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Karteikarten

Sozialpsychologie 2

Caroline Gerhard Deutsch 68 Karten

Karten in diesem Stapel (68)

  1. 1Stigmanegativ bewertetes Attribut, durch welches der Träger von normativen Erwartungen abweicht + welches ihn in Augen anderer derartig diskreditiert, dass er seinen Anspruch auf gesellschaftlich Gleichberechtigung verliert
  2. 2Meta-StereotypStereotyp vom Stereotyp
  3. 3AutostereotypStereotype über die Eigengruppe
  4. 4HeterostereotypStereotype über Fremdgruppen
  5. 5SelsbtstereotypisierungProzess Def. des eigenen Selbst aus stereotypischen Merkmalen
  6. 6Stereotypsozial geteilten Überzeugungen bezüglich der Attribute, Eigenschaften,
    Verhaltensweisen etc., hinsichtlich derer die Mitglieder einer Gruppe einander ähneln.
  7. 7EntrepreneuerFührer als aktive Rolle, Gruppe definiert Führer + Führer definiert Gruppe
    Ziel: durch (Re)Definitionen zum kollektiven Ziel mobilisieren + eigene Position
    Stärken über rhetorische Mittel
  8. 8Metakontrast-PrinzipWahrscheinlichkeit, dass Ansammlung sozialer Stimuli als Mitglieder einer Kategorie (= Eigengruppe) wahrgenommenen werden, steigt im Maße, in dem Unterschiede auf relevanter Vergleichsdimension innerhalb dieser Gruppe von Stimuli als geringer wahrgenommen werden als die Unterschiede dieser Stimuli zu anderen Stimuli
  9. 9KorrespondenzverzerrungVerhalten wird auf innere, nicht auf
    äußere Faktoren zurückgeführt
  10. 10Soziale Attraktionje prototypischer Person innerhalb Eigengruppe, desto mehr soziale
    Attraktion, soziale Attraktion erhöht Wahrscheinlichkeit das Folge geleistet wird,
    Führungsrolle öffentliche Bestätigung
  11. 11Prototypkontextspezifische, oftmals unscharfe (fuzzy) kognitive Repräsentationen typischer/idealer
    Attribute, die Gruppe
    charakterisieren + von einer/mehreren anderen Gruppen abgrenzt
  12. 12Beziehungsorientierte FührungZusammenhalt der Gruppe stärken, Qualität der Beziehungen der
    Gruppenmitglieder untereinander verbessern (Kohäsion)
  13. 13Aufgabenorientierte FührungGruppen- & Kommunikationsstrukturen schaffen, Ressourcen
    bereitzustellen, zur Zielerreichung (Lokomodation)
  14. 14GruppensynchronisationSumme aller Aktivitäten abzielen Generierung & Integration individueller Beiträge zum optimieren der Gruppenleistung
  15. 15Soziale KompensationLeistungsstärkere Mitglieder mehr Anstrengung, um Leistungs-
    defizite schwächerer Gruppenmitglieder auszugleichen
  16. 16Köhler-EffekSchwächere Mitglieder arbeiten mehr, um zu vermeiden, für schlechte
    Gruppenleistung verantwortlich gemacht zu werden/Erwartung Ausschluss aus Gruppe
  17. 17TrotteleffektGruppenmitglieder nimmt an, andere Mitglieder engagieren weniger, eigene
    Anstrengung wird ebenfalls reduzieren Ausnutzung/als Trottel dastehen vermeiden
  18. 18Soziales TrittbrettfahrenGruppenmitglieder nehmen wahr, dass sich genügend Personen
    für gemeinsames Ziel engagieren, spekulieren darauf Ziel auch
    ohne eigenes Zutun erreicht wird (bis völligen Passivität)
  19. 19Soziales Faulenzenindividuelle Beiträge Gruppenmitglieder nicht bewertbar,
    Gruppenmitglieder strengen sich evtl. weniger an
  20. 20GruppenpotentialLeistung, die aufgetreten wäre, wenn Mitglieder unabhängig voneinander und
    nicht als Gruppe die Aufgabe gelöst hätten
  21. 21TrittbrettfahrerdilemmataTrittbrettfahrer = Problem kollektiven Handelns, entsteht wenn Individuum gemeinschaftliches produziertes Gut nutzt, ohne Beitrag zur Produktion
  22. 22RessourcendilemmataNutzungsdilemmata: Parteien nutzen Ressourcen aus gemeinsam Pool, jeder kann so viel er mag
    nehmen, wenn das jede Partei macht leidet jedoch die Gruppe + Ressourcen
    bald verbraucht
    Beitragsdilemmata: jede Partei steuert individuelle Ressourcen in gemeinsamen Pool bei (Steuern)
