Quiz
BIWI - Steop 2 Teil 1
Perguntas do quiz (200)
1Was ist eine Vorlesung im Sinne der Definitionen der ersten Vorlesung?
- ASowohl Unterricht, als auch Sozialisation
- BErziehung durch Unterricht, aber keine Sozialisation
- CSozialisation aber weder Unterricht noch Erziehung
- DUnterricht aber keine Erziehung oder Sozialisation
- EWeder Unterricht, noch Erziehung oder Sozialisation
2In Humboldts Fragment über Bildung kommt der damals wenig gebräuchliche Begriff „Entfremdung“ vor. Was ist hier mit Entfremdung gemeint?
- Asich selbst an Fremdes verlieren
- BVertrautes fremd werden lassen
- Csich in Fremdem wiederfinden
- Dsich Fremdes vertraut machen
- EFremdheit überwinden
3Ausgangsproblem in Platos Dialog „Menon“ ist die Frage, ob Tugend lehrbar sei. Daraus wird dann unter anderem die Frage, wie gelernt wird. Zu welchem Ergebnis kommt das Gespräch?
- Alernen kann man das, was schon in einem ist
- Blernen ist ohne lehren unmöglich
- Clernen ist individuell verschieden
- DAlle (auch Sklaven) können alles lernen
- Eman kann alles lehren, aber ob es gelernt wird, bleibt ungewiss
4Ausgangsproblem in Platos Dialog „Menon“ ist die Frage ob Tugend lehrbar sei. Daraus wird dann unter anderem die Frage, wie gelernt wird. Zu welchem Ergebnis kommt das Gespräch in Bezug auf die Tugend?
- ATugend ist jedem Menschen angeboren
- BTugend ist weder lehrbar noch lernbar
- CTugend ist lernbar aber nicht lehrbar
- DTugend ist lehrbar aber nicht lernbar
- ETugend ist lehrbar und lernbar
5Für die Entstehung der Didaktik ist Platos Menon vor allem bedeutsam, weil...
- Aerstmals Prinzipien allgemeiner Bildung formuliert werden
- Bgezeigt wird, wie man durch Lehren Wissen erzeugen kann
- Cherausgearbeitet wird, wie man zur Tugend erzieht
- DPythagoras‘ Lehrsatz veranschaulicht wird
- EUnterricht mit unterrichten über Unterricht verbunden wird
6Doerpinghaus, Poenitsch und Wigger unterstreichen die Bedeutung der Sprache bei Humboldt. Welche Rolle spielt die Sprache aber in Humboldts Fragment über Bildung?
- ASie spielt überhaupt keine Rolle
- BSie markiert die Grenze zwischen Ich und Welt
- CSie ist notwendige Bedingung der Möglichkeit, Welt zu ergreifen
- DSie ist eines der Werkezeuge der Selbstbildung
- ESie ist Zweck jeder Bildung
7In Humboldts „Fragment über Bildung“ kommt der damals populäre Begriff „Wechselwirkung“ vor. Was ist hier laut Vorlesung bzw. Begleittext mit „Wechselwirkung“ gemeint? „Welt“ und „Ich“…
- Awirken wechselseitig aufeinander
- Bwirken aufeinander wechselhaft
- Cwirken abwechselnd
- Dwechseln laufend ihre Wirkung
- Ewechseln einander ab
8Für Humboldt ist laut Litauischem Schulplan alle institutionell zu ermöglichende Bildung…
- Aje nach Stufe elementare, allgemeine oder spezielle Bildung
- Bklassische (altsprachliche) Bildung
- CAllgemeinbildung
- Din allen Stufen immer elementar, allgemein und speziell zugleich
- Eje nach sozialer Schicht elementare, allgemeine oder spezielle Bildung
9In Humboldts Fragment zur Bildungstheorie wird „Bildung“ beschrieben als…
- AEntfaltung der eigenen Kräfte durch die Wechselwirkung mit Welt
- Bschrittweise Entfaltung des Weltgeistes durch Bildung
- Cklassische Bildung basierend auf alten Sprachen
- DEntfremdung des Menschen von der Natur
- Edurch Sprache konstituiertes Wechselverhältnis von Geist und Welt
10Was ist im Sinne von „Emile“ ein neugeborenes Kind ganz sicher nicht?
- ASündig
- BSchwach
- CErziehungsbedürftig
- DEmpfindsam
- EDumm
11Was wird dabei im Text von HOPMANN (No Child, No School, No State Left Behind; 2008) als ursächlich für diesen Umstellungsprozess beschrieben?
- ADas Versagen der Lehrkräfte.
- BDie Grenzen gesellschaftlicher Selbststeuerung.
- CDie Leistungsdefizite der Schülerinnen und Schüler.
- DDie Überalterung der hergebrachten Lehrpläne.
- EDie Ungerechtigkeit der Zensuren in der Schule.
12Laut Rousseaus „Emile“ soll die Erziehung…
- Adie Erziehung durch Natur, Dinge und Menschen in Einklang bringen
- Bdie Entwicklung des Kindes dessen Natur überlassen werden
- Cdie Menschen von den Zwängen der Natur befreien
- Ddie Menschen zurück in die Natur führen
- Eein Leben in der Natur, frei von menschlichen und dinglichen Zwängen ermöglichen
13Für die Autonomie eines Lernenden entscheidende „Schlüsselkompetenzen͞ wie Lernfähigkeit, Kreativität oder Kritikfähigkeit sollen laut KLIEME et al. (Zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards; 2003) bei der Auswahl der Bildungsstandards ...
- Aeigenständig nicht berücksichtigt werden.
- Bin eigenen Bildungsstandards erfasst werden.
- Cnur in ihrer kognitiven Dimension berücksichtigt werden.
- Dunabhängig von den Standards gelernt werden.
- Evöllig ausgeklammert bleiben.
14Kompetenzen beschreiben im Sinne von KLIEME et al. (Zur Entwicklung nat. Bildungsstandards; 2003) ...
- Abildungspolitische Entscheidungen.
- Bbildungstheoretische Erwartungen.
- Cfachspezifische Leistungsbereitschaften.
- Dmoralische Urteile.
- Eautonome Fähigkeiten.
15Wie erwirbt man laut Herbart pädagogischen Takt?
- ANach wissenschaftlicher Vorbereitung durch praktische Erfahrung
- BAllein durch praktische Erfahrung
- CDurch eine Verwissenschaftlichung der Praxis
- DDurch an praxisorientierten Wissenschaften
- EAllein durch Wissenschaften
16Herbart beschreibt in seiner ersten Vorlesung vier empirisch mögliche Arten des Verhältnisses der Praxis zur Theorie. Welche gehört nicht dazu?
- Avollständige Unterordnung
- Bvermittelnder Takt
- Cunreflektierter Schlendrian
- Dhistorische Erfahrung
- Eberechnetes Experiment
17Was ist laut Herbarts Vorlesung der Gegenstand der Pädagogik als Wissenschaft?
- APhilosophisches Denken
- BRegeln für den Unterricht
- CInterpretation der Erziehungskunst
- DExperimentelle Weiterentwicklung
- EAufarbeitung praktischer Erfahrung
18Was meint Herbart mit „einheimischen Begriffen“ der Pädagogik? Demnach…
- Amüssen ihre Begriffe aus der Bestimmung der Erziehung entfaltet werden
- Bmüssen ihre Begriffe immer einen Heimatbezug ausweisen
- Cstammen ihre Begriffe aus der Pädagogik der Hauslehrer (d.h. Heimatpädagogik)
- Dkönnen ihre Begriffe wie „Bildung“ nicht in fremde Sprachen übersetzt werden
- Edürfen ihre Begriffe nicht aus fremden Ländern übernommen werden
19Nach Herbart führt Pädagogik als Wissenschaft…
- Azu philosophischem Denken
- Bzu einheitlichem Unterricht
- Czu wissenschaftlichen Vorschriften für pädagogisches Handeln
- Dzur Entwicklung von Erziehungskunst
- Ezur Kunst des „ausgelernten Erziehers“
20Wie steht Herbart „Natur und Welt“ (Sozialisation) gegenüber?
- APositiv
- BNegativ
- CNeutral
- DWird nicht erläutert
21Watsons Behaviorismus ist nicht zuletzt ein Aufbegehren gegen die bis dahin vorherrschende Psychologie. Wogegen richtet sich sein Ansatz insbesondere?
- Agegen die Bewusstseinspsychologie
- Bgegen die empirische Psychologie
- Cgegen die experimentelle Psychologie
- Dgegen die Laborpsychologie
- Egegen die Verhaltenspsychologie
22Im Labor: Der dreijährige Lars soll am Labortisch mit Duplosteinen allein einen Turm bauen. Er beginnt damit den Versuchsleiter mit Duplos zu bewerfen. Der Versuch wird daraufhin abgebrochen. Wie müsste das streng behavioristisch protokolliert werden? Der Proband…
- Ainteressierte die gestellte Aufgabe nicht.
- Blöste die gestellte Aufgabe nicht.
- Cmochte den Versuchsleiter nicht.
- Dreagierte nicht auf die gestellte Aufgabe.
- Everstand die Aufgabenstellung nicht.
23Wie könnte man Watsons Ansatz wissenschaftstheoretisch einordnen?
- APositivistisch
- BRationalistisch
- CMaterialistisch
- DKonstruktivistisch
- EIdealistisch
24Eine weitere Richtung in der psychologischen Lernforschung wurde nicht zuletzt durch Jean PIAGET (vgl. z.B. Die geistige Entwicklung des Kindes; 1974) begründet, der Kognitivismus. In welchem Verhältnis stehen Kognitivismus und Behaviorismus zueinander?
- ABehaviorismus und Kognitivismus ergänzen einander.
- BBehaviorismus und Kognitivismus schließen einander aus.
- CBehaviorismus und Kognitivismus sind dasselbe.
- DDer Kognitivismus ist ein Vorläufer des Behaviorismus.
- EDer Kognitivismus ist eine Weiterentwicklung des Behaviorismus.
25Was treibt nach Piaget die kognitive Entwicklung voran? Das Streben nach…
- AAnerkennung.
- BGleichgewicht.
- CKraftentfaltung.
- DLerngewinn.
- ELustgewinn.
26HEGEL charakterisiert in seiner Schulrede schulische Zensuren als „Vorurteile͞. Was meint er damit?
- AZensuren sind abhängig von der sozialen Herkunft der Schüler.
- BZensuren sind die Vorstufe der Versetzungsentscheidung.
- CZensuren sind ein vorläufiges Urteil.
- DZensuren sind ungerecht.
- EZensuren werden verzerrt durch die Autonomie der Lehrkräfte.
27Nach Piaget spielt Egozentrik in der kognitiven Entwicklung eine entscheidende Rolle…
- Ain allen Phasen des Heranwachsens.
- Bnur bei Säuglingen und Kleinkindern.
- Cerst nach Abschluss der sensomotorischen Phase.
- Dbis zum Übergang zu konkret operationalem Denken.
- Ebis zum Übergang zu formal operationalem Denken.
28Verzichtet HERBART in seiner Vorlesung mit der Geschichte der Pädagogik auf jede Erfahrungsgrundlage, an der man seine Lehren überprüfen kann?
- AJa: Erfahrung kommt eh erst später als Takt in der Praxis hinzu.
- BJa: Für seine Lehre genügen die philosophische Grundsätze KANTs.
- CNein: Man kann sich ja an seine eigenen Lehrer erinnern.
- DNein: Er benutzt ein damals übliches Lehrbuch von NIEMEYER als Grundlage.
- ENein: Seine Lehre soll durch wohl berechnete Experimente überprüft werden.
29Was charakterisiert nach Piaget die kognitive Entwicklung?
- ADie fortschreitende Anpassung an die Wirklichkeit.
- BDie fortschreitende Befreiung von äußeren Einflüssen.
- CDie fortschreitende Einübung in kulturelle Unterschiede.
- DDie fortschreitende Entfremdung der Wirklichkeit.
- EDie fortschreitende Entwicklung der je eigenen Individualität.
30 Im Bruchstück über Bildung beschreibt Wilhelm von Humboldt Bildung im Verhältnis von „Ich͞und „Welt͞. Welches Risiko der Bildung sieht er in deren Wechselwirkung?
- AEnteignung.
- BEntfremdung.
- CErziehung.
- DNatur.
- EZwang.
31Was unterscheidet Wygotskys Ansatz wissenschaftstheoretisch sowohl von Watson als auch von Piaget? Die Annahme, dass die psychologische Entwicklung des Menschen…
- Aan biologische Voraussetzungen geknüpft ist.
- Bäußeren Einwirkungen unterliegt.
- Cexperimentell erforscht werden.
