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5. Affektive Störungen III & IV

Usuário eliminado O usuário eliminou as informações de disciplina Inglês 51 flashcards

Flashcards do conjunto (51)

  1. 1Die etablierten Psychotherapie-Ansätze sind alle etwa gleich wirksamDie etablierten Psychotherapie-Ansätze sind alle etwa gleich wirksam
  2. 2Zusammenhang verschiedener Faktoren mit dem TherapieergebnisWichtigstes Element, Therapeut und Patient haben das gleiche Ziel. Massiver Therapeuteneffekt, wichtiger als die Therapieschulen.Zusammenhang verschiedener Faktoren mit dem Therapieergebnis
  3. 3Nationale Versorgungsleitlinie von 2022 S3 - Unipolare DepressionBei depressiven Störungen ist der Effekt einer Psychotherapie zum grossen Teil nicht auf für das jeweilige Verfahren spezifische Faktoren zurückzuführen, sondern auf unspezifische, schulen- bzw. verfahrensübergreifende Wirk- und Einflussfaktoren. Diese Faktoren im therapeutischen Prozess zu berücksichtigen, trägt aus Sicht der Leitliniengruppe wesentlich zum Erfolg einer Therapie bei.
  4. 4Psychotherapeutische Basisbehandlung depressiver Störungen (1)- Empathische und wertschätzende Kontaktaufnahme, Patienten in negativer Sichtweise akzeptieren, Interesse (aktives Zuhören), Abbau einer vertrauensvollen Beziehung
    - Aktives, stützendes Vorgehen, Vermittlung von Ermutigung und Hoffnung, auch durch Informationen zur Behandelbarkeit der Depression, Professionalität vermitteln
    - Exploration des subjektiven Krankheitsmodells, Klärung der aktuellen Motivation und der Therapieerwartungen
    - Erarbeiten eines Verständnisses der Krankheit, Vermittlung eines „biopsychosozialen Krankheitsmodells“ zur Entlastung von Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen
  5. 5Psychotherapeutische Basisbehandlung depressiver Störungen (2)- Klärung aktueller äusserer Problemsituationen, Entlastung von zurzeit überfordernden Pflichten und Ansprüchen am Arbeitsplatz und in der familiären Situation
    - Verhinderung depressionsbedingter Wünsche nach überstürzter Veränderung der Lebenssituation
    - Ansprechen/Erfragen von Suizidimpulsen
    - Einbezug von Angehörigen, Stärken der Ressourcen
    - Unterstützung beim Formulieren und Erreichen konkreter, erreichbarer Ziele zum Wiedergewinnen von Erfolgserlebnissen
  6. 6Elemente/Module der KVT- Alltagsgestaltung, Aktivierung, verstärkende Tätigkeiten (Aktivitätenaufbau)
    - Exploration und Veränderung dysfunktionaler Kognition
    - Problemanalyse, Formulieren von Zielen, Vermittlung Rational (Psychoedukation)
    - Training sozialer Kompetenzen, Selbstsicherheitstraining, Problemlösefähigkeiten
    - Ressourcenaktivierung
  7. 7Phase/Modul 1 der KVT- Aufbau therapeutischer Beziehung
    - Lebens- und Krankengeschichte
    - Prägende Bezugspersonen und Erfahrungen ("Stempel") erfragen
    - Zentrale Probleme erkennen und benennen (auch ordnen nach Dringlichkeit, Wichtigkeit, Veränderbarkeit)
    - Ziele herausarbeiten und konkretisieren (festhalten)
  8. 8Erarbeiten eines individuellen Fallverständnisses Inkongruenznivea- wird immer als erstes gemachtErarbeiten eines individuellen Fallverständnisses Inkongruenznivea
  9. 9Probleme und Ziele konkretisieren Goal Attainment Scaling (GAS)- Definition der Ziele sehr wichtigProbleme und Ziele konkretisieren Goal Attainment Scaling (GAS)
  10. 10Probleme und Ziele konkretisieren Goal Attainment Scaling (GAS) Wichtige Grundsätze- Die Zielvorstellungen sollten positiv formuliert sein.