  23. 23Gefangenendilemmatafür einzelnen kann Ergebnis besser sein, muss aber nicht, da Verhalten des anderen nicht kennt
  24. 24Soziales DilemmaKlasse von Situationen in denen mind. 2 Parteien zwischen eigenem Interesse & kollektivem Interesse entscheiden müssen. Individuelles und kollektives Wohlergehen dabei
  25. 25Soziale Erleichterung vs. soziale HemmungIndividuelle Leistungssteigerung (-minderung) aufgrund bloßer Anwesenheit anderer Personen bei der Bearbeitung einfacher (schwerer) oder hoch überlernter (unzureichend gelernter) Aufgaben infolge eines gesteigerten Erregungsniveaus.
  26. 26GruppenpolarisationTendenz von Gruppen im Anschluss an Gruppendiskussion Positionen zu
    vertreten, die extremer sind als der Durchschnitt der ursprünglich von den
    Mitgliedern vertretende Position und zwar in Richtung der Majorität
  27. 27Prozedurale Gerechtigkeitsubjektive Wahrnehmung das Autoritäten innerhalb der Gruppe der
    eigene Person fair/unvoreingenommen gegenüberstehen & Möglichkeit
    geben Entscheidungen mit zu beeinflussen
  28. 28ComplianceWenn Menschen sich in öffentlichen Situationen normenkonform verhalten, ohne dass
    sie die entsprechende Norm privat akzeptieren
  29. 29Normativer Einflussberuht darauf, dass die Erwartungen anderer Gruppenmitglieder erfüllt
    & negative Sanktionen bei normabweichendem Verhalten vermieden werden
  30. 30Informationaler EinflussBedürfnis möglichst akkurates Bild der sozialen Realität zu erhalten.
    Sozialer Einfluss, der darauf beruht, dass man die von der Majorität der
    Gruppenmitglieder vertretenen Überzeugungen, Einstellungen etc. als
    angemessene Interpretationen der Realität akzeptiert.
  31. 31KonformitätVeränderung individueller Verhaltensweisen, Überzeugungen, Einstellungen etc.
    infolge sozialer Beeinflussung durch numerische Majorität der Gruppenmitglieder
    verstanden. Die individuellen Positionen werden infolge des Einflusses an die
    Majoritätsposition angepasst.
  32. 32sozialer EinflussProzess der Veränderung individueller Einstellungen, Werte, Verhaltenswei
    sen etc. aufgrund Konfrontation mit den Einstellungen, Meinungen etc. anderer Personen
  33. 33Rollenambiguitätunklare, mehrdeutige Definition der Rolle
  34. 34soziale Rollendefinieren, wie Menschen sich verhalten sollen, die eine bestimmte Position innerhalb einer Gruppe haben
  35. 35soziale Normendefinieren, wie sich Gruppenmitglieder im Allgemeinen zu verhalten haben
  36. 36Deskriptive NormWahrnehmung Gruppenmitglieder, wie sich die meisten für gewöhnlich
    in einer Situation verhalten
  37. 37Injuktive NormWahrnehmung, welches Verhalten von anderen gebilligt, welches nicht
  38. 38Kontinuum-Modell(Susan Fiske & Steven Neuberg 1990)
    Eindrucksbilder automatische Kategorisierung fremder Personen
  39. 39Minimalgruppenparadigmaz.B. bloße Kategorisierung von Personen in 2 Gruppen nach einem x-beliebigen Kriterium. Gruppenbedingungen sorgen dafür, dass Eigengruppe verglichen mit der Fremdgruppe favorisiert wird und zu diskriminierendem, feindseligem, aggressivem Verhalten gegenüber anderen Gruppen/Gruppenmitgliedern tendiert.
  40. 40Allpot’sches PostulatDiskontinuität zwischen individuellen und Gruppenverhalten
  41. 41soziale/kollektive Identifikationpsychologische Beziehung zwischen Selbst und Gruppe
    reflektiert 2 Komponenten: - Stellenwert für Selbstdefinition
  42. 42Entitativitätin wie weit Ansammlung von Personen vom Beobachter als kohärente Einheit
    wahrgenommen
  43. 43autoritären Persönlichkeiterziehungs- + sozialisationsbedingten abnormen Persönlichkeitsstruktur
  44. 44Big-FiveExtraversion, Verträglichekit, Emotionale (In)Stabilität,
    Gewissenhaftigkeit, Offenheit für Erfahrungen
  45. 45AssimilationObjekte, Personen, Ereignisse innerhalb Kategorie als ähnlicher wahrgenommen
