Fichas
Sozialpsychologie 2
Fichas del conjunto (68)
- 1Stigmanegativ bewertetes Attribut, durch welches der Träger von normativen Erwartungen abweicht + welches ihn in Augen anderer derartig diskreditiert, dass er seinen Anspruch auf gesellschaftlich Gleichberechtigung verliert
- 2Meta-StereotypStereotyp vom Stereotyp
- 3AutostereotypStereotype über die Eigengruppe
- 4HeterostereotypStereotype über Fremdgruppen
- 5SelsbtstereotypisierungProzess Def. des eigenen Selbst aus stereotypischen Merkmalen
- 6Stereotypsozial geteilten Überzeugungen bezüglich der Attribute, Eigenschaften,
Verhaltensweisen etc., hinsichtlich derer die Mitglieder einer Gruppe einander ähneln. - 7EntrepreneuerFührer als aktive Rolle, Gruppe definiert Führer + Führer definiert Gruppe
Ziel: durch (Re)Definitionen zum kollektiven Ziel mobilisieren + eigene Position
Stärken über rhetorische Mittel - 8Metakontrast-PrinzipWahrscheinlichkeit, dass Ansammlung sozialer Stimuli als Mitglieder einer Kategorie (= Eigengruppe) wahrgenommenen werden, steigt im Maße, in dem Unterschiede auf relevanter Vergleichsdimension innerhalb dieser Gruppe von Stimuli als geringer wahrgenommen werden als die Unterschiede dieser Stimuli zu anderen Stimuli
- 9KorrespondenzverzerrungVerhalten wird auf innere, nicht auf
äußere Faktoren zurückgeführt - 10Soziale Attraktionje prototypischer Person innerhalb Eigengruppe, desto mehr soziale
Attraktion, soziale Attraktion erhöht Wahrscheinlichkeit das Folge geleistet wird,
Führungsrolle öffentliche Bestätigung - 11Prototypkontextspezifische, oftmals unscharfe (fuzzy) kognitive Repräsentationen typischer/idealer
Attribute, die Gruppe
charakterisieren + von einer/mehreren anderen Gruppen abgrenzt - 12Beziehungsorientierte FührungZusammenhalt der Gruppe stärken, Qualität der Beziehungen der
Gruppenmitglieder untereinander verbessern (Kohäsion) - 13Aufgabenorientierte FührungGruppen- & Kommunikationsstrukturen schaffen, Ressourcen
bereitzustellen, zur Zielerreichung (Lokomodation) - 14GruppensynchronisationSumme aller Aktivitäten abzielen Generierung & Integration individueller Beiträge zum optimieren der Gruppenleistung
- 15Soziale KompensationLeistungsstärkere Mitglieder mehr Anstrengung, um Leistungs-
defizite schwächerer Gruppenmitglieder auszugleichen - 16Köhler-EffekSchwächere Mitglieder arbeiten mehr, um zu vermeiden, für schlechte
Gruppenleistung verantwortlich gemacht zu werden/Erwartung Ausschluss aus Gruppe - 17TrotteleffektGruppenmitglieder nimmt an, andere Mitglieder engagieren weniger, eigene
Anstrengung wird ebenfalls reduzieren Ausnutzung/als Trottel dastehen vermeiden - 18Soziales TrittbrettfahrenGruppenmitglieder nehmen wahr, dass sich genügend Personen
für gemeinsames Ziel engagieren, spekulieren darauf Ziel auch
ohne eigenes Zutun erreicht wird (bis völligen Passivität) - 19Soziales Faulenzenindividuelle Beiträge Gruppenmitglieder nicht bewertbar,
Gruppenmitglieder strengen sich evtl. weniger an - 20GruppenpotentialLeistung, die aufgetreten wäre, wenn Mitglieder unabhängig voneinander und
nicht als Gruppe die Aufgabe gelöst hätten - 21TrittbrettfahrerdilemmataTrittbrettfahrer = Problem kollektiven Handelns, entsteht wenn Individuum gemeinschaftliches produziertes Gut nutzt, ohne Beitrag zur Produktion
- 22RessourcendilemmataNutzungsdilemmata: Parteien nutzen Ressourcen aus gemeinsam Pool, jeder kann so viel er mag
nehmen, wenn das jede Partei macht leidet jedoch die Gruppe + Ressourcen
bald verbraucht
Beitragsdilemmata: jede Partei steuert individuelle Ressourcen in gemeinsamen Pool bei (Steuern) - 23Gefangenendilemmatafür einzelnen kann Ergebnis besser sein, muss aber nicht, da Verhalten des anderen nicht kennt
- 24Soziales DilemmaKlasse von Situationen in denen mind. 2 Parteien zwischen eigenem Interesse & kollektivem Interesse entscheiden müssen. Individuelles und kollektives Wohlergehen dabei
- 25Soziale Erleichterung vs. soziale HemmungIndividuelle Leistungssteigerung (-minderung) aufgrund bloßer Anwesenheit anderer Personen bei der Bearbeitung einfacher (schwerer) oder hoch überlernter (unzureichend gelernter) Aufgaben infolge eines gesteigerten Erregungsniveaus.
