Quiz
BM 13 - ROGERS, BLANKERTZ, REICH, GRUSCHKA
Questions in this quiz (64)
1Welche Begriffe stehen in Rogers Theorie im Mittelpunkt?
(1) Wissensvermittlung
(2) direktiv
(3) menschenzentriert
(4) personenzentriert
(5) Empathie
(6) Steuerung
(7) nicht direktiv- A2, 4, 5 und 6 sind richtig
- B4, 5 und 7 sind richtig
- CKeine Antwort ist richtig
- DAlle Antworten sind richtig
- E1, 2 und 6 sind richtig
2Welcher Moment hat in Rogers Biografie einen deutlichen Einfluss?
- ADer Krieg, den Rogers als Soldat im zweiten Weltkrieg erfahren hat
- BDie Religion durch seine religiöse Familie und sein Theologiestudium
- CDie Industrialisierung, die durch die Ölfunde im mittleren Westen der USA ausgelöst wurde
- DDie Liebe, die er in der langjährigen Beziehung mit seiner Partnerin erfahren hat
- EDie Politik durch die Erfahrung der Befreiung der Sklaven im amerikanischen Bürgerkrieg
3Was zeichnet nach Rogers einen gebildeten Menschen aus?
- ADass er sich nicht vor dem eigenen Denken zu fürchten braucht
- BDass er sich nicht vor der Polizei zu fürchten braucht
- CDass er sich nicht vor möglichen Erkenntnisinhalten zu fürchten braucht
- DDass er sich nicht vor dem Zorn Gottes zu fürchten braucht
- EDass er sich nicht vor dem sozialen Abstieg zu fürchten braucht
4Welche Adjektive sind zentral für das Menschenbild von Rogers?
(1) aktiv,
(2) frei,
(3) gleich,
(4) sozial,
(5) aktuell,
(6) selbstständig.- ANur 2, 4, 5 und 6 sind richtig
- BNur 1 ist richtig
- CAlle Antworten sind richtig
- DNur 1, 2 und 4 sind richtig
- EKeine Antwort ist richtig
5Was gehört nach Rogers nicht zur Definition signifikanten Lernens?
- ADass es den ganzen Menschen durchdringt
- BVerantwortung, die von der Gruppe zugewiesen wird, kritisch zu prüfen
- CSich persönlich zu engagieren
- DDass die Lernenden das Lernen selbst initiieren
- EDie Lernergebnisse selbst zu bewerten
6Nach Rogers ist Ausgangspunkt für signifikantes Lernen, ...
- Adass das Lernmaterial auf Grundlage einer genaue Planung der Curricula (Richtziele, Grobziele, Feinziele) entwickelt worden ist
- Bdass die ästhetische Darstellung der Welt gelungen ist
- Cdass mit der vorgeschlagenen Methode statistisch signifikante Verbesserungen im Unterricht erreicht werden können
- Ddass wirksam gelehrt worden ist
- Edass die Lernenden auf jeder Ebene in Realkontakt zu den relevanten Problemen ihrer Existenz kommen
7Rogers weist die Förderung des Lernens als Ziel der Erziehung aus und wirft anschließend die Frage auf: „Aber wissen wir denn, wie wir dieses neue Ziel der Erziehung erreichen können, oder handelt es sich um ein Irrlicht, das manchmal auftritt und manchmal nicht [...]?" (Rogers 1979: 106). Welche der folgenden Aussagen entspricht der Variante des Irrlichts?
- AGuten Unterrichts durchführen zu können erfordert fundiertes theoretisches Wissen
- BGuten Unterricht durchführen zu können erfordert ein hohes Maß an Begabung für den Lehrberuf
- CGuten Unterricht durchführen zu können erfordert umfangreiche Ausbildung und intensives Training
- DGuter Unterricht ist planbar
- EGuten Unterrichts durchführen zu können erfordert einfühlendes Verständnis des Facilitators
8Welche Eigenschaften eines „Facilitators" fördern nach Rogers das Lernen nicht?
- AAnerkennung
- BWertschätzung
- CEinfühlendes Verständnis
- DDurchsetzungsvermögen
- EReal-Sein
9Aus welchem Grund spricht sich Rogers für eine Revolution im Bereich von Erziehung und Bildung aus?
