Flashcards
9. Essstörungen

Flashcards do conjunto (47)
- 1Klinisches Bild Fütter- und Essstörungen nach DMS-5Anhaltende Störung des Essverhaltens oder anderer essensbezogener Verhaltensweisen, die zu veränderter Nahrungsaufnahme führen oder in bedeutendem Masse die körperliche Gesundheit oder psychosoziale Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.

- 2Fütter- und Essstörungen nach DSM-5 Andere Näher bezeichnete Fütter- oder Essstörungen:- Atypische Anorexia Nervosa (alle Kriterien der AN erfüllt, aber Körpergewicht trotz erheblichen Gewichtsverlusts im oder über dem Normalbereich)
- Bulimia Nervosa (von geringerer Häufigkeit und/oder begrenzter Dauer)
- Purging-Störung (Übergeben, Purging-Verhalten ohne Essanfälle)
- Night-Eating-Syndrom (wiederkehrende Episoden nächtliches Essens) - 3Fütterstörungen- Definition Regulationsstörungen: eine für das Alter oder den Entwicklungsstand des Säuglings aussergewöhnliche Schwierigkeit, Verhalten angemessen zu regulieren
- Schrei-, Schlaf- und Fütterprobleme treten oft gemeinsam auf
-Symptomtrias
1) Verhaltensauffälligkeiten des Kindes
2) Plus Überforderungssyndrom der Eltern
3) Plus dysfunktionales Interaktionsmuster zwischen Eltern und Kind - 4Fütterstörungen Definition erste 6 Monate und späterVor 6 Monaten
- Tägliches erbrechen (3-6%)
- Essverweigerung (2%)
- Verweigerung jeglicher fester Nahrung (4-5%)
- geringer Appetit (1-2%)
- Schluckprobleme (1%)
- nach 6. Monaten
- Verweigerung jeglicher Nahrung (3%)
- Verweigerung fester Nahrung (4%)
- geringer Appetit (3%) - 5Fütterstörungen - Relevanz und Folgen- Fütterungsprobleme für 0,4% der Klinikeinweisungen verantwortlich, bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen
- 50% zeigen Wachstumsretardierung (Gedeihstörung, "failure to thrive") - 6Klinisches Bild Anorexia Nervosanervlich bedingte Appetitlosigkeit => Magersuch
- Überbewertung von Figur und Gewicht für Selbstbewertung; Wahrnehmungsstörung
- Signifikant niedriges Körpergewicht oder Ausbleiben der Zunahme
- Ausgeprägte Angst vor Gewichtszunahme
- Eingeschränkte Energieaufnahme relativ zum Bedarf
- Fehlende Einsicht in Schweregrad
- Überaktivität - 7Klinisches Bild Anorexia Nervosa - somatische Folgen Äusseres Erscheinungsbild- Kalte, oft bläulich verfärbte Hände und Füsse sowie
- marmorierte Haut
- Haarausfall
- Schwellung der Speicheldrüsen (bei Erbrechen)
- Karies und Abbau des Zahnschmelzes (bei Erbrechen)
- verzögerte Pubertätsentwicklung und vermindertes Wachstum - 8Klinisches Bild Anorexia Nervosa - somatische Folgen Veränderung des Blutes & des Stoffwechsels- Verminderung von weissen und roten Blutkörperchen (Leukopenie, Anämie)
- Elektrolytstörungen (insbesondere Verminderung des Kaliums) ggf. lebensgefährlich)
- Erniedrigung des Blutzuckers (gefährlich)
- Erhöhung der Leber- und Bauchspeicheldrüsenenzyme (ggf. gefährlich) und der harnpflichtigen Substanzen
- Unterfunktion der Schilddrüse - 9Klinisches Bild Anorexia Nervosa - somatische Folgen Weitere Folgen- Herzrythmusstörungen (EKG-Veränderungen, möglicherweise lebensgefährlich)
- Zu langsamer Herzschlag (Bradykardie)
- niedriger Blutdruck
- Osteoporose
- (Pseudo-)Atrophie des Gehirns (Veränderung der Hirnstruktur) - 10Klinisches Bild Bulimia Nervosenervlich bedingter Ochsenhunger => Ess-brech-Sucht
- Kompensatorische Massnahmen zur Verhinderung der Gewichtszunahme (z.B. selbstinduziertes Erbrechen, Missbrauch von Medikamenten, Diäten, übermässige körperliche Bewegung)
- Wiederholte Episoden von Essanfällen
- Gefühl des Kontrollverlusts
- Abhängigkeit der Selbstbewertung von Figur und Körpergewicht
