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Flashcards

Volkswirtschaftslehre

Sabrina Heckler Betriebswirtschaftslehre Bachelor Alemão 145 flashcards

Flashcards do conjunto (145)

  1. 1Spannungsfeld zwischen verfügbaren Ressourcen und BedürfnissenBedürfnisse sind unendlich, Ressourcen sind knapp also begrenzt, dadruch entsteht ein Spannungsfeld.
  2. 2Ökonomisches PrinzipDer effiziente Einsatz von Ressourcen (Minimal und Maximalprinzip).
  3. 3Effiziente AllokationDer effiziente Einsatz von Ressourcen, also den Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital, Boden in der Produktion und die optimale Abstimmung der Produktionsstruktur auf die Bedürfnisstruktur der Konsumenten.
  4. 4KonsumentensouveränitätKonsumenten entscheiden durch ihr Nachfrageverhalten über den Produktionsumfang und die Produktionsstruktur einer Wirtschaft.
  5. 5Vorteile von Wettbewerb für den KonsumentenProduktinnovation und Prozessinnovation
  6. 6Ziel von Unternehmen bei WettbewerbGrößere Gewinne machen
  7. 7OpportunitätskostenDas, was aufgegeben werden muss, um etwas anders zu erlangen.
  8. 8MarktformenPolypol
    Monopol
    Oligopol
    Monopolistische Konkurrenz
  9. 9PolypolVollkommener, perfekter Wettbewerb:
    Sehr viele Nachfrager und sehr viele Anbieter, hoher Wettbewerb, freier Markteintritt
  10. 10MonopolUnvollkommener Wettbewerb:
    Ein Anbieter, fehlender Wettbewerb, kein freier Markteintritt
  11. 11OligopolUnvollkommener Wettbewerb:
    wenige Anbieter, viele Nachfrager, geringer Wettbewerb wegen Absprache, gleiche oder ähnliche Produkte
  12. 12Monopolistische KonkurrenzUnvollkommener Wettbewerb:
    Viele Anbieter, viele Nachfrager, freier Markteintritt, Produktdifferenzierung
  13. 137 Hauptdeterminate des GüterkaufsPreis des Gutes, Einkommen, Preise und Nutzen verwandter übriger Güter, Vorlieben und Geschmack, Erwartungen der Käufer, Anzahl der Käufer, Realzins und Nutzen aus Sparen und Kreditaufnahme
  14. 14Bewegung auf der Nachfragekurvebei einer Änderunges des Preises des Gutes
  15. 15Verschiebung der NachfragekurveBei Veränderung des Einkommen, der Preise und des Nutzens verwandter und übriger Güter, Vorlieben und Geschmack, Anzahl der Käufer, Realzins und Nutzen aus Sparen und Kreditaufnahme
  16. 16Normale GüterDie Nachfrage steigt mit dem Einkommen.
  17. 17Inferiore GüterDie Nachfrage fällt mit steigendem Einkommen.
  18. 18Komplementäre GüterDie Nachfrage erhöht sich bei beiden Gütern, wenn der Preis von einem der beiden Gütern gesenkt wird.
  19. 19Substitutive GüterDie Nachfrage erhöht sich bei einem Gut bei Senkung des Preises und verringert die Nachfrage nach einem anderen Gut.
  20. 201. Gossen'sche GesetzBesagt, das der Grenzwert mit jeder Einheit Konsum abnimmt, da mit jeder Einheit der Gesamtnutzen mehr erfüllt wird und irgendwann die Sättigungsgrenze erreicht wird.
  21. 21IndifferenzkurveSie zeigt Güterkombinationen, die dem Konsumenten den gleichen Nutzen stiften. Sie hat eine negative Steigung.
  22. 222. Gossen'sche GesetzDie begrenzten Ressourcen werden dann optimal aufgeteilt, wenn jede Geldeinheit in jeder Verwendungsrichtung einen gleich hohen Grenznutzen stiftet.
  23. 23HaushaltsoptimumWo die Budgetgerade die Indifferenzkurve schneidet.
  24. 24Nachfrageveränderung eines Gutes bei fallendem PreisEin Preisrückgang dreht die Budgetgrenze nach Außen.
  25. 25Nachfrageveränderung eines Gutes bei steigendem EinkommenEine Einkommenszunahme verschiebt die Budgetgrenze parallel nach Außen.
  26. 26Ausnahmen bei steigenden EinkommenBei Inferioren Gütern sinkt die Nachfrage bei steigendem Einkommen.
