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Flashcards

Produktionsfaktoren, Standorte für Betriebe, Betriebsfunktionen, Fertigungsarten

milo.julia German 5.0Average rating 5.0 out of 5 (2 ratings) 71 cards

Cards in this deck (71)

  1. 1Was sind Produktionsfaktoren?sind elementare und knappe Güter, die bei der Güterproduktion (kombiniert) eingesetzt werden und einen Mehrwert schaffen.
  2. 2Produktionsfaktor Boden dient als...* Standort für Betriebe, Wohn- und Verkehrsflächen
    * Rohstoff- und Energielieferant
    * Anbaufläche für Land- und Forstwirtschaft
  3. 3Produktionsfaktor Arbeit* körperliche und geistige Arbeit
    * ausführende und leitende (dispositive) Arbeit
  4. 4Produktionsfaktor Kapital*Realkapital, es umfasst alle produzierten Produktionsmittel
    * Geldkapital, sind finanzielle Mittel für Investitionen
  5. 5Produktionsfaktor Bildung*technisches, wirtschaftliches und rechtliches Wissen
    * technische Fähigkeiten und Fertigkeiten
    * Motivation, Innovationsbereitschaft und Innovationsfähigkeit
  6. 6Kapitalbindungsprozess erfolgt durch:*Konsumverzicht, d.h. Sparen
    * Kreditvergabe an Unternehmen
    * betriebliche Investitionen, d.h. Umwandlung von Geldkapital in Sachkapital
  7. 7Bestimmungsgründe für Qualität und Ergiebigkeit der Arbeitsind abhängig von:
    *der Bevölkerungszahl und der Altersstruktur der Bevölkerung
    *dem Bildungs- und Wissensstand
    *dem Arbeitswillen
    *der technischen Entwicklung und Ausstattung
    *den klimatischen Gegebenheiten
  8. 8Elementarfaktoren*ausführende Arbeit
    *Betriebsmittel
    *Werkstoffe
  9. 9Dispositiver FaktorUnternehmensleitung
  10. 10Was ist ausführende Arbeit?Ist die Tätigkeit eines Arbeitnehmers nach vorgegebenen Anweisungen.
  11. 11Betriebsmittel*Werkzeuge: sie dienen der Unterstützung der menschlichen Arbeitskraft
    *Maschinen: sie können die menschliche Arbeitskraft unterstützen, aber auch teilweise oder ganz ersetzen
    *Fuhrpark: Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Gebäude
  12. 12Was sind Werkstoffe?darunter versteht man alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die als Ausgangs- und Grundstoffe für die Erstellung neuer Produkte dienen
  13. 13Rohstoffe sind......Hauptbestandteile der Fertigungserzeugnisse, z.B. Holz oder Kunststoff bei der Möbelproduktion
  14. 14Hilfsstoffe sind...... Nebenbestandteile der Fertigungserzeugnisse. Eine Erfassung pro Stück ist nicht erforderlich, da sie wert- und mengenmäßig unbedeutend sind, z.B. Leim in der Möbelproduktion
  15. 15Betriebsstoffe...... gehen nicht in das Produkt ein, sie werden bei der Produktion verbraucht, z.B. Energie
  16. 16Aufgaben dispositver FaktorHauptaufgabe: Kombination der Elementarfaktoren nach dem ökonomischen Prinzip
    * Festlegung der Betriebspolitik als oberstes Ziel
    *Treffen von Entscheidungen
    *Planung von Beschaffung, Produktion, Absatz, Investition und Finanzierung
    *Aufbau und Organisation des Betriebs
    *Kontrolle des betrieblichen Geschehens
  17. 17Was ist Substitution der Produktionsfaktoren?Wenn man Produktionsfaktoren durch andere Produktionsfaktoren ersetzen kann, spricht man von Substitution. Oftmals werden diese dann durch Preisgünstigere ersetzt, wie zum Beispiel::
    Arbeiter - Maschine
    Wachpersonal - Alarmsystem
  18. 18unter Produktivität versteht man...... das Verhältnis von Leistung (Umsatz, Absatz) zu Faktoreinsatz (z.B. Zahl der Mitarbeiter, geleistete Arbeitsstunden, eingesetztes Kapital, m² Geschäftsfläche)
  19. 19Formel zur Berechnung der ProduktivitätProduktivität=
    Leistung (in €, Stück, etc.)
