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Karteikarten Kapitel 3: Alfred Schütz – phänomenologische Soziologie

Aline Triesch Alemão 11 flashcards

Karteikarten Kapitel 3: Alfred Schütz – phänomenologische Soziologie

Flashcards do conjunto (11)

  1. 1Der sinnhafte Aufbau der Welt-philosophische Fundierung für Soziologie von Max Weber
    -Schütz befasst sich mit der Grundthematik der Sozialwissenschaften; den Urphänome des gesellschaftlichen Seins (hat Weber seiner Meinung nach nicht genug thematisiert)
    -z.B. setzt Weber den Begriff „Sinn“ voraus, ohne zu erläutern, was er bedeutet
    -Ziel: Über Phänomenologie eine Antwort auf Frage: „Wie Menschen über die Wirklichkeit verfügen, in der sie gemeinsam leben.“
  2. 2Phänomenologie und Lebenswelt-Phänomenologie = Theorie, die auf die erkennende Sinnbildung und Seinsgeltungen zurückgeht
    -Frage: Wie kommt es zur natürlichen Weltanschauung? → Jeder Mensch besitzt einen eigenen Zugang zur Wirklichkeit
    -Zugang zur Wirklichkeit nur über Bewusstsein möglich
    -Phänomenologie beschreibt also, wie die Dinge, auf die sich das Bewusstsein richtet, in unser Bewusstsein gelangen
    -Lebenswelt = selbstverständlich vorausgesetzte Welt mit sinnlichen Erfahrungen (ist einfach da;
    fraglos)
  3. 3Konstruktion und Konstitution der Welt-Phänomenologie fragt, wie der Mensch Erfahrungen macht und wie diese seinen Umgang mit der Welt bestimmen/ wie sie sich im Umgang mit anderen auswirken
    -Ziel: Aufzuzeigen, wie sich der Mensch eine Welt im Bewusstsein konstituiert und wie er sich seine Welt konstruiert
    -Erfahrungen richten sich in Vergangenheit und auch in Zukunft:
    -typische Erfahrungtypische Erwartung (Durch Vorerinnerung/Handlungsentwurf)
    -hat somit entscheidende Bedeutung für Handlung
    -Anliegen der Phänomenologie in einem Satz: „Wie entstehen Erfahrungen?“
  4. 4Frage: Wie kommen wir mit der Welt in Kontakt?-erleben: Welt erleben ohne nachzudenken, Erlebnisse werden gespeichert
    -Erfahrungen: Bei einer neuen Situation, in der an das Erlebnis erinnert wird
    -Bewusstsein: Wenn das „Ich“ eintritt → reflexive Zuwendung
    -Sinn erhalten: wenn ich sie in Bezug mit anderen Erfahrungen setze & verallgemeinere
    → Sinn = zwischen zwei Erfahrungen wird eine Verbindung hergestellt, die für beide Seiten etwas bedeutet
  5. 5Strukturen der Lebenswelt-Erfahrungen lagern sich zu Wissensvorrat ab
    -Mit Wissensvorrat schafft sich der Mensch seine subjektive Weltanschauung
    -Welt ist aber schon vorhanden und speichert Wissen, das andere vor mir gesammelt haben
    → Widerspruch; Wissen der Welt ist unumgänglich
    → Welt setzt Menschen Grenzen im Denken und Handeln(=objektive Welt)
    -nicht nur, wie Individuum Zugang zur Wirklichkeit und zu Anderen bekommt, sondern um Strukturierung der Lebenswelt durch Institutionen und Produkte, die von Menschen geformt werden und auf menschliches Handeln zurückwirken
    -subjektive Welt ist durch objektive Welt „eingerahmt“. Selbst die subjektiv wahrgenommene Lebenswelt ist bereits sozial geformt, also beeinflusst.
  6. 6Lebenswelt der natürlichen EinstellungWas ist die alltägliche Lebenswelt?
    → 4 Definitionen
    1- Wirklichkeitsbereich, an dem Mensch unausweichlich teilnimmt
    2- schlicht gegebene Welt; Erleben der Welt ist fraglos
    3- Lebenswelt wird mit anderen geteilt
    4- Menschen leben nicht nur, sondern Handeln in Lebenswelt und diese wiederum gibt unsere Handeln und Denken den Rahmen (Pragmatisches Motiv)
  7. 7Typisierung-durch Wissensvorrat wird jede neue Situation typisiert und bewältigt
    -Typisierung = Herstellung eines Sinnzusammenhangs (Zwischen bereits im Wissensvorrat Abgespeichertem und der aktuellen Situation)
    -wird Situation erneut in gleichen Sinneszusammenhang eingeordnet, wird sie zur typischen Situation
    -Typisierungen ordnen quasi neue Wirklichkeit und wandeln sie in alte, vertraute Wirklichkeit
