Flashcards
Wildkrankheiten, Versorgen + Verwerten von Wild
Flashcards do conjunto (41)
- 1Anzeigepflichtige Tierseuche* MKS
* Tollwut
* Aujeszkysche KH (Pseudowut)
* Schweine- / Geflügelpest
* Newcastle-KH
* Milch- / Rauschbrand
* Bovine Virus diarrhoe (BVD)
* Blauzungenkh - 2Viren + BakterienViren: keinen eigenen Stoffwechsel, vermehren sichinnerhalb lebender Wirtszellen, zerstören eigentliches Erbgut und ersetzen es mit eigenem, Schutzimpfung möglich
Bakterien: eigenen Stoffwechsel, vermehren sichdurch Teilung, Impfung nur in Einzelfall - 3Inkubationszeit* Zeitraum zwischen Eindringen de sKHerregers + Ausbruch der KH
- 4Viruserkrankungen* Tollwut (Zoonose)
* Geflügelpest (Zoonose)
* FSME (Z)
* Nagerseuche (Z)
* Schweinepest
* Myxomatose
*Europen Brown Hare Syndrom (EBHS)
* Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD)
* Geflügelpocken
* MKS - 5bakterielle Erkrankungen* Nagerpest (Tularämie)
* Brucellose
* Salmonellose
* Tuberkulose
* Milzbrand
* Burreliose
* Staphylokokkose
* Hasenseuche - 6Tollwut* gefährlichsten Wildkh
* immer tödlich
* Menschen Ansteckungsgefahr
* Viren
* KHanzeichen: veränderte Stimme, hängender Unterkiefer, Schluckbeschwerden, Speichelfluss,
Hautabschürfungen
* Bekämpfung: Abschuss verdächtiger + kranker Tiere, verstärkte Fuchsbejahgung, Impfköderaktionen
* Wildbrett: genussuntauglich
* Impfung: für Mensch + Hund - 7Europäische Schweinepest* Virus
* Anzeigepflicht
* Lungenentzündungen / Magen-Darm-Kanal Entzündungen, Milz, Niere
* Typisch: punktförmige Blutungenauf Niere, Milz, Blase; blutig durchzogene Lymphknoten; Darmblutungen
* Anzeichen: Bewegungsstörungen, Verlust an Scheu, Durst, Erbrechenm Durchfall
* Bekämpfung: Abschuss, verstärkte Einzelbejagung, keine Treib- / Drückjagd
* Wildbrett: genussuntauglich - 8Myxomatose* hohe Sterblichkeit
* über weite Entfernungen verschleppt
* Viren
* Anzeichen: verdickter Kopf / Ohrmuschelansätze, entzündete, verklebte Augenlieder
* Bekämpfung: starke bejagung
* Wildbret: genussuntauglich - 9Nagerseuche* Bakterien
* haufigste Infektionskh der Hasen
* Maßnahmen: verstärkter Abshuss, unschädlich beseitigen
* Wildbret: genussuntauglich - 10Hasenseuche* kann zu hohen Verlusten führen
* Bakterien
* Blutungen in inneren Organen
* Vergrößerung der Milz
* Anzeichen: Mattigkeit, Abmagerung + Durchfall, wässrig-blutiger Ausfluss aus Nasenöffnungen
* Maßnahmen: verstärkter Abschuss kranker Tiere
* Wildbeet: genussuntauglich - 11Staphylokkose* "Eiterkrankheit"
* meist nur einzelne Stücke befallen
* Kugelbakterien
* Infektion über wunden / Insektenstiche
* unter Balg + im Körper innere, bis walnussgroße Eiterherde
* Maßnahmen: Schutzmaßnahmen nicht möglich, erkrankte Stücke abschießen
* Wildbret: genussuntauglich - 12Strahlenpilzerkrankung* Bakterien
* Knochenaktinomykose: Reh-, Rot,- Damweld, Rinder
* Weichteilaktinomykose: Schwarz-+ Rehwild
* Erreger gelangt z.B: zw. Zahnhals + Zahnfleisch + breitet sich im Kiefer aus
* nicht übertragbar
* genusstauglich - 13Gamsblindheit* Bakterien
* Infektion durch direkten oder indirekten Kontakt
* Hauptsächlich im Sommer
* kann zur Erblindung führen
* Maßnahmen: Abschuss erkrankter Tiere, Einzelkagd empfohlen
* Wildbret: genusstauglich - 14Parasiten* Zecken
* Flöhe
* Milben
* Läuse
*Dasseln
* Würmer
* Bandwurm
* Leberegel
* Coccidien - 15Zecken* Parasiten
* verschiedene Entwicklungsstadien
* FSME, Borreliose, Tularämie
* genusstauglich - 16Flöhe* Ektoparasiten
* ernähren sich von Blut des Wirtstieres
* sind Überträger von Wildkh
* genusstauglich
* vorbeugender Schutz beim Hund möglich - 17Milben* z.B. Rote Vogelmilbe
* Spinnentiere
* Milbenlarven übertragen Geflügelcholera - 18Läuse* z.B. Haarlinge, Federlinge
* Wildbret genusstauglich - 19Räudemilben* Grabmilben
* wandern in Oberhaut der Decke --> Hautzerstörungen
* Wildbret genusstauglich - 20Hautdasseln (Dasselfliegenlarven)* Larvenstatium der Dasselfliege
* Flugzeit der Fliegen: Mai bis Juni
* Larven bohren sich in die Haut
* bohren sich Atemlöcher durch die Rückendecke
* KHanzeichen: beulenartige Schwellungen
* Wildbret: abhängig vom Einzelfall - 21Rachenbremsenlarven* Larvenstadium der Rachenbremse / Rachendasselfliege
* Flugzeit: Juni - Aug.
