Karteikarten
Angeborenes & adaptives Immunsystem
Karten in diesem Stapel (56)
- 1Wie verläuft die angeborene Immunantwort?a) Angriff durch vorgeformte Moleküle => Zerstörung des Erregers => Dauer < 4 h
b) Einwandern von Effektorzellen => Erkennen & Aktivierung der Effektorzellen => Zerstörung des Erregers => Dauer > 2 h - 2Wie verläuft die adaptive Immunantwort?Transport des Antigens zum Lymphknoten => Erkennung durch naive T-& B-Zellen => Klonale Expansion & Differenzierung => Abwehr des Erregers => Dauer > 96 h
- 3Welche Zellen gehören zum angeborenen Immunsystem?• Granulozyten • Monozyten–Makrophagen • Dendritische Zellen
• Mikroglia • Mastzellen • Natürliche
Killerzellen • Andere „innate lymphoid cells“
=> Diese haben kein Gedächtnis ! - 4Was sind "Neutrophil extracellular traps (NETs)"?Are networks of extracellular fibers, primarily composed of DNA from neutrophils, which bind pathogens. Neutrophils release granule proteins and chromatin to form an extracellular fibril matrix known as NETs
- 5Was für Fähigkeiten haben sie? 1NETs provide for a high local concen-tration of antimicrobial components & bind, disarm, & kill microbes extra-cellularly independent of phagocytic uptake.
- 62 & 3In addition to their antimicrobial pro- perties, NETs may serve as a physical barrier that prevents further spread of the pathogens & delivering the granule proteins into NETs may keep potentially injurious proteins like proteases from diffusing away & damage tissue.
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- 8Wie erkennt das Immunsystem einen Erreger ?Mit Rezeptoren für „fremde Strukturen“
den Pathogen-‐associated molecular patterns z.B. Toll-‐like Rezeptoren,
NOD-‐Rezeptoren
u.v.a. - 9WAs für Rezeptoren haben Makrophagen?
- 10Wie kommt es zur Spezifität des angeborenen Immunsystems?• Erkennt typische Strukturen von
Erregern = PAMP's • Spezifische Rezeptoren, z.B. „Toll-‐like receptors“ (TLR) • Ergebnis: Zellaktivierung, Zytokinproduktion: IL-‐1, IL-‐6, TNF-‐α, Chemokine, u.a. bei Monozyten, Makrophagen, dendrit. Zellen - 11Was für lokale Wirkungen haben die Zytokine?• TNF-‐α: Rekrutriert weitere Zellen, aktiviert Makrophagen, aktiviert Endothel, permeabilisiert Endothel, U.a.
• Chemokine: holen weitere Zellen heran
• IL-‐1: aktiviert Endothel
• Prostaglandine, Leukotriene: erweitern
Gefäße - 12Was sind die Folgen der Reaktion auf PAMPs?• Rubor
• Calor
• Tumor
• Dolor - 13Was machen Makrophagen und dendritische Zellen nach Stimulation des TLR's?Sie produzieren IL-‐1, IL-‐6 und TNF-‐alpha, die systemische Wirkungen haben.
- 14Was bewirkt IL1?Induziert lokale Entzündungsreaktion & wirkt auf den Hypothalamus wo Fieber induziert wird. Stimuliert Bildung von Selektinen, durch Endothelzellen. Diese bilden Andockstelle im Blut zirkulierende Leukozyten & ermöglicht Auswanderung ins Gewebe (Diapedese).
- 15Was machen IL6 und TNFalpha?IL6 induziert in der Leber die Produktion der Akute Phase Proteine und TNFalpha stimuliert im Knochenmark die Bildung von Granulozyten, die dann ins Blut gelangen.
- 16Was machen die Granulozyten, Makrophagen und dendritischen Zellen in dieser Entzündungsreaktion?Granulozyten: Phagozytose, Granula-‐Exozytose, Neutrophil extracellular traps (NETs) – Monozyten: Zytokinproduktion, Aktivierung, Toxizität – Dendritische Zellen: Reifung, Wanderung in Lymphknoten, Zytokinproduktion, Beeinflussung der T‐Zellantwort
- 17Was ist Imiquimod?Imiquimod ist ein topisch applizierter Immunmodulator, der unter anderem zur Behandlung von Basaliomen, aktinischen Keratosen und Feigwarzen (Condylomata acuminata) eingesetzt wird.
- 18Was für eine Wirkung hat es?In vitro: stimuliert Produktion von Zytokinen durch Makrophagen & andere Immunzellen, die zur Synthese von IFN-α, IL-12 & TNF-α angeregt. Außerdem soll es die Umwandlung von naiven T-Helferzellen in Th1-Effektorzellen unterstützen. Antivirale & -tumorale Aktivität.
- 19Woraus besteht das mukosale Immunsystem?Zum einen auf verstreuten intraepithelialen und subendothelialen Lymphozyten und zum anderen aus speziellen Stellen wo besonders viele Lymphfollikel zu finden sind & z. B. M-Zellen die Antigenerkennung ermöglichen.
