Flashcards
Allgemeine Psychologie 2
Flashcards do conjunto (71)
- 1Lernpsychologie DefinitionVerhaltensveränderung aufgrund von Erfahrungen, Untersucht Lernprozess und Verhalten
- 2Lernpsychologie im BehaviourismusÄußere Beobachtungen, keine innere, mentale Untersuchungen, Versuchstiere
- 3AssoziationismusIdeen durch Sinneserfahrungen (Verknüpfungen sind komplexere Gedanken
- 4Assoziationsprinzip nach Aristoteles„Wie führt Gedanke zum nächsten?“ (Kontinuität (räumlich, zeitlich), Ähnlichkeit, Kontrast)
- 5Angeborene VerhaltensmusterBestimmte Körperregulationen, Reflexe
(sinnvoll und ziel-gerichtet) - 6Kontrollsystemtheorien/ feedback TheorienKinesis, Taxis, Feste Handlungsmuster, Handlungsketten
- 7ReflexBestimmter Stimulus sorgt für Stereotypische Bewegungsmuster (Reflexbögen)
- 8Kontrollsystemtheorie am Beispiel eines Heizungssystems (McFarland, 1971)
- 9TropismenVeränderung der Position im Raum
- 10KinesisZufällige Bewegungsrichtung (z.B. Qualle)
- 11TaxisGezielte Bewegungsrichtung (basiert aus Sensoren/Wahrnehmung)
- 12Fixe VerhaltensmusterAngeborener, spezifischer Teil des Verhaltensrepertoires einer Spezies. Feste Reihenfolge einzelner Abschnitte einer Sequenz (Eichhörnchen und Nuss)
- 13ReaktionsketteSequenz kann unterbrochen werden, wenn Folgestimulus fehlt
- 14Reaktionskette BeispielEinsiedlerkrebs sucht neues Haus-> Objekt entdecken-> untersuchen-> Öffnung ja/nein-> weiter untersuchen/oder nicht
- 15John B. Watson übers Lernen„Aus jedem Kind kann man alles machen, jeder kann alles erlernen.“
- 16Spracherwerbsmechanismen als angeborene FähigkeitHirnareale und ähnliche zeitliche Abfolge bei jedem Menschen unabhängig von Kultur
- 17Emotionale Gesichtsausdrücke als angeborene FähigkeitForschung (Darwin, Ekman) zeigte, dass
Geburtsblinde Personen emotionale Gesichtsausdrücke haben - 18Menschliche UniversalienSie sind allen Kulturen gemeinsam: Tanz, Musik, Regierung, Bestrafung von Verbrechen, Ehe etc.
- 19Erlernte VerhaltensmusterVorerst Erweiterung von angeborenem Verhalten/Reflexen
- 20HabituationAbnahme der Reaktionsstärke nach wiederholter Präsentation des Stimulus, der die Reaktion auslöst (stimulusspezifisch)
- 21OrientierungsreaktionBei Präsentation eines neuen Reizes
Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf den Reiz, Unterbrechen
der gerade gezeigten Tätigkeit - 22Rattenexperiment zur Habituation (Dielenberg und McGregor, 1991)
- 23Allgemeine Habituationsmerkmale-Verlauf: mit der Zeit schwächere Reaktion, zu Beginn stärkeres Abschwächen
-Vergessen nach einer Zeit
-Schnelleres erneutes Lernen (“Ersparnis”)
-Weniger oder keine Habituation bei hoher Reizstärke
-Stimulusgeneralisierung (abhängig von Stimulusähnlichkeit) - 24Neurophysiologische HabituationHabituation in 1. Synapse der Kette. Sensorisches Neuron weniger aktiviert, da präsynaptisch geringe Freisetzung von Neurotransmittern
- 25Schreckreaktion bei Ratten/ Meerschweinchen (Davis, Codon, Weinberg)Veränderungen auf sensorischer Seite (Neurone im auditorischen Kortex zeigen Habituation)
- 26GegenprozesstheorieHabituation bei emotionalem Erleben
- 27Gegenprozesstheorie im FallschirmsprungVor Sprung-> hohe Angst
Im Fall-> gutes Gefühl leichte Habituation
Nach Sprung-> hohe Euphorie - 28a-Prozessschnelle Antwort auf Stimulus-> habituiert