- Dhistorisch veränderlich ist.
- Epädagogisch beeinflussbar ist.
32Wie gehen die ersten nationalen Schulordnungen wie Kaiserin MARIA THERESIAs Schulordnung von 1774 mit dem Lehren der Lehrkräfte um?
- ASie beschäftigen sich nicht mit dem Thema.
- BSie definieren einen Entscheidungsspielraum (Methodenfreiheit).
- CSie wollen es durch Lehrerbildung vereinheitlichen.
- DSie wollen es durch staatliche Schulbücher ersetzen.
- ESie wollen es in jedem Detail vorschreiben.
33Kaiserin MARIA THERESIAs Schulordnung entsteht 1774 im sogenannten Zeitalter der Aufklärung. Wie verhält sich die Schulordnung selbst zur Aufklärung?
- ADer Aufklärung wird der wahre (katholische) Glaube entgegen gestellt.
- BDie Aufklärung bleibt den adligen Schichten vorbehalten.
- CDie Aufklärung ist eine zentrale Grundlage.
- DDie Aufklärung spielt keinerlei Rolle.
- EDie Aufklärung wird in der Schule verboten.
34Laut Wygotsky…
- Aist alles Denken verinnerlichtes Sprechen.
- Bist alles Sprechen lautes Denken.
- Ckönnen Denken und Sprechen miteinander verbunden werden.
- Dsind Denken und Sprechen völlig unabhängig voneinander.
- Esind Denken und Sprechen zwei Seiten derselben Erziehung.
35Dabei wird in diesem Text (Restrained Teaching; 2008) als vorausgesetzte Grundannahme einer dem Bildungsbegriff verpflichteten Theorie des Lehrens und Lernens (Didaktik) verwiesen auf die ...
- AAutonomie der Lehrenden und Lernenden.
- BDifferenz von Bildung und Kompetenz.
- CDifferenz von Lehren und Lernen.
- DDifferenz von Schule und Leben.
- ELeistung der Lehrenden und Lernenden.
36Wygotskys wissenschaftstheoretischer Ausgangspunkt war der…
- ABehaviorismus.
- BMaterialismus.
- CPragmatismus.
- DStrukturfunktionalismus.
- EKonstruktivismus.
37Nach Dewey (The child and the curriculum) soll wissenschaftliches Wissen (subject matter) im Unterricht…
- Aerfahrbar werden.
- Bausgeklammert werden.
- Cvorgeführt werden.
- Dweiterentwickelt werden.
- Ewiderlegt werden.
38Der Einführungstext zur STEOP (HOPMANN: Restrained Teaching; 2008) bringt die Behandlung des Verhältnisses von Bildung, Lehren und Lernen in eine bestimmte historisch-systematische Anordnung. Welche?
- AAntike, Mittelalter, Neuzeit.
- BOrdnung, Reihenfolge, Auswahl
- CPhilosophie, Psychologie, Pädagogik.
- DPolitik, Programm, Praxis.
- ESchule, Kirche, Staat.
39Im Sinne der radikalkonstruktivistischen Theorien (a la Glaserfeld)…
- Agibt es eine von uns unabhängige Wirklichkeit, die wir nicht unmittelbar erkennen können.
- Bgibt es keine von uns unabhängige Wirklichkeit, sondern nur unsere individuellen Wirklichkeitskonstruktionen.
- Cgibt es eine von uns unabhängige Wirklichkeit, die wir unmittelbar erkennen können.
- Dspielt die Frage, ob es eine von uns unabhängige Wirklichkeit gibt, keine Rolle.
- Egibt es keine von uns unabhängige Wirklichkeit, sondern nur unsere sozialen Wirklichkeitskonstruktionen.
40Wessen bedarf es, damit Lernen im Sinne von PLATOs Menon (ca. 385 v. Chr.) überhaupt stattfinden kann?
- AEchter Erfahrungen.
- BEdler Gesinnung.
- CEingeborener Ideen.
- DEndloser Fragen.
- EEwiger Geduld.
41ROUSSEAU (Emile oder Von der Erziehung; 1762) begründet sein Erziehungsprojekt mit der ..
- AFolgenlosigkeit öffentlicher Erziehung.
- BNaturwidrigkeit erzieherischer Einwirkung.
- CStarrheit sozialer Verhältnisse.
- DUngerechtigkeit ständischer Ordnung.
- EUngewissheit gesellschaftlicher Entwicklung.
42Im Anschluss an Piaget geht es Glaserfeld beim Lehren um…
- Adas erfolgreiche Können.
- Bdie Entwicklung der Begriffe.
- Cdie Anpassung des Verhaltens.
- Ddie Individualisierung der Erfahrung.
- Edie Verwissenschaftlichung des Wissens.
43Was ist nach LUHMANN (Takt und Zensur im Erziehungssystem; 1996) konstitutiv für das Schulsystem?
- ADer Einfluss der sozialen Herkunft.
- BDer im Unterricht gezeigte Fleiß.
- CDie Bewertung von Schulleistungen.
- DDie Einteilung von Altersgruppen.
- EDie Unterschiedlichkeit der Begabungen.
44 Was ist nach PARSONS (Die Schulklasse als soziales System; 1959) entscheidend für Schulerfolg?
- ADas Alter.
- BDer Fleiß.
- CDie Begabung.
- DDie Herkunft.
- EDie Leistung.
45Wenn Sie Herbarts Unterrichtslehre mit Deweys „The Child and the Curriculum“ vergleichen, dann trifft welche der folgenden Aussagen auf beide zu? Beide…
- Abeginnen den Lernprozess mit der Problematisierung des Vorwissens.
- Banalysieren Unterricht als Spannungsverhältnis von mitgebrachter Vorerfahrung und schulischer Vermittlung.
- Cerweitern den Erfahrungshorizont durch vorgegebene Unterrichtsinhalte.
- Dwollen das jeweilige Wissen der Lernenden ordnen.
- Ezielen auf die methodische Anwendung des Wissens.
46In diesem Zusammenhang werden unterschiedliche Reaktionen der Länder auf die Umstellung auf Bildungsstandards untersucht: „No Child Left Behind, No School Left Behind, No State Left Behind͞. Österreich wird dem Reaktionsmuster No State Left Behind zugeordnet. Was ist damit gemeint?
- ABei der Entwicklung der Bildungsstandards soll der Staat zurückbleiben.
- BKein österreichisches Bundesland soll zurückbleiben.
- CKein Standard soll im österreichischen Bildungssystem übrig bleiben.
- DÖsterreich soll nicht hinter vergleichbaren Staaten zurückbleiben.
- EÖsterreichs Standards sollen hinter denen anderer Staaten zurückbleiben.
47Was ist weder bei SKINNER (Beyond Freedom and Dignity; 1971), noch bei KLIEME et al. (Zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards; 2003) vorgesehen?
- Adie Autonomie des Lernens.
- Bdie Gültigkeit der Lernziele.
- Cdie Kontrolle des Verhaltens.
- Ddie Methodenvielfalt des Lehrens.
- Edie Verantwortlichkeit der Lehrkräfte.
48Wie SKINNER (Beyond Freedom and Dignity; 1971) gezeigt hat, lässt sich auf behavioristischer Grundlage ein das ganze Leben umfassender Lehrauftrag denken. Dessen Ziel wäre ...
- ADie Anerkennung der Menschenwürde.
- BDie Befreiung des Menschen von äußeren Zwängen.
- CDie Förderung individueller Talente.
- DDie Stärkung individueller Kompetenzen.
- EDie totale Kontrolle des Verhaltens.
49Wissenschaftliche Psychologie beschreibt im Sinne WATSONs (Psychology as the Behaviorist Views it; 1913) ...
- Aden beobachtbaren Verlauf von Verhaltensänderungen.
- Bden didaktischen Zweck von Verhaltensänderungen.
- Cden neurobiologischen Ablauf von Verhaltensänderungen.
- Ddie geistige Struktur von Verhaltensänderungen.
- Edie gesellschaftliche Funktion von Verhaltensänderungen.
50Was unterscheidet laut KÜNZLI & HOPMANN (Aarauer Lehrplannormal; 1994) die im 19. Jahrhundert eingeführten Lehrpläne von den vorherigen Schulordnungen wie der MARIA THERESIAs?
- ADer Verzicht auf vorgeschriebene Unterrichtsmethoden.
- BDie Beschränkung auf Alte Sprachen (Griechisch, Latein).
- CDie Festlegung von Unterrichtszielen.
- DDie Gültigkeit für alle Lehrkräfte öffentlicher Schulen.
- EDie Vorgabe von Leistungsmessungen.
51HUMBOLDTs Bildungsziel war für ihn auch als Politiker bestimmend. Welche der folgenden Maßnahmen hat er (laut verschiedenen Modultexten) in diesem Sinne für die preußischen Schulen in die Wege geleitet?
- ADas verpflichtende Stundengebet.
- BDen Schulsport als Gehorsamsübung.
- CDie allgemeine Schulpflicht.
- DDie selbständigen Hausübungen (Hausaufgaben).
- EVerbindliche Lehrpläne.
52Dagegen sieht HUMBOLDT (Theorie der Bildung 1793) den Hauptzweck der Bildung in ...
- Ader Einübung unbedingten Gehorsams.
- Bder Entwicklung produktiver Ungeduld.
- Cder Selbstentfaltung der eigenen Kräfte.
- Dder Vertiefung des Glaubens.
- Eder Vorbereitung auf das öffentliche Leben.
53Allerdings sieht HEGEL im Unterschied zu MARIA THERESIA den Hauptzweck schulischer Bildung in ...
- Ader Einübung unbedingten Gehorsams.
- Bder Entwicklung produktiver Ungeduld.
- Cder Selbstentfaltung der eigenen Kräfte.
- Dder Vertiefung des Glaubens.
- Eder Vorbereitung auf das öffentliche Leben.
54Dabei wird im Menon etwas vorausgesetzt, was zu dieser Zeit nicht selbstverständlich war.
- AGeometrie lässt sich berechnen.
- BMädchen lernen schneller als Buben.
- CSklaven haben dieselbe Lernfähigkeit wie freie Bürger.
- DTugend ist vererblich.
- EWissen ist Macht.
55„Chancengleichheit" und „garantiertes Bildungsminimum" sind nach BRUNEFORTH, WEBER & BACHER (2012)...
- Aidentische Zielsetzungen.
- BZielsetzungen, die empirisch zusammenhängen.
- CZielsetzungen, die sich gegenseitig ausschließen.
- DZielsetzungen, die sich logisch gegenseitig bedingen.
- EZielsetzungen, die sich logisch widersprechen.
56MARIA THERESIA sah die Schaffung unterschiedlicher Typen von Schulen vor. Welche(r) dieser Schultypen sollte dabei die ganz überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung erfassen?
- Adie geistliche Schule
- Bdie Hauptschule
- Cdie Normalschule
- Ddie Normalschule die kleineren, die Hauptschule die älteren Kinder
- Edie Trivialschule
57MARIA THERESIAS Schulordnung (1774) enthält auch Passagen zur Unterrichtsmethode, nämlich:
- ASie führte die Methodenfreiheit nur für geistliche Lehrer ein.
- BSie legte fest, dass jeder Lehrer eigenverantwortlich über die Unterrichtsmethode entscheiden soll.
- CSie untersagte den Einzelunterricht durch Hauslehrer.
- DSie untersagte den gemeinsamen Unterricht von Kindern unterschiedlichen Alters.
- ESie verpflichtete alle Lehrer, nach einer genau beschriebenen Methode vorzugehen.
58In PLATONS „Menon" wird eine Fragetechnik ersichtlich, die von SOKRATES in Anlehnung an den Beruf seiner Mutter auch als Mäeutik (Hebammenkunst) bezeichnet wird. Damit ist gemeint, dass...
- Ader Mensch durch Bildung wie neugeboren wird.
- Bder Mensch erst durch Bildung wirklich zum Menschen wird.
- Cdie Individualität des Menschen geformt wird.
- Ddie jedem Menschen innewohnende Vernunft ans Licht gebracht wird.
- EUnwissenheit wie eine Nachgeburt ausgeschieden wird.
59Die USA leiden an einem Schulsyndrom, schreibt DAVID F. LABAREE (2012). Die Ursache dafür liegt nach seiner Diagnose darin,...
- Adass Curricula auf Zurufe von Politik und Wirtschaft hin ständig geändert werden.
- Bdass das Bildungssystem chronisch unterfinanziert ist.
- Cdass notwendige Schulreformen aus politischen Erwägungen immer wieder verschleppt werden.
- Ddass Schulen zugleich für gesellschaftliche Gleichheit sorgen und individuelle Vorteile absichern sollen.
