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Created by Nell Mirbach
over 9 years ago
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| Question | Answer |
| zeit | entstehung:1914 veröffentlichung:1925 max brod |
| wie ist die private welt /gerichtswelt | p:organisiert,angesehen,selbstbewusst gerichtswelt:unorganisiert,durcheinander,verachtet, |
| darstellung der verhaftung gegenüber frau grubach | -sorglosigkeit(überlegenheit,herunterspielen -unsicherheit(will gesrpäch) - |
| hauptpersonen | Figuren sind keine realistischen Charaktere lediglich aus der Perspektive K |
| josef k | -„Workaholic“ → kaum soziale Kontakte, keine Hobbys -oberflächliches/kein Verhältnis zu Verwandten -nimmt den Prozess zunächst nicht ernst, später ändert sich dies allerdings stark, fixiert sich auf das Gericht - |
| fräulein B. | das Verhältnis zu Frl. Bürstner schwankt entsprechend dem Prozess -Verbindung zum Prozess: Frl. Bürstner als eigentliche Instanz, vor der sich K. zu verantworten hat tatsächliche Antagonistin K.s Fixierung auf Prozess = Fixierung auf Frl. Bürstne |
| Parallelen zwischen Franz Kafka und Josef K. | - Kafka litt sein Leben lang unter seinem strengen, autoritären Vater - Kafka nach Kaiser Franz Joseph benannt Josef - K. Kafka - Kafka arbeitet in einer Versicherung, eine Branche die den Banken sehr ähnlich ist - beginnt im August 1914 im Alter von 31 Jahren mit Arbeit am „Prozess“ - am Vorabend seines 31. Geburtstages entlobt er sich mit Felice Bauer, hier lässt Kafka seinen Helden Josef K. sterben. Er fährt zu ihr und hat eine folgenschwere Aussprache in ihrem Hotelzimmer, fast so wie die Untersuchung in dem Zimmer der Frau Bürstner in Josef K.s Pension. Kafka einen Prozess mit sich selbst, verurteilt sich und fühlt sich schuldig. - auch seiner Familie gegenüber große Schuldgefühle, da er Felice Bauer bereits schon einmal heiraten wollte. Diese Schuld, dieser innere Prozess, findet sich auch im Werk wieder das zentrale Thema: schuldig sein ohne aktiv etwas getan zu haben („Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet“.) |
| Der Erzähler und das Erzählverhalten | - Personaler Erzähler - Josef K. = Wahrnehmungszentrum - Beschränkte Perspektive = begrenztes Wissen Beklemmung und Unausweichlichkeit des Geschehens für Leser - |
| Schuld Merkmale der Schuld im „Proceß“: | - K. wird im Verlauf des Prozesses zunehmend schuldig - Das Gericht wird von K.s Schuld angezogen |
| Die Schuld K.s könnte bestehen in: | - Der Tatsache, dass er sich seinen Mitmenschen entzieht und keine Bindung aufrecht erhalten kann Verantwortung der Familie gegenüber? - seinem berechnenden, egozentrischen Charakter - seinem Versagen als Mitmensch (Prügler-Szene, Erna, Frau des Gerichtsdieners) - seiner Hingabe an den Beruf (und damit in seiner Entfremdung vom Ich) - seiner Hingabe an den Prozess (und in der Vernachlässigung seiner weiteren Verpflichtungen) |
| Frauen | - K. „wirbt Helferinnen“, nutzt deren Gerichtsbezug für seine Zwecke (Objektbeziehung zu Frauen) -als sklavinen |
| Drei Frauentypen treten auf: | - Die verlockende, fremde, rätselhafte Frau: Leni, Elsa, Frau des Gerichtsdieners(K. steht immer in Konkurrenz zu anderen Männern) - Die Mutterfigur: Frau Grubach, K.s Mutter (verwitwet oder unverheiratet, Ausfall der Vaterfigur) - Die Unschuldige, Reine, Hilfreiche: Fräulein Bürstner, Fräulein Montag, Erna, Mädchen in der Kanzlei (halten Distanz zu K. oder sind seinem Zugriff entzogen) |
| scham und schuld | Josef K. wandelt im ganzen Roman zwischen zwei Extremen: Zum Einen versucht er die Anklage abzustreiten, will sie verdrängen, zum anderen geht er in die Offensive. Bis zum Kapitel im Dom wechselt er zwischen diesen Polen hin und her, erst am Ende gibt er auf. Was bleibt ist Scham. Der Zusammenhang zwischen Schuld und Scham ist mit einigem Nachdenken schlüssig - wer etwas getan hat, sich also schuldig gemacht hat, der schämt sich dafür nachdem er seine Schuld erkannt hat. Das Ende des Romans ist als kein Zufall. |
| kafka und frauen | bindungsangst -angst nicht mehr schreiben zu können -suche nach nähe -viele frauen -dora letzte |
| macht | macht spielt bei jeder komunikation ein thema -position (stehen) drückt macht auch aus |
| kleidung | -schützende hülle -täuschung -zugehörigkeitsmerkmalw |