affektive Reaktion - 29b-Prozesslangsam, in Reaktion auf a-Prozess
- 30Effekte wiederholter Exposition in der GegenprozesstheorieNach vielen Stimulationen a-Prozess geringer, b-Prozess früher, teilweise stärker
- 31SensibilisierungGegenteil der Habituation
- 32Klassische KonditionierungBehavioristische Lerntheorie, die besagt, dass einer natürlichen (angeborenen) unbedingten Reaktion durch Lernen eine neue, bedingte Reaktion hinzugefügt werden kann
- 33Pawlows VersuchsaufbauAuffangen des Speichels mit Röhrchen bei Hunden, automatische Messung der Speichelmenge, wird durch wiederholte Kombination mit US zu Ersatz von US. Präsentation von CS (Glocke) reicht dann, um Reaktion auszulösen
- 34Laborbeispiele für KKLidschlussreflex, Konditionierte Unterdrückung (konditionierte emotionale Reaktion), Elektrodermale Antwort, Geschmacksaversion
- 35Physiologie der KK nach Pawlow (Stimulussubstitutionstheorie)

- 36S-S-AssoziationAssoziation zwischen CS-und US-Zentrum
- 37S-R-AssoziationAssoziation zwischen CS-und Reaktionszentrum
- 38AkquisitionLernphase, Lernkurve
- 39ExtinktionKein Vergessen über die Zeit. Löschung der CR durch wiederholte Präsentation von CS ohne US
- 40Spontanerholung (Inhibitionstheorie)Gegenläufige Assoziationen nach Extinktion. Spontanerholung reflektiert Unsicherheit
- 41DisinhibitionNach Extinktion wird neuer Stimulus vor CS präsentiert. CS löst wieder CR aus
- 42Schneller WiedererwerbSchnellere Akquisitionsphase nach Extinktion (“saving score”)
- 43Konditionierte InhibitionExzitatorischer vs. inhibitorischer CS. Eine Bedingung zeigt, dass ein vermutetes Ereignis ausbleibt und somit kein Vermeidungsverhalten auftritt-> verminderte CR
- 44GeneralisierungEin ähnlicher Reiz löst also die gleiche Reaktion aus (Hund reagiert trotz verändertem Glockenton gleich. Reiz wurde generalisiert)
- 45Timing in der KKCS sagt den US vorher-> exzitatorisch CS sagt Ausbleiben des US vorher-> inhibitorisch
- 46Konditionierung höherer OrdnungTransfer einer konditionierten Antwort von CS auf einen anderen Stimulus
(CS: Glocke->Schwarzes Rechteck wird unmittelbar vor CS präsentiert->Schwarzes Rechteck löst CR aus) - 47Konditionierung von EmotionenKonditionierung emotionaler Antworten (genutzt in Werbung)
- 48Klassische Konditionierung im AlltagBiologische Antworten (Hunger, Geschmacksaversionen, Immunsystem, Drogen)
- 49Verhaltenstherapie und KKPhobie (Übertriebene Angst vor Gegenständen, Situationen, Plätzen), Systematische Desensibilisierung, Präsentation der Reize der Angsthierarchie, VR-Therapie
- 50Aversive Gegenkonditionierungein bislang attraktiver Reiz (Alkohol) soll durch die zeitliche Koppelung mit einem unangenehmen Reiz (Brechmittel) negativ besetzt werden
- 51Wirksamstes Stimuli-Timing bei KKCS kurz vor US
- 52BlockierungseffektLernphase 1: Reiz A wird als bedingter Reiz konditioniert. Lernphase 2: Versuch, die Kombi von Reiz A und einem weiteren Reiz B ebenfalls als bedingten Reiz zu konditionieren (Reiz B alleine kann bedingte Reaktion nicht auslösen). Die in Lernphase 1 erworbene Assoziation zwischen Reiz A und unbedingter Reaktion „blockiert“ in Lernphase 2 das Ausbilden einer Assoziation zwischen Reiz B und unbedingtem Reiz.
