Flashcards
Biologische Psychologie - Vorlesung 10: Methoden II
Flashcards do conjunto (54)
- 1Für was steht PET?Positronenemissionstomographie
- 2In welchen fünf Schritten erfolgt die PET?1. Herstellung einer radioaktiv markierten Substanz (Tracer)
2. Injektion des Tracers: Diffusion durch den Körper zum Zielorgan
3. Zerfall der Isotope führt zu Emittierung von Positionen: Positron wird freigegeben
4. Positron kollidiert mit Elektron und erzeugt dabei Photonen mit hohem Energiegehalt (Gammastrahlung)
5. Messung der Gammastrahlung durch Detektoren - 3Wie sieht das Prinzip von PET aus?- Photonen verlassen den Kopf in entgegengesetzte Richtung: gleichzeitig eintreffende Strahlung wird von Detektoren registriert und Entstehungsstandort ermittelt
- erhöhte Gammastrahlenkonzentration markiert Punkte mit erhöhter neuronaler Aktivität - 4Wie viele Detektoren gibt es bei PET und wie sind diese angeordnet?- 12.000 Detektoren
- ringförmig angeordnet - 5Welche räumliche Auflösung hat PET?- 4-10 mm
- 6Mit welchen Radioisotopen werden Substanzen bei der PET markiert?- F, C, N, O
- 7Wie wird die Auswertung von PET dargestellt?- wie bei fMRT: basiert auf statistischen Signifikanzwerten
- 8Welche Halbwertszeit haben die Isotope meistens? Welche Konsequenz ergibt sich daraus?- 2- 120 min
- Zyklotron (Teilchenbeschleuniger) muss vor Ort sein - 9Welche zeitliche Auflösung hat PET?- ca. 30 s
- 10Welche Nachteile hat PET?- Strahlung
- sehr hohe Kosten
- schlechtere (v.a. zeitliche) Auflösung als fMRT - 11Welche Vorteile hat PET?- Spezifität der Tracer
-> heute v.a. zur Untersuchung von Transmittersystemen - 12Was bedeutet NIRS?- Nah-Infrarot-Spektroskopie
- 13Auf was basiert die NIRS und wie funktioniert sie?- basiert wie fMRT auf Blutfluss: Licht wird durch Haut geleitet, durchdringt das Gewebe und wird gestreut bzw. absorbiert
- Detektor musst Absorption: kann so Bereiche mit oxygenierten und desoxygeniertem Hämoglobin identifizieren - 14Welche Vorteile bietet die NIRS?- kostengünstig
- nicht invasiv
- klein und tragbar: Probanden können sich im Raum bewegen
- auch bei Kleinkindern anwendbar - 15Welche Nachteile hat die NIRS?- nur für oberflächliche Areale einsetzbar
- 16Was ist die Mikrodialyse?- invasives verfahren zur Messung der Konzentrationen extrazellulärer Substanzen
- 17Wie funktioniert die Mikrodialyse?1. Kanüle werden im Areal platziert: Spitze der Kanüle befindet sich im erforschten Gehirnareal
2. in Kanüle zirkuliert Flüssigkeit, in die Substanzen aus der Extrazellulärflüssigkeit diffundieren
3. Flüssigkeit wird gesammelt und chemisch analysiert - 18Was ist die Patch-Clamp-Technik?- Messung der el. Signale von einzelnen Ionenkanälen oder ganzer Zellen
- 19Wie funktioniert die Patch-Clamp-Technik?-Feine Glaselektrode wird an Zellmembran gebracht, anschließend Unterdruck in der Pipette
A: Zerstörung der Membran
-> Intrazellulärflüssigkeit direkt mit Elektrode verbunden
--> Aktivität der Neurone wird gemessen
B: Ansaugen der Membran
-> Aktivität des angesaugten Membranabschnitts kann gemessen werden - 20Welche Möglichkeiten ergeben sich durch doe Patch-Clamp-Technik?- Spannung der Zellmembran kann experimentell kontrolliert werden
- Substanzen können in die Zelle eingebracht werden