* Larven setzen sich in Windfang, wandern nasenhöhlenaufwärts, setzen sich in oberen Abschnitt des Nasenganges + Rachenraumes
* Wildbret: genusstauglich - 22Große Lungenwürmer* Haufige Parasiten des Wildes
* bei Rot-, Reh-, Dam-, Gams-, Muffelwild
* Aufnahme mit Äsung
* Larven wandern über Lymphe + Blutstrom in Lunge
* setzen sich in oberen Lungenwegen + in Luftröhre / Bronchien fest
* in Lunge befruchtung + Eiablage
* hochgehustet + abgeschluckt, mit Losung ausgeschieden
* nach Entfernen der Lunge genusstauglich - 23Kleine Lungenwürmer* Zwischenwirte: Nackt- + Gehäuseschnecken
* bei Schalenwild, Wildkaninchen + Hase
* Aufnahme mit Äsung
* Larven wandern über Lymphe + Blutstrom in Lunge
* setzen sich in oberen Lungenwegen + in Luftröhre / Bronchien fest
* in Lunge befruchtung + Eiablage
* hochgehustet + abgeschluckt, mit Losung ausgeschieden
* KHanzeichen: walnussgroße Knoten in Lunge
* nach Entfernen der Lunge genusstauglich - 24Magen- Darmwürmer* gedrehte MAgenwürmer, Peitschwürmer, HAkenwürmer, Palisadenwürmer
* Schädigung der Magen- Darmwand
* Aufnahme mit Äsung
* Larven dringen in obeste Schleimhaut des LAbmagens / Darmes ein
* Befruchtung der Eier, mit Losung ausgeschieden
* Mangelnde Verfärbung, schlechte Trophäenbildung
* genusstauglich - 25Trichine* Haarwürmer
* Ansteckungsgefahr für den Mensch
* Vorkommen: bei Aas-, Alles-, Fleischfressern (Schwein, Dachs, Ratten, Nutria)
* Aufnahme über trichinöses Fleisch
* Untersuchung auf Muskeltrichine
* Tierkörperbeseitigungsanstalt - 26Bandwürmer* Zwischenstadien Finnen
* Bandwurmfinnen benötigen Zwischenwirt z.B: Schalenwild, Nager, Mensch
* Finnenblasen unbedingt unschädlich beseitigen
* Ansteckungsgefahr für Hund + Mensch
* Finnen am Gescheide: genusstauglich, Muskelfinnen --> Tierarzt - 27kleiner Fuchsbandwurm* für Menschen gefährlich
* Mensch kann Zwischenwirt werden
* Wurmeier sehr widerstandsfähig
* Eier werden von ZW mit Nahrung aufgenommen
* Eier schlüpfen im Darm, gelangen über Blutbahn in Leber, dort Entwicklung zu Finnen
* Dadurch starke Leberschädigung
* ZW leicht Beute da geschwächt
* Eier werden mit Losung ausgeschieden
* Maßnahmen: verstärkte Bejagung, Schutzkleidung beim Abbalgen von Füchsen - 28großer / kleiner Leberegel* großer: ZW = Zwerkschlammschnecke
* kleiner: ZW = Gehäuseschneken, Ameisen
* bei Schalenwild, Wildkaninchen, Hasen, Wiederkäuer, Mensch
* Cysten werden beim Äsen aufgenommen
* junge Egel bohren sich in Leber
* siedeln sich in Gallengängen an
* Eiablage
* Ausscheiden mit Losung
* Abschuss aller erkrankten Stücke, Minderung des ZW
* genusstauglich, Leber muss beseitigt werden - 29Coccidien* Sporentierchen (Einzeller)
* typische Jungtiererkrankung
* Hase, Wildkaninchen, Fasan, Rebhuhn
* starker Durchfall, Kotverschmiete Hinterläufe
* Abschuss erkrankter Stücke
* genussuntauglich - 30Tierkörperuntersuchung + seuchenverdächtiges Wild* Veterinäruntersuchungsamt = Untersuchung von Fallwild
* Einsenden des Wildkörpers / betroffenen Organe - 31Erlegtes Wild / Fallwild / UnfallwildErlegtes = nach jagdrechtlichen Vorschriften getötet
Fallwild = Wild, das nicht dicht Erlegen oder sonstige äußere Gewalteinwirkung zu Tode gekommen ist (Wildbret nicht verwertbar!)
