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Flashcards

41.2 Bildungswissenschaft - der empirisch-analytische Zugang

Yvonne Heitland Bildungswissenschaften Modul 1A Studium Alemão 24 flashcards

Flashcards do conjunto (24)

  1. 1Es gibt viele Gesichter des empirisch-analytischen Zugangs mit unterschiedlichen BezeichnungenEmpirische Pädagogik,
    Empirisch-analytische Pädagogik,
    Deskriptive Pädagogik,
    Experimentelle Pädagogik,
    Kritisch-rationale Erziehungswissenschaft,
    Empirische Bildungsforschung
  2. 2Bedeutung des empirisch-analytischen Zugangshatte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts nur geringe Bedeutung;
    durch den Nationalsozialismus wurde die empirische Denkweise noch weiter zurückgedrängt;
    gewann nach dem Krieg in den 70er Jahren wieder an Bedeutung, durch angloamerikanischen Forschung
  3. 3wichtigster Vertreter der empirisch-analytischen Bildungswissenschaftist Wolfgang Brezinka (geb. 1928)
  4. 4Grundlegende Annahme für Erfahrungswissenschaften ist es,...dass wir nicht ohne Beobachtungen oder Erfahrungen zu neuen Erkenntnissen kommen können.
  5. 5Wiener KreisMitglieder: Schlick, Neurath, Carnap, Wittgenstein;
    ...bildete in den 20er Jahren den Kern des logischen Empirismus und Neopositivismus
  6. 6Ziel des Wiener Kreisesden wichtigen Begriff "Beobachtung" klären;
    Hauptaufgabe bestand darin, Sätze zu formulieren, die empirisch überprüfbar sind;
    Begriffe müssen empirische Begriffe sein (ihre Richtigkeit muss überprüfbar sein);
    Begriffe müssen verifizierbar sein (wissenschaftliche Aussagen müssen logisch begründbar sein oder sich empirisch bewähren)
  7. 7Beobachtungsbegriff (Wiener Kreis)von Beobachtung kann nur bei bestimmten Sachverhalten gesprochen werden;
    in Beobachtungen müssen Sätze oder Aussagen protokolliert werden, Beobachter, Ort, Zeit müssen enthalten sein ("Ich-Hier-Jetzt-Dies")
  8. 8Zentrale Methode des Wiener Kreises / Neopositivismus'Induktiver Schluss: Schluss vom Besonderen auf das Allgemeine;
    Hermann lebt im Wasser > Hermann ist ein Fisch > Alle Fische leben im Wasser
  9. 9Kritik von Karl Popper am induktiven Schluss:Aus der Tatsache, dass ich sehr viele Beobachtungen mache desselben Typus mache, lassen sich noch lange nicht allgemeine Sätze, so genannte Allsätze, beweisen
  10. 10Allsätze...lassen sich nie verifizieren
  11. 11Popper schlägt eine andere Methode vordeduktive Methodik der Nachprüfung;
  12. 12Deduktiver SchlussDeduktion: Schluss vom Allgemeinen auf das Besondere;
    Fische leben im Wasser > Mein Goldfisch Hermann ist ein Fisch > Auch Hermann lebt im Wasser;
    Eine Theorie soll leicht zu widerlegen sein (falsifiziert werden können);
    Existenzsätze / Basissätze ("Es-gibt-Sätze") eignen sich dafür;
    singuläre Existenzbehauptungen sind beobachtbar, intersubjektiv nachprüfbar und damit falsifizierbar;
    Wird ein Satz nicht überführt, hat er sich bewährt, nicht bewiesen!
  13. 13Aufgabe des Kritischen Rationalismus'gegründet von Popper;
    (Natur-) Gesetze in Form von generellen Sätzen so umzuformulieren, dass sie möglichst vielen Falsifikationsversuchen ausgesetzt werden können.
  14. 14Falsifikationeine Theorie muss falsifizierbar sein;
    eine These kann man niemals 100% verifizieren;
    These hat solange Bestand bis ihr Gegenteil bewiesen ist;
    Ergebnisse sind frei von Werten;
    Ziel und Zweck der Ergebnisse sind uninteressant;