- Zelle kann mit Elektrode oder von anderen Zellen synaptisch stimuliert werden - 21Mittels welcher Methoden kann die neuronale Aktivität beeinflusst werden?- pharmakologische Studien
- kontrollierte Läsionsstudien
- transkranielle Magnetstimulation (TMS)
- tanskranielle Gleichstromstimulation (DCS)
- Patientenstudien - 22Wie funktionieren pahrmakologische Studien?- kurzzeitige kontrollierte Gabe einer pharmakologischen Substanz (z.B. Koffein, Transmitteragonisten, Hormone)
- Messung der Verhaltensparameter im Vergleich von experimenteller Substanz und Placebo
- gleichzeitige Messung neuronaler Aktivität möglich) - 23Welche Limitationen haben pharmakologische Studien an Menschen?- Substanzen können nur systematisch und nicht selektiv für einzelne Hirnregionen verabreicht werden
- Einschränkungen wegen Nebenwirkungen/Sicherheit - 24Welche Möglichkeiten bieten pharmakologische Studien an Tieren?- Substanzen können mittels Kanülen in spezifische Hirnregionen verabreicht werden
- größere Bandbreite an möglichen Pharmaka - 25Welche Frage stellt man sich, wenn man kontrollierte Läsionsstudien durchführt?- Ist Hirnregion X notwendig für Aufgabe Y?
- 26Wie führt man kontrollierte Läsionsstudien durch?- Invasive, gezielte Hirnschädigung (nur im Tierversuch), danach Messung der Verhaltensparameter
- anschließend Vergleich mit Kontrollgruppe - 27Was liefert Hinweise auf Unabhängigkeit kognitiver Prozesse?- doppelte Dissozation:
Läsion in Areal 1 beeinträchtigt Aufgabe A, aber nicht Aufgabe B und
Läsion in Areal 2 beeinträchtigt Aufgabe B, aber nicht Aufgabe A - 28Was muss man bei kontrollierten Läsionsstudien berücksichtigen?- Einfluss auf Verhalten kann indirekt (über Beeinflussung eines anderen Verhaltens) erfolgen
- Läsion eines Areals beeinflusst weitere Areale eines Netzwerks - 29Wie werden invasive Studie durchgeführt?- mittels stereotaktischen Hirnatlas mit Koordinaten der Gehirnareale
- stereotaktische Apparatur fixiert Kopfposition in Haltevorrichtung und ermöglicht präzise Positionierung - 30Was bedeutet TMS?- transkranielle Magnetstimulation
- 31Wie funktioniert TMS?- Spule erzeugt Magnetfeld über der Kopfoberfläche
- wechselndes Magnetfeld löst Stromfluss in oberflächennahen Neuronen aus und stört dadurch die Informationsverarbeitung
- "virtuelle Läsion": temporäre Beeinflussung/Unterdrückung neuronaler Aktivität
- kontrollierte Störung eines Areals und gleichzeitige Messung der Verhaltensparameter - 32Welche zwei Typen von Stimulation gibt es bei der TMS?- einzelne Pulse: zeitlich genau kontrollierte, kurze Störungen
- repetitive TMS (rTMS) längere Stimulation (über Minuten) bewirkt Störung auch nach Ende der TMS - 33Welche Nebenwirkungen können bei der TMS auftreten?- Muskelzuckungen
- Kopfschmerzen - 34Was gilt es bei der TMS zu berücksichtigen?- Positionierung schwierig, exakte Ausrichtung der Spule notwendig
- Kontrollbedingung schwierig zu finden (Stimulation zu anderen Zeitpunkten der Aufgabe oder über anderen Arealen)
- geringe Tiefe der Stimulation (1-2 cm)
- nicht eindeutig: Beeinflussung anderer Hirnareale im selben Netzwerk - 35Was ist cDCS?- transkranielle Gleichstromstimulation
- 36Wie funktioniert cDCS?- Elektroden werden an der Kopfhaut angebracht
- schwacher Gleichstrom fließt zwischen den Elektroden
- an Anode: kortikale Neuronen werden depolarisiert
