Flashcards
Angststörungen

Flashcards do conjunto (28)
- 1Verschiedene Angstformen im Entwicklungsverlauf

- 2Evolutionsbiologische Sicht von Angst- viele Ängste sinnvoll → Sicherung des Überlebens
- Angst vor Trennung & Fremden
- Angst vor Monstern unter dem Bett
- Sicherstellung von Ernährung & Pflegeverhalten
- Erleben von Angst = emotionaler Prozess, der per se nicht pathologisch ist - 3physiologische Reaktionen auf Ängste- Leerer Kopf
- Schwindel
- Herzklopfen
- Bauchschmerzen
- Zitternde Knie
- Kalte Füße und Hände
- Atemnot
- Zittern der Muskeln
- Schweiß - 4Reaktion auf Ängste - Verhaltenstendenzen

- 5Angstsymptome - 3 Ebenen- Können sich sehr unterschiedlich zeigen
- Äußerung von Ängsten auf drei Ebenen
o Kognitive Ebene -> z.B. Black out in der Klausur
o Verhaltensebene -> z.B. Wegbewegen von der angstbesetzten Situation, Ablenkung
o Körperliche Ebene -> verschiedenste Symptome
=> Für jeden Menschen sehr unterschiedlich - 6Normale vs. Pathologische Angst- Kriterien für pathologische Angst
- Übermäßige Intensität der Angst (quantitatives Merkmal)
- Situationsunangemessen
o Z.B. wenn man einen Vortrag halten soll und man hat so extreme Angst, als sei Leib und Leben bedroht
- Chronifizierung
o Angst muss über einen längeren Zeitraum andauern
- Fehlende Bewältigung
o Mangelnde oder fehlende Selbstregulation
o Das Erregungsniveau kann nicht mehr gesenkt werden
- Beeinträchtigung im Alltag
o Je nach Angststörung kann sich dies sehr unterschiedlich ausdrücken
o Z.B. Beeinträchtigung im Schulkontext - 7Preparedness-Theorie von Seligman- Theorie zur Entstehung von Angst
- Unterschiede in der Wahrscheinlichkeit, welche Stimuli auch Angststimuli werden (z.B. Spinne vs. Luftballon)
o Bereitschaft, vor Spinnen Angst zu haben ist höher, als vor Luftballons Angst zu haben
- (evolutions-)biologisch vorbereitete Bereitschaft, Reiz-Reaktions-Verbindung zu lernen - 8Unterscheidung von Ängsten- Gefahr durch Objekt/Situation
o Spezifische Phobie
- Gefahr durch Bewertungen andere Menschen
o Soziale Phobie
- Gefahr durch Angstsymptome
o Agoraphobie
o Panikstörung
- Gefahr durch Verunreinigung oder mangelnde Kontrolle
o Zwangsstörung - 9Klassifikation im ICD 10

- 10Verlauf und Komorbidität von Angststörungen- Prävalenz: irgendeine Angststörung zu haben liegt zwischen 11-19 %
- Angststörungen sind stabiler (Chronifizierung bei ca. 30%)
- Zunahme der Persistenz im Jugendalter
- Mädchen haben höhere Persistenzraten
o Mädchen sind häufiger betroffen
- viele Kinder haben eine weitere Angststörung bzw. zusätzliche Depression
- Langzeitwirkung auf allgemeine Entwicklung (z.B. geringere Leistungsfähigkeit, Selbstwertprobleme) - 11Entstehung von Angst - 2 Faktoren Theorie- 2 Faktoren Theorie von Mowrer (1947)
- 1. Klassische Konditionierung: Erwerben der Angst
- 2. Operante Konditionierung: Aufrechterhaltung der Angst
- Klassische Konditionierung als alleinige Erklärung zum Erwerb nicht ausreichend
- => Ergänzung um Modelllernen und kognitive Aspekte - 12Multikausales Entwicklungsmodell (nach Petermann)

- 13Trennungsangst- Trennungsangst ist sowohl entwicklungstypische Erscheinung als auch eine psychische Störung
o Entwicklungsaufgabe: Aufbau von Autonomie
o Beginn etwa ab 7 Monaten, Abnahme im Laufe des 2. Lebensjahres
- Faktoren zur Abgrenzung sind das Alter & der Leidensdruck
- Prävalenz: ca. 3 %
- Zentrale Merkmale
o Unangemessene Angst bei Trennung von einer Bezugsperson
o Anhaltende und exzessive Sorge, eine Bezugsperson zu verlieren (oder dass ihr etwas Schlimmes zustoßen könnte)
o Somatische Beschwerden: Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Erbrechen
o Vermeidung von Trennungssituationen
-> Abends allein einzuschlafen, Tagsüber allein zu Hause bleiben, Übernachtung bei Freunden usw. - 14Trennungsangst ICD 10F93.0 Trennungsangst
o Angst & Widerstand bei Trennung von Bezugsperson (altersuntypisch, abnorme Intensität)
o Angst, dass Bezugsperson etwas zustoßen könnte • Schreien, Weinen, Klammern & Wutausbrüche bei Trennung
o Vermeidung von Trennungssituationen (z.B. starke Abneigung vor Schulbesuch bis hin zur Schulverweigerung, Übernachtung bei Freunden)
o Schlafprobleme (Alpträume von Trennung)
o Körperliche Symptome
o Mind. 4 Wochen, Beginn vor dem 6. Lebensjahr
o Ausschluss: u.a. GAS, tiefgreifende Entwicklungsstörung - 15Trennungsangst - Diagnostiko gemeinsames Erstgespräch mit Eltern & Kind → Überblick über Problematik sowie Aufklärung über Verlauf der Therapie
o Differenzialdiagnostik mittels strukturierten Interviews (z.B. Kinder-DIPS)
o medizinische Differenzialdiagnostik (Ausschluss organischer Ursachen)
o Fragebögen, Tagebücher
o Verhaltensbeobachtung
o Problemanalyse (Erfassung der auslösenden & aufrechterhaltenden Bedingungen) - 16SORCK Modell