- Edass sich die schulische Arbeit nur mehr an Schulleistungstests orientiert.
60Behaviorismus unterscheidet sich nach Watson von aller vorhergehenden psychologischen Forschung…
- Adurch die radikale Beschränkung der Forschung auf beobachtbares Verhalten.
- Bdurch die quasi-naturwissenschaftliche Beschreibung des Lernvorgangs.
- Cdurch die Analogie von menschlichem und tierischem Verhalten.
- Ddurch den gezielten Einsatz von Experimenten.
- Edurch den Einsatz von Labors in der psychologischen Forschung.
61Die sogenannte Kontroverse zwischen Wygotsky und Piaget bezieht sich in erster Linie auf…
- Adas Verhältnis von Sprache und Denken.
- Bdas Verhältnis von Kognitivismus und Behaviorismus.
- Cdie Bedeutung des Experiments für die psychologische Forschung.
- Ddie Frage, ob es Stufen kindlicher Entwicklung gibt.
- Edie Wichtigkeit kognitiver Prozesse für das Lernen.
62Der gemeinsame Ansatzpunkt des Pragmatismus liegt in…
- Aden feststellbaren Wirkungen einer Sache/der Sachen.
- Bder Ablehnung des Behaviorismus.
- Cder Orientierung am „learning by doing“.
- Dder Orientierung auf soziales Handeln.
- Eder Suche nach pragmatischen Lösungen.
63Im Text über den gemeinsamen Kern didaktischer Theorien (Restrained Teaching: The common core of Didaktik) wird von der Unterscheidung von Inhalt (Matter) und Gehalt (Meaning) als einem Kern der Didaktik gesprochen. Worauf lässt sich laut Text diese Unterscheidung schulhistorisch zurückführen? Auf die Unterscheidung von…
- AAlltagswissen und Disziplin (Hugo).
- BLehrplan und Unterricht (Humboldt/Schleiermacher).
- CWeltlicher und schristlicher Klugheit (Luther).
- DMikro- und Makrokosmos (Comenius).
- EErziehung zum Menschen und zum Bürger (Rousseau).
64Im gleichen Text wird von der Autonomie des Lehrens und Lernens als einem der drei Kernbestandteile der Didaktik gesprochen. Diese Autonomie wird verstanden als…
- Aempirische Gegebenheit.
- Bdidaktisches Ziel.
- CErgebnis der Bildung.
- Dmoralisches Recht.
- Epädagogische Hoffnung.
65Im Text über den gemeinsamen Kern didaktischer Theorien wird von der Autonomie des Lehrens und Lernens als einem der drei Kernbestandteile der Didaktik gesprochen. Womit wird diese Autonomie begründet?
- AMit der immer gegebenen Offenheit des Lehrens und Lernens.
- BMit den Erfordernissen demokratischer Gesellschaften.
- CMit den didaktischen Absichten der Lehrenden.
- DMit den inhaltlichen Anforderungen des Lehrplans.
- EMit dem moralischen Recht der Lernenden.
66Welche der vorgestellten Lerntheorien lässt sich mit der in der Didaktik in der Regel angenommenen Autonomie des Lernens nicht vereinbaren?
- ABehaviorismus.
- BHerbartianismus.
- CKognitivismus.
- DKonstruktivismus.
- EPragmatismus.
67Im Sinne Klafkis didaktischer Theorie der „kategorialen Bildung“ eignen sich nicht alle Inhalte gleichermaßen für den Unterricht. Welcher der folgenden Inhalte wäre in seinem Sinne eher weniger geeignet?
- AKategorische Kontingenzen.
- BTypische Theoreme.
- CFundamentale Fertigkeiten.
- DErgiebige Exempel.
- EElementare Erkenntnisse.
68Didaktische Theorien operieren oft mit der Unterscheidung von Inhalt und Gehalt. Welche der folgenden Aussagen trifft diesen Sachverhalt?
- AInhalt ist der Stoff aus dem im Unterricht unterschiedliche Gehalte entstehen.
- BInhalt ist die Sache selbst und Gehalt die Meinung dazu.
- CInhalt kann man unterrichten – Gehalt nicht.
- DInhalt ist, was im Lehrplan steht und Gehalt ist, was davon im Unterricht über bleibt.
- EInhalt ist das, was die Lehrkraft vermittelt und Gehalt ist der Teil davon, den die Lernenden verstehen.
69Die didaktische Unterscheidung von Inhalt und Gehalt betrifft die Unterscheidung von…
- Agegebenem Stoff und dessen situierter Bedeutung.
- Bbeabsichtigten und unbeabsichtigten Folgen des Unterrichts.
- Cindividuellem und sozialem Lernen.
- Dtheoretische und praktischer Bildung.
- Evorausgesetztem Lehrerwissen und situativem Schülerkönnen.
70Eine Lehrkraft möchte am Beispiel „Zinsen“ Prozentrechnung mit ihrer Klasse üben und den Unterricht mithilfe der fünf Leitfragen in Klafkis „Didaktischer Analyse“ vorbereiten. Welche der folgenden Fragen wäre in diesem Rahmen nicht einschlägig?
- AWie die Unterrichtsstunden konkret ablaufen sollen?
- BWie die letzte Mathematikklassenarbeit ausgefallen ist?
- CWelche Religionen in der Klasse vertreten sind?
- DOb die Lernenden Sparbücher, Kredite oder andere Verzinsungen kennen?
- EOb das Thema im anstehenden nationalen Mathematiktest vorkommen kann?
71Laut Franz Weinart ist der herbartianische Ansatz für Unterrichtstheorie…
- Azu Recht kritisiert worden, aber gleichwohl richtungsweisend.
- Bvöllig überholt.
- Cfür Instruktionstheorien überhaupt nicht relevant.
- Dtrotz mancher Fehler weitgehend bestätigt.
- Enach wie vor gültig.
72Kompetenztheoretische Modelle benutzen unterschiedliche Begriffe um Kompetenzen zu kennzeichnen. Welcher der folgenden gehört nicht dazu?
- ABildung.
- BFähigkeiten.
- CFertigkeiten.
- DMotivation.
- EWollen.
73Instruktionalistische Theorien/Kompetenz-Modelle bewerten den Erfolg des Unterrichts primär anhand…
- Ader Performanz bei der Lösung von Aufgaben.
- Bder Qualität des Lernens.
- Cder Qualität des Lehrens.
- Dder Nachhaltigkeit des Lernerfolgs.
- Eder metakognitiven Verarbeitung der Unterrichtsinhalte.
74Die Weigerung, gegebene Testaufgaben ordnungsgemäß zu lösen, belegt im Sinne der vorherrschenden Kompetenzmodelle…
- Aabsolut gar nichts.
- Bgescheiterte Bildung.
- Ckritischen Geist.
- Dmangelnde Fähigkeiten.
- Esinnlosen Widerstand.
75Der eigenen Definition nach, misst PISA „how well students approaching the end of their compulsory education are prepared for life beyond the classroom by focusing on the application of knowledge and skills to problems with a real-life context.“ Welchem der vorgestellten Ansätze entspricht diese Absicht?
- ATheorien über Kompetenzen (Weinert et. al.)
- BTheorien über Verhaltensänderung (Gagne et. al.)
- CTheorien über Befähigungen (Nussbaum et. al.)
- DSozialkonstruktivistischen Theorien (Gergen et. al.)
- EDidaktischen Theorien (Klafki et. al.)
76Martha Nussbaum identifiziert einige aus ihrer Sicht notwendige Ingredienzien einer demokratischen Schulbildung (u.a. Fähigkeit zur Selbstkritik, Umgang mit Heterogenität, soziale Empathie) und empfiehlt nicht zuletzt den Sprachunterricht als Lernort. Verträgt sich ihr Konzept mit der Einführung einer Zentralmatura z.B. für Englisch oder Deutsch?
- ANein, denn eine einheitliche Matura widerspräche der Mitbestimmung der Lernenden.
- BNein, denn diese Anforderungen gelten ja nicht für alle.
- CJa, ihr Konzept könnte ergänzend zu dem, was die Zentralmatura verlangt, im vorherigen Unterricht zur Anwendung kommen.
- DJa, auch die von ihr genannten Fähigkeiten könnte man dort testen.
- EJa, auch dafür müssen grundlegende Kenntnisse gesichert werden.
77Was ist nach Talcott Parsons formal entscheidend für die Selektionsfunktion der Schule?
- ALeistung.
- BFleiß.
- CSoziale Herkunft.
- DBegabung.
- EAnpassung.
78Strukturfunktionalistische Theorien wie die von Parsons beschreiben eine Reihe von gesellschaftlichen Funktionen, die durch das Schulsystem wahrgenommen werden. Welche der folgenden Funktionen passt nicht dazu?
- AAllokationsfunktion.
- BDestabilisierungsfunktion.
- CIntegrationsfunktion.
- DSelektionsfunktion.
- ESozialisationsfunktion.
79Im Raudenbush-Text über „Advancing Educational Policy by Advancing Research on Instruction“ ist viel vom „Instructional Regime“ die Rede. Was meint der Autor damit? Die Anpassung des Unterrichts an…
- Aden Leistungsstand der SchülerInnen.
- Bdie methodischen Präferenzen der Lehrkräfte.
- Cdie offiziell vorgesehenen Unterrichtsverfahren.
- Ddie politischen Vorgaben des Lehrplans.
- Eunterrichtswissenschaftliche Erfolgsrezepte.
80Was tun HOPMANN & BAUER im Text „Das Equity-Paradox͞?
- ASie erörtern, warum Schule an der Aufgabe, Chancengleichheit herzustellen, scheitert und unter welchen Voraussetzungen Schule Chancengleichheit herstellenkönnte.
- BSie fordern dazu auf, sozial benachteiligte Kinder in der Schule systematisch zu bevorzugen.
- CSie fragen, warum Schule Chancengleichheit überhaupt herstellen soll.
- DSie kritisieren das bestehende Schulsystem wegen seiner sozialen Ungerechtigkeit und präsentieren ein Maßnahmenpaket zur Schaffung einer gerechteren Schule.
- ESie zeigen auf, wie es Schule in der Vergangenheit gelungen ist, Chancengleichheit herzustellen und diskutieren, warum das in der Gegenwart nicht mehr möglich ist.
81 Soziale Ungleichheiten bei Bildungswegentscheidungen können durch primäre und sekundäre Schichteffekte erklärt werden (BRUNEFORTH et al.: Chancengleichheit..., 2012). Wann wird von sekundären Schichteffekten gesprochen?
- Awenn der Einfluss der sozialen Herkunft auf die Bildungswegentscheidung gegenüber anderen Faktoren nur sekundäre Bedeutung hat
- Bwenn Kinder aus benachteiligten Schichten trotz gleich guter Schulleistungen mitgeringerer Wahrscheinlichkeit eine höhere Schule besuchen als Kinder aus privilegierten Schichten
- Cwenn Kinder aus benachteiligten sozialen Schichten trotz schlechter Schulleistungen eine höhere Schule besuchen
- Dwenn Kinder aus benachteiligten sozialen Schichten wegen schlechter Schulleistungen keine höhere Schule besuchen
- Ewenn sich die soziale Schicht erst in der Sekundarstufe auf die Bildungswegentscheidung auswirkt
82 Soziale Ungleichheit im Bildungssystem wird unter anderem mit Habitustheorien erklärt (BRUNEFORTH et al.: Chancengleichheit..., 2012). Was ist mit Habitus (im Sinne von BOURDIEU) gemeint?
- ABereitschaft zur Anpassung an Normen
- Bdas Ausmaß angeborener Leistungsbereitschaft
- Cdurch Erziehung vermittelte vernünftige Lebensführung
- Dherkunftsunabhängige Ursachen für die ungleiche Verteilung von Bildungschancen
- Ein der Sozialisation erworbene Wahrnehmungs-, Denk und Handlungsschemata
83Raudenbush lehnt in seinem Text die Übertragung des Untersuchungsdesigns für die Wirksamkeit von Medikamenten (STUVA) auf die Forschung über Unterrichtsverfahren ab, weil dies unterstellen würde, dass…
- AMedikamente einen Einfluss auf Unterrichtsverfahren haben können.
- Bdie Wirkung eines Unterrichtsverfahrens auf Mit-Betroffene wie bei Medikamenten keinen Einfluss auf die individuelle Wirkung hat.
- CUnterrichtsverfahren genauso sicher wie Medikamente wirken.
- DUnterrichtsverfahren wie Medikamente unbeabsichtigte Nebenwirkungen haben können.
- EUnterrichtsverfahren wie Medikamente für alle Betroffenen immer die gleiche Wirkung haben.
