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Flashcards

Diagnostik II

Usuário eliminado O usuário eliminou as informações de disciplina Inglês 110 flashcards

Flashcards do conjunto (110)

  1. 1Qualitative DiagnostikAnspruch ist es, das bestreffende Subjekt zu verstehen.
    Dazu ist es notwenig sich darüber klar zu werden welchen Einfluss die eigene Biographie auf das Verständnis hat und immer wieder selbstreflexiv zu prüfen, welches die eigenen Anteile imVerstehensprozess sind.
  2. 2Quantitative DiagnostikAnspruch ist es, das betreffende Subjekt zu messen, z.B. mittels Fragebögen
  3. 3HermeneutikWissenschaftliche Methode für die Interpretation des Einmaligen und Individuellen.
    Eine Interpretation kann nur im Sinne eines Dialogs zwischen Interpreten und Autor verstanden werden, da der Interpret es nie schafft seine eigene Meinung, Vorwissen, Vorurteile etc. ganz auszublenden.
  4. 4Wie kommt man zu Texten?- offene Fragen eines Fragebogens transkribieren
    - Interview wortwörtlich abschreiben (transkribieren)
    - indem man Beobachtungen verschriftlicht
  5. 5Klassifizierung von InterviewsMaß an Struktur:
    - wenig strukturiert
    - teilstrukturiert
    - stark strukturiert
    relevantere Unterteilung für Forscher:
    - Leitfadeninterview
    - Experteninterview
    - Diskursives Interview
    - Narratives Interview
    - Episodisches Interview
  6. 6Wenig strukturiertes Interview- ohne Fragebogen
    - Anordnung und Formulierung der Fragen bleibt dem Interviewer überlassen
    - Interviewer spielt passive Rolle, lässt den Befragten den Gang des Gesprächs bestimmten
    - sinnvoll wenn der Forschungsgegenstand noch nicht in allen Dimensionen erfasst ist.
    - Vorbereitung für stärker standardisierte Methoden
  7. 7teilstrukturiertes Interview- vorbereitete, vorformulierte Fragen
    - Reihenfolge variabel
  8. 8Standardisiertes Interview- mündliche Einzelinterviews unter stark strukturierten Bedingungen
    - Vorgabe festgelegter Fragen und festgelegter Antwortmöglichkeiten
    - Einheitliche Formulierung und Reihenfolge der Fragen
    - Grundprinzip naturwissenschaftlicher Messungen
  9. 9Leitfadeninterview- Vorbereitung von Fragen zum thematisch relevanten Spektrum eines Themas
    - Reihenfolge und Formulierung der Fragen kann abweichen
    - Ziel ist die individuelle Sichtweise des Befragten zu erhalten
  10. 10Kriterien zur Gestaltung eines Leitfadens1. Nichtbeeinflussung des Interviewpartners
    2. Spezifität der Sichtweise und Situationsdefinition aus Sicht der Interviewten
    3. Erfassung des breiten Spektrums der Bedeutung
    4. Tiefgründigkeit und personaler Bezugsrahmen auf Seiten des Interviewten
  11. 11Nichtbeeinflussung der Interviewpartner- unstrukturierter Fragen
    - halbstrukturierte Fragen:
    a) Gegenstand wird vorgegeben,Reaktion erfragt
    b) Reaktion vorgegeben, Gegenstand erfragt
    - strukturierte Fragen: Vorgabe von Gegenstand und Reaktion
    Mit unstrukturierten Fragen starten um zu verhindern, dass Sichtweise des Interviewers gegenüber dem Befragten durchgesetzt wird
  12. 12Spezifität der Sichtweise und Situationsdefinitionkonkrete Bestandteile, Wirkung oder Bedeutung eines Ereignisses für das befragte Subjekt herausarbeiten
  13. 13Erfassung eines breiten Spektrums der BedeutungAlle relevanten Aspekte & Themen sollen im Verlauf des Interviews angesprochen werden
    Subjekt muss Möglichkeit haben eigene Themen anzusprechen, gleichzeitig muss Interviewer "seine Themen" abarbeiten und ggf. auf Themen zurückkommen die nicht ausreichend behandelt wurden.
  14. 14Tiefgründigkeit und personaler Bezugsrahmenaffektive Reaktionen sollen ein Höchstmaß an selbstenthüllenden Kommentaren und des Informanten, darüber wie das Stimulusmaterial erfahren wird.