  27. 275 Hauptdeterminaten des GüterangebotsPreis des Gutes, Input- Einkaufspreise, Technologie, Erwartungen der Anbieter, Anzahl der Anbieter
  28. 28Bewegung entlang der AngebotskurveBei Veränderungen des Preises des Gutes
  29. 29Verschiebung der AngebotskurveBei Veränderungen der Input- Einkaufspreise, der Technologie, der Erwarungen der Anbieter, der Anzahl der Anbieter
  30. 30GewinnmaximumDer Gewinn wird maximal, wenn de Menge produziert wird, bei der gilt Grenzerlös (P) = Grenzkosten (GK)
    (Polypol)
  31. 31Markteintritt bei kurzfristiger AngebotskurvePreis größer als durchschnitliche Gesamtkosten (Gewinn)
  32. 32Marktaustritt bei kurzfristiger AngebotskurvePreis kleiner als durchschnittliche variable Kosten
  33. 33Kurzfriste AngebotskurveEin Unternehmen wird kurzfristig trotz Verlust weiterbetrieben, wenn der Preis größer ist als die durchschnittlichen variablen Kosten oder der Preis kleiner ist als die durchschnittlichen Gesamtkosten
  34. 34Markteintritt Langfristige AngebotskurvePreis ist größer als durchschnittliche Gesamtkosten solange bis gilt das der Preis = die durchschnittlichen Gesamtkosten ist.
  35. 35Marktaustritt langfristige AngebotskurveWenn der Preis kleiner ist, als die durchschnittlichen Gesamtkosten, da dauerhaft Verluste gemacht werden
  36. 36MarktgleichgewichtBeschreibt den Zustand, bei dem Angebot und Nachfrage gleich sind.
  37. 37GleichgewichtspreisDer Preis, der Angebot und Nachfrage zur Übereinstimmung bringt.
  38. 38AngebotsüberschussWenn Angebot größer ist als Nachfrage.
  39. 39NachfrageüberschussWenn Nachfrage größer ist als Angebot.
  40. 40Funktionen flexibler Preise in einer freien MarktwirtschaftSignalfunktion
    Ausgleichfunktion
    Lenkungsfunktion
  41. 41SignalfunktionInformationen über Knappheitsverhältnisse werden schnell angezeigt, Einfluss auf Verhalten der Marktteilnehmer
  42. 42AusgleichsfunktionAusgleich von Angebot und Nachfrage, Wettbewerb zwischen Marktteilnehmern, "Ausschaltung" zu teuerer Anbieter und nicht kaufkräftiger Nachfrager
  43. 43LenkungsfunktionLenkung der Produktionsfaktoren in ihre produktivste Verwendung, flexible Preise bewirken schnelle Anpassung an eine verändernde Marktlage
  44. 44Was passiert mit Preis und Menge? (Angebot konstant, Nachfrage konstant)Preis und Menge bleiben unverändert.
  45. 45Was passiert mit Preis und Menge? (Angebot konstant, Nachfrage nimmt zu)Preis steigt, Menge steigt
  46. 46Was passiert mit Preis und Menge? (Angebot ist konstant, Nachfrage nimmt ab)Preis fällt, Menge fällt
  47. 47Was passiert mit Preis und Menge? (Angebot nimmt zu, Nachfrage ist konstant)Preis fällt, Menge steigt
  48. 48Was passiert mit Preis und Menge? (Angebot nimmt zu, Nachfrage nimmt zu)Preis (?), Menge steigt
  49. 49Was passiert mit Preis und Menge? (Angebot nimmt zu, Nachfrage nimmt ab)Preis fällt, Menge (?)
  50. 50Was passiert mit Preis und Menge? (Angebot nimmt ab, Nachfrage ist konstant)Preis steigt, Menge fällt
  51. 51Was passiert mit Preis und Menge? (Angebot nimmt ab, Nachfrage nimmt zu)Preis steigt, Menge (?)
  52. 52Was passiert mit Preis und Menge? (Angebot nimmt ab, Nachfrage nimmt ab)Preis (?), Menge fällt
  53. 53Was besagt die Preiselastizität der Nachfrage?Sie misst, wie sich die Nachfragemenge verändert, wenn sich der Preis eines Gutes verändert (fällt oder steigt).
  54. 54Was besagt die Kreuz-Preiselastizität der Nachfrage?Sie besagt um wie viel Prozenz sich die Nachfragemenge ändert, wenn der Preis eines anderen Gutes um 1 % steigt oder fällt.
  55. 55Was besagt die Einkommenselastizität der Nachfrage?Sie misst die Veränderung der nachgefragten Menge aufgrund von Einkommensveränderungen.