84Warum wird die Frage nach dem Bildungsgehalt der im Lehrplan vorgeschriebenen Bildungsinhalte nicht schon im Lehrplan selbst geklärt, sondern den Lehrerinnen und Lehrern als Aufgabe zugewiesen (KLAFKI: Didaktische Analyse, 1958)
- Aweil die Frage des möglichen Bildungsgehalts bestimmter Bildungsinhalte bei der Konstruktion des Lehrplans keine Rolle spielt
- Bweil die Unterrichtsvorbereitung als Teil der Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern gilt
- Cweil eigenes Nachdenken Lehrerinnen und Lehrer geistig fit hält
- Dweil ersteres die Methodenfreiheit der Lehrerinnen und Lehrer einschränken würde
- Eweil sich diese Frage immer nur aus der konkreten geistigen Situation einer bestimmten Schulklasse klären lässt
85Die österreichische Regierung möchte durch Einführung einer „neuen Mittelschule“ die Wirksamkeit des Unterrichts verbessern. Verbliebener Kern der Reform ist der Einsatz von zwei Lehrkräften in Kernfächern. Wie hätte nach Raudenbush ein Evaluationsdesign aussehen müssen?
- AEine Längsschnittstudie zur Wirksamkeit bestimmter Unterrichtsformate in unterschiedlichen Schulumgebungen.
- BEine Untersuchung der Umsetzung der Reform aus Sicht der Lehrkräfte.
- CEin Vergleich der politischen Ziele (z.B. mehr Chancengleichheit) mit den tatsächlich erreichten Ergebnissen.
- DEin experimenteller Vergleich eine Unterrichts mit zwei Lehrkräften mit dem Unterricht einer einzelnen Kraft.
- Eein Kontrollgruppebvergleich (eine mit, eine ohne 2. Lehrkraft) der am Ende erreichten Schulleistungen.
86Was sind laut PARSONS (Die Schulklasse als soziales System, 1959) die primären sozialen Funktionen der Schule?
- AEinüben von geschlechtsspezifischen Rollenmustern und kompetenter Interaktion in Peergroups
- BIntegration und Erwerb von Sprachkompetenz
- CKompensation familiärer Defizite und Herstellung von Chancengleichheit
- DSozialisation und Qualifikation
- ESozialisation und Selektion
87Was unterscheidet im Sinne Raudenbushs (und der Vorlesung) pädagogische von medizinisch-pharmazeutischen Kontrollgruppenexperimenten?
- AIndividuelle Wirkungen sind von sozialen Wirkungen abhängig.
- BIndividuelle Wirkungen sind mulifaktoriell.
- CPädagogische Experimente sind moralisch verwerflich.
- DPädagogische Wirkungen sind individuell verschieden.
- EPädagogische Wirkungen lassen sich nicht messen.
88In DEWEYS Text findet sich eine Metapher, in der er die Wege und Irrwege eines Forschungsreisenden und eine fertige Landkarte gegenüberstellt. Wofür steht dabei die Landkarte?
- Afür den Vorrang des Lehrstoffes vor den Bedürfnissen des Kindes
- Bfür die Erfahrungen vorangegangener Generationen, die im Curriculum manifestiert sind
- Cfür die Kolonisierung der kindlichen Lebenswelt durch systematischen Unterricht
- Dfür die mangelnde Sinnlichkeit herkömmlichen Unterrichts
- Efür die präzise Unterrichtsvorbereitung des Lehrers, die den Lernenden Irrwege ersparen soll
89 In Wagenhofers schulkritischem Film „Alphabet" (2013) wird unter anderem André Stern portraitiert, ein junger Mann, der von seinen Eltern zu Hause unterrichtet und gar nicht zur Schule geschickt wurde. Was würde HEGEL (soweit wir das aus seiner Schulrede von 1811 erschließen können) wohl dazu sagen?
- ADas ist falsch, denn nur in der Schule, nicht in der Familie, wird den Kindern jener Gehorsam vermittelt, ohne den ein Staat nicht funktionieren kann.
- BDas ist falsch, denn nur in der Schule, nicht in der Familie, können die Kinder allmählich lernen, so zu agieren, wie es später im öffentlichen Leben und im Beruf vonihnen erwartet wird.
- CDas ist richtig, denn in der Schule wird der natürliche Mensch durch Anpassung an gesellschaftliche Zwänge deformiert.
- DDas ist richtig, denn schulisches Lernen ist reine Zeitverschwendung.
- EOb die Kinder in der Schule oder in der Familie unterrichtet werden, ist egal. Es kommt nur auf die vermittelten Inhalte an.
90Was lässt sich an Testleistungen in Querschnittsuntersuchungen (Untersuchungen mit einem Messzeitpunkt wie z.B. PISA, Testung nationaler Standards) ablesen?
- AIn welchen Schulen bessere Testleistungen erzielt werden?
- BDurch welche Schultypen mehr geleistet wird?
- CWarum Buben oder Mädchen mehr geleistet haben?
- DWelche Unterrichtsmethoden leistungsfördernd sind?
- EWie die soziale Herkunft die getesteten Fähigkeiten beeinflusst?
91HEGEL spricht in seiner Rede zum Schuljahresabschluss (1811) unter anderem von der Schulzucht. Was meint er damit eigentlich?
- Adas Verbot, sich in der Schule sexuell freizügig („unzüchtig͞) zu verhalten und zu kleiden
- Bdie körperliche Bestrafung („Züchtigung͞) der Schüler
- Cdie Pflege und Versorgung („Aufzucht͞) der Heranwachsenden in der Schule
- Ddie Reproduktion („Nachzucht͞) bestehender sozialer Verhältnisse durch die Schule
- Ejene in der Schule geltenden Regeln und Normen („Zucht und Ordnung“), deren Einhaltung von den Schülern erwartet wird
92David P. Baker diskutiert in seiner Forschungsanalyse „Institutional Change in Education: Evidence from Cross-National Comparisons“ den Einfluss von gesellschaftlichen Vermögensverteilungen auf die Ausstattung von Schulen. Seinen Beobachtungen zufolge…
- Aführen große Vermögensunterschiede zu entsprechend großen Unterschieden bei der Ausstattung öffentlicher Schulen.
- Bhaben Vermögensunterschiede keinen signifikanten Einfluss auf die Beschulung.
- Cist die Ausstattung öffentlicher Schulen zunehmend von privaten Beiträgen abhängig.
- Dmachen sich Vermögensunterschiede primär außerhalb des öffentlichen Schulsystems geltend (z.B. Nachhilfe, Privatschulen).
- Esind die öffentlichen Schulen durch wachsende Vermögensunterschiede unterschiedlicher geworden.
93Welches Problem könnte ein Ordensvorsteher zu Zeiten MARIA THERESIAS mit ihrer Allgemeinen Schulordnung gehabt haben?
- ADer Religionsunterricht wurde abgeschafft.
- BEr wurde angehalten, seine Ordensgeistlichen für den Unterricht zur Verfügung zu stellen.
- CKlosterkirchen wurden aus Raummangel zu Schulräumen umgewidmet.
- DKlosterschulen wurden verboten.
- EOrdensgeistlichen wurde die Berechtigung zum Schulunterricht entzogen.
94Die in der Allgemeinen Schulordnung MARIA THERESIAS (1774) konzipierte Schule sollte in erster Linie...
- Aden Willen des Kindes brechen.
- Bder Entfaltung der kindlichen Persönlichkeit dienen.
- CFremdsprachenkenntnisse für Beamte in einem Vielvölkerstaat vermitteln.
- Dmöglichst viele Staatsbürger für höhere Bildungsgänge qualifizieren.
- Enützliche Staatsbürger heranziehen.
95Wie kann man z.B. zufolge HERBARTS erster Vorlesung über Pädagogik gutes Lehren lernen?
- Aallein durch philosophische Erkenntnis
- Ballein durch praktische Erfahrung
- Cdurch kalkulierte Experimente
- Ddurch praxisorientierte pädagogische Vorlesungen
- Evorbereitet durch philosophische Erkenntnis in praktischer Erfahrung
96Im gleichen Text wird der sogenannte Heynemann-Loxley-Effekt diskutiert. Deren Untersuchungsergebnisse zufolge…
- Awar in armen Gesellschaften der Einfluss der Schule auf Bildungskarrieren geprägter.
- Bwar in reichen Gesellschaften der Einfluss der Schule auf Bildungskarrieren geprägter.
- Cwar der Einfluss der Schule auf Bildungskarrieren unabhängig von gesellschaftlicher Armut.
- Dwar der Einfluss der Familie auf Bildungskarrieren unabhängig vom gesellschaftlichen Reichtum.
- Enahm mit steigendem Reichtum einer Gesellschaft der Einfluss der Familie auf Bildungskarrieren ab.
97Mehrere der für die Modulprüfung zusammengestellten Texte beschäftigen sich mit der Bildsamkeit des Menschen als Grundvoraussetzung der Erziehung. Für unser heutiges Denken über diese Frage ist nicht zuletzt HUMBOLDTS Fragment „Theorie der Bildung des Menschen͞ (1793) maßgeblich geworden. Wie beschreibt er selbst diese Bildsamkeit im Fragment?
- Aals Entfaltung von Kräften
- Bals Entfremdung der Welt
- Cals Entstehung des Wissens
- Dals Erwachsen der Vernunft
- Eals Ordnung des Wissens
98 In HERBARTS erster Vorlesung über Pädagogik (1802) findet sich der Satz:„In der Schule der Wissenschaft wird daher für die Praxis immer zugleich zu viel und zu wenig gelernt." Warum ist das - Herbart zufolge - so?
- Aweil Lehrpersonen so am besten lernen können, wesentliches von unwesentlichem Wissen zuunterscheiden
- Bweil sich die Erfordernisse der Praxis im Laufe des Berufslebens immer wieder ändern
- Cweil Studienpläne zu wenig Rücksicht auf die Erfordernisse der Berufspraxis nehmen
- Dweil Studierende während des Studiums noch nicht wissen, welches Wissen sie für die Praxis benötigen, und daher falsche Schwerpunkte setzen
- Eweil wissenschaftliche Theorie notwendigerweise allgemein ist, während man in der Praxis konkrete Probleme lösen muss
99Mit Baker lässt sich überlegen, welche der in Österreich diskutierten Maßnahmen empirisch zu einer erhöhten sozialen Chancengleichheit im Schulsystem beitragen kann.
- AEin innerschulischer Ausgleich außerschulischer Ungleichheiten (z.B. Förderprogramme)
- BEin einheitlicher Lehrplan (z.B. gleiche Bildungsstandards für alle).
- CEine Angleichung der Schulstrukturen (z.B. neue Mittelschule für alle)
- DEine Ausweitung der Schulpflicht (z.B. Pflichtkindergarten)
- EEine Standardisierung der Leistungsüberprüfung (z.B. Zentralmatura)
100Auf welche Gruppe von Personen bezog sich die Erziehungskonzeption, die ARISTOTELES (ca. 340 v.Chr.) in Politik Buch VIII vorlegte?
- Aauf alle Bürger, die kein öffentliches Amt anstrebten
- Bauf alle freien Bürger
- Cauf alle freien Bürger, außer auf diejenigen, die zum Kriegshandwerk ausgebildet wurden
- Dauf alle Menschen
- Enur auf diejenigen, die ihr Leben religiöser Kontemplation widmen wollten
101HOPMANN stellt in Restrained Teaching Didaktik als einen spezifischen Modus des Nachdenkens über Lehren und Lernen vor. Welcher der im Folgenden genannten pädagogischen Denker lässt sich nicht dieser Denktradition zuordnen?
- AComenius
- BDewey
- CHumboldt
- DKlafki
- EThomas von Aquin
102Stellen Sie sich vor Österreich hätte (wie von manchen gewünscht) ein, für alle im ganzen Land einheitlich ausgestattetes, Schulsystem. Was wäre nach David Baker dann für die soziale Chancengleichheit bei schulischen Leistungen zu erwarten?
- ADer Einfluss der sozialen Herkunft auf Leistungsunterschiede nimmt zu.
- BDer Einfluss der sozialen Herkunft auf Leistungsunterschiede nimmt ab.
- CDadurch verändert sich der Einfluss der sozialen Herkunft auf Leistungsunterschiede nicht.
- DIn einem solchen Schulsystem hat die soziale Herkunft keinerlei Einfluss mehr auf die Leistungsunterschiede.
- EWie homogen ein Schulsystem ist, spielt keine Rolle für den Einfluss der sozialen Herkunft auf Leistungsunterschiede.
103Für Didaktik ist lt. HOPMANN (Restrained Teaching, 2007) die Unterscheidung zwischen Bildungsinhalt und Bildungsgehalt konstitutiv. Was aber ist der Bildungsgehalt?