- 17Trennungsangst - Diagnostik - Fragebögen- Konzentrieren sich auf die Trennungsangst
- Trennungsangst-Vermeidungs-Inventar (TAVI)
-> Erfassung des Schweregrads des Vermeidungsverhaltens
-> Störungsspezifisches Selbst- & Fremdbeurteilungsinstrument
-> Alter: 5-16 Jahre
- Childhood Anxiety Sensitivity Index (CASI)
-> Erfassung der Angstsensitivität
-> Items in ich-Form
-> Alter: 8-17 Jahre
- Basler Bilder-Angst-Test (B-BAT)
-> Dimensionale Erfassung von Ängstlichkeit & Vermeidung
-> Alter: 4-8 Jahre
- Rolle der Eltern ist extrem wichtig: Familiendiagnostik
-> Beziehung zwischen Kind und Eltern, … - 18Entstehung von Trennungsängsten

- 19Phobische Störungen - ICD 10F93.1 Phobische Störungen
o anhaltende & exzessive Angst, in Anwesenheit oder Erwartung spezifischer Objekte oder Situationen
o anhaltende oder wiederkehrende Angst (Phobie), die zwar entwicklungsphasentypisch, aber übermäßig ausgeprägt & mit deutlichen sozialen Beeinträchtigungen verbunden ist
o Ausschluss: u.a. GAS, tiefgreifende Entwicklungsstörung
o Mind. 4 Wochen - 20Subgruppen phobischer Störungeno Tier-Typus
-> Hunde, Insekten, Vögel
o Umwelt-Typus
-> Gewitter, Sturm, Blitze, Dunkelheit, laute Geräusche
o Blut-Injektions-Verletzungs-Typus
-> Zahnarzt
o Situativer Typus
-> Fahrstuhl, Tunnel, Flugzeug - 21phobische Störungen - Diagnostik Fragebögeno Phobiefragebogen für Kinder & Jugendliche (PHOKI)
-> Normierung für Altersgruppe 8-18 Jahre
o Basler Bilder-Angst-Test (B-BAT)
-> Dimensionale Erfassung von Ängstlichkeit & Vermeidung (störungsübergreifend)
-> Alter: 4-8 Jahre
o Fremdbeobachtung (FBB-ANG)
-> Störungsübergreifende Erfassung von Ängsten - 22Soziale Phobie- ICD-10: F40.1 Soziale Phobie
o deutliche Furcht (oder Vermeidung) im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich peinlich oder erniedrigend zu verhalten
o mind. 2 Angstsymptome (z.B. erröten, zittern)
o deutliche emotionale Belastung & Einsicht, dass Symptome unvernünftig/übertrieben sind
o Symptome beschränken sich auf die gefürchtete Situation
o mind. 6 Monate - 23Soziale Angststörung- ICD-10: F93.2 Soziale Angststörung
o durchgängige oder wiederkehrende Furcht/Vermeidung vor Fremden (Erwachsene & Gleichaltrige), Befangenheit, Verlegenheit oder übertriebene Sorge über Angemessenheit des Verhaltens
o deutliches Leiden in neuen oder erzwungenen sozialen Situationen
o normale Bindung an Eltern oder andere vertraute Person
o Ausschluss: GAS
o mind. 4 Wochen
o Beginn vor dem 6. Lebensjahr - 24Epidemiologie - soziale Phobieo 4 % der Jugendlichen (14-17 Jahre), 1-2 % der Kinder
o Ab Jugendalter: mehr Mädchen als Jungen betroffen
-> Verschiedene Erklärungsversuche
-> Z.B. Mädchen sind früher in der Pubertät
-> Soziale Erwartungen an Mädchen höher
o Störungsbeginn zwischen 10-17 Jahren
o Beginn nach dem 18. Lebensjahr extrem selten
o relativ stabiler Verlauf - 25soziale Angststörung - Diagnostikfragebogeno Sozialphobie & -angstinventar für Kinder (SPAIK)
-> Erfassung von kognitiven, somatischen & behavorialen Aspekten der sozialen Phobie
-> Alter: 8-16 Jahre
o Social Anxitey Scale for Children-Revised (SASC-R)
-> Subskalen: Angst vor negativer Bewertung, Vermeidung von sozialen Situationen & Distress
-> Alter: 8-16 Jahre - 26SORCK Modell für soziale Phobien

- 27Soziale Phobien - Entstehungsmodell

- 28soziale Phobien - Einfluss von Kognitionen- Einfluss von Gedanken ist extrem wichtig
- zu finden sind v.a.
-> Misserfolgserwartungen
-> negative Selbsteinschätzung
-> Hohe Aufmerksamkeit auf negative Gedanken & auf gesteigerte autonome Erregung
-> Sicherheitsverhalten (z.B. Haare ins Gesicht fallen lassen, Blickkontakt meiden)
Informações
- Descrição
- O usuário eliminou as informações de disciplina FlashCards sobre Angststörungen, criado por Usuário eliminado em 28-12-2021.
- Criado por
- Usuário eliminado · dez 2021
- Atualizado
- 28 dez 2021
- Visualizações
- 43
- Histórico
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- Criado por Lena Paisdzior · 17 dez 2021
- Copiado por Lena Paisdzior · 28 dez 2021
- Avaliação