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Flashcards

Musikgeschichte

Anna V Alemão 123 flashcards

Flashcards do conjunto (123)

  1. 1Quellen gen erelle Unterscheidungen- unabsichtlich überlieferte Quellen
    - absichtlich überlieferte Quellen
    - Primärquellen
    (- Reproduzierte Primärquellen)
    - Sekundärquellen
  2. 2Gegenstandsbereiche der musikwissenschaftl. ForschungMusik & Geschichte
    -Biographik
    - Musiktheorie (Handwerkslehre)
    - Musikästethik/ Musikphilosophie
    -> Quellenforschung, Notentextanalyse
    Musik & Gesellschaft
    -Musiksoziologie
    -Musikethnologie
    -vergl. Musikwissenschaft
    -Popularmusikforschung
    -> Feldforschung, Beobachtung, Interview
    Musik & Person
    -Musikpsychologie (Psychoakkustik und Sozialpsychologie)
    -> Experiment, physiologische Messung (naturwissenschaftl. Methoden)
    Anwendung der Forschungsergebnisse
    - Musikpädagogik
    -Musiktherapie
    -funktionelle Musik
    -technische Entwicklung
  3. 3Primärquellen1) Schallquellen
    2) Sachquellen
    3) Bildquellen
    4) Wortsprachliche Quellen
    5) Musikalisch notierte Quellen
  4. 4SchallquellenTonträger & Bildtonträger
    -> Musikausübung
  5. 5SachquellenGegenstände/Objekte (Musikinstrumente oder Konstruktionen)
    -> Konstruktionsweise & technische Funktion
  6. 6BildquellenDarstellung von Musikgegenständen oder Szenen
    -> Musikikonographie
    -> Instrumentenkunde, Aufführungsart, Sozialgeschichte, Musikanschauung
  7. 7Wortsprachliche Quellen1) Nachschlagewerke
    -> zeitgenössischer Sprachgebrauch & zeitgenössisches Verständnis eines Sachverhalts
    2) Reflektierende Texte
    3) Zeitgenössische Dokumente von Einzelpersonen (Briefe, Autobiographien)
    -> hoher Quellenwert, aber Manipulation
  8. 8Musikalisch notierte Quellena) Notation
    b) Stimmenpräsentationsformen
    c) Technische Überlieferungsform
  9. 9Reproduzierte Primärquellenneueres Material, mit dessen Hilfe uns Primärquellen zugänglich gemacht werden
    1) Worttexte
    - Reprint/Neudruck
    -Quellenlesebuch
    -Faksimile
    - Dokumentensammlungen
    -Briefe/Briefsammlungen
    2) Musikalien
    -Reproduzierung von Kompositionen
    - Gesamtausgaben
  10. 10Sekundärquellen(Fachliteratur, populärwissenschaftlich)
    1) Nachschlagewerke
    2) Monographie & Sammelpublikationen
  11. 11Frühklassik - zeitliche EinordnungÜbergangsphase von Barock zu Wiener Klassik
    ca. 1740 bis 1780 (Tod Bach)
  12. 12Frühklassik - historischer Hintergrund und Menschenbild-Aufklärung & aufgeklärter Absolutismus
    -Bürgertum hat Einfluss löst Adel ab
    -> Kunst wird für jeden zugänglich, Entwicklung individueller Stile
    Verlagerung kirchliche Musik weltliche
    Neues Ideal der Natürlichkeit
    Menschenbild: Streben nach individueller und persönlicher Freiheit
    -> spiegelt sich in Musik
    -Ratio (Barock) vs Emotio (Klassik)
  13. 13Galanter Stil17. 18. Jh: "galant homme"
    - Komponieren für's Ohr, weniger regelgebunden
    - Musik ist leicht verständlich und ausdrucksvoll, aber natürlich
  14. 14Ballettoper (Frühklassik)freier im Aufbau als gewöhnliche Oper
    spektakuläre Inszenierungen, Tänze, prunkvolle Kostüme, Effekte
  15. 15Empfindsamkeit (Frühklassik)"sensibilité"
    zentral in der Aufklärung
    Frage: Wie wirkt Kunst auf Emotionen?
    Ziel: Erweckung von "moralischen Emotionen"
    -> Musik aus der Seele, spiegelt Emotionen, drückt schwankende Affekte aus
  16. 16Liedformen (Frühklassik)zweiteilige Liedform
    dreiteilige Liedform
    Rondo
  17. 17Zweiteilige LiedformA - A
    A - A'
    A - B
  18. 18Dreiteilige LiedformDa Capo Form A-B-A / A-B-A'
    A-B-C
    Barform A-A-B
  19. 19Rondo allgemein und Formenmehrfacher Wechsel von gleichbleibendem Kehrreim (Refrain) & Strophe (Couplet)
    - Kettenrondo: ABACADAEAF...
