Flashcards
Sprachwissenschaften WiSe 18/19
Flashcards do conjunto (52)
- 1Teilbereiche der Sprachwissenschaft- Phonetik / Phonologie
-Graphematik
- Morphologie
- Syntax
-Semantik
-Pragmatik
-Semiotik, Dialektologie, Kommunikationswissenschaft
- Orthographie - 2Womit beschäftigt sich Sprachwissenschaft?-> Sprache wird wissenschaftlich thematisiert
-> Wissenschaft von der Sprache und den Sprachen
-> Gebrauch, Wandel, Bedrohung + Strategien zur Einflussnahme - 3Phonetik> materielle Beschaffenheit von Sprache
> atrikulatorisch (Produktion) !
> akustisch (Frequenz, Amplitude der Schallwellen)
> auditiv (Verarbeitung)
> sprachübergreifend
> Phon [] - 4Phonologie> Funktion (Bedeutung) von Lautereignissen
> sprachspezifisch -> Einzelsprache
> Phonem // - 5Minimalpaaranalyse> 2 Wörter aus einer Sprache, die sich in genau einem Phon unterscheiden
> Bedeutungsunterschied?
ja -> Phoneme
nein -> Allophone (Unterschied rein phonetisch) - 6freie Allophoniedie r-Laute -> kleines r und umgedrehtes R Allophone von /R/
- 7kombinatorische/ stellungsgebundene AllophonieIch- und Ach-Laut
> sind an ihren Zusammenhang gebunden
> Ach-Laut eine Variante des Ich-Lautes - 8Ich- und Ach-LautIch-Laut nach vorderen Vokalen (oder nach Konsonanten, bei Diminutiven)
Ach-Laut nach hinteren Vokalen - 9Beschreibungskriterien für KonsonantenMerkmaltriplet:
1. Artikulationsort
2. Artikulationsart/ -weise
3. Stimmbeteiligung - 101. Artikulationsort1.1. bilabial -> beide Lippen
> p, b, m,
1.2. labiodental -> Unterlippe an Schneidezähne
> f, v
1.3. dental -> Zungenspitze an Schneidezähne
1.4. alveolar -> Zungenspitze an Zahndamm
> t, d, s, z, n, l, r
1.5. post-alveolar -> kurz nach Zahndamm
>ʃ, ʒ
1.6. palatal -> Zungenrücken an harten Gaumen
> ç
1.7. velar -> Zungenrücken an weichen Gaumen
> x, ŋ, g, k
1.8. uvular -> Zäpfchen
> R
1.9. glottal -> Verschluss der Stimmlippen
> h, ʔ - 112. Artikulationsart2.1. plosiv -> Verschlusslaut mit abrupter Öffnung
> p, b, t, d, g, k, ʔ
2.2. frikativ -> Reibelaut durch Engbildung zwischen Artikulatoren
> f, v, ʃ, z, s, ʒ, ç, x, h
2.3. nasal -> Luft entweicht durch Nase (Öffnung velum erforderlich)
> ŋ, n, m
2.4. lateral -> Luft entweicht an den Seiten der Zunge
> l
2.5. vibrant -> Trillerlaut durch trillernde Artikulatoren
> R, r - 12Einteilung von KonsonantenKonsonant
Obstruent(Geräusch) Sonorant(Ton)
Plosiv Frikativ Oral Nasal
Lateral Vibrant - 13SonoritätshierarchieVokal > Sonorant > Obstruent
Vib Lat Nas Fri Pl
-> Am Anfang von Silben erst Obstruent, dann Sonorant
-> Am Ende erst Sonorant, dann Obstruent - 14VokaleMerkmalquadrupel:
1. Zungenstellung
2. Öffnungsgrad
3. Gespanntheit
4. Lippenrundung - 151. Zungenstellungvorne : i ɪ , e ɛ, y Y, ø œ (hell)
Mitte: ə
hinten: o ɔ, ɑ a, u ʊ (dunkel) - 162. Öffnungsgradoffen: ɑ a
1/2: ø œ, e ɛ, ə, o ɔ
geschlossen: i ɪ, u ʊ, y Y - 173. Gespanntheitgespannt: i, ɑ, o, e, u
ungespannt: ɪ, ʊ, a, ə, ɔ, ɛ
-> hängt mit Länge zusammen - 184. Lippenrundunggerundet: o ɔ, u ʊ, y Y, ø œ
ungerundet: i ɪ, e ɛ ə, ɑ a - 19Schwa- LauteNormalschwa : ə -> wie in Rose
Tief-schwa: ɐ -> wie in Winter - 20Silbe> suprasegmentale Phonologie
> kleinste Einheit des natürlichen Sprechflusses
> minimale Voraussetzung: gefüllter Kern
> Anfangsrand und Reim, der aus Kern und Endrand besteht
> Vokale im Kern
