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Flashcards

Öffentliches und Europäisches Wirtschaftsrecht (Kapitel 1)

Sascha Horvath Wirtschaftsrecht Alemão 120 flashcards

Flashcards do conjunto (120)

  1. 1Wie unterscheidet sich positives Recht von anderen Normensystemen?1)Es wird von Menschen „für Menschen“ gesetzt (natürlich/juristische)
    2) Es wird „gesetzt“ (man sagt: positiviert, von lat. „ponere = setzen“)
    3) Gewaltmonopol des Staates
  2. 2Welche Funktion hat Recht?Recht hat:
    - Orientierungsfunktion
    - Ordnungsfunktion
    - Friedensfunktion
  3. 3Orientierungsfunktion des Rechts?Dadurch, dass das Recht gewisses Verhalten als rechtmäßig und andere Verhaltensformen als unrechtmäßig qualifiziert, wird das Verhalten von Menschen oder staatlichen Organen in hohem Maße vorhersehbar und damit ein geordnetes Zusammenleben vielfach erst möglich
  4. 4Beispiel der Orientierungsfunktion des Rechts anhand der StVO?Weil die StVO in Österreich das Rechtsfahrgebot festlegt, muss ich mich daran halten und kann auch erwarten, dass die anderen Verkehrsteilnehmer auf der entsprechenden Straßenseite unterwegs sind
  5. 5Ordnungsfunktion des Rechts?Recht hat Funktion, Ordnungssysteme zu kreieren
  6. 6Ordnungsfunktion am Beispiel der GmbH?Juristische Personen“ des Privatrechts wie GmbH oder AG gibt es nur,weil Rechtsvorschriften bestimmten „Gesellschaftsverträgen“ bestimmte Wirkungen zuschreiben
  7. 7Friedensfunktion des Rechts?Soll friedliches Zusammenleben ermöglichen:
    „Friede ist nicht die Absenz von Gewalt, Friede ist die Präsenz des Rechts“, Martin Luther King
  8. 8Was ist Erkenntnisgegenstand des Rechts?Erkenntnisgegenstand der Rechtswissenschaft ist das positive Recht
  9. 9Welches Recht ist nach österreichischem Recht nur Recht?Nur das positive Recht ist Recht
  10. 10Naturrecht?Auf dem Standpunkt, dass es natürliche (göttliche) Gerechtigkeitsordnung gibt
  11. 11Warum positives Recht und nicht Naturrecht?Weil:
    -Leistungsstärker
    -Gegenstandsadäquater
  12. 12Wie unterscheidet sich daher Naturrecht vom positiven Recht?Rechtspositivismus bewertet Norm nicht inhaltlich = ist Norm gerecht?
    Standpunkt: Recht ≠ Gerechtigkeit
  13. 13Ist positives Recht gänzlich Wertefrei?Nein, weil Rechtsnormen drücken sehr oft bestimmte „Werte“ aus
  14. 14Beispiel für das ausdrücken bestimmter Werte des positiven Rechts?Wenn das Wettbewerbsrecht die missbräuchliche Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung verbietet oder unlauteren Wettbewerb untersagt, dann wird dem Prinzip des „fairen“ Wettbewerbs ein „Wert“ zuerkannt.