    - Bogenrondo: ABACABA
    - Sonatenrondo:Verwendung eines Rondos als Schlussatz einer Sonate (ABA Exposition C Durchführung ABA Reprise)
  20. 20Mannheimer Schule (Frühklassik)Musikerkreis 1734-1778
    maßgeblicher Beitrag zur Entwicklung der klassischen Sinfonie
    - Musik zum Hören schaffen, nicht für's Papier!
    - Generalbassprinzip wird aufgehoben
    (Führung durch Oberstimmen)
    - Streicher als Klangfundament
    - Gewinn an Dynamik
    - Menuett als Tanzsatz in Sinfonie
    -Gegenüberstellung kontrastierender Themen/ Wechsel von Leidenschaften
  21. 21Berliner Liederschule (Frühklassik)ssssss
  22. 22Opera BuffaThemen: alltäglich, parodiert Opera seria
    Charakteristik: Sprechgesang & Seccorezitativ
  23. 23Deutsches SingspielThemen: bürgerliche Komik oder Fantastisches
    Charakteristik: gesprochene Dialoge
    Entwickelte sich vom schlichten Sprechstück zur Oper
    Bsp: Mozart, Die Entführung aus dem Serail, Die Zauberflöte
  24. 24Wiener Klassik historische Einordnung1780 - 1830
    Ausbruch franz. Revolution
  25. 25Wiener Klassik musikalische Merkmale- Einflüsse aus anderen Ländern
    . an das ganze Volk gerichtet
    - zu diatonischen System kommen immer mehr chromatische Element hinzu
    - Dynamik (Crescendo / Decrescendo)
    - leicht einprägsame Melodien
  26. 26Kompositionstechniken der Wiener KlassikObligate Akkompagnement
    Durchbrochener Stil
    Motivisch-thematische Arbeit
  27. 27Obligate Akkompagnement (Klassik 2)Akkompagnement = Begleitung
    - Abnahme des Generalbasses
    - Freiheit in Verzierung der Begleitung
    - genaue Notierung und Instrumentierung der Werke
  28. 28Durchbrochener Stil (Klassik 2)einzelne Instrumente oder Instrumentengruppen wechseln sich innerhalb einer Melodie ab (-> neue Klangfarbe, Melodie als Ganzes bleibt erhalten)
    (Einsatz in der Sinfonie)
  29. 29Motivisch-Thematische Arbeit (Klassik 2)Stück besteht aus wenigen Themen/Motiven, Variation
    (Gegensatz zu repititiven Musik oder zur Improvisation)
  30. 30Zentrum der Musik in der Klassik 2Wien
    (österreichische Komponisten: Haydn, Mozart, Beethoven)
  31. 31Berliner Liederschule (Klassik 2)- Vertonung von Lyrik der Epochen Empfindsamkeit & Sturm und Drang
    - pädagogische Funktion tritt in Hintergrund
    - Volkslied als Vorbild
  32. 32Mozart- erster Musikunterricht mit 3
    - erste Oper komponiert mit 9
    - viele Reisen (Tournee)
    - Zauberflöte
  33. 33Beethoven- Alkoholproblem des Vaters
    - begann mit 4 Klavier zu spielen
    - musste mit 12 Geld verdienen
    - Studium bei Mozart (in Wien)
    - Mozarts Tod -> Ruhm
    - Gehört veschlechtert sich, Schwerhörigkeit unheilbar
    - Depression & Rückzug
    -> war Rebell, freischaffend, an keinem Hof angestellt/ kein Dienstleister, brachte persönliche Aussage in die Musik
    -> schlug Brücke zur Romantik
  34. 3419. Jahrhundert 1 - historische EinordnungBeginn franz. Revolution (1789)
    - Bildende Kunst! Nicht mehr Gott im Mittelpunkt, sondern Mensch selbst
    - Herrschaft Napoleon
    - Gründung d. deutschen Bundes -> Restauration
    - Biedermeier vs. Romantik
  35. 35Romantik - Begriffsdefinition- geistige, künstlerische, literarische Bewegung in Europa
    - romantisch = übertrieben, zügellos, phantastisch
    - Stimmungsvolle Umgebung
  36. 36Musikalische Charakteristika der Romantik- Hinwendung zur kleineren Form (CHarakterstück, Lied)
    - Dur-Moll Tonalität verfeinert
    - Tonsatz und Tonfarbe unlösbar verbinden
    - Oper entwickelte eigenen Weg
    -> sinfonisches Verarbeitungsprinzip
    - Nationalmusik!