    - Die Zielvorstellungen sollten konkret bzw. operationalisierbar sein.
    - Die Zielvorstellungen sollten realistisch sein.
    - Die Zielvorstellungen sollten Schritte beinhalten, die Eigenveränderungen ermöglichen bzw. auf das eigene Handeln bezogen sind.
  11. 11Phase/Modul 2 der KVT- Erarbeitung und Vermittlung eines Erklärungsmodells
    - Struktur und Elemente der Therapie ableiten
    - Bezug zu den Zielen
    Phase/Modul 2 der KVT
  12. 12Abwärtsgerichtete DepressionsspiraleAbwärtsgerichtete Depressionsspirale
  13. 13Aktivitätenaufbau = Umdrehung der SpiraleAktivitätenaufbau = Umdrehung der Spirale
  14. 14Phase/Modul 3 der KVT- Tagesstruktur, Wochenplanung
    - Aktivitätenaufbau: Herausarbeiten angenehmer, positiv erlebter Tätigkeiten und Aktivitäten und Planung der Verhaltensaktivierung im Alltag
    - Selbstwirksamkeit vermitteln
    - Hausaufgaben: Verwendung von Protokollen und Tagebüchern
  15. 15Bsp Wochenplan und TagesaktivitätenBsp Wochenplan und Tagesaktivitäten
  16. 16Werteorientierter Aktivitätenaufbau- Stimmungsorientierter Aktivitätenaufbau. Welche Person möchten sie sein, welche Aktivitäten wollen sie machen?Werteorientierter Aktivitätenaufbau
  17. 17Phase/Modul 4 der KVTKognitive Techniken (werden oft schon beim Aktivitätenaufbau enigesetzt)
    - Zusammenhang von negativen Gedanken, Gefühlen und Verhalten vermitteln
    - Erkennen automatisierter Gedanken, Gefühlen und Verhalten vermitteln
    - Herausarbeiten des biographischen Zusammenhangs dieser Muster
    - Erarbeiten alternativer Sichtweisen, Sokratischer Dialog
    - Kognitionen als Hypothesen, nicht als Fakten
    - Selbstwirksamkeit vermitteln
    - Hausaufgaben: Gedankenprotokolle führen, Alltagstests
  18. 18Einfluss negativer, automatischer Gedanken auf Gefühle und VerhaltenAutomatische Gedanken:
    - Bewertende Gedanken, die schnell, nicht als Ergebnis langen Nachdenkens, sondern automatisch, oft gar nicht bewusst, als Reaktion auf eine Situation auftreten.
    - Automatische Gedanken haben Einfluss darauf, wie Menschen sich fühlen und Verhalten
    Einfluss negativer, automatischer Gedanken auf Gefühle und Verhalten
  19. 19Kognitive Umstrukturierung ABC(DE)-Schema nach Albert Ellis:- Anschliessend Disputation (hinterfragen der negativen automatischen Gedanken)
    - Effect: Klienten positive Effekte von hilfreichen Gedanken spüren lassen
    Kognitive Umstrukturierung ABC(DE)-Schema nach Albert Ellis:
  20. 20Kognitive Umstrukturierung mit TagebüchernKognitive Umstrukturierung mit Tagebüchern
  21. 21Kognitive Umstrukturierung Sokratischer DialogGeleitetes Entdecken: Nicht eigene Meinung einbringen, sagen was richtig oder falsch ist, sondern fragend Klienten zum eigenen Nachdenken anregen
    - Nicht: Denken Sie nicht auch, dass dieses negative Denken auf Dauer schädlich für Sie ist?
    - Sondern: Welche Vor- und Nachteile hat dieses Denken für Sie? Wie fühlen und Verhalten Sie sich, wenn Sie diese Gedanken glauben?