> max 3 Konsonanten im AR möglich -> Sprache
> max 5 Konsonanten im ER möglich -> impfst
> Silbengrenze wird mit Punkt markiert - 21nicht vokalische Silbenkerne> Sonoranten können Vokalposition einnehmen
> der Konsonant, der in Sonoritätshierarchie am höchsten ist, kann zum Vokal erhoben werden, obwohl er keiner ist
> Bsp.: Bauen -> bau'n
Ampel -> Amp'l
Stapeln -> Stapl'n (l am sonorsten, wird zu Vokal) - 22FußSilbenfolge mit fester Akzentstruktur
- 23Trochäus1. Silbe: Vollsilbe, Hauptsilbe -> betont, Vollvokal im Kern
2. Silbe: Reduktionssilbe -> unbeton(bar)t , schwa meist Reduktionsvokal - 24Silbentypen> Onset kann nackt oder bedeckt sein
> Koda kann geschlossen oder offen sein
> nackt + geschlossen
> nackt + offen
> bedeckt + geschlossen
> bedeckt + offen - 25nackt + geschlossene Silbe-VC
-> 2. Silbe
-> 2. Silbe - 26nackt + offene Silbe-V-
-> 2. Silbe (nur Tief-schwa)
-> 2. Silbe (nur Tief-schwa) - 27bedeckt + geschlossene SilbeCVC
- 28bedeckt + offene SilbeCV-
-> 1. Silbe - 29KonsonantenBUCHSTABENverdopplungBsp.: Mutter, Suppe, Puppe, Tonne
-> Buchstabenverdopplung wird nicht mit doppeltem Laut verschriftet
-> der zu verdoppelnde Buchstabe steht auf der Silbengrenze mit einem Punkt darunter - 30Wozu Schrift/ Wozu Schule?gesprochene / geschriebene Sprachen
Zugehörige Tätigkeiten:
-> Produktion: sprechen/ schreiben
-> Rezeption: hören/ lesen
"Inventar":
-> Laute : Phoneme + Phone / Schriftzeichen: Graphen + Grapheme
Produktion:
-> natürliche Artikulationsorgane/ künstl. Werkzeuge (Schreibgerät + beschreibbare Oberfläche)
Art des "Reizes":
-> akustisch + auditiv : Schallereignis -> Zeit -> flüchtig / visuell + optisch : Lichtimpuls -> Raum -> dauerhaftes -> Verdauerung von Sprache
Erwerb:
-> ungesteuerter Erwerb im soz. Umfeld, Nachahmung, natürlich + parallel zur Entwicklung/ gesteuerter Erwerb durch Experten in Institution (Schule)
Verhältnis Produzent <-> Rezipent:
-> umittelbar, zeitliche und räumliche Nähe -> Sprache der Nähe / Sprache der Distanz -> zeitlich, räumlich, sozial
darüber hinaus:
-> Mimik, Gestik, nonverbales / Emoticons, Handschrift, nonskriptuales - 31konzeptionell eher mündlich-> ungeplant, situativ
-> Wort- und Satzabbrüche
-> Syntax und Wortwahl nicht so elaboriert
-> Emotionen - 32konzeptionell eher schriftlich-> grammatikalische Richtigkeit / keine Satzabbrüche
-> HS/NS
-> ausgewähltes Vokabular
-> Allgemeinverständlichkeit
-> Objektivität - 33Bsp Sprache der NäheFreunde, Tagebuch, Liebesbrief
- 34Bsp Sprache der DistanzGesetzbucheinträge, Nachrichten
- 35Graphetik/ GraphematikStruktur von Schriftzeichen und die Regeln, nach denen sie zu Silben, Wörtern, Sätzen und Texten kombiniert werden
- 36Graphetik> Graph, mehrere Graphen
> materielle Seite der geschriebenen Sprache -> das, was potenziell möglich ist
> kleinste wahrnehmbare Einheit
<> - 37Graphematik> Graphem(e)
> das eine System von Schrift -> untersucht die Funktion von Graphen
> kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit in der Schrift
<> - 38Minimalpaaranalyse für die Schrift-> nicht nur Graphe, sondern Grapheme
- 39Allographiestellungsgebundende Allographie
freie Allographie - 40Prinzipien der Graphematik1. Phonograpisches Prinzip
2. Silbisches Prinzip
3. Morphologisches Prinzip