    - erstmalige Unterscheidung E-&U-Musik
    - geschichtliches Interesse: Etablierung wissenschaftlicher Musikbetrachtung und Geschichtsschreibung
  37. 37Musikjournalismus (19. Jahrhundert 1)bedeutende Persönlichkeiten beginnen sich neben dem Komponieren der Musikschriftstellerei zu widmen
    -> erste Biographien
  38. 38Klavier- & Kammermusik (19. Jahrhunder 1)- Klaviersonaten und Streichquartette ragen hervor
    - experimentelle Auseinandersetzung mit Sonatenzyklus & Sonatensatzform
  39. 39Beethovens Klaviermusik (Sonaten) (19. Jahrhundert 1)Frühe Sonate: Haydns motivisch-thematische Arbeit, Mozarts Melodienreichtum
    Mittlere Sonate: Lust am formalen Experiment, Abweichung vom Sonatenmodell
    Späte Sonate: Sonatensatzform wird fantasievoll ausgeweitet, Fugentechnik
  40. 40Kunstlieder (19. Jahrhunder 1)ein von einem einzelnen Musiker auf gezielter Textvorlage komponiertes Lied
    (Gegensatz zum Volkslied)
    - für Singstimme + Klavier
    - Wandel des Verhältnisses dazwischen
  41. 41Liederzyklen (19. Jahrhundert 1)Zyklus = Zusammenstellung von einzelnen Musikstücken, durch Zwischenspiele verknüpft
    - verbindende Elemente musikalisch oder außermusikalisch
    - oft ist das Verbindende die Textvorlage
  42. 42Charakterstück (19. Jahrhunder 1)Ziel: einen Zustand, eine Stimmung vorführen
    - keine Handlung
    - kurz, "Mitbringsel"
    - Wegweiser: Bach, Mozart, Beethoven
  43. 43Orgelmusik (19. Jahrhundert 1)nach Bach kam Orgelmusik im 18. Jh aus der Mode
    -> Orgelmusik getrennt von Klaviermusik, nur noch in Kirchen vorhanden
    - Orgelmusik 1830er: Mendelssohn, Bartholdy
  44. 44Kammermusik (19. Jahrhundert 1)Zentrum: deutschsprachiger Raum
    - Streichquartett (Quintett, Sextett)
    - Klavierquartett/-Quintett
    - Ausweitung durch Blasinstrumente
    - von Werken der Wiener Klassik dominiert
    -
  45. 45Sinfonische Musik (19. Jahrhundert 1) - Neuerungen & HauptströmungenInstrumentenbau und Kompositionen aufeinander angewiesen
    Instrumentation wird zu wichtigem Mittel der Komposition!
    -> Neuerung von Instrumenten, Blechblasinstrumente: Erfindung des Doppelhorns und der Ventile
    - 2 Haupströmungen der sinfonischen Musik (Absolute & Programm)
  46. 46Absolute Musik (19. Jahrhundert 1)Musik die "nichts meint als sich selbst"
    -> Regelgebundenheit, technische Perfektion
  47. 47Programm Musik (19. Jahrhundert 1)Transportieren außermusikalische Inhalte und Emotionen
  48. 4819. Jahrhundert 2 - historische EinordnungEnde 18. Jahrhundert Ende der französischen Revolution
    Biedermeier und Romantik
    Ende 19. Jahrhundert: Realismus als Gegenbewegung zur Romantik, Impressionismus
  49. 49Ouvertüren (19. Jahrhundert)"Eröffnung"/ Eröffnungsstück in Opern
    - Änderung des Begriffs durch Beethoven: Konzert-Overtüre -> Versälbstständlichung
  50. 50Sinfonien (19. Jahrhundert)Historische Kompositionselemente, penibel durchkonstruiert, motivisch
  51. 51Was zeichnet die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts musikalisch aus?es entwickeln sich Nationalstile
    -> jeder möchte individuelle Form
  52. 52Frankreich (Nationale Entwicklung im 19. Jahrhundert)2 parallele Tendenzen:
    Programmatische Richtung (zielgerichtet)
    Klassizistische Richtung
    Musiktheater
    "Grand Opera"
    -> Verzicht auf romantische Themen, politische und geschichtliche Inhalte
    (vgl. opera seria)
    "Opera comique"
    - entsteht aus französischer Revolution
    - neues Publikum, was bis dahin keinen Zugang zur Oper hatte
    "Drame lyrique"
    - entsteht aus Opera comique
    - Weiterentwicklung des lyrischen Teils
    "Ballett"
    - ähnlich hohe Stellung wie Oper
  53. 53Russland (Nationale Entwicklung im 19. Jahrhundert)effektvoll, Nähe der Programm Musik, Ballett!