- 53Langzeitpotenzierung (LZP)Länger anhaltende Verstärkung der synaptischen Übertragung nach einer kurzen Serie von Aktionspotentialen in einer präsynaptischen Nervenfaser
- 54Bedingungen für LZP-gleichzeitiges Feuern des prä- und postsynaptischen Neurons
-das Postsynaptische Neuron muss von mind. 2 Inputs (Präsynap. Neuronen) aktiviert werden, damit Assoziationen gebildet werden können - 55Langzeitdepression (LZD)Lang andauernde Abschwächung der Signalübertragung an den Synapsen von Nervenzellen
- 56Bedingungen für LZD-Gegensatz zu LTP
-Wichtig für motorisches Lernen
-Meistens in Purkinje Zellen des Kleinhirns - 57ArborisationZunahme/stärkere Verzweigung von Dendriten bei stärkerer Nutzung einer neuronalen Verbindung
- 58PruningSynapsen-Neuanordnung und Neuaussprossung nach Absterben von Neuronen (Apoptose) oder Axonen/Dendriten
- 59Wachstum neuer NeuroneNeurogenese
- 60Wachstum neuer Neurone- Vorkommen und Zweck-Bildung im Gyrus Dentatus (Hippocampus)
-Zweck: Speichern von Erinnerungen (Lernen), Schutz vor Überschreiben und Erinnerungskonflikten (Wissen wird ausgebaut und nicht überschrieben)
-Körperliche und psychische Anregung sorgt für die stärkste und beste Neuronenbildung - 61SensibilisierungProzess, durch den bei Reizen, da sie eine Gefahr signalisieren können, bei wiederholter Konfrontation keine Gewöhnung an Reiz sondern eine Verstärkung der Reaktion stattfindet
- 62HabituationMehrmalige Präsentation des Reizes, der sich als unbedeutend herausstellt. Mit der Zeit lernt man, dass keine Konsequenz erfolgt, also nimmt die Schreckreaktion ab
- 63Habituation und ErsparnisStimulus nach Habituation wird nicht mehr gezeigt, taucht dann aber wieder auf= Habituation kann „vergessen“ werden, so dass die Reaktion wieder auftritt= erneute Habituation erfolgt dann aber schneller
- 64Habituation und Überlernenwenn jmd. an Stimulus habituiert ist, der Stimulus aber weiterhin wiederholt dargeboten wird, kommt es zum Überlernen= die Habituation wird verfestigt. nach längerer Pause wird die Reaktion weniger stark ausfallen, als wenn nur „normal“ und nicht überlernt worden wäre
- 65Gegenprozesstheorie
- 66A-ProzessGleichbleibende emotionale Reaktion auf einen affektiven Stimulus. Bricht ab, wenn der Stimulus aufhört
- 67B-ProzessGegenregulatorischer Prozess, der in Reaktion auf A-Prozess entsteht und die emotionale Reaktion abschwächt (Beginn und Ende leicht zeitlich versetzt zum A-Prozess)
- 68Gegenprozesstheorie Kritik-Evidenz für physiologische Prozesse (A- und B-Prozess) nicht eindeutig belegt
-Sehr unterschiedliche Zeitverläufe, dennoch gleicher Mechanismus d.h. Herzrate und Toleranz folgen theoretisch dem gleichen Ablauf
-widersprüchliche Ergebnisse bei der Überprüfung der Theorie
-B-Prozess= körperlicher Mechanismus zur Vermeidung längerer intensiver Gefühle, da körperl. Extremsituationen (positive wie negative) den Organismus erschöpfen. Suchtverhalten zeigt aber, dass B-Prozess „unvollkommen“ ist; denn er führt langfristig zu einer Verschlimmerung der Situation - 69Pro Gegenprozesstheorie-rein deskriptiv ist Theorie plausibel (der Ablauf kann verschiedene Beispiele emotionaler Reaktionen erklären)
-erlaubt Beschreibung von Gemeinsamkeiten emotionaler Reaktionen
-erlaubt klare, überprüfbare Vorhersagen - 70Rescorla-Wagner-ModellEin Reiz kann nur als guter Prädiktor zum Vorhersagen von Effekten dienen, wenn er überraschend ist.
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Informações
- Descrição
- Allgemeine Psychologie 2 FlashCards sobre Allgemeine Psychologie 2, criado por Markus Klass em 19-04-2018.
- Criado por
- Markus Klass
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