- ARogers ist kein Revolutionär. Es gibt aus seiner Sicht daher keinen Grund für eine Revolution im Bereich von Erziehung und Bildung
- BDie derzeitigen entfremdenden und entmündigenden gesellschaftlichen Verhältnisse können nur durch eine Revolution zu einer freien und partizipativen Gesellschaft weiter entwickelt werden. Das erfordert aber Menschen, die zum Leben in einer solchen freien und partizipativen Gesellschaft in der Lage sind. Die Revolution von Erziehung und Bildung soll daher so die Revolution der Gesellschaft vorbereiten
- CWeil in Zeiten, in der ökonomische Nützlichkeit im Bildungsbereich an erster Stelle steht, die Bildung zur Ausbildung wird. Beschleunigung und Leistungsdruck haben im Bildungsbereich Einzug genommen und die Ausrichtung der Bildungsziele auf zukünftige Berufschancen macht das Bildungswesen zum Ausbildungswesen. Die Ausbildung hat die Bildung ersetzt. Zur Persönlichkeit jedoch kann man sich nicht ausbilden, nur bilden. Eine Revolution der Bildung muss ihr Ziel: „Die sich verwirklichende und kompetente Person" wieder ernst nehmen
- DWeil die Welt sich stetig und mit zunehmender Geschwindigkeit wandelt und wir uns durch die schwindelerregenden Veränderungen in Wissenschaft, Technologie, Kommunikationsmitteln und sozialen Beziehungen nicht mehr auf den Antworten ausruhen können, die die Vergangenheit geliefert hat, denn die Veränderung überrascht uns so schnell, dass Antworten, Wissen, Methoden und Fertigkeiten fast schon im Moment ihres Entstehens veraltet sind
- EWeil in unserer Wissens- und Informationsgesellschaft der Zugang zu Wissen und die Verarbeitung von Information im Vordergrund steht und daher neues Wissen im Mittelpunkt von Erziehung und Bildung stehen muss, wobei nicht das Anhäufen von Wissen und Informationen als revolutionär angesehen werden kann, sondern die Möglichkeiten zur Verarbeitung, Präsentation, Recherche, Übertragung und Rezeption den Schüler/-innen in einem revolutionierten Erziehungs- und Bildungswesen ständig gegenwärtig sein müssen
10Welche Aufgaben soll die Schulleitung nach Rogers übernehmen?
(1) Die Lernenden vor Schussverletzungen zu schützen.
(2) Kapazitäten anderer freizusetzen.
(3) Die Hilfsquellen der Institution zu organisieren.
(4) Den Lernfortschritt der Lernenden zu verfolgen.
(5) Alle Materialien bereitzustellen.
(6) Verantwortung, Autorität und Initiative auf alle Personen in der Institution zu verteilen.
(7) Lehr/-Lernziele zu formulieren, Curricular zu schreiben und Stundenpläne zu verfassen.- A2, 3, 4, 5, und 6 sind richtig
- B1, 5, 6 sind richtig
- CKeine Antwort ist richtig
- DAlle Antworten sind richtig
- E2, 3, 5 und 6 sind richtig
11Was ist nach Rogers das wichtigste Ziel der Erziehung?
- AEffizientes und effektives Handeln zu fördern
- BEin zwischen Menschen vereinbartes Stoffpensum durchzuarbeiten
- CDie Fähigkeit, in einer feindlichen Umgebung überleben zu können zu vermitteln
- DVeränderung zu fördern und Lernen zu erleichtern
- EDass Menschen lernen, den ihnen bestimmten Platz in der Gesellschaft einzunehmen
12Was nennt Rogers als allgemeines Bildungsziel?
- AAllgemeines Bildungsziel von Rogers ist die sich verwirklichende und kompetente Person
- BAllgemeines Bildungsziel von Rogers ist die sich verwirklichende und voll handlungsfähige Person
- CAllgemeines Bildungsziel von Rogers ist die sich vervollständigende und voll handlungsfähige Person
- DAllgemeines Bildungsziel von Rogers ist die soziale und voll handlungsfähige Person
- EAllgemeines Bildungsziel von Rogers ist die sich verwirklichende und voll zahlungsfähige Person
13Welche Gefahren skizziert Rogers in Bezug auf „Lernmaschinen" und programmierte Instruktion?
(1) Sie werden zum Ersatz für das Denken in größeren Strukturen und Gestalten.
(2) Wie werden zum Ersatz für das Denken in spezifischen Details und Elementen.
(3) Tatsachenwissen wird als der Kreativität überlegen dargestellt.
(4) Kreativität wird als dem Tatsachenwissen überlegen dargestellt.
(5) Die Flexibilität des Unterrichts wird erhöht.
(6) die Planbarkeit des Unterrichts wird verbessert.- ANur 1 und 3 sind richtig
- BAlle Antworten sind richtig
- CNur 1, 3 und 6 sind richtig
- D2, 4 und 5 sind richtig
- EKeine Antwort ist richtig
14Welches Medium zieht Rogers als Analogie heran, um die voll handlungsfähige Persönlichkeit zu erläutern?
- AInternet
- BBücher
- CSprache
- DComputer
- EFernseher
15Welche Methoden zur Lernförderung sind für Rogers zentral?