  15. 15Experteninterviewa) Zielgruppe sind Experten
    b) Starke Fokussierung auf Inhalte
    c) hohes Maß an Pragmatik bei der Interviewführung durch Leitfaden
    Vermeiden von inkompetenten Auftreten und Abweichen vom Kern des Themas
    Auswertug: Auszüge werden transkribiert, thematische Vergleiche mit anderen Experteninterviews
    Für qualititaive Evaluationsforschung besonders geeignet
  16. 16Diskursives Interviewa) Auswahlverfahren: Es solen gezielt Personen ausgesucht werden, die unterschiedliche Standpunkte vertreten
    b) spezifische Befragungstechnik: Hierüber ist möglich, Befragte, direkt oder indirekt zur Begründung ihrer Handlungen/Handlungsorientierungen und Situationsdefinitionen zu veranlassen und sie darüber hinaus systematisch mit Widersprüchen und Inkonsistenten in ihren Selbstdarstellungen zu konfrontieren
    c) Auswertung: Hier wird viel Wert auf die Kontrastierung von Fällen und die Entwicklung einer Typologie von Denkmustern gelegt.
    Für die Konstruktion eines Leitfadens werden folgende Fragetypen unterschieden:
    technische: "harte Daten", Hauptfragen, von denen die weitere Interviewgestaltung abhängig gemacht wird, Fragen zum Gesprächseinstieg, Wiederholungen bzw. Wiederaufnahme von Themen
    inhaltliche: Wissensfragen, Erzählaufforderungen, Aufforderungen zu Stellungnahmen und Begründungen. Hierfür eigenen sich besonders hypothetische Situationen vorzugeben, bewusste Suggestivfragen, Zusammenfassungen, Konfrontationen und Polarisierung einzusetzen
  17. 17Narratives InterviewInterviewte wird gebeten längere zusammenhängende Darstellung in Form einer Erzählung zu geben
    Interviewer leitet mit Erzählaufforderung das Interview ein, worauf die Haupterzählung des Interviewten folgt, der eine zusammenhängende Geschichte aller relevanten Ereignisse von Anfang bis Ende erzählt.
    Anschließend folgt ein narrativer Nachfrageteil wo nicht ausgeführte Erzählansätze vervollständigt werden können.
    Zum Schluss kommt ein Teil mit Fragen, die den Interviewten als Experten sein Selbst darstellen
  18. 18Episodisches InterviewZie: Erfahrungshintergrund einer Person zu bestimmtem Thema und aktuelle Einstellung dazu erfassen
    Phase1: subjektive Definition Forschungsgegenstand
    Phase2: Klärung der Rolle/Bedeutung des Forschungsgegenstandes für den Alltag
    Phase3: Persönliche Beziehung zu den zentralen Aspekten des Forschungsgegenstandes erläutern
    Phase4: Allgemeine Aspekte des Forschungsgegenstandes
    Auswertung: Inhalte & Auswahl der ausgewählten Episoden transkribieren, Kategorisieren und in Kontrast zueinander setzen
  19. 19Der InterviewerIdeale Interviewerverhalten: Völlige Neutralität, damit von Fall zu Fall vergleichbar
  20. 20Rosenthal-EffektBeeinflussung des Ergebnisses durch die Erwartungen des Experimentators
  21. 21Halo EffektEin einziges Merkmal überstrahlt alle anderen Merkmale, z.B. wird von äußeren Merkmalen auf das Wesen einer Person geschlossen.
  22. 22KontrastfehlerBeobachtungen werden in Relation zu der eigeneben Person beurteilt. Daher werden Unterschiede zur eigenen Person besonders stark wahrgenommen und umproportional verstärkt.
  23. 23Logischer FehlerInformationen, die den eigenen Annahmen und Theorien entsprechen werden wahrgenommen, während widersprüchliche Ergebnisse ausgeblendet werden.
  24. 24MIlde FehlerWir neigen dazu uns bekannte Personen milder zu beurteilen oder aus Angst vor dem Milde-Fehler viel zu streng.
  25. 25Fehler der zentralen TendenzDer Beobachter kann den Fehler machen, Personen so einzuordnen, dass sie wenig aussagekräftige mittlere Skalenwerte erhalten. Auch Versuchspersonen neigen dazu sich für mittlere Kategorien zu entschieden
  26. 26ProjektionMan schließt von sich auf andere
  27. 27Reihenfolge EffektDer erste Eindruck und die letzte Beobachtung bleiben uns besser im Gedächtnis und spiele naher eine besondere Rolle (Primacy & Recency-Effekt)
  28. 28Hawthrone-EffektWenn eine Person weiß, dass sie an einem Experiment teilnimmt, wir sich unter Umständen ihr Verhalten ändern.