    => Wie Sokrates nehmen Therapeuten die Rolle der « Unwissenden » ein und stellen Patienten « naive » und offene Fragen
    => Klienten wird auf prozessualer Ebene geholfen, selbständig Einsichten zu gewinnen
  22. 22Phase/Modul 5 der KVTErlernen neuer Fertigkeiten und Kompetenzen
    - Soziales Kompetenztraining inkl. Rollenspiele
    - Problemlösetraining
    - Stressmanagement (auch z.B. Entspannung, Achtsamkeit)
  23. 23Training sozialer Kompetenzen=> Das Ziel sozialer Kompetenztrainings ist es, Menschen in ihren interaktionellen Fertigkeiten so zu unterstützen, dass ihnen eine effektive und sozial angemessene Verfolgung ihrer eigenen Bedürfnisse möglich wird.
    - Als eigenständige Therapieprogramme konzipiert oder integriert in störungsspezifische Manuale
    - Bekannteste Programme im deutschsprachigen Raum:
    => Assertiveness-Training Programm
    => Gruppentraining sozialer Kompetenzen
  24. 24Ablauf Training sozialer Kompetenzen Erfassung sozialer Kompetenzen=> Liegt überhaupt ein Defizit sozialer Kompetenzen vor? (Evt. Sozialphobie)
    - Exploration, Verhaltensanalysen, Beobachtung des Patienten
    - Standardisierte Testverfahren: Unsicherheitsfragebogen
    => Fehlschlag und Kritikangst
    => Kontaktangst
    => Fordern können
    => Nicht Nein sagen können
    => Schuldgefühle
    => Übertriebene Anständigkeit
  25. 25Ablauf Training sozialer Kompetenzen Psychoedukation- Was ist überhaupt sozial kompetentes Verhalten?
    => Unsicheres Verhalten
    => Sicheres Verhalten
    => Aggressives Verhalten
    - Diskriminationstraining:
    => Patienten werden mehrere prototypische Verhaltenstypen vorgelegt und die Unterschiede werden gemeinsam erarbeitet
  26. 26Ablauf Training sozialer Kompetenzen Psychoedukation Unterscheidung verschiedener Situationstypen1. Recht durchsetzen (R-Situationen)
    • Durchsetzen von Forderungen, wenn das Recht auf der eigenen Seite liegt
    • Eigene Interessen durch eindeutige, kurze Formulierungen klar und deutlich aussprechen (z.B. ‘ich möchte...’, ‘ich werde nicht...’)
    2. Beziehung (B-Situationen)
    • Es geht nicht um Recht haben, sondern darum eine gute Beziehung zum Gegenüber zu erhalten, über Kompromisse und gegenseitige Einigung
    • Eigene Bedürfnisse und Gefühle äussern, aber auch auf das Gegenüber eingehen, zuhören, Verständnis zeigen
    3. Um Sympathie werben (S-Situationen)
    • Ziel: vom Gegenüber als sympathisch erlebt werden
    • Interaktionspartner verstärken, aber diese Situationen sind wenig vorhersehbar, weshalb hier auch Flexibilität gefragt ist
  27. 27Ablauf Training sozialer Kompetenzen Psychoedukation Unterscheidung verschiedener Verhaltenstypen BeispielAblauf Training sozialer Kompetenzen Psychoedukation Unterscheidung verschiedener Verhaltenstypen Beispiel
  28. 28Ablauf Training sozialer Kompetenzen Psychoedukation Rollenspiel und Übern als Kernstück des sozialen KompetenztrainingsAblauf Training sozialer Kompetenzen Psychoedukation Rollenspiel und Übern als Kernstück des sozialen Kompetenztrainings
  29. 29Problemlösetraining- Problemlösetraining als Methode in der KVT, aber auch eigener therapeutischer Ansatz
    - In den USA als eigener Ansatz sehr viel verbreiteter als in Europa
  30. 30Problemlösetraining AnsatzProblemlöseansatz wurde früh als Möglichkeit gesehen, Psychotherapie schulübergreifend zu verstehen:
    Jegliche Form der Psychotherapie umfasst nach diesen Vorstellungen Phasen,
    - der Problemidentifikation und -analyse
    - der Auswahl, Bewertung und Überprüfung möglicher Lösungswege
    - der Ausführung der gewählten Lösung und deren Bewertung
  31. 31Problemlösetraining ZielNicht primär Lösung aktueller Probleme, sondern Training allgemeiner Problemlösestrategien
  32. 32ProblemlöseschritteTrainiert wird ein bestimmtes Vorgehen bzw. definierte Schritte beim Problemlösen
    1. Problemdefinition und -formulierung
    2. Generieren von Lösungsalternativen
    3. Bewertung und Auswahl einer Lösungsmöglichkeit
    4. Umsetzen der gewählten Lösungsalternative
    5. Überprüfung der Umsetzung
  33. 33Problemlöseschritte 1. ProblemdefinitionHäufig sind Patienten nicht in der Lage ein oder mehrere konkrete Probleme genau zu beschreiben. Sie geben oft eine diffuse Beschreibung, was sie momentan belastet
    Ziel: Konkretes Teilproblem identifizieren und genau beschreiben
    Methoden: Zur Exploration sind W-Fragen nützlich:
    - Wann, wie oft, wo tritt das Problem auf?