(1) Vorgabe der individuellen Lernwege.
(2) Belohnungen nur für besondere Qualität von Hausarbeiten.
(3) Schaffen einer Atmosphäre gegenseitiger Anerkennung und gegenseitigem Vertrauen.
(4) Akzeptanz aller Äußerungen, sowohl intellektueller Inhalte als auch emotionsgeladene Stellungnahmen.
(5) Bereitstellung von einem breiten Angebot an Hilfsmitteln.
(6) Detaillierte zeitliche und inhaltliche Planung des Unterrichts.- ANur 1, 2 und 4 sind richtig
- BAlle Antworten sind richtig
- CNur 2, 5 und 6 sind richtig
- DKeine der Antworten ist richtig
- ENur 3, 4, und 5 sind richtig
16Welcher der folgenden unterrichtsmethodischen Vorschläge wird von Rogers nicht empfohlen?
- ADas Lernen in Simulationen
- BDer Besuch von Vorlesungen
- CDas Abschließen von Verträgen
- DDas Lernen in Gruppen
- EDie Durchführung von Untersuchungen
17Was nennt Blankertz als gesellschaftlichen Auslöser der von ihm betriebenen Reform?
- ADer Zusammenhang von Bildungsinvestitionen und ökonomischem Fortschritt wurde nachgewiesen
- BDer Zusammenhang zwischen gutem menschlichen Zusammenleben und Bildung wurde nachgewiesen
- CDer Zusammenhang zwischen Bildungsinvestitionen und Demokratisierung wurde nachgewiesen
- DDer Zusammenhang zwischen Bildungsinvestitionen und dem Emanzipationsstreben wurde nachgewiesen
- EDer Zusammenhang zwischen der Freiheit des Menschen und Bildungsinvestitionen wurde nachgewiesen
18Wie soll nach Blankertz die Vermittlung systemadäquater Verhaltensdispositionen erfolgen?
- ADurch eine Polarisierung der Qualifikationsstruktur
- BDurch die Nutzung subjektiver Dispositionsspielräume
- CDurch die Struktur schulischer Prozesse
- DDurch die die Sicherung fachlicher Qualifikationen
- EDurch eine krititische Grundhaltung
19Wie ist nach Blankertz Bildung didaktisch gesehen zureichend definierbar?
- AIm Wege der curricularen Realisierung der im Lehrplan definierten Ziele
- BAls Kategorie, die an den Interessen der Gesellschaft (Staat, Kirche, Wirtschaft) orientiert wird und diese mit den Strukturen der Schule ideologiekritisch vermittelt
- CAls Kategorie, die zwischen den Ansprüchen der objektiven gesellschaftlichen Welt und dem Recht des Subjekts auf das Selbstsein vermittelt
- DAls Kategorie, die durch die Rückbindung an die Prinzipien der Bildsamkeit und der Emanzipation Autonomie gegenüber gesellschaftlichen Interessen gewinnt
- EIndem der Primat der materialen gegenüber der formalen Bildung in eine dialektische konzipierte Schule transformiert wird
20Blankertz bestimmt Bildung als "Realisierung mündiger Vernünftigkeit unter Berücksichtigung ökonomischer und gesellschaftlicher Interessen". Welche Funktion weist er diesem Bildungsbegriff in der Didaktik zu?
- ADer Bildungsbegriff hat die Funktion eines Kriteriums für die Evaluation des Erreichens von Bildungsstandards in internationalen Vergleichsstudien (z.B. PISA).
- BDer Bildungsbegriff erfüllt die Funktion eines Kriteriums im Zuge der für die formale Bildung zentralen Auswahl von Inhalten bei der Gestaltung von Bildungsstandards.
- CDer Bildungsbegriff hat die Funktion eines Kriteriums für die didaktische Beurteilung der inhaltlichen Ansprüche objektiver Mächte durch Lehrende.
- DDer Bildungsbegriff hat die Funktion, die Orientierung didaktischer Handlungen an den Interessen der Lernenden in der Reflexion formaler Bildungsansprüche durch Lernende sicher zu stellen.
- EDer Bildungsbegriff hat die Funktion, die Orientierung der Lehrenden am wirtschaftliches Wachstum durch ausreichende Qualifizierung sicher zu stellen.
21Was soll nach Blankertz durch den Strukturgitteransatz hinsichtlich der Lernenden herausgearbeitet werden?
- AEs soll vor allem das Bildungsniveau der Lernenden bestimmt werden
- BEs soll vor allem das soziale Umfeld der Lernenden bestimmt werden
- CEs soll vor allem der Grad an Mündigkeit der Lernenden bestimmt werden
- DEs sollen vor allem die Interessen der Lernenden bestimmt werden
- EEs sollen vor allem Bildungsrückstände der Lernenden bestimmt werden
22Wie bestimmt und begreift Blankertz den lernenden Menschen näherhin?