- an Kathode: kortikale Neuronen werden hyperpolarisiert - 37Welche Vorteile hat die cDCS?- Effekt hält bis zu einer Stunde nach Stimulation an
- Kontrollbedingung ist unproblematisch - 38Welche Nachteile hat die cDCS?- sehr unspezifisch für Hirnareale
- 39Wie funktionieren Patientenstudien?- Verhalten im Bezug zu pathologischen Veränderungen bei Patienten mit Läsionen (z.B. nach Trauma, Gehirn-OP, Tumor)
- 40Welche Studientypen gibt es bei Patientenstudien?- Einzelfallstudie
- Gruppenstudie - 41Welche verschiedenen Ansätze gibt es bei Patientenstudien?Funktion eines Areals oder kognitive Verarbeitungsprozesse charakterisieren
- 42Welche Probleme gibt es bei Läsionsstudien?- Läsion beeinflusst andere Areale im Netzwerk, also kann Einfluss auf Verhalten indirekt sein
- Läsionen oft groß, nicht selektiv
- im Zeitraum seit der Läsion hat sich das Gehirn verändert - 43Was wird bei genetischen Studien untersucht?- genetische Variabilität im Zusammenhang mit neuronaler Aktivität und Verhalten
- 44Wie wird in genetischen Studien vorgegangen?- für einzelne Gene gibt es oft mehrere Varianten (Allele), die in der Bevölkerung unterschiedlich häufig vorkommen
- Gene, die für eine neuronale oder endokrine Bedeutung bekannt ist, können mit Verhalten korreliert werden - 45Welches Problem ergibt sich aus genetischen Studien?- meist ist physiologische Auswirkung der unterschiedlichen Varianten unbekannt, sodass Interpretationen der Studien eingeschränkt sind
- 46Was sind periphere Messwerte?- Prozesse im Gehirn (z.B. Emotionen und Wachheit), die das vegetative und muskuläre System beeinflussen
- können physiologische Vorgänge widerspiegeln - 47Welche peripheren Messwerte sind am wichtigsten?- Herzfrequenz
- Hautleitfähigkeit
- Blickbewegungen/Pupillenweite - 48Welche längerdauernde Einflüsse (über Sekunden/Minuten) gibt es bei der Herzfrequenz?- Beschleunigung: Angst, Schmerz
- Verlangsamung: Konzentration, Entspannun - 49Welche phasischen Einflüsse (kurze Änderungen mit kleiner Amplitude) gibt es bei der Herzfrequenz?- Beschleunigung: emotionale Stimuli
- Verlangsamung: Orientierungsreaktion auf neue Stimuli - 50Wie heißt die Messung von Hautleitfähigkeit?- elektrodermale Aktivität (EDA): Veränderung der Hautleitfähifkeit in Zusammenhang mit psychischen Prozessen
- 51Wie wird Hautleitfähigkeit gemessen? Welche Ursache könnte dem zugrunde liegen?- Messung von Höhe und Latenz einer phasischen Reaktion
- zunehmende Aktiviertheit = erhöhte EDA
- Ursache: vermutlich synaptische Regulation der Schweißdrüsen - 52Mit welchen zwei Möglichkeiten kann man Blickbewegungen messen?- entweder mit Elektrookulogramm oder mit Eye-Tracking
- 53Wie funktioniert das Elektrookulogramm?- Retina ist ggü. Hornhaut negativ geladen
-> bei Blickbewegungen ändert sich Potential, was von Elektroden registriert wird - 54Wie funktioniert Eye-Tracking?- Videokamera zeichnet Auge auf, auf das ein schwaches Infrarotlicht gerichtet ist
- neben Aufzeichnung der Blickbewegungen wird auch Pupillenerweiterung in Reaktion auf Stimuli erfasst
Informações
- Descrição
- Psychologie 1. Semester (Biologische Psychologie) FlashCards sobre Biologische Psychologie - Vorlesung 10: Methoden II, criado por Mandy Quach em 17-02-2018.
- Criado por
- Mandy Quach
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