  15. 15Welcher besondere Wert ergibt sich im ABGB?Prinzip der Privatautonomie
    (ABGB = dispositives Recht)
    Grenzen durch zwingendes Recht
    z.B. MRG
  16. 16Woraus leiten sich die Werte positiven Rechts ab? Und die des Naturrechts?Werte des positiven Rechts sind positiviert (gesetzt)
    Werte des Naturrechts geltend aufgrund der natürlichen Geltung/höherer Einsicht
  17. 17Wie können die Werte des Rechts ermittelt werden?Durch Auslegung
  18. 18Auf was zielt das Recht ab?Auf die Steuerung des menschlichen Verhaltens
  19. 19Ab wann erhalten Rechtsnormen ihre Existenz?Mit ihrer Geltung:
    -Erlassung
    -Kundgemacht
  20. 20Was ist: Rechtsnorm? Sachverhalt?Rechtsnorm: Bereich des Sollens Sachverhalt: Bereich des Seins
  21. 21Welche Geltungsbereiche einer Norm gibt es?-persönlichen Geltungsbereich
    -sachlichen Geltungsbereich
    -räumlichen Geltungsbereich
    -zeitlichen Geltungsbereich
  22. 22Persönliche Geltungsbereich einer Norm?Er bestimmt jene Personen, für die diese Norm gilt
    Die GewO gilt für alle Personen, die eine Tätigkeit gewerbsmäßig ausüben wollen
  23. 23Sachliche Geltungsbereich einer Norm?Er umschreibt jene realen Umstände, die zur Anwendung einer Norm führen
    GewO nur für Tätigkeiten die Gewerbsmäßig ausgeübt werden
  24. 24Örtliche Geltungsbereich einer Norm?Er sagt aus, wo die Norm gilt
    Die GewO gilt als Bundesgesetz in ganz Österreich
  25. 25Zeitliche Geltungsbereich einer Norm?Grundsätzlich regeln Rechtsnormen auch, ab wann bzw. wie lange sie gelten
  26. 26Wie sind Rechtsnormen strukturiert?Es gibt:
    1) primäre Normen
    2) sekundäre Normen
  27. 27Primäre Normen?Enthalten:
    -Gebote
    -Verbote
    -Erlaubnisse
  28. 28Sekundäre Normen?Sind Zwangsnormen
    Sollen sicherstellen, dass primäre Normen eingehalten werden
  29. 29Wie gliedert sich eine Rechtsnorm?In:
    Tatbestand
    und
    Rechtsfolge
  30. 30Tatbestand?Ist abstrakt formulierter Sachverhalt
  31. 31Rechtsfolge?Ist auch abstrakt formuliert und kann:
    -Rechte
    und
    -Pflichten
    normieren
  32. 32Tatbestand und Rechtsfolge Beispiel anhand der GewOTatbestand:
    Wenn Maschinen wegen ihrer Betriebsweise das Leben gefährden
    Rechtsfolge:
    Dann dürfen sie nur mit Genehmigung der Behörde errichtet und betrieben werden
  33. 33Was versteht man unter juristischem Syllogismus?Rechtsnomen besteht aus:
    1) Tatbestand
    und
    2) Rechtsfolge
    Im Sinne einer Wenn-Dann Relation =juristischer Syllogismus
  34. 34Was versteht man unter Syllogismus?logischer Schluss
    Zusammenrechnen
  35. 35Rechtsnorm? Rechtsvorschrift?Rechtsnormen:
    =konkrete Norm z.B. § 1 GewO
    Rechtsvorschrift:
    = gesamte GewO 1994
  36. 36Ist Rechtsnorm und Rechtsvorschrift das gleiche?Nein:
    Rechtsnorm ≠ Rechtsvorschrift
  37. 37Wie erfolgt die Rechtsanwendung?Bestimmter Sachverhalt wird unter einem Tatbestand einer Rechtsnorm subsumiert.
    (juristischer Syllogismus)
  38. 38Was ist daher bei der Subsumtion zu prüfen?Verwirklich bestimmter Sachverhalt einen Tatbestand?
    Wenn ja, dann tritt Rechtsfolge ein
  39. 39Wie wird richtig subsumiert?Tatbestand (Obersatz)
    Sachverhalt (Untersatz)
    Rechtsfolge (Schlusssatz)
  40. 40Was versteht man unter der Interpretation von Rechtsvorschriften?Auslegung der Rechtsvorschriften um ihre Bedeutung zu ermitteln.
