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Questions in this quiz (108)
1 Wie verbindet Durkheim Moral und Gesellschaft
- AGesellschaft ist eine unmoralische Person, die nicht aus der Synthese der individuellen Personen hervorgeht
- BGesellschaft ist eine moralische Person, die aus der Synthese der individuellen Personen hervorgeht
- CWir verdanken der Gesellschaft unsere Freiheit von der Natur und unsere Herrschaft über die Dinge. Daher ordnen wir uns auch ihrer moralischen Autorität unter
- DVon innen unterschieden
- EDurkheim postuliert eine Unterordnung an das Kollektiv
2 Handlungstypen
- Afixiert auf den allgemeinen Wert eines Zwecks
- Bwertrational, irrational
- Caffektuell, tradition
- Dzweckrational
3 Gesinnungs- Verantwortungsethik nach Weber
- AGesinnungsethik: Es zählt nur die Handlung an sich.
- BKommt es durch diese zu absehbaren Folgen, werden diese nicht reflektiert, es geht nur um die einzelne Handlung und dass diese der Gesinnung entspricht.
- CHandlung ist hier nicht relevant
- DVerantwortungsethik: Hierbei wird nicht die Handlung alleine sondern auch ihre Folgen reflektiert.
- EGesinnungs- und Verantwortungsethik sind die wichtigsten Ethiken
4 "Vergesellschaftung“ ist nach Georg Simmel?
- AGesellschaft benötigt „ein bestimmtes quantitatives Verhältnis zwischen Harmonie und Disharmonie, Assoziation und Konkurrenz, Gunst und Missgunst, um zu einer bestimmten Gestaltung zu gelangen."
- BEs gibt ein bestimmtes Maß bevor es umschlägt
- CTeil des Streits
- DNicht teil eines Streits
5 Konkurrenzen nach Simmel und Beispiele.
- AKonkurrenz stammt aus der Ökonomie.
- BBesondere Form der Vergesellschaftung.
- CKonkurrenzen sind Kämpfe, in denen parallele Bemühungen beider Parteien um ein und denselben Kampfpreis bestehen.
- DWettbewerbe sollten glorifiziert werden
- EWettbewerb sollte jedoch nicht glorifiziert werden → Belastung der Individuen
6 Nähe / Konflikt nach Simmel.
- ANähe ist ein Grund für Harmonie und kann kaum Konflikte erzeugen
- BKommt es zu Differenzen werten diesen nicht so schnell den ganzen Menschen ab
- CFremden steht man häufig objektiver gegenüber à die eigene Persönlichkeit wird reserviert
- DNähe ist kein Grund für Harmonie, sondern kann Konflikte erzeugen
- EHäufig tun sich Menschen, die viel gemeinsam haben schlimmeres an als Fremde
7 Welche Arten von Konflikt gehören nach Simmel nicht zu einem sozialen Streit?
- AKonflikte die das Ziel der vereinzelten Vernichtung haben à Ein sozialisierendes Moment bedarf einer Schonung (endet mit Tod)
- BKonflikte die das Ziel der vereinzelten Vernichtung haben à Ein sozialisierendes Moment bedarf einer Schonung (Versklavung statt Tod)
- CWenn Konflikte sich aus Kampfeslust verselbstständigen à Es gibt keine Grenzen hierbei und der Kampf eskaliert über alles Rationale hinweg (Beispiel: Mordlust)
- DKonflikte die das Ziel der totalen Vernichtung haben à Ein sozialisierendes Moment bedarf einer Schonung (Versklavung statt Tod)
8Erklären Sie den Unterschied zwischen „echtem“ und „unechtem Konflikt“ nach Coser und wieso fürs Konfliktmanagement so wichtig ist.
- ABei unechten Konflikten kann ich nur dafür sorgen, dass sich eine Entladung des Spannungszustands möglichst sozial vollzieht.
- BEchter Konflikt kann in einen unechten umgewandelt werden.
- CBei echten Konflikten kann ich aushandeln & überlegen, wie man am Besten einen Interessensausgleich schafft.
- DDient nur dem Spannungsabbau.
9 Erklären Sie den „demokratischen Dauerstreit“ nach Dubiel.
- AEs ist möglich solche Konflikte in teilbare Konflikte zu transformieren
- BDemokratischen Gesellschaft immer mehr sich selbst infrage stellt und sich bei den Antworten darauf immer weiter unterscheidet (Werterealismus)
- CAnerkennungs-/Identitätskonflikte
- Döffentlichen Dauerstreit über unteilbare Konflikte
- Eunblutiger Dauerstreit der demokratischen Öffentlichkeit
10 Kommunikative Integration nach Weßler. Erklären sie das Prinzip der Einheitlichkeit.
- AVersöhnung
- BDifferenz
- CKonflikt
- DIndifferenz
- EWertschätzung
11Delgados systematische Inhaltsanalyse zur Presseberichterstattung: Image/Merkmale von Gastarbeitern in der Presse.
- AVernachlässigung der sozialen Probleme von Ausländern.
- B3069 Artikel von Zeitungen in NRW in den 60er Jahren
- Cnegative Tendenz herrscht vor
- Dpositive Tendenz herrscht vor
- EErgebnis: Überbetonung der Sensations-Kriminalitäts-Kategorie
12 Delgados systematische Inhaltsanalyse zur Presseberichterstattung: Image der Gastarbeiter
- Aleichtlebiges, unangepasstes, unsauberes und ungeschicktes Wesen
- BStereotyp des „Südländers“
- CZufriedenheit und Geschicklichkeit
- DUnbeliebt
- EUnzufriedenheit und Ungeschicklichkeit
13 Allg. Trends der Medienberichterstattung über Migranten nach Ruhrmann: Wesentliche Erkenntnisse
- ASie erschweren die Integration
- BNachrichtenmedien tragen zur Diskriminierung und Stigmatisierung von Minderheiten bei
- CMedienökonomie tragen zur Diskriminierung und Stigmatisierung von Minderheiten bei
- DMedien stellen Migranten als besonders kriminell oder als anders problematische Gruppe, z.B. als Terroristen dar.
