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Flashcards

Psychologische Diagnostik

xara Alemão 16 flashcards

Flashcards do conjunto (16)

  1. 1Meilensteine in der Geschichte der Diagnostik bis BinetAltes Testament:
    Auswahl von Kriegern in 2 Schritten aus 32000 Personen:
    -‚Wer blöde ist und verzagt, der kehre um‘ 22000 Personen fühlten sich angesprochen
    -Verbliebene an Wasser führen Nur aufrecht Stehende = Krieger 300 Personen blieben über
    Selektion von Beamten in China (2000 v. Chr. – 1906):
    -Musizieren, Bogenschießen, Reiten, Schreiben, Rechnen, Umgangsformen
    -Prüfung über mehrere Verwaltungsebenen 3x3 Tage & Nächte (‚Mandarine‘ = 1%)
    Phrenologie:
    Schluss von anthropometrischen Kopfteilmaßen auf psychologische Eigenschaften (Gall, 1810)
    Messing-Ära‘ psych. Testens: Wundt (1879)
    – erstes psych. Labor in Leipzig James McKeen Cattell: ‚mental tests‘ (1890): psychophysikalische Messungen
    Alfred Binet (1911):
    Testentwicklung im Auftrag des franz. Unterrichtsministeriums, um Kinder mit Sonderschulbedarf zu identifizieren ‚Einweisung‘ nur auf Basis eines Gutachtens
  2. 2Meilensteine in der Geschichte der Diagnostik ab 1. WKErster Weltkrieg:
    Auswahl von US-Soldaten
    -Personal Data Sheet (Woodworth, 1918): Ersatz von Psychiaterinterviews durch Fragebogen (zB ‚Schrecken Sie nachts aus dem Schlaf?‘, ‚Haben Sie schon an Selbstmord gedacht?‘, ‚Haben Sie hinund wieder starke Kopfschmerzen?‘), um Soldaten mit psychischen Instabilitäten zu erkennen
    -Army Alpha-Test, Army Beta-test (Yerkes, 1917, Otis, 1918): verbale / nonverbale (hörgebundene) Intelligenztests für US-Soldaten
    Hermann Rorschach (1921):
    Formdeuteversuch als Beispiel für projektive Verfahren
    Intelligenzquotient (IQ):
    -Binet (1905): IA – LA
    -Stern (1912): IA / LA (weil IA-LA auf unterschiedl. Stufen Unterschiedliches bedeuten kann)
    -Terman (1916): IA / LA * 100 (M=100, s=16; Stanford-Binet Intelligenztest))
    -Wechsler (1939): 100 + ((RW-M)/s) * 15 (‚Abweichungsquotient‘)
  3. 3Warum ist die KTT eine Messfehlertheorie?Wesentliche Annahme: Testwerte = fehlerbehaftet
    Beobachteter Wert (Xi) setzt sich aus wahrem Wert (Ti) und Messfehler (Ei) zusammen: Xi = Ti + Ei
    Messfehler : Fehlervarianz entsteht durch unsystematische Fehler bei
    - Testkonstruktion
    - Testdurchführung
    - Testauswertung
  4. 4Axiome der KTT Corr (Ei, Ti) = 0
    Fehlerwerte sind von wahren Werten eines Pb i im Test unabhängig
    Test misst in allen Bereichen (hoch/mittel/niedrig) gleich genau
    Konfidenzintervalle sind in allen Bereichen gleich groß
     Corr (EA, EB) = 0
    Zwischen den Messfehler von zwei Tests (A und B) besteht kein Zusammenhang
    ist auch auf Teiltests und sogar Einzelitems übertragbar: Wenn (unsystematischer!) Messfehler unkorreliert  Zusammenhang zwischen zwei Tests A und B ist nur auf Zusamenhang der gemessenen Merkmale zurückzuführen
     Corr (EA, TB) = 0
    Wahrer Wert T von Pb in Test B ist unabhängig von Messfehler in Test A Bsp.: Messgenauigkeit eines IQ-Wert eines Pb in Test A ist unabhängig davon, wie hoch oder niedrig Pb in Test B abschneidet
    Aus den Grundannahmen (‚Axiomen‘) der KTT sind Ableitungen möglich
  5. 5Welche Ableitungen ergeben sich aus den Axiomen der KTT?Aufgrund der Annahmen, die in der KTT getroffen werden, sind Ableitungen möglich
     Reliabilität
    -Definition - Schätzung - Arten der Reliabilität - Interne Konsistenz
     Standardmessfehler
     Kritische Differenz zwischen zwei Testwerten
     Minderungskorrekturen
    KTT ist eine Reliabilitätstheorie
  6. 6Was versteht man unter Normierung?= Nebengütekriterium
    = Bezugssystem, um individuelle Testrohwerte zu einer (relevanten) repräsentativen Stichprobe in Beziehung setzen zu können.