  56. 56Beispiel für Unelastische NachfrageGesundheitsgüter
  57. 57Beispiel für Elastische NachfrageSportwagen
  58. 58Beispiel für Unelastisches AngebotImmobilien mit Strandlage
  59. 59Beispiel für elastisches AngebotAngebot an Büchern
  60. 60Zusammenhang zwischen Nachfragekurve, Zahlungsbereitschaft und Konsumentenrente?Die Fläche unterhalb der Nachfragekurve und oberhalb des Marktpreises ist gleich der Konsumentenrente, diese ist gleich der Zahlungsbereitschaft des Käufers minus den tatsächlich bezahlten Preises.
  61. 61Zusammenhang Angebotskurve, Produzentenrente und Kosten der Verkäufer/HerstellerDie Fläche unterhalb des Marktpreises und oberhalb der Angebotskurve entspricht der Produzentenrente, diese entspricht dem Verkaufspreis minus die Produktionskosten der Verkäufer/Hersteller.
  62. 62Markteffizienz im Gleichgewicht (1. Erkenntnis über Marktergebnisse)Freie Märkte teilen das Güterangebot jenen Käufern zu, die es gemessen an der Zahlungsbereitschaft, am höchsten bewerten.
  63. 63Markteffizienz im Gleichgewicht (2. Erkenntnis über Marktergebnisse)Freie Märkte teilen die Güternachfrage jenen Verkäufern zu, welche die Güter zu geringsten Kosten produzieren können.
  64. 64Markteffizienz im Gleichgewicht (3. Erkenntnis über Marktergebnisse)Freie Märkte führen im Marktgleichgewicht zur Produktion jener Gütermärkte, die mit einem Maximum von Konsumenten und Produzentenrente verbunden ist.
  65. 65Effiziente Allokation Zusammenhang mit MarktgleichgewichtMarktgleichgewichte entsprechen der effizienten Allokation, da die Produktionsfaktoren in der Produktion effizient eingesetzt werden und die Produktionsstruktur optimal auf die Bedürfnisstruktur der Konsumenten abgestimmt werden.
  66. 66Gründe, warum der Staat in Märkte eingreift und PraxisbeispielDistribution
    Stabilisierung
    Allokation
    Praxisbeispiele: Netze, Bildung, Rechtssystem, Gesundheit
  67. 67DistributionDer Staat betreibt Umverteilung
  68. 68StabilisierungStaat betreibt Stabilisierungspolitik
  69. 69AllokationStaat finanziert z.B. öffentliche Güter über Steuern
  70. 70Marktmacht Monopol Preisstrategie, WohnfahrtsverlustVerkaufte Menge wird im Monopol künstlich verknappt, Preis wird höher festgesetzt als im Polypolfall des vollkommenen Wettbewerbs
    Ziel: Preissenkung + Erhöhung der verkauften Menge
  71. 71Positive ExternalitätenWohlfahrtsverlust durch Unterproduktion z.B. Forschung, Bildung, Marktgleichgewicht freier Markt < als Soziales Optimum
  72. 72Negative ExternalitätenWohlfahrtsverlust durch Überproduktion z.B. durch Luftverschmutzung, Viehzucht,
    Marktgleichgewicht freier Markt > Soziales Optimum
  73. 73Staatliche Eingriffe zur Verbesserung der Marktergebnisse für den MonopolPreisregulierung, Kartellverbot, Fusionskontrolle
  74. 74Staatliche Eingriffe zur Verbesserung der Marktergebnisse für den Fall positive ExternalitätenSubventionierung von Bildung, Grundlagenforschung,
    Vergabe Patentrechte, Gebote
  75. 75Staatliche Eingriffe zur Verbesserung der Marktergebnisse für den Fall negative ExternalitätenSteuern in Höhe der Kosten, Vergabe von Emmissionszertifikaten, Verbote
  76. 76Hauptziele der WirtschaftspolitikPreisniveaustabilität, angemessenes Wirtschaftswachstum, Vollbeschäftigung, außenwirtschafliches Gleichgewicht, gerechte Einkommenverteilung, Umweltschutz
  77. 77Preisniveaustabilität (Indikator, Skalierung/Zielgröße)HVPI
    0 % < HVPI < 2 %
  78. 78angemessenes Wirtschaftswachstum (Indikator, Skalierung/Zielgröße)reales BIP
    reales BIP >= 2 %
  79. 79Vollbeschäftigung (Indikator, Skalierung/Zielgröße)Arbeitslosenquote (ALQ), Anzahl der Arbeitslose
    ALQ < 2 % (alt)
    ALQ < 5 % (neu)
  80. 80Außenwirtschaftliches Gleichgewicht (Indikator, Skalierung/Zielgröße)Leistungsbilanzsaldo (LBS)
    LBS = 0
  81. 81Gerechte Einkommensverteilung (Indikator, Skalierung/Zielgröße)Gini-Koeffizient
    keine Quantifizierung
  82. 82Umweltschutz (Indikator, Skalierung/Zielgröße)Treibhausgasemmissionen (CO2-Emmissionen)
    bis 2020: - 40 %
    ggü. 1990er Niveau
  83. 83Bruttoinlandsprodukt (BIP)Marktwert aller für den Endverbrauch bestimmten Waren und Dienstleistungen, welche in einer Zeitperiode im Inland produziert wurden.