- ADer lernende Mensch ist für Blankertz vor allem der sich aufklärende Mensch
- BDer lernende Mensch ist für Blankertz vor allem der arbeitende Mensch
- CDer lernende Mensch ist für Blankertz vor allem der auszubildende Mensch
- DDer lernende Mensch ist für Blankertz vor allem der lebende Mensch
- EDer lernende Mensch ist für Blankertz vor allem der denkende Mensch
23Wie bestimmt Blankertz die wichtigsten Interessen und Aufgaben der Lehrenden?
- ADurch die Analyse des aktuellen Bildungsstands einer gegebenen Gesellschaft soll der Lehrende sich weiterbilden, um den Lernenden aktuelle Wissensbestände vermitteln zu können
- BDurch die Analyse des politischen und ökonomischen Systems soll die Emanzipation der Lernenden erreicht werden
- CDurch die Analyse der sozialen Lage der Lernenden sollen Aufklärung und Mündigkeit erreicht werden.
- DDurch die Analyse der kategorialen Voraussetzungen des eigenen Tuns soll der Lehrende seine Rolle im Schulsystem verstehen lernen
- EDurch die Analyse der sozialen Ungleichheiten im Klassenraum soll der Lehrende auf deren Überwindung abzielen
24Worauf hat der Lehrende nach Blankertz vor allem zu achten?
- AEr darf sich nicht entmündigen lassen wollen
- BEr darf sich nicht gehen lassen.
- CEr darf den Lernenden gegenüber nicht autoritär agieren
- DEr darf sich nicht politisch vereinnahmen lassen
- EEr darf von der rationalen Durchdringung seiner Unterrichtspraxis nicht absehen
25Was gehört nach Blankertz zur Progammatik des Kollegstufenmodells?
- ADie Integration von Studien- und berufsqualifizierenden Lehrgängen
- BDie klare Trennung von Berufsausbildung und Allgemeinbildung
- CDie prinzipielle Orientierung der Schule an ökonomischen Erfordernissen
- DDie Förderung der Leistungsorientierung der Lernenden
- EDas Denken lernen in der Entziehung aus der Verfremdung durch Vermittlung ins Denken zu fördern
26Wie begründet Blankertz seine Curriculumreform?
- AMit der Einsicht, dass Objekte zu ihrem Eigenrecht kommen müssen
- BMit einer Analyse des politischen und ökonomischen Systems
- CMit einer historischen Rekonstruktion des Bildungsbegriffs
- DMit der Notwendigkeit, der Begegnung der Menschen mehr Beachtung zu schenken
- EMit einer Analyse der Bedingung der Möglichkeit von Geltung
27Was ist nach Blankertz das Ziel der allgemeinen Bildung?
- ADas Ziel der allgemeinen Bildung ist nach Blankertz die berufliche Bildung
- BDas Ziel der allgemeinen Bildung ist nach Blankertz die Vorbereitung auf den Intellektuellenberuf
- CDas Ziel der allgemeinen Bildung ist nach Blankertz die allgemeine gesellschaftliche Aufklärung
- DDas Ziel der allgemeinen Bildung ist nach Blankertz die Demokratisierung der Universität
- EDas Ziel der allgemeinen Bildung ist nach Blankertz die Konstitution des mündigen Bürgers
28Was wird mit den Strukturgittern nach Blankertz im Sinne eines Bildungsziels erreicht?
- AFachliches Wissen wird auf die Emanzipationsabsicht bezogen.
- BObjekte werden auf ihr Eigenrecht bezogen
- CFachliches Wissen wird auf Schlüsselprobleme bezogen
- DUnterricht wird auf soziale Gerechtigkeit bezogen
- EGeltungsansprüche werden auf die Gegenständlichkeit bezogen
29Was begreift Blankertz als Medium der politischen und pädagogischen Intentionen?
- ADie Massenmedien transportieren politische und pädagogische Intentionen
- BIm Medium der Sprache werden politische und pädagogische Intentionen von den Lehrenden auf die Lernenden übertragen
- CDurch die intensivierte Verwendung elektronischer Medien sollen im Unterricht politische und pädagogische Intentionen vermittelt werden
- DDie reflektierte Modellierung des Unterrichts stellt das Medium von politischen und pädagogischen Inhalten dar
- EIm Medium fachspezifischer Inhalte werden politische und pädagogische Intentionen in regulative Inhalte umgesetzt
30Welche Rolle spielen Medien in der didaktischen Konzeption von Blankertz?