- Ader Stellenwert eines bestimmten Unterrichtsinhalts im klassischen Bildungskanon
- Bdie Bedeutung, die ein bestimmter Unterrichtsinhalt für die WelterschließungHeranwachsender haben kann
- Cdie Bedeutung, die ein bestimmter Unterrichtsinhalt im Hinblick auf den Erwerb von Schlüsselkompetenzen bei Schülerinnen und Schülern haben kann
- Ddie Summe der kulturellen Werte, für die ein bestimmter Lehrstoff exemplarisch steht
- Ejene in den Bildungsstandards festgelegten Kompetenzen, die anhand eines bestimmten Bildungsinhalts erworben werden können
104Laut Aristoteles ist es zweifelhaft, ob…
- Adie Bildung der Gefühle oder die des Verstandes wichtiger ist.
- Bder Staat die Verantwortung für Schulen übernehmen soll.
- CBildung überhaupt möglich ist.
- Ddie Eltern sich um Erziehung bekümmern sollen.
- EErziehung einheitlich für alle sein soll.
105Comenius’ Bestreben „allen, alles, allseitig” zu lehren sollte …
- Aalles Lehren und Lernen naturgemäß aufeinander beziehen.
- Balles Lehren und Lernen für alle allzeit nach allen Seiten offen halten.
- Calles allen allseitig in beliebiger Reihenfolge lehren können.
- Dallen ermöglichen, die natürlichen Schranken des Lernens allseitig zu überwinden.
- Eallen bei allem, allseitiges Lernen ohne Lehren ermöglichen.
106Die philanthropische Unterscheidung von „materialer” und „formaler” Bildung bezieht sich auf den Unterschied zwischen …
- Ader Aneignung von Inhalten und der Entwicklung von inneren Kräften.
- Bder schulischen und außerschulischen Bedeutung der Bildung.
- CSchulinhalten und Schulabschlüssen.
- Dtheoretischem Wissen und praktischem Können.
- EUnterrichtsmaterialien und Unterrichtsformen.
107Wie verändert sich die Rolle der Didaktik durch die Einführung staatlicher Lehrpläne?
- ASie erhält jetzt eine bestimmte professionelle Vermittlungsaufgabe.
- BSie entscheidet jetzt praktisch über das Ergebnis des Unterrichts.
- CSie entscheidet jetzt politisch über die Ziele des Lehrplans.
- DSie sichert jetzt, dass Politik keinen Einfluss auf die Praxis bekommen kann.
- ESie verliert jetzt an programmatischer Bedeutung.
108Was gehörte im Sinne der klassischen Konstruktion (Lizenzprinzip) nicht zu den Themen eines Lehrplans?
- ADie Methoden des Unterrichts.
- BDie Festlegung der Stundentafel.
- CDie Bestimmung der Bildungsziele.
- DDie Auswahl des Lektürekanons.
- EDie Abfolge der Klassenstufen.
109Theorien des „heimlichen Lehrplans” beschreiben den Beitrag der Schule zur Reproduktion sozialer Ungleichheit durch …
- Adie Eigenschaften des Schulalltags.
- Bdie Einflussnahme politischer Kräfte.
- Cdie heimlichen Absichten der Schulerhalter (Schulträger).
- Ddie Ungleichbehandlung der Schülerinnen und Schüler.
- Everborgene Ziele des Lehrplans.
110Im Sinne der philanthropischen Unterscheidung ”materialer” und ”formaler” Bildung …
- Aist formale Bildung ohne materiale Bildung möglich.
- Bist materiale Bildung ohne formale Bildung möglich.
- Cgeht die formale der materialen Bildung immer voraus.
- Dsind formale und materiale Bildung zwei getrennte Bildungsprozesse.
- Esind formale und materiale Bildung zwei Seiten eines Bildungsprozesses.
111Im Zusammenhang mit Rousseaus ”Emile oder über die Erziehung” ist oft von „natürlicher Erziehung“ die Rede. Damit ist gemeint, dass …
- Adie Erziehung durch Dinge/Menschen auf die menschliche Natur abgestimmt sein soll.
- Balle Erziehung (auch die durch Dinge und Menschen) natürlich ist.
- Cdie Natur der beste Erzieher der Dinge und der Menschen ist.
- Ddie Erziehung durch Dinge/Menschen durch natürliche Erziehung ersetzt werden soll.
- Ealle Erziehung (auch die durch Dinge und Menschen) in der Natur stattfinden soll.
112Wenn Sie Humboldts Fragment über Bildung weiterdenken: Kann man eine bestimmte „Bildung” in dessen Sinne jemand „lehren”?
- ANein: Bildung ist immer Selbstbildung.
- BJa: wenn es nur richtig geplant ist.
- CJa: ohne Lehren gibt es gar keine Bildung.
- DNein: Bildung kann man durch nichts beeinflussen.
- EJa und Nein.
113Lassen sich Humboldts Darstellung des Bildungsprozesses im Fragment und Hegels dialektischer Bildungsbegriff miteinander versöhnen?
- ANein: Für Hegel, aber nicht für Humboldt beruht Bildung auf der Wechselwirkung von Subjekt und Objekt (Welt).
- BNein: Für Humboldt, aber nicht für Hegel beruht Bildung auf der Wechselwirkung von Subjekt und Objekt (Welt).
- CNein: Hegels Bildung zum „Weltgeist“ widerspricht Humboldts individueller Kräfteentfaltung um ihrer selbst willen.
- DJa: Beiden geht es darum, Entfremdung zu verhindern.
- EJa: Für beide spielt Sprache die gleiche Rolle.
- FJa: Für beide ist Bildung reine Selbstwirksamkeit ohne Fremdbestimmung.
114Für Herbart ist ”Takt” (Urteilskraft) das, was PädagogInnen auszeichnet. Kann man durch Lehren (Aus- oder Weiterbildung) den „Takt” verändern?
- AJa: Je nachdem durch welche Wissenschaft der Takt vorbereitet wird.
- BJa: Takt ist ja nichts anderes als die Anwendung des Gelehrten.
- CJa: Aber nur dann, wenn praxisorientiert gelehrt wird.
- DNein: Takt erwirbt man nur in der Praxis – da spielt Gelehrtes keine Rolle.
- ENein: Takt entsteht von allein – den kann man nicht belehren.
- FNein: Takt ist eine rein individuelle Beurteilung der Praxis.
115Die Herbartianischen Artikulationsstufen unterscheiden sich von Deweys Unterrichtsmodell vor allem bei welcher Stufe:
- AKlarheit: bei Dewey steht am Anfang nicht Klarheit, sondern immer ein Problem.
- BAssoziation: bei Dewey spielt die Verbindung zwischen alten und neuen Vorstellungen keine Rolle, sondern Lernen orientiert sich an immer neuen Lernzielen („goals in view“).
- CSystem: bei Dewey spielt die Ordnung der Vorstellungen (z.B. durch Schulfächer) keine Rolle, sondern es geht um „learning by doing“ (z.B. Projektunterricht).
- DMethode: bei Dewey geht es nicht um die methodische Anwendung/Einübung der Vorstellungen, sondern um kindgerechtes „spielerisches“ Lernen.
116Behaviorismus ist im Sinne Watsons gedacht als
- AGrundlage jeder wissenschaftlichen Psychologie.
- BAlternative zur wissenschaftlichen Psychologie.
- CRichtung innerhalb der wissenschaftlichen Psychologie.
- DTeilgebiet der wissenschaftlichen Psychologie.
- EVerzicht auf wissenschaftliche Psychologie.
117Die „Zone der nächsten Entwicklung“ beschreibt bei Wygotsky die Entwicklungsstufe…
- Adie Lernende im Zusammenwirken mit anderen erreichen können.
- Bdie Lernende aus eigener Kraft erreichen können.
- Cdie (kognitions-)logisch unmittelbar auf die vorhergehende Entwicklungsstufe folgt.
- Ddie Lernende ohne eigene Kraftanstrengung erreichen können.
- Edie neurobiologisch auf die vorhergehende Entwicklungsstufe folgt.
118Piagets Entwicklungsstufen wurden in der Forschung vor allem kritisiert, weil sie …
- Aimmer die gleiche Entwicklungsabfolge unterstellen.
- Bkeinen Unterschied zwischen verschiedenen Altersstufen kennen.
- Ckeinerlei empirische Grundlage haben.
- Dnicht kindgerecht formuliert sind.
- Eunterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten unterstellen.
119Individuelle Bildung ist im Sinne Luhmanns …
- Akein Teil des Unterrichts.
- Bein Nebeneffekt des Unterrichts.
- CVoraussetzung des Unterrichts.
- DFunktion des Unterrichts.
- EErgebnis des Unterrichts.
120Einen „heimlichen Lehrplan“ im Sinne der Theorien von Dreeben, Jackson etc. gibt es …
- Ain allen Kindergärten.
- Bnur in öffentlichen Kindergärten - private Kindergärten können das vermeiden.
- Cnur in modernen Kindergärten: früher gab es so etwas noch nicht.
- Dnur in Kindergärten, die ein soziales System wie Schulen haben (Vorschulen).
- Enur in Kindergärten, die auch einen richtigen Bildungsplan haben.
- Fin keinem Kindergarten – die Theorie betrifft nur Schulen.
121ARISTOTELES beschäftigt sich in seiner Politik (ca. 325 v.Chr.) mit dem Ziel des Lernens. Seiner Meinung nach sollten freie Bürger...
- Anur lernen, was nützlich ist.
- Bnur lernen, was vorgeschrieben ist.
- Cnur lernen, was glücklich macht.
- Dso viel wie möglich lernen.
- Eso wenig wie möglich lernen.
122 Im Text von HOPMANN (No Child, No School, No State Left Behind; 2008) wird die Wirkungsweise von Schulsteuerungsformaten wie PISA untersucht. Entscheidend ist demnach der Übergang von ...
- Aden Bildungsinhalten zu den Bildungsgehalten.
- Bder Input-Steuerung (Lehrpläne) zur Output-Steuerung (Leistungen).
- Cder Kontrolle der Institutionen zur Regulierung der Erwartungen.
- Dder staatlichen Schulaufsicht zur lokalen Autonomie.
- Eder subjektiven Notenvergabe zur objektiven Leistungsmessung.
123Wesentliche Gedankengänge zur Funktion der Schule als Sozialisationsinstanz, die PARSONS formuliert, finden sich auch schon in welcher klassischen Schrift?
- AROUSSEAUS „Emile"
- BHERBARTS Vorlesung über Pädagogik
- CHUMBOLDTS „Theorie der Bildung des Menschen"
- DDEWEYS „The Child and the Curriculum"
- EHEGELS Rede zum Schuljahresabschluss 1811
124Welcher der nachfolgenden Abwandlungen des klassischen Sprichworts trifft am besten HEGELS Schulrede von 1811?
- AIn der Schule leben wir für das Lernen.
- BIn der Schule lernen wir für das Leben.
- CNicht für das Leben, sondern nur für die Schule lernen wir.
- DNicht für die Schule, sondern nur für das Leben lernen wir.
- ENiemals im Leben lernen wir für die Schule.
125Wie definiert SOKRATES sein eigenes Tun im Menon?
- AEr lässt Menon den Sklavenjungen belehren.
- BEr lehrt nicht, sondern fragt nur.
- CEr weiß, dass er nichts weiß.
- DEr will dem Sklavenjungen Tugenden vermitteln.
- EEr will zeigen, wie man lehrt.
126Abgesehen von den einzelnen Bestimmungen und Regelungen kann man MARIA THERESIAS Schulordnung lesen...
- Aals Beispiel für die Bemühungen des aufgeklärt absolutistischen Staates, das Schulwesen staatlich zu reglementieren.
- Bals Dokument für die Religionsfeindlichkeit MARIA THERESIAS.
- Cals Gegenreaktion auf die Gedanken der Aufklärung.
- Dals Versuch der Ausgestaltung des staatlichen Schulwesen im Sinne von HUMBOLDTS Bildungsideal.
- Eals Versuch, die Erziehungsideen von ROUSSEAU praktisch umzusetzen.
127KLAFKI stützt sich auf eine Unterscheidung, die eng mit der Konstruktion der Lehrpläne seit HUMBOLDT verbunden ist (vgl. HOPMANN: Restrained Teaching), nämlich die Differenz von ...
- ABildungsinhalt und Bildungsgehalt.
- BErziehung und Bildung.
- CLehren und Lernen.
- DMaterialer und formaler Bildung.
- ESchule und Leben.