- 26GruppenpolarisationTendenz von Gruppen im Anschluss an Gruppendiskussion Positionen zu
vertreten, die extremer sind als der Durchschnitt der ursprünglich von den
Mitgliedern vertretende Position und zwar in Richtung der Majorität - 27Prozedurale Gerechtigkeitsubjektive Wahrnehmung das Autoritäten innerhalb der Gruppe der
eigene Person fair/unvoreingenommen gegenüberstehen & Möglichkeit
geben Entscheidungen mit zu beeinflussen - 28ComplianceWenn Menschen sich in öffentlichen Situationen normenkonform verhalten, ohne dass
sie die entsprechende Norm privat akzeptieren - 29Normativer Einflussberuht darauf, dass die Erwartungen anderer Gruppenmitglieder erfüllt
& negative Sanktionen bei normabweichendem Verhalten vermieden werden - 30Informationaler EinflussBedürfnis möglichst akkurates Bild der sozialen Realität zu erhalten.
Sozialer Einfluss, der darauf beruht, dass man die von der Majorität der
Gruppenmitglieder vertretenen Überzeugungen, Einstellungen etc. als
angemessene Interpretationen der Realität akzeptiert. - 31KonformitätVeränderung individueller Verhaltensweisen, Überzeugungen, Einstellungen etc.
infolge sozialer Beeinflussung durch numerische Majorität der Gruppenmitglieder
verstanden. Die individuellen Positionen werden infolge des Einflusses an die
Majoritätsposition angepasst. - 32sozialer EinflussProzess der Veränderung individueller Einstellungen, Werte, Verhaltenswei
sen etc. aufgrund Konfrontation mit den Einstellungen, Meinungen etc. anderer Personen - 33Rollenambiguitätunklare, mehrdeutige Definition der Rolle
- 34soziale Rollendefinieren, wie Menschen sich verhalten sollen, die eine bestimmte Position innerhalb einer Gruppe haben
- 35soziale Normendefinieren, wie sich Gruppenmitglieder im Allgemeinen zu verhalten haben
- 36Deskriptive NormWahrnehmung Gruppenmitglieder, wie sich die meisten für gewöhnlich
in einer Situation verhalten - 37Injuktive NormWahrnehmung, welches Verhalten von anderen gebilligt, welches nicht
- 38Kontinuum-Modell(Susan Fiske & Steven Neuberg 1990)
Eindrucksbilder automatische Kategorisierung fremder Personen - 39Minimalgruppenparadigmaz.B. bloße Kategorisierung von Personen in 2 Gruppen nach einem x-beliebigen Kriterium. Gruppenbedingungen sorgen dafür, dass Eigengruppe verglichen mit der Fremdgruppe favorisiert wird und zu diskriminierendem, feindseligem, aggressivem Verhalten gegenüber anderen Gruppen/Gruppenmitgliedern tendiert.