- AMedien spielen bei Blankertz eine grundlegende Rolle, da ohne sie kein Unterricht möglich ist
- BMedien werden von Blankertz nicht explizit diskutiert. Gelegentlich bezeichnet er aber den Unterricht selbst als Medium
- CBlankertz reflektiert eine Reihe von zeitgenössischen Medientheorien und baut sie in seine didaktische Konzeption ein
- DNach Blankertz sind Lebenswelten immer auch Medienwelten. Daher begreift er das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden als „mediatisiert"
- EBlankertz verwendet den Begriff der Mediengesellschaft und leitet davon auch seine Reformkonzepte ab.
31Welche Verbindung unterschiedlicher Analysetypen schlägt Blankertz methodisch vor?
- ADie Verbindung von Textanalyse (Close Reading) und Kritischer Theorie
- BDie Verbindung von Korrespondenz- und Netzwerkanalyse
- CDie Verbindung von Diskursanalyse und praxeologischer Analyse
- DDie Verbindung von hermeneutischer und sozialempirischer Analyse
- EDie Verbindung von Kategorial- und Realanalyse
32Welches Vorgehen schlägt Blankertz auf der Ebene der Organisation des Unterrichts vor?
- ABlankertz schlägt partizipativen Unterricht mit klarer Fächerdefinition vor
- BBlankertz schlägt fächerübergreifenden Unterricht mit einem modularisierten Kurssystem vor
- CBlankertz schlägt interdisziplinär orientierten Frontalunterricht vor
- DBlankertz schlägt eine „totale Schule" vor, in der die Lernenden von den Lehrenden gelenkt werden
- EBlankertz schlägt fächerspezifischen Unterricht mit einem straffen Curriculum vor
33Was nennt Reich nicht als Grundforderung einer konstruktivistischen Didaktik?
- AVom Monolog zum Dialog
- BVom Exerzitium zur Kreativität
- CVom Lehrkontrolleur zum Moderator
- DVon der Konkurrenz zur Solidarität
- EVon den Rekonstruktionen zu Konstruktionen
34Auf welcher Erkenntnistheorie basiert die Didaktik von Kersten Reich?
- AKonstruktivismus
- BDialektischer Materialismus
- CRationalismus
- DEmpirismus
- EPoststrukturalismus
35Was kennzeichnet nach Reich den gebildeten Menschen?
- AEr kann Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung beurteilen und die Gesellschaft mit gestalten
- BEr kann eine unmittelbare Beziehung zu Objekten einnehmen
- CEr kann Wahrheitsansprüche dekonstruieren
- DEr kann bisherige Deutungsmuster in Frage stellen
- EEr kann eine begründete Beobachterposition in der widersprüchlichen Relativität von Wissen einnehmen
36Welches Wirklichkeitsverändnis steht bei Reich im Vordergrund?
- AEine transzendalkritisch-skeptische Bestimmung von Wirklichkeit
- BEine zeitliche und personale Totalität von Wirklichkeit
- CÜberhaupt keines
- DEine zeitliche und personale Pluralität von Wirklichkeiten
- EEine Auflösung des Wirklichkeitsbegriffs im Sinne des radikalen Konstruktivimus
37Durch welche Ebenen bestimmt Reich seine Aufforderung an die Lernenden, sich nicht nur mit Inhalten, sondern auch mit der Beziehung, in der die Inhalte vermittelt werden, zu beschäftigen?
1. Die Ebene des Symbolischen.
2. Die Ebene des Systematischen.
3. Die Ebene des Imaginären.
4. Die Ebene des Realen.- ANur 2. und 4. sind richtig
- BAlle Antworten sind richtig
- CNur 1., 3. und 4. sind richtig
- DNur 1.,2. und 4. sind richtig
- EAlle Antworten sind falsch
38Welchem didaktischen Prinzip von Comenius würde Reich besonders widersprechen?
- AAllen Lernenden soll gleicher Unterricht zukommen
- BDie Eigentätigkeit der Schülerinnen und Schüler ist ein wichtiges Unterrichtsprinzip
- CDie Inhalte der Fächer sollen aufeinander bezogen werden
- DDie Lernenden sollen mit Schulbüchern lernen
- EDas Erreichbare hängt von der individuellen Begabung ab
39Was ist nach Reich eine Aufgabe von Lehrenden?
- ARelevantes Wissens auszuwählen und im Blick auf Aneignungsprozesse zu präsentieren
- BDie eigene Position zu beobachten, bewusst einzunehmen und sich danach bewusster zu verhalten
- CEine Umgebung zu entwickeln, die den gebildeten Gewohnheiten Sinn und Bedeutung gibt
- DSich den Lernenden gegenüber akzeptierend, kongruent und empathisch zu verhalten
- EDie Inhalte von Lehrerhandreichungen mit ihrer Stimme zur Geltung zu bringen
40Was sollten Lehrende nach Reich am ehesten beobachten?