  41. 41Welche Begriffe beim Erlass von Gesetze müssen grundsätzlich unterschieden werden?1) Rechtsordnung
    (Gesamtheit des gültigen objektiven Rechts)
    2) Rechtsvorschriften
    (GewO, MRG, ABGB)
    3) Rechtsnorm/Rechtssatz
    (konkrete §)
  42. 42Was versteht man unter einer Erzeugungsnorm?Rechtsordnung enthält auch Rechtsnormen, die regeln, in welchem Verfahren wer welche Rechtsvorschriften erzeugen darf
  43. 43Beispiel im B-VG für Erzeugungsnorm?Art. 24 B-VG
    Gesetzgebung des Bundes übt Nationalrat gemeinsam mit Bundesrat aus
    Legt Weg der Bundesgesetzgebung fest
  44. 44Was regeln Erzeugungsnormen?Solche Erzeugungsnormen bestimmen, (determinieren) die Form und den Inhalt der erzeugten Normen
  45. 45Was muss bei der Rechtserzeugung beachtet werden?Verfassungsgesetz unterliegt schwierigeren Erzeugungsbedingungen
    als ein „einfaches“ Gesetz
  46. 46Welche Auswirkungen hat die unterschiedlich schwierige Erzeugung von Rechtsnormen?Es ergibt sich eine Rangordnung
    „Stufenbau der Rechtsordnung
  47. 47Was versteht man unter einem „Stufenbau nach der rechtlichen Bedingtheit“Die jeweils höhere Stufe gibt Erzeugungsbedingungen vor, die bei der Erzeugung von Normen der unteren Stufe beachtet werden müssen
  48. 48Wer kann als rechtssetzender betrachtet werden?Rechtssetzender:
    1) Gesetzgeber
    2) Verwaltungsbehörde (Bescheid)
    3) Vertragsschließende Personen
  49. 49Beschreibe den Stufenbau der rechtlichen Bedingtheit plastisch!Rechtsetzende:
    Gesetzgeber = an Verfassung gebunden
    Verwaltungsbehörden = an Gesetz + Verfassung gebunden
    Vertragsschließende Personen = an zwingende Gesetze gebunden
  50. 50Was versteht man unter: 1) Heteronome Determinanten? 2) Autonomer Gestaltungsspielraum?1) Heteronome Determinanten
    Bindung des Rechtssetzenden an höhere Norm (z.B. B-VG, zwingendes Gesetz)
    2) Autonomer Gestaltungsspielraum
    Rechtssetzende hat Gestaltungsspielraum innerhalb des bindenden Rahmens
  51. 51Was versteht man unter Zwangsnormen?Regeln:
    -Dass Normen durchgesetzt werden
    -Von wem Normen durchgesetzt werden
    -Wie Normen durchgesetzt werden
  52. 52Was versteht man unter: -formellen Recht? -materiellen Recht?Formelles Recht:
    = Verfahrensrecht: ZPO, StPO, VwVfG
    Materielles Recht:
    = Regelt Verhalten des Rechtsunterworfenen
    ABGB, StGB, UGB, Teile der GewO 1994
  53. 53Was versteht man unter: -zwingendem Recht ( ius cogens) -nachgiebiges Recht (dispositives Recht)1) zwingendes Recht
    Kann nicht durch abweichende Vereinbarung der beteiligten Rechtssubjekte abgeändert werden
    2) dispositives Recht
    Kann durch Parteienvereinbarung abgeändert werden
  54. 54Was versteht man unter: -staatlich gesetztem Recht -Privatautonomie1) Staatlich gesetztes Recht:
    Gesetz, Verordnung, Richtlinie, Bescheid
    2) Privatautonomie:
    Rechtssetzung Privater
  55. 55Wie unterscheidet sich: Öffentliches Recht PrivatrechtPrivatrecht:
    Regelt Beziehungen Einzelner untereinander
    Öffentliches Recht:
    (untergeordneten) Privater steht(übergeordnetem)
    Staat gegenüber
  56. 56Ist Strafrecht öffentliches Recht oder Privatrecht?Öffentliches Recht
  57. 57Welche andere Möglichkeit der Einteilung der Rechtsgebiete gibt es?Einteilung in:
    -Justizrecht
    -Verwaltungsrecht
    (Abgestellt wird auf Vollzugszuständigkeit)
  58. 58Was zählt zum Justizrecht?Alle Rechtsvorschriften, die von ordentlichen Gerichten vollzogen werden
    (Privatrecht und nach dieser Einteilung das Strafrecht)
  59. 59Was versteht man unter dem Verwaltungsrecht?Jene Rechtsvorschriften, die von Verwaltungsbehörden vollzogen werden
  60. 60Was versteht man unter Auslegung von Rechtsvorschriften?Die Sinnermittlung von Rechtsvorschriften
  61. 61Wie erfolgt Auslegung von Rechtsvorschriften genau?1) Zuerst wird geprüft was eine Rechtsvorschrift meinen könnte
    (=Normhypothese)
    2) Dann wird mithilfe von Interpretationsmethoden der Sinn einer Norm ermittelt
  62. 62Welche Interpretationsmethoden gibt es?1) Grammatikalische Interpretation
    2) Systematische Interpretation
    3) Teleologische Interpretation
  63. 63Was versteht man unter der grammatikalischen Interpretation?Diese stellt auf den Wortlaut des Normtextes ab
  64. 64Was versteht man unter der systematische Interpretation?Untersucht den Zusammenhang einzelner Sätze eines Rechtstextes
  65. 65Was versteht man unter der teleologischen Interpretation?Der Zweck einer Regelung wird ermittelt
  66. 66Unter welchen Voraussetzungen können alle diese Interpretationen angewendet werden?1) Es kann auf Verhältnisse abgestellt werden, die zur Zeit der Entstehung der Rechtsvorschrift bestanden haben (historische Interpretation)
    2) Es kann ermittelt werden, was der Normsetzer mit dieser Regelung bezwecken wollte
    (subjektive Interpretation)
  67. 67Wie erfolgt: -subjektive Interpretation -historische InterpretationMit Hilfe von Gesetzesmaterialien:
    -Regierungsvorlage
    -Ausschussberichte
    -Wortmeldungen in der parlamentarischen Debatte
  68. 68Welche besonderen Interpretationsmethoden gibt es noch?- verfassungskonforme Interpretation
    - unionskonforme Interpretation
  69. 69Was versteht man unter der verfassungskonformen Interpretation?Rechtsvorschrift muss so ausgelegt
    werden, dass sie im Einklang mit der Verfassung steht
  70. 70Was versteht man unter der unionskonformen Interpretation?Innerstaatliche Rechtsvorschriften
    müssen so ausgelegt werden müssen, dass Widersprüche zum Unionsrecht vermieden werden
  71. 71Welche Auslegungsmethoden gibt es außerhalb des Wortlautes?-Analogie
    -Teleologische Reduktion
  72. 72Was versteht man unter Analogie?Sie kann vorgenommen werden, wenn für einen bestimmten Sachverhalt keine Rechtsnorm existiert, eine andere Norm aber einen vergleichbaren Regelungsgehalt hat
  73. 73Was versteht man unter der teleologischen Reduktion?Ist Gegenteil der Analogie
    Liegt vor, wenn Interpretation zu einem engeren Ergebnis als es der Wortlaut erlauben würde führt
  74. 74Nenne ein Beispiel für die teleologische Reduktion!Die Immobilienertragssteuer ist nicht beim Verkauf des Hauptwohnsitzes zu zahlen.
    Der Anwendungsbereich der Norm muss also reduziert werden
  75. 75Kann man in der Rechtswissenschaft alle Rechtsgebiete beherrschen?Nein, die Rechtswissenschaft ist zwar eine enorm ausdifferenzierte Wissenschaft
    aber niemand kann alle Gebiet beherrschen daher:
    Vergaberechtsexperten, Anlagerechtsexperten, etc...