128DEWEY macht sich in seinem Text The Child and the Curriculum Gedanken über das Verhältnis der Schülerinnen und Schüler zum „Lehrplan", insbesondere zu den Schulfächern (subject matter). Dabei plädiert er für ...
- Aden Vorrang des Schulwissens vor der begrenzten kindlichen Erfahrung.
- Bden Vorrang praktischen Handelns gegenüber abstraktem Denken.
- Cdie Abschaffung der Fächer zugunsten der Projektmethode.
- Deine an Erfahrungen statt an Schulfächern ausgerichtete Pädagogik.
- Eeinen Unterricht, der kindliche Erfahrungen und Schulfächer aufeinander bezieht.
129Welche der folgenden Aussagen trifft nach HOPMANN (Restrained Teaching, 2007) auf Didaktik nicht zu?
- ADass Lehrende beim Lehren Zurückhaltung üben müssen, ist ein Kerngedanke von Didaktik.
- BDer Bildungsbegriff ist konstitutiv für Didaktik.
- CDidaktik ist die Kunst der effizienten Vermittlung praxisrelevanter Kompetenzen.
- DDie Autonomie von Lehrenden und Lernenden ist wesentliches Element didaktischer Konzepte.
- EDie Unterscheidung zwischen Inhalt und Bildungsgehalt ist konstitutiv für Didaktik.
130HERBART beschäftigt sich in seiner ersten Vorlesung über Pädagogik mit dem Verhältnis zwischen pädagogischer Theorie und pädagogischer Praxis. Welchem der folgenden Sätze würde Herbart zustimmen?
- AIn der Theorie lernen wir, was wir in der Praxis umsetzen können.
- BTheorie soll uns auf die Praxis vorbereiten.
- CIn der Theorie können wir unsere praktische Arbeit reflektieren.
- DTheorie ist systematisierte praktische Erfahrung.
- EEin guter Praktiker braucht keine Theorie.
131Ein zweites erklärtes Ziel von bildungspolitischen Strategien wie der von KLIEME et al. (2003) ist, durch Standardisierung der Leistungsanforderungen das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler insgesamt zu steigern. Lässt sich dieses Ziel den internationalen Erfahrungen nach (vgl. HOPMANN 2008; LABAREE 2012) mit mehr sozialer Chancengleichheit vereinbaren?
- AAusgeschlossen: Irgendwer muss dabei verlieren und zwar in der Regel diejenigen, die über weniger außerschulische Ressourcen verfügen.
- BEs kommt auf die Lehrkräfte an: Wenn alle gut unterrichten, ist beide zugleich möglich.
- CKein Problem: Wenn alle Schülerinnen und Schüler mehr leisten, kommt das ja auch den sozial Schwächeren zugute.
- DSchon möglich, aber nur wenn die bildungsfernen Schichten sich besser integrieren und ihre sprachlichen und kulturellen Defizite abbauen.
- ESchwierig, aber machbar: Durch konsequente Individualisierung im Unterricht können alle ihr Leistungsmaximum ohne Benachteiligung anderer erreichen.
132Wie ist es laut BRUNEFORTH, WEBER & BACHER (Chancengleichheit und garantiertes Bildungsminimum in Österreich; 2012) um diese Chancengleichheit zur Zeit in Österreich bestellt?
- AGäbe es keine Schülerinnen und Schüler, deren Familien aus anderen Ländern zugewandert sind, dann gäbe es keine Probleme mit der Chancengleichheit.
- BIn Österreich gibt es keine soziale Chancengleichheit: Weder für Alteingesessene, noch für durch Migration Hinzugekommene.
- CSobald alle ein "garantiertes Bildungsminimum" erreichen, gibt es auch Chancengleichheit.
- DUngleiche Chancen sind vor allem den jeweiligen Familien anzurechnen: Die tun einfach nicht genug für ihre Kinder.
- EUngleiche Chancen sind vor allem eine Folge unseres Schulsystems: In einer Gesamtschule haben alle die gleichen Chancen.
133Eines der erklärten Ziele von bildungspolitischen Strategien wie der von KLIEME et al. (2003) ist, durch Standardisierung der Leistungsanforderungen mehr "soziale Chancengleichheit" im Schulsystem zu erzeugen. Der Erfolg in der Schule soll nicht wie bisher von der sozialen Herkunft abhängen. Was ist dem "Equity-Paradox" (HOPMANN & BAUER-HOFMANN; 2014) sowie den bisherigen empirischen Befunden (vgl. HOPMANN 2008) nach in Österreich zu erwarten?
- ADank der Standards wird PISA in Österreich immer besser abschneiden.
- BJe einheitlicher die Leistungsanforderungen, umso sozial gerechter verteilt sind die Ergebnisse.
- CJe einheitlicher die Leistungsanforderungen, umso sozial ungleicher verteilt sind die Ergebnisse.
- DStandardisierung hat keinen Einfluss auf die Chancengleichheit.
- EWenn alle an den gleichen Standards gemessen werden, haben alle die gleichen Chancen.
134 Manchmal kommt es wie 2009 in Österreich vor, dass sich viele Schülerinnen und Schüler weigern, den PISA-Test korrekt auszufüllen. PISA versucht deren Ergebnisse herauszufiltern, da durch diese der internationale Vergleich verzerrt werden würde. Nimmt man die bei KLIEME et al. (2003) vorgeschlagenen Kompetenzdefinitionen ernst, die ähnlich auch PISA zugrunde liegen, dann ist das...
- Aegal: PISA testet so viele Schülerinnen und Schüler, das es auf ein paar mehr oder weniger nicht ankommt.
- Bfalsch: die Bereitschaft sich einem entsprechenden Test zu stellen, ist Teil der geforderten Kompetenzen.
- Cfalsch: Länder, die den Test nicht ordentlich durchführen, sind selber schuld.
- Drichtig: es geht um "fachspezifische Leistungsbereitschaften" und Testverweigerung ist keine fachspezifische Bereitschaft.
- Erichtig: man kann nicht wissen, was diese Schülerinnen und Schüler wirklich wissen.
135Der Text von HOPMANN (No Child, No School, No State Left Behind; 2008) beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, warum Vorschläge wie die von KLIEME et al. (2003) zur Zeit in Österreich und vielen anderen Ländern erfolgreich sind. Was wird als Hauptgrund genannt?
- ADie fehlende soziale Chancengleichheit.
- BDie Grenzen der bisherigen Steuerung durch Institutionalisierung.
- CDie Mängel der vorherigen Lehrpläne.
- DDie Notwendigkeit, die Qualität des Unterrichts zu überprüfen.
- EDie schlechten Ergebnisse bei PISA.
136KLIEME et al. (Zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards; 2003) wollen Lehren auf die Erzeugung von genau definierten Kompetenzen ausrichten. Wäre das auch mit KLAFKIs didaktischer Analyse möglich?
- AJa: Es kommt nur darauf an, die dazu passenden Bildungsgehalte zu finden.
- BJa: Kompetenzen sind nur eine andere Form, Bildungsinhalte zu beschreiben.
- CNein: In der didaktischen Analyse werden keine Unterrichtsziele festgelegt.
- DNein: Kompetenzen haben nichts mit Bildung zu tun.
- ETeilweise: Kompetenzen sind nur ein Teil der möglichen Bildungsgehalte.
137KLAFKI beschreibt 1958 die "didaktische Analyse" als "Kern der Unterrichtsvorbereitung". Seiner Meinung nach soll Lehren...
- Aallein von den im Lehrplan festgelegten Inhalten ausgehen.
- Bdurch neue Unterrichtsformen wie die Projektmethode ersetzt werden.
- Csich statt an einem Lehrplan an der kindlichen Erfahrung ausrichten.
- Dvor allem durch Handlungsanweisungen erfolgen (learning by doing).
- Ezwischen kindlicher Erfahrung und Lehrplan vermitteln.
138 Weiterentwickelt wurde PARSONS Beschreibung der Schulklasse als soziales System (1959) bei einem anderen ebenfalls in der Literatur für die Modulprüfung vertretenen Autor:
- AKlafki.
- BLuhmann.
- CPiaget.
- DSkinner.
- EWygotski.
139PARSONS beschreibt 1959 schulisches Lehren und Lernen als "soziales System", das anderen Regeln folgt als die Familie oder andere soziale Systeme. Dieser Gedanke war nicht neu, sondern fand sich ganz ähnlich schon bei einem anderen in der Literatur für die Modulprüfung vertretenen Autor:
- AAristoteles.
- BDewey.
- CHegel.
- DHerbart.
- EHumboldt.
140WYGOTSKI beschreibt 1934 seine Sicht des Lehrens in Denken und Sprechen. In welchem der folgenden Punkte unterscheidet er sich von WATSON?
- AEr glaubt nicht, dass man gezielt Verhalten ändern kann.
- BEr lehnt Beobachtung als wissenschaftliche Methode ab.
- CEr lehnt psychologische Experimente ab.
- DEr sieht Lehren und Lernen als sozialgeschichtlich bedingt.
- EEr versteht Sprechen nicht als beobachtbares Verhalten.
141WATSON beschreibt 1913 seine Sicht des Lehrens in Psychology as the Behaviorist Views it. Ihm zufolge...
- Abesteht Lehren in der Verhaltensänderung durch Reize.
- Bgibt es keinen Zusammenhang von Lehren und Lernen.
- Ckann man Lehren wissenschafltich nicht beobachten.
- Dkann nur in wissenschaftlichen Experimenten gelehrt werden.
- Esoll Lehren durch Beobachtung ersetzt werden.
142DEWEY macht sich in seinem Text The Child and the Curriculum 1902 Gedanken über die Aufgaben des Lehrens in der Schule. Seiner Meinung nach soll Lehren...
- Aallein von den im Lehrplan festgelegten Inhalten ausgehen.
- Bdurch neue Unterrichtsformen wie die Projektmethode ersetzt werden.
- Csich statt an einem Lehrplan an der kindlichen Erfahrung ausrichten.
- Dvor allem durch Handlungsanweisungen erfolgen (learning by doing).
- Ezwischen kindlicher Erfahrung und Lehrplan vermitteln.
143 Dabei sieht HEGEL 1811 den Hauptzweck schulischer Lehre in...
- Ader Einübung unbedingten Gehorsams.
- Bder Entwicklung produktiver Ungeduld.
- Cder Selbstentfaltung der eigenen Kräfte.
- Dder Vertiefung des Glaubens.
- Eder Vorbereitung auf das öffentliche Leben.
144HEGEL beschreibt in seiner Schulrede von 1812 verschiedene Ebenen des Lehrens. Neben der unmittelbaren Belehrung und Auswahl der Unterrichtsgegenstände hebt er eine weitere Ebene des schulischen Lehrens hervor. Lehren...
- Adurch den Gebrauch alter Sprachen (Latein, Griechisch).
- Bdurch die Eigenschaften des Schulbetriebs.
- Cdurch die Mithilfe fleißiger Mitschüler.
- Ddurch religiöse Übungen.
- Edurch vorbildliche Lehrkräfte.
145Verzichtet HERBART in seiner Vorlesung mit der Geschichte der Pädagogik auf jede Erfahrungsgrundlage, an der man seine Lehren überprüfen kann?
- AJa: Erfahrung kommt eh erst später als Takt in der Praxis hinzu.
- BJa: Für seine Lehre genügen die philosophischen Grundsätze KANTs.
- CNein: man kann sich ja an seine eigenen Lehrer erinnern.
- DNein: Er benutzt ein damals übliches Lehrbuch von NIEMEYER als Grundlage.
- ENein: Seine Lehre soll durch wohl berechnete Experimente überprüft werden.
146HERBARTs Erste Vorlesung über Pädagogik (1802) richtet sich wie die STEOP hauptsächlich an künftige Pädagogen. Anders als die Vorlesung und die Literaturauswahl der STEOP lehnt er jedoch für eine solche Einführung einen geschichtlichen Zugang ab. Warum?
- AWeil ein Verständnis der Geschichte begrifflicher Voraussetzungen bedarf.
- BWeil eine Orientierung an Geschichte nur zu "Schlendrian" verführt.
- CWeil Geschichte nicht zum philosophischen Denken passt.
- DWeil man aus der Geschichte nie etwas lernen kann.
- EWeil seine neue Lehre alle bisherige Pädagogik ersetzen soll.
147Dabei war zufolge HOPMANN & KÜNZLI (Topik der Lehrplanung - Das Aarauer Lehrplannormal, 1994) Hauptaufgabe der neuen Lehrpläne...
- Adie Lehrkräfte auf bestimmte Unterrichtsergebnisse zu verpflichten.
- Bdie Schulfächer auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen.
- Cneue Formen des Lehrens durchzusetzen.
- Dtraditionelle durch zukünftig wichtige Schulfächer zu ersetzen.