    - Welche Personen sind beteiligt?
    - Was ist passiert? Wie haben Sie sich verhalten/gefühlt? Welche Folgen hatte das (kurzfristig, langfristig)?
  34. 34Phase/Modul 6 der KVT Rückfallprävention NotfallplanRückfallprävention
    - Vorbereitung auf Krisen, Notfallplanung
    - Beibehaltung des Gelernten
    - Auffrischungs- bzw. Stabilisierungssitzungen
    Phase/Modul 6 der KVT Rückfallprävention Notfallplan
  35. 35Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) VorinfoBegründer James McCullough
    - Jahrelange Arbeit mit chronisch depressiven Patienten
    - Beobachtung, dass konventionelle Psychotherapiestrategien bei den zwischenmenschlich isolierten, häufig interaktionell schwierigen Patienten mit chronischer Depression nicht wirklich greifen
    - Entwicklung von CBASP mit Einzelfallanalysen
    - Internationaler Durchbruch dank verschiedener Wirksamkeitsstudien
  36. 36Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) Hintergrund Besonderheiten von chronisch Depressiven- Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass 70– 80 Prozent der chronisch depressiven Patienten frühe traumatisierende Beziehungserfahrungen in der Kindheit aufweisen
    - Basierend auf diesen Befunden und klinischen Beobachtungen charakterisierte
    MCCullough (2000) Besonderheiten von chronisch Depressiven wie folgt:
    - auffälliges Misstrauen in zwischenmenschlichen Beziehungen
    - submissives und überfordertes oder feindseliges und abwertendes Verhalten
    - wiederholter Ausdruck von Hilflosigkeit und Elend
    - eine nahezu unverrückbare Überzeugung, dass nichts gegen die Depression helfen kann
    - rigide und verfestigte Verhaltensmuster, scheinbar resistent gegen den Einfluss äusserer Ereignisse
  37. 37CBASP- Therapieziele (aus den Grundannahmen abgeleitet)Die Patienten sollen
    1. lernen, dass ihr Verhalten - entgegen ihrer Erwartungen bzw. früheren Lernerfahrungen - Konsequenzen hat (what you do matters!)
    2. lernen, sich in andere hineinzuversetzen (authentische Empathie) und den sog. Stimuluscharakter - den sie auf andere haben - einzuschätzen und zu variieren
    3. soziale Problemlösefertigkeiten und positive Bewältigungsstrategien anwenden lernen
    4. interpersonelle Heilungsprozesse bezüglich traumatisierenden Beziehungserfahrungen erleben.
  38. 38CBASP – Therapieablauf 1. Liste prägender Bezugspersonen mit Übertragungshypothese- Vor dem Hintergrund der häufigen traumatisierenden Beziehungserfahrungen wird der Patient zu Beginn der Therapie aufgefordert, bis zu sechs prägende Personen aus seinem Leben zu benennen, die seine Persönlichkeit und seinen Lebensweg entscheidend beeinflusst haben.