- Versuch, die Symptome vor anderen zu verg - 11Klinisches Bild Binge-Eating-StörungEssgelage => Esssucht
- Gefühl des Kontrollverlusts
- Essanfälle ohne gegenregulatorische Massnahmen
- Häufig verbunden mit Übergewicht und Adipositas
- Sorgen um Gewicht, Figur und Essen - 12Klassifikation und Diagnostik Störungen mit Vermeidung odr Einschränkung der Nahrungsaufnahme - DSM-5 A)Ess-oder Fütterstörung(z. B. offensichtliches Desinteresse an Essen; Vermeidung von Nahrung aufgrund ihrer sensorischen Merkmale; Sorge um aversive Folgen von Essen), die sich durch das anhaltende Unvermögen manifestiert, den Bedarf an Nahrung und/oder Energie zu decken und mit einem oder mehreren der folgenden Merkmale in Zusammenhang steht:
1.Bedeutsamer Gewichtsverlust (oder Unvermögen, die erwartete Gewichtszunahme zu erreichen oder vermindertes Wachstum bei Kindern)
2. Bedeutsame ernährungsbedingte Mangelerscheinungen
3. Abhängigkeit von enteraler Ernährung oder oraler Nahrungsergänzung
4. Deutliche Beeinträchtigung des psychosozialen Funktionsniveaus - 13Klassifikation und Diagnostik Störungen mit Vermeidung odr Einschränkung der Nahrungsaufnahme - DSM-5 B), C), D)B) Das Störungsbild kann nichtbesser durch einen Mangel an verfügbaren Lebensmitteln oder ein kulturell akzeptiertes Verhalten erklärt werden.
C) Nicht ausschließlich im Verlauf einer AN oder BN und keine Hinweise auf eine Störung in der Wahrnehmung der eigenen Figur oder des Körpergewichts.
D) Die Essstörung ist nichtFolge einer gleichzeitig bestehenden körperlichen Erkrankungund kann nicht besser durch eine andere psychische Störung erklärt werden. - 14Klassifikation und Diagnostik Störung mit Vermeidung oder Einschränkung der Nahrungsaufnahme –DSM-5 Anamnese- Anamnese und Erfassung der aktuellen Problematik, inkl. Fütterungsgeschichte seit Geburt, Geschwister
- Psychopathologie der Eltern, z.B. Kinder von Müttern mit Essstörungen
- Abklärung organischer Probleme, z.B. Anämie
- Videoaufzeichnung: normale Fütterungssituation zu Hause und Interaktion in strukturierter Spielsituation
- Diättagebuch/Nahrungsfrequenzbogen
- Entwicklungstest zur Bestimmung des Entwicklungsalters
- Testverfahren bei oral-motorischen Problemen - 15Klassifikation und Diagnostik Anorexia Nervosa nach DSM-5A. Eingeschränkte Energieaufnahme, welche unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Entwicklungsverlauf und körperlicher Gesundheit zu signifikant niedrigem Körpergewicht führt
B. Ausgeprägte Angst vor Gewichtszunahme oder dauerhaftes Verhalten, das einer Gewichtszunahme entgegenwirkt
C. Störung der Wahrnehmung der eigenen Figur oder des Körpergewichts, übertriebener Einfluss auf Selbstbewertung, anhaltende fehlende Einsicht bzgl. Schweregrad
Unterscheidung in restriktiver Typ vs. Binge-Eating-/Purging-Typ - 16Klassifikation und Diagnostik Anorexia Nervosa nach DSM-5 SchweregradeinteilungSchweregradeinteilung anhand des BMI
- Leicht: BMI > 17
- Mittel: BMI 16-16.99
- Schwer: BMI 15-15.99
Extrem: BMI < 15
Bei Kindern und Jugendlichen: Orientierung an DSM-5-Kriterien für Kinder und Jugendliche wird jedoch keine eindeutige Gewichtsschwelle genannt, alternativ: 10. altersentsprechendes BMI-Perzentil als Gewichtsschwellenwert - 17Klassifikation und Diagnostik Bulimia Nervosa nach DSM-5A. Wiederholte Episoden von Essanfällen (Verzehr Nahrungsmenge über dem, was andere essen würden und Kontrollverlust)
B. Wiederholte Anwendung von unangemessenen kompensatorischen Massnahmen, um einer Gewichtszunahme entgegenzusteuern (z.B. Erbrechen, Laxantien, Diuretika, Diät, übermässige körperliche Bewegung)
C. Essanfälle und unangemessene kompensatorische Massnahmen treten mind. 1x pro Woche über einen Zeitraum von 3 Monaten auf