4. Syntaktisches Prinzip - 411. Phonographisches Prinzip> Visualisierung von Phonemen
> Alphabetschrift: Schrifteinheiten auf Lautsegmente bezogen
Phonem-Graphem-Korrespondenz (PGK/GPK)
-> konkrete Laute mit Funktion werden Schriftzeichen zugeordnet - 422. Das Silbische Prinzip> Schrift visualisiert Silben- und Fußstrukturen
> Basis: trochäischer 2-Silber
> 5 orthographische Typen:
1. offene Vollsilbe
2. geschlossene Vollsilbe
3. "-" mit Konsonantenbuchstabenverdopplung
4. visuell markierter Zweisilber
5. visuell markierte Vokallänge - 432. Das Silbische Prinzip 2.1. Die offene Vollsilbe> Feder
-> ER der 1.Silbe leer -> Vokalbuchstabe gespannt + lang - 442. Das Silbische Prinzip 2.2. Die geschlossene Vollsilbe> Felder
-> ER der 1. Silbe gefüllt -> kurzer + ungespannter Vokal - 452. Das Silbische Prinzip 2.3. Die geschlossene Silbe mit KonsonantenBUCHSTABENverdopplung> Felle
-> l auf Silbengrenze (durch Verdopplung) -> Vokal kurz + ungespannt -> Erzeugung einer geschlossenen Silbe - 462. Das Silbische Prinzip 2.4. Der visuell markierte Zweisilber (silbeninitiales )> gehen
-> Sichtbarmachen der Silbengrenze durch Einfügen von im AR der Reduktionssilbe -> nicht auf phonologischer Ebene verschriftet - 472. Das Silbische Prinzip 2.5. Die visuell markierte Vokallänge (silbenschließendes )> fehlen
-> Einfügen von im Endrand der Vollsilbe -> Sicherstellen der Länge + Gespanntheit des Vokals
-> Dehnungs - h - 483. Das morphologische Prinzip> Verwandtschaft der Wörter
> Morpheme in allen Umgebungen so ähnlich wie möglich (STAMMKONSTANZ)
> AUSLAUTVERHÄRTUNG:
-> wird im Neuhochdeutschen nicht verschriftet, um Stamm konstant zu halten
*Hunt statt Hund
Hilfe: Trochäen bilden!
Hunde - 494. Syntaktisches PrinzipSchrift markiert syntaktische Eigenschaften von sprachlichen Einheiten
Großschreibung: satzinitiale Großschreibung (-> Satzanfänge) und satzinitiale Großschreibung (-> bestimmt syntaktische Funktion von Wörtern)
> Getrennt- und Zusammenschreibung separiert syntaktische Wörter
> Interpunktion separiert größere syntaktische Einheiten
> Großschreibung, wenn Wörter als Substantive gebraucht werden -> Nominalphrasenkerne
> alles, was nicht groß geschrieben wird, wird klein geschrieben
> Kern vergibt Genus an Gruppenmitglieder - 50MorphologieLehre vom Wort/ -bildung
Wort = kleinste Einheit des Satzes
"Wenn hinter Fliegen Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen hinterher"
> empirisches Wort: alles, was zwischen Leerzeichen steht -> 9
> lexikalisches Wort: gleiche Wortbedeutung -> 5
> etymologisches Wort: gleicher Wortstamm -> 4
> syntaktisches Wort: gleiche Wortform -> 6 - 51Morph/ Morphem/ AllomorphMorph -> kleinste warnehmbare Einheit
Morphem -> kleinste bedeutungstragende Einheit
Allomorph -> verschiedene Morpheme mit gleicher Funktion
-> -e, -er, -n, -s, -en alles Pluralmorpheme, deshalb Allomorphe (Varianten, die funktional das Gleiche ausmachen) - 52KompositionZusammenfügen von mindestens 2 Stämmen
Baum (Komplement) + Haus (Kopf) -> Komplement verliert Wortartpotenziale, Kopf legt Wortart fest
> links Semantik, rechts Grammatik !!
Informações
- Descrição
- Germanistik FlashCards sobre Sprachwissenschaften WiSe 18/19, criado por Wiebke Richter em 29-01-2019.
- Criado por
- Wiebke Richter
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