  84. 84Reales Bruttoinlandsprodukt (BIP)Bewertet die Güterproduktion im Inland zu den Preisen eines Basisjahres.
  85. 85Bestandteile des BruttoinlandproduktesKonsum/Privater Verbrauch (C)
    Investitionen (I)
    Staatsausgaben (G)
    Nettoexporte (NX) = Exporte (Ex) - Importe (Im)
  86. 86BIP-Verwendungsseite (Y)Y = C + I + G +Ex - Im
    Konsum + Investitionen + Staatsausgaben + (Exporte - Importe)
  87. 87Warum werden Importe bei der BIP-Verwendungsseite abgezogen?Da Importe im Ausland hergestellt werden, aber in C + I + G enthalten sind.
  88. 88Bruttonationaleinkommen (BNE)Inlandsprodukt (Gesamtheit der im Inland entstandenen Faktoreinkommen) - Faktoreinkommen der Ausländer im Inland + Faktoreinkommen der Inländer im Ausland
  89. 89Dogma des Wirtschaftsliberalismus nach A. SmithIndividuelle ökonomische Freiheit schafft Wohlstand
  90. 90Thesen Laissez faire-Liberalismus1. These: Internationaler Freihandel bringt Wohlstand für alle
    2. These: Staat soll sich aus der Wirtschaft völlig raushalten
    Staatsform und -aufgabe: Demokratie, freie Wahlen, Bildung (reife Bevölkerung), Schulbildung für Kinder
  91. 91Liberale Marktwirtschaft (Oberziel, Konjukturpolitik, Distributionspolitik, Steuerpolitik, Sozialpolitik)Ziel: ökonomische Freiheit
    Konjukturpolitik: unnötig
    Distributionspolitik: unnötig, nur Existenzsicherung
    Steuerpolitik: Flat tax mit möglichst geringem Steuersatz
    Sozialpolitik: Existenzsicherung durch Kombilöhne
  92. 92Soziale Marktwirtschaft (Oberziel, Konjunkturpolitik, Distributionspolitik, Steuerpolitik, Sozialpolitik)Ziel: humanitäre Gesellschaft
    Konjunkturpolitiik: nötig
    Distributionspolitik: nötig zur Schaffung sozialer Gerechtigkeit
    Steuerpolitik: progressive Einkommenssteuer und hoher Steuersatz
    Sozialpolitik: Soziale Sicherung und sozialer Ausgleich durch staatlichen Transfer
  93. 93Komponenten der gesamtwirtschaftlichen Nachfragekurve (BIP-Verwendungsseite)Yd = C + I + G + Ex - Im
    Konsumgüternachfrage der Haushalte (C)
    Investitionsgüternachfrage der Unternehmen (I)
    Güternachfrage des Staates/Staatsausgaben (G)
    Nettoexporte (NX) = Exporte (Ex) - Importe (Im)
  94. 94Konsumfunktion von KeynesYv = C aut + C1 Yv
    verfügbares Nettoeinkommen (Yv)
    marginale Konsumneigung (C1) = Effekt den ein zusätzlicher Euro auf Konsum hat
    Autonomer Konsum bei verfügbaren Einkommen von 0 (Caut)
  95. 95Konsumfunktion (Neo-)KlassikC (Y*, i)
    Realer Konsum hängt maßgeblich vom Realzins (und Y*Vollbeschäftigung) ab.
  96. 96Absolute EinkommenshypotheseKonsum hängt vom aktuellen laufenden Realreinkommen ab
  97. 97RelativeinkommenhypotheseKonsumverhalten hängt von sozialen Faktoren ab (entscheidend ist die Position des Haushalts in der Einkommenshierarchie)
  98. 98PermanenteinkommenshypotheseKonsumnachfrage hängt vom langfristig erwarteten Durchschnittseinkommen ab.