    Kritik: fehlende Seriösität
    (Tschaikowskij)
  54. 54Sinfonische Dichtung (19. Jahrhundert 2)Erfinder: Franz Liszt
    - Verbindung zwischen Dicht-und Tonkunst
    - gehört zur Programm Musik
    - Vermittlung von humanistischen Botschaften
    -> wichtiger Beitrag zur Nationalmusik (Einbezug gesellschaftlicher Themen)
  55. 55Musiktheater (19. Jahrhundert) - Beispiele?Oper, Operette, Singspiel, Bühnenmusik, Melodram, Ballett
  56. 56Italien (Nationale Entwicklung im 19. Jahrhundert)- Trend von Opera buffa zurück zur Opera seria , romantische Inhalte
    - Kastrat verliert an Bedeutung
    - Ende 19. Jahrhundert: Verismo-Bewegung
  57. 57Deutschsprachiger Raum (Nationale Entwicklung im 19. Jahrhundert)Trend Beginn 19. Jahrhundert: Rettungs-und Schreckens- bzw Befreiungsopern
    (Themen Gefangenschaft, Freiheit, Gerechtigkeit)
    Zweite Hälfte 19. Jahrhundert: Wiener Operette
    (kurzweilige, einfache Unterhaltung)
  58. 58Geistliche Musik im 19. Jahrhundertetwas weniger stark ausgeprägt
    - das Oratorium "kirchliches Musiktheater"
  59. 59Impressionismus in der Musik (19. Jahrhundert)Bewegung stammt aus der bildenden Kunst!
    Loslösung von harmonischen Normen & von der Taktsymmetrie
  60. 60Realismus in der Musik (Ende 19. Jahrhundert)auch "Verismo"
    Gegenbewegung zur Romantik!
    in Oper- und Programmmusik: kaum geschönte Inhalte, gesellschaftliche Probleme, Alltägliches
  61. 61Barock - historische Einordnung, gesellschaftliche Bedingungen & Auswirkungenca. 1600-1750
    - Absolutismus
    - Empirismus gewinnt an Bedeutung
    -30 Jähriger Krieg (Tod, Hunger, Krankheit)
    - "Epoche der großen Widersprüche"
    Vergänglichkeit <-> Lebensgier
    -> Künstliche Welten als Flucht vor Realität
    - Streben & zur Schau stellen von Reichtum (vergänglich)
  62. 62Barock - Charakteristika der Musik (oberflächlich)1) Spiel mit Effekten (illusion, idealtypisch)
    2) Musik als Funktion (im Dienst der Kirche oder des Hofey, Künstler = Handwerker)
  63. 63Charakteristika der Musik im Barock (musiktheoretisch)1) Generalbasszeitalter
    2) Das konzertierende Prinzip
    3) Affekt- und Figurenlehre
    4) Der monodische Stil
  64. 64Generalbass(zeitalter)Barock
    Bassmelodie als Fundament, wird durch zugehörige Harmonien ergänzt (werden als Ziffern unter die Bassnoten geschrieben)
  65. 65Das konzertierende PrinzipBarock
    Mit-und Gegeneinander der Stimmen
    Ziel: Kontrasterzeugung
  66. 66Affekt- und FigurenlehreBarock
    Affekt: Musik soll Zustände der menschl. Seele nachahmen und beeinflussen
    Figuren: zur Hervorhebung des Textes
  67. 67Der monodische StilBarock
    Monodie: Sologesang, der den Generalbass begleitet
    -> freier Gesang, Orientierung an Rhetorik
  68. 68Stil "seconda prattica"Barock
    deklamatorisch affekthafte Textausdeutung
  69. 69Entstehung der Oper - zeitlich, geographisch, Epocheneindordnungin Italien um 1600
    -> Barock
  70. 70MonteverdiBarock
    Bewahrer und Erneuerer der Oper
    -> Stil "seconda prattica"
  71. 71Vorläufer der Oper (in verschiedenen Ländern)Frankreich: Ballett de cour (Text, Musik, Tanz)
    Deutschland: Singspiel
    England: Musikalisches Maskenspiel
  72. 72Die Opernreform und was aus ihr entstanden istOpernreform Beginn 18. Jahrhundert (Barock)
    -> OPERA SERIA
    Handlung: antik-mythologisch, Publikumsinteresse, klassische Konflikte, gutes Ende
    Musik: 3 Aufzüge, 24 Rezitative und Arien
  73. 73Rezitativ und Unterformenein dem Sprechen angenäherter Gesang
    1) Secco-Rezitativ (nur durch Generalbass begleitet -> Freiheit)
    2) Accompagnato-Rezitativ (Begleitung durch das ganze Orchester -> Bindung)
  74. 74Ariesolistisch vorgetragenes Gesangsstück
    (siehe Oper)
  75. 75Oratorium"Erzählung", erzählende Person(en)
    musikalisch, nicht szenisch!