Unfallwild = Wild, das nicht durch Erlegen, aber durch eine andere äußere Gewalteinwirkung zu Tode gekommen ist ( Wildbret darf nicht vermarktet werden!) - 32TierkörperbeseitigungVergraben von Tierkörpern ist verboten in :
* Wasserschutzgebieten
* Schutzzonen von Trinkwassertalsperren
* ähnlichen Wassergewinnungsanlagen - 33Fleischuntersuchung* wird durch amtliche Tierärzte vorgenommen
* zwingend erforderlichen wenn MErkmale oder Wild an zugelassene Wildbearbeitungsbetriebe abgegeben worden ist
* Fleischuntersuchung wird durch Jagdausübungsberechtigten oder Betriebsinhaber veranlasst - 34Trichinenuntersuchungspflicht* Untersuchung unterliegen: Wildschweine, Sumpfbiber, Dachse
* Muskulatur des Zwerchfelles (Zwerchfellpfeiler) + des Vorderlaufes
* Ersatzprobe = Reste des Zwerchfells / Unterzungenmuskulatur
* Zerwirken des WIldes erst nach Trichinenschau
* Trichinenutersuchung ist nicht gleichbedeutend mit Fleischuntersuchung - 35Sicherheit des Lebensmittels Wild - Pflichten des Jägers* auffälliges Verhalten zu erkennen + Wild auf bedenkliche MErkmale anzusprechen
* am erlegten Wild krankhafte Veränderungen zu erkennen, Stück einer Fleischuntersuchung / unschädlichen Beseitigung zuzuführen
* am Wildbret qualitätsmindernde Einflüsse beim Versorgen / Zerwirken verhindern + nachteilige Beeinflussung des Wildbretes ausschließen - 36Vor der ErlegungWild ansprechen auf:
* Verhalten
* Ernährungszustand
* Anzeichen für Erkrankungen - 37Unfallwildverletztes Stück tot aufgefunden: * darf nicht mehr an Personen abgegeben werden
verletztes Stück wird von Jäger getötet: amtl. Fleischuntersuchung nötig, wenn es zum Verzehr abgegeben werden soll - 38Wildbrethygiene - Bedenkliche Merkmale* abnormale Verhaltensweisen + Störungen des Allgemeinbefindens
* Fehlen von Anzeichen äußerer Gewalteinwirkung als Todesursache
* Geschwülste / Abszesse, wenn zahlreich oder verteilt in inneren Organen oder in der Muskulatur vorkommen
* Schwellungen der Gelenke, Hoden, Hodenvereiterung, Leber-, Milzschwellungen, Darm- oder Nabelentzündung
* fremder Inhalt in den Körperhöhlen, wenn Brust oder Bauchfell verfärbt sind
* erhebliche Gasbildung im Magen- + Darmkanal mit Verfärbung der inneren Organe
* erhebliche Abweichungen der Muskulatur / Organe in Farbe, Konsistenz oder Geruch
* offene Knochenbrüche, soweit sie nicht unmittelbar mit den Erlegen in Zusammenhang stehen
* erhebliche Abmagerungen / Schwund einzelner Muskelpartien
* frische Verklebungen / Verwachsungen von Organen mit Brust- / Bauchfell
* Geschwülste / Wucherungen im Kopfbereich / an Ständern von Federwild
* verklebte Augenlider, Anzeichen von Durchfall, Verklebungen + sonstige Veränderungen am Gefieder, Haut- + Kopfanhänges sowie Ständeranhänge beim Federwild - 39kundige Person* im Anwendungsbereich der VO (EG) 853/2004 gefordert:
* nur bei Abgabe des Großwildes an einen zugelassenen Wildbearbeitungsbetrieb, wenn Organe + Haupt nicht beim Tierkörper verbleibt
* immer bei abgabe von Kleinwild an einen zugelassenen Wildbearbeitungsbetrieb - 40Wann Fleischuntersuchung durch amtl Tieratzt erforderlich?* wenn bedenkliche Merkmale vorliegen
* wenn Wild an einen zugelassenen Wildbearbeitungsbetrieb abgegeben wird
* bei Wildtieren, die mit Trichinellen infiziert sein können
* bei Verdacht auf Umweltkontamination - 41Vermarktung - Grundsatzregeln* "Untersuchung" vor + nach den Erlegen durch den Jäger
* Fleischuntersuchung durch den amtl. Tierarzt bei bedenklichen Merkmalen
* Trichinenuntersuchung bei bestimmten Tieren
* Entsorgungspflicht der TBA bei übertragbaren Erkrankungen
* nur Wild vermarkten, das sicher ist
* Rückverfolgbarkeit muss sichergestellt sein
+ Gewinnen + Transport unter Vermeidung von Verschmutzungen
*Verschmutzungen möglichst durch Abschärfen entfernen
* Beachtung der Sicherheitsmaßnahmen + Eigenkontrolle