D. Figur und Körpergewicht haben übermässigen Einfluss auf die Selbstbewertung
E. Die Störung tritt nicht ausschliesslich im Verlauf von Episoden einer AN auf - 18Klassifikation und Diagnostik Bulimia Nervosa nach DSM-5 SchweregradeinteilungSchweregradeinteilung: anhand der Häufigkeit von unangemessenen kompensatorischen Massnahmen pro Woche
1-3 Episoden: leicht
4-7 Episoden: mittel
8-13 Episoden: schwer
>14 Episoden: extrem
Bei Kindern und Jugendlichen:
- Auftreten von BN bei Kindern relativ ungewöhnlich
- Bei Jugendlichen gelten DSM-5-Kriterien - 19Klassifikation und Diagnostik Binge-Eating-Störung nach DSM-5 A) und B)A.Wiederholtes Erleben von Essanfällen
− in abgrenzbarem Zeitraum (z.B. 2 Stunden)
− Nahrungsmittelmenge ist grösser als das, was andere Menschen unter vergleichbaren Bedingungen essen würden
− begleitet von ausgeprägtem Gefühl des Kontrollverlusts
B. Essanfälle gehen mit folgenden mind. 3 der folgenden Merkmale einher:
− Essen bis zu unangenehmem Völlegefühl in abgrenzbarem Zeitraum (z.B. 2 Stunden)
− Schneller essen als normal
− Essen in Abwesenheit eines körperlichen Hungergefühls
− Alleine essen wegen Scham über gegessene Menge
− Gefühle des Ekels, der Niedergeschlagenheit und der Schuld nach übermässigem Essen - 20Klassifikation und Diagnostik Binge-Eating-Störung nach DSM-5 C), D), E)C. Essanfälle fühlen zu deutlichem Leidensdruck
D. Mind. 1 Essanfall pro Woche während eines Zeitraums von mind. 3 Monaten
E. Auf Essanfälle folgen keine regelmässigen kompensatorischen Verhaltensweisen und nicht ausschliesslich im Rahmen einer AN und BN - 21Klassifikation und Diagnostik Binge-Eating-Störung nach DSM-5 SchweregradeinteilungSchweregradeinteilung: anhand der Häufigkeit der Essanfälle pro Woche
1-3 Essanfälle: leicht
4-7 Essanfälle: mittel
8-13 Essanfälle: schwer
>14: Essanfälle: extrem
Bei Kindern und Jugendlichen: grundsätzlich Orientierung an DSM-5-Kriterien empfohlene Anpassungen:
- Häufigkeit der Essanfälle und Dauer weniger streng anwenden
alternativ: mind. 1 Episode mit unkontrolliertem Essen pro Monat im Zeitraum der letzten 3 Monate
- Nicht nur "objektive", sondern auch "subjektive" Essanfälle berücksichtigen
Vorteil der angepassten Kriterien: subklinische Formen von BES erkennen - 22Messmittel zur Erfassung von Essstörungen

- 23KomorbiditätenHäufige Komorbiditäten bei Essstörungen:
- Depression, Dythymie
- Angst- und Zwangsstörungen
- Substanzkonsumstörungen
- Persönlichkeitsstörungen (Borderline, zwanghaft, ängstlich-vermeidend) - 24Differenzialdiagnostische Überlegungen:- soziale Angststörung
- Zwangsstörung
- Körperdysmorphe Störung
- Somatische Faktoren - 25Epidemiologie und Verlauf Fütter- und Essstörungen

- 26Epidemiologie und Verlauf Essstörungen - mittleres Erwachsenenalter- Gruppe 1: stärkere Symptombe als bei Adoleszenten/junge Erwachsenen
- Gruppe 3: schwächere Symptome als bei Adolezenten/jungen Erwachsenen
- Alle Gruppe: besseres Körperbild und mehr Berichte von sexuellem Missbrauch als bei Adoleszenten/jungen Erwachsenen
- 27Epidemiologie und Verlauf FütterstörungenPrävalenz:
- 1,4% Diagnose schwere Fütterungsprobleme
- 20-25% subklinische Schwierigkeiten in ersten beiden Lebensjahren
Verlauf:
- Hohe Kontinuität: 85% der Kinder über Vorschuljahre hinweg
- 10% zeigen im Alter von 8 Jahren eine mittelschwere Unterernährung sowie dysfunktionales Essverhalten
- Gewichtsverlust kann lebensbedrohlich sein und zu kognitiven Einschränkungen führen - 28Epidemiologie und Verlauf Anorexia Nervosa, Bulimia Nervosa und Binge-EatingPrävalenz:
- Lebenszeitprävalenz: 1,7% (AN), 1,1% (BN), 1,9% (BES)