- ADie Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden
- BDie Entwicklung von Lehrplänen
- CDie Beziehungen zwischen Lernenden und Gegenständen
- DIhre Rollen als Lernhelfer
- EDie Planung von Curricula
41Reich verwendet die Analogie von Schule und Kaufhaus
weil
Reich vertritt die Perspektive, dass sich jeder je nach Geldbörse das mitnehmen soll, was er braucht und dass die Lehrenden nichts anderes verkörperen als Verkäufer, die zwischen sich gut verkaufenden Waren und Ladenhütern einherschlendern und kaum ein eigenes Gewissen haben.- ANur t1 ist richtig
- Bt1 und t2 sind richtig, aber die Verknüpfung ist falsch
- CNur t2 ist richtig
- DKeine der Aussagen ist richtig
- Et1, t2 und die Verknüpfung sind richtig
42Wie kennzeichnet Reich den Unterricht in der Schule?
- AAls System, in dem inhaltlich bestimmte Lernprozesse optimal ablaufen
- BAls System, in dem Beziehungen berücksichtigt und mehrere Perspektiven auf Inhalte eröffnet werden
- CAls System zur Erschließung von didaktisch qualifizierten Inhalten.
- DAls System, in dem die Beziehung der Lernenden zu den Inhalten im Mittelpunkt steht
- EAls System, in dem Besserwisser Schlechterwisser auf den Weg der Freiheit führen
43Was ist nach Reich das Ziel des Austauschens von Beobachterpositionen?
- ADie Herstellung einer gleichberechtigten Metakommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden
- BDie Konzentration auf den Inhaltsaspekt im Konzentrationsunterricht
- CDie Emanzipation aus den real existierenden gesellschaftlichen Verhältnissen
- DDas Erkennen und bewusste Berücksichtigen der eigenen Position
- EDer Ausgang aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit des Menschen
44Welche Gegenbewegung nennt Reich gegen die Dominanz inhaltlicher Betrachtungen?
- ADer Verkauf der Ware Wissen ist wichtiger geworden
- BDas Wissen der Lehrenden und ihre Beziehung zu den Lernenden sind fragwürdig geworden
- CDas skeptische Hinterfragen von Mehrwissertum und das kritische Reflektieren von Besserwissertum
- DDie Vorrangigkeit des Inhaltlichen und der Methode wurden problematisch
- EDie Unsicherheit der in das pädagogische Tun eingreifenden Ereignisse wurde erkannt
45Was begreift Blankertz als Medium der politischen und pädagogischen Intentionen?
- ADie Massenmedien transportieren politische und pädagogische Intentionen
- BDie reflektierte Modellierung des Unterrichts stellt das Medium von politischen und pädagogischen Inhalten dar
- CIm Medium fachspezifischer Inhalte werden politische und pädagogische Intentionen in regulative Inhalte umgesetzt
- DDurch die intensivierte Verwendung elektronischer Medien sollen im Unterricht politische und pädagogische Intentionen vermittelt werden
- EIm Medium der Sprache werden politische und pädagogische Intentionen von den Lehrenden auf die Lernenden übertragen
46Welchen Umgang empfiehlt Reich mit Schulbüchern als Unterrichtsmaterial?
- ADie Verwendung von vorgefertigten Schulbüchern sollte vermieden werden
- BSchulbücher sollte mit Lehrerhandreichungen ergänzt werden
- CDie Beobachterposition der AutorInnen der Schulbücher sollte thematisiert werden
- DDie mit Schulbüchern induzierte Beziehungsebene sollte thematisiert werden
- ESchulbücher sollten von SchülerInnen geschrieben werden
47Reich schreibt: „Niemand weiß, welche zwischen all den vorhandenen Didaktiken nun die richtige sei" (Reich 2010: 256). Welche Lösung schlägt er für dieses Problem vor?
- ADer konstruktive Anteil der Lernenden am Unterricht muss so berücksichtigt werden, dass sie aktiv und dialogisch in die Auswahl eingreifen können
- BFür eine die Wahl begründende Norm muss der Nutzen gesellschaftlicher Interessengruppen mit der Weisheit und kulturellen Errungenschaften vermittelt werden
- CDie Lehrenden müssen im Vollzug des Unterrichts taktvoll über die Wahl entscheiden
- DMit einer skeptischen Reflexion muss die bildungsinhaltliche Perspektive fundiert und so die Wahl der Didaktik kritisch konstituiert werden
- EGewohnheiten, Statusbedürfnisse bestimmter Kontrollgremien und die Karriereerfordernisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern müssen in der normativen Begründung der Wahl einer Didaktik reflektiert werden
48Welcher Punkt lässt sich nach Reich nicht als Anforderung an neue Methoden einer konstruktivistischen Didaktik lesen? Neue Methoden sollen helfen ...