    - Anschliessend Formulieren von Prägungen / Stempel / Spuren: Welche Prägungen/Spuren haben diese Beziehungserfahrungen mit ihrer Mutter bei ihnen bis heute hinterlassen?
    => Durch die Prägungen wird nachvollziehbar, warum sich der Patient heute so verhält und fühlt
    - Zum Schluss wird eine Übertragungshypothese formuliert, welche Beziehungserwartungen widerspiegelt, die der Patient aufgrund der Prägung auch an die Therapeutin hat
    => Darauf kann Therapeutin später im Rahmen des disziplinierten persönlichen Einlassens Bezug nehmen
  39. 39CBASP – Therapieablauf Beispiel Frau V.: Ihre wichtigsten Prägungen und ÜbertragungshypotheseCBASP – Therapieablauf Beispiel Frau V.: Ihre wichtigsten Prägungen und Übertragungshypothese
  40. 40CBASP – Therapieablauf Beziehungsgestaltung: Diszipliniertes persönliches Einlassen• Chronisch Depressive tendieren aufgrund der traumatisierenden Beziehungserfahrungen häufig dazu, ihre Interaktionspartner mit wichtigen verletzenden Bezugspersonen gleichzusetzen (Übertragung) und implizit Negatives, wie Zurückweisung oder Bestrafung zu erwarten.
    • Diesen Erwartungen setzt die Therapeutin möglichst oft ihre tatsächlichen positiven wie auch negativen Gefühle und Reaktionen als Konsequenz auf das Verhalten des Patienten entgegen (=diszipliniertes persönliches Einlassen).
    • Die Gefühle und Reaktionen der Therapeutin werden anschliessend mit den Reaktionen der Bezugspersonen aus der Vergangenheit verglichen (=interpersonelle Diskriminationsübung)
    =>Diszipliniertes persönliches Einlassen und die interpersonelle Diskriminationsübung ermöglichen gemäss McCullough heilsame Beziehungslernerfahrungen
  41. 41CBASP – Therapieablauf Diszipliniertes persönliches Einlassen (DPI)- Diszipliniert: Therapeuten werden angehalten, sich vor dem persönlichen Einlassen genau zu überlegen, welches Ziel bzw. welche heilsame Beziehungserfahrung sie verfolgen. DPI ist also kein «Freibrief», persönliche Gefühle und Reaktionen ungefiltert oder impulsiv einfach herauszulassen.
    - Persönlich: Therapeuten sind bereit, Patienten eine persönliche, authentische, offene gefühlsmässige Reaktion mitzuteilen.
    - Einlassen: Die Therapeuten sind grundsätzlich bereit, sich auf den Patienten derart persönlich einzulassen. Die Voraussetzung dafür sollte immer sein, dass sie den Patienten grundsätzlich mögen, da sie vor dem Hintergrund der Prägungen der Patienten auch schwierige Verhaltensweisen einordnen und verstehen müssen.
  42. 42CBASP – Therapieablauf Diszipliniertes persönliches Einlassen (DPI) Beispiel 1CBASP – Therapieablauf Diszipliniertes persönliches Einlassen (DPI) Beispiel 1
  43. 43CBASP – Therapieablauf Diszipliniertes persönliches Einlassen (DPI) Beispiel 2CBASP – Therapieablauf Diszipliniertes persönliches Einlassen (DPI) Beispiel 2
  44. 44CBASP – Therapieablauf Einführen Kiesler-Kreis – Einschätzen des Stimuluscharakters eines Menschen in einer sozialen InteraktionInterpersonelles Circumplexmodell nach Kiesler gibt Hinweise darauf, welche (ggf. verdeckten) emotionalen, kognitiven oder verhaltensbezogenen Reaktionen durch ein bestimmtes Verhalten typischerweise beim Gegenüber hervorgerufen werden.CBASP – Therapieablauf Einführen Kiesler-Kreis – Einschätzen des Stimuluscharakters eines Menschen in einer sozialen Interaktion
  45. 45CBASP - Therapieablauf interpersonelle KomplementaritätPersonen lernen in welcher Dimension sie sich verhalten und die Gegenreaktion auch aus der gleichen Ecke eher kommen wird (Feindselig/Nähe) oder komplementär (Dominant/Unterwürfig).