    Inhalt: Bibel oder Heiligenlegende
  76. 76Kantatenprimär weltliche Musik
    typische Form von Sologesang in Italien (neben Oper)
  77. 77PassionenLeidensweg Christi/ Passionstext aus Evangelium wird vertont
    - musikalische Ausdeutung des Textes
  78. 78Evangelische und Katholische Kirchenmusik (im Barock)Evangelisch: Choral (Verkündigung)
    Katholisch: Messe (Spiegelung himmlischer Herrlichkeit auf Erden)
  79. 79Sonate - allgemeine Bedeutung - Formen/ Grundtypen"Klangstück"
    mehrsätzig & tonartlich einheitlich
    1) Sonata da camera (Kammersonate): lockere Folge stilisierter Tanzsätze
    2) Sonata da chiesa(Kirchensonate): Satzfolge langsa-schnell-langsam-schnell, stärker genormt
    -> Balance zw. weltlicher&geistlicher Macht (Kennzeichen für Barock!)
    3) Concertotyp: seltene Variante, Dreisätzigkeit entspricht Solokonzert (schnell-langsam-schnell)
  80. 80Trisonate2 Spieler Generalbass
    2 Spieler Oberstimmen
  81. 81Solosonatefür ein Instrument komponiert
    kein Generalbass
  82. 82Kammermusik (Barock)vokales und instrumentales Musizieren in kleinem Kreis (in Höfen als Hausmusik)
    - alle Stimmen solistisch besetzt
    - wichtig: Gleichrangigkeit der Partner
  83. 83Fuge (Barock)zentrale Idee im Barock
    -> Polyphonie ist altmodisch (war in Renaissance schon groß), neu hingegen sind Melodie und Generalbass
    polyphone Mehrstimmigkeit, Kanontechnik
    - es gibt ein melodiöses Thema
    - Exposition -> nacheinander wird in allen Stimmen das Thema vorgestellt
    -> Gegenstimmen zum Thema
    - Wechsel von thematischen und unthematischen Abschnitten (Durchführung & unvollendete Durchführung)
  84. 84Concerto Grosso (Barock)= "Großes Ensemble"
    - Aufteilung in Tutti und Sologruppe
    - Gruppen spielen mit-und Gegeneinander
  85. 85Solokonzert (Barock)Standardmodell: schnell - langsam - schnell
    Ritornellprinzip: Alternation von Tutti und Sologesang
    - Vivaldi als Pionier
  86. 86Mittelalter -zeitliche Einordnung, gesellschaftlicher Aufbau600 - 1500
    Zeitalter der Kaiserreiche & Klosterkultur
    Gesellschaft nach Ständen geordnet
    christlich
  87. 87Gregorianischer Choral - was ist das? Merkmale, AusfürhungGesang der römischen Kirche Mittelalter
    -> funktional
    - Texte latein
    - einstimmig & unbegleitet
    - kein Takt ("schwebt")
    - Wort-/Tonverhältnis: syllabisch, melismatisch
    - antiphonal oder responsorial
    - Notation
  88. 88Notation im Mittelalter (vor Eintritt der Mehrstimmigkeit)1) Neumen(Zeichen über Text, keine Linien)
    2) diastematische Neumen(zwei Linien, gelb & rot, Terzabstände)
    3) Quadratnotation(vier Linien in Terzabständen, quadratische Notenköpfe)
  89. 89Notation im Mittelalter (nach Eintritt der Mehrstimmigkeit)4) Modalnotation (Rhythmen werden notierbar! Einführung eines Versmaß/Metrums, es existieren 6 Modi die einen Rhythmus vorgeben)
    5) Mensoralnotation ( ?????????????)
  90. 90Frühe Form der Mehrstimmigkeit - Merkmale & AusführendeMittelalter
    "Parallelorganum"
    Quarten,Quinten&Oktaven als Abstände
    Notre-Dame-Schule (Paris) bis zu vierstimmig
  91. 91Ars Nova - Merkmale, PrinzipMesse de Notre Dame
    Mensoralnotation
    isorhythmisches Prinzip: Choral in Abschnitte einteilen, jeder Abschnitt hat gleiche rhythmische Struktur -> Durchplanung der Choralsätze!