  99. 99Einflussfaktoren Investitionsverhalten von UnternehmenAbsatzniveau
    Realzinssatz
    Ein Rückgang des Realzinssatzes bewirkt einen Antieg der Investitionnachfrage.
  100. 100Phasen des KonjunkturzyklusesAufschwung, Boom, Abschwung, Rezession
  101. 101Grundzüge der angebotsorientierten WirtschaftspolitikProduktion schafft Einkommen,
    Einkommen schafft Nachfrage/Konsum,
    Nachfrage/Konsum schafft Investitionen und neue Produktion
  102. 102Say'sche GesetzDas Güterangebot trifft auf gleich große Nachfrage bzw. jede Produktion schafft sich eine eigene Nachfrage. Jede Produktion entspricht einem in gleicher Höhe geschaffenem Einkommen. Einkommen wird vollständig oder zum großen Teil in Konsum ausgegeben. Die Ersparnis wird über den Zinsanpassungsmechanismus in eine Investitionsnachfrage umgewandelt. Die Investitionsnachfrage gleicht die mangelnde Konsumnachfrage aus. Realzins ist also ein wichtiger Stabilitätsfaktor.
  103. 103Gesamtwirtschaftliche ProduktionsfunktionY = A F (U, K, H, NR)
    A = Technologie
    U = Menge an un- bzw. wenig qualifizierter Arbeit
    H = Menge an Humankapital
    K = Menge an Realkapital
    NR = Menge an natürlichen Ressourcen
    F = Funktionsbeziehung zwischen In- und Output
  104. 104Produktionspotential einer WirtschaftVollständige Auslastung aller Produktionsfaktoren
  105. 105Bestimmungsfaktoren fr die (Arbeits-)Produktivität, die maßgeblich den Wohnstand und das Wachstum einer Volkswirtschaft bestimmen.Realkapital, (weniger qualifizierte) Arbeit und Humankapital, natürliche Ressourcen, (technologisches) Wissen, Gesundheit
  106. 106Langfristige Auswirkung am Arbeits- und Gütermarkt durch technischen Fortschritt, mehr Bildung oder Erhöhung des KapitalstocksGrößeres Arbeitsangebot: Arbeitsproduktivität und Lohn sinkt, Beschäftigung und Produktion steigt
    Fortschritt/mehr Kapital/bessere Bildung/Wissenintensivierung:
    Arbeitsproduktivität und Lohn steigt, Beschäftigung und Produktion steigt
  107. 107Arten von ArbeitslosigkeitGesamtwirtschaftliche Arbeitslosigkeit - Klassische Arbeitslosigkeit kann durch flächendeckende Mindestlöhne die oberhalb des gleichgewichtigen Reallohnes liegen entstehen
    Mismatch-Arbeitslosigkeit, Saisonale Arbeitlosigkeit
  108. 108Catch-up-EffektBei Volkswirtschaften mit geringem Realkapitalbestand führt zusätzlicher Kapitaleinsatz zu einem starken Produktionsanstieg also zu hohem Wirtschaftswachstum
  109. 109Größen in der (Neo-)Klassik die Produktions- und Beschäftigungshöhe in einer Volkswirtschaft in einer langen Frist bestimmenReallohn, Realzins, Arbeitsproduktivität
    Höhe der Arbeitsproduktivität bestimmt maßgeblich die Höhe des Reallohns und die Lage der Produktionsfunktion
  110. 110Bedeutung von Sparen in einer langen FristSparen hat eine positive Wirkung, da eine höhere Sparquote ein höheres Produktionsniveau bedeutet
  111. 111neoklassische/angebotsorientierte WachstumstheorieDauerhaftes Wachstum ist nicht möglich ohne ständigen Fortschritt
  112. 112Geldmarktgleichgewicht und QuantitätsgleichungGeldnachfrage = Geldangebot
    umformen
    Quantitätsgleichung: Geldmenge (M) x V = Preisniveau (P) x Reale Produktionsmenge (Y)
    M x V = P x Y
  113. 113Gesamtwirtschaftliche Hauptmärkte, die die Quantitätsgleichung verbindetGeldmarkt
    Gütermarkt
  114. 114Konsequenzen der Quantitätsgleichung für die Geldmengensteuerung (Dynamische Betrachtung)Wenn die EZB die Geldmenge schneller erhöht, als die reale Produktionsmenge zunimmt erhöht sich das Preisniveau - Inflation
    EZB-Ziel der Geldmengensteuerung: Das Geldmengenwachstum am Produktions-/Wirtschaftswachstum ausrichten, falls zu starkes Geldmengenwachstum - Hyperinflation
  115. 115Wichtigste Funktion von GeldGeld dient als Tauschmittel, um Gütereinkäufe zu tätigen.