- Adie sich entwickelnden Blickweisen als Möglichkeiten einer Wirklichkeitskonstruktion zu akzeptieren
- Bdie Flexibilität der Lehrenden im Blick auf die Lernbedürfnisse der Lernenden zu stärken
- Cdie Lernenden als Empfänger konstruktiver Wissensübertragung zu stärken
- Ddie konstruktiven Verarbeitungsmöglichkeiten jeder Beteiligten und jedes Beteiligten zu stärken
- Eden Lernenden die Chance zu geben, gegensätzliche Beobachterpositionen einzunehmen
49Worin besteht nach Gruschka die Aufgabe der Pädagogik?
- ADie Aufgabe der Pädagogik besteht darin, die Ansprüche der objektiven Welt mit dem Recht auf Selbstsein des Subjekts in Einklang zu bringen
- BDie Aufgabe der Pädagogik besteht darin, die Sachen selbst im Unterricht zur Sprache zu bringen
- CDie Aufgabe der Pädagogik besteht darin, dem Eigenrecht des Subjekts auf freie Entfaltung zu entsprechen
- DDie Aufgabe der Pädagogik besteht darin, auf das Lebenslange Lernen vorzubereiten
- EDie Aufgabe der Pädagogik besteht darin, zwischen ökonomischer und didaktischer Kommunikation zu vermitteln
50Wann gelingt nach Gruschka erfolgreicher Unterricht?
- AWenn die Transformation von Gegenständen in Unterrichtsgegestände unterlassen wird
- BWenn mit guten Vermittlungstechniken Aufmerksamkeit erzeugt werden kann
- CWenn die Differenz zwischen Zeichen und Realität geschlossen wird
- DWenn im Unterricht eine hermetische Welt erzeugt wird
- EWenn DidaktikerInnen den Gegenstand so aufbereiten, dass die Lernenden ihn erschließen können
51Wie steht Gruschka zur möglichen Definition des Bildungsbegriffs?
- ABildung wird von Gruschka als Akkumulation von Informationskapital begriffen
- Bb. Bildung wird von Gruschka als „aufgeklärtes Bewusstsein" definiert.
- CBildung wird von Gruschka als „Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit" begriffen
- DBildung wird von Gruschka als aktiver Prozess der Menschwerdung verstanden
- EBildung wird von Gruschka nicht näher bestimmt
52Wozu ist nach Gruschka der Gebildete in der Lage?
- ADer Gebildete ist in der Lage, seine Naivetät (sic!) als Unwissen und Neugier zum Ausgangspunkt der Verwicklung mit dem Gegenstand zu machen
- BDer Gebildete ist in der Lage, anhand eines gegebenen Gegenstands eine eigene Meinung zu entwickeln
- CDer Gebildete ist in der Lage, zwischen Bildung und Unbildung, zwischen Wissen und Nicht-Wissen zu unterscheiden
- DDer Gebildete ist in der Lage, sich eigenständig Informationen zu beschaffen
- EDer Gebildete ist in der Lage, anderen Menschen empathisch, anerkennend und kongruent zu begegnen
53Was soll der Lernende nach Gruschka vor allem tun?
- ADer Lernende soll die Inhalte des Unterrichts verarbeiten
- BDer Lernende soll das vom Lehrenden präsentierte Wissen kritisch reflektieren
- CDer Lernende soll die Sache als Sache erfassen
- DDer Lernende soll sich im eigenständigen Denken üben
- EDer Lernende soll kreativ mit dem didaktisch aufbereiteten Stoff umgehen lernen
54Was soll nach Gruschka im Subjekt des Lernenden entstehen?
- ADie Mündigkeit im Sinne des Kantischen Sapere Aude
- BDie Fähigkeit zu Kritik
- CDas Wissen, die Fertigkeiten und die Einstellungen, die zur vollen Bewältigung von Aufgaben erforderlich sind
- DDas für den Arbeitsmarkt notwendige Humankapital
- EDie Unabhängigkeit des Urteils
55Worin besteht nach Gruschka der große „blinde Fleck" von Lehrenden?
- AIn der mangelnden Kenntnis von Bildungstheorien
- BIn der fehlenden Reflexion des eigenen Unterrichtshandelns
- CIn der mangelhaften didaktischen Planung
- DIn der mangelhaften Kenntnis von Unterrichtsgegenständen
- EIn der fehlenden Kenntnis der Aneignungslogik der Lernenden
56Worum hat sich der Lehrende nach Gruschka vor allem zu bemühen?