    (Arbeitsproduktivität)
  29. 29Soziale ErwünschtheitFragen werden so beantwortet, wie man glaubt, dass der Fragesteller es hören möchte
  30. 30Simulation/DissimulationSimulation: Beschwerden werden besonders drastisch geschildert oder gar übertrieben
    Dissimulation: Patienten die zur Untertreibung/Leugnung ihrer Symptome neigen
    Ursache: Persönlichkeitsstörung, äußere Faktoren, soziale (Un)erwünschtheit bestimmter Erkrankungen
  31. 31Ziel des Psychologischen Gesprächs1. Arbeitsbündnis mit dem Klienten aufbauen
    2. Informationen vom Klienten erheben und an den Klienten vermitteln
    3. Informationen aus dem Gespräch und sonstigen Untersuchungen integrieren
  32. 32ArbeitsbündnisPsychologe und Klient haben sich hinsichtlich Diagnose und Maßnahmen geeinigt.
    Maßnahmen ohne Einwilligung des Klienten haben schwere Folgen.
    Hält der Klient sich nicht an die Maßnahmen kann dies zu Abbruch der Psychologen-Klient-Beziehung führen
  33. 33InformationenInformationen vom Klienten bekommen und den Klienten gleichzeitig auch Informationen vermitteln
  34. 34INtegrationBild des Klienten wird vervollständigt und somit ein umfassender Eindruck gewonnen
  35. 35InteraktionDurch ein Gespräch wird außerdem die Fremdheit aufgelöst und es kann ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Dies ist wichtig damit der Klient ehrlich über seine Beschwerde berichten kann, aber auch dafür dass der Klient eventuelle Maßnahmen mitträgt.
  36. 36offene FrageGibt dem Befragten viel Raum zur Antwort
  37. 37geschlossene FrageGibt wenig Raum zur Antwort
    2 Antwortmöglichkeiten : dichotome geschlossene Frage
    3+: Katalogfrage
    1 Antwortmöglichkeit: Suggestivfrage
  38. 38Fragentypen im GesprächsverlaufTrichterprinzip: Es empfiehlt sich mit offenen Fragen in das Gespräch einzusteigen und nach und nach immer gezieltere Frage zu stellen.
  39. 39Vortiele offener Fragen- Befragter kann innerhalb seines eigenen Referenzsystems arbeiten
    - Keine Antwortvorgaben, die Befragten in eine bestimmte Richtung lenken
    - Bessere Unterstützung von Äußerungen, die tatsächlich im Wissensbestand bzw. Einstellungsrahmen der Befragten verankert sind
  40. 40Nachteile offener FragenUnterschiedliche Artikulationsfähigkeit der Befragten provoziert Antwortunterschiede
    Auswertungsaufwand
    Interviewereffekte durch unterschiedliche Fähigkeiten beim Notieren
  41. 41Vorteile geschlossener Frageneinfache Datenaufbereitung zur Auswertung
    gute Untersubjektive Vergleichbarkeit
    geringer Zeitaufwand
    Skalenvorrausseztung für stat. Verfahren gegeben
  42. 42Nachteile geschlossener FragenVorgabe von Antworten, an die der Befragte eventuell noch nie gedacht hat
    Befragter muss zwischen bisher nicht zu seinem Alltagswissen gehörenden Alternativen wäheln
  43. 43GesprächsfördererErmuntern
    offenes Nachfragen
    Wiederholen
    Umschreiben
    Zusammenfassen
    Emotionale Inhalte Ansprechen
  44. 44GesprächsstörerBagatellisieren
    Vorschnelles Diagnostizieren
    Vorschnelle Ratschläge/Lösungen
  45. 45Vier Regeln der Informationsvermittlung1. Holen Sie die Person dort ab, wo sie steht: Vorwissen ermitteln und daran anknüpfen, ansonsten bei Grundlagen anfangen
    2. Vermitteln Sie ihre Informationen verständlich
    3.Ermutigen Sie die Person zum Fragen
    4.Vergewissern Sie sich, inwieweit die Person Sie verstanden hat: Schuld für eventuelles Nicht-Verstehen immer auf sich selbst schieben
  46. 46Verständlichmachera) Einfachheit: Vermeiden von Fachbegriffen und Fremdwörtern
    b) Gliederung und Struktur
    c) Kürze & Prägnanz
    d) Anregende Zusätze: sprachliche Bilder, rhetorische Fragen, Abbildungen, Modelle, persönliche Erfahrung
  47. 47Soziale DistanzGefälle der Kompetenz und des Wissens zwischen dem Experten und dem Laien
    Patient als Hilfesuchender abhängig von Arzt
    Ärztliches Handeln = Entscheidungsmacht, Eingriffe in die Patientenbiographie
    Soziokulturelle Unterschiede verstärken Distanzeffekte, besonders bei verbaler Kommunikation( in unteren Schichten eher resignierter Sprachcode)
  48. 48Paradoxe KummunikationZur gleichen Zeit vom selben Sender gegebene Informationen sind widersprüchlich
    Widersprüchliche Verbale Botschaften
    Verbal Geäußertes widerspricht dem nonverbal Kommunizierten
  49. 49Double BindDer double-bind-Theroie zu Folge kann paradoxe Kommunikation in Verbindung mit weiteren Bedingungen psychisch sehr belastend sein
    a)eine Person hat eine intensive Beziehung zu einer anderen Person, dass es ganz besonders wichtig ist, deren Mitteilungen genau zu verstehen (z.B. Patient-Arzt)
    b) Die andere Person (Arzt) kommuniziert paradox
    c) das empfangene Individuum kann weder Stellung beziehen noch aus der Situation zurückziehen oder die Botschaft ignorieren
    Lösung: Metakommunikation
    Kinder & Jugendliche die double-bind im familiären Umfeld ausgesetzt sind haben eine höhere Wahrscheinlichkeit an Schizophrenie zu erkranken.