    Ergebnisse geben keine Anleitung für die pädagogische Praxis
  15. 15Die empirisch-analytische Bildungswissenschaft wendet sich vor allem gegen......eine normative Bildungswissenschaft, der sie eine fehlende empirische Absicherung vorwirft.
  16. 16Grundannahmen des Kritischen Rationalismus'1. Beobachtbare "pädagogische Tatsachen" als theoretische Grundlage;
    2. Postulat der Wertfreiheit;
    3. Praxis als praktische Erziehungs- bzw. Bildungstheorie
  17. 17Beobachtbare "pädagogische Tatsachen" als theoretische GrundlageFalsifikation ist das Kernstück einer empirisch-analytischen Bildungswissenschaft;
    Als Grundlage für die Falsifikation dienen gezielte Beobachtungen bzw. das Experiment;
    Beobachtung ist eine planmäßige, vorbereitete Wahrnehmung die wir machen;
    Jeder Beobachtung geht ein Interesse voraus (also etwas Theoretisches);
  18. 18Postulat der WertfreiheitKennzeichen der empirisch-analytischen Bildungswissenschaft ist die Neutralität bzw. Indifferenz gegenüber dem pädagogischen Forschungsfeld;
    Brezinka unterscheidet drei Bereiche innerhalb der Bildungswissenschaft
  19. 19Brezinka unterscheidet drei Bereiche innerhalb der Bildungswissenschaft1. Erziehungswissenschaft (hierzu zählt für ihn nur die Theoretische Erziehungswissenschaft und die Historiografie der Erziehung);
    2. Philosophie der Erziehung (Fragen nach dem Ziel und Zweck von Bildung bzw. Erziehung)
    3. Praktische Pädagogik (Anleitung der pädagogischen Praxis, Mittler zwischen Theorie und Praxis
  20. 20Praxis als praktische Erziehungs- bzw. Bildungstheorieempirisch-analytische Wissenschaft stellt keine unmittelbare Handlungsanleitung für die Praxis dar;
    zur Klärung von Handlungsalternativen werden Transformationen und Wirkungsgefüge herangezogen;
    H-O-Schema
  21. 21H-O-Schema...entwickelt von Hempel und Oppenheim (1977);
    Explanandum = Schlussfolgerung ("Draht a leitet Elektrizität");
    Explanans = Erklärung besteht aus zwei Teilen:
    1. allgemeine Gesetzmäßigkeiten ("Kupfer leitet Elektrizität");
    2. Ranbedingungen ("Draht a besteht aus Kupfer")
  22. 22Neue empirische Ansätze......beschränken sich nicht nur auf das Experiment oder quantitative Verfahren, sondern beziehen auch qualitative Methoden und Handlungsforschung mit ein;
    Qualitative Ansätze sind zu einem untrennbaren Bestandteil empirischer Wissenschaft geworden
  23. 23Handlungsforschung / AktionsforschungDer Handlungsforschung geht es in erster Linie nicht um Erkenntnis, sondern um die praktische Lösung von Problemen;
    Die strikte Trennung von Subjekt und Objekt (wie vom Kritischen Rationalismus gefordert) wird versucht aufzulösen;
    Beforschte Menschen werden aktiv einbezogen (Subjekt-Subjekt-Beziehung)
  24. 24Kritik am Kritischen RationalismusPositivismusstreit mit den Vertretern der Frankfurter Schule: mangelnde Theorieorientierung, fehlender Gesellschaftsbezug, naturwissenschaftliche Forschungmethoden lassen sich nicht 1:1 auf die Geisteswissenschaften anwenden;
    Thomas Kuhn, Wissenschaftstheoretiker: Jede Theorie enthält unerklärbare Fakten

Informações

Descrição
Studium Bildungswissenschaften Modul 1A (33041 Wissenschaftstheoretische Zugänge zur Biwi) FlashCards sobre 41.2 Bildungswissenschaft - der empirisch-analytische Zugang, criado por Yvonne Heitland em 17-02-2017.
Criado por
Yvonne Heitland
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