  92. 92Weltliche Musik im MittelalterTrobadour (Südfrankreich) & Trovère (Nordfrankreich)
    - fahrende Sänger/ Sängerdichter
    - adelig, reisen umher
    - Texte festgehalten, Musik kaum
  93. 93Renaissance - zeitliche Einordnung, gesellschaftl. Hintergrund, Neuerungen - Begriffsbedeutung & Probleme?15./16. Jahrhundert
    - Mensch rückt in den Mittelpunkt (da Vinci)
    - Naturwissenschaft, Erde= keine Scheibe
    - Entdeckung Amerikas & Buchdruck
    " Wiedergeburt" der Antike (kaum Übermittlung antiker Musik möglich!)
  94. 94Musikalisches Zentrum in der RenaissanceNiederlande, Belgien, Nordfrankreich
    -> "Franko-Flämische-Schule"
    später Italien
  95. 95Cantus Firmus Messealle Sätze einer Messe beruhen auf der gleichen Melodie
    (l'homme armé)
  96. 96Musikalische Merkmale der RenaissancePolyphonie
    -> Durchimitation!
    - jeder Textabschnitt erhält eigenes melodiöses Motiv
    - Textpassagen werden musikalisch verdeutlicht/interpretiert
  97. 97Pierluigi da Palestrina - Wer war das? Welche Neuerungen?polyphone Perfektion
    -> "Palestrina-Stil"
    Textverständnis schwer: akkordisch
    Textverständnis gesichert: polyphon
  98. 98Gesualdo da Venosa - Wer war das? Welche Neuerungen?Experimentator auf dem Gebiet des Madrigals
    - künstlerisch übersteigerte Musik
    - zur Unterhaltung auf italienischen Höfen
    - emotional übertrieben
    - textlicher Ausdruck über Musik
  99. 99Giovanni Gabrieli - Wer war das? Welche Neuerungen?Kapellmeister in Venedig
    Erfinder der räumlichen Musik
    (Ensembles in Kirche verteilt)
    -> "venezianische Mehrchörigkeit"
    sonata "pian et forte" -> Dynamik
  100. 100Atonalität - zeitliche Einordnung, Komponisten & ErklärungBeginn des 20. Jahrhunderts
    - Schönberg! Webern
    - anders als in normalem Dur-Moll-System (3 Tonalität, alles bezieht sich auf Dreiklang), steht jeder Ton für sich alleine
    - keine Dossonanz, da keine Konsonanz
    - mißklingend, nicht besonders melodiös
    - meist sehr kurze Stücke
  101. 101Zwölftontechnik - zeitliche Einordnung, Komponisten & Erklärung20. Jahrhundert 1
    - ergibt sich aus Atonalität->mehr Ordnung
    - 12 Töne ergeben eine Grundreihe
    1) Grundreihe
    2) Grundreihe rückwärts = Krebs
    3) Umkehrung der Grundreihe
    4) Umkehrung des Krebs
    Töne können gleichzeitig gespielt werden
    immer erst alle 12 durch,bevor von vorne
    Merhstimmigkeit durch verschiedene Reihen gleichzeitig
    Oktavenversetzung möglich
  102. 102Gustav Mahler - sein Stil & seine Bedeutung für das Jahrhundert (20. Jahrhundert 2)Sinfonien, Klavierlieder, Affinität zum Volkslied, Schlichtheit & Eingängigkeit
    - Collagen-Charakter : Nutzung uneinheitlicher Elemente (Volksliedbausteine, Geräuscheffekte, Kuhglocken, Fernorchester, Streicherteilung)
  103. 103Neoklassizismus - was ist das? Kennzeichen, bekannte Künstler (20. Jahrhundert 2)musikalische Strömung 1920, Nachfolge der Wiener Klassik( was die zeitgenössische Musik angeht), Gegenbewegung zur Spätromantik und zur modernen 12Tontechnik
    - strebt nach Einfachheit & Klarheit, große Orchesterbesetzung des 19. Jahrhunderts wird stark reduziert
    - orientiert sich in Satztechnik, Form und Gattungen an Barock und Klassik
    - > Verfremdung alter Stücke
    - Igor Stawinsky
  104. 104Igor Stawinsky - Wer war das?Bekannter Komponist aus dem Bereich des Neoklassizismus (20. Jh)
    - Aufträge für das "Ballet Russes"
    -> zahlreiche Bühnenwerke (Le sacre du printemps, Ballet mit ungewöhnlichen Rhythmen und Dissonanzen!)