- 40Allpot’sches PostulatDiskontinuität zwischen individuellen und Gruppenverhalten
- 41soziale/kollektive Identifikationpsychologische Beziehung zwischen Selbst und Gruppe
reflektiert 2 Komponenten: - Stellenwert für Selbstdefinition - 42Entitativitätin wie weit Ansammlung von Personen vom Beobachter als kohärente Einheit
wahrgenommen - 43autoritären Persönlichkeiterziehungs- + sozialisationsbedingten abnormen Persönlichkeitsstruktur
- 44Big-FiveExtraversion, Verträglichekit, Emotionale (In)Stabilität,
Gewissenhaftigkeit, Offenheit für Erfahrungen - 45AssimilationObjekte, Personen, Ereignisse innerhalb Kategorie als ähnlicher wahrgenommen
werden, als sie sind - 46KontrastierungObjekte/Ereignisse unterschiedlicher Kategorien als unähnlicher wahrgenommen,
als sie sind - 47Positive DifferenzierungStereotype um Eigengruppe von Fremdgruppen positiv abzugrenzen
- 48Kausale ErklärungStereotypen Elemente komplexer sozialer + ideologischer Begriffssysteme, aus
denen kausale Erklärungen für soziale Phänomene & Ereignisse abgeleitet - 49Soziale RechtfertigungStereotypen zur sozialen Rechtfertigung der Behandlung von Mitgliedern
anderer Gruppen - 50Legitimierende MythenInnerhalb Gesellschaft weitgehend geteilte Überzeugungssysteme, die dazu dienen, bestehende Status- & Machtunterschiede zwischen Gruppen zu rechtfertigen
- 51Soziale Repräsentationsozial geteilte Meinungen und Vorstellungen über bestimmten Sachverhalt innerhalb einer Gesellschaft, die in sozialen Diskursen innerhalb + zwischen gruppen konstruiert werden
- 52Relativen DeprivationWahrnehmung, weniger zu haben als einem zusteht, mit einem Gefühl der Unzufriedenheit einhergehend, wichtige Quelle relativer Deprivation ist der soziale Vergleich.
- 53Egoistische relative Deprivationresultiert aus interpersonalen Vergleichen
- 54Fraternale relative Deprivationresultiert aus intergruppalen Vergleichen
- 55De-IndividualisierungFremdgruppenmitglieder undifferenziert als Repräsentant homogener
Kategorie, Unterschiede ignoriert - 56Kreuzkategorisierungorthogonal zueinander stehende soziale Kategorisierung = Mitglied
unterschiedlicher Gruppen als auch Mitglied gemeinsamer Gruppe - 57erweiterter KontakteffektWissen das enge Freunde intergruppale Freundschaften pflegen, kann Verbesserung eigener Einstellungen gegenüber Fremdgruppe bewirken
- 58DeprovinzialisierungIntergruppenkontakt liefert neue Ansichten über Fremd- & Eigengruppe, neue Perspektive kann zur offeneren respektvolleren Haltung gegenüber Fremdgruppen führen
- 59GeneralisierungÜbertragung von positiven Kontakterfahrungen mit Mitgliedern einer
Fremdgruppe auf die Fremdgruppe insgesamt - 60Kontrastierungvom Stereotyp abweichende Person wird als „berühmte Ausnahme“ von der Regel, ganz und gar untypischer Einzelfall wahrgenommen
- 61SubtypisierungProzess, durch den Gruppenmitglieder, deren Eigenschaften und Verhaltensweisen dem Stereotyp nicht entsprechen, mental in einer Unterkategorie der sozialen Kategorie zusammengefasst werden
- 62kollektives HandelnFormierung/Unterstützung
großer Anzahl an Personen - 63Partizipationaktive Teilnahme an einer sozialen Bewegung
- 64Collective Action FrameSystem sozial geteilter Meinungen + Überzeugungen zur Interpretation sozialer Problemsituation herangezogen & aus denen angemessene kollektive (Re-)Aktionen ableiten lassen
- 65EmpowermentProzess zur Ausbildung der Überzeugung das Potentielle Bewegungsteilnehmer
durch eigenes Handeln oder Handeln anderer erfahren, dass kollektives Handeln
erfolgversprechende Strategie ist - 66umgekehrte DiskriminierungFremdgruppenmitglieder manchmal sogar mehr geholfen als Eigengruppenmitgliedern
- 67Autonomieorientierte Unterstützungdient andere Gruppe langfristig selbständige Lösung ihrer Probleme zu ermöglichen
- 68abhängigkeitsorientierten Unterstützungzementieren bestehende Statusdifferenz zwischen Gruppen, indem der Fremdgruppe für ihr Problem notwenige Ressourcen bereitgestellt werden. Dadurch verhindert, dass die Gruppe selbst Kompetenzen zur Lösung des Problems entwickelt und langfristig von der statushohen Gruppe unabhängig wird.
Información
- Descripción
- Fichas sobre Sozialpsychologie 2, creado por Caroline Gerhard el 02/07/2014.
- Creado por
- Caroline Gerhard
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