  50. 50Metakommunikationdarüber reden, wie man miteinander spricht/sprechen möchte
    Kommunikationsprozess wahrnehmen, Störungen bemerken, gegebenenfalls Änderungen einleiten
    Praxisorientierter Ansatz: 4-Ohren Modell
    Anwendung von Metakommunikation: In Supervisionsgruppen, ruhiger Ort
    Konkret formulieren, Gesprächspartner direkt ansprechen, niemals die Person kritisieren sonder nur das störende Verhalten
  51. 51Aktives Zuhörenverbale Fähigkeit auf Äußerungen eines anderen zu reagieren, dem Gegenüber aufmerksam zuzuhören und ihm anschließend das eigene Verständnis zurückmelden
  52. 52Bestandteile des aktiven Zuhörens1) Gesprächsbereitschaft signalisieren
    2) Aufmerksamkeit und Anteilnahme signalisieren
    3) Eigenes Verständnis des Gesagten dem Gesprächspartner zurückmelden
    4) Wahrgenommene Gefühlslage des Sprechers an dieses zurückmelden
    5) Formulierungen der Antworten des "aktiven Zuhörend"
    a)möglichst kurz
    b)mit einer direkten Ansprache des Gesprächspartner
    c) in einer bildhaften, lebendigen, dem Alltag des Gesprächspartners entnommene Sprache
    d) nicht wertend, sondern spiegelnd und vertiefend
  53. 53Positive WertschätzungKlient wird akzeptiert und respektiert unabhängig von jeglichen Bedingungen
  54. 54SelbstkongruenzIn Beziehung mit dem Gesprächspartner echt sein, meinen was man sagt
  55. 55EmpathieEmpathie ist ein präzises einfühlendes Verstehen des Anderen:
    Gefühle und Sichtweisen des Gesprächspartners wahrnehmen/sich vorstellen und zum Ausdruck bringen
  56. 56Abgrenzung Empathie- aktives ZuhörenAktives Zuhören: Technik
    Empathie: Grundhaltung
  57. 57fundamentaler AttributionsfehlerÄrtze neigen dazu, abweichendes Verhalten vorschnell als überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal zu betrachten.
    Kann dazu führen, dass der Patient sich veranlasst sieht dementsprechend zu handeln
  58. 58Gründe für schwierige Verhaltensweisenkrankheitsspezifische Ursache
    negative Erfahrung
    Ängste
    hohes Informationsbedürfnis
    kritische Grundhaltung
    "Voretikettierung" als schwierig
    inadäquate Erwartungen des Teams
  59. 59Biomedizinisches KrankheitsmodellGeht davon aus das Krankheit einer entsprechende körperlichen Funktionsstörung zugrunde liegt, die sich in biologischen Abweichungen messen lassen.
    positive Konsequenz der Sichtweise: Beschreibung der Krankheitsbilder, Ursachenbeschreibung, somatische Behandlung
    ABER: keine mehrdimensionale Betrachtung, wird der Komplexität des Menschen nicht gerecht
  60. 60Biopsychosoziales Modell1. Vorkommen biologischer Defekte notwendig, aber nicht hinreichend
    2. Für ausreichendes Verständnis müssen auch psychosoziale Daten erhoben werden, da in dieser Dimension die meisten Symptome gezeigt werden
    3. Krankheiten sind hinsichtlich des Auftretens & Verlauf von psychosozialen Bedingungen und der Umwelt des Betroffenen abhängig
    4. psychsozialen Bedingungen bestimmen ob sich der Betroffene überhaupt "krank" fühlt
    5. Eine sogenannte rationale Behandlung, ddid sich nur auf die biologischen Phänomene ausrichtet, stellt nicht unbedingt die Gesundheit des Patienten wieder her.