- Ezwischen politischen Absichten und Schulpraxis zu vermitteln.
148Nach 1800 entwickeln sich aus solchen Schulordnungen die ersten staatlichen Lehrpläne (vgl. HOPMANN: restrained Teaching; 2007; HOPMANN & KÜNZLI: Topik der Lehrplanung - Das Aarauer Lehrplannormal, 1994). Wie gehen diese Lehrpläne mit dem Lehren der Lehrkräfte um?
- ASie beschäftigen sich nicht mit dem Thema.
- BSie definieren einen Entscheidungsspielraum (Methodenfreiheit).
- CSie wollen es durch Lehrerbildung vereinheitlichen.
- DSie wollen es durch staatliche Schulbücher ersetzen.
- ESie wollen es in jedem Detail vorschreiben.
149Wie gehen die ersten nationalen Schulordnungen wie Kaiserin MARIA THERESIAs Schulordnung von 1774 mit dem Lehren der Lehrkräfte um?
- ASie beschäftigen sich nicht mit dem Thema.
- BSie definieren einen Entscheidungsspielraum (Methodenfreiheit).
- CSie wollen es durch Lehrerbildung vereinheitlichen.
- DSie wollen es durch staatliche Schulbücher ersetzen.
- ESie wollen es in jedem Detail vorschreiben.
150Für ROUSSEAU (Emile oder von der Erziehung; 1762) spielt Lehren...
- Adurchgängig eine Rolle bei der Verknüpfung von Natur, Dingen und Menschen.
- Berst eine Rolle, sobald Emile erwachsen ist.
- Ckeine Rolle, denn alles ist vom Schöpfer gegeben.
- Dkeine Rolle, denn es kommt nur auf die Natur an.
- Enur solange eine Rolle, wie das Kind bei der Mutter ist.
151Wenn es nach ARISTOTELES Politik geht, dann sollte Lehren...
- Aabgeschafft werden.
- Bden Eltern überantwortet werden.
- Ckein Ziel haben.
- Döffentlich kontrolliert werden.
- Evom Kinde ausgehen.
152Wie beschreibt SOKRATES in PLATOs Menon seine eigene Rolle im Unterricht?
- AEr antwortet nicht.
- BEr fragt nicht.
- CEr lehrt nicht.
- DEr weiß nichts.
- EEr zeigt nichts.
153In PLATOs Menon bearbeitet SOKRATES die Frage, ob Tugend lehrbar sei. Ihm zufolge erwirbt man Tugend...
- Adurch Erfahrung im Leben.
- Bdurch Fragen der Lehrer.
- Cdurch gemeinsames Nachdenken.
- Ddurch göttliche Fügung.
- Edurch Vorbild der Eltern.
154Im Einführungstext zur Vorlesung und zur Literatur für die Modulprüfung (HOPMANN: Restrained Teaching; 2007) wird eine bestimmte Auffassung über Lehren vertreten. Demnach ist alles Lehren immer...
- AAutonom.
- BHistorisch.
- CPhilosophisch.
- DSystematisch.
- EVergeblich.
155 Im Sinne der für die moderne Lehrplankonstruktion folgenreichen philanthropischen Unterscheidung von ͟materialer͟und ͟formaler͟ Bildung ...
- Asind formale und materiale Bildung zwei getrennte Bildungsprozesse.
- Bgeht die formale der materialen Bildung immer voraus.
- Csind formale und materiale Bildung zwei Seiten eines Bildungsprozesses.
- Dist formale Bildung ohne materiale Bildung möglich.
- Eist materiale Bildung ohne formale Bildung möglich.
156Was konstituiert im Sinne der Befähigungstheorien (Sen, Nussbaum) soziale Ungleichheit?
- AUngleiche Verteilung von Leistungen.
- BUngleiche Chancen, in der Schule Erfolg zu haben.
- CUngleiche Verteilung von Gütern (ökonomisches Kapital).
- DUngleiche Verteilung von Kompetenzen.
- EUngleiche Chancen, das eigene Leben zu gestalten.
157Einen „heimlichen Lehrplan͞ im Sinne der Theorien von Dreeben, Jackson etc. gibt es ...
- Ain keiner Universität – die Theorie betrifft nur Schulen.
- Bnur in öffentlichen Universitäten - private Universitäten können das vermeiden.
- Cin allen Universitäten.
- Dnur in modernen Universitäten: früher gab es so etwas noch nicht.
- Enur in Universitäten, die ein soziales System wie Schulen haben (verschultes Studium).
158Was muss im Sinne der Kompetenztheorien (Weinert et al.) zum kognitiven Können hinzukommen, um von einer Kompetenz sprechen zu können?
- ASollen.
- BDürfen.
- CWollen.
- DMüssen.
- EMögen.
159 Glasersfelds radikaler Konstruktivismus schließt explizit an welches „Konstrukt͞ an?
- ALuhmanns „Systeme".
- BHegels „Weltgeist".
- CDeweys „Wirkungen".
- DPiagets „Kognitionen“.
- EWygotskis „Entwicklungszonen".
160Was ist im Sinne der Vorlesung (vgl. etwa Didaktik as Restrained Teaching) didaktisch im Unterricht immer gegeben – ganz gleich wie Schulalltag und Schulverfassung geregelt sind?
- ADie Autonomie des Lernens.
- BDie Gültigkeit der Lernziele.
- CDie Methodenfreiheit der Lehrkräfte.
- DDie Verbindlichkeit der Lehrpläne.
- EDie Verantwortlichkeit der Lehrkräfte.
161 In welcher Reihenfolge haben wissenschaftsgeschichtlich die folgenden Begriffe Einzug in die Lehr-Lernforschung gehalten?
- ABehaviorismus, Funktionalismus, Pragmatismus, Kognitivismus, Konstruktivismus.
- BBehaviorismus, Pragmatismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Funktionalismus.
- CFunktionalismus, Pragmatismus, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus.
- DFunktionalismus, Behaviorismus, Pragmatismus, Kognitivismus, Konstruktivismus.
- EPragmatismus, Funktionalismus, Behaviorismus, Konstruktivismus, Kognitivismus.
162Seit Sokrates͛ Tagen war es ein Traum der Pädagogik, Bildung durch Lehren und Lernen ergebnissicher zu gestalten, sei es durch die rechte Ordnung, die methodische Reihenfolge oder eine geschickte Auswahl. Wenn Sie auf die in der Vorlesung berichteten Befunde zurückblicken, dann ...
- Ageht das nicht, weil die Forschung nichts Genaues über Bildung, Lehren und Lernen aussagen kann.
- Bkönnen wir dort nicht (mehr) hinkommen, weil umstritten ist, was gelehrt und gelernt werden soll.
- Cist dies im Sinne des in der Vorlesung vorausgesetzten Bildungsbegriffs wederwünschenswert, noch machbar.
- Dlässt sich das durch bestimmte Verfahren (wie etwa Mastery Learning) jetzt schon gewährleisten.
- Esind wir noch nicht soweit, können aber dort hinkommen.
163Individuelle Bildung ist im Sinne Luhmanns ...
- Akein Teil des Unterrichts.
- BNebeneffekt des Unterrichts.
- CErgebnis des Unterrichts.
- DVoraussetzung des Unterrichts.
- EFunktion des Unterrichts.
164Die sogenannte Kontroverse zwischen Wygotski und Piaget bezieht sich in erster Linie auf..
- Adie Neurobiologie des Lernens.
- Bdie Frage, ob es Stufen kindlicher Entwicklung gibt.
- Cdie Wichtigkeit kognitiver Prozesse für das Lernen.
- Ddas Verhältnis von Sprache und Denken.
- Edie Bedeutung des Experiments für die psychologische Forschung.
165Welche der Aussagen ist im Sinne des „Equity-Paradoxes͞ (Bauer-Hofmann/Hopmann 2013) richtig?
- ASchulen haben keinerlei Einfluss auf soziale Chancen.
- BDurch Gesamtschulen lässt sich soziale Gerechtigkeit erzeugen.
- CEs ist prinzipiell unmöglich, soziale Ungleichheit abzubauen.
- DDie Verheißung „sozialer Chancengleichheit“ durch schulische Bildung war von Anfang an uneinlösbar.
- EDie Vermehrung sozialer Ungleichheit ist ein notwendiges Übel im Schulbetrieb.
166Wie werden Leistungsfördernde und Leistungshemmende Faktoren, wie Geschlecht und soziale Herkunft in den Analysen von Bruneforth, Weber und Bacher (2012) beschrieben?
- AAls gesellschaftliche Lebenslagen.
- BAls individuelle Risiken und Chancen.
- CAls Wirkungen des Schulbetriebs.
- DAls Folge der Schulstrukturen.
- EAls politische Machtfragen.
167Wer sollte nach Bruneforth, Weber und Bacher (2012) darüber entscheiden, woraus ein „Bildungsminimum͞als Untergrenze erfolgreicher Beschulung bestehen sollte?
- ADie Wirtschaftsverbände.
- BDie Lehrkräfte.
- CDie Politik.
- DDie Wissenschaft (z.B. das PISA Konsortium).
- EDie SchülerInnen selbst.
168Was haben die meisten der Schülerinnen und Schüler gemeinsam, die nach Bruneforth, Weber und Bacher (2012) in Österreich von „Bildungsarmut͞ betroffen sind? Sie sind..
- AEinheimische.
- BMuslime.
- CMigrantInnen.
- DWestösterreicher.
- EMädchen.
169 In der Expertise von Klieme et. al. (2007) ist von „Bildungsstandards͞ die Rede, mit denen die Überprüfung von schulischen Leistungen möglich werden soll. Wenn man auf die österreichische Bildungslandschaft blickt, dann...
- Asind die Standards ein völlig neuer Ansatz in der Lehrplanung.
- Bgibt es solche Standards bis heute nicht.
- Cerfordern die Standards Einführung von Gesamt- und Ganztagsschulen.
- Dgab es ähnlich genutzte Standards schon zu Maria Theresias Zeiten.
- Everstoßen solche Standards gegen das österreichische Schulgesetz.
170Wenn jemand in einem Lernbereich etwas kann, aber keine Lust hat, dies zu zeigen, dann ist er im Sinne der Kompetenzdefinition Klieme et. al. (2007) in Bezug auf diesen Bereich...
- Aungebildet.
- Binkompetent.
- Cunwissend.
- Dteilweise kompetent.
- Ebehindert.
171Welche der folgenden Ideen kann sich nicht auf Parsons „Schulklasse als soziales System͞ (1959) berufen?
- AGesamtschulsysteme sind gerechter.
- BSchule wirkt vor allem durch die Organisation des Schulbetriebs.
- CPeer Groups sind folgenreich.
- DSchulische Leistung lohnt sich.
- ELehrkräfte machen einen Unterschied.
172 In welchem Verhältnis steht Klafkis „Didaktische Analyse͞ (1958) zum Lehrplan?
- ASie ist unabhängig vom Lehrplan.
- BSie ist im Lehrplan enthalten.
- CMit ihr lässt sich ein Lehrplan erstellen.
- DSie setzt den Lehrplan als gegeben voraus.
- ESie soll den Lehrplan ersetzen.
173Welche der in den letzten drei Vorlesungen vorgestellten Forschungsmethoden passt am besten zu Luhmanns Theorie?
- ADewey: Beide beschreiben Unterricht als offenes System der Wechselwirkung von Schule und Leben.
- BPiaget: Beide verstehen Unterricht als kognitive Entfaltung.
- CSkinner: Beide wollen Lernen durch Leistungsmessung (Belohnung und Bestrafung) kontrollieren.
- DWatson: Beide wollen nur beobachten.
- EWygotski: Beide analysieren individuelles Lernen als soziale Erfahrung.
174Woraus besteht laut Luhmann Unterricht?
- ABildung.
- BDenken und Sprechen.
- CKommunikation.
- DLernen und Leisten.
- ELehrenden und Lernenden.
175Dewey beschreibt in seinem Text zwei Sekten, die einander unversöhnlich gegenüber stehen. Worüber streiten diese Sekten seiner Meinung nach hauptsächlich?
- AOb der Unterricht an den Erfordernissen der Schulfächer oder den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet werden soll.
- BOb der Unterricht durch Lehrkräfte gesteuert oder allein von den Kindern gestaltet werden soll.
- COb individualisiertes Lernen besser ist, als gemeinschaftliches.
- DOb Kinder in der Schule überhaupt lernen können, was sie lernen sollen.
- EOb wir in der Schule für die Prüfung oder für das Leben lernen sollen.
176 Und wie ist das mit den Gemeinsamkeiten bei Piaget und Wygotski? Welche der folgenden Aussagen stimmt nicht?
- ABeide betreiben experimentelle Lernpsychologie.