- ESie erleichter die Integration
14 Rühmann Studie: Migranten in den Nachrichten. Neue Trends?
- AKonstruktion einer Bedrohung durch Ausländer wird durch neuen Frame geschwächt
- BFrame „Rechtsradikalismus“ wird eingeführt (Gewalt gegen Ausländer)
- CDie meisten Berichte stehen im Kontext von Terror (35,1%) somit Schwerpunktverlagerung in Richtung Frame „Terrorismus“
- Dmehr aktive Beiträge von Migranten (16%)
- Ekeine Frames werden eingeführt
15 Grundkategorien/Traditionen der amerikanischen Kultur nach Dörner
- ADemokratie
- Butilitaristischer und expressiver Individualismus
- CRepublikanismus
- DBiblische Tradition
- EKino als politische Integrationsagentur
16Unterschied von Gemeinschaft und Gesellschaft nach Tönnies?
- Atraditionelle Sozialform
- Bzweckbestimmte Sozialform
- Cpolitische Setzung, permanente kritische Überprüfung
- DPsychische Verfassung: „Gefallen, Gewohnheit, Gedächtnis“
- EGesellschaft wird viel mehr von dem Eigennutzen der einzelnen Mitglieder getragen
17 „Soziale Handlung“ nach Weber
- AEs zählt nur die Handlung an sich
- Bam vergangenen, gegenwärtigen und zukünftig erwartbaren Verhalten anderer ausgerichtet
- CMehr als Gleichgültigkeit zwischen den Elementen
- DSoziales Handeln (einschließlich Dulden und Unterlassen)
- EHandlungstypen
18Aggregatzustände der öffentlichen Meinung nach Tönnies
- A„Luftartige“ öffentliche Meinung
- B„Flüssige“ öffentliche Meinung
- CJe undichter der Aggregatzustand umso besser
- D„Feste“ öffentliche Meinung
- EJe dichter der Aggregatzustand umso besser
19Erklären Sie Moral und Recht der Gesellschaft anhand von Theodor Geiger
- AKohärenz der Gesellschaft führt zu Funktionsverlust der Moral à Orientierung an Moral würde zu Desintegration führen
- BEs bleiben jedoch auch Probleme, die nur durch die Moral zu lösen sind
- CRecht expandiert und überlässt Moral nur noch wenige Bereiche, dadurch werden gewisse Dinge einklagbar
20Erklären Sie „Streit“
- AStreit: Nur Gleichgültigkeit zwischen den Elementen
- BGegensatz zu Streit ist nicht Harmonie sondern Desinteresse und Gleichgültigkeit
- CStreit: Mehr als Gleichgültigkeit zwischen den Elementen
21Techniken zur Konfliktbeendigung:
- AErschöpfung der Kräfte
- BStreit
- CKompromiss und Versöhnung
- DSieg oder Niederlage
- EWegfall des Streitobjekts
22 Was ist ein echter und ein unechter Konflikt?
- AEchter(realistischer) Konflikt: Ein Streitobjekt (z.B. ökonomisches Interesse) ist vorhanden
- BUnechte Konflikte: Basieren auf innerer Spannungssituation (z.B. schlechte Laune) Dient nur dem Spannungsabbau
- CUnechte Konflikte: Basieren auf äußere Spannungssituation (z.B. schlechte Laune) Dient nicht dem Spannungsabbau
- DEchter Konflikt: Ein unrealistisches Streitobjekt (z.B. ökonomisches Interesse) ist vorhanden
23Führen Sie verschiedene Gesellschaftsbegriffe an.
- APostindustrielle Gesellschaft
- BInformationsgesellschaft & Risikogesellschaft
- CKlassengesellschaft & Postmoderne Gesellschaft
- DIndustriegesellschaft & Offene Gesellschaft
- EHead-down-Gesellschaft
24Was ist der kommunikationssoziologische Aspekt beim klassischen Kommunikationsmodell?
- ASoziale Bedingungen des Senders und Empfängers
- BInteraktion zwischen Sender und Empfänger
- CEinbettung der Interaktion zwischen Sender und Empfänger in den sozialenKontext
- DAktion des Senders
- EAktion des Empfängers
25Unterschied kommunikationssoziologischer und kommunikationspsychologischer Aspekt anhand des Sender-Empfänger- Modells.
Kommunikationspsychologische Betrachtung:- AIndividuelle Bedingungen des Senders und Empfängers
- BProzesse im Sender und Empfänger
- CAußeneinflüsse auf den Sender/Empfänger
26 Definition von Massenkommunikation von Maletzke - 4 Aspekte nennen.
- Aeinseitig - ohne Rollenwechsel zwischen Aussagendem und Aufnehmendem
- Bindirekt - d.h. bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz zwischen den Kommunikationspartnern
- Ctechnische Vermittlung - also mit Medien
- DÖffentlich - d.h. ohne begrenzte und personell definierte Empfängerschaft durch
- Edirekt - persönliche Kommunikation
27 Drei Gesellschaftsmodelle aufzählen und eins erklären.
- AIndustriegesellschaft o Von der ökonomischen Produktionsweise bestimmt. D ie ökonomische Basis bildet die Grundlage wie die Struktur aufgebaut wird àÖkonomischer Zugang
- BKommunikationsgesellschaft o Ist etwa weiter als TV-Gesellschaft, nicht auf ein Medium fixiert. Gesellschaft ist Kommunikation laut Luhmann. Andere Formen wie Handy, Internet sind ebenfalls prägend.
- CKlassengesellschaft (Marx) o Die Gesellschaft wird durch Machtverhältnisse und soziale Schichtung definiert. Die Zugehörigkeit zu einer Klasse wird bestimmt durch Besitz bzw. Nicht-Besitz von Produktionsmitteln.
- DRisikogesellschaft (Beck) o Bestimmend ist der Umgang mit Risiken in der Gesellschaft. Die Erfahrung von Angst (bzw. Angst induzierenden Risiken) prägt das Verhalten der Akteure. Bsp.: Abschließen von Versicherungen.