  61. 61Entstehung von Krankheiten nach dem biopsychosozialen ModellEs spielen nicht nur biologische, sondern auch psychologische und soziale Faktoren ein Rolle. Aufgabe des Arztes ist es, den Beitrag der drei Einflussgrößen festzustellen
  62. 62Manifestation von Krankheiten (biopsychosoziales Modell)auf somatischer Ebene: organische Veränderungen
    auf psychischer Ebene: umfasst das krankheitsbezogene Erleben und Verhalten
    auf sozialer Ebene: vermehrte Hilfsbedürftigkeit, veränderte Stellung in der Gesellschaft
  63. 63Behandlung von Krankheiten nach biopsychosozialem Modellauf somatischer Ebene: Medikamente
    auf psychischer und sozialer Ebene: dauerhafte Änderung der Lebensgewohnheiten
  64. 64KohärenzgefühlGefühl, des Vertrauens darauf, dass Ereignisse im Leben strukturiert, vorhersehbar und erklärbar sind, dass Ressourcen verfügbar sind um den Anforderungen des Lebens gerecht zu werden.
    Perspektivänderung von "Was macht uns krank?" zu "Was hält uns gesund"?
    Ansatzpunkte zur Gesundheitsförderung und zu präventiv-medizinischen Maßnahmen.
  65. 65Sozialanamnesegesonderte Betrachtung der Lebensumstände im amnestischen Gespräch, d.h. die Stellung des Kranken in Familie, Umwelt und Beruf im weitesten Sinne.
  66. 66Wann ist eine Sozialananmese angezeigt?- unklare Befunde
    - wandernde oder therapieresistente Symptome
    - Chronische Verläufe
    - Umwelt (Störung durch z.B. Schichtarbeit)- oder Verhaltenskrankheiten (übermäßiger Alkoholkonsum)
    - Psychosomatische Krankheiten
    Patienten mit offenkundigen psychosozialen Problemen (Obdachlose)
    - Patienten, die direkt oder indirekt diesbezüglich Gesprächsangebote machen
    - Gutachten für die Gewährleistung von Sozialleistungen
  67. 67Inhalte der Sozialanamnese1. Familiäre Verhältnisse
    2. Wohnverhältnisse
    3. Selbstständigkeit
    4. Freundeskreis
    5. Berufliche Verhältnisse
    6. Wirtschaftliche Verhältnisse
    7. Freizeitbeschäftigungen
    8. Allgemeine Lebensweise
  68. 68PersonologieMurray: Persönlichkeit = hypothetische Struktur der Psyche, deren konsistente Einrichtung und Prozesse in inneren und äußeren Abläufen manifestieren.
    Persönlichkeit ist das den Körper regierende Organ, eine Institution, deren Funktion in unablässiger Umgestaltung besteht.
    Lokalisiert im Gehirn,d.h. kein Gehirn keine Persönlichkeit
  69. 69NeedsKonstrukt, dass eine Kraft im Gehirn bezeichnet, die eine bestehende unbefriedigte Situation in eine bestimmte Richtung lenkt.
    Die Kraft wird durch direkte innere Prozesse oder durch Umwelteinflüsse(Press) ausgelöst.
    Jedes Bedürfnis ist von einem charakteristischen Gefühl begleitet.
    Jedes Bedürfnis neigt zur Anwendung gewisser Mittel
  70. 70primäre und sekundäre Needsprimär: körperliche Befriedigung
    sekundär: von primären abgeleitet, keine zentrale Verbindung mit Organprozessen
  71. 71offene oder verdeckte Needsoffene Needs: Werden offen in Verhalten ausgedrückt
    verdeckte Needs: werden zurückgehalten, oft in Welt der Träume und Fantasien ausgelebt
  72. 72Fokale und diffuse Bedürfnissefokal: auf spezifische Umweltobjekte bezogen
    diffus: Needs sind auf fast jedes Umweltobjekt anwendbar
  73. 73Proaktive und reaktive Bedürfnisseproaktiv: von innen determiniert, spontan
    reaktiv: weitgehend Ergebnis/Antwort/Reaktion auf Umwelteinflüsse
  74. 74Prozess-, Modal-, EffektbedürfnisseProzessaktivität: ziellose, umkoordinierte, nicht-funktionler Ablauf von Prozessen
    Modalbedürfnisse: Tendenz, gewisse Akte nur um des Vollzuges willen durchzuführen
    Effektbedürfnisse: sollen zu einem erwünschtem Zustand führen
  75. 75Typische Press nach Murrayfehlende familiäre Unterstützung
    Gefahr körperlicher Verletzung
    Freundschaften
    Zurückweisung
    Vorenthalten von Objekten
    Gefährdung durch Aggression
    Unterlegenheit
  76. 76TATMithilfe des thematisches Apperzeptions-Test, der zu den Projektilen Verfahren gehört, werden Needs und Presses erfasst.