    - Reziprozität Kontrolldimension
    (Dominanz ruft submissives Verhalten hervor und umgekehrt)
    - Übereinstimmung Affiliationsdimension (Feindseligkeit ruft Feindseligkeit hervor und Freundlichkeit Freundlichkeit)
    CBASP - Therapieablauf interpersonelle Komplementarität
  46. 46CBASP – Therapieablauf Situationsanalyse Basistechnit, mit welcher soziale Problemsituationen strukturiert analysiert werden- Situationsbeschreibung
    - Interpretation der Situation
    - Verhalten inkl. Einordnen im Kiesler-Kreis
    - Tatsächliches Ergebnis (nach Verhalten)
    - Erwünschtes Ergebnis
    - Exploration der Diskrepanz zwischen tatsächlichem und erwünschtem Verhalten (Wurde das Erwünschte erreicht? Warum nicht?)
    - Suche nach Lösungen:
    => Revision der Interpretationen und des Verhaltens
    => Üben im Rollenspiel
    - Lerntransfer und Generalisierung: Ist das Gelernte auf andere Situationen übertragbar
  47. 47CBASP Indikation und Kontraindikation- CBASP wurde als eine störungsspezifische Psychotherapie für Patienten mit chronischer Depression entwickelt
    - Neben dieser primären Indikation, wird aber davon ausgegangen, dass die Techniken grundsätzlich hilfreich sind für:
    => Menschen mit frühen traumatisierenden Beziehungserfahrungen
    => Menschen mit interpersonellen Problemen
    => Menschen, die auf konventionelle KVT nicht angesprochen haben
    => Menschen, die sich in einer suizidalen Krise befinden
    - Kontraindiziert ist CBASP, wenn das Empathievermögen und die Beziehungsgestaltung aufgrund akuter Symptome gestört ist (z.B. psychotische Störungen, manische Phasen bei bipolarer Störung)
  48. 48Wirksamkeit CBASP- Mindestens sechs randomisierte kontrollierte Studien, die auch metaanalytisch ausgewertet wurden
    - Überlegenheit von CBASP gegenüber treatment-as-usual-Kontrollbedingungen und in einer Studie gegenüber Interpersoneller Psychotherapie (kleine Effektstärken-Unterschiede)
    - Kombinationsbehandlung CBASP mit Psychopharmaka scheint besonders wirksam (wirksamer als Monotherapie)
    - Es sind relativ lange Therapien indiziert (mind. 18 Sitzungen und länger)
    - Weiterer Forschungsbedarf, wie und bei welchen Patientinnen CBASP am besten wirkt.
  49. 49Interpersonelle Psychotherapie (IPT) der Depression (nach Klerman und Weissmann)• Kurzzeitpsychotherapie, d.h. ca. 16-20 Sitzungen; klarer Fokus
    • Grundannahme: Depressive Störungen sind stets in einem interpersonellen Kontext verstehbar
    Interpersonelle Psychotherapie (IPT) der Depression (nach Klerman und Weissmann)
  50. 50Fokus auf ein bis zwei von insgesamt vier IPT ProblembereichenFokus auf ein bis zwei von insgesamt vier IPT Problembereichen
  51. 51Wirksamkeit IPT- IPT ist sehr gut erforscht
    - Gleich wirksam wie der «Goldstandard» CBT
    - Auch bei Jugendlichen (12-20 Jahre) in ersten Studien gleich wirksam wie CBT

Informações

Descrição
O usuário eliminou as informações de disciplina FlashCards sobre 5. Affektive Störungen III & IV, criado por Usuário eliminado em 23-01-2024.
Criado por
Usuário eliminado · jan 2024
Atualizado
15 fev 2024
Visualizações
10
Histórico
  • Criado por Alper Aticioglu · 23 jan 2024
  • Copiado por Alper Aticioglu · 23 jan 2024
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