28 Erklären Sie die gesellschaftlichen Aspekte des Kommunikationsmodells
- ASoziologischer Aspekt durch Verbindung jedes einzelnen Rezipienten mit einer Gruppe. Massenkommunikation hat also eine soziale Anbindung.
- BMassenkommunikation hat keine soziale Anbindung
- CSoziologischer Aspekt ohne Verbindung jedes einzelnen Rezipienten mit einer Gruppe.
29 Erklären Sie die gesellschaftlichen Aspekte des Kommunikationsmodells
- ADie Beziehung zwischen Kommunikator und dem Ereignis steht im Hintergrund
- BEreignisse sind kein kommunikationssoziologischer Anteil
- CHier steht die Beziehung zwischen Kommunikator und dem Ereignis in Vordergrund. Aber, Ereignisse sind der kommunikationssoziologische Anteil.
30 Erklären Sie die gesellschaftlichen Aspekte des Kommunikationsmodells
- AEs gibt keine Aspekte aus dem gesellschaftlichen Raum
- BEreignisse sind keine kommunikationssoziologischen Aspekte
- CDie kommunikationssoziologischen Aspekte sind: Der Feedback-Aspekt sowie die Ereignisse, weil diese aus dem gesellschaftlichen Raum kommen.
31 Erklären Sie die gesellschaftlichen Aspekte des Kommunikationsmodells nach Maltzke.
- ABeinhaltet kommunikationspsychologische (Kommunikator als Selbstbild, als Persönlichkeit) und kommunikationssoziologische Aspekte (Kommunikator im Team, Institution, sonstige soziale Beziehungen, Zwang der Öffentlichkeit)
- BBeinhalten keine kommunikationssoziologischen Aspekte
- CBeinhalten keine kommunikationspsychologischen Aspekte
32 Den Einfluss der Gesellschaft im Kommunikationsmodell von Riley & Riley beschreiben.
- AKommunikationssoziologische Perspektive àà Kommunikator und Rezipient stehen zueinander in Beziehung, sind Teil von Primärgruppen und sind Teil einer sozialen Struktur. Sowohl Gruppenbezug auf beiden Seiten, als auch soziologische Einbettung.
- BKommunikator und Rezipient sind jeweils in eine Sozialstruktur eingebettet. Kommunikator ist z.B. in Primärgruppen integriert, welche bestimmen, welche Nachrichten ausgewählt werden (= Mikro-Ebene).
- CDie Sozialstrukturen um Kommunikator und Rezipient werden nochmals von einem Sozialsystem umfasst (= Makro-Ebene).
- DIn diesem Kommunikationsmodell wird keine Makro-Ebene angeführt
33 Skizzieren sie den handlungstheoretischen Nutzungsansatz nach Renckstorf.
- AFokussiert die Produktionsseite, um das kommunikative Handeln der Produzenten zu erklären
- BFokussiert die Rezeptions- und Nutzungsseite, um kommunikatives Handeln der Rezipienten zu erklären.
- CDie umgebende Gesellschaft und Merkmale als ursächlich für bestimmte Situationsdefinitionen, die zu Handlungen führen.
- DHandlungspläne entstehen aus Situationsdefinition heraus und aus Problemen à Der Prozess ist eingebettet in umgebende Gesellschaftààwird von außen beeinflusst.
34 Kommunikationssoziologische Arbeitsfelder und zwei davon erläutern.
- AKommunikation als Instrument bei der Konfliktaustragung o Konflikte, Kommunikation statt Gewalt, z.B. bei internationaler Politik. Wie man Kommunikation gestalten sollte um Länder zu versöhnen
- BKommunikation als Grundlage der Moralentwicklung Wie beispielsweise Medien zur Wertentwicklung der Gesellschaft beitragen. Durch bestimmte moralische Konzepte von Journalisten, oder z.B. Sendungen.
- CKommunikation im sozialen Kontext: Situations- und Prozessanalysen Wirkungs- und Nutzungsperspektiven Mikro-und Makroanalytische Betrachtungen
- DKommunikation als Grundlage von Konflikten
35 Kommunikationssoziologisches Arbeitsfeld: Kommunikation im sozialen Kontext erläutern.
- ASituations- und Prozessanalysen
- BWirkungs- und Nutzungsperspektiven
- CMikro- und makroanalytische Betrachtungen
- DInstrument bei Konfliktaustragung
36 Den Begriff der „sozialen Tatsache“ bei Durkheim definieren.
- ADie Gesellschaft ist mehr als die Summe der Individuen.
- BDie Gesellschaft ist die Summe der Individuen.
- CGesellschaft hat einen übersubjektiven Kern. à Sie besteht aus „sozialen Tatsachen“, die als „System von Verhaltensregeln“ dem Individum gegenübertreten und zwingenden Charakter annehmen können.
- DDie „soziale Tatsache“ ist eine „allgemeine“ und für den Einzelnen „äußerliche“ Realität. & Gesellschaftliche Institutionen als „objektive Realität“ außerhalb unseres Bewusstseins
- EMoralische Autorität des Kollektivs o Trennung von Individuum und Gesellschaft/Differenzierung zwischen individueller und gesellschaftlicher Perspektive
37 Unterscheidung mechanische/organische Solidarität bei Durkheim.
- A„Mechanische Solidarität“: In wenig entwickelten „segmentären“ Gesellschaften (Ansammlung von Klans) beruht der gesellschaftliche Zusammenhalt auf Ähnlichkeit und wird durch traditionelle, feststehende, sanktionsbewehrte Regeln sichergesellt
- BDie Gesellschaft „verfügt“ über das Individuum. Das Individuum geht im Ganzen auf. Mechanische Solidarität spielt im Krieg eine besonders große Rolle.
- CIn früheren Gesellschaften gab es mechanische Solidarität: Indianer mit Häuptling, hat totale Gewalt.
- DEs gibt keine Intuitionen zwischen Häuptling und Stamm, z.B. Sozialpartner, Gesellschaftsvertreter. àà Sie geht von einem Zentrum aus - für alle definiert.