    --------------------------------------
    Faktoreinsatz (z.B. Beschöftigenzahl)
  20. 20Bei der Wirtschaftlichkeit wird.......die erbrachte Leistung (Umsatz) zum Aufwand bzw. den Kosten (Personalkosten, Handlungskosten) in Beziehung gesetzt, um zu erkennen, in welchem Umfang das ökonomische Prinzip verwirklicht wurde.
  21. 21Formel zu Berechnung der WirtschaftlichkeitWirtschaftlichkeit=
    Leistung (in €)
    -----------------------------
    Aufwand (in €)
  22. 22DienstleistungsbetriebeIn Dienstleistungsbetrieben werden Dienstleistungen (Güter immaterieller Art) erbracht. Diese werden unterschieden in: Verkehrsbetriebe, Bankbetriebe, Versicherungsbetriebe, Handelsbetriebe, Wirtschaftsbetriebe und sonstige Dienstleistungsbetriebe
  23. 23Beispiele Verkehrsbetriebe- Deutsche Bahn AG
    - Deutsche Post AG
    - Speditionen
  24. 24Beispiele Bankbetriebe-Banken
    -Sparkassen
  25. 25Beispiele Versicherungsbetriebe-Sachversicherung
    -Personenversicherung
  26. 26Beispiele Handelsbetriebe-Einzelhandelsbetriebe
    -Großhandelsbetriebe
  27. 27Beispiele Wirtschaftsbetriebeder Verwaltung...
    -Müllabfuhr
    -Stadtwerke
    -Museum
    -Theater
  28. 28Beispiele sonstige Dienstleistungsbetriebe-Steuerberater
    -Architekten
  29. 29SachleistungsbetriebeIn Sachleistungsbetrieben werden Sachgüter (z.B Produktions. und Konsumgüter) hergestellt. Man unterscheidet: Gewinnungsbetriebe und Erzeugungsbetriebe
  30. 30Gewinnungsbetriebe(Betriebe der Urerzeugung, primärer Wirtschaftsbereich)
    zum Beispiel:
    -Bergungsbetriebe
    - landwirtschaftliche Betriebe
    -Fischereibetriebe
    -Kraftwerksbetriebe
  31. 31Erzeugungsbetriebe(Betriebe der Weiterverarbeitung, sekundärer Wirtschaftsbereich)
    zum Beispiel:
    -Industriebetriebe
    - Grundstoffindustrie
    -Produktionsgüterindustrie
    -Konsumgüterindustrie
    -Handwerksbetriebe
  32. 32Standortbedeutung für BetriebeUnter dem Standort versteht man den Platz der gewerblichen Niederlassung eines Betriebes. Die Entscheidung für einen bestimmten Standort ist abhängig von den Standortfaktoren, welche die Kosten für die Produktionsfaktoren und die Erträge für die betrieblichen Leistungen bestimmen.
  33. 33Der Optimale Standort... liegt dort, wo mit einer gegebenen Ausstattung mit Betriebsmittel ein maximaler Gewinn erzielt wird.
  34. 34Standortfaktoren sind...-Absatz
    - Beschaffung
    -Verkehrslage
    -Arbeitskräfte
    -Bodenpreise
    -Steuern und öffentliche Abgaben
    -Subventionen
  35. 35Standortfaktor Absatzder Standort wird in die Nähe der Abnehmer gelegt, um schnell und kostengünstig liefern zu können.
  36. 36Standortfaktor Beschaffung... der Standort orientiert sich an der räumlichen Nähe zu den Lieferern (gilt insbesondere für den Aufkaufgroßhandel)
  37. 37Standortfaktor Verkehrslage... der Standort wird in verkehrstechnisch gut erschlossene Gebiete (gut ausgebautes Straßennetz) gelegt.
  38. 38Standortfaktor Arbeitskräfte... der Standort richtet sich nach Lohnniveau und vorhandenen Arbeitskräften.
  39. 39Standortfaktor Bodenpreise... der Standort ist abhängig von den Grundstückspreisen (bzw. der Höhe der Mieten für Betriebsräume).
  40. 40Standortfaktor Steuern und öffentliche Abgaben... bei sonst gleichen Standortfaktoren sind Orte mir niedrigen Steuern & Abgaben für die Standortwahl ausschlaggebend ( gilt insbesondere für Städte und Gemeinden mit niedriger Grund- und Gewerbesteuer).
  41. 41Standortfaktor Subventionen... die Standortwahl orientiert sich auch an direkten und indirekten Zuschüssen, die für eine Betriebsansiedlung gewährt werden.