  116. 116Geldmengenerhöhung bei einem konstanten hohen PreisniveauEZB erhöht das Geldangebot: Geldangebot > Geldnachfrage = Überschussangebot an Geld
    Konsumnachfrage und Investitionsnachfrage steigen.
    Wenn die Güterproduktions unverändert bleibt, gilt Gesamtwirtschaftliche Nachfrage > gesamtwirtschaftliches Angebot also steigt das Preisniveau (der Geldwert verringert sich)
  117. 117klassische DichotomieReale Variablen wie das reale BIP werden durch Geldmengenveränderungen längerfristig nicht beeinflusst.
  118. 118Neutralität des Geldes= Dichotomie = Trennung von realem und monetärem Bereich
  119. 119Grundzüge nachfrageorientierte WirtschaftspolitikGlättung konjunkturelle Entwicklung und Stärkung der Binnennachfrage (Staatskonsum, privater Konsum, unternehmerische Investitionen)
    Interventionistische Stabilisierungspolitk, um Arbeitslosigkeit zu reduzieren, Antizyklische Fiskalpolitik (Geldpolitik unterstützend)
  120. 120Ausprägung unterschiedlicher Konjunkturindikatoren (nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik) Aufschwung und BoomAufschwung + Boom: Zunahme private Investitionen, Exporte, Aufträge, Produktion, Gewinn, Einkommen, Konstum
    Anstieg Preise gleichbleibendes Preisniveau (steigende Inflation), Beschäftigung
    Geschäftslage und Erwartungen optimistisch
  121. 121Ausprägung verschiedener Konjunkturindikatoren (nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik) Abschwung und RezessionRückgang Exporte, private Investitionen, Aufträge, Produktion/BIP, Zunahme Insolvenzen, Rückgang Gewinne, Einkommen, Konsum, Preise/Preisniveau (ggf. Deflation) und Beschäftigung, Geschäftslage und Erwartungen pessimistisch
  122. 122Bestimmungsgründe für die Höhe des produzierten Güterangebots in der kurzen Frist (Gütermarkt Keynes)Die Nachfrage schafft sich ihr Angebot - Umkehrung Say'sche Gesetz
    Es wird angenommen, dass eine Preisanpassung nicht möglich ist, es ist eine reine Mengenanpassung der Unternehmen
  123. 123Keynes: Bedeutung des SparensSparen kann in der kurzen Frist eine sehr negative Wirkung haben, da der private Konsum und damit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und somit die Güterproduktion und Beschäftigung zurückgeht. Ein Rückgang der Investitionen, Staatsausgaben oder Exporte hat auch eine negative Wirkung. Das Ganze wird druch Multiplikatoreffekte verstärkt.
  124. 124Gütermarktgleichgewicht in der kurzen Frist im Einkommen-Ausgaben-ModellKurzfristig gilt:
    Gesamtwirtschaftliche
    Produktion (Angebot)
    passt sich an das (erwartete)
    gesamtwirtschaftliche
    Nachfrageniveau an.
    (Steigung von 1)
    Produktion = gesamtwirtschaftl. Nachfrage
    Y = Produktion und Einkommen
    siehe auch S. 11 Teil A
  125. 125Multiplikatoreffekt im Einkommen-Ausgaben-Modell (Erhöhung der Staatsausgaben) kurze FristDer Y-Anstieg (gesamtwirtschaftl. Güterproduktion, Einkommen) fällt größer aus als die ursprüngliche Verschiebung der gesamtwirtschaftl. Nachfrage und zwar um den Faktor, der dem Multiplikator entspricht. Diese Zusammenhänge gelten auch im negativen Fall.
  126. 126Wann ist der gesamtwirtschaftl. Gütermarkt in der Einkommenskreislaufbetrachtung im Gleichgewicht (Wirtschaft mit Staat und ohne Ausland)Wenn Investitionen und Ersparnis (die Summe aus privater und staatlicher Ersparnis) gleich sind - Budgetdefizit des Staates vermindert Investitionsspielraum der Unternehmen, weil Linksverschiebung Kreditangebot zu höheren Kreditzinsen führen.