- ESystem kollektiver Überwachung
38Alternative Erklärungsansätze zum Verhältnis von Medien und Gewalt
- AMedienwirkungsthese
- BZuwendungsthese
- CAufschauklungsthese
- DAbschauklungsthese
39Definition Medienwirkungsthese
- ADer Konsum von Gewaltinhalten hat eine Erhöhung der Aggressivität und der Gewaltbereitschaft zur Folge
- BEine erhöhte Aggressivität und Gewaltbereitschaft hat eine verstärkte Zuwendung zu Gewaltinhalten zur Folge
- CAggressivität/Gewaltbereitschaft und Medienkonsum verstärken sich wechselseitig
- Dsinkender Medienkosum führt zu sinkender Aggressivität und Gewaltbereitschaft
40Definition Zuwendungsthese
- AAggressivität/Gewaltbereitschaft und Medienkonsum verstärken sich gegenseitig
- Bsinkender Medienkonsum führt zu sinkender Aggressivität und Gewaltbereitschaft
- Ceine erhöhte Aggressivität und Gewaltbereitschaft hat eine verstärkte Zuwendung zu Gewaltinhalten zur Folge
- Dder Konsum von Gewaltinhalten hat eine Erhöhung der Aggressivität und Gewaltbereitschaft zur Folge
41Definition Aufschauklungsthese
- Asinkender Medienkonsum führt zu sinkender Aggressivität/Gewaltbereitschaft
- Beine erhöhte Aggressivität/Gewaltbereitschaft hat eine verstärkte Zuwendung zu Gewaltinhalten zur Folge
- CDer Konsum von Gewaltinhalten hat eine Erhöhung der Aggressivität und der Gewaltbereitschaft zu Folge
- DAggression/Gewaltbereitschaft und Medienkonsum verstärken sich wechselseitig
42Definition Abschauklungsthese
- ADer Konsum von Gewaltinhalten hat eine Erhöhung der Aggressivität und Gewaltbereitschaft zur Folge
- BSinkender Medienkonsum führt zu sinkender Aggressivität und Gewaltbereitschaft
- CEine erhöhte Aggressivität und Gewaltbereitschaft hat eine verstärkte Zuwendung zu Gewaltinhalten zur Folge
- DAggressivität/Gewaltbereitschaft und Medienkonsum verstärken sich wechselseitig
43"Klassische" Wirkungshypothesen, denen zufolge der Medienkonsum die Aggressivität beeinflusst
- AStimlulationshypothese
- BKatharsis-Hypothese
- CInhibitions-Hypothese (Inhibit = hemmen)
- DLernen am Modell
- EErregungshypothese
44Definition Stimulationshypothese
- AGewaltinhalte vermindern die Aggressivität (Entladung der inneren Spannung durch Konsum von Gewaltinhalten)
- BGewaltinhalte erhöhen Aggressivität und Gewaltbereitschaft
- Cdurch Gewaltinhalte entsteht eine erhöhte Erregung, welche eine erhöhte Aggressivität zur Folge hat
- Dkann Gewaltbereitschaft oder Gewaltreduktion zur Folge haben
45Definition von Katharsis-Hypothese
- AGewaltinhalte vermindern die Aggressivität, weil man weiß, dass Gewalt immer Folgen hat und man Angst vor negativen Konsequenzen hat
- BGewaltinhalte mindern die Aggressivität und Gewaltbereitschaft (Entladung der inneren Spannung durch durch Konsum von Gewaltinhalten)
- CGewaltinhalte erhöhen die Aggressivität und die Gewaltbereitschaft
- Ddurch Gewaltinhalte ersteht eine höhere Erregung, die auch eine erhöhte Aggressivität zu Folge hat
- Ekann sowohl Gewaltbereitschaft als auch Gewaltreduktion zur Folge haben
46Definition von Inhinitions-Hypothese
- Ader Konsum von Gewaltinhalten erhöht die Aggressivität/Gewaltbereitschaft
- Bdur Gewaltinhalte entsteht eine erhöhte Aggression, die auch eine erhöhte Aggressivität zur Folge hat
- CGewaltinhalte vermindern die Gewaltbereitschaft (Entladung der inneren Spannung durch Gewaltinhalte)
- DGewaltinhalte vermindern die Gewaltbereitschaft, weil man weiß, dass Gewalt immer Folgen hat und man Angst vor negativen Konsequenzen hat
47 "Lernen am Modell"-Hypothese (Wirkungshypothese zum Zusammenhang von Medienkonsum und Gewalt)
- Akann sowohl Gewaltbereitschaft als auch Gewaltreduktion zur Folge haben
- Bhat nur Gewaltreduktion zur Folge
- Chat nur Gewaltbereitschaft zur Folge
48Definition Erregungs-Hypothese
- AGewaltinhalte vermindern Aggressivität und Gewaltbereitschaft, da man weiß, dass Gewalt immer Folgen hat und man Angst vor negativen Konsequenzen hat
- Bdurch den Konsum von Gewaltinhalten entsteht eine erhöhte Erregung und dadurch auch eine erhöhte Aggressivität
- Cdurch Gewaltinhalte werden Aggressivität und Gewaltbereitschaft vermindert (Entladung der inneren Spannung durch Konsum von Gewaltinhalten)
49Definition Abstumpfungs-Hypothese
- AGewaltinhalte vermindern Gewaltbereitschaft (Entladung der inneren Spannung durch Konsum von Gewaltinhalten)
- BGewaltinhalte vermindern die Gewaltbereitschaft, weil man weiß, dass Gewalt immer Folgen hat und man Angst vor negativen Konsequenzen hat
- CErregbarkeitsstufe sinkt durch die viele Gewalt, weniger Hemmungsaspekte
50 Kritik an der "klassischen" Mediengewalt-Wirkungsforschung