    -Sedimente im Wissensvorrat können auch über Sprache entstanden sein → Typisierung können von Gesellschaft ausgehen
    -Regelfall: wir handeln nach unseren Erfahrungen /unserem Wissensvorrat und legen Welt so aus, wie wir sie kennen
    -Erfahrungen entstehen durch Aufmerksamkeit (Handeln) für eine Situation→Ergebnis des Handelns= Lösung des Problems
    -neue Situation tritt ein→ Wissensvorrat wird aktiviert
    -Besteht Beziehung zw. Erfahrung und neuem Problem, kommt es zum Typisierungsprozess
    -Typisierung ist zweiseitiger Prozess:
    1.) durch Gesellschaft werden Individuum Typisierungen vorgegeben und unbewusst
    Übernommen.
    2.) eigenständige Aneignung von Typisierungen
    Typisierung
  8. 8Idealisierungen-Lebenswelt ist nicht einfach da, sondern wird permanent von uns ausgelegt, allerdings unterbewusst
    -geschieht nach Erfahrungen, daher vertraue ich darauf, dass Welt so bleibt wie sie ist
    =Idealisierung des „und so weiter“ [Kontinuität]
    → daher gilt auch, dass früheres erfolgreiches Handeln übernommen werden kann, solange Weltstruktur konstant bleibt
    → solange Erfahrungen gelten kann ich Handeln
    -Idealisierung des „Ich kann immer wieder“:
    unter typisch ähnlichen Umständen (wie früher) kann ich typisch ähnlich Handeln, um typisch ähnliche Wirkung / Erfolg zu erzielen
    → in aktuelles Handeln fließen Erfahrungen ein
    → Da aber jede Situation neu ist, werden Besonderheiten der Situation unterdrückt und sich auf das typisch Normale fokussiert
    → Unterdrückung der Indizes
    → Ohne diese Idealisierung wäre Erfahrung & Handeln nicht möglich
  9. 9Die Struktur der Lebenswelt-Generalthese der wechselseitigen Perspektiven (Annahme, dass Lebenswelt gemeinsam konstituiert wird):
    o Idealisierung der Vertauschbarkeit der Standpunkte (Annahme: ein Anderer würde an meiner Stelle die Dinge aus gleicher Perspektive sehen)
    o Idealisierung der Kongruenz der Relevanzsysteme (Annahme: Unterschiede in der Auffassung der Welt sind irrelevant, es erfolgt Beurteilen nach gleichen Kriterien)
    → Andere handeln wie wir es erwarten, weil wir in gleicher Welt sozialisiert wurden → herausbilden von Mustern, die sich bewährt haben
    -das heißt: Intersubjektivität ist gegeben, weil wir mit Anderen in einer Welt leben und Voraussetzungen für gemeinschaftliches Leben selbst schaffen und bestätigen
  10. 10Zeitstruktur und Sinnstruktur des Handelns Handeln → Prozess (trägt Zukunft in sich)
    -Handlung → Ergebnis des Prozesses (trägt Vergangenheit in sich)
    -Handeln nur, wenn wir Vorstellung über Ergebnis haben; Handeln, als ob Ziel vorhanden wäre
    → Handlung ist das Ziel, auf das Handeln steuert
    -Zeitstruktur:
    o In Denkprozess: Zuerst Vorstellung der Handlung (Ziel), dann Handeln (Prozess)
    o In Realität: Zuerst Handeln (Prozess), dann Handlung (Ziel)
    -Sinnstruktur: „stillschweigende Annahmen über Motive des Handelns“
    o Um-Zu-Motiv
    bezogen auf die Zukunft
    basierend auf Erfahrungen, die Handeln lenken
    „Jeder Schritt des Handelns wird getan, um etw. zu erreichen“
    o Weil-Motiv:
    Vergangenheit
    basierend auf subjektiver Relevanzstruktur
    deshalb handeln wir nicht einfach so, sondern weil es bestimmte
    Gründe gibt
  11. 11Der Anspruch der phänomenologischen Soziologie-Schicht für Schicht freilegen, wie sich der Mensch die Wirklichkeit ordnet
    -erfolgsversprechende Lösungen für grundsätzliche Probleme des täglichen Lebens vorzuschlagen und dem Menschen bei seiner handelnden Orientierung in der Welt zu helfen

Informações

Descrição
Die Karteikarten geben eine Wiederholung des kompletten Kapitel 3. Es ist so aufgebaut, dass auf der Vorderseite ein Thema dargestellt ist, dass auf der Rückseite kurz zusammengefasst ist. So können die Inhalte aus dem Folienset zu Kapitel 3 wiederholt werden und es wird die Möglichkeit geboten diese selbstständig abzuprüfen. Teilweise sind Fragen zwischengeschaltet.
Criado por
Aline Triesch
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