies bewährt?- Abstand +- halber Tacho = Reaktionszeit < 1.8s
- Dies ergibt rund 2000 Fz/h und Streifen
- Nicht bewährt --> Zeitlücken meist kleiner
- Es gibt keine allgemein gültige Kapazität (Zufall) - 105Weshalb sind bei hoher Anlagenauslastung keine guten Qualitätsstufen erreichbar?- Qualität hoch wenn geringe Verkehrsstärke --> heisst dann aber auch geringe Auslastung der Anlage
- 106Weshalb ist autonomes Fahren von Interesse?- Gesellschaftlicher Nutzen
- keine Einbussen bei Sicherheit oder Effizienz sondern Verbesserung
- Effizienz abhängig von Kapazität --> verändert sich bei autonomen Fz. - 107Welche beiden Effekt führen hierbei zu einer Kapazitätssteigerung?1. Reduktion der Zeitlücken --> wichtig ist Kommunikation zwischen Fz. und Infrast.
2. Geschwindigkeit des Pulks --> je höher Geschw bei konstanter Dichte desto höher Verkehrsstärke, ist nur möglich wenn autonom - 108Welchen Einfluss haben autonome Fz. auf die Infrastruktur?- reservierte Fahrstreifen sind erst bei grossen Anteilen an autonomen Fz vertretbar. --> hohe Kapazitätsgewinne
- erst dann kann Geschw erhöht werden, im Mischverkehr ist dies nicht möglich.
Informações
- Descrição
- Prüfungsvorbereitung 5. Semester FlashCards sobre Verkehrsplanung 5 (VL6 - VL9), criado por Silvan Oberholzer em 11-01-2018.
- Criado por
- Silvan Oberholzer
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