- AStarke Fokussierung auf Aggressionseffekte (Angstprozesse werden kaum beachtet)
- BWirkungsvoraussagen widersprechen sich (mal Erhöhung, mal Verringerung der Gewaltbereitschaft)
- CPersönlichkeitsfaktoren und Situationseinflüsse werden zu wenig berücksichtigt
- Dviele Wirkungsuntersuchungen weisen methodische Mängel auf
51General-Aggression-Model = GAM
- Abasiert auf der sozialen und sozial-kognitiven Theorie von Bandura, Berkowitz und Huesemann
- B"Person in der Situation" steht im Mittelpunkt des Modells
- Cversucht die Bedingung für die Auslösung von gewalttätigen Episoden in laufender Interaktion zu erklären
- Daus einer Serie von Lernepisoden entwickelt sich (potenziell) eine aggressive Persönlichkeit
52Kritik am General-Aggression-Model
- APersönlichkeitsfaktoren und Situationseinflüsse werden nur als Filtervariablen aufgefasst
- BMöglichkeit der Vermeidung der Gewalt wird zwar erkannt aber nicht thematisiert
- CAngstprozess bei der Mediengewalt-Rezeption wird ausgeblendet
53Allgemeine Wirkungstrends bei Gewaltdarstellung
- Astarke Angstvermittlung bei der Mediengewalt-Rezeption
- BTendenz zur Entwicklung von Aggressionshemmungen
- CTendenz zum Abbau von Aggressivität (negatives Lernen)
- DAbbau von Empathiebereitschaft (auf Grund von opferbedingten Einfühlungsstress)
- EAbbau von Toleranz (zur Vermeidung von Gewaltkonflikten, Entwicklung latenter Feindseligkeit)
54weitere allgemeine Wirkungstrends bei Gewaltdarstellungen
- AFeindbildkonstruktionen (anhand aversiv empfundener Gewalttäter)
- BNeigung zum Aufbau von "Scary-World"- Ansichten aufgrund von Distanzierungsbestreben (es sei denn, es besteht eine direkte Betroffenheit)
55"Scary World"- Ansichten
- AKultivierungshypothese von Mediengewalt
- BMenschen die viel fernsehen, glauben in einer bedrohlichen Welt mit vielen Verbrechern zu leben
56Erklärung Robespierre-Effekt
- A"Rache im moralischen Gewand"
- Bersuch eines Gewaltbeobachters, eine als "offen" wahrgenommene Gewaltkette durch die Usurpation vor Strafgewalt eigenmächtig zu schließen
- Cmoralische Empörung, die zu einer Gewaltbereitschaft gegenüber dem Täten führt (Selbstjustiz)
57Wirkungen von Gewaltdarstellungen
- Aintegrativ
- Bdesintegrativ
- Cgewaltfördernd
- Dfriedenstiftend
- Elösen als Primäremotion Angst aus
58Wovon hängt es ab, welche Wirkung Gewalt auf eine Person hat?
- Ader Zusammenhang, in dem die Gewalt entsteht
- Bpsychosoziale Bedingungen der Rezipienten
- Ckulturelle Bedingungen der Rezipienten
- Dsoziale Bedingunen der Rezipienten
- Ephysiosoziale Bedingungen der Rezipienten
59Sekundär- und Tertiäre Effekte der Angstverarbeitung
- AErhöhung der Erregungskontrolle
- BEmpathieabbau
- CVermeidungsverhalten (z.B. Gewaltkritik, Feindbildkonstruktionen)
- DDepressive Hilflosigkeit bei fehlenden Handlungsperspektiven
- EEmpathiesuche
- FErregung durch Gewalt
- Gmoralische Empörung und erhöhte Gewaltbereitschaft
- Hmoralische Empörung und sinkende Gewaltbereitschaft
- IToleranzsteigerung und prosoziales Verhalten (Tragik-Effekt)
- JToleranzsinken und negatives Verhalten (Tragik-Effekt)
60Systemtheorie nach Talcott Parson
- AReproduktion der Art als Voraussetzung für gesellschaftliche Ordnung
- BProduktion von Mitteln zur Problemlösung
- Czielgerichtete Handlung als kleinste soziale Einheit
- Dstrukturelle Rahmenbedingungen von Handlungen stehen für die Systemerhaltung im Vordergrund
- Ezielgerichtete Handlung als größte soziale Einheit
- Fsystemkonforme Rahmenbedingungen von Handlungen stehen für die Strukturerhaltung im Vordergrund
61Was sind die strukturellen Bestandteile der Gesellschaft in Parsons Systemtheorie?
- Asozialisierte Personen
- Bsoziale Beziehungen
- Cinstitutionelle Regeln
- Dkulturelle Werte
- Ekulturelle Normen
- Finstitutionelle Gesetze
62Vertikale Gesellschaft nach Parson
- Aindividuelle Akteure mit sozialen Beziehungen auf der Mikroebene stehen in Verbindung mit gesellschaftlichen Institutionen und kulturellen Werten auf der Makroebene
- Bindividuelle Akteure mit sozialen Beziehungen auf der Mikroebene stehen in Verbindung mit gesellschaftlichen Institutionen und kulturellen Werten auf der Mesoebene
63Horizontale Gesellschaft nach Parson:
- AAkteure, soziale Beziehungen, Institutionen und Werte können als eigene Systeme angesehen werden
- BAuf jeder Ebene gibt es Aufgaben, die zum Bestehen des Systems beitragen
- CAlle Ebenen müssen als Kollektiv arbeiten, um zum Bestehen des Systems beizutragen
- DAkteure, soziale Beziehungen, Institutionen und Normen können als eigene Systeme angesehen werden
64Welche Sub-Systeme gibt es bei Parson?