    Dabei werden die Rohwerte in fransformierte Werte übergeführt – Arten:
    o Äquivalenznormen: Zuordnung der Rohwerte zu bestimmten Referenzgruppen; zB Altersgruppen (zB: RW = 15 = durchschnittl. Leistung von 9-Jährigen …)
    o Abweichungsnormen: Voraussetzung: Rohwerte = NV
    o Prozentrangnormen: keine Voraussetzungen; Testwert = relative Position des Rohwerts auf nach Größe geordneter Rohwerteskala
  7. 7Welche Nebengütekriterien gibt es?• -Skalierung: Erfüllung der Kriterien für psychologisches Messen ( KTT, PTT)
    • -Zumutbarkeit: Testlänge, Frageninhalt können – gegeben die diagnostische Zielsetzung – unzumutbar sein
    • -Unverfälschbarkeit: spielt insbesondere in der Persönlichkeitsdiagnostik eine Rolle:
    o -Faking good: Pb stellt sich ‚besser‘ dar, als er/sie ist, zB Bewerbung auf Position als Pilot
    o -Faking bad: Pb stellt sich ‚schlechter‘ da, als er/sie ist, zB Bewerbung auf Frühpension
    o -Antworttendenzen: Extremantworten vs. Mittelbereichsantworten
    o -Soziale Erwünschtheit
    o -‚Self deception‘ vs. Impression management  Kontrolle über Akquieszenzskalen, Impression Management Skalen, Infrequenz Skalen, ‚Lügenskalen‘, Auswertung von Reaktionszeiten …
    • -Ökonomie: ist gegeben, wenn Einsatz eines Tests wenig Geld, Zeit & Aufwand kostet (auch auf Pb-Seite!)
    • -Nützlichkeit: ist gegeben, wenn Testverfahren Merkmal zuverlässiger, valider und/oder ökonomischer als andere Verfahren erfassen kann
    • -Fairness: Test = fair, wenn nicht bestimmte Pb-Gruppen systematisc
  8. 8Was ist die Reliabilität?Die Reliabilität eines Tests bezeichnet dessen Messgenauigkeit und stellt den Teil der Varianz der wahren Werte an der Varianz der beobachteten Werte dar.
    R = Var(T) / Var(X)
    Bsp.: Reliabilitätskoeffizient von 0.80: Beobachtete Varianz der Testwerte ist zu 80% auf Unterschiede zwischen den wahren Werten der Testpersonen zurückzuführen, 20% auf die Fehlervarianz.