  77. 77KonstruktivismusDenkprozesse des Menschen
    Grundannahmen:
    1. Mensch ist eine Art "Wissenschaftler"
    2. Mensch stellt Hypothesen auf und testet sie an Ereignisse der Umwelt
    3. Aufgrund der Wahrnehmung von Ähnlichkeiten und Unterschieden werden Kategorien bzw. Konstrukte gebildet, die bei der Voraussage von Ereignisse helfen sollen
    4. Menschen unterschiedne sich hinsichtlich der Anzahl, Art und Organisation von Konstrukten
    5. Konstruktsysteme sind relativ stabil
  78. 78Explorative FakotrenanalyseZiel der Explorativen Faktorenanalyse ist die Datenreduktion.
    Grundlage der FA ist eine Korrelationsmatrix mehrerer Variablen.
    Datenreduktion dadurch, dass ähnlich Variablen zu einer neuen zusammengefasst werden.
  79. 79FaktorenladungsmatrixErgebnis einer Faktorenanalyse ist eine Faktorenladungsmatrix für jede Variable und enthält sogenannte Faktorenladungen.
    Je höher die Faktorenadung desto besser wird die Variable vom Faktor repräsentiert.
    Theoretisch lassen sich immer so viel Faktoren wie Variablen bilden, eine FA sollte aber immer der Datenreduktion dienen!
  80. 80rotierte KomponentenmatrixUm eine bessere Interpretierbarkeit zu schaffen, werden die Daten nach den Kriterien der Einfachstruktur angepasst.
    Damit die Variablen a) möglichst auf einen Faktor laden und b) die Faktoren sollen möglichst eindeutig zu möglichst wenigen Variablen gehören werden die Achsen des Koordinatensystems rotiert.
  81. 81KommunalitätKommunalität gibt an, wie gut eine Variable durch die Faktoren erklärt wird.
  82. 82Ablauf der Faktorenanalyse1. basierend auf der Korrelationsmatrix wird versucht, möglichst viel der Korrelationen durch einen Faktor zu erklären.
    2. Dann wird versucht von dem Rest der Korrelation möglichst viel durch einen zweiten Faktor zu erklären usw. bis in der Korrelationsmatrix praktisch nur noch Nullen stehen
    Hierbei wird die sogenannte Komponentenmatrix gebildet.
  83. 83Eigenwert des FaktorsDen Eigenwert erhält man, indem man die einzelnen Faktorladungen der Variablen eines Faktors quadriert und aufsummiert.
    Der Eigenwert gibt an, wie viele Variablen durch den Faktor erklärt bzw. ersetzt werden können.
    Ein Eigenwert von < 1 dient nicht mehr der Datenreduktion!
  84. 84Kaiser KriteriumDer Eigenwert eines Faktors muss größer als 1 sein
  85. 85Scree PlotEine weitere Möglichkeit zur Entschidung darüber wie viel Faktoren man nehmen sollte. Bei einem Scree Plot werden die Eigenwerte pro Komponente abgetragen.
    Es werden die Faktoren genommen die vor dem Knick zum Übergang in eine Gerade liegen.
  86. 86explorative FA vs. konfirmatorische FAexplorativ: Date liegen von Beginn an vor und es wird versucht ausgehend von der Datenlage eine Faktorenstruktur zu finden
    konfirmatorisch: es exisitiert eine theoriengeleitete Faktorenstruktur die nun geprüft werden soll indem man schaut, ob die erhobenen Daten zu dieser Faktorenstruktur passen
    Diese Vorgehensweise ist die "wissenschaftlichere"
  87. 87teilnehmende BeobachtungForscher selbst werden zu Mitgliedern des zu untersuchenden Gegenstandsbereich.