- AOrganismus
- BPersonale Systeme
- CSoziale Systeme
- DKulturelle Systeme
- EAffektive Systeme
- FTraditionelle Systeme
65Definition den Subsystems Organismus bei Parson:
- Agenetisch strukturierte Einheit von Organen
- Bist um das Problem der Bedürfnisbefriedigung herum organisiert
- Cintegriert Handlung des Akteurs
- Dzwei oder mehr Akteure stehen in Interaktion
- Esind wechselseitig aneinander orientiert
- FOrganisation aus Institutionen
- GInstitutionen verkörpern bestimme Werte
66Definition des personalen Sub-Systems bei Parson:
- Aist um das Problem der Bedürfnisbefriedigung herum organisiert
- Bintegriert Handlung des Akteurs
- Czwei oder mehr Akteure stehen in Interaktion
- Dsind wechselseitig aneinander orientiert
- EOrganisation aus Institutionen
- FInstitutionen verkörpern bestimme Werte
67Definition des sozialen Sub-Systmes bei Parson:
- Aist um das Problem der Bedürfnisbefriedigung herum organisiert
- Bintegriert Handlung des Akteurs
- Czwei oder mehr Akteure stehen in Interaktion
- Dsind wechselseitig aneinander orientiert
- EOrganisation aus Institutionen
- FInstitutionen verkörpern bestimme Werte
68Definition des kulturellen Subsystems nach Parson
- AOrganisation aus Institutionen
- BInstitutionen verkörpern bestimme Werte
- Czwei oder mehr Akteure stehen in Interaktion
- Dintegriert Handlung des Akteurs
69Wann entseht Stabilität in Parsons Systmetheorie
- AWenn sich alle Systeme überschneiden
- BWenn sich mindestens zwei Systeme überschneiden
70AGIL-Schema Parsons
- Aalle biologischen und nicht biologischen Systeme müssen vier Voraussetzungen erfüllen
- BA = Adaption: Anpassung an die knappen Umweltressourcen
- CG = Goal attainmet: Zielerreichung (Auswahl geeigneter Ziele und effizientes Handeln)
- DI = Integration: Abstimmung der Teile und Funktionseinheiten
- EL = Latent pattern maintenance: verborgene Systemerhaltung (Systemerhaltung und Kontrolle von Abweichungen)
71Definition von Werten nach Parson:
- Aprimäre Funktion für die Aufrechterhaltung der Strukturen eines Sozialsystems
- Bdurch entsprechende Wertevermittlung wird der Zusammenhalt der Gesellschaft garantiert
- Cwirken nur stabilisierend, wenn sie nicht ungerecht sind
- Dsind verantwortlich für die Integration
- ERegulieren Prozesse die zur Verwirklichung von Wert-Verpflichtungen beitragen
72Definition von Normen nach Parson:
- Aprimäre Funktion für die Aufrechterhaltung der Strukturen eines Sozialsystems
- Bdurch entsprechende Wertevermittlung wird der Zusammenhalt der Gesellschaft garantiert
- Cwirken nur stabilisierend, wenn sie nicht ungerecht sind
- Dsind verantwortlich für die Integration
- ERegulieren Prozesse die zur Verwirklichung von Wert-Verpflichtungen beitragen
73Systemtheoretische Ansätze
- AStrukturfunktionaler Ansatz der Systemtheorie
- BSystemfunktionaler Ansatz
- CFunktional-Struktureller Ansatz
- DFunktional-Genetischer Ansatz
- ETheorie selbstreflektierender Systeme
- FSystemfunktionaler Ansatz der Systemtheorie
- GStrukturfunktionaler Ansatz
- HFunktional-Organischer Ansatz
74Beschreibung Strukturalfunktionalistische Ansatz der Systemtheorie:
- Aist der erste Entwurf einer soziologischen Systemtheorie
- BStrukturbegriff steht vor dem Funktionsbegriff
- Cgeht davon aus, dass alle sozialen Systeme bestimmte Strukturen besitzen
- DForschungsfrage: Welche Leistungen müssen vom System erbracht werden, damit die Strukturen erhalten bleiben?
- EProblem: Strukturen werden als gegeben angesehen und nicht auf ihre Funktionen überprüft
- FProblem: Konzentration auf interne Systemprozesse
- GSysteme sind komplexe, anpassungsfähige und zielgerichtete Gesamteinheiten
75Beschreibung Systemfunktionaler Ansatz
- ASysteme können bei veränderten Umweltbedingungen ihre Struktur verändern, wenn dies zur Leistungs- oder Überlebensfähigkeit notwendig ist
- BForschungsfrage: Welche strukturelle Anpassungsleistung müssen Systeme erbringen, um unter bestimmten Umweltbedingungen weiterhin wichtige Systemfunktionen erbringen zu können?
- CProblem: Konzentration auf interne Systemprozesse
- DSchwäche: Umweltbedingungen werden zwar berücksichtigt, die Analyse bezieht sich jedoch immer auf die Erhaltung eines bestimmten Systems unter bestimmten Umweltbedingungen
- ESysteme sind komplexe, anpassungsfähige und zielgerichtete Gesamteinheiten
- FSysteme sollen die Komplexität der Welt erfassen und verarbeiten
76Beschreibung des funktional-strukturellen Ansatzes (vor allem von Luhmann ausgearbeitet)
- ASystemtheorie muss System-Umwelt-Theorie sein
- BSinn von Systemen lässt sich nur rekonstruieren, wenn der Bezugspunkt der Analyse außerhalb des Systems lieg
- CSysteme sollen die Komplexität der Welt erfassen und verarbeiten
- DBetonung liegt auf den Relationen und nicht auf den Faktoren
- Edient der Stabilisierung einer selektiven Differenz zwischen Innen und Außen
- FBetonung der Prozesse der Systembildung
77Beschreibung des funktional-genetischen Ansatzes:
- ABetonung der Prozesse der Systembildung
- Bdient der Stabilisierung einer selektiven Differenz zwischen Innen und Außen
- CFrage: Welche Wandlung muss die Gesellschaft erbringen um das System zu erhalten
- DBetonung liegt auf den Relationen und nicht auf den Faktoren
- Esie müssen sich deshalb mit sich selbst beschäftigen
78Beschreibung der Theorie selbstreferentieller Systeme
- AKomplexe Systeme stellen für sich selbst ein Problem dar
- Bsie müssen sich deshalb mit sich selbst beschäftigen
- CMotiv der Selbstreferentialität führt zu Theorie der Autopiesis
- DAutopoietische Systeme sind geschlossen, erzeugen und steuern sich selbst und sind deshalb unabhängig und unbeeinflussbar von ihrer Umwelt
- EAutopoietische Systeme sind offen, erzeugen und steuern sich selbst und sind deshalb unabhängig und unbeeinflussbar von ihrer Umwelt
- Fdienen der Stabilisierung einer selektiven Differenz zwischen Innen und Außen
79Begriff der Massenmedien nach Luhmann
- AVerbreitung von Kommunikation mit Hilfe technischer Mittel der Vervielfältigung (Bücher, Zeitungen, Radio etc.)