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- 21NOD1 und NOD2: Was machen sie?Cytosolische PRR Enthalten C-terminal eine Domäne, die eine Affinität zu dem Peptidanteil des Peptidoglykans hat = Hauptbestandteil bakterieller Zellwände. Lösen bei Kontakt eine Signalkaskade aus, die zur Aktivierung des Transkriptions-faktors NFκB führt.
- 22Was ist die Folge dieser Aktivierung?
- 23Was sind die Unterschiede zwischen dem angeborenen und adaptiven Immunsystem?Angeboren: Schnelle Reaktion, erkennt typische Strukturen, kein Gedächtnis
Adaptiv: Langsame Reaktion bei Erstkontakt, unterscheidet genau Epitope, Gedächtnis - 24Was sind die ersten Schritte der adaptiven Immunantwort?Unreife dendetitische Zellen im peripheren Gewebe kommen in Kontakt mit Antigenen, phagozytieren Erreger & präsentieren sie auf ihrer Oberfläche. Sie wandern über afferenteLymphgefäße in regionale Lymphknoten & aktivieren dort naive T-Zellen.
- 25Was passiert darauf hin?Klonale Expansion & Differenzierung =>
Abwehr des Erregers => Dauer: 96 h - 26Was machen die dendritischen Zellen?Die Proteine der Erreger werden dabei in Peptidfragmente gespalten, diese Fragmente werden in den Lysosomen auf MHC-Klasse-II Proteine geladen & durch vesikulären Transport an die Zelloberfläche gebracht.
- 27IIHier werden sie den vorbeiströmenden T-Zellen präsentiert. Dendritische Zellen gehören somit zu den antigenpräsentierenden Zellen.
- 28Was passiert mit den T-Zellen?Wandern aus dem Blut über hochendo- theliale Venolen in den Cortex der Lymphknoten ein, die die durch DC nicht aktiviert werden, verlassen ihn über den corticalen Sinus.
- 29IIDie anderen beginnen zu proliferieren & können den Lymphknoten nicht mehr verlassen, differenzieren zu Effektorzellen & verlassen ihn dann.
- 30Wie werden die verschiedenen Erreger abgewehrt?
- 31Wie tötet man Viren und intrazelluläre Bakterien ab?• Viren: Zerstörung infizierter Zellen durch CD8+ Zellen, NK-‐Zellen & Neutralisierung durch Antikörper
• Intrazelluläre Bakterien, Protozoen: Abtötung in Phagozyten (Monozyten) - 32Wie tötet man extrazelluläre Bakterien, Pilze und Würmer ab?• Extrazelluläre Bakterien mit Kapsel: Phagozytose nach Opsonisierung (Granulozyten)
• Pilze: Schädigung durch Granulozyten
• Würmer: Schädigung durch IgE‐Antikörper, Mastzellen, Eosinophile - 33Was für Funktionen haben die CD4+ T-Zellen?• Aktivierung von Makrophagen gegen intrazelluläre Bakterien (Th1-‐Zellen)
• Steuerung der Abwehr von Würmern (Th2-‐Zellen)
• Steuerung der Abwehr von Pilzen und extrazellulären Bakterien (Th17-Zellen) - 34II• Hilfe für B-‐Zellen bei Antikörperproduk6on (alle CD4+)
• Regulation der Immunantwort (Treg)
Mechanismen: Kontakt plus Zytokine - 35Was machen Makrophagen?
- 36Was machen TH1-Zellen?TH1-Zellen binden v. a. an MHC-II-Proteine von Makrophagen und aktivieren diese dadurch gegen iz Erreger!, sie synthetisieren daraufhin in großen Mengen toxische Substanzen, die sie sowohl an das Lumen ihrer Phagosomen als auch an ihre Umgebung abgeben.
- 37Was sind das für toxische Substanzen?Hierzu zählen vor allem Sauerstoffradikale (ihre Synthese wird als Respiratory Burst bezeichnet), H2O2, Stickoxide, Defensine und Elastase. Alle diese Produkte dienen der Abtötung der Erreger.
- 38Warum müssen die Makrophagen erst von den TH1-Zellen aktiviert werden?Eine permanente Produktion dieser Stoffe würde die Gewebe schädigen. Deshalb werden sie in größerer Menge erst nach Aktivierung der Makrophagen durch TH1Zellen gebildet.
- 39Wie erfolgt die Aktivierung genau?Die Aktivierung erfolgt parallel über mehrere Signale. Die TH1-Zelle erkennt mithilfe ihres T-Zell-Rezeptors (und unterstützt vom CD4-Protein) das MHC-II-gebundene Peptidfragment an der Oberfläche des Makrophagen.