  127. 127Keynesianische Geldnachfrage Beschreibung und Unterschied klassische und keynesianische GeldnachfrageBestandteile Keynes Geldnachfrage: Transaktionsmotiv (zinsunabhängige Transaktionskasse (Ltr analog zu Klassik)) - Transaktionskassen-Nachfrage L Tr umso größer, je höher das Einkommen Y und
    damit die reale Güternachfrage ist
    Spekulationsmotiv (zinsabhängige Spekulationskassen-Nachfrage (Lsp)) - Bei niedrigem Zins oder Aktiencrashs auf
    Anlagen verzichten → Geld halten, „und bei höheren Zinsen/ stabileren Kursen einsteigen.“
    - Je höher der Zins i → Zinssteigerungen unwahrscheinlicher → "zwischengeparktes"
    Vermögen in Geldform wird wieder angelegt und gespart
    Vorsichtsmotiv (zins- und einkommensabhängige Vorsichtskasse (Lv)) - Geld für unvorhergesehene Zahlungen → steigt je höher das Einkommen Y ist und sinkt mit steigendem Zins i
    (da Opportunitätskosten der Geldhaltung, d.h. entgangenen Zinsen, steigen)
  128. 128IS-LM-ModellDie IS-Kurve hat einen fallenden Verlauf; die LM-Kurve einen steigenden Verlauf. Nur im Punkt A, dem Schnittpunkt beider Kurven, herrscht ein simultanes Gleichgewicht auf dem Güter- und Geldmarkt: jedoch Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt ist wahrscheinlich (z.B. Ang > Nachfrage = Arbeitslosigkeit)
  129. 129Analyse Transmissionsmechanismus (Wirkungskette) und Effektivität der Fiskalpolitik (IS-/LM-Gleichgewicht)Erhöhung der Staatsausgaben, Rechtsverschiebung der IS-Kurve
    Überschussnachfrage Geldmarkt,
    Abbau sonstiger Ersparnisse, Erhöhung Zinssatz, Anstieg Zins bei gleichbleibender privater Investitionsnachfrage, Transaktionskassen-Nachfrage und Vorsichtskassen sinken, Zinserhöhung vermindert Spekulations- und Vorsichtskassen-Nachfrage
  130. 130Multiplikatorwirkung Investitionsfalle expansive Fiskalpolitik IS-/LM-ModellI ist bezüglich Zinsänderungen (vollkommen) unelastisch → kein Crowding-Out, d.h.
    Zinserhöhung hat keinen Einfluss auf Investitionsnachfrage (Investitionen gehen nicht
    zurück durch Zinsnanstieg) → größtmöglicher / maximaler Multiplikatoreffekt.
  131. 131Multiplikatorwirkung Liquiditätsfalle expansive Fiskalpolitik IS-/LM-ModellGeldnachfrage sehr elastisch [d.h. „flacher Verlauf LM-Kurve“ z.B. im Bereich
    der Zinsuntergrenze → Liquiditätsfalle (relevant in Rezession)]
    → Zinserhöhung i sehr klein bzw. i konstant → Investitionen bleiben unverändert (kein
    Crowding-Out) → größtmöglicher / maximaler Multiplikatoreffekt.
  132. 132Auswirkung Erhöhung der Geldmenge M im IS-/LM-ModellEine Erhöhung des Geldangebots verschiebt die LM-Kurve nach unten. Der Zinssatz i sinkt. Im Gleichgewicht steigt die Güterproduktion Y und das Einkommen Y.
  133. 133IS-/LM-Modell Erhöhung der Geldmenge M Transmissionsmechanismus (Wirkungskette)Wirkungskette: Ausweitung der Geldmenge M - Übersschussangebot Geldmarkt
    Konsum Wirtschaftssubjekte und Ersparnisse steigen,
    Preis festverzinsliche Wertpapiere steigt,
    Investitionen und Produktion steigen,
    steigende Transaktionskasse, Spekulations- und Vorsichtskasse, Geldnachfrage steigt
  134. 134Wovon hängt Effektivität der Geldpolitik ab? (IS-/LM-Modell Erhöhung der Geldmenge M)Je elastischer die Investitionsgüternachfrage I auf Zinsänderungen (hier: Zinssenkung)
    reagiert, umso größer fällt der aus der Zinssenkung infolge der Geldmengen-
    Erhöhung resultierende Keynes-Zins-Effekt (M ↑ → i ↓ → I ↑ → Yd ↑ → Y ↑) aus.