- BBeide sehen Lernen als Anpassung an äußere Gegebenheiten.
- CBeide sehen Verhalten abhängig von der Entwicklung des Denkvermögens.
- DBeide setzen am einzelnen Lernenden an.
- EBeide suchen nach Strukturen des Lernens.
177Welche der folgenden Aussagen über Gemeinsamkeiten von Watson und Piaget stimmt nicht?
- ABeide betreiben experimentelle Lernpsychologie.
- BBeide sehen Lernen als Anpassung an äußere Gegebenheiten.
- CBeide sehen Verhalten abhängig von der Entwicklung des Denkvermögens.
- DBeide setzen am einzelnen Lernenden an.
- EBeide suchen nach Strukturen des Lernens.
178Könnte man eine Modulprüfung mit schriftlichem Test im Sinne Watsons als behavioristisches Experiment deuten?
- AJa: ein Test zeigt ja, wie die Studierenden auf eine stimulierende Vorlesung reagieren.
- BJa: ein Stimulus (Test) folgt eine beobachtbare Reaktion (z.B. Ankreuzen)
- CModulprüfungen sind keine Experimente!
- DNein: getestet wird ja das Wissen, nicht das Verhalten.
- ENein: Man muss ja nicht wissen, wie das Ankreuzen zustande kommt (ob durch Wissen oder Abschreiben)
179Als was sieht Watson seinen Behaviorismus an?
- AAls Ersatz aller bisherigen Psychologie.
- BAls Grundlage aller Wissenschaften.
- CAls neue Wissenschaftsdisziplin neben der Psychologie.
- DAls neues Teilgebiet innerhalb der Psychologie.
- EAls Weiterentwicklung der bisherigen Psychologie.
180Gegenwärtig werden in Österreich externe Überprüfungen von Schulleistungen anhand national einheitlicher Standards eingeführt. Wenn Sie an die Allgemeine Schulordnung Maria Theresias von 1774 zurückdenken, dann...
- Agab es zwar einheitliche Standards, aber keine Überprüfungen.
- Bwar solches damals verboten.
- Cwar solches damals schon vorgesehen.
- Dgab es zwar Überprüfungen, aber keine einheitlichen Standards.
- Ewar solches damals unbekannt.
181 Wie beurteilt Herbart in seiner ersten Vorlesung zur Pädagogik die von Rousseau beschriebenen Erziehungsmächte?
- ADie Erziehung durch Menschen ist stärker als die Erziehung durch Natur und Dinge.
- BEs ist Aufgabe des Erziehers, die Erziehung durch Natur und Dinge zu ermöglichen.
- CRousseaus Dreiteilung kommt bei Herbart nicht vor.
- DEs ist die Aufgabe des Erziehers, der Erziehung durch Natur und Dinge entgegenzuwirken.
- EDie Erziehung durch Natur und Dinge bewirkt in der Regel mehr, als die Erziehung durch den Menschen.
182 Im weiteren Verlauf unterscheidet Rousseau die Erziehung durch Menschen, Dinge und Natur. Angenommen, Emile klettert unbeobachtet auf einen Baum und fällt herab. Was wäre das nach Rousseau?
- AErziehung durch Natur.
- BNichts von alledem.
- CErziehung durch Dinge.
- DZusammenwirken aller drei Erziehungen.
- EErziehung durch Menschen.
183Schon die ersten Seiten in Rousseaus Emile waren für viele Zeitgenossen und insbesondere für die katholischen unter ihnen ein Skandal. Warum?
- AWeil Rousseau Mütter zu Hauptverantwortlichen der ersten Erziehung erklärt?
- BWeil Rousseau neugeborene Kinder für dumm hält?
- CWeil Rousseau neugeborene Kinder für unschuldig hält?
- DWeil Rousseau die Menschen für unfähig hält (alles entartet ihnen)?
- EWeil Rousseau die Erziehung mit Pflanzenzucht vergleicht?
184Laut Vorlesung sowie dem Text über die Geschichte der Didaktik (Restrained Teaching) setzt sich im Mittelalter mit Autoren wie Hugo St. Viktor die Annahme durch:
- ANicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.
- BSchulisches Lehren folgt einer anderen Ordnung als außerschulisches Lernen.
- COhne Disziplin lernt man nichts.
- DEs sollte so gelehrt werden, wie in der lebensweltlichen Erfahrung gelernt wird.
- ESchulisches Wissen ist weniger komplex als lebensweltliche Erfahrung.
185Dabei diskutiert Aristoteles unter anderem auch die Frage der schulischen Leistung. Was hätte Aristoteles wohl freien Athener Bürgern bei einem Wettbewerb wie PISA empfohlen?
- AMitmachen macht keinen Sinn: Leistung kann man nicht vergleichen.
- BNur freiwillig: Wer Lust hat sollte mitmachen.
- CAuf keinen Fall mitmachen: Schadet dem Charakter.
- DMitmachen schadet nicht: Dann wissen wir, wie gut wir sind.
- EAuf jeden Fall mitmachen: Athen gewinnt.
186Aristoteles beschäftigt sich im achten Kapitel seiner Politik ausgiebig mit der Frage, wie viel freie Bürger in der Schule deswegen lernen sollten, weil es im späteren Leben von „Nutzen͞ ist.
- AAlles.
- BSo viel wie möglich.
- CGar nichts.
- DNach Belieben.
- ESo wenig wie nötig.
187 In Platos Menon steckt eine bestimmte Grundidee über das Verhältnis des Menschen zum Wissen. Am Anfang eines Lernprozesses...
- Awissen wir, was wir wissen.
- Bwissen wir, was wir nicht wissen.
- Cmuss Wissen durch andere gelehrt werden.
- Dwissen wir nicht, was wir wissen.
- Emuss Nicht-Wissen durch andere freigelegt werden.
188 Woher stammt laut BRUNEFORTH, WEBER & BACHER (Chancengleichheit und garantiertes Bildungsminimum in Österreich; 2012) die große Mehrheit derjenigen Familien, deren Kinder in Österreich von "Bildungsarmut" bedroht sind?
- AAus Afrika.
- BAus der Türkei.
- CAus Österreich.
- DAus Osteuropa.
- EVom Balkan.
189In diesem Zusammenhang werden unterschiedliche Reaktionen der Länder auf die Umstellung auf Bildungsstandards untersucht: "No Child Left Behind, No School Left Behind, No State Left Behind". Worauf werden diese Unterschiede zurückgeführt?
- AAuf den unterschiedlichen Einfluss neoliberaler Politik.
- BAuf gesellschaftliche Traditionen des Verhältnisses von Schule und Staat.
- CAuf gegenläufige lerntheoretische Auffassungen.
- DAuf unterschiedliche Schulstrukturen.
- EAuf unterschiedlichen Erfolg bzw. Misserfolg bei PISA.
190Im Text von HOPMANN (No Child, No School, No State Left Behind; 2008) wird untersucht, wie es zur Durchsetzung solcher Bildungsstandards in verschiedenen Ländern gekommen ist. Was war demnach entscheidend für ihre Durchsetzung?
- ADer Wandel des gesellschaftlichen Umgangs mit sozialen Risiken.
- BDie Durchsetzung neuer lernpsychologischer Erkenntnisse.
- CDie Lerndefizite der Schülerinnen und Schüler.
- DDie soziale Ungerechtigkeit des Schulsystems.
- EDie Überalterung der hergebrachten Lehrpläne.
191In Österreich werden die hergebrachten Lehrpläne anhand von "Bildungsstandards" (KLIEME et al. 2003) durch neue Kompetenzpläne ersetzt. Wie könnten solche "Kompetenzen" in einer "didaktischen Analyse" (KLAFKI 1958) beschrieben werden?
- ASie ersetzen die bisherigen Bildungsinhalte.
- BSie heben die Unterscheidung zwischen Bildungsinhalt und Bildungsgehalt auf.
- CSie können prinzipiell kein Gegenstand didaktischer Analyse sein.
- DSie machen sowohl Bildungsinhalte, als auch Bildungsgehalte überflüssig.
- ESie sind mögliche Bildungsgehalte.
192Durch das Lernen von "Kompetenzen" im Sinne von KLIEME et al. (Zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards; 2003) erwirbt man...
- Aautonome Urteilskraft.
- Bfachspezifische Leistungsbereitschaften.
- Cfächerübergreifende Fähigkeiten.
- Dgrundlegende Bildung.
- Elebenswichtiges Wissen.
193Was bestimmt nach PARSONS (Die Schulklasse als soziales System; 1959) über den Unterricht hinaus den Erfolg des Lernens in der Schule?
- ADie Autonomie der Lehrkräfte.
- BDie Formen der Leistungsmessung.
- CDie Herkunft der Schülerinnen und Schüler.
- DDie Strukturen des Schulbetriebs.
- EDie Ziele des Unterrichts.
194Auch in KLAFKIs bildungstheoretischer Schrift Didaktische Analyse (1958) geht es um die pädagogische Organisation des Lernens. Auf welches Verhältnis zielt diese Organisation im Unterricht?
- AAnlage und Umwelt.
- BBildungsinhalte und Bildungsgehalte.
- CIndividuum und Gemeinschaft.
- DStaat und Schule.
- EWissen und Können.
195Von ARISTOTELES und PLATO bis hin zu WYGOTSKI möchten fast alle in der Prüfungsliteratur vertretenen klassischen Autoren Lernen pädagogisch organisieren. Wie stellt sich SKINNER in seinem Buch Beyond Freedom and Dignity (1971) zu diesen Bestrebungen?
- AEr bezweifelt, dass man Lernen zielgerichtet steuern kann.
- BEr klammert die Frage nach der Steuerung des Lernens bewusst aus.
- CEr lehnt dies als Angriff auf die Freiheit und Würde des Menschen ab.
- DEr möchte dadurch die Freiheit und Würde des Menschen wiederherstellen.
- EEr will die ganze Gesellschaft pädagogisch organisieren.
196WYGOTSKI sieht anders als PIAGET dementsprechend Lernen als...
- Aautonom gesteuert.
- Berfahrungsresistent.
- Cgenetisch bedingt.
- Dhistorisch wandelbar.
- Esprachlich bestimmt.
197Auch bei WYGOTSKI (Denken und Sprechen; 1934) geht es um die Wechselwirkung von Ich und Welt im Lernprozess, allerdings mit einer anderen Zielrichtung. Ihm geht es anders als HUMBOLDT oder PIAGET primär um Lernen als...
- AAnpassung an die Welt.
- BAutonomie des Denkens.
- CEntfaltung der Individualität.
- DInteraktion mit anderen.
- EStärkung des Ich.
198Was unterscheidet in didaktischer Perspektive (Inhalt/Gehalt) die früheren, seit Humboldt etc. üblichen Lehrpläne von modernen „kompetenzorientierten Bildungsstandards“ wie den in der Vorlesung vorgestellten?
- ALehrpläne definieren bestimmte Inhalte, Bildungsstandards bestimmte Gehalte am Beispiel bestimmter Inhalte.
- BLehrpläne definieren den Gehalt des Wissens, Bildungsstandards den Inhalt des Könnens.
- CLehrpläne definieren Inhalte unabhängig von bestimmten Gehalten, Bildungsstandards bestimmte Gehalte unabhängig von Inhalten.
- DLehrpläne definieren, was gelehrt werden soll (Inhalte), Bildungsstandards wie gelernt werden soll (Gehalte).
- ELehrpläne definieren, wie gelehrt werden soll (Gehalte), Bildungsstandards was gelernt werden soll (Inhalte).
199PIAGET (die geistige Entwicklung des Kindes; 1974) beschreibt wie HUMBOLDT die Wechselwirkung von Ich und Welt als Kern des Lernprozesses, allerdings mit einer anderen Zielrichtung. PIAGET sieht Lernen im Unterschied zu HUMBOLDT primär als...
- AAnpassung an die Welt.
- BAutonomie des Denkens.
- CEntfaltung der Individualität.
- DInteraktion mit anderen.
- EStärkung des Ich.
200WATSON (Psychology as the Behaviourist views it; 1913) entwickelt eine radikal neue Sicht auf das Lernen. Seiner Meinung nach besteht Lernen aus...
- ABelohnung und Strafe.
- BBeobachtung.
- CErkenntnis und Interesse.
- DReaktionen auf Reize.
- EVersuch und Irrtum.
Informações
- Descrição
- Quiz sobre BIWI - Steop 2 Teil 1, criado por Katja Hofschneider em 13-01-2018.
- Autor
- Katja Hofschneider
- Idioma
- Deutsch
- Visualizações
- 1.130
- Avaliação
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