    - Kammermusik
    - Klaviermusik
    - bezieht sich stark auf folkloristisch-russische Merkmale
  105. 105Folklorismus - Ursprung, Merkmale (20. Jahrhundert 2)Ursprung: nationale Strömungen im 19. Jh in Europa
    - Konflikt zwischen internationalen & national-eigenständiger Orientierung (zB Russland)
    - Eigenschaften: ausgefallener Rhythmus (5/4 etc.), Pentatonik, Kirchentonarten, Verwendung von Sekunden, verminderten/übermäßigen Akkorden & Quartenakkorden
  106. 106Die Reichskulturkammer - Gründung, Ziel, Funktion von Musik & Beispiel-BandMusik im Nationalsozialismus, gegründet 1933 von Goebbels
    - Ziel: Reiningung der deutschen Musik, Verbannung der "entarteten" Musik (Jazz, Swing, Blues etc.)
    - Atonalität und dissonante Musik unerwünscht
    - Funktion der Musik: Ablenkung vom Kriegsalltag & Propaganda
    - Charlie & his Orchestra (Mr. Goebbels Jazz Band)
  107. 107Klaviermusik des 20. Jahrhunderts 2 - welche Komponisten sind wichtig?Pierre Boulez
    John Cage
    Karlheinz Stockhausen
  108. 108Karlheinz Stockhausen - Stil, Prinzip der Gruppenkomposition, variable & mehrdeutige FormKarlheinz Stockhausen (deutscher Komponist)
    - beschäftigte sich auch mit elektronisch erzeugten Klängen
    -vollständige Kontrolle über das Klanggeschehen vom Komponisten
    -fast jede Note hat eigene (zufällige) Dynmaik & Taktart wechselt ca. alle 2 Takte
    - Prinzip der Gruppenkomposition: 1 Gruppe ist meist 1 Takt
    - variable Form -> klingt immer anders
    - mehrdeutige Form -> Reihenfolge der einzelnen Passagen wird dem Pianisten spontan überlassen
  109. 109John Cage - Stil, Beitrag?, Untitled Event, 4'33"- einer der weltweit ein-flussreichsten Komponisten des 20. Jh
    - Vorreiter der "Happening"-Bewegung - Präparierung und somit Verfremdung des Klaviersounds
    - Untitled Event: Partitur gibt nur Zeiten der Stille und des Spielens vor
    - 4'33": 4 Minuten 33 lang Stille, Erweiterung des Musikbegriffs, Motiv der Stille & neues Klangerlebnis
  110. 110Pierre Boulez - Stil- weltbekannter fr. Dirigent
    - Stücke sind schwierig zu spielen
    - Rhythmisch sehr wild
    - heftige Gesten und Ausbrüche
    - Gemisch aus Zartheit & Gewalt
  111. 111Musik nach 1945Bruch in der Musikgeschichte durch das Ende des 2. Weltkrieges
    neue Musikstile & neue Zentren (Darmstadt)
  112. 112Serielle Musik (nach 1945)- alle Parameter der einzelnen Töne exakt prädeterminiert (-> Utopie)
    - Bildung von Parameterreihen (die sich jeweils auf eine Eigenschaft des Tones beziehen) & Kombination dieser
    - Zwölftontechnik
    - Musikalisches Ideal: "Musique Pure"
    - Komponisten zB Pierre Boulez & Karlheinz Stockhausen
  113. 113Aleatorik (20. Jahrhundert 2) - Wortherleitung, Merkmale, Technik?, Philisophie der Aleatorik, wichtige Vertreterlat. Alea = Würfel
    - Gegenbewegung zur Rationalität der seriellen Musik (50er Jahre)
    - Kompositionstechnik, die dem Zufall eine wesentliche Rolle einräumt (beim Komponieren oder beim Aufführen)
    - keine KONKRETE Technik
    - Philosophie: "dem eigentlichen Wesen der Musik entgegentreten", keine Emotionen und subjektiven Einflüsse
    Wichtige Vertreter: John Cage, Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen
  114. 114Mikropolyphonie (20. Jahrhundert 2)Polyphone Satztechnik, bei der die Stimmen SEHR eng aneinander liegen
    - sehr viele Stimmen
    - es kommt zu einem Verschwimmen der Stimmen, man hört keine mehr heraus
    - Erzeugung eines KLANGS, einer "Atmosphère"
  115. 115Notenbilden das Ausgangsmaterial für Analysen
    ist der Auslöser für Klangvorstellungen
    sind nur das verschlüsselte Abbild von Musik
    -> durch Klanganalyse eine Erklärung für den Höreindruck finden
  116. 116Musikalische Ausdrucksmodelle (biologischer Hintergrund, musikalische Ausdrucksweisen)identische Verarbeitungsschritte im Gehirn
    sprachl. & musikalische Ausdrucksmodelle sind grundlegend und interkulturell wirksam
    Freude: schnell, sprunghaft
    Trauer: langsam, monochrom
    Imponiergehabe: Marsch & Militärmusik
    Zärtlichkeit: Wiegenlieder, Liebeslieder
  117. 117Methoden der Musikwissenschaft (zentrale Methode & deren Ziele)zentral: Philologie -> Aufdeckung der Vergangenheit, selbst wenn es darüber gar keine direkte Darstellung gibt (unabsichtlich überlieferte Quellen!)