- 40II■ dann präsentieren sie die CD40-Liganden (CD40L)
■ und sezernieren Interferon-γ (IFN-γ) & TNFalpha, das die Makrophagen aktiviert. Zudem sezernierenTH1-Zellen IL-2, das ihre eigene Vermehrung stimuliert. - 41Aktivierung eines Makrophagen durch eine TH1-Zelle
- 42Was für Funktionen hat Interferon-‐γ?Produktion: Th1-‐Zellen (auch: CTL, NK-‐Zellen)
– aktiviert Makrophagen zur Abtötung intrazellulärer Erreger
– rekrutiert Zellen: proinflammatorisch, Entzündung !
– reguliert MHC-‐Moleküle hoch – u.a. - 43Was für Funktionen hat Tumor-Nekrose-Faktor-α?Produktion: Th1, Th17, Makrophagen
Proinflammatorische Wirkungen: Lokal! Aktivierung von Makrophagen & Endothelzellen • Rekrutierung von Entzündungszellen • Permeabilisierung der Gefäße • Thrombozytenadhäsion an Endothel • Granulombildung - 44Was für Eigenschaften und Fähigkeiten hat das Mykobakterium tuberculosis?Einige Erreger haben Mechanismen entwickelt, durch die sie die Abtötung in den Phagosomen & deren Fusion mit Lysosomen verhindern. Bei einer Tuber-kulose sind große Gruppen infizierter Makrophagen von T-Zellen umlagert, beide bilden zusammen ein Granulom.
- 45Was passiert dann mit den Betroffenen und den Bakterien?Das Immunsystem ist normalerweise in der Lage, so die Ausbreitung der Myko- bakterien im Gewebe zu verhindern. Allerdings können die Mykobakterien in den Makrophagen überleben, da sie die eigene Abtötung und die Bildung des Phagolysosoms verhindern.
- 46Was kann aber passieren?Dadurch unterbleibt auch die Antigen-präsentation. Bei einer Schwächung des Immunsystems, oft viele Jahre nach der Infektion, kann es zur Reaktivierung der Tuberkulose kommen.Derzeit istca. 1/3 der Menschheit mit M. tuberculosis infiziert
- 47An welchen immunpathologischen Erkrankungen sind TNF-‐α und Interferon-‐γ beteiligt?• M. Crohn • Rheumatoide Arthri6s • M. Bechterew • Reak6ve Arthri6s • Psoriasis • Mul6ple Sklerose • Ekzem • Zoeliakie • Toxic Shock Syndrome • Sarkoidose • u.v.a.
- 48Wie kann man TNFalpha stoppen?1) Mit monoklonalen Antikörpern gegen TNFalpha wie Infliximab & Adalimumab.
2) Durch lösliche TNFalpha Rezeptorfusionsproteine wie Etanercept (ist eine Ligandenbindungsdomäne des Tumornekrosefaktors) - 49Was kann eine Nebenwirkung der TNFalpha-Hemmer sein?Eine latente Tuberkulose kann reaktiviert werden!
- 50Was für Aufgaben haben die verschienen CD4+-T-Zellen?• TH1: Abwehr von intrazellulären Erregern – produziert Interferon‐γ
• TH2: Abwehr von Helminthen – produziert IL-‐4 (IgE-‐Produk6on, Mastzellwachstum) – produziert IL-‐5 (Eosinophilen-‐Produk6on) - 51II• TH17: Abwehr von Pilzen, ez Bakterien – produziert IL-‐17 (Neutrophilen-Rekutierung) & produziert viel TNF-‐α (Granulombildung, Entzündung)
• Treg: unterdrücken die Immunantwort – durch Zellkontakt und/oder Zytokine (IL-‐10, TGF-‐β) - 52Welche Zytokine führen zur Differenzierung in welche spezialisierte TH-Zelle aus der naiven CD4+ T-Zelle?
- 53Wie entstehen die TH1-Zellen?Interleukin-12 aus Makrophagen oder dendritischen Zellen induziert Th1-Zellen
- 54Wie beinflusst das angeborene Immunsystem die adaptive Immunantwort?• Erkennen der fremden Strukturen (PAMPs)
• Zytokinproduktion (= Gefahrensignale)
• Antigentransport in Lymphknoten
• Zytokinproduktion = Beeinflussung der T-Zell-Spezialisierung
Rolle des Adjuvans! - 55Welche pathogene Rolle haben die TH1- & die TH2-Zellantworten?• Pathogene Rolle der Th1‐Reaktion: Entzündung – Gewebszerstörung – Granulome
• Pathogene Rolle der Th2‐Reaktion: Allergie – Heuschnupfen – Asthma - 56Was macht Ustekinemab (Stelara© )?Behandlung der Psoriasis eingesetzt wird. Ustekinumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper gegen die Zytokine Interleukin-12 (IL-12) und Interleukin-23 (IL-23) & hemmt damit die Th17 & Th1-Differenzierung!
Informationen
- Beschreibung
- Modulprüfung C2 (Immunologie) Karteikarten am Angeborenes & adaptives Immunsystem , erstellt von Mitra Shadloo am 28/06/2016.
- Erstellt von
- Mitra Shadloo
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