  76. 76Wie lässt sich das Wirtschaftsrecht systemmäßig einteilen?1) Wirtschaftsverfassungsrecht
    2) Unterverfassungsgesetzliches Wirtschaftsrecht
  77. 77Was versteht man unter Wirtschaftsverfassungsrecht?Sind alle jene Normen in Verfassungsrang, die für das Wirtschaftsleben von besonderer Bedeutung sind
  78. 78Welche Vorschriften gehören zum Wirtschaftsverfassungsrecht?1) Kompetenzverteilung
    2) Wirtschaftsgrundrechte
    3) Finanzverfassung
    4) Grundsatz der Wirtschaftsgebieteinheit
    Art 4 B-VG
  79. 79Welches Ziel verfolgt das Wirtschaftsverfassungsrecht?Das österreichische Wirtschaftsverfassungsrecht schafft eine marktwirtschaftliche Ordnung
  80. 80Was versteht man unter einer Marktwirtschaft?Planung und Koordination der Wirtschaftsprozesse erfolgen dezentral
    Ohne großen staatlichen Eingriff
  81. 81Wie kann das unterverfassungsgesetzliche Wirtschaftsrecht eingeteilt werden?1) Wirtschaftsverwaltungsrecht
    2) Wirtschaftsjustizrecht:
    (Wirtschaftsstrafrecht, Wirtschaftsprivatrecht, Teile des Wettbewerbsrechts, Unternehmens- und Gesellschaftsrecht)
  82. 82Was für eine andere Einteilung des unterverfassungsgesetzlichen Wirtschaftsrechtes gibt es noch?Unterscheidung:
    -privates Wirtschaftsrecht
    -öffentliches Wirtschaftsrecht
    a) Wirtschaftsprivatrecht
    b)Wirtschaftsverwaltungsrecht
    c)Wirtschaftsstrafrecht
  83. 83Wie lässt sich das Wirtschaftsverwaltungsrecht einteilen?- Wirtschaftsordnungsrecht
    - Wirtschaftslenkungsrecht
    - Wirtschaftsaufsichtsrecht
  84. 84Welches Ziel hat das Wirtschaftsordnungsrecht?Gefahrenabwehr
    Setzt der wirtschaftlichen Tätigkeit Schranken
  85. 85Beispiele des Wirtschaftsordnungsrecht?1) Kartellverbot
    2) Verbot der missbräuchlichen Ausnutzung der marktbeherrschenden Stellung
  86. 86Wirtschaftsordnungsrecht zusammenfassend definiert?Jene Vorschriften, die den Marktzugang
    bzw. den Berufsantritt im Interesse der Gefahrenabwehr und der Sicherung eines
    „Qualitätsstandards“ regeln
  87. 87Wie arbeitet das Wirtschaftsordnungsrecht?Mit Ge- und Verboten für Unternehmen
  88. 88Wie erfolgt die Kontrolle des Wirtschaftsordnungsrechtes?Individuelles, verwaltungsbehördliches Eingreifen erfolgt nur bei Verstößen gegen Ordnungsrahmen (depressiv)
    Keine laufende, individuelle Kontrolle des unternehmerischen Handelns (präventiv)
  89. 89Wem obliegt im Wirtschaftsverwaltungsrecht die laufende Unternehmensüberwachung?Ist Aufgabe der Verwaltungspolizei
    (z.B. Gewerbepolizei)
  90. 90Was mein man mit Verwaltungspolizei?Keine bestimmte Organisationseinheit
    Sondern nur materielle Tätigkeit, also Abwehr von Gefahren
  91. 91Woher kommt das Wort "Polizei"?Aus dem griechischen "polis"=Stadt
    Ursprünglich war damit gesamte Verwaltung gemeint
    Im Ma. sprach man von der guten Policey =heute good governance
  92. 92Bei welchen Bereichen sieht das Wirtschaftsordnungsrecht laufende Überwachungen von Unternehmen vor?1) Im Betriebsanlagenrecht:
    (gefährliche Betriebsanlagen)
    2) Produktrecht
    (sensible Produkt: Arzneimittel, Chemikalien)
  93. 93Was versteht man unter dem Wirtschaftslenkungsrecht?Regelungen die gezielt unternehmerisches
    Handeln zur Erreichung wirtschaftspolitischer Zielsetzungen beeinflussen sollen
  94. 94Welche 2 Arten des Wirtschaftslenkungsrecht werden unterschieden?1) Direktes Wirtschaftslenkungsrecht
    2) Indirektes Wirtschaftslenkungsrecht
  95. 95Was versteht man unter dem direktem Lenkungsrecht?Es arbeitet mit hoheitlichen Ver- und Geboten
