Karteikarten
Säure-Basen- Theorie

Karten in diesem Stapel (19)
- 1Eigendissoziation von Wasser?H2O <---> H+ + OH-
Auch in reinstem Wasser sind Ionen vorhanden, die sich durch Autoprotolyse (= Eigendissoziation)
des Wassers bilden. Die Autoprotolyse ist als Protonenübertragung von einem
Wassermolekül auf das andere zu betrachten, wobei das Gleichgewicht fast ganz auf der
linken Seite liegt; das heißt sich in reinem Wasser nur sehr wenige Ionen befinden.
Wendet man das Massenwirkungsgesetz auf die Autoprotolyse des Wassers an, so ergibt sich
folgende Beziehung:
- 2Was ist das Ionenprodukt?Da die Konzentration der H+-Ionen und der OH--Ionen gegenüber der Konzentration des
undissoziierten Wassers verschwindend klein ist, kann die Konzentration des undissoziierten
Wassers der Gesamtkonzentration des Wassers gleichgesetzt und somit als konstant
angenommen werden. Das Produkt aus der Gesamtkonzentration des Wassers und der
Gleichgewichtskonstante wird als Ionenprodukt des Wassers bezeichnet. Durch Umformung
der obenstehneden Gleichung ergibt sich folgende Beziehung:
c(H+) * c(OH-) = Kc * c(H2O) = Kw = 10^-14 (mol/l)² - 3Was gilt in neutralem Wasser?In neutralem Wasser ist die Konzentration der Wasserstoffionen und der Hydroxylionen stets
gleich groß; es gilt folgende Beziehung:
c(H+) = c(OH-) = (Kw)^0,5 = 10^-7 mol/l - 4Was ist die Autoprotolyse für ein Prozess?Die Autoprotolyse des Wassers ist ein endothermer Prozess und nimmt daher mit steigender
Temperatur zu. - 5Der Säure Basen Begriff nach verschiedenen Wissenscahftlern?nach Ostwald/Arrhenius:
Säure = Verbindung, die in Wasser unter Abgabe von H+ dissoziiert
Base = Verbindung, die in Wasser unter Abgabe von OH- dissoziiert
nach Brönsted:
Säure = Protonen-Donator
Base = Protonen-Acceptor
nach Lewis:
Säure = Elektronenpaar-Acceptor (z.B. CO2, SO2, AlCl3, BF3)
Base = Elektronenpaar-Donator (z.B. OH-, NH3, Cl-, Ether, Pyridin) - 6Welchen Einfluss hat der Zusazu von Söure auf die Dissoziation von Wasser?Zusatz von Säure:
Durch den Zusatz von Säure zu Wasser (= Ansäuren) wird die Konzentration der Wasserstoffionen
im Wasser erhöht. Das Ionenprodukt des Wassers bleibt aber gleich, sodaß die
Konzentration der Hydroxylionen vermindert wird. In saurem Wasser ist demnach die
Konzentration der Wasserstoffionen größer als die Konzentration der Hydroxylionen.
Es gelten folgende Beziehungen:
c(H+) > 10^-7 mol/l > c(OH-)
und
c(H+) * c(OH-) = 10^-14 (mol/l)2 - 7Welchen EInfluss hat der Zusatz von Basen auf die Dissoziation des Wassers?Durch den Zusatz von Base zu Wasser (= Alkalisieren) wird die Konzentration der
Wasserstoff-ionen im Wasser vermindert. Das Ionenprodukt des Wassers bleibt aber gleich,
sodaß die Konzentration der Hydroxylionen erhöht wird. In basischem Wasser ist demnach
die Konzentration der Hydroxylionen größer als die Konzentration der Wasserstoffionen.
Es gelten folgende Beziehungen:
c(OH-) > 10^-7 mol/l > c(H+)
und
c(H+) * c(OH-) = 10^-14 (mol/l)^2 - 8Wozu ist der pH- Wert wichtig?Die Angabe der Wasserstoffionenkonzentration, gibt Auskunft darüber , ob eine Lösung
sauer oder basisch ist, - 9Definition des pH Wertes?pH = - lg c(H+)
Der pH-Wert ist der mit -1 multiplizierte Logarithmus des Zahlenwertes der
Wasserstoffionen-konzentration.
- 10Die Stärke von Säuren und Basen?Die Stärke von Säuren und Basen läßt sich durch ihre Neigung zur Protonenabgabe, die einer
Base durch ihre Tendenz zur Protonenaufnahme kennzeichnen. Ein absolutes Maß für die
Stärke ist die Gleichgewichtskonstante der Reaktion die aber nur abläuft, wenn ein Reaktionspartner die Protonen aufnimmt oder abgibt.
Säure: HA + H2O <---> H30+ + A-
Base: B+ H2O<---> BH+ + OH- - 11Bestimmung der Stärke einer Säure/Base?Die Stärke einer Säure und Base läßt sich daher nur relativ bestimmen, bezogen auf eine
andere Base bzw. Säure. Als üblichste Bezugssubstanz hat man Wasser gewählt, das als
Ampholyt besonders gut geeignet ist.
- 12Wenn man beim Messen der Stärke einer Säure/Base berücksichtigt das Wasser als konstant angenommen werden kann, ergeben sich welche Beziehungen?