- Relativ stabile Inzidenzraten (AN), leichte Abnahme für BN
- Geschlechterverhältnis (m:w): 1:10 (AN), 1:20 (BN), 1:2 oder 1:1 (BES) (m:w), ggf. Anstieg
- Geschlechterverhältnis bei AN: Kernsymptome sind grösstenteils identisch, aber bei Männer:
=> weniger intensive Sorgen bezüglich des Gewichts
=> mehr exzessiver Sport als andere kompensatorische Massnahmen
=> Beginn oft später
- prämorbides Gewicht oft übergewichtig oder adipös - 29Verlauf Anorexia Nervosa- Eher ungünstiger Verlauf, höchste Mortalitätsrate
- Oft andere psychische Störungen bei Follow-up
- Jüngeres Alter bei Erkrankungsbeginn, kürzere Erkrankungsdauer: prognostisch günstig
- Essanfälle/Erbrechen, Chronifizierung, Zwanghaftigkeit, besonders niedriges Gewicht: prognostisch ungünstig
- Bei ca. 20% aller Patienten geht AN in BN über
- 30Verlauf Bulimia Nervosa- Günstiger als bei AN
- Nach 5-10 Jahren: Remission (50%), Rückfall (30%), immer noch Vollbild (20%)
- Vorgeschichte Substanzkonsum und hohe Impulsivität: prognostisch ungünstig
- Geringeres Mortalitätsrisiko, aber leicht erhöhte Suizidrate - 31Verlauf Binge-Eating-Störung- 60-80% nach einem Jahr Kriterien nicht mehr erfüllt
- Evtl. schwankender Verlauf mit höherer Spontanremission
- Über die ganze Lebensspanne korreliert BES mit hohem Körpergewicht und damit assozieerten medizinischen und psychosozialen Problemen - 32Erklärungsansätze Fütterstörungen- Frühe Saugprobleme und Erbrechen: kindliche Prädisposition
- Unangebrachtes Fütterungsverhalten (falsche Positionierung, laute Geräusche etc.) und zunehmende Hektik der Eltern
- Begünstigende Faktoren:
=> die Bereitschaft des Kindes (4-6. Lebensmonat), feste Nahrung zu sich zu nehmen, wird nicht genutzt
=> beliebte Nahrung als Anreiz geben nach Verweigerung von fester Nahrung
=> Kopplung von elterlicher Sorge und Stress als unkondionierter Stimulus mit dem konditionierten Stimulus Essen
- Kinder füttern, obwohl sie noch nicht bereit sind und Zwangsfütterung oder Überstimulierung im oralen Bereich erfahren - 33Erklärungsansätze Anrexia und Bulimia Nervosa

- 34Erklärungsansätze Anorexia Nervosa- Wiederholungsrisiko für weibliche Angehörige einer Patientin mit AN beträgt ca. 7-12%
- Schönheitsideale und Diäten
- Überhütende Eltern, ängstlich-vermeidend, hohe Leistungserwartungen, Diät halten, Schlanksein grosse Bedeutung
- Introvertiertheit, Rigidität, zwanghafte Züge und eine gut durchschnittliche bis überdurchschnittliche Intelligenz, vermeiden Konflike
- 35Erklärungsansätze Essstörungen - Binge Eating

- 36Interventionsansätze Fütterstörungen- Psychoedukation über Entwicklung des Essverhaltens
- Verbesserung der Eltern-Kind-Interaktion: Essen mit positiver Valenz, kindliches Bedürfnis nach Kontrolle achten, Vorlieben nach Nahrungsmitteln
- Essensregeln:
=> Feste Mahlzeiten, keine Ablenkung
=> Altersangemessene Sitzposition des Kindes
=> Selbständiges Essen des Kindes unterstützen
=> Nahrung nicht als Belohnung/Bestrafung einsetzen
- Videogestützte Behandlung
=> Ein- bis zweimal wöchentlich werden Mahlzeiten mit Video aufgezeichnet
=> Eltern-Kind-Interaktion mit positiver/negativer Gegenseitigkeit
=> Eltern als Experten nach Situationseinschätzung befragt
- Therapeut unterstützt angemessenes elterliches Verhalten und bespricht alternative Verhaltensweisen - 37Verhaltenstherapeutische Interventionen Fütterstörungen- Exposition mit Nahrung und unterschiedliche Geschmacksrichtungen
- Desensibilisierung im Mundbereich (z.B. Trainingssets Zahnbürste)
- Graduelle Desensibilisierung des Essens (Geschmack, Konsistenzen) - 38Interventionen Beziehungsgestaltung und Motivationsförderung Essstörungen- Erfassung der individuellen Befürchtungen bezüglich einer Gewichtszunahme, ggf. Überprüfung dieser auf ihren Realitätsgehalt