    Sie kann offen oder verdeckt erfolgen
  88. 88Probleme teilnehmender Beobachtungen- Einstellung, Herstellung des Feldkontakts
    - Agieren im Feld, Reaktionen auf das Feld
    - Gefahr des Distanzverlusts
    - Ausstieg, Entwicklung der Beziehung
    - Auswertung: Materialfülle
    - Ethisch: Doppelcharakter der im Feld geknüpften Beziehungen
  89. 89VignettenVignetten sind kurze Fallbeispiele oder Szenarien, die bestimmte kognitive Prozesse hervorrufen sollen.
    Der Pbn werden gebeten sich in die vorgegebene Siutation hineinzuversetzen und ihre (hypothetischen) Reaktionen zu schildern
  90. 90Hinweise zur Erstellung von VignettenDie in der Vignette dargestellte Geschichte sollte
    a) schnell erfassbar sein
    b) dem Zielpublikum angepasst sein
    c) wahrscheinlich erscheinen
    d) konkret aber nicht zu spezifisch sein
    e) beobachtetes Verhalten aber keine Interpretation enthalten
    f) bezüglich nicht intendierter Identifikation mit dem Protagonisten überprüft worden sein
  91. 91Psychopathie- schwere Form der dissozialen/antisozialen Persönlichkeitsstörung
    - Philipe Pinel "manie sans delire" : Beeinträchtigung affektiver Funktionen bei ansonsten "ungestörten Verstandeskräften"
    - Unterscheidung von "angeborener psychopatischer Disposition": verletzliche und empfindsame Menschen und "angeborener psychopatische Belastung": verschiedenste Persönlichkeitstypen
    - Persönlichkeitsstörungen prnzipiell nicht krankhaft, sondern eher mögliche charakterologische Spielarten
  92. 92Psychopath- impulsiv, unverantwortlich, hedonistisch, "zweidimensionale" Person, der die Fähigkeit fehlt, die normalen emotionalen Komponenten zwischenpersonalen Verhaltens zu erleben.
    Unfähig zu Bedürfnissaufschub
  93. 93Drei Bereiche psychotischer Merkmalea) Gute Psychische Anpassung: Intelligenz, soziale Kompetenz, kein Wahn, kein Realitätsverlust, keine Nervosität
    b) Impulsive antisoziale Handlungen, Unzuverlässigkeit, Verantwortungslosigkeit, Promiskuität, Unfähigkeit aus negativen Erfahrungen zu Lernen, keine klaren Lebenspläne
  94. 94Behandlung von PsychopathieWirksamkeit hängt von 3 Prinzipien ab:
    - risk: intensivsten Therapieprogramme für die gefährlichsten Straftäter
    - need: gezielte Behandlung kriminogener Faktoren
    - responsivity: Auswahl der Methode entsprechend dem Lernstil des Patienten
    alle herkömmlichen Formen der Psychotherapie ineffektiv.
    Biologische Therapien erzielen unbedeutend bessere Ergebnisse
    Schlussfogerung: Vielleicht früher ansetzen? Psychopathie bereits im Kinder und Jugendalter diagnostizieren.
  95. 95FallanalyseEine Fallanalyse unternimmt den Versuch, über Rekonstruktion und Interpretation eines Verbrechens, insbesondere der Rekonstruktion des Verhaltens des meist unbekannten Täters, Hypothesen über HIntergründe der Tat aufzustellen mit dem Ziel polizeiaktisch relevante Informationen zu produzieren.
  96. 96TäterprofilUmfassende Beschreibung eines noch nicht identifizierten Täters, die aus der Rekonstruktion und Interpretation seines Verhaltens abgeleitet wird.
  97. 97TathergangsanalyseIst das Herzstück der psychologisch-kriminalistischen Untersuchung und ist Vorraussetzung für die Erstellung von Täterprofilen.
    1)Zunächst alle zugänglichen Informationen zu Tatort gesammelt + zusätzliche Daten über das Opfer
    2) Tatverlauf detailliert rekonstruieren, Ziel ist dabei vor allem das Verhalten des Täter herauszuarbeiten, von besonderem Interesse sind Handlungsweisen , die über das für die Tatdurchführung notwendige Verhalten hinausgehen
    3) Weiteres Augenmerk gilt denjenigen Punkten, an denen der Täter eine Entscheidung zwischen Handlungsalternativen trifft, da sich hier seine Individualität offenbart.
  98. 98GlaubhaftigkeitSituationsbezogen, Sind die Angaben bezüglich eines bestimmten Sachverhalts zutreffend?
  99. 99Glaubwürdigkeitübersituativ, bezieht sich auf die aussagende Person, Hat die Person einen guten Leumund?