    werden, als sie sind
  46. 46KontrastierungObjekte/Ereignisse unterschiedlicher Kategorien als unähnlicher wahrgenommen,
    als sie sind
  47. 47Positive DifferenzierungStereotype um Eigengruppe von Fremdgruppen positiv abzugrenzen
  48. 48Kausale ErklärungStereotypen Elemente komplexer sozialer + ideologischer Begriffssysteme, aus
    denen kausale Erklärungen für soziale Phänomene & Ereignisse abgeleitet
  49. 49Soziale RechtfertigungStereotypen zur sozialen Rechtfertigung der Behandlung von Mitgliedern
    anderer Gruppen
  50. 50Legitimierende MythenInnerhalb Gesellschaft weitgehend geteilte Überzeugungssysteme, die dazu dienen, bestehende Status- & Machtunterschiede zwischen Gruppen zu rechtfertigen
  51. 51Soziale Repräsentationsozial geteilte Meinungen und Vorstellungen über bestimmten Sachverhalt innerhalb einer Gesellschaft, die in sozialen Diskursen innerhalb + zwischen gruppen konstruiert werden
  52. 52Relativen DeprivationWahrnehmung, weniger zu haben als einem zusteht, mit einem Gefühl der Unzufriedenheit einhergehend, wichtige Quelle relativer Deprivation ist der soziale Vergleich.
  53. 53Egoistische relative Deprivationresultiert aus interpersonalen Vergleichen
  54. 54Fraternale relative Deprivationresultiert aus intergruppalen Vergleichen
  55. 55De-IndividualisierungFremdgruppenmitglieder undifferenziert als Repräsentant homogener
    Kategorie, Unterschiede ignoriert
  56. 56Kreuzkategorisierungorthogonal zueinander stehende soziale Kategorisierung = Mitglied
    unterschiedlicher Gruppen als auch Mitglied gemeinsamer Gruppe
  57. 57erweiterter KontakteffektWissen das enge Freunde intergruppale Freundschaften pflegen, kann Verbesserung eigener Einstellungen gegenüber Fremdgruppe bewirken
  58. 58DeprovinzialisierungIntergruppenkontakt liefert neue Ansichten über Fremd- & Eigengruppe, neue Perspektive kann zur offeneren respektvolleren Haltung gegenüber Fremdgruppen führen
  59. 59GeneralisierungÜbertragung von positiven Kontakterfahrungen mit Mitgliedern einer
    Fremdgruppe auf die Fremdgruppe insgesamt
  60. 60Kontrastierungvom Stereotyp abweichende Person wird als „berühmte Ausnahme“ von der Regel, ganz und gar untypischer Einzelfall wahrgenommen
  61. 61SubtypisierungProzess, durch den Gruppenmitglieder, deren Eigenschaften und Verhaltensweisen dem Stereotyp nicht entsprechen, mental in einer Unterkategorie der sozialen Kategorie zusammengefasst werden
  62. 62kollektives HandelnFormierung/Unterstützung
    großer Anzahl an Personen
  63. 63Partizipationaktive Teilnahme an einer sozialen Bewegung
  64. 64Collective Action FrameSystem sozial geteilter Meinungen + Überzeugungen zur Interpretation sozialer Problemsituation herangezogen & aus denen angemessene kollektive (Re-)Aktionen ableiten lassen
  65. 65EmpowermentProzess zur Ausbildung der Überzeugung das Potentielle Bewegungsteilnehmer
    durch eigenes Handeln oder Handeln anderer erfahren, dass kollektives Handeln
    erfolgversprechende Strategie ist
  66. 66umgekehrte DiskriminierungFremdgruppenmitglieder manchmal sogar mehr geholfen als Eigengruppenmitgliedern
  67. 67Autonomieorientierte Unterstützungdient andere Gruppe langfristig selbständige Lösung ihrer Probleme zu ermöglichen
  68. 68abhängigkeitsorientierten Unterstützungzementieren bestehende Statusdifferenz zwischen Gruppen, indem der Fremdgruppe für ihr Problem notwenige Ressourcen bereitgestellt werden. Dadurch verhindert, dass die Gruppe selbst Kompetenzen zur Lösung des Problems entwickelt und langfristig von der statushohen Gruppe unabhängig wird.

Informationen

Beschreibung
Karteikarten am Sozialpsychologie 2, erstellt von Caroline Gerhard am 02/07/2014.
Erstellt von
Caroline Gerhard
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