  135. 135IS-/LM-Modell expansive Geldpolitik Investitionsfalle Multiplikatorwirkunga) I ist bezüglich Zinsänderungen vollkommen unelastisch → Investitionen I und damit die
    gesamtwirtschaftliche Güternachfrage bleiben konstant bei sinkendem Zinssatz
    → Geldpolitik unwirksam (→ Y u. N konstant) → Multiplikatorwirkung ist Null.
    b) I ist bezüglich Zinsänderungen vollkommen elastisch → maximaler Keynes-Zins-
    Effekt: kleinste Zinssenkungen bewirken starken Anstieg der privaten Investitionen I →
    Nachfrage, Produktion / Einkommen Y steigen stark (sehr große Multiplikatorwirkung)
  136. 136IS-/LM-Modell expansive Geldpolitik Liquiditätsfalle Multiplikatorwirkunga) Geldnachfrage sehr elastisch [d.h. „flacher Verlauf LM-Kurve“ z.B. im Bereich der
    Zinsuntergrenze → Liquiditätsfalle (relevant in Rezession)] → Zinssenkung sehr klein
    bzw. i bleibt konstant → I und damit Yd , Y, N bleiben konstant → Multiplikatorwirkung ist
    Null [→ zusätzliches Geld "versickert" vollständig in spekulativer Kassenhaltung]
    b) Geldnachfrage sehr unelastisch (d.h. relativ „steiler Verlauf LM-Kurve“) → sehr große
    Zinssenkung → starke Erhöhung der privaten Investitionen I → Yd, Y und N ↑ (s. 1b)
  137. 137Unterschiedlich aggregierte Güterangebotfunktionen Keynes-BereichKeynes-Bereich:
     Produktion wird allein von der gesamtwirtschaftlichen
    Nachfrage (= C+I+G+Ex-Im)
    bestimmt  Nachfrageschwankungen ohne
    Preiseffekte, da Anpassung allein über
    Produktionsmenge(inderRezessionbeiY
  138. 138Unterschiedlich aggregierte Güterangebotfunktionen Normal-BereichAusweitung der Produktion geht
    mit steigendem Preisniveau einher
    bei Nachfrageschwankungen
    passen sich Produktionsmenge
    und Preise an (gilt idR. in den Aufschwungsphasen,
    wenn Y < Y * )
  139. 139Unterschiedlich aggregierte Güterangebotfunktionen Klassik-BereichProduktion Y* von Ressourcenverfügbarkeit
    (u.a. Quantität und Qualität
    von Arbeit, Kapital, Natürliche
    Ressourcen) und technischem
    Fortschritt bestimmt (Produktionsfunktion/-
    potential; vgl. Teil II)
    Nachfrageschwankungen haben
    ausschließlich Preiseffekte
    (gilt idR. im Boom, wenn Y ≥ Y *)
  140. 140Verhalten gesamtwirtschafl. Hauptmärkte bei Konjunkturschwankungen klassiche SichtNutzen- und gewinnmaximierende
    Preisanpassungen bringen Hauptmärkte (= vollkommene
    Märkte mit Wettbewerb und rationalen
    Erwartungen) schnell in stabile Gleichgewichte
  141. 141Verhalten gesamtwirtschafl. Hauptmärkte bei Konjunkturschwankungen Keynesianische SichtNutzen-/ gewinnmax.
    Preisstarrheiten führen unvollkommene
    Hauptmärkte in stabile Ungleichgewichte
  142. 142Exogene Angebotsschockswie z.B.
    technologischer Fortschritt, Ölpreisschock
    bzw. Anstieg Rohstoffkosten, Naturkatastrophen,
    Arbeitskämpfe, Qualitätsgewinne
    bzw. -verluste im Bildungssystem
  143. 143Exogene Nachfrageschocks und Realzinsversagen (→ Ersparnis ≠ Investitionen)wie z.B.
    - schwache / starke Weltkonjunktur
    - staatliche Konjunkturprogramme
    - (technologieinduzierter) Investitionsboom
    - Angstsparen / Aktienboom
    - Boom Asienexporte /Währungskrisen usw.
  144. 144Klassische Sicht Konjunkturschwankungen (Angebots- und Nachfrageschocks)Nur Angebotsschocks wirksam
    Nachfrageschocks unwirksam aufgrund flexibler Preise
    Gleichgewichtsprozesse
  145. 145Keynesianische Sicht Konjunkturschwankungen (Angebots- und Nachfrageschocks)Angebots- und Nachfrageschocks wirksam
    Nachfrageschocks wirksam aufgrund von Preisregiditäten
    Untergleichgewichtsprozesse

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1. Semester VWL Bachelor Studium BWL
Criado por
Sabrina Heckler
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