  100. 100Gründe für verfälschte Zeugenaussagena) Ungenaue Wahrnehmung, führt zu unabsichtlichen Aussagefehlern, betroffen ist die Genauigkeit der Aussage
    b) Sachverhalt wird von dem Zeugen absichtlich anders dargestellt, betroffen ist die Glaubhaftigkeit der Aussage
    Eine Aussage kann also trotz Fehler und Lücken glaubhaft sein, sofern sie von einem subjektiven Wahrheitsvorsatz geprägt ist.
  101. 101AusschlussdiagnostikGlaubhaftigkeitsdiagnostik beruht auf dem Prinzip des Ausschlusses. Zunächst werden verschieden Hypothesen aufgestellt, die davon ausgehen, dass die Aussage falsch ist. Lassen sich die Hypothesen ablehnen kann Glaubhaftigkeit angenommen werden.
  102. 102UntüchtigkeitshypotheseZeuge ist aufgrund kognitiver Schwäche oder psychopathologischer Störungen generell nicht in der Lage zutreffend über erlebte Ereignisse zu berichten.
  103. 103TäuschungshypotheseDer Zeuge will mit seiner Aussage bewusst täuschen, in dem er vorgibt etwas erlebt zu haben, was er tatsächlich nicht erlebt hat
  104. 104SuggestionshypotheseDer Zeuge berichtet zwar aus seiner Sicht über eigens Erleben, jedoch nur weil seine Erinnerung durch soziale Einflüsse verzerrt ist und er die von ihm berichteten Erlebnisse so nicht erlebt hat.
  105. 105Kriterienorientiere AussagenanalyseAnnahme: Lügen ist in der Regel schwierig! Anhand bestimmter Kriterien können die Erlebnisfundierung und de Wahrheitsgehalt einer Aussage überprüft werden.
  106. 1065 Kategorien der Kriterienanalyse1. Allgemeine Merkmale (Logische Konsistenz, Unstruktuierte Darstellung, Detaillreichtum)
    2. Spezielle Inhalte(kontextuelle Einbettung, Interaktionsschilderungen, Wiedergabe von Gesprächen,Schilderungen von Komplikation im Handlungsverlauf, Schilderung ausgefallener Einzelheiten)
    3. Inhaltliche Besonderheiten(nebensächliche Einzelheiten, Phänomengemäße Schilderung unverstandener Handlungselemente, Indirekt handlungsbezogene Schilderrungen, Beschreibung der eigenen psychischen Vorgänge,Beschreibung psychischer Vorgänge bei dem Beschuldigten)
    4. Motivationsbezogene Inhalte(spontane Verbesserung der eigenen Aussage, Zugeben von Erinnerungslücken, Einwände gegen die Richtigkeit der eignen Aussage, Selbstbelastungen, Entlastung des Angeschuldigten)
    5. Deliktspezifische Inhalte(Für die Art des Delikts spezifische Details)
  107. 107KonstanzanalyseZeugen werden in der Regel mehrmals befragt. Es wird untersucht, ob die Aussagen zu den verschiedenen Zeitpunkten mehr oder minder konstant waren. Hierbei steht das grobe Tatgeschehen im Vordergrund.
  108. 108Aussagevaliditätbezieht sich auf störungsfreie interne und externe Rahmenbedingungen der Aussageentwicklung.
    Es geht darum, festzustellen, ob eine Aussage qualitativ hochwertig ist und daher einen Erlebnisbezug indiziert auch als zuverlässig bzw. valide beurteilt werden kann.
    Zweifel an der Zuverlässigkeit besteht dann, wenn die Informationen erheblich verzerrt worden sind oder das Kind durch Suggestion zu der Überzeugung gekommen ist ein Ereignis erlebt zu haben.
  109. 109suggestive VerfälschungTypischerweise treten sie nicht in Form von absichtlicher und gezielter Überredungungs- und Überzeugungsversuche auf. Meist ist es eher so, das erwachsene Bezugspersonen Erwartung und Befürchtungen haben, was geschehen sein könnte. Sie interpretieren unspezifische Verhaltensweisen als Folge körperlichen oder seelischen Missbrauchs.
  110. 110Aufdecken von FehlerquellenGründliche Analyse der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Aussage. Es ist zu untersuchen ob von der Erstbekundung bis zur aktuellen Aussage systematische Veränderungen auftraten und ob diese Veränderungen in Zusammenhang mit bestimmten Ereignissen aufgetreten sind.

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O usuário eliminou as informações de disciplina FlashCards sobre Diagnostik II, criado por Usuário eliminado em 10-10-2016.
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  • Criado por frau_chica · 23 jun 2014
  • Copiado por Paula Raithel · 10 out 2016
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