    Var ( T) = unbekannt  wie? Test t unter identischen Bedingungen gleichen Testpersonen nochmals vorgeben (= t‘)  Bestimmung der Kovarianz Cov(Xt, Xt‘) dieser beiden Tests
    Die Reliabilität eines Tests ist die Korrelation eines Tests mit sich selbst
  9. 9Arten der Reliabilität auf Skalenebene: Retest-Reliabilität:
    Ein und derselbe Test wird der gleichen Stichprobe ein zweites Mal vorgeben und eine Korrelation (rtt) berechnet
    Problem: Zeitintervall (Gedächtniseffekte Übung, Ermüdung ↔ Konstanz von T) Lösung: Stabiles Merkmal (zB Intelligenz) längeres Retest-Intervall (zB 1 Jahr) Instabiles Merkmal (zB Emotion) kürzeres Restest-Intervall
    Retest-Reliabilität = unabh. v. Mittelwertsunterschieden zw. den Testungen, abh. v. differentiellen Effekten
     Paralleltestreliabilität:
    Vorgabe und Korrelation paralleler Testformen
    Problem: Konstruktion von Parallelformen (hoher Konstruktionsaufwand, Gleichwertigkeit) oder Pseudeoparalleltests (andere Itemreihenfolge)
  10. 10Arten der Reliabilität auf Itemebene: Split-half-Reliabilität:
    Ein Test wird nach Vorgabe auf zwei möglichst äquivalente Hälften aufgeteilt und Korrelation (rst) berechnet:
    Aufteilung odd-even (wenn Items nach Schwierigkeit oder überhaupt nicht geordnet) 1.-vs.-2. Testhälfte (wenn Items nicht nach Schwierigkeit geordnet oder speed) auf Basis von Itemkennwerten: Itempaare auf Basis von Itemschwierigkeit pi & Itemtrennschärfen rit
    Problem: Unterschätzung der Rel. wg. Verkürzung der Testlänge auf die Hälfte
    Lösung: Spearman-Brown-Formel
    Bsp.: R (Testhälften) = 0.70, k = 2 (Verdoppelung)  Rkorr = 0.82
     Interne Konsistenz:
    = Verallgemeinerung der Halbierungsmethode: Zerlegung des Tests in so viele Teile, wie er Items aufweist; die bekannteste Formel stammt von Cronbach (1951):
  11. 11Was ist Cronbachs alpha? Interne Konsistenz:
    = Verallgemeinerung der Halbierungsmethode: Zerlegung des Tests in so viele Teile, wie er Items aufweist; die bekannteste Formel stammt von Cronbach (1951):
    a = Cronbach‘s Alpha, m = Zahl paralleler Messungen (Items), si2 = Varianz der i-ten Messung (Items), st2 = Varianz des Tests t (Summenwert aller Items) Eigenschaften von Cronbach‘s a:
    Hohe Interkorrelation von Items: a ↑ (Umkehrschluss muss nicht gelten!)
    Je mehr Items desto höher Alpha: m↑  a↑
    wenn m niedrig, aber a hoch: Zumeist redundante Items (‚Modern-Talking-Items‘)
    wenn leichter Test mit Zeitbegrenzung: a artifiziell erhöht  kein sinnvolles Maß!
    Test für heterogenes Konstrukt: wenn m hoch, kann a auch hoch ausfallen
  12. 124 Faktoren, welche die Validität eines Testverfahrens beeinflussen können:• Merkmale des Tests:
    o Reliabilität: wenn niedrig, dann iA Val. niedrig
    o Gegenmaßnahmen:
    -Erhöhung der Reliabilität über Testverlängerung ( Spearman-Brown Formel)
    -Berechnung entsprechender Minderungskorrekturen ( KTT)
    • Merkmale des Kriteriums:
    o Reliabilität: wenn niedrig  Minderungskorrektur ( KTT; einfache M. bei angenommener RelKrit = 1; sonst doppelte M.)