- AEr soll sich darum bemühen, den Unterricht so demokratisch wie möglich zu gestalten
- BEr soll sich darum bemühen, die Lernenden an einen bestimmten Kanon heranzuführen
- CEr soll sich darum bemühen, die Deutungsangebote der Lernenden stark zu berücksichtigen
- DEr soll sich darum bemühen, die Lernenden nicht zum Echo seiner Deutungsangebote zu machen.
- EEr soll sich darum bemühen, durch Weiterbildung seinen Wissensstand aktuell zu halten
57Was ist hinsichtlich der Institution Schule nach Gruschka didaktisch vor allem zu leisten?
- ADie Didaktik muss sich vor allem um die Mündigkeit der Lernenden bemühen, um sie auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten
- BDie Didaktik soll das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden untersuchen, um eine demokratische Unterrichtssituation zu ermöglichen
- CDie Didaktik muss vor allem die Rolle und Funktion der Lehrenden definieren, um ihnen eine Handlungsorientierung zu bieten
- DDie Didaktik muss der Institution Schule eine nachvollziehbares Regelsystem vorschlagen
- EDie Didaktik soll die Strukturen, Riten und Verfahren der Institution Schule sichtbar machen, um den Lernenden die Möglichkeit zu bieten, sich zu bilden
58Wie kennzeichnet Gruschka den Unterricht in der Institution Schule?
- AAls Mittel, das die Einübung von Verhaltensweisen sicherstellt
- BAls soziales Regelsystem, das sich als Ritus reproduziert
- CAls Simulation realer Kommunikation
- DAls Ritus, der der Wahrheitsfindung dient
- EAls Weg zur Erschließung von Subjekten
59Was ist nach Gruschka das zentrale Ziel der Didaktik?
- ADie Didaktik zielt auf die Erziehung der Lernenden zu mündigen Mitmenschen
- BDie Didaktik zielt auf die Steuerung von Bildungsprozessen
- CDie Didaktik zielt auf die Wechselwirkung von Lehrenden und Lernenden, die sich auf gleicher Augenhöhe begegnen sollen
- DDie Didaktik zielt auf die demokratiepolitische Erziehung und ist so auf die Konstitution von bewussten Bürgerinnen und Bürger verwiesen
- EDie Didaktik zielt als Theorie auf die Praxis der Vermittlung und muss dabei auf den Reichtum des Bildungsvorgangs bezogen werden
60Worauf legt Gruschka hinsichtlich der Inhalte der Didaktik besonderen Wert?
- AGruschka geht es vor allem um die transparente Präsentation der Inhalte des Unterrichts
- BGruschka geht es vor allem um die Bildung der Lernenden, die sich ein kanonisch bestimmtes Wissen erarbeiten sollen
- CGruschka geht es vor allem um die Hinführung der Lernenden zu demokratiepolitischer Mitsprache
- DGruschka geht es vor allem um eine didaktisch stringente und methodisch klare Unterrichtspraxis
- EGruschka geht es vor allem um die (methodische) Spiegelung des Objekts, das dadurch selbst in den Blick geraten soll
61Welche Medien thematisiert Gruschka explizit?
- AComputer und Smartphone
- BSprache und Kommunikation
- CRadio und Fernsehen
- DSchulbuch und Film
- ETelegrafie und Telefon
62In welcher medientheoretischen Tradition argumentiert Gruschka?
- AGruschka folgt der Theorie der Mediologie von Debray, nach der Zeichen zwischen dem symbolischen Körper und der kollektiven Organisation zu verstehen sind
- BGruschla folgt der Theorie der Kulturindustrie von Horkheimer und Adorno, nach der Medien einen gesellschaftliche Massenbetrug erzeugen
- CGruschka folgt der Zeichentheorie von Wittgenstein, nach der Zeichen in Sprachspielen konstituiert werden
- DGruschka folgt der Theorie von Cassirer, nach der in Zeichen als symbolischen Fomen die Energie des Geistes ausgedrückt wird
- EGruschka folgt der Theorie der Simulacra von Baudrillard, nach der Zeichen nur ihre eigene Realität präsentieren
63Welche philosophische Methode empfiehlt Gruschka im Sinne einer Forschungsmethode?
- ADie objektive Hermeneutik
- BDie Fundamentalontologie
- CDie phänomenologische Erkenntnistheorie
- DDie Diskursethik
- EDie praxeologische Sozialempirie
64Welche Unterrichtsmethoden empfiehlt Gruschka?
- ANeurolinguistisches Programmieren
- BMethodentrainings
- CDigital Problem Based Learning
- DProgrammierte Unterweisung
- EGruschka empfiehlt keine Unterrichtsmethode explizit
Information
- Description
- Quiz on BM 13 - ROGERS, BLANKERTZ, REICH, GRUSCHKA, created by christoph wimmer on 26/06/2017.
- Author
- christoph wimmer
- Language
- English
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