- Informationsvermittlung zu physiologischen Faktoren der Entstehung und Aufrechterhaltung von Essanfällen und Erbrechen
- Erhebung der individuell vorliegenden Begleit- oder Folgeerscheinungen der Essstörung
- Verdeutlichung der Bedeutsamkeit von Figur und Gewicht in der Zeit vor der Esstörung
- Angebot, die Gewichtszunahme als ein "Experiment" anzusehen - 39Interventionen Beziehungsgestaltung und Motivationsförderung Essstörungen- Ambivalenz als wichtiges Arbeitsfeld
=> Motivationale Arbeit
=> Autonomie des Patienten
=> Beiden Seiten eine Stimme geben
=> Arbeite mit inneren Teilen
=> Arbeit mit Briefen
=> Kreative Therapie
- Funktion der Essstörung verstehen und funktionale Alternativen gemeinsam entwickeln - 40Interventionen Ziele gemäss S3-Leitlinien

- 41Interventionen

- 42Therapiephasen 1. Ernährungsumstellung und Ernährungstherapie:− Ernährungstagbuch
− Ernährungsberatung
− Zielgewicht und Set-point
− Normalisierung Essverhalten,
− Aufbau regelmässiger Mahlzeiten (3, +2
Zwischenmahlzeiten)
− Trigger für Essanfälle identifizieren
(Stimuluskontrolle/Alternativverhalten)
− Abbau «schwarze Liste»
− Intuitives Essen - 43Therapiephasen 2. Behandlung der KörperbildstörungAchtsamkeit, Körperwahrnehmung, Konfrontation mit Körper
- 44Therapiephasen 3. Behandlung interpersoneller und intrapsychischer Schwierigkeiten- Emotionsregulationsschwierigkeiten
- Niedriger Selbstwert, mangelnde soziale Kompetenzen, nicht bewältigte Entwicklungsschritte
- Traumata, andere Störungen - 45Interventionen Körperbild- Techniken zur Identifikation und Modifikation negativer körperbezogener Kognitionen
- Körperkonfrontationsübungen mit Spiegel und Video
- Interventionen zum Abbau des körperbezogenen Vermeidungs- und Kontrollverhaltens - 46Interventionen Indikation für stationäre Behandlung bei AN−Rapider oder anhaltender Gewichtsverlust(>20 % über 6 Monate)
−Gravierendes Untergewicht (BMI < 15 kg/m2 bzw. bei Kindern/Jugendlichen unterhalb der 3. Altersperzentile)
−Anhaltender Gewichtsverlust oder unzureichende Gewichtszunahme über 3 Monate (bei Kindern und Jugendlichen früher) trotz ambulanter oder tagesklinischer Behandlung
−Soziale oder familiäre Einflussfaktoren, die einen Gesundungsprozess stark behindern
−Ausgeprägte psychische Komorbidität, Suizidalität
−Schwere bulimische Symptomatik (z. B. Laxanzien-/Diuretikaabusus, schwere Essanfälle mit Erbrechen) und/oder exzessiver Bewegungsdrang, die ambulant nicht beherrscht werden kann
−Körperliche Gefährdung oder Komplikationen
−Geringe Krankheitseinsicht
−Überforderung im ambulanten Setting (z. B. zu wenig strukturierte Vorgaben) - 47Interventionen Indikation für stationäre Behandlung bei BN−Psychische bzw. physische Komorbidität, die eine Indikation für eine stationäre bzw. teilstationäre Behandlung darstellt (z. B. Suizidalität, unzureichend eingestellter Diabetes mellitus)
−Erhebliche bulimische Symptomatik (inklusive erheblich entgleistes Essverhalten, Elektrolytverschiebung)
−Essstörungsbedingte Komplikationen während einer Schwangerschaft
−Nicht ausreichende Wirksamkeit ambulanter Therapie
−Therapieverhindernde Umstände im Umfeld der Patientin oder des Patienten
Informações
- Descrição
- O usuário eliminou as informações de disciplina FlashCards sobre 9. Essstörungen, criado por Usuário eliminado em 27-01-2024.
- Criado por
- Usuário eliminado · jan 2024
- Atualizado
- 15 fev 2024
- Visualizações
- 12
- Histórico
-
- Criado por Alper Aticioglu · 27 jan 2024
- Copiado por Alper Aticioglu · 27 jan 2024
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