- 13Was sind pKs und pKB Werte?Form der Angabe der Säure- und der Basenkonstante
- 14Definition des pKs-Wertes und des pKB-WertespKS = - lg KS
pKB = - lg KB
Der pKS-Wert ist der mit -1 multiplizierte Logarithmus des Zahlenwertes der Säurekonstante.
Der pKB-Wert ist der mit -1 multiplizierte Logarithmus des Zahlenwertes der
Basenkonstante. - 15Korrespondierende Säure-Basen-Paare?Reagiert eine Verbindung als Säure (HA), ist sie im Stande Wasser zu protonieren. Bei dieser
Reaktion entsteht aus der Säure (HA) die korrespondierende Base (A-). Diese Base (A-) kann
nun von Wasser wieder protoniert werden; es entsteht dabei die korrespondierende Säure
(HA).
Betrachtet man ein korerrespondierendes Säure-Basen-Paar in Wasser so gilt:
HA + H2O <---> H3O+ + A
A- + H2O <--> AH + OH- - 16Welche Beziehungen ergeben sich wenn man berücksichtigt, dass bei verdünnten Lösungen die Konzentration des Wassers als konstant angenommen werden kann?

- 17Durch Multiplikation von Ks und KB ergibt sich?Ks* KB= c(H3O+)* c(OH-) = Kw = 10^-14 (mol/L)²
Weiters gilt: pKs+ pKB =pKw = 14
-> Anhand dieses Zusammenhanges können pKS und pKB leicht ineinander umgerechnet
werden. - 18Einteilung der Säuren und Basen nach ihrer Stärkesehr starke Säuren (Basen) pKS(pKB) < 1,0
starke Säuren (Basen) pKS(pKB) = 1,0 bis 4,5
schwache Säuren (Basen) pKS(pKB) = 4,5 bis 9,5
sehr schwache Säuren (Basen) pKS(pKB) = 9,5 bis 15.74
extrem schwache Säuren (Basen) pKS(pKB) > 15.74 - 19Mehrbasig, einbasig?Nach der Zahl der Protonen, die eine Säure abgeben kann unterscheidet man einwertige
(einbasige) und mehrwertige (mehrbasige) Säuren (z.B. Phosphorsäure). Analog spricht man
von einwertige (einsäurige) und mehrwertige (mehrsäurige) Basen (z.B. Calciumhydroxid).
H3PO4 + H2O <---> H3O+ + H2PO4-
pKS1 = 2.12
H2PO4- + H2O <---> H3O+ + HPO42-
pKS2 = 7.21
HPO42- + H2O <---> H3O+ + PO43-
pKS3 = 12.67
Informationen
- Beschreibung
- Schwer Analytik Karteikarten am Säure-Basen- Theorie, erstellt von elham_riefaie am 23/11/2014.
- Erstellt von
- elham_riefaie
- Aufrufe
- 192
- Bewertung