    - Quellen werden abgeschrieben&verändert
    -> Rekonstruktionsarbeit (auf der Suche nach der ursprünglichsten Form, "Stammbaum der Quellen")
  118. 118Instrumentenkunde (Kriterien zur Unterscheidung von Instrumenten, Kulturendifferenzen, "das chinesische System", Hauptgruppen)Kriterin: Bauart, Spielweise, Klangcharakteristik
    versch. Kulturen haben versch. Klassifikationen
    "das chinesische System": Unterscheidung von 8 Materialen, die mit Windrichtungen, Elementen etc. verbunden sind
    HAUPTGRUPPEN: 1) Idiophone (Selbstklinger) , 2) Membranophone (Fellinstrumente) , 3) Chordophone (Saiteninstrumente) , 4) Aerophone (Blasinstrumente) , 5) Elektrophone
  119. 119Hermeneutik ( Ziel, Methode & Ebenen)"Lehre der Auslegung"
    ->Ziel hermeneutischer Interpretation: die verschlüsselte, einem Kunstwerk immante Idee wieder bewusst zu machen
    (wird meist intuitiv erfasst, muss rational überprüfbar werden!)
    Methode: musikalische Exegetik
    4 Ebenen:
    Musik (Ebene des Faktischen)
    Intentionalität (verschlüsselte Botschaft)
    Aktualisierung (Aufführung)
    Zeit (Geschichtlichkeit)
  120. 120Musikalische Analyse & Semantik ( 7 Fragestellungen nach Bruhn, Zeichentypen)7 Fragestellungen nach Herbert Bruhn:
    - struktureller Aspekt: Wie ist es komponiert?
    - Quelle: In welcher Form überliefert?
    - Anlass: In welchem sozialen Zusammenhang entstanden?
    - biographischer Aspekt: Wie war der Komponist gestimmt?
    - situativer Aspekt: In welchem Umfeld fand Erstaufführung statt?
    - rezeptionspsychologischer Aspekt: Welche Bezihung kann ein Hörer zu der Musik haben?
    - semantischer Aspekt: Zusammenhang Form und Inhalt? Botschaft der Musik?
    Musikalische Zeichen
    ikonische Zeichen: direktes Abbild
    indexikale Zeichen: Korrelation
    symbolische Zeichen: stellvertretend
  121. 121Musikästethik (wo einzuordnen?, Bewetungsmaßstäbe, Methoden)eigene Verhaltenskategorie, Abgrenzung zu rationalem Denken!
    zeitabhängige Bewertungsmaßstäbe (neu-veraltet, bedeutend-unbedeutend, schön-unschön)
    -> Musikästethik setzt sich mit rivalisierenden Entwürfen auseinander
    Methoden: empirisch & Experimentell -> Erforschung der menschlichen Wahrnehmung
  122. 122Empirie und Experiment (Methode, Entwicklung der Methode über die Zeit, Problematik fremder Forschung)Methode der muskalischen Feldforschung (Bindeglied zwischen Quellen-& empirischer Forschung)
    früher: Expedition in ferne Länder, Niederschrift aus Gedächtnis
    danach: Aufnahme möglich -> genauere Transkription
    heute: Protokollierung aller Begleitumstände (Foto&Videoaufnahmen)
    Fremde Feldaufnahmen auswerten ist problematisch, gesamter soziokultureller Kontext ist relevant für Verständnis!)
  123. 123musikethnologische Feldforschung (- Welcher anderer Begriff? - Was ist die Voraussietzung für den möglichen Vergleich von Kulturen? - Welche zusätzliche Forschungskategorie?)Dekonditionierung eigener & Neukonditionierung fremder Hörweisen!
    neben Feldforschung auch Untersuchung populärer Musik (Verhaltensbeobachtung)

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FlashCards sobre Musikgeschichte, criado por Anna V em 19-01-2016.
Criado por
Anna V
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