  96. 96Nenne eine Beispiel, wann das direkte Wirtschaftslenkungsrecht zur Anwendung kommt!Z.B. Bei akuter Krisensituation kann Verwaltungsbehörde für bestimmte Güte bzw. Leistungen eine Bewirtschaftung anordnen
    (Erdölknappheit infolge politischer Krisen)
  97. 97Nenne klassische Beispiele wo das Wirtschaftslenkungsrecht zur Anwendung kommt!-Erdölbevorratung
    -Benzinpreis
    -Bevorratung und Verteilung von
    Arzneimitteln
  98. 98Beschreibe, wann es zum direkten Wirtschaftslenkungsrecht kommt?1) Bei Vorliegen von Marktversagen
    2) Reaktion ist behördliche Wirtschaftslenkungsmaßnahme
  99. 99Was versteht man unter dem indirekten Wirtschaftslenkungsrecht?Regelungen, die positive Anreize für bestimmtes unternehmerisches Verhalten setzen sollen
  100. 100Welche Instrumente des indirekten Wirtschaftslenkungsrechtes gibt es?- Förderungen
    - Steuerliche Anreize
    Ein bestimmtes Verhalten soll, weil es unerwünscht ist, belastet werden
  101. 101Welches Beispiel für ein indirektes Wirtschaftslenkungsrecht?Unternehmen, die Arbeitnehmer ab 50+ einstellen werden steuerlich entlastet
  102. 102Was versteht man unter Wirtschaftsaufsichtsrecht?Es soll das Funktionieren volkswirtschaftlicher Schlüsselbranchen garantieren
  103. 103Welche Branchen unterliegen dem Wirtschaftsaufsichtsrecht?Banken- und Versicherungssektor
  104. 104Welche Branchen kann man abstrakt sagen, unterliegen dem Wirtschaftsaufsichtsrecht?Branchen, die für das Funktionieren der Gesamtwirtschaft von besonderer Bedeutung sind.
  105. 105Welche Aufgabe hat das Wirtschaftsaufsichtsrecht?-Die intensive laufende Überwachung der Unternehmen
    -Überwachung beschränkt sich nicht auf Missstandskontrolle
  106. 106Warum ist das Wirtschaftsaufsichtsrecht nicht unumstritten?Weil es Querschnittsbereiche aus den Kategorien Ordnungs- und Lenkungsrecht vereint
  107. 107Welchem Mittel bedient sich das Wirtschaftsaufsichtsrecht in der Regel?Normalerweise dem Wirtschaftsordnungsrechts
    Direkt lenkende Maßnahmen sind
    nur als ultima ratio vorgesehen
  108. 108Beschreibe Wirtschaftsaufsichtsrecht bei einem Bankunternehmen!unterliegt einer laufenden Überwachung „Aufsicht“
    Nicht Konsumentenschutz steht im Vordergrund
    präventiv soll Markversagen verhindert werden
  109. 109Was versteht man unter „Gewährleistungsverantwortung“?Auf Grund EU-rechtlicher Vorgaben:
    Staat hat sich auf eine „Gewährleistungsverantwortung“
    der Funktionsfähigkeit der Märkte zurückgezogen
  110. 110Kapitel 2Kapitel 2
  111. 111Was versteht man Staatsgewalt?Einrichtungen und Handlungen,
    die Staat zur Erreichung seiner Ziele hat
  112. 112Wie lässt Staatsgewalt einteilen?In:
    1) Gesetzgebung
    2) Vollziehung
  113. 113Wie lässt sich wiederum die Vollziehung einteilen?Vollziehung:
    1) Gerichtsbarkeit
    2) Verwaltung
  114. 114Wer hat die Staatsgewalt?Sie ist aufgeteilt auf Gebietskörperschaften:
    -Bund
    -Länder
  115. 115Wie gliedert sich Österreich?In:
    -9 Bundesländer
    -Bezirke
    -Gemeinden
  116. 116Wem obliegt Gesetzgebung?-Bund
    -Länder
  117. 117Wem obliegt Verwaltung?- Bund
    -Länder
    -Gemeinden
    -andere Selbstverwaltungskörper
  118. 118Zähle die 3 Gebietskörperschaften auf-Bund
    -Länder
    -Gemeinden
  119. 119Was versteht man unter einer Gebietskörperschaft?Eine juristische Person des öffentlichen Rechts
  120. 120Warum werden Gebietskörperschaften als "Personengesamtheiten" bezeichnet?

Informações

Descrição
Wirtschaftsrecht FlashCards sobre Öffentliches und Europäisches Wirtschaftsrecht (Kapitel 1), criado por Sascha Horvath em 09-12-2016.
Criado por
Sascha Horvath
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