  42. 42Aufgaben des Industriebetriebes-Gewinnung von Rohstoffen
    -Herstellung von Produktions- und Konsumgütern
    Die betrieblichen (einzelwirtschaftlichen) Grundfunktionen des Industriebetriebes sind Beschaffung, Produktion, Lagerung , Finanzierung und Absatz
  43. 43Fertigungsarten1. entsprechend dem Einsatz an körperlicher Arbeit:
    - manuelle, mechanisierte und automatisierte Fertigung
    2 entsprechend der räumlich-organisatorischen Anordnung der Produktionsmittel:
    - Werkstattfertigung, Gruppenfertigung, Reihenfertigung, Fließfertigung
    3. entsprechend der Menge der hergestellten Erzeugnisse:
    -Einzelfertigung, Serienfertigung, Massenfertigung
  44. 44manuelle FertigungBei der manuellen Fertigung wird die auszuführende Arbeit vorwiegend von der Hand erledigt
  45. 45mechanisierte Fertigungdabei wird die menschliche Arbeit teilweise durch Maschinen und maschinelle Einrichtungen ersetzt
  46. 46automatisierte Fertigungdabei erfolgt die Fertigung durch mehrere hintereinander geschaltete, selbstständig arbeitende Maschinen. Der Mensch übt lediglich die überwachende Funktion aus
  47. 47WerkstattfertigungBei der Werkstattfertigung sind Betriebsmittel mit gleichartigen Funktionen in einer Werkstatt zusammengefasst (z. B. Dreherei, Fräserei). Sie ist besonders geeignet für Einzel- und Kleinfertigungen.
    Die Fertigung erfolgt nach dem Verrichtungsprinzip, d.h. die Werkstücke müssen von einer Werkstatt zur anderen transportiert werden.
  48. 48Vorteile Werkstattfertigung-einfache Umstellung der Herstellung auf andere Erzeugnisse
    -Einsatz von Universalmaschinen (vielseitige Verwendbarkeit
    -Einsatz von Facharbeitern
    -relativ geringe Fixkosten
  49. 49Nachteile Werkstattfertigung-lange Transportwege
    -lange Wartezeiten
    -hohe Lohn- und Lagerkosten
    -intensive Arbeitsvorbereitung
    -nicht geeignet für Groß-, Serien- und Massenfertigung
  50. 50Gruppenfertigungbedeutet, wenn verschiedenartige, zur Herstellung eines Teilerzeugnisses notwendige Maschinen im gleichen Raum zusammengefasst werden, sodass der Transport des Erzeugnisses von einer Werkstatt zur anderen entfällt. Innerhalb jeder Gruppe sind die Maschinen entsprechend der Reihenfolge des Arbeitsablaufes angeordnet.
    (Die Gruppenfertigung ist eine Kombi aus Werkstatt- und Reihenfertigung)
  51. 51Reihenfertigungdabei werden die Maschinen in der Reihenfolge der Arbeitsverrichtung hintereinander angeordnet. Es entstehen die Fertigungsstraßen, wie sie beim Maschinenbau häufig anzutreffen sind. Die Arbeitsvorgänge sind zeitlich nur begrenzt aufeinander abgestimmt, das Arbeitnehmer kann in gewissen Grenzen das Arbeitstempo selbst bestimmen.
  52. 52Vorteile der Reihenfertigungkurze Transportwege und geringe Verlustzeiten im Arbeitsablauf
  53. 53Fließfertigungstellt eine Verfeinerung der Reihenfertigung dar, indem die Anordnung der Betriebsmittel und der Arbeitsplätze auch in zeitlicher Hinsicht aufeinander abgestimmt sind. Die zu bearbeitenden Stücke werden pausenlos und ohne zeitliche Unterbrechung durch ein Fließband von einem zum anderen transportiert. Der Arbeiter hat keinen Einfluss auf Geschwindigkeit & Rhythmus. Im Gegensatz zur Werkstattfertigung führt der (oft nur angelernte) Mitarbeiter nur ständig wiederholende Handgriffe aus =Automation
    Angewendet bei: Großserien- und Massenfertigung
  54. 54Vorteile Fießfertigung-kurze Transportwege
    -keine Wartezeiten
    -keine Zwischenlager
    -Übersichtlicher Fertigungsablauf
    -Einsatz ungelernter Arbeitskräfte
  55. 55Nachteile für Arbeitnehmer bei der Fließfertigung-Einschränkung bei der Arbeit durch monotone, sich stets wiederholende Handgriffe
    -Gesundheitsschädigend - geistige Verarmung
    -Bedürfnis des Menschen nach selbstständiger Arbeit verkümmert
    -Kreativität und Erfolgserlebnisse werden systematisch abgebaut
  56. 56Nachteile für den Arbeitgeber durch die Fließfertigung-hohe Anlageninvestition (hoher Fixkostenanteil)
    -geringe Anpassungsmöglichkeiten an der Marktveränderung
    -hohe Anfälligkeit gegenüber Störungen (Maschinenschäden)
  57. 57Einzelfertigungdabei stellt der Betrieb Erzeugnisse her, die sich jeweils voneinander unterscheiden (z..B. Schiffbau). Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um Auftragsfertigung, d.h. die Fertigung wird aufgrund eines Kundenauftrages durchgeführt.