- BMedien müssen allgemein zugänglich sein
- Ces gibt eine unbestimmte Anzahl an Empfängern
- Des gibt keine Interaktion unter Anwesenden sondern nur zwischen Sender und Empfänger
- Ezwei Selektionen: Sendebereitschaft und Einschaltinteresse
- Fes gibt eine Interaktion unter Anwesenden
80"Realität der Massenmedien" nach Luhmann
- Abezeichnet die in den Medien ablaufende und durch sie durchlaufende Kommunikation
- BMassenmedien erzeugen eine übernatürliche Illusion
- CIm System der Massenmedien findet eine Realitätsverdopplung statt
- DMassenmedien sind beobachtbare Systeme, die zwischen Selbstreferenz und Fremdreferenz unterscheiden müssen
- EMassenmedien können sich nicht selbst für die Wahrheit halten
- FMassenmedien halten sich selbst für die Wahrheit
81Informationsbegriff nach Gregory Bateson
- AInformation ist ein Unterschied, der bei einem späteren Ereignis einen Unterschied ausmacht
- Bz.B. Wetterbericht schauen - erfahren, dass es regnen wird - Unterschied: Regenschirm eingepackt
- CInformationen lassen sich nicht wiederholen - sie werden zur Nichtinformation, sobald das Ereignis eintrifft
- Deine Nachricht, die zum zweiten Mal erbracht wird, behält zwar ihren Sinn, verliert jedoch ihren Informationswert
82Informationsbegriff nach Luhmann
- AInformationen lassen sich nicht wiederholen - sie werden zur Nichtinformation, sobald das Ereignis eintrifft
- Beine Nachricht, die zum zweiten Mal erbracht wird, behält zwar ihren Sinn, verliert jedoch ihren Informationswert
- Cdaraus entsteht der Zwang ständig neue Nachrichten zu erzeugen
- DInformation ist ein Unterschied, der bei einem späteren Ereignis einen Unterschied ausmacht
- Ez.B. Wetterbericht schauen - erfahren, dass es regnen wird - Unterschied: Regenschirm eingepackt
83Irritation und zweiteilige Information nach Luhmann
- AMassenmedien dienen der Erzeugung und der Verbreitung von Irritation
- BIn der Gesellschaft herrscht Unruhe und Irritierbarkeit, die dann mit den Massenmedien wiederaufgefangen werden kann
- CMassenmedien dienen der Vermeidung und Verbreitung von Irritation
84Definition von Unterhaltung nach Luhmann
- AIst eine Art Spiel und erzeugt für den Rezipienten eine Realitätsverdopplung
- Bist deutlich abgekoppelt von der Realität
- Cgehört zur Realität
- DSpiel verweist aber auch immer auf die gleichzeitig existierende Realität
- EUnterhaltungsvorührungen haben immer einen Subtext, der die Teilnehmer einlud, das geschehen auf sich selbst zu beziehen
- FInformationen und Unterhaltungen sind nicht strikt getrennt: es können auch Informationen vermittelt werden, die der Rezipient durch die Rückbezüglichkeit aufnimmt (z.B. kann Unterhaltung bei unangenehmen Thema wirksamer sein)
85Selektoren bei der Nachrichtenvermittlung nach Luhmann
- AÜberraschung
- BKonflikte
- CQuantitäten
- DLokaler Bezug
- ENormverstöße
- FReproduktion von Moral
- GZurechnung auf Handeln
- HAktualität und Rekursivität
- IRoutine
- JAlltag
86Grundthesen zur Nachrichtenselektion im Rahmen der Kriegs- und Krisenberichterstattung nach Wolfsfeld
- AAufgrund von Nachrichtenfaktoren tragen Medien zur Verschärfung von Konflikten und zur Konstruktion von Feidbildern bei
- BAufgrund von Nachrichtenfaktoren tragen Medien zur Milderung von Konflikten und zur Konstruktion von Freundbildern bei
- CMedien folgen "Politik-Medien-Politik-Zyklen
- DMedien folgen "Politik-Massenmedien-Politik-Zyklen
- EJournalisten orientieren sich an politischen Trends
- FJournalisten orientieren sich an Politik und Regierung
- GJournalisten orientieren sich an Politik, Regierung und Wirtschaft
- HPresse eines Landes positioniert sich in kriegerischen Situationen wie die Regierung
87 Erklären Sie Moral und Recht der Gesellschaft anhand von Theodor Geiger
- ADie Kohärenz (Zusammenhang) der Gesellschaft entsteht durch einen Funktionsverlust von Moral.
- BEine Orientierung an Moral würde zu einer Desintegration der Gesellschaft führen.
- CEs bleiben jedoch auch Probleme, die nur durch die Moral zu lösen sind.
- DEine Orientierung an Moral würde zu einer Integration der Gesellschaft führen.
88 Mit dem Begriff Soziale Schichtung erfasst Geiger:
- Asoziale Lage
- BEinkommensverhältnisse
- CBerufsgruppenzugehörigkeiten
- DGruppenidentitäten
- EBildungsunterschiede
- FAlter
- GGeschlecht
89 Soziales Handeln (einschließlich Dulden und Unterlassen) bezieht sich auf das Verhalten anderer.
- ATrue
- BFalse
90Bei der Verantwortungstechnik werden Handlung und ihre Folgen reflektiert
- ATrue
- BFalse
91 Moral aus der Sicht von Journalisten
- ABefragung mit Online Interviews mit Journalisten und PR-Fachleuten in bislang 5 Ländern: Österreich, Deutschland, Bulgarien, Türkei, Finnland
- BErhebungszeitraum: 2009
- CErhebungszeitraum: 2008
92 In Bulgarien wird eine gesellschaftsbezogene Ethik der JournalistInnen am meisten befürwortet.
- ATrue
- BFalse
93 Gründe für ethische Probleme in der Praxis
- AÜberlastung
- BKonkurrenzdruck
- CUnklarheit der Grundsätze
- DNicht Wissen
94 Welche Art von Konflikt gehörten nach Simmel nicht zu einem sozialen Streit?
- ANegative Kämpfe haben keine soziale Funktion
- BKampflust: Kampf, der ausschließlich durch Kampflust ausgetragen wird
- CPostivie Kämpfe haben keine soziale Funktion
95Was sind nach Coser die Theorien sozialer Konflikte?