| reinheit +schmutz | -gericht+schmutz |
| krankheit | -leute die mit gericht zu tuhn haben weißen mängel auf -verdorbenheit des gerichts -k.ebenfalls(verhaftung)körperliche probleme -krankheit=machtlosigkeit |
| reihenfolge richtig ordnen | 1. Kapitel : Verhaftung Der Prokurist einer Bank, Josef K., wird an seinem 30. Geburtstag morgens im Bett von den beiden Wächtern Franz und Willem verhaftet. Sie nennen ihm weder den Grund für seine Verhaftung, noch in wessen Namen sie handeln. Die Wächter essen das Frühstück von K und wollen die Wäsche von K. konfiszieren. K. wird freigestellt und darf zur Arbeit fahren. 2. Kapitel : Gespräch mit Frau Grubach – dann mit Fräulein Bürstner Am Abend entschuldigt sich K. bei Frau Grubach, da ihr Zimmer als Verhörraum benutzt wurde. Er stellt die Szenen der Verhaftung im Zimmer nach, wird aufdringlich und küsst Frau Grubach. 3. Kapitel : Erste Untersuchung Josef K. wird telefonisch aufgefordert, am kommenden Sonntag vor dem Untersuchungsgericht zu erscheinen. Als Ort wird ihm eine Adresse in einer ärmlichen Vorstadt genannt. Mit Mühe findet K. den Verhandlungssaal in einem heruntergekommenen Mietshaus. In einem engen Raum haben sich viele Menschen versammelt. Vor dem Untersuchungsgericht hält K. eine lange, vorwurfsvolle Rede, in welcher er den Untersuchungsrichter beleidigt und die Wil |
| kafkaesk | Paradoxe Vorgänge/Absurdität/Abweichung von der realen Welt + K benimmt sich „normal“ ( ergibt sich dieser Welt/passt sich an) = Grotesk(komische Wirkung) -> KAFKAESK |
| Vaterbeziehung: | Vater ist grob, bestimmend, dominant Wollte Lebensplanung seiner Kinder, seinen eigenen Vorstellungen anpassen Stolz auf den Bildungsstand seines Sohnes, jedoch kein Interesse an seiner schriftstellerischen Arbeit Mutter erstickte Konflikte zwischen ihren Kindern und ihrem Mann, suchte aber nie nach Lösungen |
| Schande (vater) | befolgt die Befehle seines Vaters, welche nur für ihn galten Trotzig gegenüber dem Vater Selbstverständliche Erwartungen des Vaters an Franz Kafka, welche er nicht ausführen konnte (z.B. hatte er nicht die Geschicklichkeit seines Vaters) |
| SCHAM | Selbstvertrauen geht durch den Vater verloren Grenzenloses Schuldbewusstsein Ständiges Misstrauen gegenüber anderen und sich selbst |
| textimmanente deutung | -ganz eng text - Fokussierung nur auf den Text – ohne Berücksichtigung äußerer Einflüsse): K. scheint Schuld auf sich geladen zu haben, ohne dass man von seinem Vergehen erfährt, Türhüterlegende als Analogie zu K.s Prozess |
| biografische d. | verbindungen zwischen k. und kafka -seine Verlobung und Entlobung mit Felice Bauer im Prozess. Verlobung Verhaftung; Beziehung Verstrickung in Prozess; Entlobung vor Familie & Freunden Hinrichtung; K. Kafka; Vaterkonflikt Dominanz der Institutionen |
| psychoanalytischer d. | innere befindlichkeiten zwischen k und kafka |
| soziologischer d. | -biografischer ansatz -politisch+gesellschaftlich -Gericht als totalitäres System, aus dem es kein Entkommen gibt; K als Gefangener in einem Überwachungsstaat; hierarchisch anonyme Strukturen & Systeme bürokratischer Machtmod. Kapitalismus |
| theologisch | religöse deutung -nimmt ihren Ausgangspunkt darin, dass der Autor sich mit religiösen Aspekten befasst hat): Türhüterlegende und Äußerungen des Gefängnisgeistlichen als Andeutung, dass K. vom richtigen Glaubensweg abgekommen ist, seine Sündhaftigkeit aber nicht akzeptieren will; K erkennt nicht, dass es sich beim hohen Gericht um das „Jüngste Gericht“ handeltDarstellung der Bestrafung des irrenden, schuldigen Menschen durch eine göttlich richterliche Instanz |
| philosophisch | bestimmte weltanschaung -K.s Prozess und sein Ende zeigen eine nihilistische Weltsicht, bei der der Einzelne keine Chance hat, seinem Schicksal zu entgehen; K.s Tatenlosigkeit gegenüber dem Gericht zeigt seine Schicksalsergebenheit |
| grotesk | plötzlichkeit,komisch,verlässlichkeit der welt nur ein schein |
| kafkaesk | Bedrohung, der Unsicherheit oder des Ausgeliefertseins |
| das kafkaeske im prozess | unheimliche,absurde,unerklärliche bedrohliche,ausgeliefertsein gegenüber system, |
| die drei freisprechungen | tatsächliche F: |
| freud | -k. kann nicht über ich und es verbinden -alle gerichts räume sind dunkel,es auslebung |
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