  58. 58Serienfertigungliegt vor, wenn in begrenzten Stückzahlen (Serien) Erzeugnisse hergestellt werden, deren Fertigung mehr (oder weniger) ähnlich verläuft (z..B. Automobilindustrie). In der Regel erfordert die Umstellung von einer Serie (Auflage) auf eine andere umfangreiche Umrüstungen.
  59. 59Massenfertigungliegt vor wenn stets das gleiche Produkt in sehr großen mengen über längere zeit hinaus produziert wird. Wie zum Beispiel die Herstellung von Zündhölzern. Die Vorteile der Massenfertigung entsprechen denen der Fließbandfertigung und liegen aufgrund der hohen Produktionszahlen vor allem in der Fixkostendegression (die fixen Kosten pro Stück sinken mit steigender Ausbringung)
    =meist Vorratsfertigung
  60. 60Handelsbetriebist das Bindeglied zwischen Herstellern und Verwendern. In erster Linie übernimmt der Handelsbetrieb die Verteilung von Gütern (Distribution).
  61. 61Handelsfunktion Sortimentsbildungder Handel stellt aus vielen, meist engen Produktionsprogrammen mehreren Herstellern Kundengerechte Sortimente zusammen.
    Funktion des qualitativen Ausgleichs
  62. 62Handelsfunktion Mengenumgruppierungder Handel kauft üblicherweise große Mengen ein und verkauft sie in kleinen Mengen, in manchen Fällen werden kleine Mengen weiterverkauft.
    Funktion des quantitativen Ausgleichs
  63. 63Handelsfunktion Raumüberbrückungder Handel bringt die Waren vom Hersteller zum Verwender
    Funktion des räumlichen Ausgleichs, Transportfunktion
  64. 64Handelsfunktion Zeitüberbrückungder Handel überbrückt Zeit zwischen Produktion und Verwendung durch bedarfsorientierte Vorratshaltung
    Funktion des zeitlichen Ausgleichs, Lagerfunktion
  65. 65Handelsfunktion Markterschließungder handel eröffnet neue Märkte, in dem er durch eigene absatzpolitische Maßnahmen mithilft, ein Produkt am Markt einzuführen
  66. 66Handelsfunktion Beratunghandel informiert Arbeitnehmer über technische Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten, Bedienung und Wartung der Produkte, der Handel informiert auch den Hersteller über Kundenwünsche, Anregungen, etc.
  67. 67Handelsfunktion FinanzierungHandel ermöglicht Kauf einer Ware auf Ziel
    Kreditfunktion
  68. 68Handelsfunktion absatzpolitische Maßnahmenwie z.B. Verkaufsförderung, Ladengestaltung, Reparatur- und Kundendienst
  69. 69Einzelhandelverkauft die Waren, die er in größeren Mengen entweder von Produzenten oder Großhändlern bezieht, in kleinen Mengen an den Endverbraucher
  70. 70Großhandelverkauft die Ware an Wiederverkäufer (z.B. Einzelhandelsbetriebe), an Produktionsbetriebe (z.B. Industrie- und Handwerksbetriebe) und an Großverbraucher (z.B. Behörden, Krankenanstalten)
  71. 71Grundfunktion der Handelsbetriebe-Beschaffung
    -Lagerung
    -Absatz
    -Finanzierzung

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Flashcards on Produktionsfaktoren, Standorte für Betriebe, Betriebsfunktionen, Fertigungsarten, created by milo.julia on 31/03/2016.
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milo.julia
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