    o Validität:
    -Symmetrie zw. Test (Prädiktor) & Kriterium nicht gegeben: Breite & Abstraktionsniveau zw. Test & Kriterium unterschiedlich  Asymmetrie: total, partiell, hybrid
    • Gemeinsame Merkmale von Test und Kriterium: kann Val. künstlich erhöhen
    o Methodenvarianz: Korr. kommt aufgrund zB gleichen Testvorgabemodus (zB 2 Fragebögen) zustande
    o Anstrengungsbereitschaft (Motivation), soziale Erwünschtheit, Antwortstile …
    • Merkmale der Untersuchungsstichprobe: Umfang, Art, Streuung der Merkmalsausprägungen ( ‚Varianzeinschränkung‘)
  13. 13Was ist die lokale stochastische Unabhängigkeit?bedeutet, dass Zusammenhang zwischen Items einer Skala nur durch latente Dimension erklärt wird  p(i+) * p(j+) = p(i+, j+) (Multiplikationstheorem für unabhängige Wahrscheinlichkeiten)
  14. 14Welche Quellen der Fehlervarianz gibt es in der KTT?Messfehler : Fehlervarianz entsteht durch unsystematische Fehler bei
    - Testkonstruktion
    - Testdurchführung
    - Testauswertung
     Testkonstruktion:
    -Mehrdeutigkeit von Items Bsp.: ‚Ich ärgere mich gelegentlich über mich selbst`‚ärgere‘ (Spanne), ‚gelegentlich‘ (wie oft?) …
     Testdurchführung:
    - Umgebungsbedingungen: Lichtverhältnisse, Lärm, Raumtemperatur, Sitzkomfort … - Testperson: Motivation, Ermüdung, emotionale Verfassung … - Testleiter: Geschlecht, Alter, Kleidung, Tonfall / Gestik / Mimik …
     Testauswertung:
    - Offenes Antwortformat: keine Interpretationseindeutigkeit - Schablonenauswertefehler - Normablesefehler …
  15. 15Was ist die Idee von objektiven Persönlichkeitstests?• -Messintention verschleiert: Wirkt wie Leistungstest, soll jedoch Persönlichkeit messen  idR computerbasiert
    • -Weil Messintention verschleiert  Annahme, dass Verfälschung schwieriger
    • -= Erfassung von T-Daten (Cattell) (↔ L-, Q-Daten)
    • -R.B. Cattell: Faktorenstruktur aufgrund von L- & Q-Daten ließ sich anhand von T-Daten nicht replizieren dt. Version: OATB-75 (Häcker et al., 1975) – Faktoren, die erfasst werden sollen:
    o -Inhibition vs. Selbstvertrauen
    o -Kulturelle Konformität vs. Objektivität
    o -Kortikale Wachheit vs. Gefühlsbetontheit
    o -Ganzheitliches Verständnis vs. Willensschwäche
    o -Negativistische Asthenie vs. rauhe Selbstsicherheit
    o -…
    • -Viele Versuche, objekt. Persönlichkeitstests auf das Niveau anderer Verfahrenstypen (Gütekriterien…) zur Messung der Persönlichkeit zu heben nur wenige erfolgreich
  16. 16Was sind projektive Verfahren, welche Arten gibt es?• -‚Projektion‘:
    o -Klassisch: unbewusster Vorgang, ‚Abwehrmechanismus‘ (S. Freud)  Person projiziert eigene, negativ bewertete und bei sich nicht akzeptierte Eigenschaft auf andere Person als Projektionsfläche (zB geizig)
    o -Verallgemeinert: Eigene Interessen, Gewohnheiten, Zustände werden auf geeignete Projektionsfläche (mehrdeutiges, diffuses Stimulusmaterial) projiziert
    • -Arten:
    o -Formdeute-Verfahren
    o -Gestaltungsverfahren
    o -Verbal-thematische Verfahren
    o Nach Reaktionsmodus:
    -Konstruktion
    -Ergänzung
    -Anordnung
    -Ausdruck
    o Nach Grad der Standardisierung:
    -Projektive Verfahren
    -Semiprojektive Verfahren: Auswertungsobjektivität (annähernd) gegeben

Informações

Descrição
FlashCards sobre Psychologische Diagnostik, criado por xara em 17-01-2015.
Criado por
xara
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