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41.1 Bildungswissenschaft - der hermeneutische Zugang

Yvonne Heitland Bildungswissenschaften Modul 1A Studium Alemão 19 flashcards

41.1 Bildungswissenschaft - der hermeneutische Zugang

Flashcards do conjunto (19)

  1. 1zur GP...GP = Geisteswissenschaftliche Pädagogik;
    bedeutende bildungswissenschaftliche Strömung;
    ist heute nicht mehr als eigentständige Strömung von Bedeutung, hat nur noch historische Bedeutung;
    ...stellen die von ihr geprägten Auslegungs- und Deutungsverfahren (hermeneutische Verfahren) dar, welche noch heute wichtige Zugänge sind
  2. 2Entwicklung und Geschichte der GPwurde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt;
    einflussreichste Richtung der Biwi bis 1933 und dann wieder von 1945 bis 1960
  3. 3Alle wichtigen Vertreter der GP......studierten bei Wilhelm Diltey in Berlin (mit Ausnahme von Theodor Litt) und gaben die Grundlagen der GP weiter man ihre Doktoranden
  4. 4Die wichtigsten Vertreter der GP......werden häufig in einem Stammbaum dargestellt;
    1. W. Dilthey, (T. Litt, E. Spranger)
    2. H. Nohl, M. Frischeisen-Köhler, E. Weniger, W. Flitner
    3. H. Blankertz, K. Mollenhauer, W. Klafki (die 3. Generation wird auch der Kritischen Theorie zugeordnet)
  5. 5"Lebensphilosophie" von Dilthey...bemüht sich eine doppelte Verbindung zwischen Leben und Philosophie aufzuzeigen;
    Einerseits motiviert der praktische Alltag viele Fragen der Philosophie, andererseits hat Philosophie als reflektierende Instanz auch wieder eine Rückwirkung auf unser Leben.
  6. 6interessierender Gegenstand der Geisteswissenschaftenist eine unmittelbare innere Wirklichkeit, ein von innen erlebter Zusammenhang, ein inneres Erkennen, das er Verstehen nennt;
    "Die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir."
  7. 7Das Verstehen des Sinns und der Bedeutung menschlicher Handlungen......kann über die Interpretation der Objektivationen des menschlichen Geistes erfolgen.
  8. 8Objektivationen...sind Produkte des menschlichen Geistes, die auch allgemein als "Texte" bezeichnet werden (Buch, Brief, Gespräche, Bilder, Gesetze, Filme, Software, ..., alle Artefakte und Prduktionen des menschlichen Geistes)
  9. 9Verstehen......erfolgt durch Einfühlung, das als Hineinversetzen, Nachbilden, Nacherleben eine Art Nachvollzug des Schöpfungsvorgangs darstellt;
    Wir alle müssen uns in unseren täglichen Handlungen verständlich machen und benutzen und erleben dabei dieselben Ausdrucksformen sowohl sprachlicher, als auch nicht-sprachlicher Art
  10. 10Grundregel der klassischen HermeneutikDas Ganze muss aus dem Einzelnen und das Einzelne aus dem Ganzen verstanden werden;
    Ganzheit und Teil bilden ein Zirkelverhältnis, sie bedingen sich gegenseitig
  11. 11hermeneutischer Zirkelhermeneutischer Zirkel
  12. 12Drei wesentliche Grundannahmen der GP1. Im Verhältnis von Theorie und Praxis hat die Praxis Priorität;
    2. Lehrpläne als Objektivationen menschlichen Geistes;
    3. Relative Eigtenständigkeit der Pädagogik
  13. 13Im Verhältnis von Theorie und Praxis hat die Praxis Priorität:zu untersuchende Phänomene sind nicht äußerlich, sondern sind Teil unseres geschichtlichen Lebens;
    Dreistufiges Schema der Theoriebildung nach Weniger;
    Theorie kann zeitlich Vorrang haben, z.B. in der Ausbildung, um dem Auszubildenden zu helfen, die Wirklichkeit besser zu verstehen;
    Praxis soll durch Theorie nicht eingeengt, vorgeprägt oder reglementiert werden
  14. 14Dreistufiges Schema der Theoriebildung nach WenigerTheorie 1. Grades: Implizite Annahmen (sind den Erziehungspraktikern nicht ausdrücklich bewusst)
    Theorie 2. Grades: Handlungswissen (Erfahrungen aus der Paxis, in Leitsätzen von programmatischen Schriften und pädagogischen Insitutionen);
    Theorie 3. Grades: Theorie von Wissenschaft (macht sich Gedanken über das Theorie-Praxis-Verhältnis)
  15. 15Lehrpläne als Objektivationen menschlichen GeistesVerstehen wird nicht von außen an uns herangetragen;
    Bildungswirklichkeit ist ein historisch gewachsenes Phänomen, sie kann nur aus ihrer eigenen Geschichtlichkeit heraus verstanden werden;
    pädagogische Phänomene / Theorien sind geschichtlich gewachsene Manifestationen des menschlichen Geistes, sind geistige Objektivationen
  16. 16Relative Eigenständigkeit der PädagogikErziehung und Bildung haben eine eigenständige Rolle;
    Erziehungsmaßnahmen gab es schon vor jeder Theorie
  17. 17aktuelle Erziehungs- und Bildungswissenschaft......ist ohne die Tradition der GP undenkbar, bleibt unverstandenes Stückwerk;
    die GP hat alle bildungswissenschaftlichen Strömungen beeinflusst
  18. 18in der Kritischen Theorie......werden weiterhin hermeneutische Verfahren eingesetzt, jedoch stärker mit empirischen Verfahren im Rahmen einer kritischen Gesellschafttheorie verknüpft
  19. 19Kritik an die GP kommt vor allem von zwei Seiten1. von der empirisch-analytischen Sichtweise: die GP sei nicht genügend erfahrungbetont und nicht ausreichend faktenbezogen; die hermeneutische Methode hat keine Gültigkeit, sie ist ungenau, nicht exakt, nicht empirisch belastbar und im schlimmsten Fall reine Spekulation
    2. von der gesellschaftkritischen Orientierung: soziologische Analysefehlt, die GP blendet bestehende Macht- und Herrschaftsverhältnisse aus

Informações

Descrição
Studium Bildungswissenschaften Modul 1A (33041 Wissenschaftstheoretische Zugänge zur Biwi) FlashCards sobre 41.1 Bildungswissenschaft - der hermeneutische Zugang, criado por Yvonne Heitland em 16-02-2017.
Criado por
Yvonne Heitland · fev 2017
Atualizado
16 jun 2017
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