- ACoser erkennt die positive Funktion von Konflikten für die Systemstabilisierung an, aber ohne die Möglichkeit von dysfunktionalen Konflikten auszuschließen.
- BFehlende Konflikte sind kein Zeichen von Systemstabilität → das Fehlen von Konflikten verweist eher auf Instabilität und Unbeweglichkeit.
- CModerne Gesellschaften gewinnen Stabilität durch überlappende Konflikte.
- DSicherheits-Ventil-Institutionen (z. B. Duell, Theater, Sündenbock) sorgen für die Entsorgung dysfunktionaler Konflikte.
- ECoser erkennt die negative Funktion von Konflikten für die Systemstabilisierung an, aber ohne die Möglichkeit von dysfunktionalen Konflikten auszuschließen.
96 Coser erkennt die negative Funktion von Konflikten für die Systemstabilisierung an, aber ohne die Möglichkeit von dysfunktionalen Konflikten auszuschließen.
- ATrue
- BFalse
97 Echte (realistischer) Konflikte:
- Aein Streitobjekt ist vorhanden (z. B. ökonomisches Interesse)
- Bzwei oder mehr Parteien stellen Forderungen aus Frustration oder Gewinnkalkulation
- Cwerden in Kampfsituationen oder aber auch in Verhandlungen ausgetragen
- DEs besteht die Wahl der Mittel.
- Eein Streitobjekt ist nicht vorhanden
98 Unechte“ Konflikte:
- Awird von inneren Spannungszuständen bestimmt
- Bdient nur der Spannungsentladung
- Cwird von äußeren Spannungszuständen bestimmt
- Ddient nicht der Spannungsentladung
99 Unterscheidung von Konflikten nach Art, Mittel und Ziel
- ATrue
- BFalse
100 Nach Weßler gibt es drei Vergemeinschaftungsformen
- Akollektive Gemeinschaften (regelmäßiger Austausch, Mitgliedschaft, ...)
- Bsymbolische Gemeinschaften (regelmäßiger Austausch, Mitgliedschaft; z. B. soziale Schichten, Klassen, Berufsgruppen)
- Csoziale Netze (regelmäßiger Austausch)
- Daffektive Gemeinschaften
- Esoziale Gemeinschaften (regelmäßiger Austausch)
101 Das Bild des „Gastarbeiters“ in der Presse
- ADelgado lieferte die erste systematische Inhaltsanalyse zur Presseberichterstattung über Ausländer im deutschsprachigen Raum.
- BSchulz lieferte die erste systematische Inhaltsanalyse zur Presseberichterstattung über Ausländer im deutschsprachigen Raum.
- CUntersucht wurden insgesamt 3069 Artikel von Zeitungen in Nordheim-Westfalen.
- DUntersucht wurden insgesamt 2069 Artikel von Zeitungen in Nordheim-Westfalen.
102 Image der Gastarbeiter: (Delgado)
- Azwei positive Eigenschaften: Zufriedenheit, Geschicklichkeit
- Bnegative Eigenschaften: leichtlebig, unangepasst, unsauber, ungeschickt
103 Allgemeine Trends der Medienberichterstattung:
- AMedien stellen Migranten als besonders kriminell oder als anders problematische Gruppen (z. B. Terroristen) dar.
- BBestimmte Nationen sind überrepräsentiert und werden nur in bestimmten stigmatisierten Rollen gezeigt.
- CIn der Berichterstattung über Migranten steht vor allem der Nachrichtenwertfaktor „Negativität“ im Vordergrund.
- DEs wird zwischen „erwünschten“ und „weniger erwünschten“ Personengruppen unterschieden. (nach dem Nachrichtenfaktor „Kulturelle Nähe“)
- EDie Verwendung von Gewalt und Konflikt-Bilder nimmt insgesamt zu – so auch in der Migrantenberichterstattung.
104 Wesentliche Erkenntnisse der Medienberichterstattung nach Ruhrmann:
- AMedien tragen zur Diskriminierung und Stigmatisierung von Minderheiten bei.
- BSie erschweren die Integration.
- CSie erleichtern die Integration.
105 Ruhrmann Studie: TV-Nachrichten über Migranten – neue Trends
- Adie meisten Berichte stehen im Zusammenhang mit Terror → Schwerpunkt Frame „Terrorismus“
- BKriminalität
- Cmehr aktive Beiträge von Migranten
- DFrame „Rechtsradikalismus“ wird eingeführt
- Egeleitet von Kriminalität
106 Unterhaltungsgenres sind an sozialen Integrations/Desintegrationsprozessen beteiligt, weil sie
- AMinderheiten thematisieren (oder ignorieren)
- BStereotypen über soziale Gruppen konstruieren (Eigenschaften der Mehrheitsgesellschaft, Eigenschaften von Minderheiten)
- Ceine Moral transportieren
- DMinderheiten eingrenzen
- Ekeine Moral transportieren
107 Dörner ist der Auffassung, dass Medienunterhaltung integrative und politische Identitätsmodelle zeigt, die meist unterschätzt werden.
- ATrue
- BFalse
108 Dörner: Bei seiner Interpretation von US-amerikanischen Filmen orientiert er sich an den 4 Grundkategorien der amerikanischen Kultur:
- ABiblische Tradition
- BRepublikanismus
- Cutilitaristischer Individualismus
- Dexpressiver Individualismus
- EAuthentizität
Information
- Description
- Quiz on ksoz, created by Aydan Altuner on 03/03/2016.
- Author
- Aydan Altuner
- Language
- Deutsch
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